Montag, 20. Februar 2012

HUMAN TEMPLE - Halfway To Heartache

Band: Human Temple
Album: Halfway To Heatache
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 24.02.2012
Homepage: www.humantemple.com

2 Jahre nach ihrem zweiten Album „Murder Of Crows“ klopfen die finnischen Hardrocker von HUMAN TEMPLE erneut an, um den Nachfolger „Halfway To Heartache“ zu präsentieren. Immerhin haben die Fans nicht wieder lange 6 Lenze warten müssen, um ein neues Album in Händen halten zu können. Auch das Line-Up ist relativ stabil geblieben: Janne Hurme (v.), Risto Tuominen (g.), Kalle Saardinen (d.) (der Petri Sehto ersetzt), Jori Tojander (k.) und Harri Kinnunen (b.) bilden HUMAN TEMPLE anno 2012. Als Gastmusiker wird NIGHWISH´s Emppu Vourinen genannt, der auch die Kings Of Tennis Metal BROTHER FIRETRIBE ins Leben gerufen hat (wann kommt denn da mal wieder was Neues???).

Mit „I Will Follow“ beginnt die Scheibe recht flott und eingängig und kann im Mittelteil sogar mit einigen Prog-Elementen punkten – die Nummer ist ungewöhnlich hart für die Band, aber saustark. „Bleeding Through“ ist ein schöner Midtempo-Song, der zu gefallen weiß. „Like A Beat Of A Heart“ fällt allerdings etwas ab. Das Stück hat mit einem sehr mittelmässigen Refrain zu kämpfen. Das relaxte „Our World Our Time“ kann aber wieder etwas Boden gut machen. Was aber beim folgenden „Almost There“ nicht der Fall ist. Abermals verfangen sich die Finnen in Belanglosigkeit und bieten biedere Hausmannskost, die schon 100 mal durch die Gehörgänge geflitzt ist, sie aber auch genau so schnell wieder verlassen hat. Da kann auch die langweilige Umsetzung des FLEETWOOD MAC Hits „Little Lies“ nichts helfen. Leider schippert „Halfway To Heartache“ in diesem Fahrwasser weiter, denn Songs wie „Run Away“, „Misery“ oder „She Talks To Angels“ sind Massenware ohne Wiedererkennungswert. „Some Things Are Never Long Time Ago“ kann sich etwas abheben und an die ersten beiden guten Songs anknüpfen. Dazwischen macht sich Langeweile breit.

Schade, nach dem ganz passablen Vorgänger hätte ich echt mehr erwartet. Leider ist auch nicht vermerkt, inwiefern sich Herr Vourinen hier eingebracht hat, denn das Songwriting hätte ihn teilweise nötig gehabt (oder hat er sich dort verdingt?). So bleibt ein fader Beigeschmack bei den meisten Songs. Eine Handvoll Stücke hauen allerdings auch mächtig auf den Busch. Ein ganz knapper Siebener, weil es mir um die starken Songs echt leid tut.

WERTUNG:




Trackliste:

1.I Will Follow
2.Bleeding Through
3.Like A Beat Of A Hear
4.Our World Our Time
5.Almost There
6.Run Away
7.Little Lies
8.Because Of You
9.Misery
10.Some Things Are Never Long Time Ago
11.She Talks To Angels

Stefan

Freitag, 17. Februar 2012

FREEDOM CALL - Land of the Crimson Dawn

Band: Freedom Call
Album: Land of the Crimson Dawn
Spielzeit: 70:00 min
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 24.02.2012
Homepage: www.freedom-call.net

Ja, ja die guten FREEDOM CALL rund um Gitarrist und Gründer Chris Bay sind eine Band die schon immer polarisierten. Die einen hassen sie, die anderen lieben sie. Ich zähle mich zu den letzteren. Deswegen war ich auch so auf das neue Album „Land of the Crimson Dawn“ gespannt, ist es doch das erste Album da komplett ohne den Einfluss von Gründungsmitglied und Drummer Daniel Zimmermann entstand.
Ich glaube die Callers genau vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen, im Jahr 1999 erschien ihr Debütalbum „Stairway to Fairyland“ und bis heute brachte es die Band auf ganze 8 Veröffentlichungen. Eine stolze Zahl in 13 Jahren.
Die Band präsentiert uns wie immer, Melodic Metal mit allem was dazugehört, Keybaords, fein ausgearbeiteten Melodien, sowie Ohrwurmrefrains.
Mit dem neuen Album möchte man, nachdem sehr düsteren und melancholischen Vorgänger „The Legend of the Shadowking“, wieder etwas mehr abwechslungsreicher, melodischer und fröhlicher werden. Bevor wir schauen ob das geklappt hat, ein kurzer Blick auf die Bandaufstellung. Da hätten wir Chris Bay (Gesang, Gitarre), Lars Rettkowitz (Gitarre), Samy Saemann (Bass) und Klaus Sperling (Schlagzeug).
Ohne große Einleitung kommen die Jungs gleich beim ersten Track „Age of the Phoenix“ zur Sache. Eigentlich ist das ganze ein schneller, typischer FREEDOM CALL Song. Ein Fantasy Thema, mit feinen, eingängigen Melodien und einem Mitsingchorus. Nicht überragend, als Opener geht das Ganze aber vollkommen in Ordnung.
Mit „Rockstars“ folgt dann ebenfalls eine recht eingängige Nummer, die mit einem Ohrwurmchorus daher kommt und mit ein paar interessanten Gesangslinien auffällt.
Der beiden ersten Volltreffer folgen dann mit dem anschließenden Titeltrack „Crimson Dawn“ und wenig später „Back into the Land of Light“. Hier gehen die Jungs wieder voll aufs Ganze. Feine Instrumentalisierung, angenehme Melodien, mehrstimmige Chöre und Keyboarduntermalung vom Feinsten. Der langgediente FREEDOM CALL Fan wird diese Nummer lieben!
Coole FREEDOM CALL typischen Midtemposong's findet man dann in den folgenden „Hero on Video“ und „Rockin Radio“. Beides auch absolute Ohrwürmer.
Im Schlussdrittel der Platte kann man ebenfalls mit guten Songs aufwarten. Das Abschlusspackage „Space Legends“ und „Power & Glory“ sind dort auf jeden Fall hervorzuheben und damit wird die starke Platte auch gekonnt abgeschlossen.

Anspieltipps:

Jede Menge guter Songs tummeln sich auf den neuen Werk von FREEDOM CALL, darunter fallen auf jeden Fall der Titeltrack “Crimson Dawn”, “Hero on Video”,  “Rockin' Radio” und „Power & Glory“.

Fazit :

Das neue FREEDOM CALL Album ist ähnlich stark geworden, wie der Vorgänger “The Legend of the Shadowking”. War es auf dem Vorgänger eher geschichtsträchtige Themen, beackert man hier wieder alltagsübliche Themen.
Nach wie vor wissen die Jungs um Chris Bay absolut mit Melodien und eingängigen Songs umzugehen und zaubern dem Zuhörer hier über 1 Stunde ein Lächeln ins Gesicht.
Fans werden sich das Album eh holen und für jeden FREEDOM CALL Hasser sei gesagt, manch ernstere Bands können sich an diesen Jungs echt ein Beispiel nehmen!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Age of the Phoenix
02 .Rockstars
03. Crimson Dawn
04. 66 Warriors
05. Back into the Land of Light
06. Sun in the Dark
07. Hero on Video
08. Valley of Kingdom
09. Killer Gear
10. Rockin` Radio
11. Terra Liberty
12. Eternity
13. Space Legends
14. Power & Glory

Julian

NITROGODS - Nitrogods

Band: Nitrogods
Album: Nitrogods
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 24.02.2012
Homepage: www.nitrogods.de

Oh ha, na das kann ja heiter werden! Drei Männer, drei Instrumente und die pure Power von Rock N Roll und Heavy Metal. Noch dazu sind die drei Jungs von NITROGODS wahrlich keine Unbekannte im Business. Aber der Reihe nach.
NITROGODS bringen dieser Tage ihr selbstbetiteltes Debütalbum auf den Markt auf dem sie eine ganz klare Message vertreten. Weg von den ganzen Computergestützten Produktionen, hin zu ehrlichen, handgemachten Rock und Metal!
Somit findet man auf dem Album 12 Nummern voll von bratenden Gitarrenriffs, ungekünstelten Drums und pumpenden Bassläufen und dazu noch der unverwechselbare Gesang, der rau und erdig klingt. Da werden natürlich gleich Vergleiche mit MOTÖRHEAD oder ROSE TATTOO gezogen werden.
Die Männer hinter NITROGODS sind Henny Wolter (Gesang, Gitarre, THUNDERHEAD, Ex SINNER, Ex PRIMAL FEAR), Klaus Sperling (Schlagzeug, Ex SINNER, EX PRIMAL FEAR, FREEDOM CALL) und Claus „Oimel“ Larcher (Gesang, Bass). Man konnte auch zwei Gastmusiker für das Debüt gewinnen, Dan McCafferty (NAZARETH) und ´Fast` Eddie Clarke (MOTÖRHEAD, FASTWAY D) wirkten auf dem Debütalbum mit.
Genug gelabert, steigen wir gleich mit dem ersten Track „Black Car Driving Man“ in die Scheibe ein. Und hier wird uns gleich gezeigt wo der Hammer hängt, rockige Riffs, paaren sich mit dem pumpenden Bass und dem genauen Spiel der Drums. Dazu kommt noch der absolut unverwechselbare Gesang von Oimel, der Mann muss wirklich Stahlnägel gegurgelt haben...einfach eine Nummer voll auf die Zwölf und ein perfekter Appetithappen für das was danach noch folgt.
Mit der nächsten Abrissbirne, bezeichnenderweise „Demolition Inc.“ geht es auch direkt im Takt weiter. Das Gaspedal wird hier noch ein wenig mehr durchgetreten und der Chorus ist hier auch ein wenig zwingender und bleibt besser im Ohr hängen. Von daher haben wir hier den ersten Volltreffer zu verbuchen.
Wir springen gleich zu „Gasoline“ welches einen geilen Groove besitzt und dieses Mal von Henny gesungen wird. Eine schöne Abwechslung.
Nun folgt bei „Whiskey Wonderland“ der Auftritt von Dan McCafferty und der Song ist wie für ihn gemacht, rau, erdig und nach Rock N Roll klingt der Song. Äußerst coole Nummer.
Was finden wir noch auf der Platte? Das eingängige „Licence to play loud“ gleich im Anschluss z.B., der Arschtritt Song „Lipsynch Stars“ (gerichtet an alle Playback Bands da draußen), das groovige „The Devil dealt the Deck“ oder der krachende Abschlussdoppelpack bestehend aus „Wasted in Berlin“ und „Zombietrain“.
Alles Songs, die absolute Volltreffer sind und auf keiner Metalparty fehlen sollten!

Anspieltipps:

Einen bunten Strauß erstklassiger Songs finden wir hier auf dem Debütalbum der NITROGODS. Darunter fallen z.B. “Demolition Inc.”, “Gasoline”, “Lipsynch Stars” “Licence to play loud” oder “Wasted in Berlin“.

Fazit :

Auch wenn ich eher im Power Metal Genre daheim bin, so ab und an darf es dann doch eine Portion erdigen Heavy Rocks sein. NITROGODS bietet uns auf ihrem Debütalbum genau das, was sie uns vollmundig vorab versprochen haben. Erdigen Heavy Rock ohne viel Schnick Schnack. Für jede Metalparty ist diese Platte ein Bereicherung, ach was sage ich, die NITROGODS selbst sind eine Bereicherung für die vielleicht etwas zu sterile Metal Szene.
Nicht nur Freunde von Lemmy und Co werden an der Platte auf jeden Fall Gefallen finden.

WERTUNG:





Trackliste:

01. Black Car Driving Man
02. Demolition Inc.
03. At Least I´m Drunk
04. Gasoline
05. Whiskey Wonderland
06 .Licence To Play Loud
07. Lipsynch Stars
08. The Devil Dealt The Deck
09. Rifle Down
10. Riptide
11. Wasted In Berlin
12. Zombietrain

Julian

LYRIEL - Leverage

Band: Lyriel
Album: Leverage
Spielzeit: 37:50 min
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 24.02.2012
Homepage: www.lyriel.net

Wenn man eine Symphonic/Gothic Metal Band aus Deutschland mit weiblicher Frontfrau kennen muss, dann sind das LYRIEL. Die Band hat nun auch schon einige Jahre auf dem Buckel, gegründet wurden sie 2003, und präsentiert uns dieser Tage ihr mit Spannung erwartetes viertes Album „Leverage“, welches gleichzeitig das Labeldebüt beim neuen Label AFM Records darstellt.
Das letzte Album „Paranoid Circus“ datiert aus dem Jahre 2010, brachte der Band einiges an positiver Presse und man stieg in die Bell Etage der deutschen Gothic Metal Bands auf. Alleine der Videoclip zum Titelstück wurde in wenigen Monaten mehr als eine halbe Millionen mal aufgerufen, was glaube ich den Stellenwert der Band nur unterstreicht.
Mit dem neuen Album möchte man abwechslungsreicher, melodischer und ein wenig härter klingen. Wir werden später schauen, ob das der Band gelungen ist.
Zuvor sei noch erwähnt das man mit Thomas Lindner (SCHANDMAUL) einen Gastsänger an Bord hat, der mit Sängerin Jessica ein deutsches Duett zum Besten gibt.
Die aktuelle Bandzusammenstellung liest sich so, Jessica Thierjung (Gesang), Linda Laukamp (Cello), Oliver Thierjung (Gitarre), Markus Fidorra (Schlagzeug), Martin Ahmann (Keyboard), Joon Laukamp (Geige) und Tim Sonnenstuhl (Bass).
So genug der Vorreden, steigen wir gleich mit dem ersten Track, dem „Intro“ in die Platte ein. Hier wird nur Stimmung erzeugt und runtergezählt bis es dann beim Titeltrack „Leverage“ gleich zur Sache geht. Harte Riffs wechseln sich mit treibenden Drums ab und über allen trohnt der Gesang von Frontfrau Jessica. Auf jeden Fall ist die Nummer ein Volltreffer und ein würdiger Titeltrack!
Beim folgenden „Parting“ gibt es ein paar Mittelaltereinflüsse zu hören, die dem Song gut zu Gesicht stehen. Es entsteht eigentlich eine gute Mischung zwischen rockigen und mittelalterlichen Klängen und der Chorus ist auch absolut gelungen und lädt zum mitsingen ein.
Einen ordentlichen Schub Härtegrad zusätzlich hat „Voices in my Head“ erfahren. Hier wird immer mal wieder gerockt und geschreddert was die Gitarren her geben und auch der Gesang ist ein wenig zwingender. Ansonsten gibt es hier aber Business as usual ala LYRIEL.
In der Mitte des Albums hat man dann zwei deutschsprachige Songs platziert. Bei „Aus der Tiefe“ stemmt Jessica das Ding noch alleine, bei „Wenn die Engel fallen“ erhält sie aber prominente Unterstützung durch den schon angesprochenen Thomas Lindner.
Mit dem schönen Doppelpack „Side by Side“ und „Repentance“ entlassen uns LYRIEL aus ihrem neuen Album und auch hier zeigen sie das mit ihnen gerechnet werden muss, wenn man die besten Gothic Metal Band's aus Deutschland aufzählt.

Anspieltipps:

Es gibt hier recht viele starke Songs, ein wenig hervorstechen tun aber “Leverage”, “Parting”, “Wenn Engel fallen” und “Repentance”.

Fazit :

Gothic Metal ist eigentlich nicht so mein Gebiet. Aber LYRIEL schaffen es mit ihrem neuen Album mich doch zu fesseln und mal ein wenig genauer hinzuhören. Sie mixen gekonnt mittelalterliche Einflüsse mit Metalklängen und haben auch Überraschungen in Form der deutschsprachigen Lieder auf Lager.
Der klare, ausdrucksstarke Gesang von Fronterin Jessica trägt natürlich auch dazu bei das das Album absolut gelungen ist.
In Summe kann man LYRIEL einfach nur gratulieren, Symphonic/Gothic Anhänger sollten die Scheibe auf jeden Fall antesten!

WERTUNG:





Trackliste:

01 .Intro
02. Leverage
03. Parting
04. Voices In My Head
05. The Road Not Taken
06. White Lilly
07. Aus Der Tiefe
08. Wenn Die Engel Fallen
09. Side By Side
10. Repentance

Julian

Montag, 13. Februar 2012

TOWER CITY - The Ones That Matter

Band: Tower City
Album: The Ones That Matter
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 20.12.2011
Homepage: www.towercity-colorvine.com

Ja, das kommt mir ja richtig gelegen: da habe ich schon seit längerer Zeit im Kopf, mal etwas über die beiden verschollenen Scheiben des amerikanischen Trios TOWER CITY zu schreiben und prompt kommt eine neue Best Of Compilation daher. Eine gute Gelegenheit also für alle, die die Band bisher nicht kannten oder einfach wieder mal „alte“ Zeiten aufleben lassen möchten. Gegründet 1988 haben die Brüder Larry und Heath Saltis zusammen mit Tim Paul Weiner zwischen 1996 und 1998 zwei tolle Platten eingespielt, die auf die Namen „Little Bit Of Fire“ und „All Or Nothing“ getauft wurden. Erstere ist für mich eine der besten AOR/Melodicrock Scheiben der späten Neunziger. Das wird auch auf der neuen Best Of schnell klar.

Denn vom Erstling sind gleich 9 Stücke anzutreffen. Auf dem Original waren 13 Songs, es kann also von leichtem Übergewicht des Debüts gesprochen werden. Aber auch die 3 Vertreter des Zweitwerks können überzeugen. So weit, so gut, denn eigentlich erzähle ich den Kennern der Szene absolut nichts neues. Bevor ich aber auf die 4 Neulinge auf „The Ones That Matter“ eingehe, möchte ich doch die Gelegenheit ergreifen und ein bisschen auf die alten Songs eingehen.

„Moonlight“ beginnt genau so wie der Soundtrack eines guten 80ger Films. Schließt die Augen, denkt an Wolkenkratzer, soweit das Auge reicht (ein Blick auf das Cover der Original-Scheibe genügt), und Ihr wisst, was ich meine. Ein toller Rocksong, gemacht für die Ewigkeit. Auch das folgende, titelgebende „Little Bit Of Fire“ ist einer der Stücke, die sich über die Zeit gerettet haben und auch weiterhin werden. Dieser Song hätte eigentlich alles, was ein Hit haben muss. Das Problem war nur die Zeit, in der er veröffentlicht wurde: 1996 war eine denkbar ungünstige Zeit, um mit klassischem Hardrock was zu reißen. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass dieses Lied in den 80gern ein Hit geworden wäre – mit der entsprechenden Promotion versteht sich. Ein Refrain zum niederknien, kernige Gitarren, klarer Sound und die passende Stimme von Frontmann und Gitarrist Larry Saltis. „Talking To Sarah“, der ursprüngliche Eröffnungstrack des Debüts, war für mich damals schon genug, um die Platte zu kaufen. Erneut feinster Melodic-Stoff, gar nicht weit entfernt von Combos wie STEELHOUSE LANE oder auch DANGER DANGER. „Ain´t Nobody To Love“ ist ein Song, der nicht typischer für die 80ger ausfallen könnte. WINGER meets DANGER DANGER – perfekt. Ihr seht schon, ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Noch ein paar Worte zu den Stücken vom zweiten Album: „In These Arms“ ist eine schöne, lockere Nummer während der Opener „Hot Water“ etwas rockiger rüberkommt. „Hungry“ liegt gleich daneben – insgesamt wird aber klar, dass die Jungs nicht mehr poliert aufspielen aber keineswegs an Melodien und großartigen Riffs gespart haben. Der Sound ist etwas zeitgemäßer als beim Debüt.

„Smoke“ nennt sich der erste von vier neuen Songs, die im Laufe der letzten sieben Jahre entstanden sind. Natürlich kann man ihn absolut nicht mit dem restlichen Material auf dieser Best Of vergleichen. Der Sound ist modern und auch dem Song merkt man an, dass er in der Neuzeit spielt. Gleiches gilt natürlich auch für das ruhige „Say You Love Me“ oder das flippige „Six Strings“. „Wishbone“ glänzt mit lässigem Slap-Bassspiel und ist auch sonst komplett anders. Bei allen neuen Songs merkt man, dass sich die Band weiterentwickelt hat, aber in eine etwas andere Richtung. Interessant ist das allemal, ob es für den alten Fan eine Bereicherung darstellt, ist fraglich. Aber der Künstler möchte sich nicht immer im gleichen Licht präsentieren. Vielleicht wäre es auch schön gewesen, wenn die Jungs ein paar alte Demos oder (alte) unveröffentlichte Nummern mit auf diese Best Of gepackt hätten.

„The Ones That Matter“ ist auf jeden Fall treffend betitelt, denn die Gewichtung ist zwar ungleich aber gleichzeitig richtig ausgefallen. Das Debüt war megastark, der Zweitling konnte nicht aus dessen Schatten hervortreten und folgerichtig sind das hier die Songs von TOWER CITY, die am Ende zählen. Wie haben die Saltis Brüder einmal gesagt: Die Zeit vergeht, Menschen verändern sich, aber gute Musik wird immer weiterleben! Wie wahr :-)

WERTUNG:




Trackliste:

1.Moonlight
2.Little Bit Of Fire
3.Smoke (New Track)
4.In These Arms
5.Talking To Sarah
6.Ain´t Nobody To Love
7.Say You Love Me (New Track)
8.Six Strings (New Track)
9.I´ll Sleep Tonight
10.Love And Money
11.Surrender
12.Hot Water
13.When It All Falls Down
14.Whishbone (New Track)
15.Closer To The Heart
16.Hungry

Stefan

TOKYO - San (Re-Release)

Band: Tokyo
Album: San (Re-Release)
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 03.02.2012
Homepage: www.yesterrock.com

Der finale Teil der TOKYO Trilogie nennt sich „San“ und wurde erstmals 1983 nur auf Vinyl (wie auch die ersten beiden Alben) veröffentlicht. Auch „San“ wurde digital remastered und wartet mit einer beachtlichen Anzahl an Bonusstücken auf. Dieses Mal fanden sich in den Archiven noch 4 Demoversionen von bisher nicht offiziell angeboten. Der Sound wurde etwas angepasst und mit einem typischen Achtziger Drumsound versehen. Auch TOKYO sind seinerzeit weitgehend im neuen Jahrzehnt angekommen und haben große Teile der Siebziger-Einflüsse über Bord geworden. Das gilt leider auch für die teilweise etwas billig klingenden Keyboards.

Dem Quartett aus der Nähe von Frankfurt ist es auf ihrer dritten LP aber sehr gut gelungen, einen gleichbleibend guten Qualiätsstandard zu etablieren. Hatten die ersten zwei Scheiben mit der ein oder anderen etwas schwächeren Komposition zu kämpfen, können die Herren hier die Messlatte höher heben. Auch wenn das zu Lasten eines herausragenden Hits geht, denn den sucht man auf „San“ vergeblich. Aber den hatten sie ja schon zwei Jahre zuvor und so etwas ist sowieso schwer zu toppen.

Wer trotzdem Anspieltipps möchte – bitteschön: der Opener „Don´t Want You Money“ ist neben „Need Another Love“ (bei dem man sich gleich in den Film Beverly Hills Cop versetzt fühlt), „Don´t Run Away“ und „Too High“ ein klasse Highlight. Aber nicht, dass den Jungs danach das Feuer ausgeht, nein. „Jealousy“ oder „Golden Time“ können ganz locker mithalten.

Die 4 Bonussongs runden das Paket schön ab, auch wenn bei „Ocean Of Love“, „See You Again“ oder der Neuaufnahme von „Too High“ wieder nicht auf Drumcomputer verzichtet wurde und die Songs so unnötig modern klingen lassen.

Mit „San“ aus dem Jahre 1983 bietet Euch Yesterrock das dritte Album der deutschen Rocker TOKYO zum ersten Mal auf CD an – und Ihr solltet Euch dieses Stück Rockgeschichte aus deutschen Landen wie auch die beiden Vorgänger unbedingt ins Regal stellen. Pflichtprogramm für alle die seinerzeit in den Rockdiscos der Republik auf „Tokyo“ und ähnlichen Stoff abgezappelt haben.  

WERTUNG:




Trackliste:

1.Don´t Want Your Money
2.Need Another Love
3.Don´t Run Away
4.Too High
5.Emiko
6.Jealousy
7.Invisible
8.Caroline
9.Golden Time
10.Summerday
11.One Step Away
12.Diana
13.You´re A Liar
14.See You Again
15.Too High
16.Ocean Of Love

Stefan

TOKYO - Fasten Seat Belts (Re-Release)

Band: Tokyo
Album: Fasten Seat Belts (Re-Release)
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 30.11.2011
Homepage: www.yesterrock.com

Nachdem wir ja schon vor kurzer Zeit das Debüt der Band TOKYO unter die Lupe genommen haben, folgt jetzt ihr zweiter Streich „Fasten Seat Belts“. Ursprünglich aus dem Jahre 1982, und bisher nur auf Vinyl erschienen, wird es also höchste Eisenbahn, um sich dieser Platte wieder einmal zu widmen. Wer die Band bisher nicht kannte: TOKYO waren eine deutsche Rockband, die mit 3 Sängern agierte und mit ihrem gleichnamigen Titel einen Discohit erster Güte hatte. Dieser war auf dem 1981er Debüt zu finden und nur ein Jahr später standen die Mannen um Robby Musenbichler und Klaus Luley mit „Fasten Seat Belts“ in den Startlöchern. Stilistisch hat sich gegenüber dem Debüt nicht viel getan, und das ist auch gut so. Höchstens die große Experimentierfreude des Erstlings ist nicht mehr so ausgeprägt. Macht aber nichts, denn das gibt dem Album mehr Homogenität.

„Keiko“ nennt sich der erste Song der Platte, ein toller Einstieg, wenngleich er auch nicht mit dem großen Hit des Debüts konkurrieren kann. Aber das muss auch gar nicht sein, denn auch „Keiko“ hat ein gewisses Etwas, das man so schwer beschreiben kann. Eigentlich hört er sich gar nicht wie ein Ohrwurm an, aber die Melodie bekommt man trotzdem nicht mehr raus. Die Ballade „Dreamer“ könnte auch auf einem AXE-Album oder dem sträflichst übersehenen TOPAS-Longplayer stehen – gefühlvoll und mit allem, was diese Ära ausgemacht hat. Weitere Stücke, die Ihr Euch unbedingt anhören solltet: „Feel Right“, „World Of Promises“ oder „Hearts Of Steel“ geben einen schönen Querschnitt des Albums wieder. Die abschleißenden vier Songs runden die Platte mit kleinen Abstrichen gut ab.

Kommen wir zum Bonusmaterial: erneut hat Herr Musenbichler tief in seiner Archivkiste gewühlt und hat uns satte 5 Bonussongs spendiert. Neben einer Neueinspielung von „Keiko“ gibt es noch 4 weitere bisher unveröffentlichte Demos. Dabei sind „Rainy Days“ und „Mama“ die für mich besten, aber das große Ohrenbluten wie bei einigen Bonüssen des Debüts bleibt hier aus – auch der Rest der Zugaben sind ganz ok. So umfasst „Fasten Seat Belts“ anno 2011 16 Songs, die eine Reise ins Universum der deutschen Rocker noch ausgedehnter erlaubt.

Fazit: Geboten wird abermals melodischer Pop-Rock im Fahrwasser von STINGRAY, TOTO, BOSTON und Co. Leider mussten  sich die Jungs schon damals gefallen lassen, dass sie mit ihrer Siebziger-Ausrichtung etwas zu spät dran waren, denn die Neue-Deutsche-Welle stand vor der Tür und somit war TOKYO einfach 2-3 Jahre im Hintertreffen. Heute interessiert das aber niemanden mehr, denn wie das 1981er Debüt ist „Fasten Seat Belts“ ein Klassiker und gehört wie die beiden anderen TOKYO Scheiben in jede Plattensammlung, die etwas umfangreicher ist.

WERTUNG:




Trackliste:

1.Keiko
2.Spell On You
3.Dreamer
4.Feel Right
5.World Of Promises
6.Dreaming Of You
7.Hearts Of Steel
8.Get It All Night Long
9.Bliss
10.Give Me Power
11.Lady
12.Keiko (New Version)
13.Rainy Days (Demo)
14.Who Will Stop The Rain (Demo)
15.Turn Off The Light (Demo)
16.Mama (Demo)

Stefan

Freitag, 10. Februar 2012

DRAGONY - Legends

Band: Dragony
Album: Legends
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 18.11.2011
Homepage: www.dragony.net

Wie sag ich immer so schön, unverhofft kommt oft. Die Band DRAGONY hatte ich schon eine gewisse Zeit auf meinem Zettel, nachdem ich einen Bericht über sie bei einem anderen Online Mag gesehen hatte. Plötzlich hatte ich eine Mail von Bandchef Siegi im Briefkasten, der mich fragte ob ich nicht das Album besprechen wollte, natürlich wollte ich das! Fiel die Band doch genau in mein Genre.
2007 wurde die Band als reines Studioprojekt „The Dragonslayer Project“ gegründet, man merkte aber schnell dass sich das Ganze zu einer richtigen Band entwickelte.
Während den Liveshows als Support für EDENBRIDGE, SERENITY, AXXIS, FIREWIND oder SONATA  ARCTICA fragten immer mehr Fans nach einer richtige CD und so machte man sich Anfang 2011 daran das Debütalbum „Legends“ einzuspielen. Zwischenzeitlich änderte man den etwas zu langen Bandnamen in das etwas griffigere DRAGONY und man war Ready to Rock. Auf dem Album hört man episch angehauchten Power Metal der Marke BLIND GUARDIAN oder auch EDGUY.
Ein paar Gastmusiker konnten ebenfalls mit Thomas Buchberger (SERENITY), Van Alen (ECLIPTICA) und Ralf Scheepers (PRIMAL FEAR) gewonnen werden und sie komplettierten die Band bestehend aus den Gründern Andreas Poppernitsch (Gitarre), Siegfried “The Dragonslayer” Samer (Gesang), Daniel Stockinger (Gitarre), sowie Frederic Brünner (Schlagzeug), Herbert Glos (Bass) und Georg Lorenz (Keyboard).
Mit dem Intro „Of Legends“ wird ein bisschen Stimmung erzeugt, bevor es bei „Burning Skies“ zum ersten Mal richtig zur Sache geht. Veredelt mit dem Gastauftritt von Ralf Scheepers und durch die absolut gelungenen Melodien sowie den Ohrwurmchorus, läuft die Nummer absolut gut rein und bleibt direkt im Gedächtnis.
Beim folgenden „Land of broken Dreams“ geht es eine Spur epischer zur Sache, die  Bridge kommt mir irgendwie bekannt vor....ich weiß gerade nicht bei welcher Band ich das schon mal ähnlich gehört habe, egal der gesamte Song ist ganz ordentlich und reiht sich gut in die Albumstruktur ein.
„Dragonslayer“ geht wieder ein wenig mehr in die melodische Ecke. Ausgestattet mit einem Mörderchorus dürfte diese Nummer live ziemlich abgehen! Für mich nach „Burning Skies“ der zweite absolute Volltreffer!
Mit den folgenden „Wings of the Night“ und „Vaults of Heaven“ hat man zwei gute Songs in Petto, die den Hörer bei Laune halten und perfekt zum extrem starken letzten Drittel der Platte geleiten.
Denn hier hat man mit „The longest Night“, „Hero's return“, „The Ride“, „Alcador“ und dem abschließenden „Sparta“ absolute Volltreffer im Gepäck. Ich kann mich schwer erinnern, wo ich zu letzt einen so starken Schlussteil gehört habe!
Mal sind die Song epischer wie bei „The longest Night“ und „The Ride“, und mal melodischer und direkter wie bei „Hero's return“ und „Alcador“, eins haben sie aber alle gleich, erstklassigen Melodien und Chöre zum da niederknien. Perfekter Abschluss, Jungs! Besser kann man es nicht machen! 

Anspieltipps:

Jeder Song hat irgendwie seine Berechtigung auf dem Album, schwache Songs sucht man hier vergebens. Kurzum alles!

Fazit :

Na da haben mich DRAGONY aber überrascht! Ich hätte von einem Newcomer und einer selbstproduzierten CD nicht so ein gutes Ergebnis erwartet!
Die Jungs wissen absolut mit Melodien und genialen Chören umzugehen und beweisen uns auf ihrem Debütalbum „Legends“ das das Fantasy Metal Genre absolut nicht zum alten Eisen gehört.
Die Mannen um Bandchef Sigi landen hier einen absoluten Volltreffer womit wirklich jeder Metalhead, der auf episch angehauchten Power Metal mit ordentlichem Fantasytouch steht, nichts falsch machen dürfte!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Of Legends
02. Burning Skies
03. Land of broken Dreams
04. Dragonslayer
05. Wings of the Night
06. Vaults of Heaven
07. The longest Night
08. Hero's return
09. The Ride
10. Alcador
11. Sparta

Julian

Mittwoch, 8. Februar 2012

PANDAEMONIUM - The last Prayer


Band: Pandaemonium
Album: The last Prayer
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Icewarrior Records
Veröffentlichung: 27.01.2012
Homepage: www.pandaemonium.org

Italienische Metal Bands sind meisten relativ leicht auszurechnen. Spätestens seit RHAPSODY OF FIRE, weiß man auf was für Mucke die Südländer stehen. Auf Power Metal in entweder epischer oder symphonischer Form. So auch hier bei der Band PANDAEMONIUM. Diese melden sich dieser Tage nach einer 7 jährigen Pause mit ihrem neuen Album „The last Prayer“ zurück. Gleichzeitig ist die Scheibe das Labeldebüt beim neuen Label Icewarrior Records.
Die Jungs wollen uns auf ihrem neuen Album ein weiteres Stück ihres epischen Power Metal, ganz im Stile von DOMINE, SKYLARK, alten RHAPSODY und DRAKKAR präsentieren, schauen wir doch mal wie uns das Ganze schmeckt.
Zuvor noch ein kurzer Blick auf die Bandaufstellung im Jahre 2012, diese liest sich so.
Daniel Reda (Gesang), Lorenzo Zirilli (Bass), Steve Volta (PERPETUAL FIRE) (Gitarre/Keyboard) und Federico Ria (Ex PERPETUAL FIRE, SKYLARK, Schlagzeug).
Die epische Reise startet mit dem ersten Track „Alone in the Dark“ . Dieser kommt erst ziemlich verträumt daher, bevor es dann mit viel Doublebass Drumming und krachenden Riffs zur Sache geht. Es entwickelt sich eine abwechslungsreiche Nummer die mit einem guten Chorus aufwarten kann. Nicht überragend, aber als Opener ok.
Das folgende „Two Spirits one Heart“ kommt ein wenig besser daher, da der Chorus hier ein wenig zwingender ist und der Song an sich kompakter ist. Richtig überzeugen kann mich aber auch diese Nummer nicht.
Genau in die gleiche Gerbe schlägt dann auch „Through the Wind“, die Richtung stimmt jetzt auf jeden Fall. Hoffen wir mal, dass die Jungs den Weg weitergehen, dann kommt bald endlich mal ein Kracher!
Und der kommt auch, leider vergeht bis dorthin noch ein bisschen mittelmäßige Songzeit, bevor dann endlich bei „The White Voice“ mehr Qualität in das Ganze kommt. Hier passt die Instrumentalisierung sehr schön zu dem Gesang und den Melodien. Der Chorus geht auch absolut in Ordnung, endlich mal ein Stück was gut reinläuft!
Auch das folgende „Go your own Way“ geht in Ordnung und kann auch als gelungen und als Empfehlung auf der Platte bezeichnet werden.
Es bleibt aber leider nicht dabei, in der Folge hat man wieder ein paar durchschnittliche Tracks anzubieten. Hervorzuheben ist eigentlich nur noch das Instrumental „Epitaph“. Abschließend bleibe ich mit einem etwas unzufriedenen Gesicht zurück.

Anspieltipps:

Puhh schwierig hier etwas zu nennen, am Ehesten gefallen noch “Through the Wind”, “The White Voice” und “Go your own Way”.

Fazit :

Hui da bin ich aber böse überrascht worden, ich hatte mir wesentlich mehr von der neuen Scheibe von PANDAEMONIUM erhofft!
Leider bekam ich nur eine Handvoll guter Lieder zu hören, der größte Teil der Songs ist leider nur Mittelmaß. Es fehlen einfach die Hits, die das Ganze von der Masse abheben und bei der großen Veröffentlichungsflut heutzutage nicht untergehen lässt.
Desweiteren dürfte der Gesang von Fronter Daniel nicht jedermanns Geschmack sein, manchmal klingt das Ganze recht “jammerig”.
Ich glaube “The Last Prayer” dürfte es sehr schwer haben sich bei den Metalheads durchzusetzen. Sorry Jungs!

WERTUNG:



 

Trackliste:

01. Alone in the Dark
02. Two Spirits one Heart
03. Through the Wind
04. Holy Voice
05. Tower of Fears
06. The White Voice
07. Go your own Way
08. Today
09. Braveheart
10. Epitaph
11. Until the End

Julian

Montag, 6. Februar 2012

STYX - The Grand Illusion + Pieces Of Eight LIVE DVD

Band: Styx
Album: The Grand Illusion + Pieces Of Eight LIVE DVD
Spielzeit: 131 min
Plattenfirma: Eagle Vision
Format/Sprache: NTSC/Englisch (Bonus mit Untertitel)
Ton/Format: DTS Digital/16:9
Veröffentlichung: 27.01.2012
Homepage: www.styxworld.com

STYX gehören zweifelsohne zu den Großen im Rock-Biz, sie haben in ihrer mittlerweile über 40 Jahre (mit 2 Unterbrechungen) andauernden Karriere 16 Studioalben, über 30 Singles und ausverkaufte Tourneen hinter sich. Ihre wohl größte Zeit hatten sie Ende der Siebziger bis Anfang der Achtziger mit Alben wie „The Grand Illusion“, „Pieces Of Eight“, „Cornerstone“ oder „Paradise Theater“. Die beiden ersten Alben meiner Aufzählung wurden beide mit Triple-Platin ausgezeichnet und landeten jeweils auf Platz 6 der US-Charts. Diese beiden Klassiker kamen im Opheum Theater in Memphis zur kompletten Aufführung und das alles kann sich der Fan, der dieses Spektakel nicht live erleben konnte, jetzt via Blu-Ray, DVD oder CD ins heimische Wohnzimmer holen.

Der 7.7.77 war ein magisches Datum, an diesem Tag erschien das 7. Album von STYX, unter diesen Vorzeichen sollten sie eines ihrer erfolgreichsten Werke veröffentlichen. Der erste Teil dieser DVD beginnt mit einem kurzen Intro in bester STAR WARS-Manier und nachdem ein junger Mann symbolisch das schwarze Vinyl auf seinen Plattenteller gelegt hat, beginnt die Band mit dem Titeltrack „The Grand Illusion“. STYX bestehen im Moment aus Tommy Shaw (g.,v.), James „JY“ Young (g.,v.), Lawrence Gowan (k.,v.), Todd Sucherman (d.), Ricky Phillips (b.,g.) und als Gast am Bass Chuck Panozzo. Das erste Stück bestreiten die Amis aber ohne ihn. Der Sound ist glasklar, druckvoll und up to date, ohne den Songs die Identität zu rauben. Das Orpheum Theater bietet eine historische Kulisse, die Bühne ist bis auf eine riesige Leinwand im Hintergrund praktisch leer, es türmen sich nur die Verstärker links und rechts und Lawrence Gowan´s drehbares Keyboard im typischen Siebziger Hammondorgel-Style steht auf der linken Seite. Die Musiker haben jede Menge Platz und füllen ihn ohne Mühe mit enormer Spielfreude, einer routinierten aber wirklich symphatischen Performance.

Der Einstieg ist mit „The Grand Illusion“ mehr als geglückt und das Publikum heißt bei „Fooling Yourself“ das erste Mal an diesem Abend als Gastmusiker den Ur-Bassisten Chuck Panozzo willkommen. Wie schon der Vorgänger ein mitreißender Song. Die Stimmung wird beim folgenden, sehr theatralischen „Superstars“ sogar noch ausgelassener, bevor mit „Come Sail Away“ die damals erfolgreichste Single-Auskopplung zum Zuge kommt. Nach diesen vier Hits ist die erste Seite der Platte schon vorbei und „Miss America“ erföffnet die Rückseite.

Es ist wirklich beachtlich, wie kurzweilig dieses Konzerterlebnis bis dato war und nach nur 3 weiteren Songs ist schon Halbzeit. „Great White Hope“ nennt sich der Opener des Folgealbums, das am 1.9.78 in die Läden kam. „Pieces Of Eight“ hat eine etwas rockigere Grundausrichtung und war mit dreifach Platin ebenso erfolgreich wie ihr Vorgänger. Hits wie „Sing For The Day“ oder „Blue Collar Man“ werden eindrucksvoll darbgeboten und zeugen von der Unsterblichkeit dieser beiden Alben.

Das Konzept mit gleich drei Sängern geht indes perfekt auf, denn James Young übernimmt die rockigen, rauhen Stücke während Lawrence Gowan die theatralischen Themen performt. Tommy Shaw glänzt dazwischen mit seiner glasklaren Stimme! Todd Sucherman mutiert hinter seiner Schießbude gelegentlich zum Tier, nur um im nächsten Augenblick ein äußerst gefühlvolles Drumming an den Tag zu legen und Ricky Phillips wechselt zwischen Sechssaitiger, Bass und 2-halsiger Gitarre. Für ausgewählte Songs kommt Ur-Bassist Chuck Panozzo auf die Bühne und spielt voller Stolz seine Parts – mit Recht!

Mein Fazit ist eindeutig: STYX schaffen es, ohne pompöse Bühnenshow (dafür aber in beeindruckender Kulisse) und praktisch ohne Show-Elemente einen fesselnden Gig zu spielen. Alle Anwesenden werden das mit leuchtenden Augen bestätigen können. Wer sagt, alte Männer können nicht rocken, sollte sich diese sechs Herrschaften einmal live anschauen – z.B. auf dieser tollen DVD. Highly recommended!

WERTUNG:




Trackliste:

1.Intro/1978
2.The Grand Illusion
3.Fooling Yourself (The Angry Young Men)
4.Superstars
5.Come Sail Away
6.Miss America
7.Man In The Wilderness
8.Castle Walls
9.The Grand Finale
10.Great White Hope
11.I´m Okay
12.Sing For The Day
13.The Message
14.Lords Of The Ring
15.Blue Collar Man (Long Nights)
16.Queen Of Spades
17.Renegade
18.Pieces Of Eight
19.Aku-Aku

Bonus Feature: Putting On The Show, ein Blick hinter die Kulissen

Stefan

LAST AUTUMN´S DREAM - Nine Lives

Band: Last Autumn´s Dream
Album: Nine Lives
Spielzeit: 47:35 min
Plattenfirma: GMR Music
Veröffentlichung: 06.02.2012
Homepage: www.myspace.com/lastautumnsdream

Seit ihrer Gründung 2002 haben die Schweden um Sänger und Keyboarder Mikael Erlandsson bereits 8 Alben auf der Habenseite. Angefangen hat alles 2004 mit dem selbstbetitelten Debüt und danach hat man in kurzen Abständen Album um Album nachgeschoben. Jetzt ist es Zeit für Platte Nummer 9, treffend „Nine Lives“ betitelt. Neben Erlandsson am Mikro zählen heute Andy Malecek (g.), Jamie Borger (d.) und Nalle Pahlsson (b.) zum Line-Up, produziert wurde die Scheibe von Drummer Jamie Borger.

Was gibt es anno 2012 Neues aus dem LAD Lager? Diese Frage ist ganz einfach beantwortet: nichts. Auch auf Album Nummer 9 kann ich mich nicht so recht mit den Songs identifizieren, die einfach austauschbar sind. Und obwohl Mikael Erlandsson mit seinen zwei SALUTE Werken bei mir punkten konnte, bleibt ein fader Beigeschmack, wenn ich mir LAD anhöre. Da hilft auch ein Gastbeitrag von Hans-Dampf-in-allen-Gassen Jeff Scott Soto bei „The Last To Know“ nicht viel. Erlandsson´s Stimme ist toll und auch die Instrumental-Fraktion besteht aus sehr talentierten Musikern, aber recht viel mehr ist da nicht. Der Opener „In A Perfect World“ kann mit einem schönen Refrain glänzen, aber schon beim zweiten Song „Nine Lives“ stellt sich bei mir die gewohnte Langeweile ein, die mich ziemlich lustlos durch die 11 Songs skippen lässt. Auch diverse Versuche, die Scheibe ganz anzuhören, haben nichts bewirkt.

Unterm Strich bleiben 5 magere Punkte (als Verneigung vor den Musikern) und für 1-2 gute Songs, aber mehr kann ich auch dem neuen Album der Schweden nicht abgewinnen.

WERTUNG:




Trackliste:

1.In A Perfect World
2.Nine Lives
3.Is This Just Another Heartache
4.Merry-go-round
5.Golden Cage
6.All I Can Think Of
7.Megalomania
8.The Last To Know
9.Angel Eyes
10.We Never Said Goodbye
11.Don´t Let Love Fade Away

Stefan

SCHLAGWERK - Schlagwerk

Band: Schlagwerk
Album: Schlagwerk
Spielzeit: 40:51 min
Plattenfirma: Golden Core Records/ZYX
Veröffentlichung: 27.01.2012
Homepage: www.schlagwerk.cc

Neue Deutsche Härte (NDH) – für viele ein rotes Tuch. Und doch gibt es Kapellen, die nicht auf Teufel komm raus RAMMSTEIN kopieren und somit schon ihre Daseinsberechtigung haben. SCHLAGWERK aus Heilbronn sind so eine Band, die sich musikalisch zwischen viele Stühle setzt. Natürlich sind die Ausbruchsmöglichkeiten aus dem generellen NDH-Korsett begrenzt, aber unterm Strich sind SCHLAGWERK mit Abstand die experimentierfreudigste Combo, die ich seit langem gehört habe.

Ihr Image setzen sie perfekt in Szene, denn Der Prediger (v.), Das Kind (k.), Der Wächter (b.) und Der Vollstrecker (g.) haben neben ihren Pseudonymen auch eine düstere Geschichte um ihre Band gehüllt. So wie es sich für NDH eben gehört. Für die Drums war Randy Black (ANNIHILATOR, PRIMAL FEAR) zuständig, allerdings nur als Session-Musiker. Als fester Schlagzeuger ist mittlerweile Der Heiler dabei. Für ihr Debüt, das bereits zwischen 2009 und 2010 entstanden ist, haben sie keinen Geringeren als Tommy Newton als Produzenten gewinnen können – und es hat sich gelohnt, denn „Schlagwerk“ tönt hart, trotzig und doch atmosphärisch.

Mit „Kaltes Herz“ beginnt die Platte mit harten Stakkatto-Riffs, der Song erinnert in den Grundzügen an CREMATORY. Allerdings klingt die Stimme von Ralph Barthelmess hier etwas gepresst. „Kopf oder Zahl“ ist ein hartes, rohes Stück Metall mit typischem NDH-Text. „Tanz“ beginnt mit opernhaftem Intro und tendiert musikalisch wieder etwas in Richtung CREMATORY. „Wo bist Du?“ kann den Standard nicht halten – spricht mich gar nicht an. Das sehr melodische „Kinder der Sterne“ läuft da schon eher rein. Hier lichtet sich die tiefe Dunkelheit etwas, manchmal hört man etwas PIERROT raus – geiler Song. Generell ist die Nähe zu dieser Band, die ja später unter HAMMERSCHMITT firmierte, in den melodischen Passagen ziemlich present. „Nabel“ beginnt mit Keyboards, die die Anfänge in den 90gern reflektieren, denn auch Bands wie CLAWFINGER oder DIE KRUPPS gehören anscheinend zu den Einflüssen der Heilbronner. Abgerundet wird das alles von einer Prise WHITE ZOMBIE. Ihr seht, die Mischung ist ziemlich weit gestreut, das ist auch ein Pluspunkt dieser Platte. Aber manche Kompositionen („Gott“, „Angst st Macht“) kommen gar nicht aus den Pötten und langweilen einfach nur. Die Ballade „Schließ die Augen“ kann mit seiner balladesken Ausrichtung allerdings gefallen. Ein Highlight.

Kommen wir zum Fazit: auf „Schlagwerk“ wechseln sich Licht und Schatten ab, legen aber auch öfter das Talent des Fünfers frei. Auch wenn ich nicht unbedingt auf diese Musikrichtung stehe, gibt es für diesen gelungenen Stilmix gute 7 Punkte mit der Hoffnung, dass sich diverse Punkte wie die teilweise etwas drucklose Stimme oder der ein oder andere Füller in Zukunft noch verbessern lassen. Für Leute, die neben RAMMSTEIN gerne MEGAHERZ und Konsorten hören durchaus empfehlenswert.

WERTUNG:




Trackliste:

1.Kaltes Herz
2.Kopf oder Zahl
3.Tanz
4.Wo bist Du?
5.Kinder der Sterne
6.Sei was Du bist
7.Nabel
8.Schließ die Augen
9.Fleisch ist Sex
10.Angst ist Macht
11.Gott

Stefan

Mittwoch, 1. Februar 2012

TEMPLE OF YOUR SOUL - For All

Band: Temple of your Soul
Album: For All
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Metallville
Veröffentlichung: 27.01.2012
Homepage: www.templeofyoursoul.de

Eine neue deutsche Band betritt dieser Tage die internationale Bühne. Die Kölner Heavy Rock Formation TEMPLE OF YOUR SOUL, bringen ihr Debütalbum „For All“ auf den Markt. Gegründet 2006 durch den Bassisten Jürgen Speck nahm die Band an einigen Bandwettbewerben teil und gewann auch einen. Danach konnte man einige Shows im Kölner Umland spielen und einen Supportslot für die JON OLIVIA'S PAIN Tour ergattern.
Leider war man auch vor Besetzungswechseln nicht sicher und so liest sich das aktuelle Line Up so, Karoline Drechsel (Gesang), Dirk Wichterich (Gitarre), Jürgen Speck (Bass), Oliver Dolp (Keyboard) und Markus Kniep (Schlagzeug).
Viel mehr gibt es noch nicht zu vermelden, besser für uns, können wir dadurch gleich mit dem, schlicht als Intro bezeichneten, ersten Track in die Scheibe einsteigen. Hier wird ein wenig Atmosphäre aufgebaut, bevor es dann mit dem ersten Track „Warfare“ so richtig los geht. Nach einem gesprochenen Einstieg, entwickelt sich der Song zu einer langsam Midtemponummer der mit seinem mitreißenden Groove und dem Chorus punkten kann. Der Gesang von Neufronterin Karoline geht auch absolut in Ordnung, ein gelungener Einstieg also.
Das folgende „Change Sites“ ist ebenfalls wieder eine langsam Midtemponummer, die sich, von Klavierklängen ergänzt, langsam steigert und nach und nach ihre Stärken entfaltet. Fällt aber ein wenig im Vergleich zum Vorgänger ab.
Der Titeltrack „For All“ ist ein wenig mehr atmosphärischer und epischer geraten und punktet wieder beim guten Chorus sowie beim Gesang. Hier merkt man, das diese Art von Songs der Sängerin wesentlich besser zu Gesicht stehen.
Ruhigere Töne werden bei „Evening takes over“ angeschlagen. Eine Ballade die vollkommen von dem Klavier und dem Gesang getragen wird. Diese geht auch vollkommen in Ordnung und passt gut ins Gesamtkonzept.
In der zweiten Hälfte der Platte haben uns TEMPLE OF YOUR SOUL noch weitere Geschenke verpackt. Hier heben sich auf jeden Fall „Eleanor Rigby“ mit seinem klasse Gitarrenspiel, „Raising Hell“ mit seiner gelungenen Atmosphäre und den etwas aggressiveren Gesang sowie das abschließende „Vendetta“ hervor.

Anspieltipps:

Ohne viel nachzudenken kann ich euch hier “Warfare”, “For All”, “Eleanor Rigby” und “Vendetta” nennen.

Fazit :

Das Debütalbum “For All” ist der Band auf jeden Fall ganz gut gelungen. Man hat eigentlich alle guten Zutaten für eine rosige Zukunft beisammen. Die Sängerin passt gut zu den Songs, das Songwriting ist in Ordnung und die Instrumentale Fraktion kann sich auch sehen lassen.
Was jetzt noch ein wenig fehlt, wäre ein gleichbleibendes Niveau der Songs, denn hier schwankt es doch im Laufe der Platte ganz schön. Desweiteren finde ich die Produktion ein wenig zu schwachbrüstig und bei einem Intro und einem Outro hätte es doch noch ein richtiger Song mehr auf dem Album sein können.
Das Potential ist da, jetzt muss es nur noch ein bisschen besser genutzt werden!

WERTUNG:


 


Trackliste:

01. Intro
02. Warfare
03. Change Sites
04. For All
05. Evening takes over
06. Eleanor Rigby
07. Find the Answer
08. Rasing Hell
09. Vendetta
10. Outro

Julian

OPERA DIABOLICUS - 1614


Band: Opera Diabolicus
Album: 1614
Spielzeit: 53:00 min
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 20.01.2012
Homepage: www.operadiabolicus.com

Das Buch „Der Name der Rose“ ist ja durch seine gute filmische Umsetzung mit Sean Connery bekannt. Das dies aber auch mal Teil einer Metaloper werden würde, das hätte sich glaube ich Erfinder Umberto Eco nicht träumen lassen. Gut der wusste damals ja auch nicht was Metal ist : - ).
Die Idee dazu kam den schwedischen Metal Songwritern und Musikern David Grimoire und Adrian de Crow dazu bei dem Besuch einer Theateraufführung des Stückes.
Gesagt getan, heraus kam das mir nun vorliegen Album „1614“ des Projektes OPERA DIABOLICUS.
Das Album ist eine Achterbahn zwischen Dramatik und Doom Metal, verbunden mit atmosphärischen, epischen und progressiven Elementen.  Genau das richtige also für Fans von CANDLEMASS, KING DIAMOND oder DIMMU BORGIR.
Als Projektmitstreiter konnte man so illustre Namen wie Snowy Shaw (NOTRE DAME, KING DIAMOND, MERCYFUL FATE), Mats Levén (KRUX, THERION, YNGWIE MALMSTEEN) oder Niklas Isfeldt (DREAM EVIL) gewinnen.
Da es nicht viel mehr zu berichten gibt, stürzen wir uns so gleich ins musikalische Getümmel.
Eröffnet wird das Ganze durch „Overture“. Metaloper typisch ist der Track nur zum Atmosphäre erzeugen gedacht. Richtig los geht es dann erst mit „The Gates“. Tja und was soll ich sagen, hier zeigt sich gleich das die Scheibe keine leicht zugängliche sein wird .... die Nummern sind alle überlang und warten mit so viel Abwechslung auf...“The Gates bildet davon keine Ausnahme. Im Großen und Ganzen würde ich sagen haben wir es hier mit einem schnellen, aggressiven Power Metal Track zu tun, der durch die vielen unterschiedlichen Stimmen und dem progressiven Touch ein würdiger Opener ist.
Puuh, einmal durchschnaufen, weiter geht es mit dem heimliche Titeltrack „Bloodcountness Bathory“, zu dem es auch ein Video gibt. Hier tendiert man mehr  zur Doom Richtung, bevor beim Chorus ein bisschen mehr Melodic ins Spiel kommt.
Auf jeden Fall hat die Nummer wieder einiges zu bieten und es bedarf schon den einen oder anderen Durchlauf um alles zu erfassen.
Weiter geht es mit „The 13th Guest“ der, wieder durch einen gekonnten Stilmix von Doom und Power Metal auffällt. Die Protagonisten schaffen es ohne Probleme den Hörer in den Bann zu ziehen. Der Chorus gefällt mir hier außerordentlich gut!
Einen gekonnten Abschluss schafft die Operngemeinde dann mit dem eher Power Metal mäßigen „Forbidden“ und dem krachenden „Stone by Stone“.

Anspieltipps:

Bei so einem Gesamtkunstwerk ist es schwierig Songs herauszupicken. Ich denke aber mal mit den Nennungen von “Bloodcountness Bathory”, “The 13th Guest”, „Forbidden“ und “Stone by Stone“ mache ich nichts verkehrt.

Fazit :

Zu erst gefiel mir “1614” von OPERA DIABOLICUS überhaupt nicht, erst nach ein paar Durchläufen offenbarten sich die Stärken der Scheibe. War es zu erst etwas undurchsichtig und ohne Struktur, muss man in der Gesamtheit der Songs sagen, gut gemacht Herr Grimoire und Herr de Crow! Man schafft es für Freunden der düsteren Unterhaltung einen absoluten Leckerbissen zu kreieren, der durch seine Abwechslung, die doomige Grundstimmung und den guten Melodien punkten kann.
Und genau das ist auch die Zielgruppe, Metalheads mit dem Hang zur Härte, Doom Metal und dem Horror Genre. Allen anderen rate ich erstmal rein zuhören!

WERTUNG:


 


Trackliste:

01. Overture
02. The Gates
03. Bloodcountess Bathory
04. The 13th Guest
05. In Memoriam
06. Mythos Larnia
07. Forbidden
08. Stone by Stone

Julian

Montag, 30. Januar 2012

NASHVILLE PUSSY - From Hell To Texas (Re-Release)

Band: Nashville Pussy
Album: From Hell To Texas (Re-Release)
Spielzeit: 89:30 min
Plattenfirma: SPV
Veröffentlichung: 20.01.2012
Homepage: www.nashville-pussy.com

Das wohl dreckigste gemischte Doppel der Rock´n Roll Geschichte will es wieder wissen. Wer sich aber jetzt voller Erwartung die Hände reibt, wird beim Albumtitel vielleicht schon stutzig geworden sein, denn hier handelt es sich leider nur um ein Re-Release der 2009er Scheibe „From Hell To Texas“. Der Sinn dieses Schritts werden nur ein paar wenige Leute nachvollziehen zu können (z.B. die Band oder das Label oder das Management). Dem Fan erscheinen wahrscheinlich schon ein paar Fragezeichen auf der Stirn ob dieser neuerlichen Auflage. Vielleicht wollte man einfach mal testen, wie die Scheibe mit neuer Anordnung der Songs funktioniert, denn die 12 Stücke wurden ganz wild durcheinandergewürftelt. Hm. Was aber einen Kaufanreiz bietet, ist die Live-Bonus-CD, die mit weiteren 16 Rotzglocken daherkommt und quer durch Europa aufgenommen wurde. Das Cover macht jedem Spaghetti-Western alle Ehre und die Musik ist mit seiner Mischung aus Southernrock, Punk und 70ger Rock so sick, dass sich die Pussies ruhig mal beim guten Herrn Tarrantino um einen Soundtrack bewerben könnten. Lassen wir einmal die neue Reihenfolge der Songs auf uns wirken:

Der Titeltrack geht gleich voll auf die 12 und walzt den Weg frei für den Besoffenen am Steuer (oder hoch zu Ross) „Drunk Drivin Man“. „Ain´t Your Business“ gibt wieder ordentlich Gas und bei „I´m So High“ huldigt Schreihals Blaine Cartwright zusammen mit Danko Jones den bewusstseinserweiternden Mittelchen dieser Welt – natürlich mit dem nötigen Feeling. In „Late Great USA“ rotzt Cartwright all seine Wut über die Missstände in seinem Heimatland heraus und der ursprüngliche Opener „Speed Machine“ erinnert in Teilen schon fast an alte ALICE COOPER.

Im Himmel gibt´s kein Bier – darum trinken wir es hier: die Version von NASHVILLE PUSSY nennt sich „Dead Men Can´t Get Drunk“ und dieser Song eröffnet sozusagen die 2.Seite der Platte. Bei „Why Why Why“ rockt der Vierer so eingängig, da reiben sich selbst Leute die Augen, die die Band noch nicht kannten. Für alte Fans mit Sicherheit ein Verrat gegenüber ihres bisher eingeschlagenen Weges, aber auch ein Beweis dafür, dass selbst NASHVILLE PUSSY ein wenig über ihren Tellerrand schauen können. Die absolut kultige Gotteslästerung „Lazy Jesus“ ist viel zu weit nach hinten gerutscht, der Song hat sich an zweiter Stelle des Originals viel besser gemacht. „Stone Cold Down“ ist ein lässiger Blues bevor es mit „Pray For The Devil“ noch einmal mit Vollgas auf die Zielgerade geht. Das abschließende „Give Me A Hit Before I Go“ hat seinen letzten Platz behalten, ein optimaler Rausschmeißer bei dem die Pussies noch einmal den Boogie-Hammer herauskramen.

Die beiligende Live-CD bietet natürlich ordentlich Material dieser aktuellen CD (6 Songs), hat aber mit Hits wie „Say Something Nasty“, „Hate And Whiskey“ oder „The Bitch Just Kicked Me Out“ auch genügend altes Liedgut an Bord. Der Sound geht hier absolut in Ordnung – unterm Strich also ein schönes Zuckerl.

Insgesamt fällt „From Hell To Texas“ bei Weitem nicht so aggressiv und rotzig aus, wie es beim Großteil der bisherigen 4 Scheiben der Fall war. NASHVILLE PUSSY sind erwachsen geworden könnte man sagen. NEIN!!! Ein solches Statement wäre übertrieben, denn Sänger Blaine Cartwright, Gattin und Gitarristen Ruyter Suys, Schlagzeuger Jeremy Thompson und Bassistin Karen Cuda rocken immer noch heftiger als die allermeisten da draußen und zeigen der Welt ihre ausgestreckten Mittelfinger in jeder Lebenslage. Whiskey, Weiber und Rock´n Roll, das trifft auch für das nunmehr fünfte Werk der aus Atlanta stammenden Band zu.

WERTUNG:




Trackliste:

1.From Hell To Texas
2.Drunk Drivin Man
3.Ain´t Your Business
4.I´m So High
5.Late Great USA
6.Speed Machine
7.Dead Men Can´t Get Drunk
8.Why Why Why
9.Lazy Jesus
10.Stone Cold Down
11.Pray For The Devil
12.Give Me A Hit Before I Go

Live-CD

1.Say Something Nasty
2.From Hell To Texas
3.Ain´t Your Business
4.Piece Of Ass
5.Come On, Come On, Come On
6.Hate And Whiskey
7.Late Great USA
8.I´m So High
9.Struttin Cock
10.Snake Eyes
11.I´m The Man
12.Why Why Why
13.The Bitch Just Kicked Me Out
14.Drunk Drivin Man
15.Go Motherfucker Go
16.Goin´Down

Stefan