Freitag, 15. Januar 2016

BRAINSTORM - Scary Creatures

Band: Brainstorm
Album: Scary Creatures
Spielzeit: 49:59 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 15.01.2016

Zwei Jahre nach ihrem letzten Album „Firesoul“ REZI legen die schwäbischen Power Metaller von BRAINSTORM wieder einen neuen Diskus nach! Der Namen des neuen Werks lautet „Scary Creatures“ und mit diesem möchte man an die letzten starken Veröffentlichungen anknüpfen und hat dafür die besten Voraussetzungen geschaffen. Denn mit Achim Köhler sitzt erneut der Haus und Hof Produzent der Band an den Reglern und man beschreitet den eingeschlagenen Weg zu härteren, hymnenhafteren Power Metal konsequent weiter!
Im Februar gehen die Jungs übrigens mit PRIMAL FEAR und STRIKER auf große Europatour, das sollte man sich vielleicht nicht entgehen lassen.
Mit der schon vorab veröffentlichten Single „The World to see“ startet das neue Album direkt erstklassig! Nach einer kurzen atmosphärischen Einleitung legen die Jungs los wie die Feuerwehr, wenn auch das Ganze ziemlich an den Opener des letzten Albums erinnert. Aber egal, gut abgekupfert ist immer noch besser als eine schlechte neue Nummer.
Ganz klassisch BRAINSTORMig kommt dann auch das anschließende „How much can you take“ aus den Boxen, welches sich stark nach DEM nächsten Livebanger anhört.
Mit „We Are“ bekommen wir dann eine kleine Überraschung geboten, denn hier bekommen wir später im Refrain einen Kinderchor präsentiert, der auch noch aus den eigenem Nachwuchs der Band gestellt wird. So was nenne ich mal einfallsreich und schön mit dem eigenen Alter spielend. Eine klasse Idee, ein toller Song ohne Wenn und Aber!
Und ich glaube ich verrate nicht zu viel wenn ich sage das wir auch in der Folge wenig Schlechtes zu vermelden haben. Denn mit „Where Angels Dream“ haben wir dann wieder den typischen BRAINSTORM Song zu vermelden und beim Titeltrack „Scary Creatures“ geht es zwar etwas düsterer, langsamer zur Sache, der Qualität der Nummer tut dies aber keinen Abbruch, die ist wie gewohnt hoch.
Das pfeilschnelle, äußerst eingängige „Twisted Ways“ eröffnet dann gekonnt die zweite Hälfe der Platte, gefolgt von Caressed by the Blackness“, „Scars in your Eyes und „Take me to the Never“ bei denen man sich auch keinerlei Blöße gibt sondern uns einen Ohrwurm nach dem anderen um die Ohren haut!
Das abschließende „Sky among the Clouds“ ist dann vielleicht nicht ganz so brachial geraten wie einige Songs zuvor, dafür punktet es um so mehr in den Bereichen Eingängigkeit und Melodic. Ein bärenstarker Abschluss für ein bomben Album, Glückwunsch an die Jungs von BRAINSTORM!

Anspieltipps:

Hier kann ich euch keinen speziellen Track nennen, das ganze Album ist mal wieder ein einziger Hörgenuss!

Fazit :

Nachdem die letzten BRAINSTORM Platte schon alle richtig eingeschlagen haben war ich gespannt ob die Jungs es dieses Mal auch wieder schaffen das Niveau so hoch zu halten? Und es ist schon beängstigend wie spielend leicht man es schafft noch einen Ticken zu zu legen und sich nochmal zu steigern!
Von daher gibt es hier relativ klar und eindeutig die volle Punktzahl für die Jungs rund um Fronter Andy B Frank. Leute holt euch dieses erste Powermetal Highlight des Jahres, ihr werdet es definitiv nicht bereuen!

WERTUNG:





Trackliste:

01. The World to see
02. How much can you take
03. We Are
04. Where Angels Dream
05. Scary Creatures
06. Twisted Ways
07. Caressed by the Blackness
08. Scars in your Eyes
09. Take me to the Never
10. Sky among the Clouds

Julian

AXEL RUDI PELL - Game of Sins

Band: Axel Rudi Pell
Album: Game of Sins
Spielzeit: 64:46 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma:SPV/Steamhammer
Veröffentlichung: 15.01.2016

Das letzte AXEL RUDI PELL Album „Into the Storm“ REZI hatte es wirklich in sich! Nicht nur wurde dort der neue Schlagzeuger Bobby Rondinelli (Ex RAINBOW, Ex BLACK SABBATH) eingeführt, nein der gutes Diskus sprang auch direkt auf Platz Nummer 5 der deutschen Albumcharts. Das ist doch mal eine Leistung!
Und dann kam der 11.07.2014, an diesem Tag spielten ARP eine dreistündige Show in Balingen die man wirklich als Highlight der 25jährigen Karriere des Gitarristen bezeichnen kann. Wer das Konzert bisher versäumt hat, sollte sich schnellsten die DVD besorgen, es lohnt sich definitiv!!
Wie auch immer, die letzten Jahren kann man mit Sicherheit als sehr ereignisreich und erfolgreich für AXEL RUDI PELL bezeichnen. Dies soll mit dem neuen Album „Game of Sins“, welches dieser Tage erscheint, natürlich fortgesetzt werden.
Dafür hat man nur leicht an der Soundstellschraube gedreht, denn dem guten Axel war der Schlagzeugsound auf dem letzten Album zu schwachbrüstig, deswegen kommt dieses auf dem neuen Diskus nun mehr zur Geltung und wurde schön satt nach vorne geholt.
Und damit wären wir auch schon mitten drin in der eigentlich Albumbesprechung, denn nachdem wir das obligatorische, doch etwas ARP untypische, Intro „Lenta Fortuna“ hinter uns gebracht haben, rockt und tönt uns dann direkt „Fire“ aus den Boxen entgegen. Und bevor jemand fragt, Ja nichts hat sich geändert und Ja die Nummer ist ARP in Rheinkultur. Keine Kompromisse, schnurstracks nach vorne und keine Experimente, so lieben die Fans den guten Axel und seine Mannen.
Das anschließende eher rockige und stampfende „Sons in the Night“ ist dann der Serie „Sons of Anarchy“ gewidmet. Gut das Thema umgesetzt und getroffen würde ich sagen.
Der Titeltrack „Game of Sins“ ist dann wie gewohnt eine überlange, epische Nummer geworden die mit den ganz großen ARP Hymmnen ala „Masquerade Ball“ locker mithalten kann, eine tolle Nummer die jeden Fan zufrieden stellen sollte!
Schnell und rockig geht es dann wieder bei „Falling Star“ zu, bevor wir mit „Lost in Love“ die übliche Quotenballade haben, die nicht ganz mit den großen Balladen von Herrn Pell mithalten kann, aber mal wieder beweist welch großartiger Sänger mit Johnny Gioeli hier am Werk ist.
Richtige ARP Hymnen haben wir dann auch wieder mit „The King of Fools“ und dem schleppenden, epischen „Till the World Says Goodbye“ zu vermelden. Hier dürfte erneut jeder Fan vor Freude im Dreieck springen!
Und da auch die beiden letzten Tracks absolut überzeugen können und ARP in Rheinkultur bieten, gibt es hier auch nicht wirklich viel zu meckern. Ein besonderes Schmanckerl gibt es dann noch für die Käufer der Digipackversion mit dem Dylan/ Hendrix Coversong „All Along the Watchtower“ welcher gut aber außergewöhnlich umgesetzt wurde.

Anspieltipps:

Schlechte Tracks, kann man auch auf dem neuen ARP Diskus wieder nicht entdecken, sucht euch irgendetwas aus, ihr trefft immer ins Schwarze!

Fazit :

Es bleibt halt alles wie immer! Wo AXEL RUDI PELL drauf steht ist auch AXEL RUDI PELL drin. Beim letzten Album habe ich ein bisschen den eher rockigeren Ausschlag bemängelt, was aber auch ein bisschen meckern auf hohem Niveau war! Hier, ist dann auch der Metalanteil wieder höher und das nach vorne gebrachte Schlagzeug sorgt dafür das die Platte wesentlich wuchtiger und satter daherkommt als der Vorgänger. Vom Niveau her würde ich das neue Werk genau in der Mitte zwischen der letzten Veröffentlichung “Into the Storm” und der letzten Megaplatte “The Circle of the Oath” einordnen.
Pell Fans machen hier aber eh nichts verkehrt, wie immer heißt es ihr könnt blind zuschlagen!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Lenta Fortuna
02. Fire
03. Sons in the Night
04. Game of Sins
05. Falling Star
06. Lost in Love
07. The King of Fools
08. Till the World says Goodbye
09. Breaking the Rules
10. Forever Free
11. All along the Watchtower (Bonustrack)

Julian

RHAPSODY OF FIRE - Into the Legend

Band: Rhapsody of Fire
Album: Into the Legend
Spielzeit: 66:46 min
Stilrichtung: Symphonic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 15.01.2016

Na die Jungs von RHAPSODY OF FIRE hauen mit ihrem neuen Albumtitel aber ganz schön auf die Kacke! „Into the Legend“ heißt das neue Werk, welches zwei Jahre nach dem letzten Album „Dark Wings of Steel“ REZI  erscheint und das zweite nach dem Split von Gitarrist Luca Turilli ist.
Mit dem Albumtitel hat man natürlich direkt große Ambitionen im Sinn und genau das scheinen die Jungs auch vor zu haben!
Davon zeugen die Albumfacts von sieben Monate Aufnahmezeit in vier unterschiedlichen Studios, sowie die erneute Zusammenarbeit mit einem kompletten Orchester und verschiedenen Chören.
Keine Frage man will hier an das letzte ordentliche Album anknüpfen und den eingeschlagenen Weg der musikalische Rückbesinnung auf die Anfangszeiten der Band weiter fortsetzen.
Ob dies ähnlich gut wie beim Vorgänger gelingt, finden wir nun zusammen mit dem Albumopener „In Principio“ heraus. Okay so richtig viel findet man hier noch nicht raus, ist das Ganze doch nur wieder das obligatorische, instrumentale Intro. Aber mit dem ersten, richtigen, Track „Distant Sky“ gibt es aussagekräftige Töne zu hören. Und hier wird schnell klar das man den großen Worten auch Taten folgen lässt, denn man bewegt sich endlich wieder im Sound der glorreichen Anfangstage, inklusive Flitzegitarrenriffs und einem geschmeidigen Chorus. Der richtige Track, zur richtigen Zeit, beide Daumen hoch hierfür!
Das der anschließende Titeltrack „Into the Legend“ dann keine Arschbombe darstellt, dürften jedem recht schnell nach den ersten Takten klar werden. Hier findet man eine gesunde Mischung aus ein paar Cinematic Elemente der dementsprechenden RHAPSODY OF FIRE Phase und dem neuen, alten Weg hin zu wieder mehr Bombast und geradlinigen Metal, ein klasse Track.
Sehr ordentlich ist dann auch das epische, eher schleppende „Winter's Rain“ wo man sehr schön eine tolle Atmosphäre schafft, die den Hörer lange Zeit nicht mehr loslassen wird! Langweilig wird die überlange Nummer auf jeden Fall nie.
Und auch das klassische, mit Folk Elementen angehauchte „A Voice in the Cold Wind“ weiß danach absolut zu gefallen. Bislang präsentieren sich RHAPSODY OF FIRE also auf einem Top Niveau, mal schauen ob man dieses auch im weiteren Verlauf und der zweiten Hälfte der Scheibe halten kann?
Mit dem, mit weiblichen Gastgesang versehenden, „Valley of Shadows“ kann man bei mir dann aber keine Türen einrennen! So oft schon in ähnlicher Form gehört, rauscht die Nummer dann doch ziemlich an einem vorbei. Wesentlich besser kommt dann das leise, ja schon zarte „Shining Star“ aus den Boxen, welches sich im weiter Verlauf zu einem echten Ohrwurmtrack steigert, bei dem vor allem Sänger Fabio mal wieder zeigen kann über welch begnadetes Organ er verfügt!
„Realms of Light“ erleidet dann leider das gleiche Schicksal wie zuvor schon „Valley of Shadows“ es rauscht an einem vorbei, besonders die hier eingesetzen Growls! wollen so gar nicht ins Gesamtbild passen.
Die beiden letzten Nummern „Rage of Darkness“ und vor allem das 16minütige!! abschließende „The Kiss of Light“ können aber wieder auf ganzer Linie überzeugen, deswegen seien die zwei, drei Songwackler zu vor auch schnell den Jungs verziehen.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall kann ich euch hier “Distant Sky”, “Into the Legend”, “Winter's Rain”, “A Voice in the Cold Wind” sowie “The Kiss of Light” mit auf den Weg geben.

Fazit :

War man auf dem letzten Album schon mehr als ordentlich unterwegs, schafft es die Band hier nahe zu spielend an alte Glanztaten anzuknüpfen und endlich wieder auch die Altfans zufrieden zu stellen! Die Vorschusslorbeeren bzw. die Ankündigungen wurden mehr als erfüllt von daher ist das neue RHAPSODY OF FIRE Album auf jeden Fall mit dem Prädikat sehr empfehlenswert auszustatten und ich gebe 1 Punkt mehr als bei der letzten Veröffentlichung.
Das erste Highlight also im noch jungen Metaljahr 2016!

WERTUNG:






Trackliste:

01. In Prinicipio
02. Distant Sky
03. Into the Legend
04. Winter's Rain
05. A Voice in the Cold Wind
06. Valley of Shadows
07. Shining Star
08. Realms of Light
09. Rage of Darkness
10. The Kiss of Life

Julian

Mittwoch, 13. Januar 2016

CLOUDSCAPE - Voice of Reason

Band: Cloudscape
Album: Voice of Reason
Spielzeit: 50:24 min
Stilrichtung: Melodic/Progressive Metal
Plattenfirma: Dead End Exit Records
Veröffentlichung: 08.01.2016

Die Skandinavier von CLOUDSCAPE rund um Fronter Mike Andersson bringen 3 Jahren nach ihrem letzten Output „New Era“ REZI dieser Tage ihr neues Werk „Voice of Reason“ auf den Markt.
Seit dem letzten Release war man aber nicht untätig, sondern bereiste 2014 Europa und spielte insgesamt 17 Show und natürlich machte man sich auch direkt ans Songwriting für die nächste Platte.
Auf dieser soll es noch etwas progressiver und majestätischer zugehen als auf dem schon guten letzten Werk, zusätzlich hat man zum ersten Mal in der Bandgeschichte einen richtigen Titeltrack! Ob das gut oder schlecht ist, werden wir nun zusammen herausfinden, erstmal widmen wir uns aber dem Openersong „A New Design“. Und hier legen die Jungs mal direkt los wie die Feuerwehr! Mit ordentlich Keyboardunterstützung und kraftvollen Drumming beginnt die Nummer bevor dann auch noch messerscharfe Riffs einsetzen die einen den Staub aus den Boxen blasen!
Fronter Mike ist natürlich bestens bei Stimme und der Song selbst kann zu aller Härte noch mit einem tollen Chorus und Melodie aufwarten, von daher können wir hier direkt einen Harken hinter den ersten Anspieltipp setzen.
Beginnt das folgende „Futuristic Phsyco“ noch etwas gewöhnungsbedürftig und stark Progressive mausert sich die Nummer spätestens ab dem tollen mitsingbaren Refrain zu einem weiteren Anspieltipp erster Güte.
Und gerade die Refrains sind es die uns in der Folge immer wieder begeistern! Mag der Song vielleicht auch schwer in die Gänge kommen, wie zum Beispiel das nun anschließende „Don't Close your Eyes“, auf die bockstarken Refrains und Chöre ist mehr als Verlass!
Im Mittelteil der „nur“ acht Songs umfassenden Platte haben wir dann den brachialen Stampfer und Mitgehtrack „All for Metal“. Hier stimmt einfach alles und das Teil dürfte live bestimmt ziemlich abgehen. Direkt im Anschluss gibt es dann mit dem überlangen und sehr abwechslungsreichen „Voice of Reason“ direkt den nächsten Ohrwurm, abgeschlossen wir das Ganze dann von klassischen CLOUDSCAPE Track „Thunders of Extreme“ welcher ebenfalls eine wahre Ohrenweide ist!
So Ganz schafft man es bei den beiden letzten Tracks nicht mehr an die bisherige erste Sahne Qualität anzuknüpfen, was aber nicht weiter tragisch ist, denn alles andere war ja bislang erstklassiger Stoff für uns Metalheads da draußen!

Anspieltipps:

Mit “A New Design”, “Futuristic Phsyco”, “All for Metal”, “Voice of Reason”, sowie “Thunders of Extreme” seit ihr am Besten bedient.

Fazit :

Viel machen die Jungs von CLOUDSCAPE auf ihrem neuen Album eigentlich nicht falsch! Es gibt hier viele starke Tracks, das Ende ist vielleicht ein bisschen unglücklich, aber ansonsten kann man hier nicht wirklich viel meckern.
Auf jeden Fall dürften alte wie auch neue Fans sehr zufrieden sein mit der Band und ihrem neuen Schaffen. Es wäre schön wenn wir die Band auch hier zu Lande vielleicht mal an der Livefront begrüßen dürften, verdient hätten es die Jungs auf jeden Fall!
Ich gebe mal 0,5 Punkte mehr als mein Kollege Volker bei der letzten Rezi und oben drauf gibt es natürlich noch eine klare Kaufempfehlung für die angesprochenen Metalheads da draußen!

WERTUNG:





Trackliste:

01. A New Design
02. Futuristic Phsyco
03. Don't close your Eyes
04. All for Metal
05. Voice of Reason
06. Thunders of Extreme
07. Needle in the Eye
08. In Silence we Scream

Julian

THIRTEEN STARS - The White Raven

Band: Thirteen Stars
Album: The White Raven
Spielzeit: 35:07 min.
Stilrichtung: Retro Rock, Hardrock
Plattenfirma: Off Yer Rocka Records
Veröffentlichung: 11.12.2015
Homepage: www.facebook.com/thirteenstars

LED ZEPPELIN, QUEEN, THE ROLLING STONES, FREE und THE BEATLES – das sind wohl mit die häufigsten Einflüsse, wenn man die Pressetexte diverser Retro-Kapellen liest. Das gehört schon lange zum guten Ton, langweilt aber mit Verlaub nicht erst seit gestern. Auch bei den Briten THIRTEEN STARS ist das so, denn exakt in dieser Reihenfolge werden die Bands hier genannt. Aber nicht nur im Retrobereich ist die Lage schon lange unübersichtlich geworden. Jede noch so kleine Sparte des harten Rock wird von unzähligen Bands bevölkert und man wundert sich, dass das ganze Konstrukt noch nicht zusammengebrochen ist. Die einen kommen, die anderen gehen, so war das schon immer – und oft kristallisiert sich eine richtig gute Band erst bei ihrer Live-Performance heraus. Das hat der Schreiber dieser Zeilen in den letzten Jahren verstärkt zur Kenntnis nehmen müssen.

Und während in den oberen Sphären der eine geht (Lemmy – Gott hab ihn selig), kommen die anderen wieder ums Eck (GUNS´N ROSES mit ihrer Re-Union), um noch ein paar Dollars zu machen. Ob wohl die Trennung von Neu-Sänger Tony Harnell und SKID ROW wirklich ein Zufall war? Ein Schelm, der Böses dabei denkt...aber ich schweife ab. Ein paar Ebenen weiter unten bringt sich wieder einmal eine neue Band in Stellung. THIRTEEN STARS nennt sich der Zusammenschluss von Hoss Thompson (vocals, guitars), Jax Sedgwick (guitars), Andy Bates (drums) und Matthew Eden (bass) sowie Keyboarder Bennett Holland. Anfangs als Soloprojekt von Thompson gedacht, entwickelte sich bald schon eine Band daraus. Auch das soll es geben...

Seit der Gründung im August 2009 entstanden drei Alben in Eigenregie und dennoch ist „The White Raven“ das offizielle Debüt der Briten. Und das startet mit einer Mischung aus Country und Retro Rock. THIRTEEN STARS nennen das „Beautifully Numb“. „Circus Of Dreams“ kommt da schon eine Nummer härter daher. Mit cooler Hammond und hartem Riffing packen die Briten den Hammer aus. Läuft gut rein, das Ding! Weitaus glatter und polierter präsentiert sich „Tired Of Waiting“. Nach dem vor Roots-Rock nur so triefenden „Daddy´s Girl“ und dem verwinkelten „Fool´s Heart“ schleicht sich mit „If You´re Gonna Break My Heart“ ein waschechter Melodic Rock Song auf die Platte.

So weit, so gut, aber: beim Komponieren von „Breadline“ ist sicher zu viel von HELEN SCHNEIDER´s „Rock´n Roll Gypsy“ im Hintergrund gelaufen und der große Rest der Platte kann das bisher gebotene entweder nur noch wiederholen oder reicht erst gar nicht daran heran.

Freilich bietet „The White Raven“ gute Musik. Aber bei der riesigen Horde an Konkurrenten kann es gut sein, dass THIRTEEN STARS nicht so glänzen können wie sie gerne möchten. Und auch die Fans werden aufgrund der Übersättigung des Genres sicher erst drei mal hinhören, bevor sie sich von Songs wie „Circus Of Dreams“ oder „Daddy´s Girl“ einwickeln lassen. Schade eigentlich, aber irgendwie auch nachvollziehbar – uns Schreiberlingen geht es ja nicht anders.

WERTUNG:






Trackliste:

1. Beautifully Numb
2. Circus Of Dreams
3. Tired Of Waiting
4. Daddy´s Girl
5. Fool´s Heart
6. If You´re Gonna Break My Heart
7. Breadline
8. Long Drop Short Stop
9. Right For Wrong
10. Rocka Bye Baby

Stefan

Montag, 11. Januar 2016

HELL IN THE CLUB - Shadow Of The Monster

Band: Hell In The Club
Album: Shadow Of The Monster
Spielzeit: 43:10 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 22.01.2016
Homepage: www.hellintheclub.com

Vor gut einem Jahr servierten uns die Italiener HELL IN THE CLUB ihr zweites Langeisen „Devil On My Shoulder“ (Rezi HIER). Das konnte durchweg gefallen und man merkt diesem Unterfangen nicht an, dass es sich eigentlich um ein Spaßprojekt von Musikern handelt, die „hauptberuflich“ in härteren Gefilden unterwegs sind. Für Album Nummero 3 hat sich zumindest im Line-Up eine Kleinigkeit geändert, denn neben Dave (vocals, ELVENKING), Andy (bass, SECRET SPHERE) und Picco (guitars) hat sich ein gewisser Lancs hinter die Schießbude geklemmt. DEATH SS Schlagwerker Fede ist nicht weiter mit von der Partie.

Das Süppchen, das das Quartett aber auch auf „Shadow Of The Monster“ kocht, ist von der Rezeptur her sehr ähnlich wie in der Vergangenheit. Das lässt schon das Coverartwork des amerikanischen Künstlers Nathan Thomas Milliner vermuten, das sich schön an den Vorgänger anlehnt. Aber auch schon die ersten Höreindrücke bestätigen diese Vermutung. Gut so, denn mit ihrem hochmelodischen Hardrock machen die Italiener absolut nichts falsch. Aufgenommen wurde die Scheibe übrigens von Simone Mularoni (DGM) in San Marino.

Gute Laune versprüht der Silberling fast über die komplette Spielzeit. Der Einstieg ist mit „DANCE!“ aber erstklassig gewählt. Das folgende „Enjoy The Ride“, das auch als erste Single auserkoren wurde, gehört dann eher in die Schublade Sicherheitsnummer. Der Song ist echt nicht schlecht, aber man hat schon besseres von HELL IN THE CLUB gehört. Besser machen es die vier beim erneut bärenstarken Titeltrack, dem kräftig rockenden „Appetite“ oder dem Kracher „Try Me, Hate Me“.

Erneut ist es HELL IN THE CLUB gelungen, eine sehr ansprechende Liedersammlung auf ihrem Album zu präsentieren. Zwar gehen die vier Musiker aus Italien dabei nicht den steinigen Weg und flechten unverwechselbare Trademarks in ihren Sound ein sondern bedienen sich mehr oder weniger aus dem Fundus der Achtziger. Ansprechend sind die zehn Songs inklusive der abschließenden Coverversion „Money Changes Everything“ aber allemal. Ein starkes Album zum Jahresanfang, da bleibt kein Auge trocken.

WERTUNG:






Trackliste:

1. DANCE!
2. Enjoy The Ride
3. Hell Sweet Hell
4. Shadow Of The Monster
5. The Life & Death Of Mr. Nobody
6. Appetite
7. Naked
8. Le Cirque des Horreurs
9. Try Me, Hate Me
10. Money Changes Everything

Stefan

THE SILENT COMEDY - Friends Divide

Band: The Silent Comedy
Album: Friends Divide
Spielzeit: 21:37 min.
Stilrichtung: Retro Rock
Plattenfirma: Singleton Records
Veröffentlichung: 02.02.2016
Homepage: www.thesilentcomedy.com

Die US-amerikanische Rockszene ist gar nicht in so einem schlechten Zustand, wie allgemein vermutet wird. Doch neben den unzähligen NICKELBACK´s und FIVE FINGER DEATH PUNCH´s der dortigen Szene ist der Weg ein weiter, wenn man sich etwas Gehör verschaffen möchte. Zumindest, wenn der Widerhall bis nach Europa reichen soll. Doch es gibt seit geraumer Zeit eine Booking Agency namens Teenage Head Promotion, die viele tolle Retrobands aus den USA regelmäßig im deutschsprachigen Raum touren lässt und bei dieser Gelegenheit auch gleich deren aktuellste Veröffentlichung promotet. Perlen wie FEEDBACK REVIVAL (Rezi HIER), JARED JAMES NICHOLS (Rezi HIER) oder ROBERT JON & THE WRECK (Rezi HIER) haben auf diese Weise hierzulande schon Aufmerksamkeit bekommen. Mittlerweile hat sich intern zwar einiges geändert, aber ich bin mir sicher, dass die neue Mannschaft mit genau so viel Leidenschaft auf die Suche nach tollen Retrobands aus den USA gehen wird.

Eines der neuesten Themen ist eine Band namens THE SILENT COMEDY, deren EP „Friends Divide“ zwar in ihrer Heimat schon 2013 veröffentlicht wurde, im Februar 2016 aber erst hier offiziell zu kaufen sein wird. Die Band aus San Diego wurde gegründet von den Brüdern Jeremiah und Joshua Zimmerman, die in ihrer frühen Jugend eher auf Kapellen wie RAGE AGAINST THE MACHINE oder AT THE DRIVE-IN standen. Umso verwunderlicher ist der Sound, den sie hier auftischen. Eine Mischung aus Folk, Americana und Blues hat sich das Quartett auf die Fahnen geschrieben. Im Laufe ihres Lebens haben sie Bands wie THE QUEENS OF THE STONE AGE, DROPKICK MURPHYS aber auch DAVE MATTHEWS BAND lieben gelernt. Für letztere haben sie in den vergangenen Jahren schon des öfteren den Anheizer spielen dürfen. Ihre Musik wurde in Werbespots von VW, Cinemax oder in TV Serien wie „Hatfield & McCoys And The Men Who Built America“ verwendet.

Ihr erstes Album „Common Faults“ entstand bereits 2010, drei Jahre später spielten THE SILENT COMEDY diese sechs Stücke ein, die jetzt als „Friends Divide“ auch in Europa Halt macht. Mit lockerer Banjo-Untermalung und stoischem Rhythmus startet „God Neon“ in eine fürwahr kurzweilige Zeit. „Always Two“ würde auch perfekt auf ein aktuelles Album von MIKE TRAMP passen und das atmosphärisch schleppende „Light Of Day“ setzt weitere Akzente. Aber natürlich macht auch die zweite Hälfte dieser gut 21 Minuten Spaß. Das akustisch beginnende „Simple Thing“ entpuppt sich als richtige Gute-Laune Nummer und nimmt den Weg der letzten beiden Songs vorweg. Diese sind nämlich komplett akustisch gehalten.

Mit „Friends Divide“ geben THE SILENT COMEDY eine sehr starke Visitenkarte ab und verblüffen mit einer Selbstverständlichkeit, die oftmals nicht einmal etablierte Bands an den Tag legen können. Diese EP ist somit ein gefundenes Fressen für alle Retro-Fans, die auch mit Americana und Folk etwas anfangen können und nicht immer bratende Gitarren oder halsbrecherisch schnellen Doublebass haben müssen. Stark!

WERTUNG:






Trackliste:

1. God Neon
2. Always Two
3. Light Of Day
4. Simple Thing
5. You Don´t Know Me
6. Ghosts

Stefan

Freitag, 18. Dezember 2015

MESSENGER - Starwolf-PT.II: Novastorm

Band: Messenger
Album: Starwolf – PT. II: Novastorm
Spielzeit: 50:10 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma:  Massacre Records
Veröffentlichung: 04.12.2015
Homepage: www.messengerband.de

Zwei Jahre nach ihrem ersten Teil der Starwolf Saga (REZI) kehren die Jungs von MESSENGER dieser Tage mit dem zweiten Teil „Novastorm“ zurück auf unsere Bildfläche. Geboten wird uns hier erneut, wie auch schon zuvor, Heavy Metal mit bombastischen Chören und der besonderen Pirate Metal Note, also RUNNING WILD.
2014 war für die Band ein gutes Jahr konnte man doch als Support für PRIMAL FEAR und BULLET viele neue Fans gewinnen und auch auf einigen Festivals ordentlich Fuß fassen. Anfang des Jahres gab es schon mit „Captain's Loot“ eine erste EP zu bestaunen und danach wurde letzte Hand an das mir nun vorliegende neue Album gelegt. Unterstützung erhielten die Jungs dieses Mal von Produzent Charles Greywolf (POWERWOLF).
Als Opener dient „Sword of the Stars“. Nach etwas atmosphärischen Vorgeplänkel präsentiert man uns hier gewohnte MESSENGER Kost die auch schon so auf dem ersten Teil der Starwolf Saga hätte stehen können. Der Chorus ist hier wie immer top und auch das restliche passt soweit von daher können wir hier ziemlich schnell einen ersten Harken hinter den ersten Anspieltipp machen. In eine ähnliche Kerbe schlagen dann auch die anschließenden „Privateer's Hymm“ und „Wings of Destiny“ wobei letztgenannter der eingängigere von beiden ist und somit direkt auf unsere Anspieltippliste wandert.
Von einem ganz andere Kaliber, nämlich wesentlich ruhiger und atmosphärischer ist das folgende „Frozen“ was sich dadurch und durch seine Qualität auch ziemlich schnell einen Platz auf der zuvor angesprochenen Liste sichert.
Der anschließende Titeltrack „Novastorm“ sowie „Pleasure Synth“, auch wenn man hier sehr schön vollkommen unterschiedliche Gesangsstile präsentiert bekommt, können dann das eingeschlagene Qualitätsniveau leider nicht nicht ganz halten! Gehen wir also schnell weiter zu den letzten vier Songs wo man bei „Captain's Loot“ und „Fortress Freedom“ wieder so richtig schön in die Vollen greift und direkt überzeugen kann. Aber auch die anderen Songs können sich durchaus hören lassen und sind von Totalausfällen meilenweit entfernt.
Somit endet das Album recht versöhnlich und bildet sowohl musikalisch wie auch geschichtlich eine ordentliche Fortsetzung der Star Wolf Saga von MESSENGER.

Anspieltipps:

Am besten kommen “Sword of the Stars”, “Wings of Destiny”, “Frozen”, “Captain's Loot” sowie “Fortress of Freedom” aus den Boxen.

Fazit :

Wie auch schon beim ersten Teil der Saga ist auch hier beim zweiten Teil das Gesamtkonzept der Scheibe wirklich wunderbar durchgezogen! Der ein oder andere Durchhängersong hat sich leider auch hier wieder eingeschlichen, aber im Großen und Ganzen kann ich den neuen MESSENGER Diskus auf jeden Fall Fans der Band sowie Genrefreaks gleichermaßen empfehlen!
Die Metaldaumen gehen hier also definitiv wieder nach oben und die Starwolf Saga wird ordentlich weitergeführt.

WERTUNG:






Trackliste:

01. Sword of the Stars
02. Privateer's Hymm
03. Wings of Destiny
04. Frozen
05. Novastorm
06. Pleasure Synth
07. Captain's Loot
08. Warrior's Ride
09. Wild Dolly
10. Fortress of Freedom
11. Keep your Dreams Alive (Digipack Bonus)
12. In Morgan we trust (Digipack Bonus)

Julian

EUROPE - War of Kings (Special Edition Bonus DVD)

Band: Europe
Album: War Of Kings – Special Edition (+ Bonus DVD)ecial Edition)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Hell&Back Recordings/UDR
Veröffentlichung: 04.12.2015

Bereits am 4. Dezember haben EUROPE eine aufgefettete Version Ihres letzten Erfolgsalbums „War Of Kings“ in einer Special Edition unters Volk gebracht: die neue Ausgabe beinhaltet neben dem regulären, starken Album eine Bonus DVD mit dem kompletten Auftritt der Band bim diesjährigen Wecken Open Air.

In der Setlist stehen alte Klassiker der Hair-Metal Ära (wie z.B. die unkaputtbaren "Superstitious" oder "Let The Good Times Rock" von dem Sahnealbum „Out Of This World“, und natürlich "Rock The Night" und "The Final Countdown") völlig gleichberechtigt neben vielen Stücken neueren Datums ("Hole In My Pocket", "Praise You"), die mit einer wunderbaren Nonchalance und Selbstverständlichkeit runtergezockt werden, dass gar keine Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Jungs aufkommen. Und wer bei den letzten Alben noch Zweifel daran hatte, dass EUROPE die Metamorphose zur rootsigen, hard rockenden Retro-/Classic Rock Band final vollzogen haben, der wird mit diesem geilen Auftritt eines Besseren belehrt. Neben dem gewohnt saustarken John Norum an der Gitarre, der mittlerweile einen absolut eigenständigen, herrlich saftigen Sound gefunden hat, glänzt vor allem Frontmann Joey Tempest. Der Mann hat nichts von seinem Charisma eingebüsst und ist stimmlich immer noch in Bestform. Eine einfach ausgeleuchtete Bühne, kein Schnick-Schnack – nur eine blendend aufgelegte Band, ein Sack voll Klassiker und ein dankbares Publikum. Mehr brauchts nicht für eine gehaltvolles Konzert-Erlebnis. Live in Wacken und dank der vorliegenden DVD/Blu-Ray nun auch zu Hause. Die Videobilder sind unaufgeregt geschnitten und bringen ein tolles Live_feeling rüber - ebenso wie der schön trockene, direkte Sound der Aufnahmen.

Die „War Of Kings“ Special Edition gibt es in 3 Formaten: Ecolbook CD+DVD, Ecolbook BluRay+CD, Limited Edition Deluxe Package (mit „War Of Kings“ CD + DVD + BluRay und Fotobuch) sowie eine Audio Version des Wacken Aufrittes. Wer das Original Album also noch nicht im Regal stehen hat kriegt hier einen echten Mehrwert und zusätzlichen Kaufanreiz geboten. Gutes Package.

WERTUNG: ohne Wertung

Trackliste (Bonus DVD):

01. War of Kings (Live at WACKEN 2015)
02. Hole In My Pocket (Live at WACKEN 2015)
03. Superstitious (Live at WACKEN 2015)
04. Scream of Anger (Live at WACKEN 2015)
05. Last Look at Eden (Live at WACKEN 2015)
06. Second Day (Live at WACKEN 2015)
07. Firebox (Live at WACKEN 2015)
08. Sign of the Times (Live at WACKEN 2015)
09. Praise You (Live at WACKEN 2015)
10. The Beast (Live at WACKEN 2015)
11. Ready or Not (Live at WACKEN 2015)
12. Girl From Lebanon (Live at WACKEN 2015)
13. Nothin’ To Ya (Live at WACKEN 2015)
14. Let The Good Times Rock (Live at WACKEN 2015)
15. Rock The Night (Live at WACKEN 2015)
16. Days of Rock N Roll (Live at WACKEN 2015)
17. The Final Countdown (Live at WACKEN 2015)

Mario

Mittwoch, 16. Dezember 2015

THE CHRONICLES PROJECT - When Darkness Falls

Band: The Chronicles Project
Album: When Darkness Falls
Spielzeit: 69:27 min
Stilrichtung: Progressive/Power Metal
Plattenfirma: Power Prog
Veröffentlichung: 11.12.2015
Homepage: www.facebook.com/TheChroniclesProject

Der ehemalige J.R BLACKMORE Keyboarder Malte Rathke hatte 2011 die Idee ein eigenes Metalopernprojekt ins Leben zu rufen. Nach einigen Versuchen in seiner lokalen Umgebung geeignete Mitmusiker zu finden, machte er sich international über das Internet auf die Suche. Und siehe da seine Idee stieß auf Gegenliebe und zusammen mit seinen Mitstreitern beschloss er ein Projekt ins Leben zu rufen welches eine von ihm erdachte Geschichte, diese hier auszuführen würde den Rahmen sprengen, schaut einfach bei Interesse auf die Bandwebseite, über mehrere Alben erzählt. Ganz im Stile einer Metaloper halt wie AVANTASIA oder AYREON. Der Name seines Babys ist dann auch relativ passend THE CHRONICLES PROJECT. Vom Stil her könnte man so Bands wie KAMELOT, BLIND GUARDIAN oder auch VANDEN PLAS als Vergleich her nehmen.
Kurz seien hier die beteiligten Sänger erwähnt, denn schließlich hat man diese am ehesten vor dem geistigen Auge beim hören. Andi  Kravljaca (THAUROROD, AEON ZEN, SILENT CALL), Dave Esser,  Rob  Lundgren  (POWERDRIVE),  Vasilis  Georgiou  (BLACK FATE)  und Patricia Romera Holgado liehen Malte ihre Stimmen.
So genug Hintergrundinfos, stürzen wir uns mit dem einleitenden Intro „Prologue: Our Souls“ in die anspruchsvolle Geschichte, die hier wunderbar eingeleitet wird.
Als ersten „richtigen“ Track tritt uns dann „Forever“ entgegen. Mit atmosphärischen Keyboards und der dazu passenden Untermalung geht das Ganze schon mal ordentlich los. Es entwickelt sich ein flotter Midtempotrack der eindeutig vom Keyboard und den tollen Gesang getragen wird. Da der Chorus auch absolut in Ordnung geht ist der Quasi Opener schon mal sehr ordentlich gelungen!
Beim folgenden „Void of the Damned“ geht man irgendwie mehr in die Symphonic Ecke, ohne das das jetzt eine qualitative Aussage sein soll. Der Song an sich ist nämlich, wie sein Vorgänger auch, ganz ordentlich gelungen. Der richtige Oberhammer fehlt aber irgendwie noch, mal schauen ob er bei den nächsten Tracks zu finden ist?
Ja und endlich haben wir hier dann auch mal ein paar Ohrbomben zu verkünden! Das abwechslungsreiche, toll eingeleitete „The Last Embrace“, das mit weiblicher Unterstützung gesungene „A Dangerous Journey“ oder der Titeltrack „When Darkness Falls“ sind solche glänzende Beispiele. Dazwischen können wir aber auch den ein oder anderen Durchhänger nicht verschweigen „Into Infinity“ ist zum Beispiel so einer. Übrigens, die Geschichte wird nicht nur von den Songs, sondern auch von atmosphärischen Zwischenstücken weitererzählt, von denen uns auch zwischendurch das ein oder andere begegnet.
Aber weiter im Text! Mit „Believe“ haben wir den nächsten Ohrwurm zu vermelden, dicht gefolgt von „Promised Lands“ wo man sich schön in der Melodic Metalecke in feinster HELLOWEEN und Co Manier suhlt.
Nach 16 Songs die teils mehr, teils weniger zünden sind wir nun im letzten Drittel der Scheibe angekommen und hier gibt es leider keine Wunderwerke mehr zu vermelden, nur noch Füllmaterial (wenn wir vom musikalischen ausgehen) in Form von Zwischenstücken und ein Bonussong der aber auch nicht so ganz glänzen kann.
Schade zum Schluss wurde hier eindeutig Potential verschenkt!

Anspieltipps:

Dieses Mal kann ich euch “The Last Embrace”, “A Dangerous Journey”, “When Darkness Falls”, “Believe” sowie “Promised Lands” nennen.

Fazit :

Tja eigentlich ist das Debütalbum von “The Chronicles Project” ganz ordentlich gelungen und das ohne wohlgemerkt die ganz großen musikalischen Namen dabei zu haben! Was der Platte leider ein wenig das Genick bricht sind einfach die vielen Zwischenstücke, die zwar für die Geschichte wichtig sind, aber einfach in zu großer Anzahl auftreten. Dadurch wird die Platte einfach zu lang und man schafft es nicht ganz das teilweise sehr ordentliche Qualitätsniveau bis zum Schluss durchzuhalten!
Aber, das ist auch etwas meckern auf hohem Niveau, denn die Anspieltipps und auch die Benotung zeigen es ja, sooo schlecht ist das Ganze jetzt auch nicht und ich denke Genre als auch Metalopernfans werden hier definitiv auf ihre Kosten kommen!

WERTUNG:






Trackliste:

01. Prologue: Our Souls
02. Forever
03. Void of the Damned
04. The Last Embrace
05. A Dangerous Journey
06. Into Infinity
07. Interlude I: The Confession
08. When Darkness falls
09. Believe
10. My Revolution
11. Interlude II: Release Me
12. The Dark Symphony
13. Promised Lands
14. Until you're Mine
15. Conclusion: Sill Alive
16. Chronicles of a Strange Mind (Bonustrack)

Julian

BEORN - Time to Dare

Band: Beorn
Album: Time to Dare
Spielzeit: 41:23 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 30.10.2015
Homepage: www.beorn-metal.com

Die Gründung der Metaller von BEORN geht auf das Jahr 2008 zurück wo Gitarrist Andrey Zvonaryov und Basser Alexey Zvonaryov ein neues musikalisches Kapitel aufschlagen wollten. Bis 2012 war das Ganze ziemlich unbeständig und viele Mitmusiker kamen und gingen, ab Ende des Jahres ging es aber steil bergauf nachdem man die Single „The chest of deadman“ veröffentlichte. Da diese guten Zuspruch von den Fans und der Presse bekam machte man sich daran das Debütalbum aufzunehmen, welches nun mit dem Titel „Time to Dare“ vor mir liegt.
Musikalisch bewegt man sich in der Schnittmenge zwischen Melodic und Symphonic Metal mit vielen Keyboards. Die Zielgruppe dürfte also daher relativ schnell ausgemacht sein!
Als Opener des Debüts fungiert „From here to eternity“ welches nur ein instrumentales Intro darstellt, welches nicht weiter erwähnenswert ist. Deswegen schnell weiter zum ersten richtigen Track „Riders of the Sky“. Ein flotter Midtempobanger ist dieser geworden der ganz ordentlich aus den Boxen kommt. Definitiv klar kommen muss man mit dem Gesang, der ist dann stellenweise doch recht hoch, das dürfte nicht jedermanns Geschmack sein.
Beim anschließenden „Star Ocean“ gibt es zu Beginn Konsolengedächtnissound zu hören, eine nette Spielerei die einen irgendwie direkt an seine Jugend erinnert. Aber zurück zur Musik, die ist nämlich hier das erste Mal ganz ordentlich, denn flinke Gitarrenriffs wechseln sich ab mit einprägsamen Melodien und über allen thront durchgängig das Keyboard. Muss man mögen ist aber insgesamt ganz ok!
Bei „In Quest for Planet Eden“ drückt man mir aber zu sehr auf die Tränendrüse und auch ansonsten ist das Ganze eher eine durchschnittliche Angelegenheit geworden.
Ganz anders tönt dann die folgenden, schon angesprochene, Single „The Chest of Deadman“ aus den Boxen hier hat man es wieder geschafft einen richtigen Ohrwurm zu kreieren.
Die zweite Hälfte der Scheibe wird eingeleitet vom Zwischenstück „Space Invaders“ welches nicht weiter erwähnenswert ist. Erwähnenswerter ist dann schon das anschließende, schnelle „Phantom Ship“ sowie das Albumendstück „Coming home“. Hier haben die Jungs wieder alles richtig gemacht und die Songs zünden direkt zu Beginn. Alles andere ist leider wieder eher durchschnittlich geworden.

Anspieltipps:

Dieses Mal gebe ich euch "The Chest of Deadman”, “Phantom Ship” sowie “Coming home” mit auf den Weg.

Fazit :

BEORN haben mit ihrem Debütalbum leider nicht den großen Wurf gelandet. Dafür sind viele Songs auf der Scheibe einfach nicht zwingend genug und vieles hat eher durchschnittlichen Charakter. Das was gut ist, ist dann aber wie so gut das man sich die Jungs vielleicht doch merken sollte!
Ich denke wenn man vielleicht etwas mehr an Professionalität zulegt und mehr routinierter vorgeht dann kann das zweite Album wesentlich besser werden.
So bleibt abschließend nur eine durchschnittliche Leistung übrig, mit der man in der aktuellen Veröffentlichungsflut wohl keinen Blumentopf gewinnen wird!

WERTUNG:






Trackliste:

01. From here to eternity
02. Riders of the Sky
03. Star Ocean
04. In quest for planet Eden
05. The chest of deadman
06. Space Invaders
07. Galaxy in Flames
08. Phantom Ship
09. Ray of Hope
10. The Beast
11. Coming home

Julian

Montag, 14. Dezember 2015

JOHNNY LIMA - Unplug´n Play

Band: Johnny Lima
Album: Unplug´n Play
Spielzeit: 42:09 min.
Stilrichtung: Acoustic
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 01.12.2015
Homepage: www.johnnylima.com

Nächstes Jahr feiert das lange vergriffene Debütalbum des kalifornischen Sängers und Songwriters JOHNNY LIMA sein zwanzigstes Jubiläum. Vier weitere Longplayer hat der sympathische Blondschopf seitdem auf den Weg gebracht und ist sich immer selbst treu geblieben. Das 2014 erschienene „My Revolution“ (Rezi HIER) ist das bisher abwechslungsreichste aber auch modernste Werk. Jetzt geht JOHNNY LIMA mit seinem neuen Album „Unplug´n Play“ in eine komplett andere Richtung. Wie es der Titel schon erahnen lässt, bringt LIMA ein Akustikalbum auf den Weg, das allerdings mit Schlagzeug und Bass angereichert wurde. Semi-akustisch wäre vielleicht die richtige Bezeichnung dafür. Aber egal, wie man es dreh und wendet, auf „Unplug´n Play“ befinden sich zehn komplett neue Stücke und nicht eine Aufarbeitung alten Materials.

Und wer vermutet, dass sich JOHNNY LIMA hier nur Balladen ans Bein gebunden hat, der irrt gewaltig. Klar, langsame Songs sind prädestiniert dazu, derart umgesetzt zu werden, aber es gibt auch coole Akustikrocker. „Hallelujah (What´s It To Ya)“ ist so einer. Komplettiert mit etwas Percussion strahlt diese Nummer eine enorme Coolness aus und liefert ganz nebenbei noch einen Ohrwurm. Aber auch „Superman“ oder „I Got The Girl“ sind schöne Beispiele für diese Spezies. Dass der Ami aber auch Balladen drauf hat, hat er in der Vergangenheit schon zur Genüge bewiesen. Auf „Unplug´n Play“ stehen natürlich mehr als sonst im Aufgebot. Ein besonderes Exemplar dafür ist „I´m On My Way“, eine wirklich wunderschöne Nummer. Auch „Still Doing Nothing At All“ oder das eröffnende „So Excited“ haben eine enorme Strahlkraft.

Ein Akustikalbum ist zwar keine Neuheit an sich, ein akustisches Album mit komplett neuen Songs ist aber doch eher die Ausnahme. Wenn sich dann noch solch prächtige Songs wie „Hallelujah“ oder „I´m On My Way“ darunter befinden, muss man dieses Projekt definitiv näher betrachten. Im Falle von „Unplug´n Play“ gilt im Grunde das, was JOHNNY LIMA schon immer ausgezeichnet hat: der Junge steht für Qualität, denn er macht Musik mit Herz und Leidenschaft – immer. Und so ist auch dieses neue Projekt von JOHNY LIMA sehr hörenswert und es passt noch dazu perfekt in die „stille“ Vorweihnachtszeit.

WERTUNG:





Trackliste:

1. So Excited
2. Still Doing Nothing At All
3. I Do
4. Hallelujah (What´s It To Ya)
5. Feel What It´s Like To Be Loved
6. Superman
7. I´m On My Way
8. Nothing´s Worth Losing You
9. Let It Shine
10. I Got The Girl

Stefan

THRESHOLD - European Journey (Live)

Band: Threshold
Album: European Journey (Live)
Spielzeit: 110:58 min.
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Nuclear Blasst
Veröffentlichung: 13.11.2015
Homepage: www.thresh.net

Musiker haben es nicht leicht – besonders wenn es um die Gestaltung des Live-Sets geht stehen viele Bands vor kniffligen Herausforderungen. Und wenn man dann noch auf den Namen THRESHOLD hört, zehn tolle Alben auf dem Kerbholz und viele ellenlange Songs im Repertoire hat, wird die Sache nicht leichter. Und so tummeln sich 15 Songs auf dem neuen und mittlerweile vierten Konzertmitschnitt der britischen Progressive Metaller – und dem gleichzeitig ersten mit Damian Wilson am Mikrofon. Diese 15 Songs haben allerdings eine satte Spielzeit von über 110 Minuten. Natürlich rücken THRESHOLD ihr letztes Studiowerk „For The Journey“ (Rezi HIER) in den Fokus – immerhin 5 der 8 Stücke kommen auf „European Journey“ zum Zug.

Aber auch eine schöne Auswahl älterer Songs runden diesen Doppeldecker ab. Technisch wie immer auf höchstem Niveau zeichnen die Vorzeige-Proggies ein rundes Bild ihres bisherigen Schaffens, ohne sich ständig zu wiederholen. Überschneidungen mit älteren Livemitschnitten halten sich in Grenzen. Immerhin ist der letzte auch schon 9 Jahre her, seitdem hat man mit „Dead Reckoning“, „March Of Progress“ oder eben „For The Journey“ großartiges Material ausgearbeitet.

Angefangen von Hits wie dem Opener „Slipstream“ oder „Watchtower Of The Moon“ über das ellenlange „Pilot In The Sky Of Dreams“ bis hin zu Songs wie „Ashes“ oder „Coda“ gibt es einen guten Querschnitt zu hören. Aber auch älteres Liedgut wie „Part Of The Chaos“ vom 1997er Werk „Extinct Instinct“ oder Beiträge vom 2004er Album „Subsurface“ („Mission Profile“, „Ground Control“) lassen sich immer noch gut an.

Komplett kann man eine derartige Diskografie sowieso nicht erfassen, deshalb sparen wir uns sämtliches Gemecker über fehlende Tracks, die ja unbedingt auf so einer Doppelscheibe stehen müssen. Fans der Band kommen voll auf ihre Kosten, denn sie erleben eine der besten und vor allem beständigsten Prog-Metalbands dieses Planeten in Hochform, dass man sich vornehmlich auf neuere Songs beschränkt, ist in diesem Fall lediglich Nebensache. Diese Live-Scheibe ist durchaus eine Investition wert.

WERTUNG: ohne Wertung

Trackliste:

1. Slipstream
2. The Hours
3. Liberty Complacency Dependency
4. Ground Control
5. Unforgiven
6. Long Way Home
7. Part Of The Chaos
8. Coda
9. Watchtower On The Moon
10. Pilot In The Sky Of Dreams
11. Lost In Your Memory
12. Mission Profile
13. The Box
14. Turned To Dust
15. Ashes

Stefan

HAREM SCAREM - Live The The Phoenix

Band: Harem Scarem
Album: Live At The Phoenix
Spielzeit: 87:40 min. + DVD
Stilrichtung: Melodic Rock, Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 04.12.2015
Homepage: www.haremscarem.com

Weihnachten ist nur einmal im Jahr, und so gibt es zum Fest der Liebe zahlreiche Kompilationen, Spezialeditionen und natürlich Livealben in rauen Mengen von allen möglichen Künstlern sämtlicher Genres. Da die Rockfans immer noch die wohl finanzstärkste Klientel im kompletten Feld der Musikkäufer ist, stehen natürlich speziell in diesem Bereich viele Neuigkeiten in den Regalen. Vor ziemlich genau einem Jahr hat eine Band ein furioses Comeback hingelegt, von der schon bei der Trennung ein solches erwartet wurde. Die Rede ist von den kanadischen Hardrockern HAREM SCAREM. Die Band um Sänger und Aushängeschild Harry Hess hat in ihrer Karriere schon manchen Klassiker zu verantworten und so schien die Zeit reif für ein Live-Dokument. Immerhin ist ihre letzte regulär und außerhalb Japans erhältliche Liveplatte mit „Live At The Gods 2002“ schon 13 Jahre her (lassen wir die 2008 in kleiner Stückzahl veröffentlichte „Live At Firefest“ mal außen vor).

Und mit dem immer noch aktuellen Studiodreher „13“ (Rezi HIER http://rock-garage-magazine.blogspot.de/2014/12/harem-scarem-13.html) haben die Kanadier ein wirklich starkes Album abgeliefert. Ein perfekter Zeitpunkt also, um auf Konzertebene nachzulegen. Material genug hat das Quartett ja allemal. Und so tummeln sich auf den zwei CD´s zwanzig Songs aus allen Epochen der Formation.

Angefangen von neuen Stücken wie dem Opener „Garden Of Eden“, „The Midnight Hours“, „Troubled Times“ und „Saints And Sinners“ über Material, das am Anfang des Jahrtausends entstanden ist (z.B. „Killing Me“ oder „Dagger“ bis hin zu den Hits der beiden ersten Alben. „Hard To Love“ verbraten die Jungs gleich an zweiter Stelle und legen gleich „Saviors Never Cry“ nach. Das Feuerwerk wird komplettiert von Hymnen a´la „Slowly Slippin Away“ oder „Sentimental Boulevard“. Natürlich kommen auch Alben wie „Human Nature“ von 2006 oder „Voice Of Reason“ von 1995 zum Zug.

Die Mischung stimmt also und die potentiellen Hits werden nicht blind an den Schluss gestellt. Außerdem ist es schon fast erstaunlich, wie roh und ungeschönt die Kanadier hier rocken. HAREM SCAREM hatten schon immer ihren eigenen Stil, und den zelebrieren sie natürlich auch auf „Live At The Phoenix“. Das Package kommt übrigens nicht nur mit zwei CD´s daher sondern beherbergt noch eine Blu Ray bzw. DVD dieses Konzerts (die uns leider nicht vorlag).

WERTUNG: ohne Wertung

Trackliste:

CD 1:

1. Garden Of Eden
2. Hard To Love
3. Saviors Never Cry
4. Dagger
5. Distant Memory
6. The Midnight Hours
7. Mandy
8. Killing Me
9. Slowly Slipping Away
10. Troubled Times

CD 2:

1. Sentimental Blvd.
2. Turn Around
3. Stranger Than Love
4. All I Need
5. Saints And Sinners
6. So Blind
7. Human Nature
8. Voice Of Reason
9. Change Comes Around
10. No Justice

Stefan

Freitag, 11. Dezember 2015

CARSTEN LIZARD SCHULZ SYNDICATE - The Day the Earth stopped turning

Band: Carsten Lizard Schulz Syndicate
Album: The Day the Earth Stopped turning
Spielzeit: 83:05 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma:  Power Prog
Veröffentlichung: 20.11.2015
Homepage: www.carstenschulz.com

Schau mal an: Carsten „Lizard“ Schulz der mit Bands wie DOMAIN und EVIDENCE ONE seinen großen Durchbruch hatte und in letzter Zeit seine Stimme Bands wie FROZEN RAIN oder RIEK PRIEM'S PRIME geliehen hatte, bringt nun sein ersten Soloalbum, welches übrigens mehrere Jahre in der Mache war, auf den Markt. Der Titel „The Day the Earth Stopped turning“ sowie der Umfang von gleich zwei CDs lassen auf ein echtes Mammutprojekt schließen!
Dann schaut man auf die Stilbezeichnung und man liest mit Hard Rock die nächste Überraschung, war der Lizard doch bislang eher in der Heavy Rock und Melodic Rock/Metal Szene unterwegs. Da scheint jemand seine Passion ausleben zu wollen! Na uns kann es ja recht sein, so lange etwas Gutes dabei herauskommt.
Da der gute Lizard ja kein Multiinstrumentalist ist, tummeln sich auf seinem Soloalbum viele Musiker aus seinem Bekanntenkreis. Da hätten wir zum Beispiel für die Bassfraktion unter anderem Thomas „Hutch“ Bauer (EVIDENCE ONE, MAD MAX), Ilker Ersin (FREEDOM CALL, POWERWORLD), Mat Sinner (PRIMAL FEAR, SINNER, VOODOO CIRCLE), Paul Logue (EDEN'S CURSE) oder Volker KRAWCZAK (AXEL RUDI PELL). Als Schlagzeuger standen Ramy Ali (FREEDOM CALL, IRON MASK) und Markus Kullmann (VOODOO CIRCLE) zur Verfügung, als Keyboarder unter anderem Alessandro Del Vecchio (VOODOO CIRCLE, HARDLINE) und die bekanntesten Namen der beteiligten Gitarristen sind Oliver Hartmann (HARTMANN, AVANTASIA), Axel Rudi Pell, Tommy Vitali, Cede Dupont (DOWNSPIRIT, FREEDOM CALL, SYMPHORCE), Helge Engelke (FAIR WARNING), Torsten Koehne (EDEN'S CURSE) oder Pete Ahonen (BURNING POINT, STARGAZERY, GHOST MACHINERY).
Puuh so viele Namen und das war wirklich nur eine kleine Auswahl der bekanntesten Gesichter....wie auch immer genug der schon viel zu vielen Worte, lassen wir mit dem Opener „The Prize is shame“ die Musik sprechen. Nach einer kurzen instrumentalen Einleitung legt man hier direkt los wie die Feuerwehr. Klassischer Rock der mit geilem Gesang, tollen Melodien und einem geilen Refrain richtig ordentlich aus den Boxen knallt! So muss das als Opener sein!
Wo das anschließende „Head's Blowing a fuse“ noch eine gute Mischung aus Heavy Rock und Blues darstellt, bewegen wir uns bei „Black Water Soul“ voll im Bluessektor. Nach diesen beiden Tracks müssen wir aber festhalten in beiden Genren fühlt sich der Lizard und seine Mannen pudelwohl!
Über das knackige „Dogs“ und der Halballade „Perfect to me“, die mit einer genialen Gesangsleistung von Carsten daherkommt, und dem gute Laune Song „Soulburn“ geht es zu einem DER Highlights der ersten Scheibe, dem Abschlusssong „Man in Flames“. Eine Nummer die eine tolle Atmosphäre versprüht und wo jeder Musiker zur absolute Höchstform aufläuft! Übrigens wer zum Anfang genau hinhört, dürfte relativ schnell herausfinden von wem das Gitarrensolo ist : - )
So CD Wechsel, immerhin sind wir noch lange nicht am Ende! Direkt zu Beginn wird uns mit dem Blues, Heavy/Classic Rock Gemisch „Last Train to Babylon“ einer der besten Tracks der zweiten CD präsentiert. Eine tolle Nummer für die Fangemeinde, bärenstarker Beginn!
Und wie auch schon auf der ersten CD kann ich euch auch im weiteren Verlauf keine großartigen Ausfälle nennen. Alle restlichen sieben Nummern bewegen sich ebenfalls im guten bis starken Bereich, als absolute Perlen sind hier „Song Like Rain“ und „Postcards from Hell“ zu nennen.
Aber wie gesagt auch alles andere ist absolut hörbar und ein Fest für jeden Classic/Heavy Rockfan!

Anspieltipps:

Tja über zwei CDs verteilt gibt es hier kaum Ausfällle zu entdecken, daher könnt ihr euch raus suchen was ihr wollt, alles ist absolut hörenswert!

Fazit :

Was soll ich hier noch groß schreiben, jeder der meine Rezi gelesen hat wird wissen das das Solo Debütalbum von Carsten “Lizard” Schulz ein Muss für jeden Classic/Heavy Rockfan ist der auch schon mit den letzten Alben von VOODOO CIRCLE gut gefahren ist!
Keine nennenswerten Ausfälle sind über die Dauer von 16 Songs zu vermelden, das muss man auch mal schaffen und von daher gibt es von mir eine glasklare Kaufempfehlung und rockige Glückwunsch an den Mastermind selbst gibt es noch oben drauf!

WERTUNG:




Trackliste:

CD1

01. The Prize is shame
02. Head's Blowing a fuse
03. Black Water Soul
04. Dogs
05. Perfect to me
06. Into the Blue
07. Soulburn
08. Man in Flames

CD2

01. Last Train to Babylon
02. Lucky Star
03. Song like Rain
04. Close your Eyes and count ot Ten
05. Brand new Fire
06. Nothing Left to Give
07. Postcards from Hell
08. The Teacher

Julian