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Freitag, 5. August 2016

CAGE9 - Illuminator

Band: Cage9
Album: Illuminator
Spielzeit: 58:20 min
Stilrichtung: Rock/Metal
Plattenfirma: EMP Label Group
Veröffentlichung: 12.08.2016
Homepage: www.cage9.com

Die Band CAGE9 stammt aus Los Angeles und ist das Baby von Gitarrist und Sänger Evan Rodaniche der zusammen mit seinen Mannen bekannt ist für tolle Liveshows die sie zum Beispiel schon nach Japan, Südamerika und natürlich durch die U.S.A geführt hat. Ich kannte die Band bislang noch nicht und ich glaube auch hier in Deutschland ist die Truppe noch größtenteils unbekannt. Das dürfte sich mit dem neuen Album „Illuminator“ nun ändern, denn das gute Stück wird vorab in den höchsten Tönen gelobt!
Musikalisch zocken die Jungs eine Mischung aus Metal und Rock der mit sehr catchigen Refrains daherkommt und daher manchmal auch etwas mainstreammäßig daherkommen, was schnell zu Vorurteilen führen kann. Aber das soll uns jetzt mal egal sein, wir lauschen einfach mal dem Opener „Open the Sky“ und bilden uns unser eigenes Bild. Und hier haben wir gleich ein eingängiges Riffmonster das sich sofort und ohne Umwege in unsere Gehörgänge schraubt! Ein geiles Teil welches euch noch lange in Gedanken begleiten wird, das kann ich euch versprechen.
Achso, die Stimme von Sänger Evan ist übrigens im sehr angenehmen Bereich und daher weit entfernt von sehr hohen, eher gewöhnungsbedürftigen Gesang.
Das direkt im Anschluss folgende „Gallows“ kommt nach einem leisen Beginn ebenfalls ähnlich gut in Fahrt und wandert daher auch direkt auf unsere Hitliste!
„Starry Eyes“ versucht dann tapfer mit den Ohrbomben zuvor mitzuhalten und schafft dieses auch zum größten Teil.
Nach dem kleinen Durchhänger „Everything you Love will someday Die“, gibt es dann mit „Oscuro“ den nächsten Ohrwurm zu verzeichnen.
Puh, der erste Abschnitt war ja schon mal mehr als ordentlich, mal schauen wie das Ganze weitergeht, den ganze 8 Songs verbleiben ja noch.
Es geht auf jeden Fall nicht mehr ganz so kraftvoll und druckvoll zu Werke wie zuvor, „Black Horse“ und „Death of a Dragon“ sind eher ruhigere, Mainstream taugliche Nummern geworden, die zwar auch gut gemacht sind, aber lange nicht die Klasse der erste Songs besitzen.
Ähnlich verhält es sich dann auch bei den nächsten Tracks, auch wenn hier wieder etwas mehr Schmackes reinkommt.
In die Klasse Megaohrwurm fällt dann erst wieder Song Nummer 10 „Martyr“.
Das daran anschließende mit Synthies ausgestattete „Ghost“ wirkt dann irgendwie etwas deplatziert im bisherigen Bandsound, wohingegen die beiden letzten Songs „Illuminator“ und „Take Back Tomorrow“ wieder druckvoll geworden sind und fast die Qualität der ersten Bombentracks haben.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch auf jeden Fall “Open the Sky”, “Gallows”, “Starry Eyes”, “Oscuro” sowie “Martyr” ans Herz legen.

Fazit :

Insgesamt haben CAGE9 mit ihrem neuen Album auf jeden Fall eine mehr als beachtliche Leistung abgeliefert und hinterlassen eine erste, fette Duftmarke außerhalb Amerikas! Zwar gibt es zwischendurch auch den ein oder anderen Durchhänger zu verzeichnen, aber aufgrund der langen Spielzeit bzw. den vielen Songs wird das absolut ausgeglichen.
Anhänger von Rock und Metal der auch mal etwas mainstreamiger ausfallen kann, werden hier mit Sicherheit ihre wahre Freunde dran haben!
Und genau für diese Zielgruppe spreche ich auch auf jeden Fall eine Kaufempfehlung aus.

WERTUNG:




Trackliste:

01. Open the Sky
02. Gallows
03. Starry Eyes
04. Everthing you Love will someday Die
05. Oscuro
06. Black Horse
07. Death of a Dragon
08. Aleatoricism
09. Birds of Prey
10. Martyr
11. Ghost
12. Illuminator
13. Take Back Tomorrow

Julian

Freitag, 29. Juli 2016

ENVINYA - The Harvester

Band: Envinya
Album: The Harvester
Spielzeit: 41:09 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: STF Records
Veröffentlichung: 15.07.2016
Homepage: www.envinya.de

Die Heavy/Melodic Metaller von ENVINYA haben uns lange nach ihrem Debütalbum „Inner Silence“ REZI auf ein neues Lebenszeichen warten lassen, nun steht aber das zweite Album „The Harvester“ in den Startlöchern mit einigen geänderten Vorzeichen.
Zum Einen gibt es eine neue Frontfrau, Mery Diaz Serrano ersetzt Natalie Pereira dos Santos, man ist auch nicht mehr bei Massacre Records sondern bei STF Records unter Vertrag und die musikalische Ausrichtung hat sich ein wenig verschoben, denn man wildert jetzt auch immer mal wieder in härteren Gefilden.
Einiges neu also im Hause ENVINYA, mal schauen wie sich das Ganze nun auswirkt. Mit dem Albumopener „Prelude“ können wir noch nicht so viel entdecken, da das gute Stück nur ein Intro ist. Als ersten richtigen Track folgt dann „Bewitched“. Und diese Nummer ist wirklich sehr speziell! Ein sehr abwechslungsreicher Aufbau und ein Chorus der irgendwie gar kein richtiger Chorus ist, aber trotzdem irgendwie hängen bleibt. Interessant damit könnte man diese ersten Song am Besten zusammenfassen.
Ach ja die neue Fronterin Mery hat eine schöne, vielseitige Stimme, die hier zwar noch nicht komplett glänzen kann, dafür ist die Nummer aber auch nicht gemacht, aber das kommt noch, versprochen!
Und dieses Versprechen kann ich dann direkt einlösen, denn das eher symphonische „Nightdweller“ ist bestens gelungen und hier kann auch Mery richtig zeigen was sie drauf hat.
Der Titeltrack „The Harvester“ ist dann wieder eher vom Schlage von „Bewitched“ wobei hier noch etwas songdienlicher zu Werke gegangen wird und auch die Growls, die schon auf dem ersten Album vertreten waren, sind hier wieder mit an Bord. Alles in Allem ein würdiger Titeltrack der uns hier entgegenschallt.
Richtig stark kommt auch das anschließende „Stormchaser“ aus den Boxen gekrochen, hört euch nur mal die schön oldschool klingenden Orgelklänge an, eine herrliche Nummer!
Nun kommen ein paar eher durchschnittlichere Songs und erst mit den beiden letzten Tracks „The Tower & The Frog“ und „Heads or Tails“ findet man auf den soliden Metalpfad wieder zurück. So ein bisschen geht dem Mädel und den Jungs also zum Ende hin die Luft aus.

Anspieltipps:

Dieses Mal gibt es hier von mir “Nightdweller”, “The Harvester”, “Stormchaser” und “Heads or Tails” für euch.

Fazit :

Auf jeden Fall sind ENVINYA mit ihrem neuen Album eins, anders! Man hat sich ganz klar im Vergleich zum Debütalbum in eine etwas modernere, abwechslungsreichere Schiene entwickelt. Vorbei sind die Tage wo eher noch ein paar Symphonic Elemente im Bandsound zu finden waren. Ich bin auf jeden Fall mit anderen Erwartungen an die Scheibe ran gegangen und auch nach mehrmaligen Hören gefällt mir das Debüt eindeutig besser.
Aber auch das ist wieder Geschmackssache und gut gemacht ist das Album definitiv! Es verdient auf jeden Fall Beachtung und den ein oder anderen Hördurchlauf bei Stil offene Metalohren.

WERTUNG:




Trackliste:

01. Prelude
02. Bewitched
03. Nightdweller
04. The Harvester
05. Stormchaser
06. Valiant
07. Outsider
08. Widespread Pandemy
09. Amphibian Life
10. The Tower & The Frog
11. Heads or Tails

Julian

Freitag, 15. Juli 2016

THE EMBODIED - Ravengod

Band: The Embodied
Album: Ravengod
Spielzeit: 49:00 min
Stilrichtung: Melodic Heavy Metal
Plattenfirma: Pure Legend Records
Veröffentlichung: 15.07.2016

Die Schweden von THE EMBODIED kredenzen uns dieser Tage einen Nachschlag zu ihrem 2011 erschienenen, selbstbetitelten Debütalbum REZI. Das zweite Album trägt den Titel „Ravengod“ und soll eine Fortführung des damals eingeschlagenen, musikalischen Weges sein. Geboten wird nach wie vor ein wilder Mix aus vielen Metalgenres. Zu finden sind hier Einflüsse aus dem Power, Death, Heavy als auch Folk Metalbereich.
Schauen wir doch mal wie dieses beim Opener „Bleed“ klingt. Rockig und kraftvoll ballert man auf jeden Fall schon mal direkt zu Beginn los. Hier sind wir eher im Rockgenre daheim inklusive eines schmissigen Chorus und knackigen Gitarrenriffs. Kein absoluter Ohrburner aber ganz ok für den Beginn!
Das anschließende „Venegeance“ geht dann schon eine Spur druckvoller zur Sache und hat einen ziemlich modernen, aggressiveren Touch inklusive Screams und Growls. Der Chorus ist aber wieder schön schmissig von daher geht die Nummer auch absolut in Ordnung.
Die ersten richtigen Ohrbomben folgen dann nun mit dem melodisch und griffigen „Praetor Sorrow“, dem abwechslungsreichen Titeltrack „Ravengod“ und dem Genremix „The Exorcist“. Alles tip top gemacht, hier gehen beide Daumen direkt nach oben!
Das atmosphärische Zwischenstück „Land of the Midnight Sun“ kann dann leider nicht komplett überzeugen, ebenso ergeht es dann „Awaiting the End“.
Besser kommt dann wieder „I sufficate of Anger“ aus den Boxen bei dem man aber wieder ganz klar ein Faible für moderneren Metalstoff haben muss.
Im letzten Abschnitt der zwölf Songs starken Platte haben sich dann leider auch noch ein paar eher durchschnittliche Tracks eingeschlichen, am Ehesten überzeugen können da noch „Art of Hunting“ und „Battle of the Mind“.
Deswegen gehen wir abschließend mit einem gemischten Gefühl aus der Hörsession.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch dieses Mal “Praetor Sorrow”, “Ravengod” , “The Exorcist” und “Art of Hunting” nennen.

Fazit :

THE EMBODIED bieten auf ihrem neuen Album auf jeden Fall wieder einen interessanten Stilmix bei dem für fast jeden Fan etwas dabei sein sollte! Leider hat man dieses Mal aber auch den ein oder anderen eher durchschnittlichen Track zu viel mit an Bord, deswegen kann man nicht so durchgehend überzeugen wie auf dem Debüt!
Eine solide Leistung bleibt aber alle Male noch dabei hängen.

WERTUNG:





Trackliste:

01. Bleed
02. Vengeance
03. Praetor Sorrow
04. Ravengod
05. The Exorcist
06. Land of the Midnight Sun
07. Awaiting the End
08. I sufficate of Anger
09. Art of Hunting
10. Battle of the Mind
11. Death by Fire
12. Vallfaerd till Asgaard

Julian

Freitag, 10. Juni 2016

OVERTURES - Artifacts

Band: Overtures
Album: Artifacts
Spielzeit: 57:28 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Sleazy Rider Records
Veröffentlichung: 27.05.2016
Homepage: www.overtures.it

OVERTURES kommen aus Italien und haben sich dem Melodic Metal verschrieben. Die Truppe ist seit 2003 aktiv und hat bislang drei Alben veröffentlicht. Nun, drei Jahre nach dem letzten Album „Entering the Maze“ aus dem Jahr 2013 hat man mit „Artifacts“ den nächsten Wurf parat um das gewählte Genre ordentlich auf zumischen!
Live waren die Jungs rund um Fronter und Gründungsmitglied Michele Guaitoli auch nicht untätig sondern supporteten so Größen wie ALMAH, SECRET SPHERE oder TRESHOLD.
Mal schauen ob wir für Fans des Melodic Metals hier ein weiteres Highlight im Metaljahr 2016 haben? Eröffnet wird das gute Stück auf jeden Fall schon mal recht ordentlich mit „Repentance“. Man ballert direkt zu Beginn ordentlich los, treibende Drums geben sich die Klinge mit harten Riffs in die Hand, dazu ein ordentlicher Bassgroove und ein paar Keyboards und fertig ist ein Opener der mit einigen Tempowechseln daher kommt und einen ordentlichen Chorus besitzt.
Nich ganz so abwechslungsreich und hart kommt das folgende Titelstück „Artifacts“ aus den Boxen gekrochen. Dafür hat man hier aber einen ganzen Tucken mehr Eingängigkeit hinzugefügt, was die Nummer direkt im Ohr haften bleiben lässt.
In eine ähnliche Kerbe schlägt dann auch im Anschluss „Gold“, welches daher ebenfalls recht schnell auf unserer Hitliste landet!
Nach dem kleinen Durchhänger „As candles we burn“ ist man beim melodischen, eingängigen „Profiled“ wieder wesentlich besser unterwegs, der Mittelteil wird dann vom epischen, fantastisch gesungenen „Unshared Worlds“ absolut dominiert und das, den letzten Abschnitt einleitende, „New Dawn, new dusk“ steht dem in Nichts nach.
Hier stechen dann vor allem das überlange, abwechslungsreiche „Teardrop“ und das flotte „Angry Animals“ heraus. Mit dem etwas lahmen „Savior“ kann man aber keine Blumentopf gewinnen.

Anspieltipps:

Hier tönen am Besten “Artifacts”, “Gold”, “Profiled”, “Unshared Worlds” sowie “Angry Animals”.

Fazit :

Viele ordentliche Tracks, eine tolle Gesangsleistung und die Produktion ist auch sehr ordentlich! Hört sich doch schon mal nicht schlecht an oder? Und genau das ist es auch, das neue Album von OVERTURES kommt insgesamt überzeugend aus den Boxen, kann stellenweise auch begeistern, aber DER richtige absolute Überhit fehlt hier einfach. So bleibt insgesamt eine solide bis starke Leistung übrig, die ist dann aber auch absolut verdient. Nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Repentance
02. Artifacts
03. Gold
04. As candles we burn
05. Profiled
06. Unshared Worlds
07. My refuge
08. New dawn, new dusk
09. Teardrop
10. Angry Animals
11. Savior

Julian

Freitag, 3. Juni 2016

MERCURY FALLING - Introspection

Band: Mercury Falling
Album: Introspection
Spielzeit: 58:12 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Zyx
Veröffentlichung: 13.05.2016

Von den deutschen Dark Melodic Metaller von MERCURY FALLING hatte ich, das muss ich zu meiner Schande gestehen, noch nichts großartig gehört! Dabei existieren die Jungs schon seit 1997 und mit „Introspection“ erscheint dieser Tage schon das vierte Album der Band. Naja man kann ja auch nicht alles kennen heutzutage!
Die Band zockt Melodic Metal der düsteren Sorte der auch ab und an mal ins Progressive Gefilde reinschaut und man hat schon ordentlich Liveerfahrungen mit so Bands wie AXXIS, FREEDOM CALL oder SKYCLAD sammeln können.
Erneut als Produzententeam fungiert wie auch schon auf den Vorgängeralben das Duo Jens Ludwig (EDGUY) und Piet Sielck (IRON SAVIOR).
Mit dem atmosphärischen „Journey to the Dark Side“ beginnt die neue Scheibe. Ein überlanges Intro welches uns in die Scheibe einführen soll.
Das anschließende „Skinwalker“ beginnt das erstmal recht druckvoll mit ordentliche Keyboardunterstützung bevor sich der Song dann direkt zum ersten Anspieltipp dieser Scheibe mausert! Grund hierfür sind der tolle Chorus sowie die knackige Bridge. Ein überzeugender Track direkt zu Beginn!
Und die Qualität bleibt dann auch in der Folge hoch „Of Sinners & Saints“ wandert ebenfalls direkt auf unsere Anspieltippliste, das stampfende, epische „Art of War“ ist ebenfalls ganz oben mit dabei und bei „Save me“ kann Fronter Michael Papst so richtig zeigen wie variabel und flexibel er ist. Eine tolle gesangliche Leistung, wie übrigens auch schon etwas aggressiver zuvor bei „Art of War“.
Ganz an diese Qualität können die folgenden Songs nicht ganz antreten, aber das ist eigentlich meckern auf hohem Niveau, denn hier von Durchhängern zu sprechen wäre zu kritisch, denn richtig gut ins Ohr gehen die Tracks trotzdem! Beispiele gefällig? Kein Problem, checkt einfach mal „What Remains“ oder das ruhigere „All Things fall apart“ an und ihr werdet wissen was ich meine!
Zum Abschluss hat sich die Band noch etwas ganz besonders ausgedacht, ein fünfteiliges Epos, quasi der Titeltrack der 20 Minuten alles auffährt was die Band bislang auch ausgezeichnet hat. Ein ganz dickes Ausrufezeichen an die Konkurrenz wird hier abgegeben und man merkt hier mit jeder Note wie viel Arbeit darin steckt. Ganz großes Kino zum Ende meine Herren!

Anspieltipps:

Dieses Mal habe ich “Skinwalker”, “Of Sinners & Saints”, “Art of War”, “Save me” und das “Introspection” Epos hier für euch.

Fazit :

Mein lieber Scholli, da fahren MERCURY FALLING aber mal fett auf, auf ihrem neuen Album! Schmissige Tracks direkt zu Beginn die aber auch immer die ernste, progressive Note durchblicken lassen, ein Wahnsinnssänger oben drauf und dann noch ein fünfteiliges Epos zum Abschluss, DAS soll den Jungs mal einer nach machen!
Ganz klar, die Band liefert hier ihr bisher bestes, reifeste Werk ab und bekommt jetzt hoffentlich auch mal etwas mehr Beachtung, denn verdient haben sie diese nun alle Male! Es gibt hier also eine ganz klare Kaufempfehlung für Genrefans von mir!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Journey to the Dark Side
02. Skinwalker
03. Of Sinners & Saints
04. Art of War
05. Save me
06. Daybreaker
07. What Remains
08. King for One Day
09. All Things fall apart
10. Introspection I Metamorphosis
11. Introspection II Echoes
12. Introspection III Metamorphosis II
13. Introspection IV Ghost of me
14. Introspection V Whole Again

Julian

Freitag, 27. Mai 2016

ASTRALION - Outlaw

Band: Astralion
Album: Outlaw
Spielzeit: 58:42 min
Stilrichtung: Melodic Power Metal
Plattenfirma: Limb Music
Veröffentlichung: 06.05.2016

Knapp zwei Jahre nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum REZI bringen die finnischen Melodic Metaller von ASTRALION ihr zweites Album „Outlaw“, erneut unter Flagge von Limb Music, auf den Markt. 2015 war das mit Abstand beste Jahr der Band bislang, spielte man doch ordentlich live, blickte auf ein ordentlich verkauftes Debüt zurück und begann im Sommer dann mit den ersten Aufnahmen zum Nachfolger. Diese verzögerten sich dann leider aufgrund einer Erkrankung des Keyboarders, so das man erst Anfang 2016 alles im Kasten hatte.
Laut eigener Aussage machte man qualitativ nochmal eine Sprung nach vorne, wir werden jetzt zusammen herausfinden ob dem wirklich so ist.
Als Opener ertönt „Deathphone“ der mit einer kleinen Einleitung startet. Musikalisch bewegen wir uns knietief im gleichen Metier wie auch schon auf dem letzten Album, was auch gut so ist, denn genau das wollen die Fans der Band ja hören!
Leider kommt die Nummer irgendwie nicht ganz so eingängig aus den Boxen wie man es für einen Opener erwarten würde. Ein guter Track ist das Ganze zwar immer noch, aber irgendwie finde ich ihn hier etwas deplatziert.
Flotter, keyboardlastiger und auch eingängiger geht es dann bei „Black Adder“ zur Sache. Hier machen die Jungs alles richtig und das Teil dürfte den Fans direkt zusagen.
Über „Sacrificed & Immortalized“ decken wir dann mal schnell den Mantel des Schweigens, denn hier bleibt wirklich so gar nichts hängen.
Besser kommen dann wieder die anschließenden „Be Careful what you wish for“, „Nighmares never give up“ und „Wastelands of Ice“ aus den Boxen. Zwar haben wir auch hier keine absoluten Übertracks am Start, aber das atmosphärische „Wastelands of Ice“ kommt dem eindeutig sehr nahe und landet so auf unserer internen Hitliste.
Bislang ist die Hitausbeute noch recht mager, mal schauen ob das auf den letzten Metern besser wird?
Das Titelstück „The Outlaw“ ist auf jeden Fall ein schöner, schneller Midtempotrack der direkt zündet und begeistert, dem steht dann auch „Ghosts of Sahara“ in Nichts nach.
Bevor das überlange „The Great Palace of the Sea“ einen abwechslungsreichen und erstklassigen Abschluss der Scheibe hinbekommt, haben wir mit „Heading West“ erneut einen Song der auch nach mehrmaligen Durchläufen wieder nicht so recht zünden will.

Anspieltipps:

Hier solltet ihr euch “Black Adder”, “Wastelands of Ice”, “The Outlaw”, Ghosts of Sahara” und “The Great Palace of the Sea” auf jeden Fall reinziehen.

Fazit :

Eigentlich kann ich hier ein ähnliches Fazit ziehen wie auch schon beim Debütalbum der Jungs. Licht und Schatten halten sich hier ziemlich gut die Waage, aber leider kommt die neue Platte ziemlich spät richtig in Schwung. Die erste Hälfte ist bis auf ein, zwei Ausnahmen doch eher durchschnittlich geraten!
Der zweiten Hälfte ist es zu verdanken das das zweite Album von ASTRALTION doch noch einen starken Gesamteindruck hinterlässt. Beim nächsten Mal muss eindeutig mehr kommen will man nicht im großen Veröffentlichungskonzert untergehen!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Deathphone
02. Black Adder
03. Sacrificed & Immortalized
04. Be Careful what you wish for
05. Nightmares never give up
06. Wastelands of Ice
07. The Outlaw
08. Ghosts of Sahara
09. Heading West
10. The Great Palace of the Sea

Julian

Freitag, 20. Mai 2016

BLACK FATE - Deliverance of Soul (Re Release)

Band: Black Fate
Album: Deliverance of Soul (Re Release)
Spielzeit: 42:18 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Ulterium Records
Veröffentlichung: 29.04.2016

Nach dem das letzte Album „Between Visions & Lies“ REZI den Labeleinstand bei Ulterium Records darstellte meinte man beim Label das überaus erfolgreiche „Deliverance of Soul“ Album wiederzuveröffentlichen. Dieses liegt mir nun remastert und mit neuem Cover vor. Dieser Schritt ist aber durchaus logisch zieht man in Betracht das dieses Album der Anfang der musikalischen Findung war so wie wir die Band dann auf der letzten Platte gehört haben. Außerdem war es der damalige Einstand des aktuellen Sängers Vasilis Georgiou.
Mit dem Openerintro „Children of Aniramas“ beginnt der Silberling recht stimmungsvoll. Beim ersten Song „Dying Freedom“ kommt dann direkt wieder das schon auf dem aktuellsten Album vorhanden KAMELOT Feeling auf. Die Jungs klingen aber auch verdammt nach den großen Vorbildern das ist echt unglaublich!
Der nächste Song „Blood Red Sky“ ist dann etwas eigenständiger und zeigt die Band von einer sehr progressiven Seite die aber auch melodische Züge zu bieten hat. Das Ganze wird mit jedem Durchlauf stärker so das wir hier den ersten Track für unsere Anspieltippliste haben.
Das folgende „Angry Silent Scream“ startet dann etwas merkwürdig und recht zerfahren, steigert sich dann aber im weiteren Verlauf und im Chorus dann richtig und wandert somit auch schnell auf die schon angesprochene Liste, wie dann auch das anschließende „The Conscience of the Brave“!
Nach den etwas eintönigen „Rain of Paradise“ kommt dann „If the Silence was gray“ wieder schön melodisch aus den Boxen bevor dann mit „Wicked“ die Quotenballade der Scheibe auf uns wartet.
Das Wort eintönig muss ich dann auch bei den drei letzten Tracks nochmal bemühen, denn so richtig kommt man auch hier nicht in die Gänge alles ist zwar nicht wirklich schlecht gemacht, aber komplett begeistern kann man einen hier auch nicht.
So bleibt eine solide erste Hälfte der Scheibe, bei der zweiten hat sich aber alles ziemlich ausgelutscht und kann einen nicht mehr so mitreißen.

Anspieltipps:

Dieses Mal gebe ich euch “Blood Red Sky”, “Angry Silent Scream”, “The Conscience of the Brave” sowie “If the Silence was gray” mit auf den Weg.

Fazit :

Schon bei “Between Visions & Lies” hatte ich ja die Eintönigkeit im Verlauf bemängelt. Dies ist hier ebenfalls der Fall und somit bleibt man sich zumindestens damit treu! Leider sind auch ein paar Songs zu viel nicht ganz so packend wie auf dem neusten Silberling der Griechen und somit haben wir hier eine solide 6er Bewertung die eine Band auf einem guten Weg zeigt, der aber noch lange nicht beendet ist!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Children of Aniramas
02. Dying Freedom
03. Blood Red Sky
04. Angry Silent Scream
05. The Conscience of the Brave
06. Rain of Paradise
07. If the Silence was gray
08. Wicked
09. Thorn in my Hand
10. Inner Warning of my Soul
11. Fallen

Julian

Mittwoch, 18. Mai 2016

SALEM - Dark Days

Band: Salem
Album: Dark Days
Spielzeit: 52:53 min.
Stilrichtung: Heavy / Melodic Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 29.04.2016

Ich muss gestehen, dass meine Benotung der letzten SALEM Scheibe („Forgotten Dreams“) rein objektiv betrachtet vielleicht ein wenig hoch gegriffen war. Allerdings hatte das kleine, feine Scheibchen mich dermassen begeistert, dass ich auch heute noch voll und ganz dazu stehe. Umso erstaunter sitze ich nun hier und kann mir auf das neue Werk der Briten keinen so rechten Reim machen. Unterm Strich sind eigentlich immer noch dieselben Zutaten da - der Aha-Effekt des Vorgängers will sich bei mir aber leider nicht so richtig einstellen. Nach einigen Durchläufen glaube ich, dass dies unter anderem an der etwas unglücklich gewählten Reihenfolge der Tracks liegt und der Tatsache, dass die Herren auf "Dark Days" dann doch etwas hüftsteifer rocken als noch vor 2 Jahren:

Der Opener "Not Guilty" mag zwar einen recht netten Refrain haben, plätschert mit seinem behäbigen, hölzernen Groove aber leider nervend daher. Nicht viel besser macht es das 8-minütige "Nine Months" das ebenfalls relativ gezwungen vor sich hin schippert. Erst mit dem rockigeren „Complicated“ wird dann die Handbremse gelockert und die Band geht (immer noch gemässigt, aber immerhin) ganz ordentlich ab und die Sonne geht auf. Weitere Highlights sind der starke Titeltrack „Dark Days“, das melodische „Fallen Angel“ und „Prodigal Son“ die aus der neuen Scheibe dann doch noch eine recht gute Angelegenheit machen.

Tja, mit "Dark Days" haben SALEM immer noch ein gutes Rock Album abgeliefert, dass für meine Begriffe aber deutlich hinter dem "Comeback" Album "Forgotten Dreams" zurück bleibt. Auch weiterhin haben die Herren um Frontröhre ein gutes Händchen für dirket ins Ohr gehende Melodielinien. Diese schrammen aber diesmal oft ein wenig zu nahe an der Beliebigkeit vorbei. Die etwas günstig tönende Produktion und der mangelnden Energielevel der Band tun sicherlich ihr übriges dazu um eine höhere Bewertung zu verhindern. Für Fans der Band aber dennoch eine lohende Investition.

WERTUNG





Trackliste:

01. Not Guilty
02. Nine Months
03. Complicated
04. Lost My Mind
05. Dark Days
06. Second Sight
07. Tormented
08. Fallen Angel
09. Toy Story
10. Prodigal Son
11. Tank


Mario

Freitag, 13. Mai 2016

DYNAZTY - Titanic Mass

Band: Dynazty
Album: Titanic Mass
Spielzeit: 46:41 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Spinefarm Records
Veröffentlichung: 15.04.2016
Homepage: www.dynazty.com

Zwei Jahre ist es her das das letzte Werk „Renatus“ REZI der Band DYNAZTY das Licht der Welt erblickte und mein geschätzter Kollege Stefan sein Urteil darüber fällte. Stefan ist ja bekanntlich unser Sleaze und Hair Metal Experte unter uns und er bemerkte zu recht erschüttert das sich die Jungs von ihren Debütalbum, das eher Sleaze orientiert war, vom Stil her zu einer reinen Melodic Metalkapelle hin entwickelt hatten. Vom Genre spricht mich das als bekennender Melodic und Power Metaller natürlich mehr an, daher dachte ich mir, ich nehme nun mal das neue, fünfte, Werk „Titanic Mass“ unter die Lupe. Die Band selbst beschreibt das neue Album als ihr bisher ausgereiftestes, welches die Krönung all ihrer Erfahrungen ist die sie in den letzten Jahren gemacht haben. Man kann also davon ausgehen das man den zuletzt eingeschlagenen Melodic Metalweg konsequent weiterverfolgt.
Und genauso ist es, das zeigt direkt der Opener „The Human Paradox“ der nach einer kleinen, atmosphärischen Einleitung loslegt wie die Feuerwehr! Kraftvolle Drums wechseln sich ab mit melodischen Riffs und dem schön unterstützenden Keyboardspiel. Der Chorus geht dann direkt ins Ohr und zeigt eine Band die es nun wirklich wissen will und anscheinend ihren Stil nun gefunden zu haben scheint. Ein bärenstarker Beginn!
Und ich kann es hier kurz machen, der erste Abschnitt der mit dem Titeltrack „Titanic Mass“ endet ist ein wahres Fest für Anhänger die zwischen Melodic und Power Metal ihre Wurzeln haben. Toll was die Jungs hier auffahren!
Meine Begeisterung und mein Grinsen wird mich dann auch bis zum Schluss des Albums begleiten ich glaube da nehme ich nicht zu viel vorweg wenn ich euch das jetzt schon verrate. Denn was die Jungs auch in der zweiten Hälfte der Scheibe auffahren ist geiler Stoff der jedem Melodic Metal Anhänger, wie auch schon in der ersten Hälfte, die Freudentränen in die Augen treiben wird! Egal ob wir Melodicbrecher wie „Keys to Paradise“, „Break into the Wild“, „Free Man's Anthem“ oder ruhigere Klänge wie „I want to live forever“, welches übrigens mit zu den absoluten Highlights der Scheibe zählt, lauschen alles strahlt hier nur so vor Eingängigkeit und absoluter Songwritingmeisterklasse!
Nach dem verklingen des letzten Tons drückt man als Genrefan nur zu gerne die Repeat Taste um seine Ohren nochmal so richtig schön umschmeicheln zu lassen. Eine absolut geile Scheibe!

Anspieltipps:

Viel schlechtes gibt es hier als Genrefan nicht zu entdecken, pickt euch raus was ihr wollt ihr greift immer ins Schwarze!

Fazit :

Junge, Junge also was DYNAZTY hier auf ihrem neuen Album für ein Feuerwerk abbrennen sucht in diesem Jahr schon seines Gleichen! Die Band strotzt nur so vor Spielfreude und hat einen Mördertrack nach dem anderen im Gepäck. Sänger Nils Molin shoutet ebenfalls als ob es um sein Leben ginge und nicht umsonst erinnert mich die Truppe an die Mannen von NOCTURNAL RITES um die es leider viel zu ruhig geworden ist!
Hier kann ich mal wieder nicht anders und vergebe fast die Höchstpunktzahl denn mit “Titanic Mass” haben die Jungs ihr bisher stärkstes (Melodic Metal)Album im Gepäck und vielleicht sogar eins DER Melodic Metalalben des Jahres 2016!

WERTUNG:





Trackliste:

01. The Human Paradox
02. Untamer of your Soul
03. Roar of the Underdog
04. Titanic Mass
05. Keys to Paradise
06. I want to live forever
07. The Beast inside
08. Break into the Wild
09. Crack in the Shell
10. Free Man's Anthem
11. The Smoking Gun

Julian