Band: Anthrax
Album: For All Kings
Spielzeit: 59:32 min.
Stilrichtung: Thrash Metal, Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 26.02.2016
Homepage: www.anthrax.com
Dieses Jahr jährt sich die Gründung der New Yorker Metal-Ikonen ANTHRAX zum 35. Male. Zusammen mit METALLICA, SLAYER, MEGADETH und anderen haben sie eine Musikrichtung groß gemacht – Thrash Metal. Just diese vier Kapellen waren in der Vergangenheit auch als „Big Four“ unterwegs, wobei es sicher die ein oder andere Meinung dazu gibt, dass man METALLICA mittlerweile wohl eher außen vor gelassen hätte. Auch deren aktuell geplante Studioscheibe zieht sich seit Ewigkeiten hin und Platten wie „St. Anger“ oder „Lulu“ haben die Fans nicht gerade in Entzückung versetzt. Ähnlich ging es vielen eingefleischten ANTHRAX-Jüngern beim Weggang von Sänger Joey Belladonna, der die wichtige Zeit zwischen 1985 und 1992 prägte. Sein Nachfolger John Bush, der von ARMORED SAINT kam, verfügte über genügend Charsima, um in die Fußstapfen von Belladonna treten zu können, aber der Sängerwechsel bedeutete auch eine Richtungsänderung in der musikalischen Ausrichtung der Amis. All das ist hinlänglich bekannt – Mitte der ersten Dekade des neuen Jahrtausends kehrte Belladonna zur Band zurück, um sie wenig später erneut zu verlassen. Seit 2010 ist dieses Bandgefüge bereits im dritten Frühling.
Daraus resultierte 2011 das bis dato letzte Studiowerk „Worship Music“. Fünf Jahre später stehen die New Yorker mit „For All Kings“ erneut Gewehr bei Fuß, das Jubiläum feiern Joey Belladonna (vocals), Scott Ian (guitars), Frank Bello (bass), Charlie Benante (drums) und Jonathan Donais (guitars) nicht nur fast in ihrer erfolgreichsten Besetzung sondern auch musikalisch mit einem guten Ruck in Richtung ihrer besten Alben der zweiten Hälfte der Achtziger Jahre wie „Among The Living“ (Rezi HIER). Hier und da blitzen auch Werke wie „Persistance Of Time“ oder natürlich neuere Platten wie „We´ve Come For You All“ durch.
Den Anfang macht nach einem Intro („Impaled“) aber der ziemlich Old-School anmutende Nackenbrecher „You Gotta Believe“. Ein nahezu perfekter Einstieg, wenngleich die Riffs nahezu identisch auf den eigenen Klassikern zu finden sind. Der melodiöse Refrain weicht das festgefahrene Songwriting aber etwas auf. „Monster At The End“ könnte ebenso auf „State Of Euphoria“ oder noch eher „Persistance Of Time“ stehen bevor der Titeltrack eine etwas moderne Schiene fährt. Dorthin passen auch Midtempo-Stücke wie „Breathing Lightning“ oder riffbetonte Abrissbirnen wie „Suzerain“. Wehmütig werden alte Fans nur noch beim abschließenden „Zero Tolerance“, das das 15. Album von ANTHRAX so beschließt wie es begonnen hat – mit einer schnellen Thrash-Nummer, die allerdings ziemlich an „Pyromaniac Man“ der deutschen Thrasher RISK erinnert. Dazwischen gibt es mit dem tonnenschweren „Evil Twin“ oder dem überlangen sowie leicht progressiven „Blood Eagle Wings“ willkommene Abwechslung.
ANTHRAX überraschen auf ihrem Jubiläumsalbum ziemlich – für die einen sicher negativ, für mich aber durchaus positiv. Sie ziehen Parallelen in ihre Vergangenheit, präsentieren sich aber ebenso auf der Höhe der Zeit. So sollte für jeden etwas dabei sein, wie aus einem Guss klingt „For All Kings“ damit natürlich nicht. Spaß machen Songs wie „You Gotta Believe“, „Monster At The End“ oder „For All Kings“ allemal – zum Ende hin hätte die Jungs aber lieber ein paar Songs weggelassen.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Impaled
2. You Gotta Believe
3. Monster At The End
4. For All Kings
5. Breathing Lightning
6. Breathing Out
7. Suzerain
8. Evil Twin
9. Blood Eagle Wings
10. Defend Avenge
11. All Of Them Thieves
12. This Battle Chose Us
13. Zero Tolerance
Stefan
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Mittwoch, 9. März 2016
Mittwoch, 25. November 2015
JACOBS MOOR - The Evil In Me (EP)
Band: Jacobs Moor
Album: The Evil In Me (EP)
Spielzeit: 35:43 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Bleeding Star Records
Veröffentlichung: /
Homepage: www.jacobsmoor.com
Nach der starken Debüt Scheibe aus dem vergangenen Jahr melden sich JACOBS MOOR mit einem (leider nur kurzen) Lebenszeichen zurück. Auf der nun veröffentlichten neuen EP gibt es mit dem Titeltrack "The Evil In Me" einen abermals überzeugenden flotten Stampfer zu bestaunen, der vom effektiven Intro (mit leichtem WASP-Einschlag), über die gewohnt kompetente, schön im Thrash verwurzelte Gitarrenarbeit bis zum abwechslungsreichen Gesang von Fronten Richard Kremier alle JACOBS MOOR Trademarks auffährt. Ein geiler Song, der Lust auf Mehr macht. Mit dem getragenen "Away" ist noch ein zweiter neuer Track vertreten, der aber im Gegensatz zum tollen ersten Song etwas bieder daherkommt und trotz guter Melodie das Niveau nicht ganz halten kann. Komplettiert wird die EP von dem bei Konzerten eingesetzten Intro sowie 4 Live-Tracks, die im April 2014 aufgenommen wurden und schon vom Debüt bekannt sind. Die Klangqualität der Live-Recordings ist ausgesprochen gut und fällt im Vergleich zum Studiomaterial nicht wirklich ab. Die Live Aufnahmen zeigen, dass die Jungs Ihr Material auch auf der Bühne umsetzen können und Eure Aufmerksamkeit mehr als verdient haben. In Zeiten in denen jeder Hinz und Kunz am heimischen PC eine halbherzige Metal-Platte "einspielen" und ins Netz stellen kann sollten gerade die Bands belohnt werden, die sich Mühe geben Ihre Musik so gut es geht zu produzieren, hochwertig zu verpacken und Ihr Schaffen auch selber aktiv zu bewerben. Bands wie JACOBS MOOR.
Die EP kann wie der Vorgänger im Digitalformat bei allen bekannten online Shops wie z.B. itunes oder amazon bezogen werden und ist hoffendlich nur ein Vorgeschmack auf weiteres Futter aus dem Hause JACOBS MOOR.
WERTUNG: (Keine Wertung)
Trackliste:
01. The Evil In Me
02. Away
03. Moor (Live-Intro)
04. Between The Lies (Live)
05. Faceless Man (Live)
06. Unfound (Live)
07. The Truth (Live)
Mario
Album: The Evil In Me (EP)
Spielzeit: 35:43 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Bleeding Star Records
Veröffentlichung: /
Homepage: www.jacobsmoor.com
Nach der starken Debüt Scheibe aus dem vergangenen Jahr melden sich JACOBS MOOR mit einem (leider nur kurzen) Lebenszeichen zurück. Auf der nun veröffentlichten neuen EP gibt es mit dem Titeltrack "The Evil In Me" einen abermals überzeugenden flotten Stampfer zu bestaunen, der vom effektiven Intro (mit leichtem WASP-Einschlag), über die gewohnt kompetente, schön im Thrash verwurzelte Gitarrenarbeit bis zum abwechslungsreichen Gesang von Fronten Richard Kremier alle JACOBS MOOR Trademarks auffährt. Ein geiler Song, der Lust auf Mehr macht. Mit dem getragenen "Away" ist noch ein zweiter neuer Track vertreten, der aber im Gegensatz zum tollen ersten Song etwas bieder daherkommt und trotz guter Melodie das Niveau nicht ganz halten kann. Komplettiert wird die EP von dem bei Konzerten eingesetzten Intro sowie 4 Live-Tracks, die im April 2014 aufgenommen wurden und schon vom Debüt bekannt sind. Die Klangqualität der Live-Recordings ist ausgesprochen gut und fällt im Vergleich zum Studiomaterial nicht wirklich ab. Die Live Aufnahmen zeigen, dass die Jungs Ihr Material auch auf der Bühne umsetzen können und Eure Aufmerksamkeit mehr als verdient haben. In Zeiten in denen jeder Hinz und Kunz am heimischen PC eine halbherzige Metal-Platte "einspielen" und ins Netz stellen kann sollten gerade die Bands belohnt werden, die sich Mühe geben Ihre Musik so gut es geht zu produzieren, hochwertig zu verpacken und Ihr Schaffen auch selber aktiv zu bewerben. Bands wie JACOBS MOOR.
Die EP kann wie der Vorgänger im Digitalformat bei allen bekannten online Shops wie z.B. itunes oder amazon bezogen werden und ist hoffendlich nur ein Vorgeschmack auf weiteres Futter aus dem Hause JACOBS MOOR.
WERTUNG: (Keine Wertung)
Trackliste:
01. The Evil In Me
02. Away
03. Moor (Live-Intro)
04. Between The Lies (Live)
05. Faceless Man (Live)
06. Unfound (Live)
07. The Truth (Live)
Mario
Freitag, 11. September 2015
SOULFLY - Archangel
Band: Soulfly
WERTUNG:

Trackliste:
01. We Sold Our Souls To Metal
02. Archangel
Album: Archangel
Spielzeit: 36:39
min
Stilrichtung: Groove
Metal / Thrash Metal
Plattenfirma: Nuclear
Blast Records
Veröffentlichung: 14.08.2015
Homepage: www.soulfly.com
Für viele ist er immer noch Mr. SEPULTURA,
dabei ist er mittlerweile deutlich länger mit seiner Band SOULFLY unterwegs.
Dieser Tage erscheint mit "Archangel" das bereits zehnte Studioalbum
seiner "neuen" Combo. Keine Zeit also für SEPULTURA Reunion-Träume,
richten wir den Blick in das hier und jetzt. Die letzten Alben waren allesamt
härter, thrashiger und hatten zumindest bei einzelnen Songs durchaus ein
Oldschool-Feeling. Vom anfänglichen Nu-Metal mit massiven Tribalparts ist kaum
noch etwas übrig.
Gleich zum Start gibt es mit "We Sold Our Souls To Metal" ein klares Statement, nach einem deftig aggressiven Beginn endet der Song etwas gemäßigter und die stetige Wiederholung des Titels lässt einen innbrünstig mitgröhlen. Der folgende Titeltrack ist ein klassisches SOULFLY Groove Metal Monster mit einigen feinen Gitarrenläufen. "Sodomites" hat schon fast eine leichte Doom Note, ist unglaublich wuchtig und stampft alles in Grund und Boden. Max brüllt sich wie immer die Seele aus dem Leib, die Songs wechseln zwischen rasenden Abrissbirnen und Midtempo Bangern. Herausragende Hits finden sich zwar keine auf "Archangel", dafür durch die Bank solide SOULFLY Kost.
Max Cavalera und seine Krawallbrüder behalten den eingeschlagenen Weg bei, verändern sich nur marginal. Somit können Fans der letzten Scheiben blind zuschlagen, wem SOULFLY auch bei "Enslaved" oder "Savages" noch zu modern waren, der wird auch mit "Archangel" wenig anfangen können. Unter Strich bleibt ein solides Werk, kurzweilig und mit ordentlich Dampf auf dem Kessel.
Gleich zum Start gibt es mit "We Sold Our Souls To Metal" ein klares Statement, nach einem deftig aggressiven Beginn endet der Song etwas gemäßigter und die stetige Wiederholung des Titels lässt einen innbrünstig mitgröhlen. Der folgende Titeltrack ist ein klassisches SOULFLY Groove Metal Monster mit einigen feinen Gitarrenläufen. "Sodomites" hat schon fast eine leichte Doom Note, ist unglaublich wuchtig und stampft alles in Grund und Boden. Max brüllt sich wie immer die Seele aus dem Leib, die Songs wechseln zwischen rasenden Abrissbirnen und Midtempo Bangern. Herausragende Hits finden sich zwar keine auf "Archangel", dafür durch die Bank solide SOULFLY Kost.
Max Cavalera und seine Krawallbrüder behalten den eingeschlagenen Weg bei, verändern sich nur marginal. Somit können Fans der letzten Scheiben blind zuschlagen, wem SOULFLY auch bei "Enslaved" oder "Savages" noch zu modern waren, der wird auch mit "Archangel" wenig anfangen können. Unter Strich bleibt ein solides Werk, kurzweilig und mit ordentlich Dampf auf dem Kessel.
WERTUNG:

Trackliste:
01. We Sold Our Souls To Metal
02. Archangel
03. Sodomites
04. Ishtar Rising
05. Live Life Hard!
06. Shamash
07. Betlehem's Blood
08. Titans
09. Deceiver
10. Mother Of Dragons
Chris
Mittwoch, 1. Juli 2015
AFTER ALL - Rejection Overruled
Band: After All
Album: Rejection Overruled
Spielzeit: 11:24 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Sideburn Records
Veröffentlichung: 03.07.2015
Homepage: www.afterall.be
Kurzweilige Thrash Metal Kost liefern die Jungs von AFTER ALL auf ihrer neuen EP "Rejection Overruled" ab. Das ganze dient als Appetithappen für das Ende des Jahres erscheinende neunte Studioalbum. Richtig, es handelt sich nicht um eine Band voller Jungspunde sondern alte Hasen die bereits seit 1987 aktiv sind. Los ging es unter dem CRAP SOCIETY Banner, dann benannte man sich um in AT LAST und seit 1990 firmieren die fünf Belgier als AFTER ALL.
Die drei Songs bieten melodischen Thrash Metal mit leicht technischer Note, wobei der eröffnende Titeltrack sehr traditionell daherkommt. Die Vocals von Sammy Peleman erinner ein klein wenig an die Fronter von GAMA BOMB und SPACE CHASER. Der Song hinterlässt auf jeden Fall den besten Eindruck und sollte die Linie für das kommende Studiowerk vorgeben. Bei "None Can Defy" wird es eine Schippe härter, es mischen sich vereinzelte Blasts unter den thrashigen Reigen. Sammy haut mehr Screams raus und begibt sich die meiste Zeit in höhere Gefilde. Dabei macht er eine ordentliche Figur, auch wenn mir der klassischere Gesangsstil des Titeltracks mehr zusagt. Das abschließende "Land of Sin" ist ein treibender Midtempo-Banger der aber etwas blass bleibt.
Unterm Strich macht die EP Lust auf mehr, zeigt aber auch warum die Band trotz der langen Zeit ihres Bestehens noch einen überschaubaren Bekanntheitsgrad hat. Solide, aber etwas zu durchschnittlich um ganz oben mitzumischen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Rejection Overruled
02. None Can Defy
03. Land of Sin
Chris
Album: Rejection Overruled
Spielzeit: 11:24 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Sideburn Records
Veröffentlichung: 03.07.2015
Homepage: www.afterall.be
Kurzweilige Thrash Metal Kost liefern die Jungs von AFTER ALL auf ihrer neuen EP "Rejection Overruled" ab. Das ganze dient als Appetithappen für das Ende des Jahres erscheinende neunte Studioalbum. Richtig, es handelt sich nicht um eine Band voller Jungspunde sondern alte Hasen die bereits seit 1987 aktiv sind. Los ging es unter dem CRAP SOCIETY Banner, dann benannte man sich um in AT LAST und seit 1990 firmieren die fünf Belgier als AFTER ALL.
Die drei Songs bieten melodischen Thrash Metal mit leicht technischer Note, wobei der eröffnende Titeltrack sehr traditionell daherkommt. Die Vocals von Sammy Peleman erinner ein klein wenig an die Fronter von GAMA BOMB und SPACE CHASER. Der Song hinterlässt auf jeden Fall den besten Eindruck und sollte die Linie für das kommende Studiowerk vorgeben. Bei "None Can Defy" wird es eine Schippe härter, es mischen sich vereinzelte Blasts unter den thrashigen Reigen. Sammy haut mehr Screams raus und begibt sich die meiste Zeit in höhere Gefilde. Dabei macht er eine ordentliche Figur, auch wenn mir der klassischere Gesangsstil des Titeltracks mehr zusagt. Das abschließende "Land of Sin" ist ein treibender Midtempo-Banger der aber etwas blass bleibt.
Unterm Strich macht die EP Lust auf mehr, zeigt aber auch warum die Band trotz der langen Zeit ihres Bestehens noch einen überschaubaren Bekanntheitsgrad hat. Solide, aber etwas zu durchschnittlich um ganz oben mitzumischen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Rejection Overruled
02. None Can Defy
03. Land of Sin
Chris
Freitag, 15. Mai 2015
ALCOHOLATOR - Escape from Reality
Band:
Alcoholator
Album:
Escape From Reality
Spielzeit: 39:16 min
Stilrichtung: Thrash
Metal
Plattenfirma: High
Roller Records
Veröffentlichung:
15.05.2015
Homepage:
www.facebook.com/Alcoholator
Die Bier Thrasher von
TANKARD bekommen Konkurrenz aus Kanada. ALCOHOLATOR legen nach dem
Demo "Drunker Than Thou" (2010) und dem Debüt "Coma"
(2011) mit "Escape From Reality" ihren zweiten Langspieler
nach.
Um es gleich
festzuhalten, einen Innovationspreis gewinnen die Jungs nicht, aber
das dürfte auch kaum jemand erwarten. "Escape From Reality"
hat Power und mächtig Arschtritt, die Spielfreude von ALCOHOLATOR
ist bei jedem Song zu spüren und das ganze kommt authentisch rüber.
Was will man mehr? Zwischen rasenden Abrissbirnen wie "Dictator
" oder "The Bleeder" gibt es auch einige Nackenbrecher
mit hohem Wiedererkennungswert, besonders der Titeltrack hat
Ohrwurmqualitäten. "Out Of Control" dürfte Live zu einem
echten Circlepit-Massaker führen, überhaupt sollten ALCOHOLATOR
auf der Bühne noch einen Kanten mehr Drive entwickeln. Aber auch von
Konserve ist "Escape From Reality" eine runde Sache
geworden die Laune macht.
Thrasher sollten sich
die Jungs aus Montreal, Quebec auf jeden Fall mal um die Ohren blasen
lassen, hoffentlich sieht man ALCOHOLATOR bald mal live bei uns um
die Songs des Zweitlings live amtlich abzufeiern.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Intro
02. Punch Drunk
03. Escape
From Reality
04.
Dictator
05.
The Bleeder
06.
Out Of Control
07.
Molotov Cocktail
08.
Human
09.
Plastic Surgery
10. Fuck
Your Skull
11. Cursed
By My Thirst
Chris
Freitag, 3. April 2015
SACRAL RAGE - Illusions In Infinite Void
Band: Sacral Rage
Album: Illusions in Infinite Void
Spielzeit: 50:32 min
Stilrichtung: Progressive Thrash / Power Metal
Plattenfirma: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichung: 21.03.2015
Homepage: www.facebook.com/SacralRage
Eine richtig spannende Scheibe ist das Debüt von SACRAL RAGE geworden. Die Griechen sind seit 2011 aktiv und haben bisher zwei Demos, eine EP und eine Single veröffentlicht. Nun liegt mit "Illusions in Infinite Void" der erste Langspieler vor. Und der hat es in sich!
Bevor ich jetzt beim Versuch scheitere, das Ganze in eine Schublade zu quetschen, könnte man den Mix von SACRAL RAGE einfach als Essenz des traditionellen Metals bezeichnen. Da haben wir Sänger Dimitris K., der Sphären erreicht, in die sonst nur KING DIAMOND vordringt. Doch wir haben nicht den nächsten Klon aus dieser Ecke, die Musik verbindet progressive Elemente mit thrashigen Riffs und US Power Metal Drive. Eine ungewöhnliche Mischung die sicherlich nicht für jeden Metaller was ist. Wer sich aber darauf einlassen kann, bekommt eine junge Band mit vielen Ideen die absolut eigenständig klingt, und das will Anno 2015 was heißen!
Die Songs wechseln zwischen eingängigen Melodien, flotten Abrissbirnen und messerscharfen Riffgewittern ohne je den roten Faden zu verlieren oder sich in verkopften Spielchen zu ergehen. Nein, SACRAL RAGE reißen von der ersten bis zur letzten Note mit. Einzelne Songs rauspicken fällt schwer, vielleicht am ehesten "Waltz In Madness". Die neun Tracks halten alle ein sehr hohes Niveau und variieren durch die Vielseitigkeit der Band. Langeweile - Fehlanzeige.
Da haben CruzDelSur mal wieder eine bockstarke Band aus dem Hut gezaubert. Nehmt euch also etwas Zeit und entdeckt die Musik der Griechen - es lohnt sich und man findet auch nach mehrfachem Hörgenuss noch neue Elemente.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Harbinger
02. En Cima Del Mal
03. Lost Chapter E.: Sutratma
04. Panic In The Urals (Burning Skies)
05. Waltz In Madness
06. Into Mental East
07. Inner Sanctum Asylum
08. A Tyrannous Revolt
09. Lost Chapter E.: Amarna's Reign
Chris
Album: Illusions in Infinite Void
Spielzeit: 50:32 min
Stilrichtung: Progressive Thrash / Power Metal
Plattenfirma: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichung: 21.03.2015
Homepage: www.facebook.com/SacralRage
Eine richtig spannende Scheibe ist das Debüt von SACRAL RAGE geworden. Die Griechen sind seit 2011 aktiv und haben bisher zwei Demos, eine EP und eine Single veröffentlicht. Nun liegt mit "Illusions in Infinite Void" der erste Langspieler vor. Und der hat es in sich!
Bevor ich jetzt beim Versuch scheitere, das Ganze in eine Schublade zu quetschen, könnte man den Mix von SACRAL RAGE einfach als Essenz des traditionellen Metals bezeichnen. Da haben wir Sänger Dimitris K., der Sphären erreicht, in die sonst nur KING DIAMOND vordringt. Doch wir haben nicht den nächsten Klon aus dieser Ecke, die Musik verbindet progressive Elemente mit thrashigen Riffs und US Power Metal Drive. Eine ungewöhnliche Mischung die sicherlich nicht für jeden Metaller was ist. Wer sich aber darauf einlassen kann, bekommt eine junge Band mit vielen Ideen die absolut eigenständig klingt, und das will Anno 2015 was heißen!
Die Songs wechseln zwischen eingängigen Melodien, flotten Abrissbirnen und messerscharfen Riffgewittern ohne je den roten Faden zu verlieren oder sich in verkopften Spielchen zu ergehen. Nein, SACRAL RAGE reißen von der ersten bis zur letzten Note mit. Einzelne Songs rauspicken fällt schwer, vielleicht am ehesten "Waltz In Madness". Die neun Tracks halten alle ein sehr hohes Niveau und variieren durch die Vielseitigkeit der Band. Langeweile - Fehlanzeige.
Da haben CruzDelSur mal wieder eine bockstarke Band aus dem Hut gezaubert. Nehmt euch also etwas Zeit und entdeckt die Musik der Griechen - es lohnt sich und man findet auch nach mehrfachem Hörgenuss noch neue Elemente.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Harbinger
02. En Cima Del Mal
03. Lost Chapter E.: Sutratma
04. Panic In The Urals (Burning Skies)
05. Waltz In Madness
06. Into Mental East
07. Inner Sanctum Asylum
08. A Tyrannous Revolt
09. Lost Chapter E.: Amarna's Reign
Chris
Mittwoch, 11. Februar 2015
ERADICATOR - Slavery
Band: Eradicator
Album: Slavery
Spielzeit: 42:54 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Yonah Records
Veröffentlichung: 31.01.2015
Homepage: www.eradicator.de
Neues Thrashfutter aus Nordrhein-Westfalen! Die Jungs von ERADICTOR legen ihren dritten Langspieler "Slavery" vor. Bereits die beiden Vorgänger "The Atomic Blast" (2009) und "Madness Is My Name" (2012) fanden im deutschen Underground ordentlich Zuspruch.
Das neue Langeisen zeigt die Band weiter gereift. Musikalisch siedelt man nach wie vor sehr nahe an der Bay Area, bindet aber auch ein paar teutonische Thrashwurzeln in den Sound ein. Bei Songs wie etwa "Two Thousand Thirteen" fühlt man sich mehr als einmal an METALLICA zu ihren Glanztagen erinnert. Doch ERADICTOR kopieren nicht nur die alten Helden, sondern geben den Songs eine eigene Note, klingen dabei frisch und authentisch. Mit "Bloodbath" hat man auch einen absoluten Killer am Start, der Song knallt ohne Ende, geht voll auf die Zwölf, groovt und rockt. Ganz starke Nummer! Schade nur, der Song bringt es gerade mal auf eineinhalb Minuten Spielzeit. "Manipulhate" ist ein erstklassiger Midtempo-Banger, bei Songs wie "Smash The Masquerade" oder "Evil Command" zeigen die Jungs, dass auch technisch einiges an Potential in der Band steckt.
ERADICTOR gehören nicht erst seit "Slavery" zum Besten was die deutsche Retro-Thrash-Gemeinde zu bieten hat. Wer auf knackigen, melodischen Thrash Metal der alten Schule steht, kommt an der Scheibe nicht vorbei.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Intro
02. Of Ashes And Sand
03. Evil Command
04. Two Thousand Thirteen
05. Scars
06. Bloodbath
07. One Man Jury
08. Manipulhate
09. The States Of Atrocity
10. Smash The Masquerade
11. Slavery
Chris
Album: Slavery
Spielzeit: 42:54 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Yonah Records
Veröffentlichung: 31.01.2015
Homepage: www.eradicator.de
Neues Thrashfutter aus Nordrhein-Westfalen! Die Jungs von ERADICTOR legen ihren dritten Langspieler "Slavery" vor. Bereits die beiden Vorgänger "The Atomic Blast" (2009) und "Madness Is My Name" (2012) fanden im deutschen Underground ordentlich Zuspruch.
Das neue Langeisen zeigt die Band weiter gereift. Musikalisch siedelt man nach wie vor sehr nahe an der Bay Area, bindet aber auch ein paar teutonische Thrashwurzeln in den Sound ein. Bei Songs wie etwa "Two Thousand Thirteen" fühlt man sich mehr als einmal an METALLICA zu ihren Glanztagen erinnert. Doch ERADICTOR kopieren nicht nur die alten Helden, sondern geben den Songs eine eigene Note, klingen dabei frisch und authentisch. Mit "Bloodbath" hat man auch einen absoluten Killer am Start, der Song knallt ohne Ende, geht voll auf die Zwölf, groovt und rockt. Ganz starke Nummer! Schade nur, der Song bringt es gerade mal auf eineinhalb Minuten Spielzeit. "Manipulhate" ist ein erstklassiger Midtempo-Banger, bei Songs wie "Smash The Masquerade" oder "Evil Command" zeigen die Jungs, dass auch technisch einiges an Potential in der Band steckt.
ERADICTOR gehören nicht erst seit "Slavery" zum Besten was die deutsche Retro-Thrash-Gemeinde zu bieten hat. Wer auf knackigen, melodischen Thrash Metal der alten Schule steht, kommt an der Scheibe nicht vorbei.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Intro
02. Of Ashes And Sand
03. Evil Command
04. Two Thousand Thirteen
05. Scars
06. Bloodbath
07. One Man Jury
08. Manipulhate
09. The States Of Atrocity
10. Smash The Masquerade
11. Slavery
Chris
Mittwoch, 10. Dezember 2014
SODOM - Sacred Warpath
Band: Sodom
Album: Sacred Warpath
Spielzeit: 19:13 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 28.11.2014
Homepage: www.sodomized.info
Eine kleine Überbrückung bis zum nächsten SODOM Album gefällig? Dann ist "Sacred Warpath" genau das Richtige für euch.
Das Cover wirkt schon mal richtig Oldschool, ist auch ein Re-Paint einer alten Vorlage aus den 80ern, von Christian Ermel in Öl umgesetzt.
Neu ist nur der Titeltrack, ein Vorgeschmack auf den nächsten Langspieler der Ruhrpott-Thrasher. Bass und Gitarre stehen in einem besseren Verhältnis als beim letzten Studioalbum "Epitome of Torture". Der Song an sich ist im Midtempo-Bereich angesiedelt und hat auch eine leicht traditionelle Ausrichtung.
Dazu gibt es dann noch drei Livetracks, auf der diesjährigen Deutschland-Tour aufgenommen. Die Mischung ist gelungen, neben den zwei neueren Songs "City Of God" und "Stigmatized" gibt es mit "The Saw Is The Law" (welches mit der kultigen "Surfin' Bird" Coverversion beginnt) auch noch einen Klassiker.
Neben der CD Version können sich Sammler auf eine auf 1.000 Stück limitierte 10" Vinyl Single freuen. Also, schnell zugreifen! Jetzt geht es dann erst mal am Freitag aufs Konzert mit KREATOR, VADER und ARCH ENEMY. Wenn es dort dann "Sacred Warpath" auf die Ohren gibt ist alles in Butter.
WERTUNG: ohne Wertung
Trackliste:
01. Sacred Warpath
02. The Saw Is The Law (live)
03. City Of God (live)
04. Stigmatized (live)
Chris
Album: Sacred Warpath
Spielzeit: 19:13 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 28.11.2014
Homepage: www.sodomized.info
Eine kleine Überbrückung bis zum nächsten SODOM Album gefällig? Dann ist "Sacred Warpath" genau das Richtige für euch.
Das Cover wirkt schon mal richtig Oldschool, ist auch ein Re-Paint einer alten Vorlage aus den 80ern, von Christian Ermel in Öl umgesetzt.
Neu ist nur der Titeltrack, ein Vorgeschmack auf den nächsten Langspieler der Ruhrpott-Thrasher. Bass und Gitarre stehen in einem besseren Verhältnis als beim letzten Studioalbum "Epitome of Torture". Der Song an sich ist im Midtempo-Bereich angesiedelt und hat auch eine leicht traditionelle Ausrichtung.
Dazu gibt es dann noch drei Livetracks, auf der diesjährigen Deutschland-Tour aufgenommen. Die Mischung ist gelungen, neben den zwei neueren Songs "City Of God" und "Stigmatized" gibt es mit "The Saw Is The Law" (welches mit der kultigen "Surfin' Bird" Coverversion beginnt) auch noch einen Klassiker.
Neben der CD Version können sich Sammler auf eine auf 1.000 Stück limitierte 10" Vinyl Single freuen. Also, schnell zugreifen! Jetzt geht es dann erst mal am Freitag aufs Konzert mit KREATOR, VADER und ARCH ENEMY. Wenn es dort dann "Sacred Warpath" auf die Ohren gibt ist alles in Butter.
WERTUNG: ohne Wertung
Trackliste:
01. Sacred Warpath
02. The Saw Is The Law (live)
03. City Of God (live)
04. Stigmatized (live)
Chris
Freitag, 31. Oktober 2014
CAVALERA CONSPIRACY - Pandemonium
Band: Cavalera Conspiracy
Album: Pandemonium
Spielzeit: 51:10 min
Stilrichtung: Thrash/Groove Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 31.10.2014
Homepage: www.cavaleraconspiracy.com
Da ist er wieder, der umtriebige Max Cavalera. Neben KILLER BE KILLED und SOULFLY hat der ehemalige SEPULURA-Brüllwürfel ja noch das Projekt mit seinem Bruder Igor am Start. CAVALERA CONSPIRACY sind von den drei Betätigungsfeldern von Max auf jeden Fall mein Favorit, besonders das starke 2008er Debüt "Inflikted" weiß bis heute zu gefallen. Klar, auch hier ist die Musik moderner und mit jeder Menge Groove ausgestattet, Wildheit und rohe Wut brechen sich aber bei der Cavalera-Verschwörung noch am stärksten Bahn und sind somit der brauchbarste SEPULTURA Nachfolger. Der Nachfolger "Blunt Force Trauma" war ordentlich, wenn auch nicht mehr so stark wie der Erstling. Mal sehen was uns beim dritten Streich "Pandemonium" - neben einem etwas seltsamen Cover - erwartet.
Der Opener "Babylonian Pandemonium" geht nach einem kurzen Intro voll auf die Zwölf. Aber nicht wie man es erwartet. Der Song hat einen sehr modernen Einschlag, irgendwo zwischen FEAR FACTORY, modernen SEPULTURA und neuen SLAYER. Wirklich überraschend sind die Vocals von Max. Düster, tief und guttural - phasenweise erkennt man ihn erst beim zweiten Hinhören. Und das bei einem Frontmann mit einer so markanten Stimme. Spätestens bei "Banzai Kamakazee" wird klar: so sehr ich es mir auch wünsche, CAVALERA CONSPIRACY wollen kein SEPULUTRA Nachfolger sein. Aber auch keine SOULFLY Kopie. Irgendwie landet "Pandemonium" irgendwo dazwischen und Max hat ein paar Anregungen vom KILLER BE KILLED Debüt mitgebracht. So ist das ganze ein wilder Mix aus Post-Thrash, (Hard)Core und Noise.
Wem der Weg von KILLER BE KILLED gefallen hat, der wird vermutlich auch Spaß mit "Pandemonium" haben. Wer bis heute bei jedem neuen Werk von Max gegen jede Vernunft auf einen Hauch alter SEPULTURA hofft, wird enttäuscht sein. Dummerweise gehöre ich genau zu dieser Fraktion.
Wie ich es drehe und wende, die Songs sind angepisst, rasant und gehen voll auf die Zwölf, aber meins ist das einfach nicht. Zu modern, zu chaotisch, zu wenig eingängig. Daher seht meine Wertung unter diesem Aspekt, es mag Leute geben die mehr "open minded" sind als ich und denen "Pandemonium" richtig Spaß machen wird. Für mich ist es einfach nur eine ziemliche Enttäuschung.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Babylonian Pandemonium
02. Banzai Kamakazee
03. Scum
04. I, Barbarian
05. Cramunhão
06. Apex Predator
07. Insurrection
08. Not Losing The Edge
09. Father of Hate
10. The Crucible
11. Deus Ex Machina (Bonustrack)
12. Porra (Bonustrack)
Chris
Album: Pandemonium
Spielzeit: 51:10 min
Stilrichtung: Thrash/Groove Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 31.10.2014
Homepage: www.cavaleraconspiracy.com
Da ist er wieder, der umtriebige Max Cavalera. Neben KILLER BE KILLED und SOULFLY hat der ehemalige SEPULURA-Brüllwürfel ja noch das Projekt mit seinem Bruder Igor am Start. CAVALERA CONSPIRACY sind von den drei Betätigungsfeldern von Max auf jeden Fall mein Favorit, besonders das starke 2008er Debüt "Inflikted" weiß bis heute zu gefallen. Klar, auch hier ist die Musik moderner und mit jeder Menge Groove ausgestattet, Wildheit und rohe Wut brechen sich aber bei der Cavalera-Verschwörung noch am stärksten Bahn und sind somit der brauchbarste SEPULTURA Nachfolger. Der Nachfolger "Blunt Force Trauma" war ordentlich, wenn auch nicht mehr so stark wie der Erstling. Mal sehen was uns beim dritten Streich "Pandemonium" - neben einem etwas seltsamen Cover - erwartet.
Der Opener "Babylonian Pandemonium" geht nach einem kurzen Intro voll auf die Zwölf. Aber nicht wie man es erwartet. Der Song hat einen sehr modernen Einschlag, irgendwo zwischen FEAR FACTORY, modernen SEPULTURA und neuen SLAYER. Wirklich überraschend sind die Vocals von Max. Düster, tief und guttural - phasenweise erkennt man ihn erst beim zweiten Hinhören. Und das bei einem Frontmann mit einer so markanten Stimme. Spätestens bei "Banzai Kamakazee" wird klar: so sehr ich es mir auch wünsche, CAVALERA CONSPIRACY wollen kein SEPULUTRA Nachfolger sein. Aber auch keine SOULFLY Kopie. Irgendwie landet "Pandemonium" irgendwo dazwischen und Max hat ein paar Anregungen vom KILLER BE KILLED Debüt mitgebracht. So ist das ganze ein wilder Mix aus Post-Thrash, (Hard)Core und Noise.
Wem der Weg von KILLER BE KILLED gefallen hat, der wird vermutlich auch Spaß mit "Pandemonium" haben. Wer bis heute bei jedem neuen Werk von Max gegen jede Vernunft auf einen Hauch alter SEPULTURA hofft, wird enttäuscht sein. Dummerweise gehöre ich genau zu dieser Fraktion.
Wie ich es drehe und wende, die Songs sind angepisst, rasant und gehen voll auf die Zwölf, aber meins ist das einfach nicht. Zu modern, zu chaotisch, zu wenig eingängig. Daher seht meine Wertung unter diesem Aspekt, es mag Leute geben die mehr "open minded" sind als ich und denen "Pandemonium" richtig Spaß machen wird. Für mich ist es einfach nur eine ziemliche Enttäuschung.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Babylonian Pandemonium
02. Banzai Kamakazee
03. Scum
04. I, Barbarian
05. Cramunhão
06. Apex Predator
07. Insurrection
08. Not Losing The Edge
09. Father of Hate
10. The Crucible
11. Deus Ex Machina (Bonustrack)
12. Porra (Bonustrack)
Chris
Dienstag, 21. Oktober 2014
KORZUS - Legion
Band: Korzus
Album: Legion
Spielzeit: 49:15
min
Stilrichtung: Thrash
Metal
Plattenfirma: AFM
Records
Veröffentlichung: 24.10.2014
Homepage: www.korzus.com.br
Es gibt eine Band, die seit 1983 die Thrash Metal Fahne
Brasiliens hoch hält. Richtig, SEPULTURA sind nicht gemeint, die machen seit
Jahren alles nur keinen Thrash Metal. Die Rede ist von KORZUS, die via AFM
Records nun ihr sechstes Studioalbum namens "Legion" vom Stapel
lassen. Die Band hat nie die große Aufmerksamkeit bekommen, dazu gab es doch
immer wieder zu lange Schaffenspausen. Thrashfans dürfte besonders ihr
Zweitwerk "Mass Illusion" ein Begriff sein, falls nicht sollte man da
dringend mal reinhören!
Aber zurück in die Gegenwert zur neuen Scheibe. Geboten wird 100% Oldschool Thrash Metal, voll auf die Zwölf. Heftige Drums, schreddernde Gitarren, ein krachender Bass und ein Sänger der nicht grunzt sondern einfach seine Wut in die Welt schreit. Herrlich! Stilistisch sind die Jungs irgendwo zwischen alten SEPULTURA und SLAYER angesiedelt, angereichert mit einer ordentlichen Portion Groove der Marke PANTERA. Hier und da noch ein Schuss Hardcore und fertig ist das explosive Gemisch.
Doch das ist sowohl Stärke als auch Schwäche. Zwar sind die Zutaten alles was man für ein gutes Thrash Metal Album braucht, aber eben altbekannt und wenig innovativ. Wen das nicht stört, ist bei KORZUS wunderbar aufgehoben, das Album ist druckvoll produziert, die Jungs geben auf allen 13 Stücken Vollgas und bringen die Nackenmuskulatur in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur.
Jeder Freund des gepflegten Geknüppels sollte "Legion" mal ein paar Umdrehungen geben. Das Rad wird nicht neu erfunden, aber die Brasilianer liefern ein unterhaltsames Thrash Metal Geschoss ab. Und das ist letztendlich das Wichtigste.
Aber zurück in die Gegenwert zur neuen Scheibe. Geboten wird 100% Oldschool Thrash Metal, voll auf die Zwölf. Heftige Drums, schreddernde Gitarren, ein krachender Bass und ein Sänger der nicht grunzt sondern einfach seine Wut in die Welt schreit. Herrlich! Stilistisch sind die Jungs irgendwo zwischen alten SEPULTURA und SLAYER angesiedelt, angereichert mit einer ordentlichen Portion Groove der Marke PANTERA. Hier und da noch ein Schuss Hardcore und fertig ist das explosive Gemisch.
Doch das ist sowohl Stärke als auch Schwäche. Zwar sind die Zutaten alles was man für ein gutes Thrash Metal Album braucht, aber eben altbekannt und wenig innovativ. Wen das nicht stört, ist bei KORZUS wunderbar aufgehoben, das Album ist druckvoll produziert, die Jungs geben auf allen 13 Stücken Vollgas und bringen die Nackenmuskulatur in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur.
Jeder Freund des gepflegten Geknüppels sollte "Legion" mal ein paar Umdrehungen geben. Das Rad wird nicht neu erfunden, aber die Brasilianer liefern ein unterhaltsames Thrash Metal Geschoss ab. Und das ist letztendlich das Wichtigste.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Lifeline
02. Lamb
03. Six Seconds
04. Broken
05. Vampiro
06. Die Alone
07. Apparatus Belli
08. Time Has Come
09. Purgatory
10. Self Hate
11. Bleeding Pride
12. Devil’s Head
13. Legion
Chris
Sonntag, 19. Oktober 2014
EXODUS - Blood In, Blood Out
Band: Exodus
Album: Blood In,
Blood Out
Spielzeit: 62:14
min
Stilrichtung: Thrash
Metal
Plattenfirma: Nuclear
Blast
Veröffentlichung: 10.10.2014
Homepage:
www.exodusattack.com
Endlich! Zetro is back! Ja, ich gehöre zu den Leuten, die
mit EXODUS nach ihrem bärenstarken 2004er Album "Tempo of the Damned"
nicht mehr viel anfangen konnten. Zum einen lag das natürlich an Rob Dukes,
dessen Stimme in meinen Ohren nie so wirklich zur Bay Area Legende gepasst hat.
Zumindest im Studio, live war Dukes eine Bank. Alles an Dukes festzumachen wäre
aber nicht fair, da zum anderen auch die Songs der letzten Alben mit ihren
unnötig langen Spielzeiten einfach kraftlos und langatmig waren. Solche Songs
sollte man Bands wie HEATHEN & Co. überlassen, die wissen was sie tun. Zehn
Jahre nach dem letzten Album mit Steve "Zetro" Souza kommt jetzt also
das elfte Studioalbum von EXODUS, "Blood In, Blood Out". Ist also
wieder alles in Butter?
Wenn man das nervtötende, Tinnitus fördernde Intro zu "Black 13" überstanden hat, sieht alles danach aus. Treibendes Drumming, ein kräftiger Bass und jede Menge messerscharfer Riffs von Gary Holt und Lee Altus. Der folgende Titeltrack legt noch eine Schippe drauf und überzeugt auch mit einigen EXODUS-typischen Gang-Shouts, "Collateral Damage" und "Salt the Wound" schlagen in die gleiche Kerbe. Bei letztgenanntem Song gibt sich METALLICA und ex-EXODUS-Gitarrist Kirk Hammett die Ehre. Bei "BTK" ist eine weitere Thrash Metal Legende an Bord: Chuck Billy von TESTAMENT. Leider besteht dessen Beitrag mehr aus unverständlichem Gebrüll, denn einem kräftigen Gegenpart zu Zetro, hier wurde eine echte Chance verschenkt. Leider finden sich noch ein paar weitere eher durchschnittliche Songs auf dem neuesten Streich der Jungs aus San Francisco. Besonders "Body Harvest", "Wrapped In The Arms Of Rage" (tolle Riffs eher einfallslos aneinander gereiht) und "My last Nerve" hinterlassen nach mehreren Durchläufen keinen bleibenden Eindruck. Höhepunkte im weiteren Verlauf von "Blood In, Blood Out" sind "Numb" und "Honor Killings".
Wie sieht also das Fazit zu "Blood In, Blood Out" aus? EXODUS sind mit Zetro und einer Rückkehr zu "weniger ist manchmal mehr" auf dem richtigen Weg. Doch zu Meisterwerken wie "Tempo of the Damned" (von "Bonded by blood" & Co will ich gar nicht anfangen) ist noch Luft nach oben. Beim nächsten Streich wünsche ich mir noch knackigere Spielzeiten und noch mehr Arschtritt. Der Titeltrack, "Salt the wound" und "Collateral Damage" zeigen dass die Jungs solche Songs auch 2014 noch drauf haben. Wenn das Ganze auf Albumlänge klappt, mache ich wieder Freudensprünge. Solange bleibt " Blood In, Blood Out" allemal das beste Album seit 10 Jahren.
Wenn man das nervtötende, Tinnitus fördernde Intro zu "Black 13" überstanden hat, sieht alles danach aus. Treibendes Drumming, ein kräftiger Bass und jede Menge messerscharfer Riffs von Gary Holt und Lee Altus. Der folgende Titeltrack legt noch eine Schippe drauf und überzeugt auch mit einigen EXODUS-typischen Gang-Shouts, "Collateral Damage" und "Salt the Wound" schlagen in die gleiche Kerbe. Bei letztgenanntem Song gibt sich METALLICA und ex-EXODUS-Gitarrist Kirk Hammett die Ehre. Bei "BTK" ist eine weitere Thrash Metal Legende an Bord: Chuck Billy von TESTAMENT. Leider besteht dessen Beitrag mehr aus unverständlichem Gebrüll, denn einem kräftigen Gegenpart zu Zetro, hier wurde eine echte Chance verschenkt. Leider finden sich noch ein paar weitere eher durchschnittliche Songs auf dem neuesten Streich der Jungs aus San Francisco. Besonders "Body Harvest", "Wrapped In The Arms Of Rage" (tolle Riffs eher einfallslos aneinander gereiht) und "My last Nerve" hinterlassen nach mehreren Durchläufen keinen bleibenden Eindruck. Höhepunkte im weiteren Verlauf von "Blood In, Blood Out" sind "Numb" und "Honor Killings".
Wie sieht also das Fazit zu "Blood In, Blood Out" aus? EXODUS sind mit Zetro und einer Rückkehr zu "weniger ist manchmal mehr" auf dem richtigen Weg. Doch zu Meisterwerken wie "Tempo of the Damned" (von "Bonded by blood" & Co will ich gar nicht anfangen) ist noch Luft nach oben. Beim nächsten Streich wünsche ich mir noch knackigere Spielzeiten und noch mehr Arschtritt. Der Titeltrack, "Salt the wound" und "Collateral Damage" zeigen dass die Jungs solche Songs auch 2014 noch drauf haben. Wenn das Ganze auf Albumlänge klappt, mache ich wieder Freudensprünge. Solange bleibt " Blood In, Blood Out" allemal das beste Album seit 10 Jahren.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Black 13
02. Blood In Blood Out
03. Collateral Damage
04. Salt The Wound
05. Body Harvest
06. Btk
07. Wrapped In The Arms Of Rage
08. My Last Nerve
09. Numb
10. Honor Killings
11. Food For The Worms
Chris
Mittwoch, 1. Oktober 2014
EXPLORER - Shout In The Fog
Band: Explorer
Album: Shout in the Fog
Spielzeit: 32:17 min
Stilrichtung: Speed / Thrash Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 12.09.2014
Homepage: www.facebook.com/Explorerofficial/
Die Italiener von EXPLORER gründeten sich bereits 2004 und verdingten sich einige Zeit als Coverband. 2010 erschien die erste EP mit eigenen Songs, es folgte eine Split-Veröffentlichung mit den Berliner Thrashern von FIRST AID. 2011 folgte das Debütalbum "Sober Deserve to Die !!". Nun legen Billy (Gesang, Bass), Jack (Gitarre) und Niki (Schlagzeug) mit "Shout in the Fog" ihren zweiten Langspieler vor.
Angesiedelt sind die Songs irgendwo zwischen der rauen Wildheit von EXUMER und Speedattacken der Marke EXCITER. Allerdings sind EXPLORER eine Band für Szenefanatiker - um die breite Masse anzusprechen fehlt es sowohl der Produktion an Durchschlagskraft, dem Songwriting an Besonderheiten und Sänger Billy an Vielseitigkeit. Trotzdem ist "Shout in the fog" kein Reinfall, sondern eben einfach nur ein leicht überdurchschnittliches Speed/Thrash Album für Genrefans. Nicht mehr, nicht weniger. Den Jungs merkt man den Spaß an ihrer Musik an, das ganze klingt absolut authentisch.
Wer also keine Speed/Thrash Kapelle an sich vorbeiziehen lassen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, sollte den Italienern mal ein paar Umdrehungen am heimischen Plattenteller spendieren.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Tell Me (What You Want)
02. Just Escape
03. Into the Pub (With No Exit)
04. Fading Away
05. Maggots of Evil
06. Hidden in the Dark
07. Earth Massacre
08. Runaway from the Cross
Chris
Album: Shout in the Fog
Spielzeit: 32:17 min
Stilrichtung: Speed / Thrash Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 12.09.2014
Homepage: www.facebook.com/Explorerofficial/
Die Italiener von EXPLORER gründeten sich bereits 2004 und verdingten sich einige Zeit als Coverband. 2010 erschien die erste EP mit eigenen Songs, es folgte eine Split-Veröffentlichung mit den Berliner Thrashern von FIRST AID. 2011 folgte das Debütalbum "Sober Deserve to Die !!". Nun legen Billy (Gesang, Bass), Jack (Gitarre) und Niki (Schlagzeug) mit "Shout in the Fog" ihren zweiten Langspieler vor.
Angesiedelt sind die Songs irgendwo zwischen der rauen Wildheit von EXUMER und Speedattacken der Marke EXCITER. Allerdings sind EXPLORER eine Band für Szenefanatiker - um die breite Masse anzusprechen fehlt es sowohl der Produktion an Durchschlagskraft, dem Songwriting an Besonderheiten und Sänger Billy an Vielseitigkeit. Trotzdem ist "Shout in the fog" kein Reinfall, sondern eben einfach nur ein leicht überdurchschnittliches Speed/Thrash Album für Genrefans. Nicht mehr, nicht weniger. Den Jungs merkt man den Spaß an ihrer Musik an, das ganze klingt absolut authentisch.
Wer also keine Speed/Thrash Kapelle an sich vorbeiziehen lassen kann, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, sollte den Italienern mal ein paar Umdrehungen am heimischen Plattenteller spendieren.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Tell Me (What You Want)
02. Just Escape
03. Into the Pub (With No Exit)
04. Fading Away
05. Maggots of Evil
06. Hidden in the Dark
07. Earth Massacre
08. Runaway from the Cross
Chris
DISASTER - Blasphemy Attack
Band: Disaster
Album: Blasphemy Attack
Spielzeit: 37:59 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 12.09.2014
Homepage: www.disasterthrashmed.tk
Eine Thrash Band namens DISASTER. Kreativ. Sowas gab es noch nie. Zumindest in den letzten 2 Monaten, schätzungsweise. Diese stammt aus Kolumbien, wurde 1999 gegründet und hat bisher nur eine Demo aus dem Jahre 2002 vorzuweisen. Nun ist es also endlich soweit, das erste Studioalbum namens "Blasphemy Attack" hat das Licht der Welt erblickt. Damit wäre eigentlich alles gesagt. Eigentlich.
DISASTER fahren zu 100% die Oldschool Schiene, es fehlt ihnen allerdings jegliche Innovation. Darüber kann man bei einer Band, die den alten Helden auf hohem Niveau nacheifert, hinwegsehen. Da wir in diesem Fall aber von einer absolut durchschnittlichen Band sprechen, bleibt auch nach einigen Durchgängen wenig hängen. Zudem ist das kauzig-keifende Organ von Sänger Andrés Felipe Alvaro Arango auf Dauer eher anstrengend als erfrischend. Die Jungs haben Potential, zu hören besonders bei "Evil mind", dem stärksten Song der Scheibe. Doch für das Abheben von der Masse an Thrash Bands die auch noch 2014 das Licht der Welt erblicken, ist das einfach zu wenig.
Sorry Jungs, selbst wenn ich den Exoten-Bonus einrechne, kommt da nicht wirklich viel bei rum. Solide gespielt, ansonsten ziemlich austauschbar und bedeutungslos.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Blasphemy Attack
02. Demential World
03. Evil Mind
04. Dog’s Life
05. Live Alone
06. Burning Alive
07. Satan’s Spy
08. 50 (Point 50)
09. Valley Of Illusions
10. Enslaved
Chris
Album: Blasphemy Attack
Spielzeit: 37:59 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Iron Shield Records
Veröffentlichung: 12.09.2014
Homepage: www.disasterthrashmed.tk
Eine Thrash Band namens DISASTER. Kreativ. Sowas gab es noch nie. Zumindest in den letzten 2 Monaten, schätzungsweise. Diese stammt aus Kolumbien, wurde 1999 gegründet und hat bisher nur eine Demo aus dem Jahre 2002 vorzuweisen. Nun ist es also endlich soweit, das erste Studioalbum namens "Blasphemy Attack" hat das Licht der Welt erblickt. Damit wäre eigentlich alles gesagt. Eigentlich.
DISASTER fahren zu 100% die Oldschool Schiene, es fehlt ihnen allerdings jegliche Innovation. Darüber kann man bei einer Band, die den alten Helden auf hohem Niveau nacheifert, hinwegsehen. Da wir in diesem Fall aber von einer absolut durchschnittlichen Band sprechen, bleibt auch nach einigen Durchgängen wenig hängen. Zudem ist das kauzig-keifende Organ von Sänger Andrés Felipe Alvaro Arango auf Dauer eher anstrengend als erfrischend. Die Jungs haben Potential, zu hören besonders bei "Evil mind", dem stärksten Song der Scheibe. Doch für das Abheben von der Masse an Thrash Bands die auch noch 2014 das Licht der Welt erblicken, ist das einfach zu wenig.
Sorry Jungs, selbst wenn ich den Exoten-Bonus einrechne, kommt da nicht wirklich viel bei rum. Solide gespielt, ansonsten ziemlich austauschbar und bedeutungslos.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Blasphemy Attack
02. Demential World
03. Evil Mind
04. Dog’s Life
05. Live Alone
06. Burning Alive
07. Satan’s Spy
08. 50 (Point 50)
09. Valley Of Illusions
10. Enslaved
Chris
Montag, 4. August 2014
NERVOSA - Victim of yourself
Band:
Nervosa
Album:
Victim of yourself
Spielzeit: 46:35 min
Stilrichtung: Thrash
Metal
Plattenfirma: Napalm
Records
Veröffentlichung:
28.02.2014
Homepage:
www.nervosaofficial.com
Thrash Metal ist eine
Männerdomäne. Nur wenige Frauen finden sich in dieser Stilrichtung,
wie etwa Sabina Classen von HOLY MOSES, Britta Görtz von CRIPPER
oder Cara McCutchen und Miranda Gladeau von MORTILLERY. So geht's
nicht weiter haben sich wohl die Brasilianerinnen Fernanda Lira
(Gesang, Bass), Prika Amaral (Gitarre, Hintergrundgesang) und Pitch
Ferraz (Schlagzeug) gedacht und 2010 eine reine Mädels-Thrash-Kapelle
mit dem Namen NERVOSA ins Leben gerufen. Seither erschien das Demo
"Time Of Death", nun liegt seit Februar 2014 mit "Victim
of yourself" der erste Langspieler vor.
Musikalisch gibt es Oldschool Thrash ohne Kompromisse. NERVOSA orientieren sich dabei mehr an der deutschen Szene um KREATOR, SODOM und DESTUCTION, als an der amerikanischen Spielweise. Die Songs sind rasend schnell und verdammt aggressiv. Dazu passen die keifenden Vocals von Fernanda perfekt. Songs wie "Twisted Values", "Justice Be Done", "Death!" oder "Into Moshpit" bringen die Nackenmuskeln in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur. Leider halten nicht alle Songs dieses Niveau, so laufen Stücke wie "Wake Up And Fight" oder "Deep Misery" mehr oder weniger an mir vorbei.
Die Produktion ist druckvoll und ein wenig dreckig, was "Victim of yourself" perfekt zu Gesicht steht.
Was bleibt also unter dem Strich festzuhalten? NERVOSA sind eine überdurchschnittliche Thrash Band mit einem kleinen Exoten-Bonus durch die reine Mädels-Besetzung. Einen Innovationspreis holen die drei Damen nicht, Thrash Maniacs sollten aber mal reinhören, das Debüt der Brasilianerinnen macht über weite Strecken Spaß.
Musikalisch gibt es Oldschool Thrash ohne Kompromisse. NERVOSA orientieren sich dabei mehr an der deutschen Szene um KREATOR, SODOM und DESTUCTION, als an der amerikanischen Spielweise. Die Songs sind rasend schnell und verdammt aggressiv. Dazu passen die keifenden Vocals von Fernanda perfekt. Songs wie "Twisted Values", "Justice Be Done", "Death!" oder "Into Moshpit" bringen die Nackenmuskeln in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur. Leider halten nicht alle Songs dieses Niveau, so laufen Stücke wie "Wake Up And Fight" oder "Deep Misery" mehr oder weniger an mir vorbei.
Die Produktion ist druckvoll und ein wenig dreckig, was "Victim of yourself" perfekt zu Gesicht steht.
Was bleibt also unter dem Strich festzuhalten? NERVOSA sind eine überdurchschnittliche Thrash Band mit einem kleinen Exoten-Bonus durch die reine Mädels-Besetzung. Einen Innovationspreis holen die drei Damen nicht, Thrash Maniacs sollten aber mal reinhören, das Debüt der Brasilianerinnen macht über weite Strecken Spaß.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Intro
02. Twisted Values
03. Justice Be Done
04. Wake
Up And Fight
05. Nasty
Injury
06.
Envious
07. Morbid
Courage
08.
Death!
09.
Into Moshpit
10. Deep
Misery
11. Victim
Of Yourself
12. Urânio
em Nós
Chris
Freitag, 18. Juli 2014
OVERKILL - White Devil Armory
Band: Overkill
Album: White Devil Armory
Spielzeit: 50:43 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 18.07.2014
Homepage: www.wreckingcrew.com
Während in Deutschland die alten Thrash Helden, allen voran KREATOR, auch heute noch starke Scheiben auf die Thrash Maniacs loslassen, sind die Szenegrößen aus den USA weit von ihren früheren Glanztaten entfernt. Egal ob MEGADETH, SLAYER, METALLICA oder ANTHRAX. Die letzten Alben waren meist ordentlich, aber eben nicht mehr. Ganz anders steht es da um Bobby "Blitz" Ellsworth und seine Mitstreiter von OVERKILL. Seit 34 Jahren ist die Band nun aktiv und hat zuletzt mit "Ironbound" und "The Electric Age" zwei ihrer besten Scheiben auf den Markt gebracht. Und das will bei dem Backkatalog, der nicht wenige absolute Szeneklassiker enthält, wahrlich was heißen. Entsprechend groß waren Vorfreude und Erwartungshaltung an Studioalbum Nummer 17 "White Devil Armory".
Nach einem kurzen und wuchtigen Intro zeigt dann der verkappte Titeltrack "Armorist" gleich, dass die alten Herren mit Leichtigkeit einen Großteil der neuen Generation des Thrash Metal an die Wand spielen. Der Song ist 100% OVERKILL, mit krachenden Gitarren und einem einprägsamen Refrain. Bobby ist weiterhin in Bestform, singt, keift und brüllt als gäbe es kein Morgen.
Meine Anspannung fällt ab, OVERKILL halten das Level der letzten Veröffentlichungen. Keine Enttäuschung von den New Yorkern.
Im weiteren Verlauf gibt es alles was man von den Jungs hören will: messerscharfe Riffs, geniale Soli, einen wummernden Bass und ein druckvolles, treibendes Drumming. Abwechslung ist auch geboten: dem sehr melodischen Headbanger "Down to the Bone" folgt das unerbittliche "Pit" bevor das Groovemonster "Bitter Pill" endgültig alles in Schutt und Asche legt. Im weiteren Verlauf gilt die Phrase "No filler, just killer". Besonders hervorzuheben wären da noch das rasende "Where There's Smoke", ein würdiger Nachfolger für "Bring me the night" .
OVERKILL sind weiterhin in ihrem zweiten Frühling und liefern mit "White Devil Armory" das dritte Brett in Folge ab. Ihr sitzt immer noch am PC? Ab in den nächsten Plattenladen und zuschlagen! Die Waffenkammer des weißen Teufel schießt scharf!
WERTUNG:
Trackliste:
01. XDM
02. Armorist
03. Down To The Bone
04. Pig
05. Bitter Pill
06. Where There's Smoke
07. Freedom Rings
08. Another Day To Die
09. King Of The Rat Bastards
10. It's All Yours
11. In The Name
Chris
Album: White Devil Armory
Spielzeit: 50:43 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 18.07.2014
Homepage: www.wreckingcrew.com
Während in Deutschland die alten Thrash Helden, allen voran KREATOR, auch heute noch starke Scheiben auf die Thrash Maniacs loslassen, sind die Szenegrößen aus den USA weit von ihren früheren Glanztaten entfernt. Egal ob MEGADETH, SLAYER, METALLICA oder ANTHRAX. Die letzten Alben waren meist ordentlich, aber eben nicht mehr. Ganz anders steht es da um Bobby "Blitz" Ellsworth und seine Mitstreiter von OVERKILL. Seit 34 Jahren ist die Band nun aktiv und hat zuletzt mit "Ironbound" und "The Electric Age" zwei ihrer besten Scheiben auf den Markt gebracht. Und das will bei dem Backkatalog, der nicht wenige absolute Szeneklassiker enthält, wahrlich was heißen. Entsprechend groß waren Vorfreude und Erwartungshaltung an Studioalbum Nummer 17 "White Devil Armory".
Nach einem kurzen und wuchtigen Intro zeigt dann der verkappte Titeltrack "Armorist" gleich, dass die alten Herren mit Leichtigkeit einen Großteil der neuen Generation des Thrash Metal an die Wand spielen. Der Song ist 100% OVERKILL, mit krachenden Gitarren und einem einprägsamen Refrain. Bobby ist weiterhin in Bestform, singt, keift und brüllt als gäbe es kein Morgen.
Meine Anspannung fällt ab, OVERKILL halten das Level der letzten Veröffentlichungen. Keine Enttäuschung von den New Yorkern.
Im weiteren Verlauf gibt es alles was man von den Jungs hören will: messerscharfe Riffs, geniale Soli, einen wummernden Bass und ein druckvolles, treibendes Drumming. Abwechslung ist auch geboten: dem sehr melodischen Headbanger "Down to the Bone" folgt das unerbittliche "Pit" bevor das Groovemonster "Bitter Pill" endgültig alles in Schutt und Asche legt. Im weiteren Verlauf gilt die Phrase "No filler, just killer". Besonders hervorzuheben wären da noch das rasende "Where There's Smoke", ein würdiger Nachfolger für "Bring me the night" .
OVERKILL sind weiterhin in ihrem zweiten Frühling und liefern mit "White Devil Armory" das dritte Brett in Folge ab. Ihr sitzt immer noch am PC? Ab in den nächsten Plattenladen und zuschlagen! Die Waffenkammer des weißen Teufel schießt scharf!
WERTUNG:
Trackliste:
01. XDM
02. Armorist
03. Down To The Bone
04. Pig
05. Bitter Pill
06. Where There's Smoke
07. Freedom Rings
08. Another Day To Die
09. King Of The Rat Bastards
10. It's All Yours
11. In The Name
Chris
Dienstag, 8. Juli 2014
BANE OF BEDLAM - Monument Of Horror
Band: Bane of Bedlam
Album: Monument of Horror
Spielzeit: 48:45 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 31.03.2014
Homepage: www.facebook.com/BaneOfFICIALBedlam
Australien hat einige Exportschlager, ganz vorne dabei die Hardrock Größen wie AC/DC, AIRBOURNE oder ROSE TATTOO. Es geht aber auch eine Schippe härter, wie die Jungs von BANE OF BEDLAM aus Brisbane beweisen. Brad Parker (Vocals), Chris Parker (Gitarre), Glen Trayhern (Schlagzeug) und Nick Walker (Bass) sind seit 2008 aktiv und haben Anfang des Jahres nach einem Demo und einer EP ihren ersten Langspieler namens "Monument of Horror" veröffentlicht.
Das Debüt wird vom traditionellen Thrash Metal geprägt mit allen Trademarks: schnelle Gitarren, Groove, druckvolles Drumming und fette Riffs. Beim Opener "Woken by the Horde" klingen Anleihen von SLAYER durch, während in ruhigeren, technischen Momenten alte METALLICA oder MEGADETH durchschimmern. Aus dem Rahmen fallen die Vocals von Sänger Brad, der gelegentlich schon mehr in den Death Metal abdriftet und auch ein wenig der Schwachpunkt der Band ist, zu monoton und zu wenig mitreißend sind seine Vocals.
Dabei ist die Scheibe wahrlich nicht schlecht. Klar, das Rad wird nicht neu erfunden und die Innovation hält sich in Grenzen, dafür wirkt das Ganze authentisch. Die Songs sind solide mit vielen starken Ansätzen. Manchmal vielleicht etwas zu lang geraten (drei Songs durchbrechen sogar den Bereich von sieben Minuten Spielzeit), aber doch überdurchschnittlich. Gelungen ist besonders die Gitarrenarbeit und das Drumming, die Produktion ist natürlich nicht auf Top-Niveau, für einen Independent-Release aber auf einem sehr amtlichen Level.
"Monument of Horror" ist daher eher etwas für Genreliebhaber, BANE OF BEDLAM eine Band mit Potential. Das Debüt ist kein Pflichtkauf, eher eine Scheibe der man mal eine Chance geben sollte. Auf dem Zettel sollte man die Australier aber in den nächsten Jahren auf jeden Fall haben.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Woken by the Horde
02. Vultures of War
03. Torture
04. Murder
05. Heavens Ember
06. Voice of a Faceless God
07. The Atrocity Divine…
08. Monument of Horror
Chris
Album: Monument of Horror
Spielzeit: 48:45 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Independent
Veröffentlichung: 31.03.2014
Homepage: www.facebook.com/BaneOfFICIALBedlam
Australien hat einige Exportschlager, ganz vorne dabei die Hardrock Größen wie AC/DC, AIRBOURNE oder ROSE TATTOO. Es geht aber auch eine Schippe härter, wie die Jungs von BANE OF BEDLAM aus Brisbane beweisen. Brad Parker (Vocals), Chris Parker (Gitarre), Glen Trayhern (Schlagzeug) und Nick Walker (Bass) sind seit 2008 aktiv und haben Anfang des Jahres nach einem Demo und einer EP ihren ersten Langspieler namens "Monument of Horror" veröffentlicht.
Das Debüt wird vom traditionellen Thrash Metal geprägt mit allen Trademarks: schnelle Gitarren, Groove, druckvolles Drumming und fette Riffs. Beim Opener "Woken by the Horde" klingen Anleihen von SLAYER durch, während in ruhigeren, technischen Momenten alte METALLICA oder MEGADETH durchschimmern. Aus dem Rahmen fallen die Vocals von Sänger Brad, der gelegentlich schon mehr in den Death Metal abdriftet und auch ein wenig der Schwachpunkt der Band ist, zu monoton und zu wenig mitreißend sind seine Vocals.
Dabei ist die Scheibe wahrlich nicht schlecht. Klar, das Rad wird nicht neu erfunden und die Innovation hält sich in Grenzen, dafür wirkt das Ganze authentisch. Die Songs sind solide mit vielen starken Ansätzen. Manchmal vielleicht etwas zu lang geraten (drei Songs durchbrechen sogar den Bereich von sieben Minuten Spielzeit), aber doch überdurchschnittlich. Gelungen ist besonders die Gitarrenarbeit und das Drumming, die Produktion ist natürlich nicht auf Top-Niveau, für einen Independent-Release aber auf einem sehr amtlichen Level.
"Monument of Horror" ist daher eher etwas für Genreliebhaber, BANE OF BEDLAM eine Band mit Potential. Das Debüt ist kein Pflichtkauf, eher eine Scheibe der man mal eine Chance geben sollte. Auf dem Zettel sollte man die Australier aber in den nächsten Jahren auf jeden Fall haben.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Woken by the Horde
02. Vultures of War
03. Torture
04. Murder
05. Heavens Ember
06. Voice of a Faceless God
07. The Atrocity Divine…
08. Monument of Horror
Chris
Donnerstag, 26. Juni 2014
SPACE EATER - Passing Through The Fire Of Molech
Band: Space Eater
Album: Passing through the Fire to Molech
Spielzeit: 44:22 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 27. Juni 2014
Homepage: www.facebook.com/SpaceEater
Die Serben von SPACE EATER melden sich nach Merciful Angel (2007) und Aftershock (2010) mit dem dritten Langeisen "Passing through the Fire to Molech" zurück. Gegründet wurde die Band 2004 in Belgrad, von der Urbesetzung ist nur noch Bassist Karlo Testen übrig geblieben. Verstärkt wird er von Luka Matkovic (Vocals, Gitarre), Dorde Lukovic (Gitarre) und Marko Danilovic (Schlagzeug).
Musikalisch hat sich auch einiges verändert, am schmerzlichsten fehlt nach wie vor der 2009 viel zu jung bei einem Brand verstorbene Sänger Bosko Radisic dessen Screams SPACE EATER zu etwas Besonderem gemacht haben. Sein Nachfolger Luka macht einen soliden Job, kann sich aber nicht von der Masse an Thrash Sängern abheben. Die Songs sind technisch auf einem starken Niveau und geben auch ordentlich Gas. Für Abwechslung wird gesorgt, neben den rasanten Abrissbirnen "Unjagged", "P.O.W." und "Ninja Assassin" finden sich auch melodische Midtempo Banger wie "Daisy Cutter" oder "A Thousand Plagues".
Das einzige Problem: "Passing through the Fire to Molech" fehlt es an echten Krachern der Marke "Bombs Away" vom Debüt. SPACE EATER heben sich klar vom Durchschnitt ab, zur ersten Garde der jungen Thrash-Brigade fehlt aber ebenfalls ein gutes Stückchen. Es bleibt ein solides Thrash Metal Album mit vielen klassischen Elementen im modernen Gewand. Thrash Maniacs dürften ihren Spaß haben.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Unjagged
02. Passing through the Fire of Molech
03. Daisy Cutter
04. P.O.W.
05. Ninja Assassin
06. A Thousand Plagues
07. Exhibition of Humanity
08. Ultra-Violence
09. Medea
10. In Hospital
Chris
Album: Passing through the Fire to Molech
Spielzeit: 44:22 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 27. Juni 2014
Homepage: www.facebook.com/SpaceEater
Die Serben von SPACE EATER melden sich nach Merciful Angel (2007) und Aftershock (2010) mit dem dritten Langeisen "Passing through the Fire to Molech" zurück. Gegründet wurde die Band 2004 in Belgrad, von der Urbesetzung ist nur noch Bassist Karlo Testen übrig geblieben. Verstärkt wird er von Luka Matkovic (Vocals, Gitarre), Dorde Lukovic (Gitarre) und Marko Danilovic (Schlagzeug).
Musikalisch hat sich auch einiges verändert, am schmerzlichsten fehlt nach wie vor der 2009 viel zu jung bei einem Brand verstorbene Sänger Bosko Radisic dessen Screams SPACE EATER zu etwas Besonderem gemacht haben. Sein Nachfolger Luka macht einen soliden Job, kann sich aber nicht von der Masse an Thrash Sängern abheben. Die Songs sind technisch auf einem starken Niveau und geben auch ordentlich Gas. Für Abwechslung wird gesorgt, neben den rasanten Abrissbirnen "Unjagged", "P.O.W." und "Ninja Assassin" finden sich auch melodische Midtempo Banger wie "Daisy Cutter" oder "A Thousand Plagues".
Das einzige Problem: "Passing through the Fire to Molech" fehlt es an echten Krachern der Marke "Bombs Away" vom Debüt. SPACE EATER heben sich klar vom Durchschnitt ab, zur ersten Garde der jungen Thrash-Brigade fehlt aber ebenfalls ein gutes Stückchen. Es bleibt ein solides Thrash Metal Album mit vielen klassischen Elementen im modernen Gewand. Thrash Maniacs dürften ihren Spaß haben.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Unjagged
02. Passing through the Fire of Molech
03. Daisy Cutter
04. P.O.W.
05. Ninja Assassin
06. A Thousand Plagues
07. Exhibition of Humanity
08. Ultra-Violence
09. Medea
10. In Hospital
Chris
Dienstag, 24. Juni 2014
GAME OVER - Burst Into The Quiet
Band: Game Over
Album: Burst Into The Quiet
Spielzeit: 34:39 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 23.06.2014
Homepage: www.gameoverofficial.com
Nach dem sehr erfolgreichen Debüt "For Humanity" aus 2012 holen die Italiener von GAME OVER mit "Burst Into The Quiet" zum nächsten Thrash-Rundumschlag aus. Reno (Bass/Vocals), Ziro und Sanso (Gitarren) und Vender (Schlagzeug) haben die Spitze der jungen Garde ganz fest im Blick, mit der neuen Scheibe will man sich endgültig dort etablieren und festsetzen. Und das gelingt äußerst beeindruckend.
Schon beim rasenden Opener "Masters Of Control" wird klar, die Jungs konnten im Vergleich zum Vorgänger noch eine Schippe drauf legen! Messerscharfe Riffs, rasantes Drumming, ein krachender Bass und mit Reno einen erstklassigen Mann hinter dem Mikro. Die Wurzeln liegen ganz klar im Bay Area Sound, besonders die alten EXODUS und TESTAMENT haben ihre Spuren hinterlassen. GAME OVER sind aber weit davon entfernt eine billige Kopie zu sein, dafür haben die Jungs mehr als genug eigene Ideen, um die sie auch einige etablierte Bands beneiden dürften. Die Songs haben das Gaspedal auf Anschlag, sind trotzdem jederzeit hochmelodisch und technisch großartig umgesetzt. "C.H.U.C.K." schüttelt mit spielerischer Leichtigkeit erstklassige Riffs aus dem Ärmel, "Metropolis Pt.3" ist eine Verbeugung vor NUCLEAR ASSAULT und "Nuke 'em High" ist einfach nur ein erstklassiger Thrash Kracher und neben dem Opener mein Favorit auf "Burst Into The Quiet".
Kein unnötiger Firlefanz, einfach 100% Thrash Metal. Voll auf die Zwölf, druckvoll, ein Frontalangriff auf die Nackenmuskulatur und dabei mit Groove, Melodie und technischem Können. "Burst Into The Quiet" ist eine der besten Thrash Metal Scheiben in 2014, da lege ich mich bereits zum Halbjahr fest. Holt euch die Scheibe, das Teil rockt von der ersten bis zur letzten Sekunde.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Masters Of Control
02. Seven Doors To Hell
03. The Eyes (of the Mad Gardener)
04. C.H.U.C.K
05. No More
06. Metropolis pt.3
07. Trapped Inside Your Mind
08. Nuke ‘em High
09. Burst Into The Quiet
Chris
Album: Burst Into The Quiet
Spielzeit: 34:39 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 23.06.2014
Homepage: www.gameoverofficial.com
Nach dem sehr erfolgreichen Debüt "For Humanity" aus 2012 holen die Italiener von GAME OVER mit "Burst Into The Quiet" zum nächsten Thrash-Rundumschlag aus. Reno (Bass/Vocals), Ziro und Sanso (Gitarren) und Vender (Schlagzeug) haben die Spitze der jungen Garde ganz fest im Blick, mit der neuen Scheibe will man sich endgültig dort etablieren und festsetzen. Und das gelingt äußerst beeindruckend.
Schon beim rasenden Opener "Masters Of Control" wird klar, die Jungs konnten im Vergleich zum Vorgänger noch eine Schippe drauf legen! Messerscharfe Riffs, rasantes Drumming, ein krachender Bass und mit Reno einen erstklassigen Mann hinter dem Mikro. Die Wurzeln liegen ganz klar im Bay Area Sound, besonders die alten EXODUS und TESTAMENT haben ihre Spuren hinterlassen. GAME OVER sind aber weit davon entfernt eine billige Kopie zu sein, dafür haben die Jungs mehr als genug eigene Ideen, um die sie auch einige etablierte Bands beneiden dürften. Die Songs haben das Gaspedal auf Anschlag, sind trotzdem jederzeit hochmelodisch und technisch großartig umgesetzt. "C.H.U.C.K." schüttelt mit spielerischer Leichtigkeit erstklassige Riffs aus dem Ärmel, "Metropolis Pt.3" ist eine Verbeugung vor NUCLEAR ASSAULT und "Nuke 'em High" ist einfach nur ein erstklassiger Thrash Kracher und neben dem Opener mein Favorit auf "Burst Into The Quiet".
Kein unnötiger Firlefanz, einfach 100% Thrash Metal. Voll auf die Zwölf, druckvoll, ein Frontalangriff auf die Nackenmuskulatur und dabei mit Groove, Melodie und technischem Können. "Burst Into The Quiet" ist eine der besten Thrash Metal Scheiben in 2014, da lege ich mich bereits zum Halbjahr fest. Holt euch die Scheibe, das Teil rockt von der ersten bis zur letzten Sekunde.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Masters Of Control
02. Seven Doors To Hell
03. The Eyes (of the Mad Gardener)
04. C.H.U.C.K
05. No More
06. Metropolis pt.3
07. Trapped Inside Your Mind
08. Nuke ‘em High
09. Burst Into The Quiet
Chris
Freitag, 20. Juni 2014
TANKARD - R.I.B.
Band: Tankard
Album: R.I.B.
Spielzeit: 40:03 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 20.06.2014
Homepage: www.tankard.info
Bringt das Bier in Sicherheit, TANKARD sind zurück. Seit 1983 im Geschäft lässt die Frankfurter Kultband zum 16. Mal die Korken knallen. "R.I.B." nennt sich das neueste Gebräu und man muss nicht Einstein heißen um dahinter völlig richtig "Rest in beer" zu vermuten. Gerre, Andi, Frank und Olaf haben noch einen alten Bekannten mitgebracht, den verrückten Professor der bereits auf dem Cover von „Chemical Invasion“ aus dem Jahr 1987 sein Unwesen getrieben hat. Mit alten Freunden schmeckt das Bier halt einfach besser. Nun aber zurück zum Thema, wie süffig ist "R.I.B." denn nun?
Der Opener "War Cry" hat gleich das typische TANKARD G'schmäggle und kracht mächtig durch's Gebälk. "Fooled By Your Guts" hält das Gaspedal auf Anschlag und ist ebenfalls 100% Teutonic TANKARD Thrash Metal. Der Titeltrack dürfte einen festen Platz im Liveset der Frankfurter erbeuten, eine alkoholgeschwängerte Hymne wie sie nur Gerre & Co schreiben können. "Riders of the Doom" wartet dann mit einem lässigen Groove auf und sorgt für weitere Abwechslung während Songs wie "No One Hit Wonder" oder "Clockwise to Deadline" wieder eine deutlich höhere Schlagzahl erreichen. "Breakfast For Champions" ist der nächste Ohrwurm und wechselt zwischen ganz klassischen Metalklängen und flotten Passagen. Bei dem Refrain muss man einfach seine Birne schütteln. Als krönenden Abschluss gibt es dann noch die Mitgröhlnummer "The Party Ain't Over 'Til We Say So". Würde auch keiner auf die Idee kommen dem zu widersprechen!
TANKARD haben es nach wie vor drauf sowohl ernste Songs als auch erstklassige Party-Thrasher zu schreiben und den so bandtypischen Humor konnten sich die Jungs auch nach all den Jahren erhalten. TANKARD sind TANKARD und bleiben TANKARD. Hier kann man nichts falsch machen, Prost!
WERTUNG:
Trackliste:
01. War Cry
02. Fooled By Your Guts
03. R. I.B. (Rest In Beer)
04. Riders Of The Doom
05. Hope Can't Die
06. No One Hit Wonder
07. Breakfast For Champions
08. Enemy Of Order
09. Clockwise To Deadline
10. The Party Ain't Over 'Til We Say So
Chris
Album: R.I.B.
Spielzeit: 40:03 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 20.06.2014
Homepage: www.tankard.info
Bringt das Bier in Sicherheit, TANKARD sind zurück. Seit 1983 im Geschäft lässt die Frankfurter Kultband zum 16. Mal die Korken knallen. "R.I.B." nennt sich das neueste Gebräu und man muss nicht Einstein heißen um dahinter völlig richtig "Rest in beer" zu vermuten. Gerre, Andi, Frank und Olaf haben noch einen alten Bekannten mitgebracht, den verrückten Professor der bereits auf dem Cover von „Chemical Invasion“ aus dem Jahr 1987 sein Unwesen getrieben hat. Mit alten Freunden schmeckt das Bier halt einfach besser. Nun aber zurück zum Thema, wie süffig ist "R.I.B." denn nun?
Der Opener "War Cry" hat gleich das typische TANKARD G'schmäggle und kracht mächtig durch's Gebälk. "Fooled By Your Guts" hält das Gaspedal auf Anschlag und ist ebenfalls 100% Teutonic TANKARD Thrash Metal. Der Titeltrack dürfte einen festen Platz im Liveset der Frankfurter erbeuten, eine alkoholgeschwängerte Hymne wie sie nur Gerre & Co schreiben können. "Riders of the Doom" wartet dann mit einem lässigen Groove auf und sorgt für weitere Abwechslung während Songs wie "No One Hit Wonder" oder "Clockwise to Deadline" wieder eine deutlich höhere Schlagzahl erreichen. "Breakfast For Champions" ist der nächste Ohrwurm und wechselt zwischen ganz klassischen Metalklängen und flotten Passagen. Bei dem Refrain muss man einfach seine Birne schütteln. Als krönenden Abschluss gibt es dann noch die Mitgröhlnummer "The Party Ain't Over 'Til We Say So". Würde auch keiner auf die Idee kommen dem zu widersprechen!
TANKARD haben es nach wie vor drauf sowohl ernste Songs als auch erstklassige Party-Thrasher zu schreiben und den so bandtypischen Humor konnten sich die Jungs auch nach all den Jahren erhalten. TANKARD sind TANKARD und bleiben TANKARD. Hier kann man nichts falsch machen, Prost!
WERTUNG:
Trackliste:
01. War Cry
02. Fooled By Your Guts
03. R. I.B. (Rest In Beer)
04. Riders Of The Doom
05. Hope Can't Die
06. No One Hit Wonder
07. Breakfast For Champions
08. Enemy Of Order
09. Clockwise To Deadline
10. The Party Ain't Over 'Til We Say So
Chris
Freitag, 30. Mai 2014
DUST BOLT - Awake The Riot
Band: Dust Bolt
Album: Awake the Riot
Spielzeit: 59:54 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 30.05.2014
Homepage: www.facebook.com/dustbolt
Zwei Jahre nach ihrem Debüt "Violent Demolition" wuchten die Thrasher von DUST BOLT aus Landsberg am Lech mit "Awake the Riot" ihren zweiten Langspieler auf den Markt.
Bereits der rasanter Opener "Living Hell" zeigt eins ganz klar: wie schon auf "Violent Demolition" krachen die Songs verdammt Heavy aus den Boxen, wütende Leads, intensive Soli und fette Riffs dominieren auch weiterhin den Sound der Jungs. Dazu ein wummernder Bass und präzises Drumming. Musikalisch finden sich Einflüsse aus allen prägenden Szenen der Thrash Geschichte, vom klassischen Bay Area Sound über die New Yorker Crossover-Szene bis hin zu den Big-Teutonic-Four ist alles vertreten. Das Gaspedal wird regelmäßig bis zum Anschlag durchgedrückt, die Gitarren shreddern, dass es eine wahre Freude ist. Dabei verlieren DUST BOLT aber nie Melodie und Groove aus den Augen, wie etwa Songs der Marke "Beneath The Earth" oder der Titeltrack beweisen. Das Groove-Monster "Agent Thrash" lädt dann mit seiner treibenden Midtempo Ausrichtung zum Headbangen ein und macht einfach Laune. Den Abschluss bildet das gelungene EVIL DEAD Cover "Future Shock" - wem es gefällt, sollte sich auch unbedingt mal mit dieser nahezu in Vergessenheit geratenen Band beschäftigen, dies aber nur am Rande. Die Zwölf Sonngs halten ein einheitlich hohes Niveau und verstehen es, dem Hörer gehörig einzuheizen.
Wenn ihr also eure Freude an Bands wie FUELED BY FIRE, LOST SOCIETY oder BONDED BY BLOOD habt, solltet ihr euch die Bayern auf keinen Fall entgehen lassen. So und nicht anders muss Thrash Metal 2014, zeitgemäß, frisch und trotzdem in den Ursprüngen verwurzelt!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Living Hell
02. Soul Erazor
03. Beneath The Earth
04. You Lost Sight
05.Agent Thrash
06. Living A Lie
07. Awake The Riot - The Final War
08. Eternal Waste
09. Drowned In Blind Faith
10. Worlds Built To Deceive
11. The Monotonous - Distant Scream
12. Future Shock (Evil Dead Cover)
Chris
Album: Awake the Riot
Spielzeit: 59:54 min
Stilrichtung: Thrash Metal
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 30.05.2014
Homepage: www.facebook.com/dustbolt
Zwei Jahre nach ihrem Debüt "Violent Demolition" wuchten die Thrasher von DUST BOLT aus Landsberg am Lech mit "Awake the Riot" ihren zweiten Langspieler auf den Markt.
Bereits der rasanter Opener "Living Hell" zeigt eins ganz klar: wie schon auf "Violent Demolition" krachen die Songs verdammt Heavy aus den Boxen, wütende Leads, intensive Soli und fette Riffs dominieren auch weiterhin den Sound der Jungs. Dazu ein wummernder Bass und präzises Drumming. Musikalisch finden sich Einflüsse aus allen prägenden Szenen der Thrash Geschichte, vom klassischen Bay Area Sound über die New Yorker Crossover-Szene bis hin zu den Big-Teutonic-Four ist alles vertreten. Das Gaspedal wird regelmäßig bis zum Anschlag durchgedrückt, die Gitarren shreddern, dass es eine wahre Freude ist. Dabei verlieren DUST BOLT aber nie Melodie und Groove aus den Augen, wie etwa Songs der Marke "Beneath The Earth" oder der Titeltrack beweisen. Das Groove-Monster "Agent Thrash" lädt dann mit seiner treibenden Midtempo Ausrichtung zum Headbangen ein und macht einfach Laune. Den Abschluss bildet das gelungene EVIL DEAD Cover "Future Shock" - wem es gefällt, sollte sich auch unbedingt mal mit dieser nahezu in Vergessenheit geratenen Band beschäftigen, dies aber nur am Rande. Die Zwölf Sonngs halten ein einheitlich hohes Niveau und verstehen es, dem Hörer gehörig einzuheizen.
Wenn ihr also eure Freude an Bands wie FUELED BY FIRE, LOST SOCIETY oder BONDED BY BLOOD habt, solltet ihr euch die Bayern auf keinen Fall entgehen lassen. So und nicht anders muss Thrash Metal 2014, zeitgemäß, frisch und trotzdem in den Ursprüngen verwurzelt!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Living Hell
02. Soul Erazor
03. Beneath The Earth
04. You Lost Sight
05.Agent Thrash
06. Living A Lie
07. Awake The Riot - The Final War
08. Eternal Waste
09. Drowned In Blind Faith
10. Worlds Built To Deceive
11. The Monotonous - Distant Scream
12. Future Shock (Evil Dead Cover)
Chris
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