Montag, 14. April 2014

STOP STOP - Join The Party

Band: Stop Stop
Album: Join The Party
Spielzeit: 55:28 min.
Stilrichtung: Hair Metal, Hardrock
Plattenfirma: Metalapolis
Veröffentlichung: 17.04.2014
Homepage: www.stopstoptheband.com

Es gibt sie noch – diese rastlosen Vagabunden, die die ganze Welt abgrasen und denen kein Abenteuer zu groß ist. Geboren auf Menorca tingelte Jacob A.M. (vocals, bass) bald über Barcelona und Mailand ins gelobte Land nach Los Angeles, um sich dort erneut auf die Suche nach geeigneten Mitmusikern zu begeben. Alles ohne Erfolg, erst 2009 fand er – mittlerweile zurück in Spanien - in Gitarrist Vega einen Mitstreiter, der seine Visionen teilte und bald darauf stieg der aus Bulgarien stammende Drummer Danny Stix ein. 2010 sah das Debüt „Unlimited“ das Licht der Welt – ein rohes, ungeschliffenes Stück Rockmusik, das mit einer Mischung aus LIZZY BORDEN, DIAMOND REXX und den BACKSTREET GIRLS für Verzückung sorgte. Damals war als zweiter Gitarrist Mak G.G. in der Band, doch schon kurz nach dem Release des Albums haben sich STOP STOP zum Powertrio gesundgeschrumpft.

In der Folgezeit haben STOP STOP in Großbritannien eine neue Heimat gefunden, wo sie sich nicht nur eine große Fanbase aufbauen konnten sondern in Donna Holton – einer ehemaligen Freundin von GARY MOORE – eine große Unterstützerin gefunden haben. Zurück in Barcelona hat das Trio 2012 ihr zweites Album „Join The Party“ in Angriff genommen, das jetzt endlich veröffentlicht wird. Der Sound ist äußerst druckvoll geworden und nach wie vor ist das Organ des stets weiß geschminkten Jacob A.M. das Aushängeschild der Band, die eher im Streetrock Segment denn im Hair Metal unterwegs ist.

“Lost In The U.K.“ eröffnet die Partie mit Harleysound und Slidegitarren a ´la CINDERELLA. Aber schon bald ist wieder die rohe Wildheit zu spüren, die auch schon den Erstling ausgezeichnet hat. Nicht ohne allerdings eine dicke Portion Melodie in den Song zu pumpen. Das schnelle „Love Machine“ erinnert von der Härte her an den Opener des Debüts („Born To Rock“). Der Titeltrack ist ein Bastard aus Melodie und Härte mit Party-Attitüde. Ein Vorzeigesong, wenn man den Sound von STOP STOP beschreiben sollte. „Poser“ rechnet gleich mit der ganzen Welt, die nicht auf Rock´n Roll steht und ist ein richtiger Wutbrocken.

“Pigs Falling Down“ beginnt mit ein bisschen wie AC/DC´s „Hell´s Bells“ und begleicht alle offenen Rechnungen mit den Politkern dieser Erde. Das stilsichere „Toilet Party“ ist herrlich inkorrekt und nebenbei ein starker Song. Gefälliger Rock´n Roll wird bei „In´N´Out“ zelebriert. Nach der Ballade „Coming Home“ kann „Lola“ noch mal so richtig nach vorne rocken bevor sich „With You“ in akustischem Gewand präsentiert. Das sind doch mal ganz neue Töne aus dem STOP STOP Lager. Mit „Diane“ folgt ein geradeaus rockendes Highlight, das abermals bei AC/DC wildert – stark! Nach dem aufmunternden „Bad Hair Day“ bleibt noch Platz für die abschließende Ballade „My Friend“ – noch einmal komplett akustisch und ohne Schnick Schnack.

“Join The Party“ eröffnet dem Hörer mehr Abwechslung als das Debüt, welches allerdings sehr stark war. Daran können STOP STOP allerdings anschließen, sie präsentieren sich gereifter und verfeinern ihre Song mit mehr Details. Die Jungs sind definitiv ein Geheimtipp, der hoffentlich bald keiner mehr sein wird. Nach dem starken Debüt haben STOP STOP weiter hart an sich gearbeitet und sich den Arsch abgetourt, was auch dem neuen Album zu Gute gekommen ist.

WERTUNG:






Trackliste:

01. Lost In The U.K.
02. Love Machine
03. Join The Party!
04. Poser
05. Pigs Falling Down
06. Toilet Party
07. In´N´Out
08. Coming Home
09. Lola
10. With You
11. Diane
12. Bad Hair Day
13. My Friend

Stefan

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