Dienstag, 4. Januar 2011

GEORGIA SATELLITES - Georgia Satellites (Klassiker der Woche)

Band: Georgia Satellites
Album: Georgia Satellites (Re-Release)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hard Rock / Classic Rock
Veröffentlichung: 24.04.2014
Plattenfirma: Rock Candy Records
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Kann sich hierzulande noch jemand an den 1986er US-TOP Hit " Keep Your Hands To Yourself " (immerhin Platz 2 der Charts, knapp hinter Bon Jovi’s „Livin‘ On A Prayer“) der GEORGIA SATELLITES erinnern? Keiner? Während es völlig normal ist, dass z.B. europäische oder asiatische Topstars international kaum auffallen und ein regionales Phänomen bleiben, so schwappen US Trends eigentlich immer auch auf den Rest der Welt über. Aber auch drüben gibt es Künstler, bzw. Genres die einfach nicht als Massenware zu exportieren sind, wie z.B. Country, der zwar auch bei uns seine Anhänger hat, es aber vermutlich nie an die Spitze der Charts schaffen würde.

Die GEORGIA SATELLITES bedienen sich aus demselben Inspirationspool, wie z.B. die britischen Quireboys (Rod Stewart, Rolling Stones, Small Faces), allerdings mit einem durch und durch typisch amerikanischen Grundton und angereichert mit einem ordentlichen Schuss Boogie. Die Musik auf dem selbstbetitelten Debüt schreit förmlich nach einer stickigen Bikerbar irgendwo im texanischen Hinterland. Wie nahe die GEORGIA SATELLITES auch am Country, bzw. fast schon volkstümlichen Musikgut sind, zeigt ein Track wie „Battleship Chains”, das im Kölner Karneval, auf Deutsch gesungen, ebenfalls bestens funktionieren würde. „Golden „Light“ schielt Richtung Bruce Springsteen und auch der Rest der Songs des Debütalbums, inklusive der unerwarteten Hitsingle „Keep Your Hands To Yourself” und dem gekungenen Rod Stewart Cover „Every Picture Tells a Story“, macht einfach gute Laune. Von den zahllosen anderen Bands, die diesen Stil ebenfalls spiel(t)en setzten sich die GEORGIA SATELLITES durch das durchgehend hochklassige Songwriting, die spürbare Spielfreude und auch die ziemlich fette Produktion ab. Die beiden folgenden Scheiben konnten den Erfolg des Erstlings nicht mal ansatzweise wiederholen und so brach Sänger, bzw. Hauptsongwriter Dan Baird seine Zelte ab und die Band infolgedessen auseinander. Baird ist heutzutage im Verbund mit diversen Bands aktiv, während seien ehemaligen Mitstreiter immer noch unter dem GEORGIA SATELLITES Banner die Clubs unsicher machen.

Das Rock Candy Label ist für seine feinen Linernotes und die liebevolle Aufmachung der Re-Releases bekannt und geizt diesmal auch nicht mit zahlreichen Bonustracks. So gibt es neben dem sehr guten Remastering insgesamt 7 Bonustracks zu bestaunen von denen die Remixes zwar verzichtbar, die Livetracks aber umso kraftvoller ausgefallen sind. Ein rundum interessantes Paket also, das dieses feine zeitlose Album zu einer lohnenden Anschaffung gmacht.

WERTUNG:






Trackliste:

01. Keep Your Hands To Yourself
02. Railroad Steel
03. Battleship Chains
04. Red Light
05. The Myth Of Love
06. Can’t Stand The Pain
07. Golden Light
08. Over And Over
09. Nights Of Mystery
10. Every Picture Tells a Story
11. I’m Waiting For The Man
12. The Myth Of Love (Live)
13. Battleship Chains (Kick ‘N Lick Remix)
14. Hard Luck Boy
15. Red Light (Live)
16. No Money Down (Live)
17. Battleship Chains (Party Mix)

Mario

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