Dienstag, 4. Januar 2011

BLACK´N BLUE - Black´n Blue (Klassiker der Woche)

Band: Black´n Blue
Album: Black´n Blue
Spielzeit: 40:09 min.
Veröffentlichungsjahr: 1984/2003
Plattenfirma/Vertrieb: Geffen/Majestic Rock Records
Stilrichtung: Hard Rock

BLACK´N BLUE stammen ursprünglich aus Portland/USA und firmierten davor als MOVIE STAR, bei denen die Gründungsmitglieder Tommy Thayer (g) (jetzt KISS) und Jamie St.James (v) zockten. Ihren ersten kleinen Erfolg feierte die Band mit einem Feature auf dem Metal Massacre-Sampler aus dem Hause Metal Blade Records. Der Song „Chains Around Heaven“, der dafür verwendet wurde, ist auch auf dem selbstbetitelten Debüt zu finden, um das es heute geht.

Oft sind es ja die Debütalben, die den bleibensten Eindruck hinterlassen, und so ist es auch bei BLACK´N BLUE, deren 3 Folgealben allesamt recht gut ausfielen und auch einige Hits an Bord hatten, so daß man gemütlich eine tolle Best-Of-Compilation zusammen bekommt (siehe „Ultimate Collection“ von 2001). Aber der 1984er Erstling hat bei 10 Songs erstklassige Hits wie „Hold On To 18“ (bis heute neben „Heat It Up, Burn It Out“ der wohl coolste Song der Band), „School Of Hard Knocks“, „Wicked Bitch“, „Autoblast“ oder „The Strong Will Rock“ die höchste Dichte an Evergreens.

Das erkannten natürlich auch Bands wie AEROSMITH, die BLACK´N BLUE gleich Huckepack mit auf ihre „Back In The Saddle-Tour“ nahmen, was unsere Helden in verschiedene verzwickte Situationen brachte. Bei ihrer zweiten Show in Phoenix lud Shouter Jamie St.James kurz vor Ende ihres Gigs die Fans dazu ein, gemeinsam mit ihnen in ihrem Hotel ordentlich Party zu machen, was von einigen tausend Anhängern gerne angenommen wurde. Kaum vorzustellen, dass es daraufhin etwas lauter in diesem Hotel zuging als normal (grins) und so wurde die Band der Stadt verwiesen, sie wurden sogar von der Polizei bis zur Stadtgrenze eskortiert. Shit happens!

Ungewöhnlich war auch die Wahl des Produzenten, denn die amerikanischen Knöpchendreher waren den Jungs einfach nicht heavy genug, woraufhin sie mit dem Deutschen Dieter Dierks Kontakt aufnahmen, der u.a. schon für einige SCORPIONS-Scheiben verantwortlich war.Zwar bin ich immer noch der Meinung, dass man eine Dierks-Produktion aus vielen anderen heraushört, weil sie unter dem Strich alle identisch klingen, aber im Falle BLACK´N BLUE hielt sich dieser Umstand in Grenzen.

Auf jeden Fall ist es dieser Rundling wert, ihn mal wieder auf den Plattenteller bzw. in den CD-Schacht zu werfen und wer dieses geile Stück Rockgeschichte noch nicht sein Eigen nennt, sollte dies schnellstmöglich nachholen.

Stefan

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