Freitag, 6. Februar 2015

BLIND GUARDIAN - Beyond The Red Mirror

Band: Blind Guardian
Album: Beyond the Red Mirror
Spielzeit: 65:21 min
Stilrichtung: Symphonic Power Metal
Plattenfirma:  Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 30.01.2015
Homepage: www.blind-guardian.com

Wie in meiner EP Rezension von „Twilight of the Gods“ meiner Einstiegsdroge BLIND GUARDIAN, schon angekündigt komme ich nun mit der Besprechung des neuen Fulllenght Albums „Beyond the Red Mirror“ um die Ecke, welches konzeptionell an das Album „Imaginations from the other Side“ anknüpft.
Zwei wichtige Erkenntnisse gab es seit der EP Rezi, erstens nach Hören der weiteren Soundschnippsel scheint es so als ob sich der Eindruck des EP Songs „Twilight of the Gods“ bestätigt und die Jungs mehr in Richtung des, meiner Ansicht nach, viel zu hart kritisierten „A Night of the Opera“ Album gehen und zweitens hat man nun anscheinend endlich wieder einen neuen, festen Basser mit an Bord. So war vor ein paar Tagen zu lesen das man sich mit Barend Courbois verstärkt hat. Der gute Barend nahm mit diversen Künstlern schon über 60 Alben auf und spielte unglaublich viele Liveshows. Außerdem wurde er 2014 vom Guitar Player Magazine zum besten Allrround und Metalbassisten gewählt. Na wenn das mal keine Referenzen sind!
Genug der drögen Infos, steigen wir nun direkt mal mit dem ersten Song „The Ninth Wave“ in die Scheibe ein. Direkt zum Anfang hat man uns nun also ein neun Minuten Monster vorgesetzt, ob das gut geht?
Oh ja und ob! Nach einem epischen Anfang entwickelt sich ein absolut abwechslungsreiches und nie langweiliges Stück, welches noch mit einem Bomben Chorus aufwarten kann. Natürlich wie immer mehrstimmig und sehr eingängig.
Instrumental wachsen hier auch die einzelnen Protagonisten über sich hinaus, somit ist hier beim Openersong alles in Butter!
Das folgende „Twilight of the Gods“ kennen wir ja schon von der EP, ist gut bleibt gut, passt!
Beim folgenden „Prophecies“ wird die Abwechslung auch wieder ganz groß geschrieben, ein sanfter Beginn wird schnell von atmosphärischen Midtempopassagen abgelöst, die Nummer fügt sich einfach gut ins Songgefüge ein, ohne aber so richtig zu glänzen.
Ganz dick im Fahrwasser von „A Night at the Opera“ fährt dann „At the Edge of Time“. Fans dieser Platte werden hier Luftsprünge machen, anderen wird die Nummer eher zu kopflastig sein. Bombastmetal erster Güte bleibt hier aber auf jeden Fall festzuhalten!
Bei den nächsten Songs „Ashes of Eternity“ und „The Holy Grail“ kommen die frühen Fans wieder mehr auf ihre Kosten. Hier wird weniger Bombast als mehr Power Metal geboten. Jedoch nicht ohne den modernen Touch der letzten Alben ganz zu vernachlässigen.
„The Holy Grail“ bietet dann eigentlich eine gute Mischung aus beiden Welten, wobei der Anfang mit den mehrstimmigen Gesang eher Bombastmetal verspricht, wird in der Folge die Grenze aber das ein ums andere Mal durchbrochen und man bewegt sich schlussendlich sowohl in der musikalischen Vergangenheit als auch Gegenwart der Band.
Auf zum letzten Drittel der Platte, hier haben wir wieder eher modernere Stücke am Start, die auch gut auf einer der letzten Scheiben Platz gefunden hätten.
Glanzpunkte sind hier auf jeden Fall die Musicalballade „Miracle Machine“ und das abschließende, wieder neunminütige, „Grand Parade“.

Anspieltipps:

Sehr schwer in der starken Gesamtheit hier Einzelstücke hervorzuheben, mit “The Ninth Wave”, “Twilight of the Gods”, “At the Edge of Time”, “The Holy Grail” und “The Throne” hat man aber schon mal einen guten Überblick.

Fazit :

Insgesamt bekommt man als Fan das was man von einem BLIND GUARDIAN Album neueren Datums erwartet. Power Metal welcher eher in der Bombast/Symphonic Ecke zu suchen ist, mehrstimmige Ohrwurmrefrains und abwechslungsreiche Songstrukturen!
Natürlich wird es auch wieder die Nörgler geben die den alten Power/Speedmetalsound der Band vermissen und denen dieser Bombastmehrspurige Wahnsinn tierisch auf den Keks gehen, aber ich denke für diese gibt es mittlerweile andere Bands.
Ganz an die Höchstnote reicht “Beyond the Red Mirror” für mich nicht heran, aber das ist Meckern auf hohen Niveau, die Band meldet sich hier mit einem Paukenschlag zurück und bereichert einmal mehr die Metalwelt!

WERTUNG:




Trackliste:

01. The Ninth Wave
02. Twilight of the Gods
03. Prophecies
04. At the Edge of Time
05. Ashes of Eternity
06. The Holy Grail
07. The Throne
08. Sacred Mind
09. Miracle Machine
10. Grand Parade

Julian

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