Freitag, 6. Juni 2014

ENFARCE - Superheroes Diaries Part I

Band: Enfarce
Album: Superhero Diaries Part I
Spielzeit: 45:07 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 30.04.2014
Homepage: www.enfarce.com

ENFARCE ist eine ganz neue finnische Power Metalband die erst seit Sommer 2013 existiert. Die Vorbilder der Jungs sind schnell ausgemacht, Genretypisch können das nur HELLOWEEN, GAMMA RAY oder EDGUY sein.
In Rekordzeit seit der Gründung, kann man uns schon dieser Tage das erste Album „Superhero Diaries Part I“ präsentieren auf dem es um den nicht menschlichen Superheld Steel Enforcer geht, den es auf die Erde verschlägt und der sich dort mit allerlei menschlichen Problemen (Arbeitslosigkeit, Trinkerei) rum schlagen muss. Eine also nicht ganz ernst gemeinte Konzeptgeschichte also.
Die Jungs scheinen also eine Menge Humor zu haben, das merkt man auch wenn man sich deren Webseite genauer anschaut, es gibt kein offizielles Bandbild sondern nur ein paar Comiczeichnungen der Jungs, mein Interesse war da auf jeden Fall geweckt und so können wir uns heute mit dem Album beschäftigen.
Los geht es mit einem absolut genretypischen Intro namens „Anthem“. Passt auf jeden Fall sehr gut zum Thema, ist aber ansonsten nicht weiter erwähnenswert.
Der erste richtige Track „I'm a Hero“ startet dann mit recht kraftvollen Riffs und kann auch mit einem recht gelungen Chorus überzeugen, der sich ohne Probleme ins Hirn brennt. Was definitiv gewöhnungsbedürftig ist, ist der extrem hohe Gesang des Fronters, nicht jedermanns Geschmack denke ich!
Sehr cool ist dann das 80iger Cover „Holding out for a Hero“ umgesetzt. Mit Sicherheit einer der Ohrwurmsongs des Jahrhunderts, wer erinnert sich nicht an die etwas schlüpfrige Werbung im Fernsehen : - ), der auch im Metalgewand nichts von seiner Magie verloren hat. Hat irgendwie was.
Das die Jungs aber wie auch schon beim ersten Song eher im HELLOWEEN Bereich daheim sind beweisen sie dann im Mittelteil. Dieser ist mit dem schnellen „Unware“, dem melodischen „Redeemer from the Stars“ und dem stampfenden „Dawn Damage“ sehr stark besetzt. Beim letzterem Track sollte man mal genau auf den Text achten, hier zeigt sich wieder der Humor der Jungs.
Eine solide Leistung liefert man dann auch im letzten Teil der Scheibe ab, die aber leider zu keiner Zeit an die starke erste Hälfe der Platte anknüpfen kann. Der Abschlusstrack „Another Star Lights the Sky“ ist hier noch am ehesten nennenswert.

Anspieltipps:

Mit “I'm a Hero”, “Unware” und “Redeemer from the Stars” fährt man hier am Besten.

Fazit :

Die Vorbilderbands der Jungs von ENFARCE sind ja aller Ehren wert und auf ihrem Debütalbum sind auch gute Ansätze erkennbar, aber leider bleibt es über die gesamte Spielzeit gesehen auch bei den selbigen. Ein paar starke Tracks machen halt noch keine Überplatte!
Zusätzlich ist der Gesang des Frontmanns noch recht gewöhnungsbedürftig und dürfte nur Kiske und HELLOWEEN Fans so richtig aus dem Sessel hauen.
Zusammenfassend also eine solide Leistung von ENFARCE, nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:






Trackliste:

01. Anthem
02. I’m A Hero
03. Gift of Prophecy
04. Holding Out For A Hero (Bonnie Tyler Cover)
05. Unaware
06. Redeemer From The Stars
07. All Hope Is Lost
08. Dawn Damage
09. Delusions of Reality
10. Moment of Darkening
11. Another Star Lights The Sky

Julian

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