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Freitag, 22. Juli 2016

VIVALDI METAL PROJECT - The Four Seasons

Band: Vivaldi Metal Project
Album: The Four Seasons
Spielzeit: 75:44 min
Stilrichtung: Neo Classic Metal
Plattenfirma: Pride & Joy Music
Veröffentlichung: 22.07.2016

Mit dem VIVALDI METAL PROJECT hat der italienische Keyboader, Komponist und Produzent Mistheria (BRUCE DICKINSON, ROB ROCK, ARTLANTICA) ein ganz heißes Eisen im metallischen Feuer! Man nehme das klassische „Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi und packe über 130 Metal und Klassikmusiker dazu um etwas ganze Neues daraus zu machen! 14 Songs beinhaltet das mir nun vorliegende Debütalbum „The Four Seasons“ welches, außer zwei Stücke, alles Songs von Meister Vivaldi himself sind, natürlich auf unser geliebte Mucke geändert und in die Neuzeit gebracht.
Da hat jemand also wirklich Großes vorgehabt und dafür benötigte er natürlich viel Unterstützung in musikalischer Sicht. Diese alle aufzuzählen würde den Rahmen dieser Besprechung sprechen, die wichtigsten und bekanntesten dürften aber mit Alberto Rigoni, Mark Boals (ROYAL HUNT), Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE), Edu Falaschi (ALMAH), Rob Rock (IMPELITTERI), Mike Lepond (SYMPHONY X), Dani Löble (HELLOWEEN), Mark Cross (FIREWIND), Victor Smolski (RAGE, ALMANAC) und Chris Caffery (SAVATAGE) schnell ausgemacht sein.
So, es gibt viel zu besprechen, packen wir es in Form des ersten Songs „Escape from Hell“ an. Dieser ist eine neue Komposition von Mastermind Mistheria selbst, der gute Vivaldi dürfte so etwas kraftvolles damals nicht auf dem Plan gehabt haben : ). Abwechslungsreich mit unterschiedlichen Sängern kommt die Nummer daher und begeistert direkt zu Beginn dann mal so richtig! Hier spürt man die lange Arbeit an dem Album mit jeder Note, alles wirkt wie aus einem Guss ohne langweilig zu werden, ein sehr überzeugender Beginn!
Beim folgenden „The Illusion of Eternity“ merkt dann auch jeder Nichtklassikkenner das man es hier mit einem Vivaldisong zu tun hat, zu charakteristisch ist die Melodie. Ein weiblicher Gesang trägt die Nummer sehr schön und auch ansonsten ist die Fusion zwischen Metal und Klassik hier perfekt gelungen.
Wenn auch musikalisch und künstlerisch wunderbar umgesetzt, rasen die nächsten Tracks „Vita“, „Euphoria“ und „Sun of God“ ziemlich an einem vorbei ohne großartig hängen zu bleiben. Wie gesagt, alles toll gemacht und umgesetzt, aber es zündet einfach nicht komplett!
Das Duett „Immortal Soul“ geht dann wieder in die richtige Richtung und bei „The Age of Dreams“ passt die Metal/Klassikmischung wieder perfekt.
Wir sind aber noch lange nicht am Ende, das Album hat ja schließlich noch einige Songs, aber auch im weiteren Verlauf haben sich der ein oder andere Durchhänger eingeschlichen! Vor allem weil wir hier auch ein paar instrumentale Nummer haben, die zwar handwerklich gut gemacht sind, als Einzelsong aber nicht wirklich glänzen können! Am Ehesten vom Gesamtbild her überzeugen kann noch das abschließende „Doomsday“, mit Growls!!!, alles andere ist vermutlich einfach zu speziell.

Anspieltipps:

Ganz klar hervorstechen tun hier “Escape from Hell”, “The Illusion of Eternity”, “The Age of Dreams” und “Doomsday”.

Fazit :

So, das vielleicht ambitionierteste und monumentalste Album der letzten Zeit ist zu Ende und was bleibt nun übrig? Tja ganz so einfach ist das nicht zu beantworten, denn das Album ist wirklich sehr speziell geworden und daher auch sehr anspruchsvoll. Man spürt auf jeden Fall jede Sekunde wie viel Arbeit und Zeit hier drin steckt.
Für Genrefreaks mit einem Hang zur Klassik die ein Album als Gesamtes sehen und nicht im vorbeigehen oder beim Joggen hören ist das VIVALDI METAL PROJECT mit Sicherheit eine Offenbarung, für alle anderen heißt es hier definitiv rein hören!
Die Scheibe polarisiert auf jeden Fall und daher verzichte ich hier auf eine Bewertung, einfach weil das Ganze zu speziell ist und für so unterschiedliche Geschmäcker geeignet ist!

WERTUNG: keine Bewertung

Trackliste:

01. Escape from Hell
02. The Illusion of Eternity
03. Vita
04. Euphoria
05. Sun of God
06. Immortal Soul
07. Thunderstorm
08. The Age of Dreams
09. Alchemy
10. Stige
11. The Meaning of Life
12. The Final Four
13. Grande Madre
14. Doomsday

Julian

Freitag, 25. März 2016

ETERNITY'S END - The Fire Within

Band: Eternity‘s End
Album: The Fire Within
Spielzeit: 56:04 min
Stilrichtung: Neo Classic Metal
Plattenfirma: Power Prog
Veröffentlichung: 25.03.2016

Gitarrist Christian Muenzner der schon bei so Bands wie ALKALOID, NECROPHAGIST, OBSCURA oder PARADOX ausgeholfen hat bzw. Mitglied war hat nun mit ETERNITY‘S END sein erstes eigenes Bandprojekt am Start!
Geboten wird uns auf dem Debütalbum „The Fire Within“ astreiner Neo Classic Metal der Fans des Genre auf jeden Fall zusagen wird.
Ein zusätzlicher Grund fürs Gefallen könnte der beteiligte Sänger sein, denn mit Ian Parry (ELEGY, AYERON) tritt hier ein ganz Großer seiner Zunft in Erscheinung.
Die Voraussetzungen sind also auf jeden Fall schon mal sehr gut, schauen wir uns daher direkt mal den Opener „The Fire Wihtin“ genauer an. Schnell und kraftvoll beginnt die Nummer und das wird sich auch bis zum Ende des Tracks nicht mehr ändern. Fans von Neo Classic Metal werden hier aber so was von auf ihre Kosten kommen, denn das Ganze kommt schön eingängig im Refrain, hart und verspielt daher und zusätzlich gibt es mit Ian Parrys Organ nochmal so richtig einen auf die Zwölf! Ein bärenstarker Einstieg!
Das anschließende „Demonblade“ kommt zwar nicht ganz so eingängig daher wie sein Vorgänger, ist aber trotzdem ebenfalls wieder eine sehr geschmeidige Nummer die sich umgehend den Weg in die Gehörgänge bahnt.
Etwas komplexer geht es dann bei „The Hourglass“ zur Sache was dem Ganzen aber keinen Abbruch tut und im Besonderen der Refrain ist wieder erste Sahne geworden, so das die Nummer definitiv mit auf den Anspieltippzettel notiert werden muss!
Wo bislang so viel Qualität herrscht, gibt es natürlich auch etwas Schatten. Dieser tritt in Form der etwas zu gewöhnlichen Songs „Eagle Divine“, „The Dark Tower“ und „Monsterstruck“ zu Tage.
Aber die schwächeren Songs sind hier auf jeden Fall insgesamt in der Unterzahl, denn mit „White Lies“, „Twillight Warrior“, „Chains of the Earth“ sowie dem epischen Abschluss „The Fall of the House of Usher“ ist der größte Anteil hier definitiv auf der Plus Seite zu finden!

Anspieltipps:

Mit “The Fire Within”, “Demonblade”, “The Hourglass”, “White Lies”, sowie “Chains of the Earth” fahrt ihr hier definitiv am Besten.

Fazit :

Fans von Neo Classic Metal kommen bei dem Debütalbum von ETERNITY’S END auf jeden Fall voll auf ihre Kosten! Schön das es noch Bands gibt die diesem Randgenre noch Beachtung schenken und sich nicht auf die klassische Power Metalschiene verlassen.
Überragend sind hier natürlich der Gesang von Ian Parry und das Gitarrenspiel von Mastermind Christian Muenzner! Die beiden sind ein absoluter Erfolgsgarant für das Album und da auch der Großteil der Songs im hohen qualitativen Bereich angesiedelt sind fällt es mir hier nicht schwer eine hohe Note zu zücken und eine ganz klare Kaufempfehlung für Fans des Genre auszusprechen!

WERTUNG:





Trackliste:

01. The Fire Within
02. Demonblade
03. The Hourglass
04. Eagle Divine
05. White Lies
06. Twillight Warrior
07. Chains of the Earth
08. The Dark Tower
09. Moonstruck
10. The Fall ot the House of Usher

Julian