Freitag, 25. Oktober 2013

LESLIE WEST - Still Climbing

Band: Leslie West
Album: Still Climbing
Spielzeit: 42 min
Stilrichtung: Blues Rock
Plattenfirma: Mascot Label Group
Veröffentlichung: 25.10.2013
Homepage: www.facebook.com/lesliewestmountain

In der ersten Hälfte dieses Jahres hatte ich schon den Eindruck, dass es ein gutes Jahr werden wird. Okay, für die Kartoffelbauern in der Schweiz hat es nicht gepasst, aber musikalisch ergoss sich bisher ein solcher Hammerregen, dass das nur enorme Früchte tragen wird.
Eines der absoluten und geilsten Alben wird am 25. Oktober erscheinen und den Markt erobern. LESLIE WEST bringt seine 16. Scheibe auf den Markt – die Alben mit MOUNTAIN nicht mitgerechnet.
Jepp, und jetzt knallt sich in voller Unschuld ein Hammer-Silberdollar in meine Gehörgänge, pflügt sie durch und lässt keinen Stein auf dem Anderen.
Klar, LESLIE WEST ist ein Urgestein, hat auf Woodstock gespielt, ist bekannt für seine illustren Gäste und hat 2012 mit „Unusable Suspects“ ein cooles Album aufgelegt. Mit seiner neuen CD erklimmt er den Olymp der Gitarrenheroen aber endgültig. So überrascht auch der Titel; „Still Climbing“ – wohin denn bitte noch?
Werfen wir zuerst einen Blick auf die Gästeliste. Zuerst ist da Dylan Rose von ARCHER, der bei „Don’t Ever Let Me Go“ ein Solo spielt – ein atemberaubendes übrigens.
Dee Snider von TWISTED SISTER begleitet dann auf „Feeling Good“, während der ausgesprochen talentierte Bluesgitarrist JONNY LANG – seines Zeichens Wunderkind – mit ihm zusammen den PERCY SLEDGE Klassiker „When A Man Loves A Woman“ zum Besten gibt. Der eröffnete mir in einem Interview, dass LESLIE WEST entschieden hätte, den Song zu spielen. Er habe einfach zugesagt, mit ihm zu spielen und singen, was er wolle. Der Junge hat ein Gottvertrauen…
„Busty, Disgusted Or Dead“ wird dann mit der Rocklegende JOHNNY WINTER aufgebohrt und „last but not least“ verstärkt MARK TREMONTI von CREED und ALTER BRIDGE beim Opener „Dyin' Since The Day I Was Born“.
Illustre Gäste allein garantieren aber noch  nicht für eine klasse Scheibe. Da braucht es auch die richtigen Songs, seien es nun selber geschriebene oder gecoverte.
Und das macht Herr West dann auch wieder korrekt, wobei sich hier eine Schwäche des Albums zeigt: „Rev Jones Time (Over The Rainbow)“ hätte nicht sein müssen. Das ist zwar ein schöner Song und die Interpretation geht in Ordnung – wirklich gelungen ist das aber nicht. Dieser Patzer verhindert eine klare 10 von 10 meinerseits.
Sonst gibt es an dem Album überhaupt nichts zu meckern. Da ist Rock drin, verflucht viel Blues von der besten Art, sind schnelle Nummern wie die erwähnte „Don't Ever Let Me Go“ ebenso vertreten wie Midtempo-Tracks oder langsame Geschichten - „When A Man Loves A Woman“ sie hier noch einmal genannt oder das wundervolle „Fade Into You“.
Kein Highlight zwar, aber eine spannende Nummer ist „Long Red“, der Song könnte auch von einem der modernen, rockigen Country & Western-Grössen sein. Letztlich drückt aber auch hier die jaulende und einmalige Bluesgitarre durch.
West war beim Album auch puristisch; kein Effektgerät sollte zwischen seine DEAN-Gitarren und die BLACKSTAR-Amps kommen. Also distorted, wie wir das früher in Ermangelung der entsprechenden Pedale auch produziert haben.
Sei es nun in technischer Hinsicht, sei es bei der Auswahl der Gäste, sei es bei der musikalischen Gestaltung – LESLIE WEST hat wieder einmal ein Meisterwerk geschaffen, das von der ersten bis zur beinahe letzten Minute für Spass garantiert.
Kaufen ist da angesagt!

WERTUNG:  





Lineup:
Leslie West
Gastmusiker:
Johnny Winter, Mark Tremonti, Dee Snider, Jonny Lang und Dylan Rose - (Vocals, Guitar, Drums)

Trackliste:

1.    Dyin’ Since The Day I Was Born (With special guest Mark Tremonti)
2.    Busted, Disgusted or Dead (With special guest Johnny Winter)
3.    Fade Into You
4.    Not Over You At All
5.    Tales Of Woe
6.    Feeling Good (with special guest Dee Snider)
7.    Hatfield or McCoy
8.    When A Man Loves A Woman (With special guest Jonny Lang)
9.    Long Red
10.    Don’t Ever Let Me Go (With special guest Dylan Rose)
11.    Rev Jones Time (Somewhere Over The Rainbow)

Danny

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