Mittwoch, 4. April 2012

ANKOR - My Own Angel

Band: Ankor
Album: My Own Angel
Spielzeit: 44:33 min
Plattenfirma: STF Records
Veröffentlichung: 28.10.2011
Homepage: www.ankor.es

Nach mehreren Demos und ihrem Debüt „Al Fin Descansar“ in der spanischen Landessprache ist es für ANKOR aus dem schönen Tarragona (Nähe Barcelona) nun soweit, um mit „My Own Angel“ auch international eine Duftmarke zu setzen. Das Sextett bringt dabei einen teilweise recht wilden Stilmix mit, denn neben der klassischen Powermetal-Ausrichtung gibt es auch noch Ausflüge in andere Gefilde. Dazu aber in der Besprechung der einzelnen Songs mehr.

Den Anfang macht „Remaining“ ein schneller Nackenbrecher, der neben Powermetal noch Growls von Gitarrist und Songschreiber David Romeu enthält und mit diversen Stakkattoriffs gut und gerne auch für Freunde gepflegten Metalcores geeignet ist. Mich stören diese Growls total, denn sie passen nicht zum Grundton. Der Refrain und speziell Sängerin Rosa De La Cruz können den Song aber trotzdem rumreißen. „Completely Frozen“ kann aber nicht an die Frische des Openers heranreichen. Zu viele Wirrungen und Windungen innerhalb des Stücks machen es zerissen. Das setzt sich leider fast über das komplette Album fort. Am schlimmsten ist es bei „It Would Be Easier“, „Pride“, „Reborn“ oder „No Matter What“, wo es aus heiterem Himmel eine kurze Black Metal Salve an die Birne gibt. Hier ist kaum mehr von Mittelmaß die Rede. Der Titeltrack kann sich dagegen aber herausheben. Hier wird gediegen gerockt, ja genau: gerockt. Keine Growls, kein vertrackter Um-1000-Ecken-Metal sondern nur gefühlvoll vorgetragen. Das bleibt auch im Kopf.

Aber 2 weitgehend gute Songs reichen bei Weitem nicht aus, um sich international durchsetzen zu können. Auch gleicht die Suche nach dem geeigneten Stil als Irrfahrt über das ganze Album. Stilmix ist ja was schönes, aber dann bitteschön so, dass man nicht alle 2 Minuten meint, ne andere Platte im Player zu haben. Mit der großen Karriere warten wir also noch etwas, denn ein Album wie „My Own Angel“ kann nur unter dem Gesichtspunkt der Instrumentenbeherrschung mithalten. Hier fehlt definitiv ein starker Songwriter.

WERTUNG: 




Trackliste:

1.Remaining
2.Completely Frozen
3.It Would Be Easier
4.Awaiting Your Awakening
5.No Matter What
6.My Own Angel
7.Pride
8.Reborn
9.Against The Ground
10.Starting Over

Stefan

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