Freitag, 27. April 2012

SACRED HEART - The Vision

Band: Sacred Heart
Album: The Vision
Spielzeit: 64:28 min
Plattenfirma: Pure Underground Records
Veröffentlichung: 27.03.2012

Na da haben die Jungs von Pure Steel aber wieder ganz tief in der Mottenkiste gegraben. Die US Metal Kombo SACRED HEART brachten 1989 gerade eine 3 Track Demo EP raus und verschwanden dann wieder in der Versenkung. Daher dürfte diese Band nur absoluten Liebhabern und Freaks bekannt sein. Dieser Kreis soll jetzt erweitert werden, denn pünktlich zum Keep It True Festival bringt Pure Underground Records diese Demo EP remastert und gewürzt mit unveröffentlichten Nummern sowie einer neueren EP des SACRED HEART Gitarristen Byron Nemeth unter dem Titel „The Vision“ auf den Markt.
Das interessante an der Scheibe dürfte sicherlich der stilistische Bruch sein, der einfach zwischen beiden EP's liegt und so eine Mischung aus US Metal und etwas Progressiveren Metal auf „The Vision“ zaubert.
Stilistisch sind Parallelen mit SHOK PARIS und FIFTH ANGEL nicht von der Hand zu weisen.
Die ursprüngliche Besetzung liest sich so, Byron Nemeth (Gitarre), Ed Edwards (Bass), Brian McIntyre (Schlagzeug), Keith Van Tassel (Gesang) und Mark Herholtz (Gitarre).
So dann stürzen wir uns mal tief in der Underground und die Zeitmaschine und springen zum ersten Track „We'll hold on to tommorrow“, welches gleichzeitig die bekannteste Nummer der Band ist. Hier erwartet uns US Power Metal in seiner ureigensten Form. Schleppender Rhythmus, prägnante Riffs und ein typischer Chorus machen den Track zu einem Paradebeispiel des 80iger US Metal's.
Das folgende „New Order“ kann, vom atmosphärischen Vorspiel mal abgesehen, in die gleiche Schublade gesteckt werden. Aufgrund des etwas schlechteren Chorus ist der Track aber nicht ganz so stark wie sein Vorgänger.
Der Titelsong „The Vision“ geht endlich mal ein wenig schneller zu Werke und ist dadurch schon mal eine Bereicherung für die Scheibe. Dazu kommt aber noch der starke Chorus und die klasse instrumentale Arbeit der Gitarren und der Bassfraktion. Coole Nummer!
Cool ist auch das basslastige „Take hold“ geworden. Eine außergewöhnliche Nummer die ich so in der Form noch nicht gehört habe, nur etwas für richtige Freaks, eine richtige Struktur oder Linie sucht man hier vergebens.
So und bei „Demon's Wings“ kommt dann der angekündigte Stilbruch. Hier geht man wesentlich progressiver zu Werke und schöpft die Möglichkeiten der Keyboards voll aus. Eine komplexe Nummer, die auf jeden Fall zu einer der stärksten auf dem Album gehört.
„Selfish“ ist ganz ok, aber nicht weltbewegend, besser machen es die Jungs dann wieder beim melodischen „Dreamcatcher“ und dem abschließenden „What's done is done“.

Anspieltipps:

Die stärksten Tracks auf “The Vision” sind ganz klar, “We'll hold on to tommorrow”, “The Vision”, “Demon's Wings” und “Dreamcatcher”.

Fazit :

Nun ja gerade innovativ kann man “The Vision” ja nicht bezeichnen, aber das soll ja auch gar nicht so sein. Hier geht es um puren Underground der durch einige Freaks ans Tageslicht geholt wurde und der durchaus auch seine Reize hat. Die “neuen” Songs der zweiten EP greifen auf jeden Fall besser und überzeugen eher, was vermutlich auch einfach an der frischeren, progressiveren Ausrichtung liegt.
Abschließend kann man sagen, das das Album eine interessante Mischung zwischen 80iger US Metal und Progressiven Metal darstellt, die Scheibe aber vermutlich wirklich nur etwas für Freaks und Liebhaber dieser Genre ist.

WERTUNG:





Trackliste:

01. We'll hold on to tomorrow
02. New Order
03. The Vision
04. Time after Time
05. Take hold
06. Demon's Wing
07. Selfish
08. The Game
09. Dreamcatcher
10. What's done is done

Julian

Mittwoch, 25. April 2012

THE FRIGHT - The Fright

Band: The Fright
Album: The Fright
Spielzeit: 56:42 min
Plattenfirma: Fiendforce Records
Veröffentlichung: 17.04.2012
Homepage: www.the-fright.de

Ihr kennt das vielleicht auch: Ihr geht auf ein Konzert oder Festival, auf dem Ihr natürlich nicht alle Bands kennt. Und genau diese Band, von der Ihr nicht mal den Namen kanntet, haut Euch voll weg. Zugegeben, das ist in letzter Zeit seltener geworden, aber im Falle von THE FRIGHT hatte ich genau dieses Erlebnis auf dem „Rock The Night“ Festival in Lichtenfels, wo sich auch HARDCORE SUPERSTAR, CRAZY LIXX oder die tollen Newcomer HOLLYWOOD BURNOUTS die Ehre gaben. Gerade hatte ich mir ein neues Bier geholt, legten die vier Jungs aus der Nähe von Jena mit ihrer energiegeladenen Show los und begeisterten damit nicht nur mich. Natürlich kam ich nicht umhin, mir die Promo des mittlerweile dritten Drehers, der schlicht nach dem Bandnamen betitelt wurde, zu besorgen.

Ich muss auch noch zugeben, dass ich mir nicht so viel aus Horrorpunk mache, aber die Mischung, die THE FRIGHT auffahren, ist schlicht genial. Horropunk gepaart mit Sleaze und mächtigen Gang-Vocals. Die Band nennt ihren Stil Horror Glam Rock´n Roll. Ihr Sänger Lon ist die stimmliche Reinkarnation von Glenn Danzig (was in einer geilen Live-Version von Danzig´s Hit „Mother“ auf dem Festival gipfelte). Das schöne daran ist aber, dass er nicht kopiert, sondern seine ganz eigene Schiene fährt, die auch hohe Screams beinhaltet. Dass ich erst beim dritten Longplayer einsteige, finde ich echt schade, aber die ersten beiden Platten kann man ja im Online-Shop nachholen.

THE FRIGHT gründeten sich bereits 2002 und haben seitdem zwei Alben („Dacabre“ 2007 und „Born To Be Dead“ 2009) veröffentlicht.

Jetzt aber zum aktuellen Werk „The Fright“: 13 Stücke mit einer Laufzeit von knapp einer Stunde gibt es zu hören. Den Anfang macht „Late Nite Affections“, das mit ziemlich dreckige Gitarren daherkommt und eigentlich klingt wie ein waschechter Sleaze-Hit, nur eben mit tiefergelegtem Gitarrensound. Die schon erwähnten Gang-Vocals finden im Chorus Verwendung. Das anschließende „Sweet Desire“ ist ähnlich gestrickt und lässt ein geiles Album erwarten. „666 Full Speed Ahead“ komplettiert ein äußerst starkes Eingangs-Trio. Und wer jetzt denkt, dass das Quartett ihr Pulver schon verschossen hat, sollte sich mal „Beloved Night“, „Midnight Revolution“, „Sin City“ oder „Avenger Of Crow“ anhören. OK, ich muss zugeben, dass es ein paar Songs weniger auch getan hätten, denn „Death Blow Freedom“ oder „Alive & Dead“ sind bei Weitem nicht so stark wie der übermächtige Rest des Materials. So wäre die Scheibe schön durchgelaufen, was aber in Zeiten von mp3 und CD-Brennern keine große Hürde darstellen sollte – kann ja jeder seine Lieblingsreihenfolge oder -Songs beiiebig zusammenstellen (wenn er die CD ordnungsgemäß gekauft hat bitteschön!!!).

Lange Rede, kurzer Sinn: THE FRIGHT beweisen auf ihrem dritten Album, dass sie einen Ausnahmestatus genießen, denn sie sollten sowohl von der Hairmetal Fraktion als auch von überzeugten Horrorpunk-Fans akzeptiert werden. Ihre Live-Fähigkeiten stehen außer Frage und auch auf Konserve rockt das Zeug wie Hölle. Die knochentrockene Produktion setzt jede Menge Energie frei und präsentiert die Band im richtigen Licht. Für mich ist THE FRIGHT eine große Überraschung, das waren sie Live und auch ihr neues Album hat das Zeug zur Dauerrotation.

WERTUNG:




Trackliste:

1.Late Night Affections
2.Sweet Desire
3.666 Full Speed Ahead
4.Cemetary Of Hearts
5.Beloved Night
6.Death Blow Freedom
7.Midnight Revolution
8.Black Rose
9.Alive & Dead
10.Sin City
11.Nightstalker Returns
12.Avenger Of Crow
13.Believe In Angels

Stefan

DERIDE - The Void

Band: Deride
Album: The Voide
Spielzeit: 33:74 min
Plattenfirma: Massacre
Veröffentlichung: 27. April 2012
Homepage: www.deride.net

Deride sind eine bekannte Dark Metal-Band, die bereits 1995 gegründet wurde und weltweit bekannt sind. Um den Sänger Per Helge Lande scharen sich Ole Walaunet (Gitarre), Tony Vetaas (Bass) und Kjetil Dreve (Schlagzeug). Die Düster-Metaller kommen aus Norwegen.

Das Cover des neuen Albums „The Void“ wirkt „typisch Dark Metal“. Dunkler Hintergrund, feindseliges Meer, auslandende Wellen und darauf das Deride-Logo. Insgesamt sehr klassisch. Das passt sehr gut, denn das Cover steht stellvertretend für das gesamte Album.

Die Musik und der Gesang der Band ist vollkommen in Ordnung. Gitarre, Bass, Drums passen zusammen. Der typische Dark Metal-Gesang in ebenso typischer Stimmlage und mit den ach so typischen Growls. Rundum klassisch gehalten, nicht viel Neues. Weniger originell, dafür weiß der Hörer, was er mit dem Album einkauft.

„Deathshake“ ist ein Einstieg, der gut auf die restlichen Songs vorbereitet. Ein Dark Metal-Song, wie er im Lehrbuch steht. „I Rage“ überrascht genauso wenig. Man merkt, wie der Kopf schon hin und her wackelt, wie man gerne mitbangen möchte. Ein neuer Beginn bei „Dead To Me“. Ein schöner Drum-Einstieg gefolgt von Bass-Tönen.  Bei „Bloodred & Black“ kotzt Per Helge Lande regelrecht ins Mikro. Der gesamte Song ist herrlich growlig-röhrend. Bei „Only One“ macht Tony Veetas mit dem Bass gekonnt einen schrebbelnden Anfang. Weiterhin klingt der Song absolut rund und stimmig. Auch der Rest der Songs ist grundsolides Handwerk. Originalität ist hier nicht hineingeflossen. Bei „Devil In Me“ wird sich musikalisch und stimmlich auch noch einmal richtig verausgabt als wolle man den Teufel in sich tatsächlich beweisen. Ein passender Titel für das Stück. Hier kommen auch die Gitarren sehr schön zum Zuge. Mit „Lesson Learned“ verabschieden sich Deride mit etwas ruhigeren Tönen bis zum nächsten Album.

Anspieltipps: “Deathshake”,  „I Rage“, “Dead To Me”, “Only One”,

Fazit :  Man muss ehrlich sein – es ist einfach eine polarisierende Musik und nichts für die Allgemeinheit. Mag man Dark Metal, mag man vermutlich auch „The Void“. Eine Scheibe, die grundsolide ist und der Hörer der düsteren Klänge weiß, was er hat.

WERTUNG:




Trackliste:

1.Deathshake 3:16
2.I Rage 3:20
3.Dead To Me 4:11
4.Bloodred & Black 3:58
5.Only One 3:33
6.Fallen 3:10
7.All Must Be Revealed 3:19
8.Soul Depart 3:49
9.Devil In Me 2:40
10.Lesson Learned 4:18

Sandra

DAMAGED - Roadtrip

Band: Damaged
Album: Road Trip
Spielzeit: 18:33 min
Plattenfirma: ?
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.damaged-music.de

Solchen Nachwuchs braucht die Musik-Welt! Die Band DAMAGED wurde von Udo Dirkschneiders Sohn Sven ins Leben gerufen. Mitstreiter sind Phil Werbelow (Gesang), Alex Staschko (Gitarre), Christian Meinke (Gitarre) und Florian Schmitz (Bass). Sven Dirkschneider ist der Mann hinter dem Drumkit. Gegründet wurde der Trupp 2008 und hat auch bis dato bereits einen Personalwechsel zu verzeichnen, der aber offenbar nicht geschadet hat.

Das Cover der EP ist schlicht gehalten und zeigt auf einfache Weise, was in der Musik wichtig ist: Mit einem fetten Zweirad auf einer Landstraße cruisen und dabei Musik hören – let’s go!

Das Album umfasst fünf Songs, die alle wirklich gut sind und einfach rocken! Die Musik zu hören macht Spaß. Die Stimme von Phil Werbelow klingt richtig schön nach Hardrock und die Musiker scheinen ihre Instrumente gerne zu spielen. Ein begeisterungsfähiges, engagiertes Quintett.

Mit „Liquor & Poker“ ist natürlich ein interessanter Einstieg gefunden. Der Titel macht schon allein neugierig und der Song rockt richtig gut. „Road Trip“ hat einen sehr guten Bass-Beginn, der dröhnt direkt los. Mittig jammern die Gitarren herrlich. „Long Gone Creed“ und “Given Up To Praise” sind zwei sehr gute, interessante Rock-Songs, in denen Werbelow mit seiner Stimme spielt. Dirkschneider hört man den Spaß am Trommeln auf der gesamten EP an. „Never Leaves My Mind“ schlägt ausgeglichene Töne an, ist aber keineswegs eine Ballade, wie man bei dem Titel vermuten könnte.

Hoffentlich hören wir noch mehr von DAMAGED!

Anspieltipps: Die EP ist ja nicht lang. Einfach alle Songs anspielen – es lohnt sich!

Fazit :  Eine rockige Scheibe, die Mut macht, falls „die Altvorderen“ abtreten.

WERTUNG:




Trackliste:

1.Liquor & Paker 4:31
2.Road Trip 3:57
3.Long Gone Creed 4:08
4.Given Up To Praise 3:12
5.Never Leaves My Mind 3:25

Sandra

Montag, 23. April 2012

TYKETTO - Dig In Deep

Band: Tyketto
Album: Dig In Deep
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 20.04.2012
Homepage: www.tyketto.de

Es gibt nur wenige Bands, die sich nicht an ihrem Debüt messen lassen müssen. Viele Fans möchten, dass ihre Lieblingsbands immer ähnlich klingen, wie zu ihren Anfangszeiten, die in der Regel die besten sind (wenn wir mal ehrlich sind). Aber jeder Mensch entwickelt sich weiter, und so treten die wenigsten Musiker auf der Stelle und mancher Fan ist unzufrieden.

Auch die US-Band TYKETTO hat mit ihrem Erstling „Don´t Come Easy“ und Hits wie „Forever Young“ oder „Wings“ offene Türen eingerannt, aber eigentlich waren die Jungs seinerzeit fast schon zu spät dran – der Teen Spirit hat seinen miefigen Geruch verbreitet und all die gutgelaunten, bunten und mit mal mehr mal weniger von Starallüren geplagten Combos ins Jenseits befördert. Die große Schlechtwetterfront war spätestens beim zweiten Longplayer „Strentgh In Numbers“ schon über der gesamten Musikwelt und so dauerte es nicht mehr lange, bis sich die Band auflöste. Über 18 Jahre ist das letzte Album jetzt her. Aber nach einigen gefeierten Live-Shows haben TYKETTO in Originalbesetzung wieder Blut geleckt, denn mit „Dig In Deep“ erschient jetzt sogar ein komplett neues Studioalbum.

Jetzt kommt mein Kommentar von vorhin zum Zuge, denn natürlich ist das neue Album keine Blaupause zum geliebten Debüt von 1991. Trotzdem tönt der Opener „Faithless“ ordentlich rockig aus den Boxen, Danny Vaughn ist bestens bei Stimme und auch die Band gibt Gas. Der Sound ist knochentrocken und ohne Schnörkel. Auch „Love To Love“ weiß zu gefallen, bevor „Here´s Hoping It Hurts“ etwas abfällt. Danach beginnt „Battle Lines“ den ruhigen Part der Scheibe. Ebenfalls in fast akustischer Manier folgen „Evoporate“ und „Monday“ - nur unterbrochen von „The Fight Left In Me“, das auch auf „Strentgh In Numbers“ stehen könnte. Der rockige Titeltrack erinnert sehr an die Briten THUNDER und „Sound Off“ knallt nochmal so richtig rein. „Let This One Slide“ ist ein mittelmässiges Stück, bevor es mit der Akustikballade „This Is How We Say Goodbye“ schon dem Ende entgegen geht. Das soll es nun gewesen sein? Die ersten Fragezeichen tauchen auf, denn da meldet sich der Fan der ersten Stunde in mir. Wenn ich mir das Info so durchlese, ist von einer Mischung aus den ersten beiden Longplayern usw. die Rede. Ganz ehrlich, natürlich ist „Dig In Deep“ unverkennbar TYKETTO, aber es hat praktisch nichts mit dem Erstling gemeinsam und kann am ehesten mit dem Folgealbum verglichen werden.

Stehengebleiben ist die Zeit auch bei TYKETTO nicht, dessen muss man sich beim Hören von „Dig In Deep“ bewusst sein. Außerdem sollte sich der Hörer mit den Songs auseinandersetzen, denn die Amis sind erwachsen geworden, und das hört man auch den neuen Stücken an. Ob das genau das ist, was man sich von einem neuen TYKETTO Album erwartet hat, sei dahingestellt. Fakt ist, dass einige Songs richtig rocken und einige in tieferen Gewässern unterwegs sind, das ist TYKETTO 2012. Leider haben sich neben den wirklich starken Songs (speziell am Anfang) auch manch andere aus der Schublade darunter eingeschlichen. Bleibt unterm Strich ein knappes „Gut“.

WERTUNG:




Trackliste:

1.Faithless
2.Love To Love
3.Here´s Hoping It Hurts
4.Battle Lines
5.The Fight Left in Me
6.Evaporate
7.Monday
8.Dig In Deep
9.Sound Off
10.Let This One Slide
11.This Is How We Say Goodbye

Stefan

BANGALORE CHOIR - Metaphor

Band: Bangalore Choir
Album: Metaphor
Spielzeit: 41:12 min
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 27.04.2012
Homepage: www.bangalorechoir.com

Der BANGALORE CHOIR Zug ist am Rollen, so viel steht fest, denn hat die Band um Ex-ACCEPT Shouter David Reece zwischen Album Nr. 1 und 2 satte 18 Jahre gebraucht, zaubern die Jungs schon nach 18 Monaten das dritte Langeisen aus dem Hut. Das 2010er Album „Cadence“ wurde sehr wohlwollend von Fans und Presse aufgenommen und zeigte eine Band, die voller Tatendrang in den zweiten Frühling startete. Die rasante Fahrt bescherte uns auch das tolle REECE/KRONLUND Projekt, in grade mal ein paar Monaten Abstand. Doch jetzt haben sich David Reece (v.), Andy Susemihl (g.), Curtis Mitchell (g.), Danny Greenberg (b.) und Rene Letters (d.), der Hans In´t Zandt ersetzt, an ein neues Album unter dem BANGALORE CHOIR Banner gemacht.

Mit „All Damage Is Done“ startet das Album sehr flott und gibt gleich ein erstes Manko preis: die Produktion ist etwas schwach auf der Brust und könnte mehr Bums vertragen. „Trojan Horse“ ist ein eingängiger Midtempo-Song mit schönem Chorus und toller Gesangsleistung von Herrn Reece, der David Coverdale bei seiner weißen Schlange bei Gelegenheit mal ersetzen könnte. Weitere Highlights sind das wunderbar bluesige „Never Face Ole Joe Alone“, das gefällige „Don´t Act Suprised“, dass schöne „Scandinavian Rose“ oder das kantige „Silhouettes On The Shade“. Etwas schwächere Stücke wie „Civilized Evil“ sind aber die Ausnahme.

Leider macht die zahnlose Produktion einiges kaputt, denn der Großteil der Songs ist wirklich gut. Vor allem aber ist „Metaphor“ eine Scheibe, die Zeit braucht. Beim ersten Hören war ich eher gelangweilt, aber nach und nach haben sich die meisten Stücke gut herausgeputzt. Über das schreckliche Cover hüllen wir aber mal den Mantel des Schweigens. BANGALORE CHOIR haben bewiesen, dass sie keine Ewigkeiten brauchen, um gute Songs zu schreiben und sie den Schwung von „Cadence“ gut mitgenommen haben. „Metaphor“ ist kein Überhammer aber ein grundsolides Album mit tollen Musikern. Ihr solltet auf jeden Fall mal reinhören!

WERTUNG:




Trackliste:

1.All The Damage Done
2.Trojan Horse
3.Silhouettes On The Shade
4.Metaphor
5.Don´t Act Suprised
6.Never Face Ole Joe Alone
7.Scandinavian Rose
8.Catch An Angel Fallin´
9.Civilized Evil
10.Fools Gold
11.Always Be My Angel

Stefan

LULEY - Today´s Tomorrow

Band: Luley
Album: Today´s Tomorrow
Spielzeit: 48:27 min
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 27.04.2012
Homepage: -

Mit Klaus Luley erscheint jemand wieder auf der Bildfläche, mit dem wohl keiner mehr gerechnet hatte. Obwohl, die Re-Releases seiner ehemaligen Bands TOKYO und CRAAFT könnte man als Vorzeichen deuten, denn mit „Today´s Tomorrow“ steht demnächst das erste Solo-Album des deutschen Mulitinstrumentalisten in den Läden. Sind die Platten seiner alten Bands schon lange Genreklassiker, will es Luley noch einmal wissen, und ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus. Zusammen mit den Studiomusikern Matthias Rethmann (b.) und Chris Elbers (d.) hat er 11 Songs aufgenommen, die unter der Regie von Michael Voss auf Plastik gebannt wurden.

„Can´t Live Without You“ nennt sich das erste Stück der neuen Scheibe. Und ob er es mag oder nicht, der Song klingt wie eine Mischung seiner beiden Ex-Combos. Unterstützt von markanten Keyboards und mit einprägsamen Chorus lässt Herr Luley mit diesem tollen Opener auf eine klasse Platte hoffen. Beim zweiten Song „Mountain Of Love“ pfeift er aber seine Gitarreneinsätze weitestgehend zurück und serviert eine relaxte Nummer, die von Michael Voss´ Background Vocals merklich geprägt wird. „Slippin Away“ rockt wieder mehr , kann aber das Niveau der beiden ersten Songs nicht ganz halten. Das erneut sehr getragene „Livin In The Night“ kann mich leider auch nicht sehr begeistern. Danach folgt eine Neuinterpretation seines Hits „Tokyo“, die man eher auf die Sicherheitsnummern-Seite notieren kann. Nicht schlecht, aber da kann man auch nix falsch machen. „Don´t Wanna See Your Face“ klingt nach CRAAFT, aber eher nach Überbleibsel aus alten Tagen. „Higher“ klingt da schon eher nach TOYKO, zumindest die Strophen, beim Refrain setzt Luley auf zuckersüße Melodien, die sich rasend schnell im Gehör festbeißen. Mit „Here In My Arms“ aber schießt er den Vogel komplett ab. Jeder, der da nicht sofort die Futterluke vor Langeweile aufreißt, sollte lieber volkstümlichen Schlager hören. Leider erholt sich die Scheibe nicht mehr so ganz von diesem Schlag, denn auch die restlichen 3 Stücke sind eher Mittelmaß – Leider!

Eigentlich hatte ich mir schon insgeheim ausgemalt, mit dem Comeback von Klaus Luley ein weiteres Album im Schrank stehen zu haben, das an die alten Klassiker anknüpfen kann. Dabei habe ich auch noch die „Früher war alles besser“-Brille abgesetzt, denn ich will ja immer fair beurteilen. Aber mehr als eine schlechte Drei ist nicht drin, da hilft alles nichts. Schade.

WERTUNG:




Trackliste:

1.Can´t Live Without You
2.Mountain Of Love
3.Slippn Away
4.Livin In The Night
5.Tokyo
6.Don´t Wanna See Your Face
7.Higher
8.Here In My Arms
9.Still Got A Long Way To Go
10.Take Me Today
11.When The Night Comes Down

Stefan

Freitag, 20. April 2012

69 CHAMBERS - Torque

Band: 69 Chambers
Album: Torque
Spielzeit: 64:24 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.04.2012

Die Schweiz ist ja ein Metal und Rock erfahrendes Land. Mit 69 CHAMBERS hat man ein ganz neues heißen Eisen im Feuer, welches man uns präsentieren kann.
Das Debütalbum „War on the Inside“ wurde 2009 veröffentlicht. Dieses zeigte sich beeinflusst von einem Jahresaufenthalt in Los Angeles von Frontfrau und Gründerin
Nina Vetterli-Treml. Diese versteht es ganz besonders Sentimentalität mit absoluter Brutalität und Härte zu kombinieren und so mit einem ganz einzigartigen Stilmix aus ein wenig Pop und ganz viel Rock und Metal zu kreieren.
Das Debütalbum brachte der Band gleich einiges Ansehen und man konnte direkt auf den großen Festivals Hellfest Open Air in Frankreich und dem MFVF Festival in
Belgien auftreten.
Nun ist man nach einigen Line Up Wechseln mit dem neuen Album „Torque“ zurück auf der Metalbühne und befindet sich beim deutschen Label Massacre Records unter Vertrag.
Das aktuelle Lineup ist recht überschaubar, liest es sich doch mit Nina Vetterli-Treml (Bass/Gesang), Tommy Vetterli (Gitarre) und Diego Rapacchietti (Schlagzeug) recht kurz.
Sei es drum, wenden wir uns direkt dem ersten Song des neuen Werkes namens „Cause and Effect“ zu. Hier gibt es auch gleich einen Gast zu bestaunen, ELUVEITI Sänger Chrigel Glanzmann tritt hier in Erscheinung. Ein harter, abwechslungsreicher Track schlägt uns hier entgegen, der ganz klar von dem zweigeteilten Gesang getragen wird. Der Chorus ist auf jeden Fall eine absolute Ohrbombe. Gute Opener!
Ein Ohrwurm erster Güte ist dann das folgende „Bring on the Flood“, welches einen aufgrund seiner coolen Melodie und dem genialen Chorus so schnell nicht wieder loslässt! Volltreffer und versenkt, kann man da nur sagen.
Volltreffer hat man danach auch mit „Anhedonia“ und „Burn some Gasoline“ im Gepäck. Die Dinger fräsen sich dermaßen ins Hirn und in die Ohrmuscheln, unglaublich!
Danach hat man zwar immer noch realtiv gute Songs zu bieten, allerdings driftet man ein ums andere Mal etwas zu stark ins Pop Gefilde ab, nichts für den beinharten Metaller.
Richtig packen kann man einen dann aber wieder im letzten Abschnitt der Platte mit  „And then there was silence“ und „Your Fool“.

Anspieltipps:

Das zweite Album von 69 CHAMBERS bietet viele starke Tracks. Die Überflieger sind hier ganz klar “Bring on the Flood”, “Anhedonia”, “Burn some Gasoline” und “Your Fool”.

Fazit :

69 CHAMBERS kreieren auf ihrem zweiten Album einen interessanten Mix aus Pop und Metal, dadurch sind die Songs natürlich alle recht einprägsam und überzeugen mit ihren klasse Melodien und Choren. Leider driftet man mit zusehender Spieldauer immer mehr in das Pop Gefilde ab, was nicht jedermann schmecken dürfte. Ich für meinen Teil muss sagen, das ich dieses abdriften schlimmer erwartet hatte, von daher geht das für mich noch in Ordnung, schmälert aber trotzdem den Gesamteindruck.
Eine solide Gesamtleistung, die aber auch noch Luft nach oben hat.

WERTUNG:





Trackliste:

01. Cause And Effect (feat. Chrigel Glanzmann)
02. Bring On The Flood
03. Naughty Naughty Naughty
04. Anhedonia
05. Burn Some Gasoline
06. The Peep Hole
07. Ring A Bell
08. Closure
09. And Then There Was Silence
10. Temple Down
11. Your Fool
12. The Doom Of Her Power
13. Grace
14. Elegy

Julian

DEPARTURE - Hitch a Ride

Band: Departure
Album: Hitch a Ride
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 20.04.2012
Homepage: keine gefunden

Ähnlich wie die MARK THOMPSON BAND ist DEPARTURE ein Projekt eines amerikanischen Gitarristen. Hinter DEPARTURE steckt Mike Walsh, der schon als Produzent für BON JOVI Alben oder bei den PRAYING MANTIS aktiv war. 1998 bracht der gute Mike sein erstes selbstbetiteltes Debütalbum von DEPARTURE an den Start. Sänger auf diesem Debütalbum war Ken Michales. Das Debüt bekam recht gute Kritiken, schlug es doch in eine Kerbe wie TOTO, SAGA oder JOURNEY. Auf dem zweiten Album „Open your Mind“ hatte er Dave Baldwin (VOICES) am Mikro, dadurch klang das Album etwas mehr nach pompösen Rock ala KANSAS und STYX.
Auf dem dritten Album „Coporate Wheel“ hatte der gute Mike wieder einen neuen Sänger namens Timothy Lewis am Start, wodurch das Album zum erfolgreichsten bislang wurde.
Nun sind wir wieder in der Gegenwart und mit „Hitch a Ride“ hat Mike das vierte Album in der Pipeline und wen wundert es, auch einen neuen Sänger mit an Bord.
Andi Kravljaca (SILENT CALL) heißt der Gute, der nun das Erbe fortsetzen soll.
Was der ständige Sängertausch soll, weiß ich zwar nicht, aber wenn es sich ordentlich anhört, hab ich da nichts dagegen. Ist halt etwas ungewöhnlich, ständig den Sänger zu wechseln...wie soll man sich denn da identifizieren?
Als weitere Musiker sind noch Duey Ribestello (Schlagzeug) und Ryan Walsh (Bass) mit an Bord.
Genug der Infos, legen wir gleich mal mit dem ersten Track „No where to go“ los, denn dieser kann sich wirklich hören lassen. Ein feiner AOR Track mit dem notwendigen Schuss Rock erwartet uns hier. Fronter Andi macht gesanglich auf jeden Fall einen super Job und die Nummer ist nicht nur ein guter Opener, sondern gleich ein Volltreffer!
Ein wenig langweilig kommt die nächste Nummer „You don't need to this anymore“ daher, obwohl der Chorus hier auch in Ordnung geht, schafft es die Nummer zu keiner Zeit mich richtig zu fesseln.
Das schafft man mit dem nächsten Track „Waiting for the rain to come“ schon ein bisschen besser. Hier ist die Melodie nicht ganz so eintönig und auch der Chorus greift besser.
Danach ist ein bisschen durchhalten angesagt, den im Mittelteil macht sich wieder ein wenig Langeweile breit.
Erst im letzten Abschnitt mit „This my time“ und „Outside looking in“ findet man wieder zurück auf den richtigen Weg. Leider ein wenig spät, denn sie Songs dazwischen rauschen nur so an einem vorbei!

Anspieltipps:

Hier kann ich euch leider nur “No where to go” “Waiting for the rain to come” und “This is my time” nennen.

Fazit :

Hui, also der Anfang von “Hitch a Ride” war ja noch ganz ok, aber nach und nach lassen die guten Jungs rund um Mike Walsh dann ganz schön nach. Im letzten Teil der CD fängt man sich zwar wieder ein wenig, was aber nichts mehr daran ändert, das wir hier nur wieder eine weitere durchschnittliche AOR/Melodic Rock Scheibe haben, die es in der aktuellen Veröffentlichungsflut nicht einfach haben wird.
Probehören ist hier Pflicht und ich denke nur Die Hard AORler werden hier richtig glücklich.

WERTUNG:





Trackliste:

01. No where to go
02. You don't need to this anymore
03. Waiting for the rain to come
04. Soldier of Fortune
05. Luvsick
06. Roses
07. Travel through Time
08. Fly
09. This my time
10. Without you
11. Outside looking in

Julian

WINTER'S VERGE - Beyond Vengeance

Band: Winter's Verge
Album: Beyond Vengeance
Spielzeit: 53:03 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 27.04.2012

Zyperns bekannteste Epic/Melodic Metal Band ist wieder da! WINTER'S VERGE präsentieren uns dieser Tage ihr neustes Werk „Beyond Vengeance“. 2004 gegründet, konnte man bis heute zwei Alben veröffentlichen. Das Debütalbum
Eternal Damnation“ erschien 2008 und machte die Band über Nacht auch außerhalb Zyperns bekannt. Das Jahr 2010 brachte einige entscheidende Ereignisse mit sich. Man kam beim deutschen Label Massacre Records unter und brachte dort das zweite Album „Tales of Tragedy“, welches mehr in die epische und progressivere Ecke steuerte als noch das SONATA ARCTICA artige Debüt, heraus. Dieses bekam sehr gute Resonanzen und ermöglichte der Band eine Europatournee als Support für STRATOVARIUS.
Nun haben wir 2012 und man ist mit „Beyond Vengeance“ zurück, welches noch ein Stück härter ausfallen soll und sich an Bands wie RAGE oder SYMPHONY X orientieren soll. Keine schlechten Vorbilder würde ich sagen.
Das aktuelle LineUp liest sich im Übrigen so, George Charalambous (Gesang), Stefanos Psillides (Keyboard), Harry Pari (Gitarre), Miguel Trapezaris (Bass) und
Chris Ioannides (Schlagzeug).
So tauchen wir nun geschwind ein in das neue Album mit dem Intro „Cunning Lullabies“. Genre typisch gibt es erstmal ein bisschen atmosphärisches Geplänkel, bevor der Song schleppend beginnt. Diese Gangart bleibt auch über die gesamte Spieldauer so. Der Chorus geht in Ordnung und setzt sich recht gut im Gehör fest. Ein guter Opener, wenn auch nicht das Feuerwerk, welches man am Anfang erwartet hat.
Schneller und melodischer geht es beim folgenden „Paper is Blank“ zu. Hier treffen die Jungs auch genau den Nerv eines jeden Power Metal Fans. Härte paart sich mit Melodic und der Chorus ist schön catchy, was will man mehr? Von daher ist die Nummer ein absoluter Volltreffer!
Auch bei dem anschließenden „Unto the Darkness“ und „Not without a Fight“ schaffen die Jungs diese Mischung recht gut. Es geht hier aber noch eine Spur heavier zu Werke als beim Vorgänger, die Melodic wird aber nie vernachlässigt. Gute Tracks, die sich gut in das Gesamtgefüge einreihen.
Danach muss man ein bisschen Mittelmäßigkeit überstehen, bevor man mich mit „One Last Night“ wieder packen kann. Die Ballade trieft zwar nur so von Pathos und Klischees, ist aber richtig stark und lässt einen atmosphärisch stark ergriffen zurück.
Den letzten Teil der Platte eröffnet das kraftvolle „Angels of Babylon“, welches auf jeden Fall zu den Volltreffern gezählt werden muss.
Ebenfalls ein absoluter Kracher ist das melodische „Semeni“, welches sich mit seinem geilen Chorus ganz tief in die Gehörgänge frisst und einem nicht mehr so schnell loslässt.
Episch abgeschlossen wir das Album durch „A Dream for a Dream“, ganz packen kann mich die Nummer aber leider nicht.

Anspieltipps:

Die Tracks die am ehesten überzeugen sind, “Paper is Blank”, “Unto the Darkness”, “One Last Night”, “Angels of Babylon” und „Semeni“.

Fazit :

Die Jungs von WINTER'S VERGE hatte ich bislang nicht so richtig im Blick. Bekannt war mir die Band natürlich, richtig reingehört hatte ich aber noch nie. Was die Jungs mir auf ihrem neuen Album “Beyond Vengeance” präsentieren ist auf jeden Fall recht ordentlich und weckt für einen Bandneuling wie mich auf jeden Fall ordentlich Interesse an der Band. Bis in den oberen Bereich schafft man es dieses Mal leider nicht, dafür lässt man es im Mittelteil der Scheibe zu sehr schleifen.
Fans der Band sollten aber auf jeden Fall zufrieden sein und Power Metal Freaks sollten die Platte auf jeden Fall mal anchecken.

WERTUNG 





Trackliste:

01. Cunning Lullabies
02. Paper Is Blank
03. Unto The Darkness
04. Not Without A Fight
05. Bleeding Heart
06. Dying
07. One Last Night
08. Threads Of My Life
09. Angels Of Babylon
10. Semeni
11. A Dream For A Dream

Julian

Mittwoch, 18. April 2012

HOLY MOSES - 30th Anniversary - In The Power Of Now

Band: Holy Moses
Album: 30th Anniversary – In The Power Of Now
Spielzeit: 77:89 min
Plattenfirma: SPV
Veröffentlichung: 23. April 2012
Homepage: www.holymoses.de

Holy Moses existieren nun seit über 30 Jahren (gegründet 1980) und dies ist ihr Jubiläumsalbum. Es wird zum 30. nun zwei Jahre zu spät veröffentlicht, trotzdem als Erstes: Herzlichen Glückwunsch!

Nun ein paar Infos zu Holy Moses. Das aktuelle Line-up besteht aus: Sabina Classen (Gesang), Michael Hankel (Lead Gitarre),Oliver Jaath (Rhythmus Gitarre), Gerd Lücking (Schlagzeug) und Thomas Neitsch (Bass). Von den Gründungsmitgliedern ist niemand mehr übrig und die Liste der Ehemaligen ist wie das Universum: schier endlos. Schön, dass es die Aachener Band noch immer gibt.

Beim Cover denkt man nur „Wow!“. Eine mit einer Feuer-Aura umhüllte Sabina Classen, die in einer Art Tempel steht und eine Menge kleiner Fenster mit geheimnisvollem Innenleben.

Das mit dieser rauen Stimme eine Frau singt, kann man kaum glauben. Es ist einfach eine Wahnsinns-Stimmlage. Auch die Musiker hauen mächtig in die Klampfen und Schlagstöcke. Ausgewählt wurden die 20 wichtigsten Musikstücke aus Holy Moses’ Laufbahn nebst zwei brandneuer Songs.

Bei „Clash My Soul“ röhrt Sabina, das Herzstück der Band, direkt los wie man es von ihr gewohnt ist. Auch die Musiker ziehen mit. „Finished With The Dogs“ durfte als Klassiker natürlich auch nicht fehlen. „Nothing For My Mom“ ist ein schöner Titel, bei dem man sich unwillkürlich fragt, was Sabinas Mutter zu ihrer burschikosen Tochter sagt. Der neue Song „Borderland“ klingt absolut typisch für Holy Moses. Ein Mitgröhl-Song könnte es werden. Gesang und Gitarre klingen sehr stimmig und eingängig und das Ganze wird mit den Background Vocals sehr gut unterstützt. Bei „Panic“ klingt das anfänglich Gitarren-Mini-Solo wirklich ganz phantastisch!

Die zweite CD beginnt mit dem manischen „Reborn Dogs“, was ein wunderbarer Auftakt zu mehr Gröhlerei ist. Natürlich dürf auch „Jungle Of Lies“, „World Chaos“ und „Walpurgisnight“ auf einem Album wie diesem nicht fehlen – und sie fehlen ja auch nicht! Bei „I Feel Sick“ klingt das „Kranke“ regelrecht durch – Holy Moses klingen absolut besessen. Besessen von ihrer Musik! Schöne Klampfen-Klänge zwischendurch, die ein wenig Ruhe vermitteln. „Symbol Of Spirit“ beginnt mit einem tiefen Growl, der jedem Trasher Ehre macht. „Entering The Now“ ist auch ein Song, der gut zu Holy Moses passt. Auf einem Jubiläumsalbum auch ein interessanter Titel. „Walpurgisnight“ ist und bleibt einfach ein Spitzensong. Was soll da groß zu gesagt werden?!

Ein wirklich tolles Dankeschön an die treuen Fans der Truppe! Ich bin sicher, es wird ihnen gefallen. Auch das neueste Mitglied, der Mann im Hintergrund, Drummer Gerd Lücking, hat seinen Part hervorragend eingehämmert und passt sehr gut ins Band-Gefüge.

.Anspieltipps: „Finished With The Dogs“, „Nothing For My Mom“, “Borderland”, “Jungle Of Lies, “World Chaos”, “Entering The Now”, Walpurgisnight”

Fazit :  Die Fans werden dieses an sie gerichtete Dankeschön sicherlich lieben. Es enthält alle Klassiker, die sie sich nur wünschen können. Für alle, die keine eingefleischten Fans sind eine Warnung: Das Album könnte Kopfschmerzen verursachen!

WERTUNG:




Trackliste:

CD 1
1. Clash My Soul 02:36
2. Jungle Of Lies 03:46
3. Finished With The Dogs 02:29
4. Symbol Of Spirit 03:42
5. World Chaos 03:12
6. SSP 03:40
7. Borderland 03:27 (brandneuer Song)
8. Lost In The Maze 05:51
9. Walpurgisnight 02:58
10. Welcome To The Real World 03:31
11. Near Dark 05:30

CD 2
1. Reborn Dogs 03:50
2. DefCon II 04:26
3. I Feel Sick 03:48
4. Nothing For My Mum 03:51
5. Disorder Of The Order 04:14
6. Corroded Dreams 04:04
7. Entering The Now 03:40 (brandneuer Song)
8. Creation Of Violation 03:56
9. Panic 03:13
10. Decapitated Minds 03:40
11.Master Of Disaster 03:45

Sandra

CRAZY LIXX - Riot Avenue

Band: Crazy Lixx
Album: Riot Avenue
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 20.04.2012
Homepage: www.crazylixx.com

Die schwedischen Sleazer CRAZY LIXX laden nach, denn was sie mit ihren beiden ersten Alben „Loud Minority“ und „New Religion“ angefangen haben, findet in „Riot Avenue“ seine konsequente Fortsetzung. Ohne Abnutzungserscheinungen und mit einer Extraportion Fuck You Attitüde gibt es 11 neue Songs von den Mitbegründern der New Wave Of Swedish Sleaze. Tolle Chöre, satte Riffs, Tonneweise Melodien und das Feeling der 80ger Jahre gibt es frei Haus. Und das funktioniert auch 10 Jahre nach ihrer Gründung im Jahre 2002 noch ohne weiteres. Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht.

Mit „Whiskey Tango Foxtrott“ beginnt die Platte dann auch standesgemäss flott. Wer seine Spandexhosen und die Kutte noch nicht an und sein Bier noch nicht kaltgestellt hat, den erwischt „Riot Avenue“ auf dem falschen Fuß. Das pumpende „Young Blood“ könnte auch auf einer alten KIX-Scheibe sein. Der Style der Lixx hat sich anno 2012 zugunsten des Sleazerock verschoben, die Hardrock-Anleihen sind weniger geworden und die Produktion ist erdiger denn je. Der geile Titeltrack unterstreicht dies noch zusätzlich. „Fire It Up“ könnte nicht nur vom Namen her aus der Feder von Mr. Monsterzunge Simmons und Co. stammen. „Downtown“ zieht Parallelen zu Songs wie „Want It“ vom Debüt und „In The Night“ zieht das Tempo wieder etwas an. „Church Of Rock“ ist ein cooler Midtempo-Stampfer mit großem Chorus. „Heatseeker“ (hat übrigens nichts mit dem gleichnamigen AC/DC Song zu tun), „Sweet, Bad & Beautiful“ und „Be Gone“ sind allesamt gute Stücke, fallen aber etwas ab. Die abschließende Ballade „Only The Dead Know“ zeigt eine ganz neue Seite der Band und sorgt für eine gelungene Abwechslung.

Tja Herrschaften, das Fazit ist ganz einfach: CRAZY LIXX können ihr geniales Debüt und den fast ebenbürdigen Nachfolger „New Religion“ nicht toppen. Dazu fehlen richtige Hits der Marke „Heroes Are Forever“, „21 Til I Die“ oder „Want It“. Aber die Jungs um Sänger Danny Rexon zeigen mit ihrem dritten Album, dass man auf sie zählen kann.

WERTUNG:




Trackliste:

1.Whiskey Tango Foxtrott
2.Young Blood
3.Riot Avenue
4.Fire It Up
5.Downtown
6.In The Night
7.Church Of Rock
8.Heatseeker
9.Sweet, Bad & Beautiful
10.Be Gone
11.Only The Dead Know

Stefan

MEKONG DELTA - Intersections

Band: Mekong Delta
Album: Intersections
Spielzeit: 51:62 min
Plattenfirma: SPV
Veröffentlichung: 23. April 2012
Homepage: www.mekongdelta.eu

Mekong Delta sind ein Dinosaurier unter den deutschen Bands. 1985 war die Gründung der Band war eigentlich ein wohl gehütetes Geheimnis, da man der Meinung war, dass eine deutsche Metal-Band keinerlei Chancen habe. 1987 kam ihr gleichnamiges Album heraus und nach 14 mehr oder weniger erfolgreichen Alben melden sie sich mit „Intersections“ zurück. Die aktuelle Band-Besetzung besteht aus Ralf Hubert (Bass), Alexander Landenburg (Schlagzeug), Benedikt Zimniak (Gitarre), Erik Adam H. (Gitarre) und Martin Lemar (Gesang).

Was sich Mekong Delta bei dem Cover für ihr Album gedacht haben, ist ein kleines Rätsel – es ist ein magerer flötenspielender Gnom abgebildet. Das Grün sieht leicht nach vermoostem Aquarium aus. Wirkt ein wenig nach Zwischenwelt. Ist aber auch recht passend zu den Texten.

Martin Lemar klingt stimmgewaltig und passt gut zu Mekong Deltas Stil. Ihrem Mix aus sowohl Power-/Melodic und trashigen Akzenten sind sie auch auf „Intersections“ treu geblieben. Die Musiker untereinander scheinen gut eingespielt zu sein. Einige Songs erscheinen ein wenig langatmig zu sein.

„The Cure“ stimmt schon sehr gut auf das Album ein. Während die Instrumente eher trashlastig spielen, könnte man bei Sänger Lemar fast annehmen, man habe Bruce Dickinson als Sänger vor das Mikro gestellt. Weiter geht es mit einem sehr melodiösen und powervollen „Shades Of Doom“, sehr schön unterstützt durch die Background Vocals. „The Healer“ ist ein etwas ruhigerer Song. Außerdem hat er ein schönes Gitarrensolo. „Innocent“, obwohl einer der normal-kurzen Songs, wirkt etwas langatmig. Zwischendurch zwar sehr schöne Gitarrenklänge, die an eine Akkustik-Gitarre erinnern, aber an der Langatmigkeit ändert das nichts. „Memories Of Tomorrow“ passt sowohl vom Titel als auch von der Anfangsmusik her zum Cover – geheimnisvoll und nach Twilight. Dann allerdings rasen die Instrumente los und es ist nicht mehr viel mit Mysterium. Einen schönen klassischen Anfang mit seinen Gitarren hat „Heroes Grief“. Auch der Gesang passt dazu. Sehr bodenständig. Ein wenig albern, aber dennoch kaum wegzudenken sind die „Wahwahwah“-Background-Gesänge. Wundervoll bei „Heartbeat“ sind die Gitarren, die sich anhören wie Glockengeläut. Dieser Song geht über sieven Minuten, ist dafür aber keine Minute langweilig.

„Intersections“ kann durchaus empfohlen werden. Als Gesamteindruck: Klingt zwischendurch immer mal ein wenig wie Iron Maiden, aber das ist ja kein Fehler.

Anspieltipps: „The Cure“, “Shades Of Doom”,  “The Healer”, „Heartbeat“

Fazit :  Auf jeden Fall werden eingesessene Mekong Delta-Fans ihren Spaß an „Intersections“ haben. Aber auch für Einsteiger ist es durchaus zu empfehlen. Viel falsch machen kann man mit der Scheibe nicht.

WERTUNG:




Trackliste:

1.The Cure 4:15
2.Shades Of Doom 4:20
3.Sphere Eclipse 6:18
4.The Healer 7:37
5.Innocent 5:19
6.Memories Of Tomorrow 4:44
7.Heroes Grief 5:43
8.Heartbeat 7:03
9.Transgressor 3:38
10.Prophecy 4:25

Sandra

Montag, 16. April 2012

TRIXTER - New Audio Machine

Band: Trixter
Album: New Audio Machine
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 20.04.2012
Homepage: www.trixterrocks.com

Neben dem lange erwarteten Comeback von TYKETTO dürfte das italiensiche Label Frontiers Records mit dem neuen Album von TRIXTER wohl ein weiteres brandheißes Comeback-Eisen im Feuer haben. Für Fans der guten alten 80ger wird es also interessant diesen April. Wie auch schon bei den Labelmates TYKETTO sind auch bei TRIXTER alle vier Originalmitglieder an Bord. Im Einzelnen wären das: Peter Loran (v., g.), Steve Brown (g.), P.J. Farley (b.) und Mark „Gus“ Scott (d.). Die Band vollzog ihre Wiedervereinigung bereits 2007 und hat seitdem einige Gigs zusammen bestritten – u.a. einen gefeierten Auftritt beim Rocklahoma Festival 2008.

Nach ihren beiden erfolgreichen Alben „Trixter“ 1990 und „Hear!“ 1992 folgte noch eine Compilation mit Coverversionen, eine Live-Scheibe und erst 2008 eine Best Of. Höchste Zeit also, neues Futter auf die hungrige Meute loszulassen.

„Drag Me Down“ beginnt mit einem akustischen Part und knallt nach ca. einer Minute voll rein. Der Sound ist modern aber trotzdem TRIXTER. Hoppla, da hat aber jemand mächtig Feuer unterm Allerwertesten. „Get It On“ ist einfach gestrickt, mit seiner mitreißenden Power aber ziemlich effektiv. „Dirty Love“ hat nicht nur jede Menge Bums sonders auch einen geilen Refrain. Spätestens beim folgenden „Machine“ komme ich aus dem Staunen nicht mehr heraus. TRIXTER zelebrieren auf ihrem neuen Album eingängigen Hardrock mit richtig dicken Eiern und einer mörderischen Produktion, so wie zu ihren besten Zeiten. Auch wenn der bisherige Powerride von der Ballade „Live For The Day“ unterbrochen wird, lassen die Stromgitarren und die großen Hooks schon beim folgenden „Ride“ wieder mächtig grüßen. Das großartige „Tattoos & Misery“ sowie das abschließende „Walk With A Stranger“ sind weitere Highlights. „The Coolest Thing“ beginnt gewagt mit modernen Beats aus der Maschine, mausert sich dann aber zu einem potentiellen Radio-Hit. Und warum man ein Riffmonster wie „Save Your Soul“ so weit hinten auf der Scheibe versteckt hat, kann ich nicht verstehen. Der Song gehört gleich am Anfang an die Front, damit sich auch jeder gleich in die Platte verliebt.

TRIXTER legen so eben mal eine der geilsten Comeback-Platten der letzten Jahre hin. Und das mit einer Power und Spielfreude, als hätten die letzten 20 Jahre nicht stattgefunden. „New Audio Machine“ schließt diesgezüglich perfekt an die beiden alten Longplayer an und hinterlässt bei mir immer noch ein ungläubiges Kopfschütteln. Da muss noch eine ganz große Überraschung kommen, damit TRIXTER vom Comeback-Thron 2012 gestossen werden. Must Have!

WERTUNG:





Trackliste:

1.Drag Me Down
2.Get It On
3.Dirty Love
4.Machine
5.Live For The Day
6.Ride
7.Physical Attraction
8.Tattoos & Misery
9.The Coolest Thing
10.Save Your Soul
11.Walk With A Stranger

Stefan

STICKY BOYS - This Is Rock´n Roll

Band: Sticky Boys
Album: This Is Rock´n Roll
Plattenfirma: Listenable Records
Veröffentlichung: 16.04.2012
Homepage: www.stickyboys.eu

Frankreich hat eine große nationale Musikszene, die Landessprache ist in Songs weitverbreitet. Aber international erfolgreiche, englischsprachige (Rock-) Bands kommen eher aus anderen Ländern. Woran das liegt, kann ich nicht sagen, vielleicht liegt der Fokus vieler Bands einfach nicht auf einer Karriere außerhalb der Landesgrenzen, vielleicht liegt es auch an der Promotion. Aber es gibt ein paar Perlen aus unserem Nachbarland, die viel mehr Aufmerksamkeit erhalten sollten – egal ob in Frankreich oder im Rest der Welt.

Da hätten wir die STICKY BOYS, die in bester AIRBOURNE-Manier die Sau rauslassen. Weitere Einflüsse könnten noch die amerikanischen Rotz-Rocker NASHVILLE PUSSY sein, irgendwo dazwischen trifft uns das Debüt, schlicht „This Is Rock´n Roll“ betitelt, mitten zwischen die Augen. 2008 gründete Schlagzeuger Tom die Band mit Sänger/Gitarrist Alex, kurz darauf kam Bassist JB hinzu und komplett war eine Combo im Powertrio-Style.

Jetzt haben die Jungs durchgeladen und ballern 10 Rock´n Roll Nummern raus, die ich ehrlich gesagt einer Band aus Frankreich nicht zugetraut hätte. OK, der Stil in nicht ganz neu, zu viele andere vor ihnen haben ihr Glück mit ähnlich gestrickten Songs versucht. Wer aber keine Innovationen sucht sondern „nur“ amtlich abrocken will und dabei eine gute Zeit haben will, ist hier genau richtig.

Ein kurzes Gitarren-Intro ebnet den Weg zum ersten Song, der auf den Namen „Rock´n Roll Nation“ hört. Knochentrocken produziert und mit den richtigen Melodien versehen, bringt der Song den Hörer auf Betriebstemperatur. „Bang That Head“ gibt die konsequente Fortsetzung dessen bevor „Great Big Dynamite“ seinem Namen alle Ehre macht und die Geschwindigkeitsschraube weiter anzieht. Das cool rockende „Girls In The City“ ist ein einfaches aber hochmelodisches Stück, das vor allem live gut funktionieren wird. Die Lehre der drei Akkorde ist außerdem bei „Big Thrill“ und „The Way To Rock´n Roll“ recht gut umgesetzt und wenn die Jungs mit diesem Album die Bühne samt Zuhörer nicht zum Kochen bringen, dann weiß ich auch nicht mehr.

Ein weiteres Highlight ist das geniale Coverartwork, das herrlich Old School ist perfekt ausdrückt, wofür STICKY BOYS stehen: Pure Fuckin Rock´n Roll! I Love It! Der Titel der Scheibe ist genau so wie die Musik: direkt, ehrlich, voll in die Schnauze. Wenn Ihr also auf AC/DC, AIRBOURNE, BULLET und all die anderen Riff Rocker stehen und Ihr nichts gegen ein paar Spritzer NASHVILLE PUSSY haben, sind die STICKY BOYS erste Wahl für Eure nächste Party.

P.S. leider ist die Bandpage nur in französich

WERTUNG:




Trackliste:

1.This Is Rock´n Roll (Intro)
2.Rock´n Roll Nation
3.Bang That Head
4.Great Big Dynamite
5.Girls In The City
6.Big Thrill
7.Miss Saturday Night
8.The World Don´t Go Round
9.Night Rocker
10.Fat Boy Charlie
11.The Way To Rock´n Roll

Stefan