Dienstag, 4. Januar 2011

GEORGIA SATELLITES - Georgia Satellites (Klassiker der Woche)

Band: Georgia Satellites
Album: Georgia Satellites (Re-Release)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hard Rock / Classic Rock
Veröffentlichung: 24.04.2014
Plattenfirma: Rock Candy Records
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Kann sich hierzulande noch jemand an den 1986er US-TOP Hit " Keep Your Hands To Yourself " (immerhin Platz 2 der Charts, knapp hinter Bon Jovi’s „Livin‘ On A Prayer“) der GEORGIA SATELLITES erinnern? Keiner? Während es völlig normal ist, dass z.B. europäische oder asiatische Topstars international kaum auffallen und ein regionales Phänomen bleiben, so schwappen US Trends eigentlich immer auch auf den Rest der Welt über. Aber auch drüben gibt es Künstler, bzw. Genres die einfach nicht als Massenware zu exportieren sind, wie z.B. Country, der zwar auch bei uns seine Anhänger hat, es aber vermutlich nie an die Spitze der Charts schaffen würde.

Die GEORGIA SATELLITES bedienen sich aus demselben Inspirationspool, wie z.B. die britischen Quireboys (Rod Stewart, Rolling Stones, Small Faces), allerdings mit einem durch und durch typisch amerikanischen Grundton und angereichert mit einem ordentlichen Schuss Boogie. Die Musik auf dem selbstbetitelten Debüt schreit förmlich nach einer stickigen Bikerbar irgendwo im texanischen Hinterland. Wie nahe die GEORGIA SATELLITES auch am Country, bzw. fast schon volkstümlichen Musikgut sind, zeigt ein Track wie „Battleship Chains”, das im Kölner Karneval, auf Deutsch gesungen, ebenfalls bestens funktionieren würde. „Golden „Light“ schielt Richtung Bruce Springsteen und auch der Rest der Songs des Debütalbums, inklusive der unerwarteten Hitsingle „Keep Your Hands To Yourself” und dem gekungenen Rod Stewart Cover „Every Picture Tells a Story“, macht einfach gute Laune. Von den zahllosen anderen Bands, die diesen Stil ebenfalls spiel(t)en setzten sich die GEORGIA SATELLITES durch das durchgehend hochklassige Songwriting, die spürbare Spielfreude und auch die ziemlich fette Produktion ab. Die beiden folgenden Scheiben konnten den Erfolg des Erstlings nicht mal ansatzweise wiederholen und so brach Sänger, bzw. Hauptsongwriter Dan Baird seine Zelte ab und die Band infolgedessen auseinander. Baird ist heutzutage im Verbund mit diversen Bands aktiv, während seien ehemaligen Mitstreiter immer noch unter dem GEORGIA SATELLITES Banner die Clubs unsicher machen.

Das Rock Candy Label ist für seine feinen Linernotes und die liebevolle Aufmachung der Re-Releases bekannt und geizt diesmal auch nicht mit zahlreichen Bonustracks. So gibt es neben dem sehr guten Remastering insgesamt 7 Bonustracks zu bestaunen von denen die Remixes zwar verzichtbar, die Livetracks aber umso kraftvoller ausgefallen sind. Ein rundum interessantes Paket also, das dieses feine zeitlose Album zu einer lohnenden Anschaffung gmacht.

WERTUNG:






Trackliste:

01. Keep Your Hands To Yourself
02. Railroad Steel
03. Battleship Chains
04. Red Light
05. The Myth Of Love
06. Can’t Stand The Pain
07. Golden Light
08. Over And Over
09. Nights Of Mystery
10. Every Picture Tells a Story
11. I’m Waiting For The Man
12. The Myth Of Love (Live)
13. Battleship Chains (Kick ‘N Lick Remix)
14. Hard Luck Boy
15. Red Light (Live)
16. No Money Down (Live)
17. Battleship Chains (Party Mix)

Mario

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GLASS TIGER - The Thin Red Line (Anniversary Edition) (Klassiker der Woche)

Band: Glass Tiger
Album: The Thin Red Line
Spielzeit: 108:20 min.
Stilrichtung: Pop, Rock
Plattenfirma: Capitol/EMI Canada
Veröffentlichung: 11.06.1986/15.06.2012
Homepage: www.glasstiger.ca

Kanada hat ja viele großartige Rockbands zu bieten. Denken wir nur mal an LOVERBOY, SAGA oder den Superstar BRYAN ADAMS. Heute aber widmen wir uns einer etwas softeren Version kanadischer Musik. Normalerweise dürfte es bei 99% aller Leser beim Namen GLASS TIGER sofort „klick“ machen, war speziell ihr Debüt „The Thin Red Line“ ein großer Erfolg. Doch auch schon vor dem 1986 erschienenen Referenzwerk war die Band bereits sechs Jahre aktiv. 1980 als TOKYO gegründet hat aber erst die 1986 vorgenommene Namensänderung in GLASS TIGER sowie die Zusammenarbeit mit Jim Valance (der zuvor bereits mit BRYAN ADAMS als Songwriting Partner für Hits wie „Heaven“ und „Summer Of 69“ verantwortlich war) brachte die ersehnte Wendung.

Zusammen mit Vallance entstand sowohl die Hitsingle „Don´t Forget Me (When I´m Gone)“ als auch das ebenfalls ziemlich erfolgreiche „Someday“. Beides sind perfekte Beispiele für populäre Musik der damaligen Zeit. Eher Pop als Rock aber mit herrlichen Melodien und wunderschöner Atmosphäre. Ihren ganz eigenen Stil konnten Alan Frew (vocals), Al Connelly (guitars), Sam Reid (keyboards), Wayne Parker (bass) und Michael Hanson (drums) aber auch selbst sehr gut ausdrücken. Schon die erste Nummer und gleichzeitige Titeltrack hat durchaus Hitpotenzial. Auch „Closer To You“ und „Vanishing Tribe“ sind gute Beispiele dafür, dass die Jungs damals alles richtig gemacht hatten. Ihr Sound war zwar durchaus poppig, aber nicht zu sehr weichgespült und nur manchmal erklingen typische 80er Plastiksounds. „The Thin Red Line“ ist zwar durchaus typisch für die damalige Zeit, aber auch heute haben die Songs nichts von ihrem Charme verloren.

Auch die vor einigen Jahren erschienene Anniversary Edition hat neben der fast schon üblichen Politur in Form eines Remasterings eine prallvoll gefüllte zweite Silberscheibe mit alternativen Versionen sowie Demos und Single- bzw. Maxiversionen zu bieten. Natürlich kommen speziell hier die bekanntesten Songs zum Zug, allen voran natürlich „Don´t Forget Me (When I´m Gone“, das in den USA bis auf Platz 2 der Billboard Charts kletterte und „Someday“, das immerhin Platz 7 erreichen konnte. Aber auch ein alter Song namens „Touch & Go“ hat sich auf die Sammlung verirrt – ein Stück, bei dem dem man noch noch unter dem Banner TOKYO firmierte. Außerdem gibt es einige unveröffentlichte Songs sowie Live-Versionen.

So schön das Beiwerk in Form der Bonus-CD auch ist, den harten Kern bilden natürlich die elf Stücke des Originalalbums. Und hier lohnt es sich durchaus, neben den bekannten Hits auch die übrigen Songs anzutesten. „The Thin Red Line“ ist eine wunderbare Platte, an deren Erfolg die Kanadier leider nicht mehr anknüpfen konnten. Ihr Zweitwerk „Diamond Sun“ von 1988 hatte zwar nicht zuletzt wegen des Titeltracks ebenfalls sehr gutes Material zu bieten, in kommerzieller Hinsicht aber ging es schon bald danach steil bergab und schon nach dem dritten Album „Simple Mission“ aus dem Jahr 1991 löste sich die Band auf.

Trackliste:

CD1
1. Thin Red Line
2. Don´t Forget Me (When I´m Gone)
3. Closer To You
4. Vanishing Tribe
5. Looking At A Picture
6. The Secret
7. Ancient Evenings
8. Ecstacy
9. Someday
10. I Will Be There
11. You´re What I Look For

CD2
1. Thin Red Line (Reverence Mix)
2. Don´t Forget Me (When I´m Gone) (Writer´s Demo)
3. Don´t Forget Me (When I´m Gone) (Single Mix)
4. I Will Be There (Single Version)
5. Touch & Go (Tokyo) (Demo)
6. Someday (Writer´s Demo)
7. Someday (Extended Mix)
8. You´re What I Look For (Live At Ontario Place)
9. After The Dance (Live At Ontario Place)
10. Do You Wanna Dance (With Me)
11. Thin Red Line (Single Version)
12. Don´t Forget Me (When I´m Gone) (Extended Mix)
13. Thin Red Line (Rather Red Mix)

Stefan

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LYNCH MOB - Wicked Sensation (Klassiker der Woche)

Band: Lynch Mob
Album: Wicked Sensation (Re-Release)
Spielzeit: 57:21 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: 24.04.2014
Homepage: www.rockcandyrecords.com

Manchmal geht ein Hammer-Album einfach unter. Trotz fantastischer Songs, intensiver Promo, Top-Musikern und allem Nötigen Firlefanz. Ich möchte gar nicht wissen wie viele unentdeckte Perlen in den Garagen und Kellern längst eingestampfter Labels verstauben. George LYNCH, 19.. gerade im Zwist mit Don Dokken bei seiner Stammband geschasst, legte mit dem Debüt seiner eigenen Formation LYNCH MOB eine solche Kracher Scheibe vor. Damals war das Geschäft eine anderes, die Plattenfirmen machten noch Geld locker - Geld, das z.B. in ein vernünftiges Studio und einen erfahrenen Produzenten investiert wurde. Im vorliegenden Fall zauberte Mischpult-Magier Max Norman (u.a. Megadeth, Ozzy, Y&T) LYNCH & Co. für deren Erstling "Wicked Sensation" einen fabelhaften Sound zurecht der auch heute noch wuchtig und mitreißend klingt. Neben LYNCH an der 6-Saitigen sind auf "Wicked Sensation" noch der Dokken Drummer Mick Brown, Bassist Anthony Esposito und der bis dahin völlig unbekannte Sänger Oni Logan zu hören.

Der Opener, bzw. Titeltrack "Wicked Sensation" ist ein Paradebeispiel für melodischen 80er Metal in Perfektion. Es ist alles da: schmatzende Midtempo-Gitarrenriffs, fette Chöre, ein unheimlich druckvoller Drumsound, atemberaubende Gitarrensoli und ein Refrain der bereits nach dem ersten Hören einfach nicht mehr aus dem Kopf will. Oni Logan erledigte seinen Job (zumindest im Studio) mit spürbarem Enthusiasmus und glänzt mit seiner perfekt in Szene gesetzten Powerröhre. Die restlichen Songs sind ebenfalls allesamt zum niederknien, auch wenn das mega-fette Ausrufezeichen des ersten Tracks nicht zu toppen ist. "River Of Love", "No Bed Of Roses" oder "All I Want" gehören mit zum Besten was das Genre zu seiner Hochzeit ausgespuckt hat. Und durch die gesamte Platte soliert sich LYNCH wie im Rausch (ok, wenn man sich Studio-Videos zur Scheibe anguckt kann man das „wie“ auch streichen). Nie hat der mit einer unnachahmlichen Technik beschlagene Saitenhexer besser gelungen als auf diesem Album. Das gilt sowohl für die Soli an sich als auch für den geilen Gitarrensound der Gitarrenfans feuchte Träume bescheren dürfte.

Die Meinungen ob George LYNCH mit "Wicked Sensation" oder sein ewiger Nemesis Don Dokken mit dem 1990 etwa zeitgleich erschienen "Up From The Ashes" das bessere "Solo"-Album vorgelegt haben gehen auseinander. Da hat es schon die ein oder andere hitzige Diskussion gegeben :-) Mir persönlich gefällt das Don Dokken Album noch einen Ticken besser, aber beides sind erstklassige Scheiben aus einer Ära, die in dieser Form und Qualität wohl leider für immer vergangen ist. "Wicked Sensation", nun in einer toll aufgemachten Verpackung (spannende Liner-Notes, gutes Remastering) über Rock Candy Records neu aufgelegt, gehört in jede gut sortierte Hardrock Sammlung. Basta.

WERTUNG:






Trackliste:

01. Wicked Sensation
02. River Of Love
03. Sweet Sister Mercy
04. All I Want
05. Hell Child
06. She's Evil But She's Mine
07. Dance Of The Dogs
08. Rain
09. No Bed Of Roses
10. Through These Eyes
11. For A Million Years
12. Street Fightin' Man

Mario

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HARDCORE SUPERSTAR - Hardcore Superstar (Klassiker der Woche)

Band: Hardcore Superstar
Album: Hardcore Superstar
Spielzeit:  48:47 min
Stilrichtung: Hard Rock, Sleaze
Plattenfirma: Gain
Veröffentlichung: 2005
Homepage: www.hardcoresuperstar.com

Zwei Jahre nach dem Erscheinen ihres letzten Albums melden sich die vier Schweden von HARDCORE SUPERSTAR zurück, und das mit einem lauten Knall!
Mit dem selbstbetitelten Album, welches sie ganz á la METALLICA ihr "Black Album" nennen, liefern sie einen wunderbaren Partybegleiter.
Gleich der erste Titel "Kick On The Upperclass" ist ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die der Göteborger Band in der Vergangenheit schlecht gesonnen waren. Der neue, starke Sound zeigt, dass man auch nach fast 10 Jahren im Geschäft Mut zur Veränderung haben sollte. Den Chorus von "We Don't Celebrate Sundays" und "Wild Boys" kann man auch zu später Stunde noch mit brüllen, oder ein Gläschen auf "My Good Reputation" heben. "Hateful" bringt zwischen die Feierlaune dann etwas Ernst in die Sache und macht das Album angenehm abwechslungsreich.  AC/DC Fans dürften sich über "Blood On Me" freuen, und auch Anhänger anderer schwedischer Bands wie BACKYARD BABIES oder HELLACOPTERS werden nicht abgeneigt sein. Die Quotenballade wurde freundlicherweise an den Schluss gesetzt, so dass man nach 11 Songs Adrenalin dann ganz langsam mit "Standin' On The Verge" herunterfahren kann. Hier muss man jedoch sagen, dass auch dieses Lied allgemeinheitstauglich ist und nicht nur von knutschenden Paaren, sondern auch von denen, die bei Balladen normalerweise Bier holen gehen gehört werden kann.
Schlussendlich komme ich zu dem Ergebnis, dass "Hardcore Superstar" zu jedem lauten Anlass die richtige Begleitung ist. Durch die vielen Backing Vocals wird die kratzige Stimme Jocke Bergs abgerundet, so dass auch seine Kritiker durchaus Spaß an diesem Album haben können. Glücklicherweise stehen die Texte bei HARDCORE SUPERSTAR nicht im Vordergrund, die sind nämlich häufig relativ sinnfrei, was aber nicht weiter auffällt, da der musikalische Unterhaltungswert über allem steht.

Trackliste:

01. Kick On The Upperclass
02. Bag On Your Head
03. Last Forever
04. She's Offbeat
05. We Don't Celebrate Sundays
06. Hateful
07. Wild Boys
08. My Good Reputation
09. Cry Your Eyes Out
10. Blood On Me
11. Standin' On The Verge

Lotta Craze

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WARRANT - Dog Eat Dog (Klassiker der Woche)

Band: Warrant
Album: Dog Eat Dog
Spielzeit: 47:00 min   
Plattenfirma: Columbia
Veröffentlichung: 25.08.1992
Homepage: www.warrantrocks.com

WARRANT – für viele DIE Verkörperung der typischen 80er Jahre Hair Metal Band. Mit ihren ersten beiden, mehrfach platin-ausgezeichneten Alben „Dirty Rotten Filthy Stinking Rich“ und „Cherry Pie“ avancierten sie in den Achtzigern zu Glam Metal Superstars und nebenbei noch – neben Winger – zu einer der meistgehassten Bands des Genres. Wie kann man es auch wagen mit Spaß in den Backen über „Kirschkuchen“ zu singen, wenn man doch auch über den kleinen Jeremy singen könnte, der wie Teen Spirit müffelt und sich im Geräuschgarten von Alice gerne in Ketten legen lässt?

Drauf geschissen, wer damals auf Warrant nicht klar kam war:
a) entweder eh kein Freund des Genres
b) ein zukünftiger Schrotkurti – Jünger ...oder
c) true meddl as fuck.

Vom musikalischen Standpunkt aus waren WARRANT meiner Meinung nach eh schon immer besser als ihr Ruf. Es gab und gibt im Genre Bands die für Knallersongs wie „Uncle’s Tom Cabin“ oder „Mr. Rainmaker“ töten würden. Stichwort „Knallersongs“ – von eben jenen hat ihr 92er Output „Dog Eat Dog“ ebenfalls mehr als genug zu bieten.

Von der Gesamtstimmung her sehr viel düsterer als seine beiden Vorgänger – kein Wunder, es war 1992, Seattle was calling – geht man gleich beim ersten, für WARRANT - Verhältnisse sehr heavy gehaltenen „Machine Gun“ richtig schön in die Vollen und legt damit die komplette Marschrichtung für das Album fest.

Treibend-hymnische Heavy Rocker wie „Hole in my Wall“, „Bonfire“ oder „Quicksand“ schlagen in die gleiche Kerbe wie „Machine Gun“ . Mit „Andy Warhole was Right“ und „Bitter Pill“ haut man mal eben schnell quasi im Vorbeigehen die zwei besten Songs der Bandgeschichte raus und „Hollywood (So Far, So Good)“ und „All My Bridges Are Burning“ bedienen vor allem die Fans der ersten Stunde.

Ich weiss nicht wie oft ich dieses Album in den letzten 21 Jahren inzwischen schon gehört habe, aber ich weiss das diese Band verdammt nochmal 1000 mal besser als ihr Ruf ist/war.

Lineup:

Jani Lane : Vocals
Joey Allen : Gitarre
Eric Turner: Gitarre
Jerry Dixon : Bass
Stephen Sweet : Drums

Trackliste:

 1. Machine Gun
 2. The Hole In My Wall
 3. April 2031
 4. Andy Warhol Was Right
 5. Bonfire
 6. The Bitter Pill
 7. Hollywood (So Far, So Good)
 8. All My Bridges Are Burning
 9. Quicksand
 10. Let It Rain
 11. Inside Out
 12. Sad Theresa

Marco

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SKIN DEEP - On The Rampage (Klassiker der Woche)

Band: Skin Deep
Album: On The Rampage
Spielzeit: 51:49 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: On Air Records
Veröffentlichung: 1992
Homepage: -

Die süddeutsche Hardrockszene brachte Anfang der 90er so manch interessantes Gewächs zum Vorschein. Und das obwohl die Hochzeiten für derartige Musik schon lange Geschichte waren. In und um München tummelten sich zig Bands die nicht akzeptieren wollten, dass ihr geliebter 80er Hardrock plötzlich nicht mehr angesagt war und jeder mit Karohemden und Depressionen in der Gegend herumlief. Bestes Beispiel waren die oft sehr guten Veröffentlichungen des kultigen Labels Long Island Records (R.I.P.). Aber auch in der Nähe von Stuttgart waren die „altmodischen“ Rocker noch nicht ausgestorben. Und so kam es, dass in unserer örtlichen Diskothek am Samstag abend zur besten Zeit ein Song lief, der auf den Namen „Get Ready“ hörte. Maxiversionen und Extended Mixes waren immer noch sehr beliebt – jeder Rock DJ hatte unzählige davon im Repertoire – und auch „Get Ready“ hatte eine stattliche Spielzeit von 6:20 min. Zu finden war dieser Song auf einer EP namens „Hot City“ von SKIN DEEP. Doch eigentlich wurde das Stück aber bereits auf dem 1992er Album „On The Rampage“ veröffentlicht. Und um diese Platte geht es heute.

SKIN DEEP waren eine Band aus dem schwäbischen Denkendorf und bestanden aus Ollie from Hagen (vocals), Rainer Nestle (guitars), Higgins Hochmann (keyboards), Armin McFly (guitars), Uli Braun (bass) und Charlie Burzler (drums). Auch nach vielen Jahren bin ich noch nicht dahinter gekommen, was uns die Band mit dem Cover Artwork eigentlich sagen wollte, das aber mal nur so nebenbei, denn es kommt ja auf die inneren Werte an. Von einigen vielleicht als biederer Hardrock abgetan, hatte das Songmaterial auf „On The Rampage“ durchaus seinen Reiz.

Nicht nur „Get Ready“, das hier als normale Version enthalten war, auch das eröffnende „Youth Gone Wild“, welches natürlich nichts mit dem Hit von SKID ROW zu tun hatte, das flotte „Lonely Hearts“ oder die tolle Ballade „Why“ waren lupenreiner Melodic Rock deutscher Prägung. Zwar stammten die Songs mindestens aus zwei Aufnahmesessions (was schon am total unterschiedlichen Drumsound festzumachen wäre) aber die Rezeptur hat gepasst. Eingängige Melodien, ein Sound mit Wiedererkennungswert und Songs, die im Gedächtnis bleiben gibt es auf „On The Rampage“ zur Genüge.

Nach diesem Debüt hat das Sextett noch die schon erwähnte EP „Hot City“ nachgeschoben sowie ein zweites Album „Painful Day“, das 1995 veröffentlicht und von Mat Sinner produziert wurde. Die Band hat sich zum Quintett gesundgeschrumpft, der Posten des Keyboarders wurde erst gar nicht besetzt, dementsprechend härter klang die Scheibe auch. Die Songs selbst konnten dem Debüt nicht das Wasser reichen und trotzdem ist „Painful Day“ die rarste und teuerste der drei Silberscheiben von SKIN DEEP. Die beste ist und bleibt „On The Rampage“, und auch wenn der Bekanntheitsgrad der Schwaben nicht sonderlich groß war, findet sie ihren Platz in unserer Rubrik „Klassiker der Woche“.

Trackliste:

01. Youth Gone Wild
02. Get Ready
03. Run To You
04. You Are The One
05. I´m Waiting
06. Lonely Hearts
07. Love Is A Matter Of Luck
08. Never Let Me Go
09. What A Nightmare
10. Why
11. Tonight

Stefan

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WHITE LION - Mane Attraction (Klassiker der Woche)

Band: White Lion
Album: Mane Attraction
Spielzeit: 63:00 min
Plattenfirma: Atlantic
Veröffentlichung: 02.04.1991
Homepage: miketramp.dk

Wenn man mich heutzutage fragt,  durch welche Alben ich zum Metal bzw.Hardrock gekommen bin, bekommt man von mir in der Regel drei Namen aufgetischt. Da wären einmal AC/DC’s „Razors Edge”, Bonfire’s „Fireworks” und eben „Mane Attraction” von WHITE LION.

Mein bester Kumpel, mit dem ich Ende der 80iger/Anfang der 90iger fast täglich Zockersessions auf dem Amiga 500 abhielt, bekam von seinem Bruder regelmässig aufgenommene Kassetten mit allerlei Mucke, die wir uns meistens simultan während des Amiga-Daddeln anhörten.

Vielleicht erinnern sich einige alte Amigazocker unter euch noch an das Metzeln-mit-Rittern-Spiel „Moonstone“ und ebenso auch noch an dessen geiles Intro. Eines Tages trafen also der erste Mane Attraction Song „Lights and Thunder“ und das atmosphärisch-geile Moonstone Intro aufeinander - und scheisse wie geil war das denn?

Das hat wirklich gepasst wie Arsch auf Eimer und man hätte tatsächlich denken können das der Song direkt nur für dieses Intro geschrieben wurde.. Und als dann direkt darauf noch DER White Lion Übersong „Broken Heart“ folgte, wars eh zu spät

Ich hab keine Ahnung wieviele unzählige Male ich „Mane Attraction“ seitdem gehört habe, ich weiss nur das die Anzahl locker im 3-Stelligen Bereich liegen dürfte und ich die Band und vor allem diese Scheibe immer noch so liebe wie am ersten Tag.

Reinhören! (Am besten gleich in die gesamte White Lion Discographie). Amen!

Anspieltipps: „Lights And Thunder“ „Broken Heart“,„Warsong”, „Blue Monday”

Lineup:

Mike Tramp : Vocals
Vito Bratta : Gitarre
James Lomenzo : Bass
Greg D’Angelo : Drums

Trackliste:

1. Lights And Thunder
2. Broken Heart
3. Leave Me Alone
4. Love Don’t Come Easy
5. You’re All I Need
6. It’s Over
7. Warsong
8. She’s Got Everything
9. Till Death Do Us Part
10. Out With the Boys
11. Blue Monday
12. Farewell To You

Marco


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VARIOUS ARTISTS - Shocker O.S.T. (Klassiker der Woche)

Band: Various Artists
Album: Shocker O.S.T.
Spielzeit: 40:42 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: SBK Records
Veröffentlichung: 1989
Homepage: -

In den Achtzigern waren Soundtracks eine wichtige Sache. Nicht selten avancierten diese Filmmusiken zum Klassiker während der dazugehörige Streifen in der Versenkung verschwand. So drastisch ist es hier zwar nicht, aber der Soundtrack zu „Shocker“ ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass auch solche Tonträger bei der Fangemeinde Kultstatus erreichen können. Außerdem haben wir für den Klassiker der Woche bisher noch keine Filmmusik besprochen, höchste Zeit also, auch dieses Genre abzudecken.

Der amerikanische Regisseur Wes Craven war ein Garant für leicht überdrehten Horror, sein Film „Shocker“ bediente sich dabei gerne beim Hardrock, der immer noch in seiner Blütezeit stand. Die Handlung ist recht schnell erzählt: Serienmörder Horace Pinker ist Fernsehmonteur und trachtet so Manchem nach dem Leben. Er hat telepathische Verbindungen zu anderen Menschen und ist auch so eine schwere Beute für die Polizei. Als er dann doch gefasst werden kann und auf dem elektrischen Stuhl landet, geht die Metzelei erst richtig los. Denn Pinker hat einen Pakt mit dem Teufel geschlossen und verwandelt sich in Elektrizität und kann sich somit überall verbreiten. Getreu seinem früheren Leben kommt er gerne mal aus dem Fernseher gekrochen und macht so seine Beute.

Dass der Film über einige Actionszenen verfügt, muss wohl nicht erwähnt werden. Was gibt es da Besseres als diese mit pfundigen Rocksounds zu untermalen. Für „Shocker“ haben sich einige namhaften Größen stark gemacht. Nicht nur dass Bands wie MEGADETH, DANGEROUS TOYS, BONFIRE, VOODOO X, SARAYA oder Ikonen wie IGGY POP den Soundtrack umsetzten, geschrieben wurden sämtliche Songs von Hit-Lieferant Desmond Child sowie ALICE COOPER, Jean Beauvoir (VOODOO X), Paul Stanley, Bruce Kulick (beide KISS) oder KANE ROBERTS. Die performenden DUDES OF WRATH waren niemand Geringeres als eine Kollaboration aus Paul Stanley, Vivian Campbell (DEF LEPPARD), Rudy Sarzo und Tommy Lee (MÖTLEY CRÜE). Dass hier schon der Titeltrack ein Hit werden würde, war fast vorprogrammiert. Trotz der praktisch fertigen Anlieferung der Songs haben es sämtliche Bands geschafft, ihren eigenen Sound zu behalten. Im Falle von VOODOO X landete der Song sogar auf dem regulären Album und  BONFIRE sowie MEGADETH packten ihre Beiträge auf spätere Compilations.

Anpieltipps sind die erstklassigen Nummern von BONFIRE und VOODOO X, sowie die tolle Coverversion von MEGADETH, die sich „No More Mr. Nice Guy“ von ALICE COOPER einverleibt und eine richtig starke Version eingespielt haben. Der schon erwähnte Titelsong von den DUDES OF WRATH darf hier natürlich auch nicht fehlen. Wäre das musikalisch etwas deplazierte „Different Breed“ von DEAD ON nicht auf diesem Silberling (welches allerdings im Film gut passt), könnte man sogar von einem Album ohne Ausfälle reden.

Der Soundtrack zu Wes Craven´s „Shocker“ ist zurecht Kult. Da mag man vom Film denken was man will. Einer der stärksten weil abwechslungsreichsten und komplettesten Filmmusiken der Achtziger.

Trackliste:

01. DUDES OF WRATH – Shocker
02. IGGY POP – Love Transfusion
03. MEGADETH – No More Mr. Nice Guy
04. BONFIRE – Sword And Stone
05. SARAYA – Timeless Love
06. THE DUDES OF WRATH – Shockdance
07. DANGEROUS TOYS – Demon Bell (The Ballad Of Horace Pinker)
08. VOODOO X – The Awakening
09. DEAD ON – Different Breed
10. Shocker Reprise

Stefan

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SAVATAGE - Gutter Ballet (Klassiker der Woche)

Band: Savatage
Album: Gutter Ballet
Spielzeit: 52:26 min.
Stilrichtung: Progressive Heavy Metal
Plattenfirma: Atlantic Records
Veröffentlichung: 01.12.1989
Homepage: www.savatage.com

Vor nicht allzu langer Zeit hatten wir in unserer Reihe „Klassiker der Woche“ das 1981 erschienene „Paradise Theater“ von STYX besprochen (Rezi HIER). Acht Jahre später kommen ihre Landsmänner SAVATAGE ebenfalls mit einem Werk um die Ecke, die von der Geschichte her ähnliche Eckpunkte setzt, eigentlich aber keine Konzeptscheibe ist. In den Anfangsjahren machten SAVATAGE eine frühe Version des Power Metal und waren nach ihrem dritten Album „Fight For Rock“ 1986 in einer musikalischen Sackgasse angelangt. Erst nachdem Sänger und Bandleader Jon Oliva das Musical „Phantom der Oper“ besucht hatte, wurde ihm klar, in welche Richtung er die Geschicke der Band in Zukunft leiten will. Angestachelt von seinem Erlebnis entstand 1987 mit Paul O´Neill, dem ehemaligen Tourgitarristen von „Jesus Christ Superstar“ und „Hair“ als Produzent das Album„Hall Of The Mountain King“. Ein erstes Konzeptalbum, das sowohl klassische Elemente enthielt als auch eine Hinwendung zu Musical und Prog bedeutete.

Derart freigeschwommen nahmen SAVATAGE nach einer Tournee die Arbeiten an einem Nachfolger auf. Das daraus resultierende „Gutter Ballet“ war ausgereifter und intensiver als alles, was SAVATAGE zuvor aufgenommen hatten. Alleine der Titeltrack und die pathetische Power-Ballade „When The Crowds Are Gone“ warten mit einer einzigartigen Verbindung aus Rock und Klassik auf und sind noch heute Meilensteine der Zunftl. Zu beiden Songs wurden Videoclips gedreht und während „Gutter Ballet“ die Schattenseiten der Großstadt thematisiert, sieht man Jon Oliva noch heute an seinem Flügel inmitten des heruntergekommenen Theaters sitzen und dieses wahrhaftig geniale Stück zelebrieren. Immer am Rand zum Wahnsinn bringt er mit seiner Stimme eine noch nie da gewesene Intensität in die Songs. Sein Bruder Chris Oliva lieferte mit seinem genialen Gitarrenspiel den perfekten Gegenpol.

Auch das eröffnende „Of Rage And War“ oder das epische „Hounds“ sowie das wilde „The Unholy“ ist erstklassiges Liedgut. Die drei abschließenden Songs „Mentally Yours“, „Summer´s Rain“ und „Thorazine Shuffle“ bilden eigentlich eine in sich abgeschlossene Geschichte und damit tendiert „Gutter Ballet“ doch noch in die Richtung eines Konzeptwerkes.

Spätestens mit diesem Album haben SAVATAGE ihren ganz eigenen Stil gefunden und eine Platte aufgenommen, die der Zeit getrotzt hat. Noch heute ein Favourit der Fans auf der ganzen Welt und in seiner Dramatik wohl nur durch die 1991er Veröffentlichung „Streets – A Rock Opera“ getoppt, ist dieser Langspieler viel mehr als die beiden Songs „Gutter Ballet“ und „When The Crowds Are Gone“. Wenngleich diese bis heute zum stärksten gehören, was Jon und sein 1993 tödlich verunglückter Bruder Chris Oliva (guitars) je aufgenommen haben. Im selben Jahr musste Jon Oliva zu allem Übel seinen Posten räumen, da er anhaltende Probleme mit seiner Stimme hatte. Die Band verlor augrund des Todes seines Gitarristen und Songschreibers immer mehr die Spur, veröffentlichte aber dennoch immer wieder gute Alben die auch des Öfteren ausgeklügelte Konzepte bereit hielten.

1996 gründete Jon Oliva zusammen mit Paul O´Neill das TRANS SIBERIAN ORCHESTRA. Als reines Weihnachtsprojekt begonnen, dient es Oliva neben seiner Band Jon Oliva´s PAIN mittlerweile als Ventil für die Art von Musik, die er sich für SAVATAGE gewünscht hätte. 1989 aber saß der in Fankreisen Mountain King genannte Hüne noch fest im Sattel und setzte mit dieser Platte ein ganz dickes Ausrufezeichen.

Trackliste:

01. Of Rage And War
02. Gutter Ballet
03. Temptation Revelation
04. When The Crowds Are Gone
05. Silk And Steel
06. She´s In Love
07. Hounds
08. The Unholy
09. Mentally Yours
10. Summer´s Rain
11. Thorazine Shuffle

Stefan

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CANDLEMASS - Nightfall (Klassiker der Woche)

Band: Candlemass
Album: Nightfall
Spielzeit: 46:30 min.
Veröffentlichungsjahr: 1987
Plattenfirma: Axis Records
Stilrichtung: Doom Metal
Homepage: www.candlemass.se

Geschafft! Kurz vor dem Festivalsommer 2002 hatte ich meinen Zivildienst beendet und
mir vom Abschiedsgeld eine Karte für die Hard Union 2002 gekauft, ein Kombi-Ticket
für Bang Your Head, With Full Force und Wacken Open Air. Mir bis dato unbekannte
Bands wurden wie üblich recherchiert und siehe da - eine Band namens CANDLEMASS
spielte auf allen drei Festivals.

Anscheinend war ich auf eine Bildungslücke meinerseits gestoßen - schließlich muss die Band ja eine gewisse Bedeutung haben wenn sie gleich auf allen drei Hochzeiten tanzt.

"Epischer Doom Metal", "Kult", "Meilenstein", "Doomgötter" - diese Begriffe tauchten auf, egal welche Quelle ich zu CANDLEMASS durchstöberte. So stand ich dann im Plattenladen, fragte nach der Band und bekam deren zweites Werk "Nightfall" in die Hand gedrückt.

Das Intro "Gothic Stone" beginnt düster und geheimnisvoll und bildet einen fließenden Übergang zu "The well of souls" - hypnotische Gitarren und schwere Riffs wälzen sich durch die Gehörgänge, dazu der intensive und opernhafte Gesang von Messiah Marcolin der auf "Nightfall" seinen Einstand in der Band gibt. Der treibende Rhythmus fesselt von der ersten Sekunde.

Es folgt mit "Codex Gigas" ein weiteres instrumentales Stück als Überleitung zu "At the Gallows end" in welchem wir einen Todeskandidaten an seinem letzten Sonnenaufgang begleiten, kurz bevor er am Galgen endet. Die Emotionen die Messiah durch seinen Gesang vermittelt, lassen mich sprachlos zurück - in meinen Augen einer der besten Doom Metal Songs überhaupt.
Die spielerische Leichtigkeit mit der die Band zwischen langsamen und schnelleren Passagen wechselt ist schlicht und ergreifend genial.

Den Einfluss von BLACK SABBATH auf den Sound von CANDLEMASS hört man besonders bei "Samarithan ", einem schleppenden und trotzdem erhabenen Stück, welches sich mit dem biblischen Gleichnis um Nächstenliebe und Mildtätigkeit beschäftigt. Songwriting, Gesang und handwerkliche Umsetzung der Musiker sind auch hier wieder perfekt. Ein Song, der unter die Haut geht.

"Marche Funebre" von Frédéric Chopin bekommt ein doomiges Gewand und dient erneut als einleitendes Instrumentalstück für "Dark are the veils of death", eine sehr groovige und flotte  Nummer.

Das melancholische "Mourner's Lament", der Groover "Bewitched" mit seinem legendären "Doomdance" Video und das abschließende Instrumental "Black Candles" fügen sich nahtlos in das Gesamtbild der Platte.

Die vier instrumentalen Songs des Albums bilden gekonnt die Bindung zwischen den "echten" Songs, welche "Nightfall" zu einem Gesamtkunstwerk abrunden und stellen keine Lückenfüller dar, um die Spielzeit etwas nach oben zu treiben.

Hier passt einfach alles zusammen, Songwriting, Produktion, Lyrics, das geheimnisvolle und düstere Cover von Thomas Cole aus seiner Reihe "The Voyage of Life" und natürlich die fantastische instrumentale und gesangliche Leistung der Musiker.

Fazit: Ring brother, ring for me! Ich ziehe die Höchstnote.

Lineup:

Messiah Marcolin (Vocals)
Lars "Lasse" Johansson (Guitars)
Jan Lindh (Drums)
Leif Edling (Bass)
Mats "Mappe" Björkman (Guitars)

Trackliste:

1. Gothic Stone 00:48 (Instrumental)
2. The Well of Souls 07:27
3. Codex Gigas 02:20 (Instrumental)
4. At the Gallows End 05:48
5. Samarithan 05:31
6. Marche Funebre 02:22 (Instrumental)
7. Dark Are the Veils of Death 07:08
8. Mourners Lament 06:10
9. Bewitched 06:38
10. Black Candles 02:18 (Instrumental)

Chris


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BB STEAL - On The Edge (Klassiker der Woche)

Band: BB Steal
Album: On The Edge
Spielzeit: 47:35 min.
Veröffentlichungsjahr: 1991
Plattenfirma/Vertrieb: Phonogram/Warner
Stilrichtung: Melodic Rock

Die Geschichte der australischen Rockband BB STEAL geht zurück bis an den Anfang der Achtziger Jahre, als ein paar Jungs aus der Nähe von Sydney sich zusammentaten und die Gruppe BOSS gründeten. Ihr Debüt „Step On It“ wurde von RCA veröffentlicht. Aufgrund diverser Querelen wegen des Bandnamens (unter anderem auch mit DEM Boss, BRUCE SPRINGSTEEN) entschieden sich die Jungs, die Combo in BB STEAL umzutaufen, was soviel heißt wie BEG BORROW STEAL.

Ausgerüstet mit neuer Identität wurde sofort wieder gerockt. Die erste Single „I Believe“ hatte leider nur moderaten Erfolg. DEF LEPPARD´s Phil Collen produzierte daraufhin ihre nächste Single „Heartbeat Away“. Ein Song, der neben neun weiteren auch auf dem Debüt „On The Edge“ zu finden war. BB STEAL sind eine Mischung aus BON JOVI und DEF LEPPARD, wobei der Anteil LEPPARD schon ziemlich hoch war (kein Wunder bei dem Co-Produzenten). Auch Sänger Craig Csongrady trägt seinen Teil dazu bei, denn sein Organ ist dem von Joe Elliot in weiten Teilen ziemlich ähnlich. Was aber ganz der Verdienst der Band ist und nicht von außen beeinflusst wurde, sind Knallersongs wie „Big Love“, „Suffer In Silence“ oder „Live It Up“.

Leider klingt der Rundling nicht wie aus einem Guss, was daran liegt, dass fünf der Songs von Rob Jacobs gemischt wurden und die restlichen fünf von Pete Woodroffe. Trotzdem ist „On The Edge“ ein echter Klassiker mit jeder Menge Hits, egal von wem sie gemischt wurden. Diese CD gehört zu 100 Prozent in jedes gute Hardrock-Sortiment. Geiles Teil!

Mit „Resurrection“ ist nach über 20 Jahren wieder ein neues Album am Start, was es damit auf sich hat, werden wir bei Gelegenheit einmal für Euch untersuchen.

Stefan


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PUSH - Shaken, Not Stirred (Klassiker der Woche)

 Band: Push
Album: Shaken, Not Stirred
Spielzeit: 46:04 min.
Veröffentlichungsjahr: 1998
Plattenfirma/Vertrieb: Z Records
Stilrichtung: Hardrock

Heute haben wir schon wieder einen Vertreter der jüngeren Generation in unserer Rubrik „Klassiker der Woche“. Natürlich ist das Ermessenssache, ein Album schon nach 15 Jahren als Klassiker zu bezeichnen aber mit diesem superben Rundling möchten wir einfach mal zeigen, dass in den 90ern nicht alles Mist war, was sich da so auf dem Markt getummelt hat. Klassischer Hardrock bzw. Heavy Metal war ja praktisch tot, aber die ein oder andere Platte gab es doch, die es auch heute noch wert ist, entdeckt zu werden.

PUSH leben in erster Linie von Martie Peters´ charismatischer Stimme, die sich am Besten mit der von Mike Tramp (WHITE LION) vergleichen lässt. Rauchig, melancholisch und trotzdem äußerst kraftvoll, so dass jede Ballade zum Herzzerreißen schön und jeder Rocker absolut kickin rüberkommt.

Die Songs auf „Shaken, Not Stirred“ sind zwar ziemlich einfach gestrickt, aber wen stört das schon auf einer straighten Rock´n Roll-Scheibe? Songs wie „Never Again“, „Ship Comes In“ oder „“Heart Attack“ sind jedenfalls bis heute ein absolutes Highlight und der Grund, warum dieses Album hier seinen Platz findet. Auch die Balladen „Those Were The Days“, „Need You Here“ und „Alone“ sind absolute Spitzenklasse und stehen dem „Weißen Löwen“ in nichts nach.

Leider war das Artwork und die Aufmachung des Booklets sehr lieblos und einfach, aber das ist ja fast schon normal im Hause Z Records. „Shaken, Not Stirred“ war bereits der zweite Release des Vierers, die nach dem Erstling „Maximum Entertainment“ (1996) noch die fast genauso geile Scheibe „On The Run“ (2000) nachgeschoben haben. Danach trennten sich die Wege der Dänen und die vierte CD „4 The Love Of The Game“ (2002) stellte Frontmann Martie Peters dann in Eigenregie in die Regale. Leider waren darauf aber höchstens 3 gute Songs vertreten und somit hat sich die Sache dann in Wohlgefallen aufgelöst. Martie Peters gründete ein paar Jahre später seine MPG (Martie Peters Group) und hat bis dato 2 Alben veröffentlicht, wobei das erste sehr an die glorreichen Zeiten von PUSH erinnert hat.

Stefan

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BRITNY FOX - Boys In Heat (Klassiker der Woche)

Band: Britny Fox
Album: Boys In Heat
Spielzeit: 51:19 min.
Veröffentlichungsjahr: 1989
Plattenfirma/Vertrieb: Columbia/CBS
Stilrichtung: Hardrock/Sleaze

So schwer ist mir die Auswahl eines Albums für diese Rubrik noch nie gefallen. War BLACK´N BLUE schon eine schwere Geburt, schwankte ich bei BRINTY FOX wochenlang zwischen dem Debüt und dem zweiten Album „Boys In Heat“. Nun hat es tatsächlich die 1989 erschienene Langrille „Boys In Heat“ geschafft, nicht zuletzt wegen ihres Überhits „Stevie“ und der Tatsache, dass diese Nummer früher zum Standard unserer Rockdisco gehörte. Aber mal der Reihe nach, denn zuerst wollen wir ein wenig auf die Anfangstage dieser Band aus Philadelphia eingehen.

Im Sommer 1985 fiel der Startschuß für die Jungs, indem Sänger Dean Davidson Mitglieder für eine neue Band sucht und dabei auf die ehemaligen CINDERELLA-Mucker Michael Kelly Smith (g.) und Tony Destra (d.) trifft und zusammen mit Bassist Billy Childs die Runde komplett macht. Nach einem vielversprechenden Demo „In America“ krallt sich CBS Ableger Columbia die Combo und bringt 1988 die selbstbetitelte Premiere auf den Markt. Leider nicht mehr mit Tony Destra an den Drums, denn dieser hatte im Februar 1987 einen tödlichen Autounfall. Für ihn wurde Johnny Dee von WAYSTED verpflichtet.

Nach Heavy Rotation von „Girlschool“ und „Long Way To Love“ auf MTV verkaufte sich die Platte ca. eine Million Mal und war damit auch die kommerziell erfolgreichste von BRITNY FOX. Dass der im Jahr darauf folgende zweite Streich „Boys In Heat“ mit ungefähr der Hälfte verkaufter Einheiten zumindest in der Rubrik Absatzzahlen eine herbe Enttäuschung war, täuscht aber nicht darüber hinweg, dass der Sound der Jungs sichtlich gereifter und ausgefeilter aus den Boxen quoll und in Sachen Qualität durchaus gegen den Erstling anstinken kann. Allen voran natürlich das göttliche „Stevie“, aber auch der flotte Opener „In Motion“, das supermelodiöse „Long Way From Home“, das straighte „Standing In The Shadows“ oder die sehr gelungene NAZARETH Adaption „Hair Of The Dog“ zeichnen das Bild eines aufsteigendes Sterns.

Auch die Produktion von Neil Kernon ist allererste Sahne und up to date. Anschließend geht es mit ALICE COOPER und GREAT WHITE auf große Europatour, aber es kommt, wie es kommen muss. Nach einem Bandmeeting gibt es eine handgreifliche Auseinandersetzung zwischen Shouter Dean Davidson und Gitarrist Michael Kelly Smith, die darin gipfelt, dass Davidson seine 7 Sachen zusammenkramt und die Band verlässt. Neuer Sänger wird Tommy Paris, mit dem noch die echt gute Platte „Bite Down Hard“ eingezimmert wird, aber danach verstreuen sich die Bandmitglieder in sämtliche Winde.

Damit hätte das Kapitel BRITNY FOX auch besser geschlossen werden sollen, denn alles, was danach kam, war nur noch irgendein aufgewärmtes Gebräu, das mit dem Spirit der Zeit zwischen 1987 und 1991 rein gar nichts mehr zu tun hatte. „Boys In Heat“ ist neben dem Debüt eine der geilsten Platten dieser Ära und spricht für eine Band, die alles hatte, um so groß wie MÖTLEY CRÜE oder POISON zu werden.

Stefan

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STYX - Paradise Theater (Klassiker der Woche)

Band: Styx
Album: Paradise Theater
Spielzeit: 40:43 min.
Stilrichtung: AOR, Rock
Plattenfirma: A&M Records
Veröffentlichung: 19.01.1981
Homepage: www.styxworld.com

Die US-Amerikaner STYX sind eine der erfolgreichsten Rockbands der späten Siebziger und frühen Achtziger mit vier Platin-Alben in Folge. Den Anfang machte das am 7.7.77 veröffentlichte „The Grand Illusion“, gefolgt von „Pieces Of Eight“ (1978), „Cornerstone“ (1979) und „Paradise Theater“ 1981. Letzteres stellt bereits das zehnte Studiowerk der in den späten Sechziger als THE TRADE WINDS gegründeten Combo dar. Ab 1972 firmierte man als STYX, nachdem die Band einen Plattenvertrag bei Wooden Nickel Recordings unterschrieb. Schon damals hatte die Band aus Chicago ihre legendäre Besetzung mit James Young (vocals, guitars), Dennis DeYoung (guitars, keyboards) sowie den Brüdern Chuck (bass) und John Panozzo (drums). Mit Tommy Shaw stieß 1975 ein zweiter Sänger und Gitarrist zu STYX, der John Curulewski ersetzte.

Kurz zuvor wechselten STYX zu A&M Records. Nach zwei eher durchschnittlich erfolgreichen Alben kam es mit „The Grand Illusion“ zum großen Knall und die Band wurde über Nacht bekannt. Das ein Jahr später erschienene „Pieces Of Eight“ knüpfte qualitativ nahtlos an und nur ein Jahr später hatten STYX mit den beiden Singles „Boat On The River“ und „Babe“ aus dem dazugehörigen Longplayer „Cornerstone“ zwei weitere große Hits. Für das im Januar 1981 veröffentlichte Folgealbum „Paradise Theater“ ging man wieder dazu über, eine Geschichte um die komplette Platte zu bauen und so ein weiteres Konzeptwerk aufzunehmen.

Im Mittelpunkt steht ein fiktives Theater, dessen Geschichte von der pompösen Eröffnung bis hin zum Niedergang 30 Jahre später vertont wurde. Nach dem Intro „A.D. 1928“ startet „Rockin´ The Paradise“ wahrlich furios und herrlich frisch. Noch heute beginnen STYX ihre Konzerte mit diesem tollen Rocksong. „Too Much Time On My Hands“ bedient sich etwas bei der damals bereits im Sterben liegenden Discowelle, nicht ohne eigene Elemente einzubringen. Die Ballade „The Best Of Times“ war der erfolgreichste Song des Albums und wurde als letzte von 5 Singles ausgekoppelt. Der Anti-Drogen-Botschaft in „Snowblind“ wurde von der damals schon aktiven Präsidentengattin Tipper Gore unterstellt, teuflische Backward-Botschaften zu enthalten. Nur eines von vielen Hirngespinsten der anscheinend stark gelangweilten First Lady. Ein weiteres Meisterstück lieferten STYX mit „Half-Penny, Two-Penny“ ab, einem richtig starken Rocksong, der durchaus progressive Elemente in den Vordergrund stellte. Dieser geht nahtlos in das Outro „A.D. 1958“ über und ist für mich der stärkste Track, obgleich er nicht als Single ausgekoppelt wurde.

Viele wundern sich vielleicht, warum ausgerechnet „Paradise Theater“ zu der Ehre kommt, Klassiker der Woche zu werden und sehen sowohl „The Grand Illusion“ und „Pieces Of Eight“ als die stärkeren Alben an. Hier entschied einmal mehr die persönliche Bindung des Schreibers zu dieser Scheibe. Wenn eine Band so viele potentielle Klassiker vorweisen kann, wird es eben schwierig.

Trackliste:

01. A.D. 1928
02. Rockin´ The Paradise
03. Too Much Time On My Hands
04. Nothing Ever Goes As Planned
05. The Best Of Times
06. Lonely People
07. She Cares
08. Snowblind
09. Half-Penny, Two-Penny
10. A.D. 1958
11. State Street Sadie (CD-Bonus)

Stefan

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OVERKILL - The Years Of Decay (Klassiker der Woche)

Band: Overkill
Album: The Years Of Decay
Spielzeit: 56:24 min.
Stilrichtung: Thrash Metal, Heavy Metal
Plattenfirma: Megaforce Records
Veröffentlichung: 13.10.1989
Homepage: www.wreckingcrew.com

Jedes Mal, wenn die Retrospektive in den eigenen CD-Regalen gestartet wird und nach langer Zeit wieder das ein oder andere Schmuckstück aus den Reihen „fällt“, muss man sich eingestehen, dass heute alles gut, vieles aber früher noch besser war. Dieser Gedanke kreiste schon beim ersten Blick auf das großartige Coverartwork in den Gehirnwindungen. Im heutigen Fall weichen wir sogar ziemlich von der üblichen Schiene unseres „Klassiker´s der Woche“ ab. Nicht, weil das hier kein Klassiker wäre, aber doch um Längen härter ist als 99% aller bisher besprochenen Platten in dieser Rubrik.

OVERKILL´s Meisterwerk „The Years Of Decay“ muss heute herhalten und sich meiner Sezierung unterziehen. Dabei ist diese Scheibe von 1989 bei Leibe nicht der einzige Klassiker im Repertoire der Kapelle aus New York die bereits seit 1980 ihr Unwesen treibt. Schon das 1985er Debüt „Feel The Fire“ wird seinem Ruf als Klassiker gerecht. Mit melodischer, aber dennoch roher Gewalt erheben sich nicht zuletzt aufgrund von Bobby „Blitz“ Elsworth´s einzigartigem Gesang neun Granaten, die aber vor allem auch durch Bobby Gustavson´s variablem Gitarrenspiel geprägt werden. „Rotten To The Core“ ist auch der erste Hit der Band.

Danach gesellen sich mit „Taking Over“ 1987 und „Under The Influence“ 1988 noch zwei weitere bärenstarke Alben hinzu. Was die Amis aber 1989 mit „The Years Of Decay“ aufs Parkett zaubern, hat die Welt noch nicht gehört. Generell könnte man die Songs auf „The Years Of Decay“ in drei wesentliche Stile unterteilen: Thrash Metal, Punk und Doom Metal, jedoch nicht ohne den allgegenwärtigen OVERKILL Stil zu untergraben.

Da hätten wir das noch mit relativ klassischem Bandsound versehene Eröffnungsstück „Time To Kill“. Die Gitarren braten tief vor sich hin, der Bass summt hell darüber, die Drums strotzen nur so vor Kraft und Bobby´s Stimme ist das Bindeglied für diesen Wahnsinn. Auch „Elimination“ könnte auf einem der vergangenen Alben stehen und schlägt leicht punkige Töne an. Diesen Weg führt „I Hate“ noch konsequenter fort – ein Punksong vor dem Herrn.

Mit „Nothing To Die For“ streuen die Amis wieder einen Song ein, der an die bisherigen Alben erinnert, aber vor Spielfreude nur so strotzt. Das nächste richtige Highlight folgt mit „Playing With Spiders/Skullcrusher“. Der erste Teil ist instrumental gehalten. Mit schnellen Läufen beschwören OVERKILL eine Stimmung herauf, die auch aus „Arachnophobia“ oder ähnlichen Horrorstreifen stammen könnte, der von achtbeinigen Tierchen handelt. Die beklemmende Stimmung wird aber durch den doomigen zweiten Part „Skullcrusher“ noch verstärkt. Tiefer die Gitarren nie klingen ist hier das Motto und die Amis machen allen Kollegen, die sich dem Slowmotion-Metal verschrieben haben, alle Ehre. Der kraftvolle Sound tut sein übriges – die Drums klingen, als wären sie in einem riesigen Flugzeughangar aufgenommen worden.

Nach diesen intensiven gut zehn Minuten muss man sich erstmal abschütteln. Das funktioniert am Besten mit dem flotten „Birth Of Tension“, bei dem das erste Mal überhaupt Double-Bass Einlagen zu hören sind. Mit „Who Tends The Fire“ folgt schon der nächste Höhepunkt – eine weitere Nummer, die tief im Doom verwurzelt ist. Langsam baut sich eine klaustrophobische Atmosphäre auf um dann stoisch vor sich hin zu walzen. Ein weiterer Song, der seine Dauer spielend über acht Minuten hievt – und das ohne eine Sekunde langweilig zu werden. Das ist wahrhaft große Kunst.

Mit einer annähernd langen Spielzeit kommt der darauf folgende Titeltrack daher. Ein Protoyp einer Ballade, die aber dennoch alle Zutaten von OVERKILL beinhaltet. Zu guter Letzt gibt es mit „E.vil N.ever D.ies“ einen Nackenbrecher erster Güte, bei sich alle Bandmitglieder so richtig schön austoben können. Nicht ohne natürlich ein weiteres schwarzgefärbtes Intro bzw. einen langsamen Mittelteil einzubauen, der ein Riff zugegebenermaßen beim eigenen Stück „Who Tends The Fire“ klaut und am Schluß mitten im Schrei von Bobby Elsworth abgeschnitten wurde. Ein promptes Ende (jaja – ACCEPT´s „Princess Of The Dawn“ lässt grüßen), das den Hörer nach einer knappen Stunde einzigartigen Heavy Metals nach mehr lechzen lässt.

Mit „The Years Of Decay“ ist OVERKILL damals ein wichtiges Statement gelungen, das sie zumindest für kurze Zeit in die Nähe des Heavy Metal Throns katapultiert hat. Bedrohlich düster und heavy zeigt es eine auch heute noch großartige Band auf dem kommerziellen Höhepunkt ihrer rastlosen Karriere. In den folgenden Jahren bauten die Amis den düsteren Sound noch aus und veröffentlichten viele hochwertige Heavy Metal Alben. Live sind und waren Blitz und seine Mannen immer eine Bank – OVERKILL gehören nach wie vor zur ersten Liga des Thrash Metal.

Trackliste:

01. Time To Kill
02. Elimination
03. I Hate
04. Nothing To Die For
05. Playing With Spiders/Skullcrusher
06. Birth Of Tension
07. Who Tends The Fire
08. The Years Of Decay
09. E.vil N.ever. D.ies

Stefan

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