Freitag, 6. April 2012

DESERT - Star of delusive Hopes

Band: Desert
Album: Star Of Delusive Hopes
Spielzeit: 43:16 min
Plattenfirma: eigene Produktion
Veröffentlichung: 02. Januar 2011

Eine israelische Band, die in Israels Industrie- und Kulturzentrum Beer-Sheva gegründet wurde, eine der größten Städte Israels. Diese liegt am Rande des Wüstensandes, durch den Moses sein Volk vor Jahrtausenden geführt hat, um im gelobten Land ansässig zu werden: der Wüste Negev. Die Truppe selbst besteht aus Alexei Raymar (Gesang), Oleg Aryutkin (Keyboard), Sergej Dmitrik (Bass), Zohar Telor (Schlagzeug) und Sergej „Metalheart“ Nemichenister (Gitarre). Es wurden bereits mehrere Alben vor „Star Of Delusive Hopes“ von verschiedenen Labels herausgebracht.
Im Grunde passt das Cover zu den heroischen Gesängen: Zwei geflügelte Menschen im Wüstensand, wovon einer den anderen mit einem Schwert verletzt hat und dieser sterbend (?) vor ihm liegt.
Die Stimme von Alexei Raymar klingt tief und unterstreicht bewusst den Heroismus, der besungen wird. Sie klingt tief, aber unnatürlich und verhalten, immer ein wenig bedeutungsschwanger. Spielen können die Musiker. Jeder beherrscht sein Instrument. Allerdings muss hinzugefügt werden, dass es nicht allzu viel Abwechslung im musikalischen und stimmlichen Bereich gibt. Jeder Song ist bedeutungsschwanger und erzählt von Heldentaten und –toden. 
 Bei „Letter Of Marque“ hört man zwar mit den Drums einen anderen Einstieg, aber dann geht auch dieser Song in den üblichen Musikmatsch über. Auch bei „Victim Of The Light“ bemüht man sich anfangs mit Sprechen um Originalität, die aber schnell hinüber ist, sobald die übliche Musik und der übliche Gesang beginnen. Bei „Whispers“ wachsen Desert beinahe über sich hinaus: Man imitiert eine Radioansage, die Stimmlage ändert sich einmal – und dann eben wieder der Brei, den wir vom ganzen Album bereits kennen. Auch bei „Lament For Soldier’s Glory“ (ein Titel, der mir einen Schauer über den Rücken jagt) ein Anfang mit angenehmen Gesang und Keyboard. Dann wieder Matsch... Zwischendurch ist Raymars Stimme zwar immer mal wohltuend unterlegt und dadurch weicht der Gesang angenehm vom sonstigen Gedröhne ab, aber lange hält das ja leider nicht an. Mit „Star Of Delusive Hopes“ erreicht man das Highlight – und zwar nicht, weil es eine besonders starke Leistung ist, sondern weil das Ende des Albums endlich erreicht ist.
„Star Of Delusive Hopes“ ist ein Album, das zu einer melancholischen Stimmung passt bzw. den Hörer in diese Stimmung treiben kann.
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Anspieltipps: “Letter Of Marque”, Whispers”, “Lament For Soldier’s Glory”

Fazit :  Ein ödes Album, das einem einen sonnigen Tag trübe machen kann. Zwei Punkte. Der erste, weil die Musiker Noten spielen können und der Sänger die Töne trifft. Der zweite, weil es immer noch eine Steigerung zum Schlechteren gibt.

WERTUNG:





Trackliste:

  1. The Unsubdued 4:57
  2. Massada Will Never Fall 4:47
  3. Letter Of Marque 5:34
  4. Victim Of The Light 5:33
  5. Release Me 4:16
  6. Soul Of A Wanderer 5:36
  7. Whispers 5:24
  8. Lament Of Soldiers Glory 4:36
  9. Star Of Delusive Hopes 4:33

Sandra

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