Montag, 6. Juli 2015

BITERS - Electric Blood

Band: Biters
Album: Electric Blood
Spielzeit: 35:07 min.
Stilrichtung: Hardrock, Classic Rock, Hair Metal
Plattenfirma: Earache Records
Veröffentlichung: 07.08.2015
Homepage: www.facebook.com/biters

Man nehme ein bisschen Siebziger-Rock, ein wenig Glam und Glitzer und ab und zu eine Prise Punkrock, und schon ist ein neues Gebräu fertig, das auf den Namen BITERS hört. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, obwohl der Sound der Amis grob so umschrieben werden kann. Die Band aus Atlanta lässt in ihrem Sound auch Helden wie THIN LIZZY hochleben, in dem sie immer wieder feine Double-Leads in den Ring wirft oder sich mit lässigen Songstrukturen am Vermächtnis eines TOM PETTY reibt. Man könnte wohl noch eine Zeit mit Vergleichen weitermachen, gerecht wird es der Platte nur bedingt.

Mit „Electric Blood“ haben die BITERS nach ein paar Singles und vier EP´s ihr erstes Langspielalbum aufgenommen. Darauf zu finden eben dieser lockere Soundmix, der sich zwar an der Retrospektive der Rock´n Roll Welt orientiert, aber auch genau so in die heutige Zeit passt. Das zeigt nicht nur ein Song wie „Low Lives In Hi Definition“, dessen Text mit der hochglänzenden sowie sinnfreien TV-Unterhaltung der Gegenwart abrechnet. Aber auch offensichtlich in der Vergangenheit spielende Nummern wie „1975“ (ui, das Geburtsjahr des Rezensenten) oder die KISS-Hommage „Loose From The Noose“ sowie das an LIZZY angelehnte „Space Age Wasteland“ sind schöne Sommerhymnen. Dazu kommen weitere Highlights wie die erste Single „Restless Heart“ (ein Ohrwurm vor dem Herrn) oder der äußerst gelungene Titeltrack, das gefällige „Heart Fulla Rock´n Roll“ oder die Punkballade (!!!) „The Kids Ain´t Alright“.

Die BITERS machen auf ihrem Erstling „Electric Blood“ sehr vieles richtig und musizieren mit einer Lockerheit drauf los, die wohl nur eine Band an den Tag legen kann, die voll im Saft steht. Das tun die Amis aktuell ganz sicher und somit wird dieser Silberteller so manches Mal bei der heimischen Grillparty laufen, dafür ist „Electric Blood“ prädestiniert.

WERTUNG: 






Trackliste:

1. Restless Hearts
2. 1975
3. Heart Fulla Rock´n Roll
4. Dreams Don´t Die
5. Electric Blood
6. The Kids Ain´t Alright
7. Low Lives In Hi Definition
8. Time To Bleed
9. Loose From The Noose
10. Space Age Wasteland

Stefan

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