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Freitag, 8. Juli 2016

KISSIN DYNAMITE - Generation Goodbye

Band: Kissin Dynamite
Album: Generation Goodbye
Spielzeit: 47:54 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 08.07.2016

KISSIN' DYNAMITE hatten spätestens mit ihrem letzten Album „Megalomania“ ihren eigenen Stil gefunden der sich irgendwo zwischen klassischen Rock und modernen Heavy Rock/Metal eingepegelt hatte. Das neue Album „Generation Goodbye“ welches dieser Tage erscheint ist eine konsequente Weiterentwicklung des Ganzen und thematisiert den kulturellen wie auch technischen Wandel der letzten Zeit. Das große Stichwort ist hier mit Sicherheit die Digitalisierung.
Aber auch als Band ist man in den letzten Jahren gereift, so trennte man sich Ende 2014 vom Management und begann autark zu arbeiten und sich selbst zu organisieren. Man ist also als Band noch eine Spur reifer und selbständiger geworden und das soll man wohl auch den neuen Songs anmerken.
Ob dem so ist und wie qualitativ hochwertig der neuste Silberling aus dem Hause KISSIN' DYNAMITE ist finden wir nun direkt mit dem Opener und Titeltrack „Generation Goodby“ heraus. Nach einer kleinen Einleitung startet die Nummer richtig durch und es entwickelt sich ein melodisch, griffiger Midtemposong der einen sofort in Mark und Bein übergehen. Auftakt geglückt kann man hier glaube ich recht schnell festhalten!
Beim nächsten Song „Hashtag your Life“ geht es etwas schneller zu Sache und auch diese Nummer ist tierisch eingängig. Aber irgendwie nutzt sie sich recht schnell ab, das habe ich zumindestens festgestellt da der Song ja als Single vorab veröffentlicht wurde. Egal, ein guter Song ist und bleibt ein guter Song.
Weiter geht es mit der tollen, bärenstarken Halbballade „If Clocks were running backwards“ bei der natürlich Sänger Hannes richtig schön glänzen kann! Geil so kann es weiter gehen bitte!
Tut es fast auch, nachdem wir das abwechslungsreiche, „Somebody to Hate“ hinter uns gebracht haben, welches zwar gut, aber nicht so überragend wie die Vorgängernummern ist, haben wir mit „She came she saw“ die nächste Ohrbombe zu verzeichnen und auch das anschließende flotte „Highlight Zone“ weiß absolut zu gefallen!
Arprops gefallen, davon kommt jetzt noch eine Menge! Sei es das Duett mit der BEYOND THE BLACK Fronterin Jennifer Haben bei „Masterpiece“ oder die flotten Midtempotracks „Flying Colours“ und „Under Friendly Fire“.
Das abschließende „Utopia“ beginnt dann erst wieder etwas ruhiger, steigert sich dann aber auch wieder zu einer kraftvollen, Midtemponummer die aufgrund des schmissigen Chorus sofort hängen bleibt und somit einen rund rum gelungenen Abschluss der Scheibe darstellt.

Anspieltipps:

Schwierig hier euch einzelne Tracks zu nennen, alles ist recht stark. Ein bisschen hervorstechen tun aber der Titeltrack “Generation Goodybye”, “If Clocks were running Backwards”, “She came she saw” und “Masterpiece”.

Fazit :

Nachdem man bei dem letzten Album “Megalomania” den Selbstfindungsprozess begonnen hatte, hat man diesen nun bei der neuen Platte so gut wie abgeschlossen und beweist das man es auch ohne fremde Hilfe schafft ein erstklassiges Heavy Rock/Melodic Metal Album zu schreiben! Angefangen von der Produktion, über die Songs und auch die Gastbeiträge, ist hier alles im absolut grünen Bereich!
Nach den bockstarken, aber stilistisch vollkommen anders gelagerten ersten Alben, ist “Generation Goodbye” mit Sicherheit das stärkste Album der Band bislang.
Fans sollten hier ohne zu zögern zugreifen!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Generation Goodbye
02. Hashtag your Life
03. If Clocks were running Backwards
04. Somebody to Hate
05. She came she saw
06. Highlight Zone
07. Masterpiece
08. Flying Colours
09. Under friendly Fire
10. Larger than Life
11. Utopia

Julian

Mittwoch, 20. April 2016

DEVIL'S GUN - Dirty N Damned

Band: Devil‘s Gun
Album: Dirty N Damned
Spielzeit: 33:06 min
Stilrichtung: Hard Rock, Metal
Plattenfirma: Black Lodge Records
Veröffentlichung: 29.04.2016

Da die Jungs von AIRBOURNE immer noch auf ein neues Lebenszeichen warten lassen, vergnügen wir uns doch mal die Zeit mit den Newcomern von DEVIL‘S GUN, die in einem ähnlichen musikalischen Fahrwasser unterwegs sind. Mit „Dirty N Damned“ präsentiert man uns dieser Tag das Debütalbum.
Der Sound der Band hat definitiv Parallelen zu den schon angesprochenen AIRBOURNE, aber man findet auch gute alte 80iger Einflüsse von ACCEPT oder MOTÖRHEAD darin. Die Stimme von Fronter Joakim Hermansson ist dabei wirklich sehr, sehr gewöhnungsbedürftig und kann am Ehesten als eine Mischung zwischen Udo Dirkschneider (U.D.O, ACCEPT) und Brian Johnson (AC/DC) durchgehen.
Na neugierig geworden? Dann lasst uns schnell zwei Ohren auf den Opener „Hot Rock City“ werfen, welcher übrigens vorab als Single veröffentlicht wurde und als Video im Internet zu finden ist. Und die Nummer ist der perfekte Dosenöffner für das Album! Wer hier nicht mit dem Fuß mitwippt dem ist nicht mehr zu helfen und hört die falsche Musik! Ein Song der einen einfach schon nach kurzem in Fleisch und Blut übergeht. Ein geiler Beginn.
Ob da die nächsten Tracks das Niveau halten können? „Spitfire“ schafft dies auf jeden Fall schon mal ganz gut, auch wenn man hier wesentlich langsamer unterwegs ist wie beim Opener kann sich auch dieser Song ohne Probleme im Kopf festsetzen.
Sehr zu empfehlen sind auch der Doppelpack in der Mitte bestehend aus „Run Through the Night“ und dem Titelsong „Dirty N Damned“.
Danach knickt man leider qualitativ ein bisschen ein und erst mit „Break the Ice“ schafft man es wieder an die ersten Bombentracks anzuknüpfen, der Rest ist leider eher Durchschnittsware.
Und leider ändert sich diese Durchschnittsware auch bis zum Schluss der Scheibe nicht mehr so wirklich, gerade die letzten drei Nummern sind eigentlich ein Witz mit knapp 2 und knapp 3 Minuten Spielzeit! Sorry aber das sieht aus als ob man schnell noch ein paar Tracks zusammengeschustert hat.

Anspieltipps:

Hier müssen auf jeden Fall “Hot Rock City”, “Spitfire”, “Run through the Night”, “Dirty N Damned” sowie “Break the Ice” genannt werden.

Fazit :

Nach den ersten paar Songs war ich mir sicher hier eine neue Perle des Hard/Heavy Rocks entdeckt zu haben! Aber leider können die Jungs diesen Eindruck nicht ins Ziel retten, zu durchschnittlich sind insbesonders die Songs der zweiten Hälfte. Dazu kommt noch der sehr gewöhnungsbedürftige Gesang von Fronter Joakim, da dürfte man es schwer haben im Konzert der Großen ala AIRBOURNE oder BULLET mit zuschwimmen.
Für ein Debüt solide, mehr dann aber leider auch nicht!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Hot Rock City
02. Spitfire
03. Let em Ride
04. Run through the Night
05. Dirty N Damned
06. Radio Attack
07. Wasted
08. Break the Ice
09. Born to Lose
10. Midnight Crowd
11. Sacrifice

Julian

Freitag, 26. Februar 2016

THE NEW BLACK - A Monster's Life

Band: The New Black
Album: A Monster's Life
Spielzeit: 35:45 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 26.02.2016

Fast exakt drei Jahre ist es her das die deutschen Heavy Rocker von THE NEW BLACK uns mit ihrem letzten Album „III Cut Loose“ REZI verwöhnt haben.
War das letzte Werk eine Art Selbstfindung wo man sich seinen eigenen Heavy Rock Sound erarbeitet hat, steht das neue Album unter dem Titel Dieses Mal richtig!
Was das heißt? Nun man stieß wohl produktionstechnisch an einige Grenzen, denn bislang hat man die Alben immer selbst produziert und aufgenommen. Mit neuen, starken Songs in der Hinterhand machte man sich daran DEN Rock Produzenten überhaupt auf unserem Planeten zu kontaktieren. Die Rede ist natürlich von Jacob Hansen himself der schon für so Größen wie VOLBEAT hinter den Reglern saß. Das Ergebnis kann sich absolut hören lassen und verspricht nochmal eine Steigerung im Vergleich zum schon starken, letzten Album.
Verschwenden wir daher nicht viel Zeit sondern kommen direkt zur Mucke! Als Opener tönt uns „Long Time Coming“ entgegen. Rockig modern kommt der Song direkt aus den Boxen und gräbt sich aufgrund seine geradlinigen Aufbaus und dem Chorus ohne großartige Probleme direkt in die Gehörgänge. Hier überzeugt man also mal direkt auf ganzer Linie!
Mit dem schnellen „Blockbuster Life“ schiebt man direkt einen weiteren starken Song hinterher, auch wenn man hier nicht ganz so glänzen kann wie beim Vorgänger. Aus einem ganz anderen Holz ist dann der anschließende Groover „With A Grin“ geschnitzt. Hier bohrt sich der Rhythmus direkt in die Beine und der Chorus direkt ins Ohr, so stell ich mir einen Modern/Heavy Rock Stampfer vor. Geiler Scheiß!
Von einem ganz anderen, aber beileibe nicht schlechteren, Kaliber ist dann das ruhige „Send in the Clowns“ wo Sänger Fludid über allen Maßen glänzen und überzeugen kann. Hier kann ich direkt auch eine 1 mit Sternchen vergeben!
Und die Lobpreisungen geht direkt weiter, „Dead in the Water ist wieder melodischer Heavy Rock pur, bei „The Beer Of No Return“ ist ordentlich Rübe schütteln angesagt und „A Pill Named Ting“ ist wieder wunderbar melodisch und zum mitsingen geeignet. Nur das dazwischen liegende „Buddha Belly“ kann nicht so recht überzeugen.
Und wenn man auch bei den beiden letzten Songs „Better“ und „That's Your Poison, Not Mine“ nicht viel schlechtes ausmachen kann, tja, dann haben die Jungs wohl wirklich alles richtig gemacht, wie sie es angekündigt haben!

Anspieltipps:

Direkt auf die Ohren müsst ihr euch unbedingt “Long Time Coming”, “With A Grin”, “Send in the Clowns”, “Dead in the Water”, “A Pill Named Ting” und “That's your Poison, Not Mine” geben.

Fazit :

Moderner, melodischer Heavy Rock deutscher Prägung, unter diesem Schlagwort kommt man heutzutage wohl nicht mehr an THE NEW BLACK vorbei! Schon das letzte Album überzeugte mich auf ganzer Linie und auch das neue Album ist eine wahre Wohltat für Anhänger des Genre! Abwechslungsreicher als zuvor rockt man sich durch die 10 Songs hier auf dem Album und auch Produktion und Sound können sich absolut sehen lassen, da hat sich das Geld für Herrn Hansen doch mehr als gelohnt. Wenn man ein wenig kritisieren will, dann an der mageren Spielzeit.
Gleich, hohe Bewertung wie beim letzten Machwerk, bleibt mir nur noch Glückwunsch Richtung der Jungs loszuwerden!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Long Time Coming
02. Blockbuster Life
03. With A Grin
04. Send in the Clowns
05. Dead in the Water
06. Buddha Belly
07. The Beer of no return
08. A Pill Named Ting
09. Better
10. That's your Poison, Not Mine

Julian