Montag, 18. November 2013

ROADFEVER - Wolf Pack

Band: Roadfever
Album: Wolf Pack
Spielzeit: 59:45 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 22.11.2013
Homepage: www.roadfever.ch

Aus der Schweiz kommen diese drei Buben mit der Dame am Mikrofon. „Wolf Pack“ nennt sich das mittlerweile zweite Album des Quartetts. 2009 erschien bereits das Debüt „Wheels Of Fire“ in Eigenregie und ein Jahr darauf brachte man die DVD „Live In Geneva“ unter die Leute. Jetzt hat sich das deutsche Independent-Label Avenue Of Allies ROADFEVER geschnappt. Aber nicht nur einen Plattendeal hat die Band aus Genf jetzt in der Tasche, auch auf die Hilfe von bekannten Kollegen wie Mat Sinner oder Oliver Hartmann konnte man zählen. Zudem gewannen die Vier Achim Köhler für den Mix und das Mastering von „Wolf Pack“.

Neben der Britin Stevie (Manou) Pike an den Vocals zocken bei ROADFEVER noch David Pariat (Ex-SIDEBURN, guitars), Jessie Be (bass) und Pascal Bavaud (drums). Die Vier haben sich eine Mischung aus Classic Rock und Southern Rock auf die Fahnen geschrieben und starten mit dem Titeltrack sehr ambitioniert. Mit einem zornigen Refrain und düsterem Riffing beginnt der Silberling sehr vielversprechend. „The Dice Will Roll“ ist ein eingängiges Stück Rockmusik mit knackigen Gitarren und straffen Arrangements. ROADFEVER halten nichts von unnötigem Schnick Schnack sondern konzentrieren sich lieber auf das Wesentliche.

Das folgende „Wings Of An Eagle“ und speziell „Black Moon Breeze“ machen aber klar, dass sich der Sound nach relativ kurzer Zeit etwas abgenutzt hat. Das liegt weniger an der musikalischen Umsetzung sondern mehr an den oft gleichen Melodieführungen, die hier und da noch etwas mehr Raffinesse hätte vertragen können. Beim Duett von „Magic Sun“ mit Mat Sinner wird des weiteren deutlich, mit welchem Elan sich der Partner von Sängerin Stevie ins Zeug legt und damit die Messlatte extrem hoch legt. Damit möchte ich nicht sagen, dass die Frontfrau nichts drauf hat, aber ihre Stimme klingt oft sehr sonor und man hat das Gefühl, dass die Hingabe fehlt. Man kann Songs eben singen oder mit ihnen aufgehen und darin versinken. Letzteres vermisse ich bei vielen der 11 Nummern etwas.

Und so plätschern viele Songs ein bisschen dahin. „Warning Shot“ ist da eher ein Schüsschen und vor der anderen Seite bei „The Other Side“ hat sicher niemand mehr Angst. „Ride The Ocean“ allerdings entpuppt sich als gelungener Trip und bei „Brother“ kommt endlich das Gefühl ans Tageslicht, das bei anderen Songs fehlt.

„Wolf Pack“ beginnt recht stark, aber schon nach 2 Songs ist die Luft ziemlich raus und es gibt den ein oder anderen Langweiler zu überstehen. Ihre Instrumente beherrschen viele, Songs für die Ewigkeit indes schreiben nur die Wenige. Auf „Wolf Pack“ ist leider nicht viel vertreten, an das man sich in 10 Jahren noch mit einem Glänzen in den Augen erinnern dürfte.

WERTUNG:





Trackliste:

01.    Wolf Pack
02.    The Dice Will Roll
03.    Wings Of An Eagle
04.    Black Moon Breeze
05.    Magic Sun
06.    Warning Shot
07.    Drain Your Mind
08.    On The Other Side
09.    Ride The Ocean
10.    Brother
11.    Red Horse

Stefan

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