Montag, 13. Januar 2014

BASTARDOGS - No Pain No Gain

Band: Bastardogs
Album: No Pain No Gain
Spielzeit: 36:55 min.
Stilrichtung: Hair Metal
Plattenfirma: Street Symphonies
Veröffentlichung: 17.12.2103
Homepage: www.facebook.com/BastardogsGE

Stolz verkündet die italienische Sleazecombo BASTARDOGS auf dem Cover ihres Debüts „No Pain No Gain“, dass sie gesucht werden, tot oder lebendig. Und das für eine ordentliche Summe Cash: 1 Mio Dollarlarlar. Hui, wenn ich mir so anschaue, für was die Jungs gesucht werden, verstehe ich das hohe Kopfgeld natürlich. OK, die Idee mit dem Steckbrief ist natürlich nicht neu, genauso wie der Sound des Quartetts aus Genua, der irgendwo zwischen der ersten MÖTLEY CRÜE, WRATHCHILD und ähnlichen Kapellen liegt. Im Sommer 2010 wurde die Band von Andy (guitars), Bonne (vocals, guitars) und Atta (drums) gegründet und bereits nach einigen Proben entstand ein 3-Track Demo. Nach ein paar Umstrukturierungen steht nun dieses Line-Up plus Bassist Cosme auf dem Beipackzettel zu diesem Longplayer.

Der Opener „N.U.S.U.“ beginnt kraftvoll und flotte Lotte, gipfelt in seinem Refrain aber leider in einem dreisten Plagiat von HAMMERFALL´s „Hearts On Fire“. Mit „Sex Machine“ nehmen die Jungs den zweiten Anlauf, sich in die Herzen der Hörer zu spielen – die Zutaten bleiben nahezu gleich. Ein Song, der stramm nach vorne marschiert und sich einen Teufel um Eingängigkeit und bleibende Eindrücke schert. Ob das auf Dauer gut geht? Aber wollen wir mal nicht alles schlecht reden, denn „Sex Machine“ rockt wie die Hölle. Mit nahezu identischem Riffing wartet das folgende „Last Night“ auf und schön langsam schwant mir, dass die Herrschaften nicht sonderlich viel Wert auf Abwechslung legen. Als Teaser vor dieser Besprechung hatte ich lediglich einen Song gehört, der recht positiv klang. Kommen wir aber zuerst zu „Bad Boys“, einem Song, der bereits auf dem ersten Demo vertreten war. Und siehe da, die BASTARDOGS können auch anders. Zwar wird die Nummer sicher kein Hit, aber das Grundrezept ist schon mal ein anderes. In „Drinkin´ My Brain Off“ greifen sie allerdings wieder auf die bekannten Zutaten zurück und der Refrain klingt schon etwas schräg.

Erst mit „Edge Of Youth“ gelingt den Italienern ein Hingucker bzw. –hörer. Cooles Riffing und ein komplett anderer Songaufbau gepaart mit einem ambitionierten Text machen daraus ein kleines Highlight. Der Song handelt übrigens vom frühen Tod von CRASHDIET´s Dave Lepard und anderen Kollegen. Etwas später platziert erwartet mich der Vorabsong „Bite You Down“. Und noch immer kann ich dem Stück gute Noten geben. Auf das komplette Album bezogen muss ich allerdings zugeben, dass mich die ewigen Wiederholungen und die oft fehlende Spannung doch enttäuscht haben. Daran kann auch das abschließende „Zombietown“ – das etwas auf „episch“ getrimmt wurde – nicht viel ändern.

Die BASTARDOGS machen auf ihrem Debüt „No Pain No Gain“ einiges richtig, lassen aber auch gewaltig Luft nach oben. Für Genrefanatiker sicher eine gute Gelegenheit, sich mit einem weiteren Hairmetal Scheibchen einzudecken, das das Prädikat „Untergrund“ verdient hat. Aber bei dem derzeitigen Level werden die Jungs diesen auch nicht so schnell verlassen können. Die Passion ist da, es fehlen allerdings zwingende und herausragende Songs, um das Unternehmen BASTARDOGS weiter vorantreiben zu können.

WERTUNG: 





Trackliste:

01.    N.U.S.U.
02.    Sex Machine
03.    Last Night
04.    Bad Dogs
05.    Drinkin´ My Brain Off
06.    Snakehead
07.    Edge Of Youth
08.    The Pit
09.    Bite You Down
10.    Zombietown

Stefan

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