Band: Imperium
Album: Dreamhunter
Spielzeit: 51:25 min.
Stilrichtung: Hardrock, Melodic Metal
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 18.03.2016
Homepage: www.facebook.com/imperiumproject
It´s hard to be a Rock´n Roller – das haben nicht nur die norwegischen Glamster von WIG WAM seinerzeit festgestellt. Dieses Lied singen zehntausende von talentierten Musikern da draußen und versuchen, sich irgendwie in der Szene festzukrallen. Auch die finnische Hardrockkapelle STRIKE hat nach fast einem viertel Jahrhundert 2013 einen Neuanfang gewagt und mit „We´re Back“ ihr Debütalbum vorgelegt (Rezi HIER). Deren Schlagzeuger Mika Brushane wandelt jetzt auf Solopfaden. Unter dem Banner IMPERIUM hat er zusammen mit einigen musikalischen Gästen ein Projekt gestartet, um den abermals ins Stocken geratenen Prozess bei STRIKE dennoch positiv zu nutzen. Mit von der Partie sind neben dem aktuellen STRIKE Vokalisten Pasi Rantanen mit Markku Kuikka und Nisse Nordling noch zwei weitere eher unbekannte Namen. Mika selbst hat neben den Drums auch die Keyboards und den Bass eingespielt. Die Gitarrenparts übernahmen Samuli Federley, Toni Huovinen und Ade Manninen.
Dass große Namen auf „Dreamhunter“ fehlen, muss keineswegs negativ gewertet werden. Denn in Finnland weiß man bekanntermaßen, wie guter Hardrock zu klingen hat. Und auch der Sound von Knöpfchendreher Erkka Korhonen geht in Ordnung. Auf zu viel Bombast wurde verzichtet, „Dreamhunter“ ist immerhin kein reines Metalalbum, die Rockwurzeln des Initiators reichen dafür doch zu tief. Die Achtziger blitzen ebenfalls des Öfteren durch. Und doch startet der Silberling mit dem namensgebenden Track eher im Uptempobereich. Ganz anders tönen bereits unmittelbar danach „Heaven Is Falling“ oder Songs wie „Always Forever“. Das stampfende „There Will Be Light“ sollte als Highlight ebenfalls genannt werden. Natürlich gibt es auch ruhige Klänge, die der Maestro gleich als „80´s Love Song“ verpackt hat. Wer noch Kaufanreize benötigt, sollte sich vielleicht „Starlight“ anhören.
Großes Kino wäre zu hoch gegriffen, aber IMPERIUM machen auf „Dreamhunter“ einen soliden Eindruck. Freunde guten Hardrocks mit gelegentlicher Metallic-Legierung dürfen hier sehr gerne ein Ohr riskieren.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Dreamhunter
2. Heaven Is Falling
3. Wasted Years
4. Always Forever
5. Fire And Ice
6. There Will Be Light
7. 80´s Love Song
8. Reach For The Stars
9. Starlight
10. Victory
11. Finem Vocationem
Stefan
Montag, 14. März 2016
Freitag, 11. März 2016
BEYOND THE BLACK - Lost in Forever
Band: Beyond the Black
Album: Lost in Forever
Spielzeit: 59:08 min
Stilrichtung: Symphonic
Metal
Plattenfirma:
Airforce1 Records
Veröffentlichung:
12.02.2016
Homepage:
www.facebook.com/beyondtheblackofficial
Na das ging ja fix! Die
deutschen Senkrechtstarter von BEYOND THE BLACK sind knapp 1 Jahr
nach ihrem Debütalbum „Songs of Love and Death“ schon wieder
zurück mit ihrem zweiten Werk „Lost in Forever“ REZI.
Und das letzte Jahr
hatte es definitiv in sich für die Jungs rund um Frontfrau Jennifer
Haben! Das Debütalbum stieg auf Platz 12 der Charts ein und hielt
sich dort fast drei Wochen, man ging auf große Supporttour mit
SAXON, spielte viele Festivals und kehrte dann triumphal zurück nach
Wacken wo die steile Karriere einst begonnen hatte.
Nun also Album Nummer
zwei, welches sich vom Stil her, wie ich finde, ein klein wenig vom
Debüt unterscheidet. Gab es auf Album Nummer eins noch einige
Gothiceinflüsse, sind diese nun größtenteils verschwunden und es
regiert eher der Symphonic Metal. Übrigens steht die nächste Tour
auch schon in den Startlöchern, man ist als Supportact für die
SCORPIONS dieses Jahr unterwegs. Es geht also noch weiter aufwärts
für die Band, soviel dürfte denke ich jetzt schon feststehen!
Kommen wir nun im
Detail zum neuen Album. Dieses Mal eröffne ich die Besprechung ein
klein wenig anders als man es von mir gewohnt ist.
Statt einen Blick auf
den Opener zu werfen, werfe ich erstmal einen Blick auf die
beteiligten Musiker und stelle dann mit Erstaunen fest das der
Großteil der Songs nicht von der Band selbst geschrieben wurden
sondern von viele Songschreibern.
Das dürfte die
Qualität der Songs kaum schmälern, aber, und da stehe ich nicht
alleine da, so was hinterlässt einfach kein gutes Gefühl und
schmälert das Ganze dann doch etwas. Traut sich die Band das nicht
zu? Warum keine komplett eigenen Songs? Das sind die Fragen die man
sich denke ich mal stellen muss, bzw. dessen Antworten jeder Hörer
für sich selbst beantworten wird.
So, nun aber wirklich
mal zu den Songs, denn das ist ja das Hauptaugenmerk für uns. Als
Opener empfängt uns der Titeltrack „Lost in Forever“. Eine,
flotte, melodische und schmissige Angelegenheit ist die Nummer
geworden, als Opener bzw. Dosenöffner perfekt würde ich sagen und
man nimmt sehr gut die Fäden des Debüts auf.
Von dem gleichen,
hochwertigen Kaliber, wenn nicht vielleicht sogar ein bisschen
stärker, ist die folgende Powerballade „Beautiful Lies“ mit dem
Duett von Jennifer und Rick Altzi (MASTERPLAN, AT VANCE). Ein perfekt
passender Song für beide Stimmen der sich ohne Probleme tief in die
Gehörgänge gräbt.
Das das aber nur der
Anfang war zeigt die Band schnell bei den nächsten Nummern, die alle
absolut kein Fallobst sind und mit zu dem besten gehören was man aus
dem Genre in der letzten Zeit gehört hat!
Nehmen wir nur mal das
schmissige „Written in Blood“, das gefühlvolle „Against the
World“, das abwechslungsreiche und symphonische „Beyond the
Mirror“ oder der flotte Powermetalbomber „Dies Irae“, bei allen
Songs muss man ganz klar den Hut vor ziehen ob sie jetzt nun von der
Band selbst oder den Gastschreiber erdacht wurden!
Und auch in der Folge
lassen sich keine Ermüdungserscheinungen feststellen, ich könnte
euch jetzt jeden Song einzelnen ansprechen und dabei lobpreisen,
belasse es aber bei den absoluten Glanzperlen „Burning in Flames“,
„Shine and Shade“ und das abschließende, gefühlvolle „Love‘s
Burden.
Anspieltipps:
Richtig schlechte Songs
sucht man hier vergebens, sucht euch aus was ihr wollt, ihr greift
nicht daneben!
Fazit :
Das sich der Stil von
BEYOND THE BLACK im Vergleich zum Debütalbum leicht geändert hat,
habe ich ja schon angeführt, das die Gastschreiber einen etwas
schlechte Beigeschmack erzeugen ebenfalls. Das alles wirkt sich aber
absolut nicht auf die Qualität der Songs aus! Die ist absolut erste
Sahne und dürfte jeden Fan des Genre sofort überzeugen.
Objektiv gesehen muss
man hier ganz klar die Höchstnote zücken, aber da in mir ja auch
ein Fanherz schlägt muss ich dann doch einen halben Punkt abziehen,
eben aufgrund des Beigeschmacks der hier erzeugt wird. Das ist aber
meckern auf hohem Niveau und man kann der Band nur zu diesem tollen
Album gratulieren! Der Höhenflug wird also definitiv fortgesetzt!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Lost in Forever
02.
Beautiful Lies (feat. Rick Altzi)
03.
Written in Blood
04.
Against the World
05.
Beyond the Mirror
06.
Halo in the Dark
07.
Dies Irae
08.
Forget my Name
09.
Burning in Flames
10.
Nevermore
11.
Shine and Shade
12.
Heaven in Hell
13.
Love‘s Burden
Julian
THE INNER ME - A New Horizon
Band: The Inner Me
Album: A New Horizon
Spielzeit: 50:54 min
Stilrichtung: Heayy
Metal
Plattenfirma:
Eigenproduktion
Veröffentlichung:
01.10.2015
Homepage:
www.theinnerme.at
Es muss schon viel
passieren wenn ich mich mit einer Platte beschäftige die schon ein
paar Monate alt ist, dafür landen bei uns zu viel neue Sachen auf
dem Tisch. Bei dem Bandprojekt THE INNER ME war dieses viel der Fall!
Denn was die Herren
Reinhard „Kotza“ Müller (Gitarre), David Stawa (Gesang) und
Daniel Tallamassl (Bass) hier auf die Disk gebrannt haben ist
feinster Heavy Metal der Extraklasse der sich das ein oder andere Mal
mit den 80igern gut stellt. ANNIHILITAOR, ACCEPT, JUDAS PRIEST,
MEGADETH oder METALLICA lassen hier mehr als ein Mal grüßen!
Die Beteiligten sind
dazu keine blutigen Anfänger mehr, denn Reinhard ist seit 30 Jahren
in der Metalszene mit so Bands wie OLD JULY, THE THREATLES oder
SIXPACK aktiv, David und Daniel sorgen mit ihrer Band FIRESTORM seit
geraumer Zeit für Unruhe in der Szene.
Sänger David zeichnete
sich auf für das lyrische Konzept des Debütalbums verantwortlich.
Dieses dreht sich um die tragische Geschichte des Schrifstellers
Robert Mankovic. Als I Tüpfelchen sorgte dann Mr. Glen Drover für
die Produktion und der Ex Gitarrist von MEGADETH und KING DIAMOND
steuert auch noch ein Solo zu einem Song bei.
So, genug der schnöden
Infos, widmen wir uns dem Albumopener „A New Horizon“. Treibend
und druckvoll geht man hier direkt zu Werke, besonders die
Gitarrenriffs sind hier zu erwähnen, dann setzt der Gesang von
Fronter David ein der schön tief und kratzig daher kommt und schon
kurz danach ist man mit dem tollen Chorus mitten drin im perfekten
Opener und ersten Anspieltipp der Scheibe.
Das anschließende
„Eraser“ ist nur ein guter Füller und Überleiter zum nächsten
Ohrbombensong „Serpents Kiss“. Hier muss ich wieder die
knackigen, absolut eingängigen Gitarrenriffs und den tollen Chorus
hervorheben da muss jeder Fuß mitwippen, so viel steht fest!
Mit dem eher
ungewöhlichen „Elephants in the Sky“ kann ich mich dann, auch
nach mehrmaligen Hören, so gar nicht anfreunden, dafür sind dann
die nächsten drei Songs „Breakdown“, „The Chase“ und
„Copkiller“ wieder wahre Ohrenfreuden und dürften Freunde von
melodischen Metal auf jeden Fall direkt begeistern und überzeugen!
Da können die letzten
drei Tracks dann nicht ganz mithalten, dafür waren die vorherigen
Nummern zu gut, aber mit „Sentenced to Death“ hat mir auch hier
noch eine richtige Perle am Start.
Anspieltipps:
Hier kann ich euch auf
jeden Fall “A New Horizon”, “Serpents Kiss”, “Breakdown”,
“The Chase” und “Copkiller” ans Herz legen.
Fazit :
Schön wenn es immer
wieder diese Momente gibt wenn man nichts von einer Platte erwartet,
und dann so richtig schön überrascht und aus den Sessel geblasen
wird!
Die Jungs von THE INNER
ME haben das definitiv geschafft und das Gitarrenspiel von Reinhard
sowie der kraftvolle, wiedererkennbare Gesang von David sind die
absoluten Glanzpunkte dieser tollen Debütscheibe. Bitte mehr davon!
Aber dann bitte mit
einem richtigen Schlagzeuger, so viel Zeit muss sein, der
Drumcomputer sollte beim nächsten Mal ausgedient haben!
Von mir gibt es
trotzdem eine klare Kaufempfehlung an die Zielgruppe, am Besten ihr
besorgt euch das Teil direkt und unkompliziert über die
Bandhomepage.
WERTUNG:
Trackliste:
01.
A New Horizon
02.
Eraser
03.
Serpent‘s Kiss
04.
Elephants in the Sky
05.
Breakdown
06.
The Chase
07.
Copkiller
08.
Sentenced to Death
09.
Bestseller
10.
Of Cause and Consequence
Julian
Mittwoch, 9. März 2016
ANTHRAX - For All Kings
Band: Anthrax
Album: For All Kings
Spielzeit: 59:32 min.
Stilrichtung: Thrash Metal, Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 26.02.2016
Homepage: www.anthrax.com
Dieses Jahr jährt sich die Gründung der New Yorker Metal-Ikonen ANTHRAX zum 35. Male. Zusammen mit METALLICA, SLAYER, MEGADETH und anderen haben sie eine Musikrichtung groß gemacht – Thrash Metal. Just diese vier Kapellen waren in der Vergangenheit auch als „Big Four“ unterwegs, wobei es sicher die ein oder andere Meinung dazu gibt, dass man METALLICA mittlerweile wohl eher außen vor gelassen hätte. Auch deren aktuell geplante Studioscheibe zieht sich seit Ewigkeiten hin und Platten wie „St. Anger“ oder „Lulu“ haben die Fans nicht gerade in Entzückung versetzt. Ähnlich ging es vielen eingefleischten ANTHRAX-Jüngern beim Weggang von Sänger Joey Belladonna, der die wichtige Zeit zwischen 1985 und 1992 prägte. Sein Nachfolger John Bush, der von ARMORED SAINT kam, verfügte über genügend Charsima, um in die Fußstapfen von Belladonna treten zu können, aber der Sängerwechsel bedeutete auch eine Richtungsänderung in der musikalischen Ausrichtung der Amis. All das ist hinlänglich bekannt – Mitte der ersten Dekade des neuen Jahrtausends kehrte Belladonna zur Band zurück, um sie wenig später erneut zu verlassen. Seit 2010 ist dieses Bandgefüge bereits im dritten Frühling.
Daraus resultierte 2011 das bis dato letzte Studiowerk „Worship Music“. Fünf Jahre später stehen die New Yorker mit „For All Kings“ erneut Gewehr bei Fuß, das Jubiläum feiern Joey Belladonna (vocals), Scott Ian (guitars), Frank Bello (bass), Charlie Benante (drums) und Jonathan Donais (guitars) nicht nur fast in ihrer erfolgreichsten Besetzung sondern auch musikalisch mit einem guten Ruck in Richtung ihrer besten Alben der zweiten Hälfte der Achtziger Jahre wie „Among The Living“ (Rezi HIER). Hier und da blitzen auch Werke wie „Persistance Of Time“ oder natürlich neuere Platten wie „We´ve Come For You All“ durch.
Den Anfang macht nach einem Intro („Impaled“) aber der ziemlich Old-School anmutende Nackenbrecher „You Gotta Believe“. Ein nahezu perfekter Einstieg, wenngleich die Riffs nahezu identisch auf den eigenen Klassikern zu finden sind. Der melodiöse Refrain weicht das festgefahrene Songwriting aber etwas auf. „Monster At The End“ könnte ebenso auf „State Of Euphoria“ oder noch eher „Persistance Of Time“ stehen bevor der Titeltrack eine etwas moderne Schiene fährt. Dorthin passen auch Midtempo-Stücke wie „Breathing Lightning“ oder riffbetonte Abrissbirnen wie „Suzerain“. Wehmütig werden alte Fans nur noch beim abschließenden „Zero Tolerance“, das das 15. Album von ANTHRAX so beschließt wie es begonnen hat – mit einer schnellen Thrash-Nummer, die allerdings ziemlich an „Pyromaniac Man“ der deutschen Thrasher RISK erinnert. Dazwischen gibt es mit dem tonnenschweren „Evil Twin“ oder dem überlangen sowie leicht progressiven „Blood Eagle Wings“ willkommene Abwechslung.
ANTHRAX überraschen auf ihrem Jubiläumsalbum ziemlich – für die einen sicher negativ, für mich aber durchaus positiv. Sie ziehen Parallelen in ihre Vergangenheit, präsentieren sich aber ebenso auf der Höhe der Zeit. So sollte für jeden etwas dabei sein, wie aus einem Guss klingt „For All Kings“ damit natürlich nicht. Spaß machen Songs wie „You Gotta Believe“, „Monster At The End“ oder „For All Kings“ allemal – zum Ende hin hätte die Jungs aber lieber ein paar Songs weggelassen.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Impaled
2. You Gotta Believe
3. Monster At The End
4. For All Kings
5. Breathing Lightning
6. Breathing Out
7. Suzerain
8. Evil Twin
9. Blood Eagle Wings
10. Defend Avenge
11. All Of Them Thieves
12. This Battle Chose Us
13. Zero Tolerance
Stefan
Album: For All Kings
Spielzeit: 59:32 min.
Stilrichtung: Thrash Metal, Heavy Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 26.02.2016
Homepage: www.anthrax.com
Dieses Jahr jährt sich die Gründung der New Yorker Metal-Ikonen ANTHRAX zum 35. Male. Zusammen mit METALLICA, SLAYER, MEGADETH und anderen haben sie eine Musikrichtung groß gemacht – Thrash Metal. Just diese vier Kapellen waren in der Vergangenheit auch als „Big Four“ unterwegs, wobei es sicher die ein oder andere Meinung dazu gibt, dass man METALLICA mittlerweile wohl eher außen vor gelassen hätte. Auch deren aktuell geplante Studioscheibe zieht sich seit Ewigkeiten hin und Platten wie „St. Anger“ oder „Lulu“ haben die Fans nicht gerade in Entzückung versetzt. Ähnlich ging es vielen eingefleischten ANTHRAX-Jüngern beim Weggang von Sänger Joey Belladonna, der die wichtige Zeit zwischen 1985 und 1992 prägte. Sein Nachfolger John Bush, der von ARMORED SAINT kam, verfügte über genügend Charsima, um in die Fußstapfen von Belladonna treten zu können, aber der Sängerwechsel bedeutete auch eine Richtungsänderung in der musikalischen Ausrichtung der Amis. All das ist hinlänglich bekannt – Mitte der ersten Dekade des neuen Jahrtausends kehrte Belladonna zur Band zurück, um sie wenig später erneut zu verlassen. Seit 2010 ist dieses Bandgefüge bereits im dritten Frühling.
Daraus resultierte 2011 das bis dato letzte Studiowerk „Worship Music“. Fünf Jahre später stehen die New Yorker mit „For All Kings“ erneut Gewehr bei Fuß, das Jubiläum feiern Joey Belladonna (vocals), Scott Ian (guitars), Frank Bello (bass), Charlie Benante (drums) und Jonathan Donais (guitars) nicht nur fast in ihrer erfolgreichsten Besetzung sondern auch musikalisch mit einem guten Ruck in Richtung ihrer besten Alben der zweiten Hälfte der Achtziger Jahre wie „Among The Living“ (Rezi HIER). Hier und da blitzen auch Werke wie „Persistance Of Time“ oder natürlich neuere Platten wie „We´ve Come For You All“ durch.
Den Anfang macht nach einem Intro („Impaled“) aber der ziemlich Old-School anmutende Nackenbrecher „You Gotta Believe“. Ein nahezu perfekter Einstieg, wenngleich die Riffs nahezu identisch auf den eigenen Klassikern zu finden sind. Der melodiöse Refrain weicht das festgefahrene Songwriting aber etwas auf. „Monster At The End“ könnte ebenso auf „State Of Euphoria“ oder noch eher „Persistance Of Time“ stehen bevor der Titeltrack eine etwas moderne Schiene fährt. Dorthin passen auch Midtempo-Stücke wie „Breathing Lightning“ oder riffbetonte Abrissbirnen wie „Suzerain“. Wehmütig werden alte Fans nur noch beim abschließenden „Zero Tolerance“, das das 15. Album von ANTHRAX so beschließt wie es begonnen hat – mit einer schnellen Thrash-Nummer, die allerdings ziemlich an „Pyromaniac Man“ der deutschen Thrasher RISK erinnert. Dazwischen gibt es mit dem tonnenschweren „Evil Twin“ oder dem überlangen sowie leicht progressiven „Blood Eagle Wings“ willkommene Abwechslung.
ANTHRAX überraschen auf ihrem Jubiläumsalbum ziemlich – für die einen sicher negativ, für mich aber durchaus positiv. Sie ziehen Parallelen in ihre Vergangenheit, präsentieren sich aber ebenso auf der Höhe der Zeit. So sollte für jeden etwas dabei sein, wie aus einem Guss klingt „For All Kings“ damit natürlich nicht. Spaß machen Songs wie „You Gotta Believe“, „Monster At The End“ oder „For All Kings“ allemal – zum Ende hin hätte die Jungs aber lieber ein paar Songs weggelassen.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Impaled
2. You Gotta Believe
3. Monster At The End
4. For All Kings
5. Breathing Lightning
6. Breathing Out
7. Suzerain
8. Evil Twin
9. Blood Eagle Wings
10. Defend Avenge
11. All Of Them Thieves
12. This Battle Chose Us
13. Zero Tolerance
Stefan
ECLIPTICA - Ecliptified
Band: Ecliptica
Album: Ecliptified
Spielzeit: 56:04 min
Stilrichtung: Melodic
Rock
Plattenfirma: Mars
Music
Veröffentlichung:
15.01.2016
Homepage:
www.ecliptica.at
Die Band ECLIPTICA aus
dem schönen Österreich sagte mir erst einmal gar nichts! Kein
Wunder ist die Truppe doch bei uns ins Deutschland noch nicht so
bekannt. In Österreich allerdings war man schon in den Charts
vertreten, auf einigen Festivals Gast oder als Supportact von zum
Beispiel IN EXTREMO, SYMPHONY X, FREEDOM CALL, AT VANCE oder AXXIS
unterwegs.
Personell fährt man
auch ganz große Geschütze auf denn man ist mit zwei Sängern
unterwegs, Tom Tieber und Sandra Urbanek teilen sich den Gesang.
Das erste Album der
Band „Impetus“ wurde über Frontiers Records veröffentlicht und
erhielt gute Kritiken. War man auf diesem und auf dem Nachfolger
„Journey Saturnine“ noch eher metallisch unterwegs, ist das neue
Album „Ecliptified“ eher rockig angehaucht. Ein Stilwechsel also,
horchen wir daher mal genau in den Albumopener „Welcome to the
Show“ rein. Und hier geht es gleich locker, flockig und rockig zur
Sache! Der Song hat eine knackige Spielzeit von knapp 4 Minuten geht
mit seinem treibenden Beat und seinem eingängigen Rhythmus gut ins
Ohr, und begeistert einfach direkt auf Anhieb.
In das gleiche Muster
passen die anschließenden „Hate the Pain“ und „Round n Round“
dann auch perfekt. Flotte Rocker, die einfach direkt in die Blutbahn
gehen und bei denen der Fuß direkt mit muss!
Danach folgt mit „Road
to Nowhere“ eine Nummer die ein klein wenig aus dem bisherigen
Muster ausbricht, wenn auch die Abweichungen sehr minimal sind,
reicht es dennoch um eine schöne Abwechslung in die bisherige
Songstruktur zu bringen. Auch dieser Song muss direkt mal als
Anspieltipp verbucht werden, hauptsächlich aufgrund des
Ohrwurmchorus der uns hier umschmeichelt.
Wo viel Licht ist, ist
auch immer ein wenig Schatten, und dieser kommt eigentlich jetzt denn
mit „One for Rock N Roll“, der Schmachtballade „Need your Love“
und dem Instrumentalstück „Persephone“ kann man nicht total
überzeugen.
Aber, wir haben ja noch
einige Songs übrig, denn es sind ja ganze 14 Nummern! Bei „Hero of
the Day“ wird zu Beginn ganz stark bei BON JOVI geklaut, was ja
nichts schlechtes heißen muss, „Rock N Roll Medication“ ist dann
wieder ein Standardrocker erster Güte der einfach nur Spaß macht
und selbiges kann man eigentlich über den offiziellen Abschlusssong
„We Rock“ sagen. Die restlichen Stücke sind dann leider nur
Standardware geworden, die nicht schlecht aber auch nicht komplett
begeistern können.
Als Goodie gibt es dann
am Ende noch die ROXETTE Coverversion von „Sleeping in my Car“
die ebenfalls ganz ordentlich umgesetzt wurde, eine tolle
Gesangsleistung von Sandra inklusive!
Anspieltipps:
Am Besten tönen hier
“Welcome to the Show”, “Round n Round”, “Road to Nowhere”,
“Rock N Roll Medication” sowie “We Rock”.
Fazit :
Lang und
abwechslungsreich ist die neue ECLIPTICA Platte geworden. Theoretisch
könnte man damit eine Rockparty bestreiten und es wäre für jeden
etwas dabei! Allerdings gibt es auf der Länge dann doch ein paar
Songs die dann qualitativ hinten runter fallen. Aber insgesamt kann
man hier schon von einer starken, überzeugenden Leistung sprechen!
Besonders hervorheben muss ich den tollen Gesang von Sandra Urbanek.
Einfach eine tolle Rockröhre die wunderbar zur Mucke passt.
Heavy/Melodic Rock aus
Österreich, wer hier nach Referenzen sucht muss auf jeden Fall bei
ECLIPTICA halt machen!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Welcome to the Show
02.
Hate the Pain
03.
Round n Round
04.
Road to Nowhere
05.
One for Rock n Roll
06.
Need your Love
07.
Persephone
08.
Hero of the Day
09.
Trip
10.
Rock N Roll Medication
11.
No Surrender
12.
For Good
13.
We Rock
14.
Sleeping in my Car (CD Bonustrack)
Julian
Montag, 7. März 2016
RECKLESS LOVE - InVader
Band: Reckless Love
Album: InVader
Spielzeit: 45:23 min.
Stilrichtung: Rock, Pop
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 11.03.2016
Homepage: www.recklesslove.com
Die frohe Kunde macht ja schon seit langem die Runde – die finnischen Hardrocker RECKLESS LOVE haben ein neues Album fabriziert. Nachdem Sänger Olli Hermann quasi mit dem Spaßprojekt THE LOCAL BAND (Rezi HIER) kurzzeitig fremdgegangen ist, wurden die Kräfte wieder gebündelt und mit „InVader“ das mittlerweile vierte Langeisen auf den Weg gebracht. Um es aber einmal vorwegzunehmen – das Ding ist ein harter Brocken für jeden Hardrocker im Allgemeinen und jeden Fan der Band im Besonderen. Schon in der Vergangenheit war der Weg vom schnörkellosem Hardrock irgendwo zwischen DEF LEPPARD und VAN HALEN hin zu Glamrock mit vereinzelten Elektronikspielereien deutlich zu spüren. Und so war auch nur das 2010er Debüt „Reckless Love“ eine Platte, die sofort ins Blut ging. Schon das ein Jahr später erschienene „Animal Attraction“ (Rezi HIER) und speziell das 2013er Werk „Spirit“ (Rezi HIER) haben es mir persönlich anfangs nicht gerade leicht gemacht. Aber unterm Strich zündeten alle drei Platten grandios, wenn auch nicht sofort. Bei „InVader“ ist das Resümee zweigeteilt – immer noch.
Da gibt es eine Seite auf „InVader“ - nennen wir es einmal die „Hell Yeah – I Wanna Rock“-Seite: dort vertreten sind herrliche Rocksongs wie das knackige „Bullettime“ oder „Let´s Get Cracking“. Wer die Vorabsingle „Monster“ vielleicht schon begutachtet hat – auch diesen Song nehme ich auf die Rockseite oder zumindest muss der Song zu den guten zählen. Denn viel mehr gibt es für alte Fans der Finnen schon gar nicht zu entdecken. Zwar haben wir auch noch Stücke wie „Rock It“, „Pretty Boy Swagger“ oder „Destiny“, diese laufen aber eher unter dem Prädikat B-Ware.
Dann haben wir noch die Pop-Seite auf „InVader“. Und wenn ich Pop sage, dann meine ich auch Pop! Wenn man sich die oft dünn vorhandenen Gitarren wegdenkt, sind Songs wie „We Are The Weekend“, das unsägliche „Scandinavian Girls“ (ein Zwitter aus seichter Hommage an DAVID LEE ROTH zu „Crazy From The Heat“-Zeiten und HELENE FISCHER-Schlager - hätte nicht gedacht, dass ich jemals so etwas schreiben würde) oder das abschließende „Keep It Up All Night“ einfach zeitgenössischer Pop, wie er tausendfach im Formatradio gepielt wird und der ganz schnell wieder vergessen ist. Speziell „Keep It Up All Night“ hat Hitpotential, das kann man dem Teil nicht absprechen, was die Finnen damit bezwecken wollen, bleibt mir ein Rätsel. Live funktioniert das sicherlich, da kommt sicher auch ein Track wie „Hands“ gut rüber, auf Platte haben sich RECKLESS LOVE allerdings um einiges zu weit aus dem Fenster gelehnt. Dem Fass den Boden schlägt wohl die leichte Reggae-Sommer-Nummer „Child Of The Sun“ aus.
Ich liebe diese Band, sie zählt zu meinen absoluten Favouriten, aber „InVader“ kann ich nur sehr begrenzt gutheissen. Bleibt zu hoffen, dass die Tour mit den Kollegen von SANTA CRUZ einen bleibenden Eindruck bei Ollie und seinen Jungs hinterlässt und sie beim nächsten Longplayer wieder mehr zurück in die Spur finden. Ach ja, und bitte erspart uns noch weitere „Gitarrensoli“ der Marke „Keep It Up All Night“ und dem sogenannten „Beast Mode“. Das hat bei „Hot“ einmal funktioniert und es war cool, wenn aber gefühlt die Hälfte aller Songs mit ähnlichen elektronischen Spielereien gepimpt werden, wird’s echt langweilig. Habe fertig, und jetzt freue ich mich trotz alledem auf den anstehenden Gig in München zusammen mit SANTA CRUZ!
WERTUNG:
Trackliste:
1. We Are The Weekend
2. Hands
3. Monster
4. Child Of The Sun
5. Bullettime
6. Scandinavian Girls
7. Pretty Boy Swagger
8. Rock It
9. Destiny
10. Let´s Get Cracking
11. Keep It Up All Night
Stefan
Album: InVader
Spielzeit: 45:23 min.
Stilrichtung: Rock, Pop
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 11.03.2016
Homepage: www.recklesslove.com
Die frohe Kunde macht ja schon seit langem die Runde – die finnischen Hardrocker RECKLESS LOVE haben ein neues Album fabriziert. Nachdem Sänger Olli Hermann quasi mit dem Spaßprojekt THE LOCAL BAND (Rezi HIER) kurzzeitig fremdgegangen ist, wurden die Kräfte wieder gebündelt und mit „InVader“ das mittlerweile vierte Langeisen auf den Weg gebracht. Um es aber einmal vorwegzunehmen – das Ding ist ein harter Brocken für jeden Hardrocker im Allgemeinen und jeden Fan der Band im Besonderen. Schon in der Vergangenheit war der Weg vom schnörkellosem Hardrock irgendwo zwischen DEF LEPPARD und VAN HALEN hin zu Glamrock mit vereinzelten Elektronikspielereien deutlich zu spüren. Und so war auch nur das 2010er Debüt „Reckless Love“ eine Platte, die sofort ins Blut ging. Schon das ein Jahr später erschienene „Animal Attraction“ (Rezi HIER) und speziell das 2013er Werk „Spirit“ (Rezi HIER) haben es mir persönlich anfangs nicht gerade leicht gemacht. Aber unterm Strich zündeten alle drei Platten grandios, wenn auch nicht sofort. Bei „InVader“ ist das Resümee zweigeteilt – immer noch.
Da gibt es eine Seite auf „InVader“ - nennen wir es einmal die „Hell Yeah – I Wanna Rock“-Seite: dort vertreten sind herrliche Rocksongs wie das knackige „Bullettime“ oder „Let´s Get Cracking“. Wer die Vorabsingle „Monster“ vielleicht schon begutachtet hat – auch diesen Song nehme ich auf die Rockseite oder zumindest muss der Song zu den guten zählen. Denn viel mehr gibt es für alte Fans der Finnen schon gar nicht zu entdecken. Zwar haben wir auch noch Stücke wie „Rock It“, „Pretty Boy Swagger“ oder „Destiny“, diese laufen aber eher unter dem Prädikat B-Ware.
Dann haben wir noch die Pop-Seite auf „InVader“. Und wenn ich Pop sage, dann meine ich auch Pop! Wenn man sich die oft dünn vorhandenen Gitarren wegdenkt, sind Songs wie „We Are The Weekend“, das unsägliche „Scandinavian Girls“ (ein Zwitter aus seichter Hommage an DAVID LEE ROTH zu „Crazy From The Heat“-Zeiten und HELENE FISCHER-Schlager - hätte nicht gedacht, dass ich jemals so etwas schreiben würde) oder das abschließende „Keep It Up All Night“ einfach zeitgenössischer Pop, wie er tausendfach im Formatradio gepielt wird und der ganz schnell wieder vergessen ist. Speziell „Keep It Up All Night“ hat Hitpotential, das kann man dem Teil nicht absprechen, was die Finnen damit bezwecken wollen, bleibt mir ein Rätsel. Live funktioniert das sicherlich, da kommt sicher auch ein Track wie „Hands“ gut rüber, auf Platte haben sich RECKLESS LOVE allerdings um einiges zu weit aus dem Fenster gelehnt. Dem Fass den Boden schlägt wohl die leichte Reggae-Sommer-Nummer „Child Of The Sun“ aus.
Ich liebe diese Band, sie zählt zu meinen absoluten Favouriten, aber „InVader“ kann ich nur sehr begrenzt gutheissen. Bleibt zu hoffen, dass die Tour mit den Kollegen von SANTA CRUZ einen bleibenden Eindruck bei Ollie und seinen Jungs hinterlässt und sie beim nächsten Longplayer wieder mehr zurück in die Spur finden. Ach ja, und bitte erspart uns noch weitere „Gitarrensoli“ der Marke „Keep It Up All Night“ und dem sogenannten „Beast Mode“. Das hat bei „Hot“ einmal funktioniert und es war cool, wenn aber gefühlt die Hälfte aller Songs mit ähnlichen elektronischen Spielereien gepimpt werden, wird’s echt langweilig. Habe fertig, und jetzt freue ich mich trotz alledem auf den anstehenden Gig in München zusammen mit SANTA CRUZ!
WERTUNG:
Trackliste:
1. We Are The Weekend
2. Hands
3. Monster
4. Child Of The Sun
5. Bullettime
6. Scandinavian Girls
7. Pretty Boy Swagger
8. Rock It
9. Destiny
10. Let´s Get Cracking
11. Keep It Up All Night
Stefan
RICKY WARWICK - When Patsy Cline Was Crazy (And Guy Mitchell Sang The Blues) / Hearts On Trees
Album: When Patsy Cline Was Crazy (And Guy Mitchell Sang The Blues) / Hearts On Trees
Spielzeit: 73:53 min.
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 26.02.2016
Homepage: www.nuclearblast.de/rickywarwick
Es scheint, als würden irgendwann alle wilden Rockmusiker langsam aber sicher seriös werden. Denn früher oder später juckt es jedem in den Fingern und die Idee eines Singer/Songwriter-Albums ist geboren. Was Künstler wie MIKE TRAMP schon seit langen Jahren immer wieder aufs Neue fabrizieren, hat jetzt auch Ex-ALMIGHTY Sänger RICKY WARWICK nicht mehr in Ruhe gelassen. Eigentlich müsste er als Frontmann der amtlichen THIN LIZZY-Erben BLACK STAR RIDERS mehr als beschäftigt sein – und doch bringt der Nordire jetzt seine eigene Liedersammlung mit dem aberwitzigen Titel „When Patsy Cline Was Crazy (And Guy Mitchell Sang The Blues) / Hearts On Trees“ unters Volk. In 20 appetitliche Häppchen geschnitten schüttet WARWICK sein Blues-Singer-Songwriter-Accoustic-Herz aus. Entstanden sind die jeweils 10 Nummern zusammen mit seinem guten Freund Sam Robinson.
„When Patsy Cline Was Crazy (And Guy Mitchell Sang The Blues)“ beleuchtet die rockig-erdige Seite des charismatischen Sängers. Dabei tendieren die Songs tatsächlich irgendwo zwischen den Solo-Scheiben eines MIKE TRAMP und altem THIN LIZZY-Material, angereichert je nachdem mit einer gehörigen Prise Punk, Blues oder Country. Das schroffe „The Road To Damascus Street“ eröffnet den Reigen, mit „Celebrating Sinking“ markiert WARWICK nicht nur den Einstieg in rundere Melodien und nahezu hitverdächtigem Songwriting, sondern liefert auch gleich noch den Beweis ab, wie herrlich dieses Schema bei ihm funktioniert. Der folgende Titeltrack spielt in einer ähnlichen Liga, bevor der leicht punkige Rocker „Toffee Town“ in eine andere Richtung abbiegt. Die galoppierende Countrynummer „That´s Where The Story Ends“ oder „Johnny Ringo´s Last Ride“ sowie „Gold Along The Cariboo“ bringen die Country-Vorlieben WARWICK´s ans Licht. Einzig das moderne „Son Of The Wind“ will da nicht so ganz hineinpassen, alleine schon vom schwächeren Songwriting her. Mit dem frischen „Yesteryear“ macht der Gitarrist und Sänger aber wieder ordentlich Boden gut.
Die Kehrseite dieses Doppelpacks ist das akustisch gehaltene „Hearts On Trees“, bei dem speziell beim Eröffnungstrack schon mal Erinnerungen an Combos wie THE BOSS HOSS hochkommen. Nur mit dem Unterschied, dass RICKY WARWICK immer emotional agiert und nicht auf irgendwelche Hitparaden schielt. Highlights sind hier der eben erwähnte „Presbyterian Homesick Blues“, das nachdenkliche „Psycho“, das ebenfalls reichlich ruhige „Way Too Cold For Snow“ oder „Tank McCullough Saturdays“.
RICKY WARWICK musste eigentlich nicht beweisen, dass er ein großartiger Musiker ist. Auf diesem Doppelpack liefert er dennoch erneut den Beleg dafür. Vor allem scheint dieses Werk eine Herzensangelegenheit gewesen zu sein. Die große Bandbreite der Songideen macht dieses Doppelalbum mehr als hörenswert und zu einem echten Highlight im Genre Singer/Songwriter. Wer auf MIKE TRAMP steht, wird hier seine helle Freude haben. Aber auch THIN LIZZY bzw. die BLACK STAR RIDERS haben hier ihre Abdrücke hinterlassen.
WERTUNG:
Trackliste:
1. The Road To Damascus Street
2. Celebrating Sinking
3. When Patsy Cline Was Crazy
4. Toffee Town
5. That´s Where The Story Ends
6. Johnny Ringo´s Last Ride
7. Gold Along The Cariboo
8. Son Of The Wind
9. If You´re Not Going To Leave Me
10. Yesteryear
11. Presbyterian Homesick Blues
12. Tank McCullough Saturdays
13. Psycho
14. Hearts On Trees
15. Said Samson To Goliath
16. Way Too Cold For Snow
17. Schwaben Redoubt
18. The Year Of Living Dangerously
19. Disasters
20. 82
Stefan
Freitag, 4. März 2016
MAGNUM - Sacred Blood Divine Lies
Band: Magnum
Album: Sacred Blood Divine Lies
Spielzeit: 54:29 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 26.02.2016
Homepage: www.magnumonline.co.uk
Mit dem letzten Album „Escape from Shadow Garden“ REZI konnten denke ich Fans und Band nicht so ganz zufrieden sein. Auch bei uns hinterließ das Album einen nicht ganz so guten Eindruck. Aber MAGNUM wären nicht MAGNUM wenn sie den Kopf in den Sand stecken würden, das trifft vor allem auf Mastermind und Gitarrist Tony Clarkin zu! 25 neue Songs hat er für die neue Scheibe „Sacred Blood Divine Lies“ geschrieben, zehn von ihnen findet man nun dort. Die Qualität der Songs soll wieder besser sein als beim letzten Mal und die Band wieder von ihrer rockigeren, eingängigen Seite zeigen. Über allem thront natürlich nach wie vor die Stimme von Fronter Bob Catley.
Als Opener kommt uns der Titeltrack „Sacred Blood Divine Lies“ aus den Boxen entgegen. Und hier wird dann direkt mal klar das MAGNUM ihre Fans nicht enttäuschen sondern uns direkt ein tolles, melodisch und rockiges Brett um die Ohren knallen! Schöne, druckvolle Gitarrenriffs die uns hier beglücken, ein stark singender Bob und ein Hammerrefrain, was will man denn als Fan mehr? Eben!
01. Sacred Blood Divine Lies
02. Crazy Old Mothers
03. Gypsy Queen
04. Princess in Rage
05. Your Dreams won‘t Die
06. Afraid of the Night
07. A forgotten Conversation
08. Quiet Rhapsody
09. Twelve Men Wise and Just
10. Don‘t cry Baby
Julian
Album: Sacred Blood Divine Lies
Spielzeit: 54:29 min
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 26.02.2016
Homepage: www.magnumonline.co.uk
Mit dem letzten Album „Escape from Shadow Garden“ REZI konnten denke ich Fans und Band nicht so ganz zufrieden sein. Auch bei uns hinterließ das Album einen nicht ganz so guten Eindruck. Aber MAGNUM wären nicht MAGNUM wenn sie den Kopf in den Sand stecken würden, das trifft vor allem auf Mastermind und Gitarrist Tony Clarkin zu! 25 neue Songs hat er für die neue Scheibe „Sacred Blood Divine Lies“ geschrieben, zehn von ihnen findet man nun dort. Die Qualität der Songs soll wieder besser sein als beim letzten Mal und die Band wieder von ihrer rockigeren, eingängigen Seite zeigen. Über allem thront natürlich nach wie vor die Stimme von Fronter Bob Catley.
Als Opener kommt uns der Titeltrack „Sacred Blood Divine Lies“ aus den Boxen entgegen. Und hier wird dann direkt mal klar das MAGNUM ihre Fans nicht enttäuschen sondern uns direkt ein tolles, melodisch und rockiges Brett um die Ohren knallen! Schöne, druckvolle Gitarrenriffs die uns hier beglücken, ein stark singender Bob und ein Hammerrefrain, was will man denn als Fan mehr? Eben!
Das folgende „Crazy Old Mothers“ geht dann nicht ganz so flott zu Werke wie der Opener, sondern erinnert eher an die epischen Nummern des Vorgängeralbums, hat aber trotzdem wesentlich mehr Melodic und Eingängigkeit zu bieten als es zu erahnen ist.
Das flotte was dem letzten Track fehle gleicht das nun anstehende „Gypsy Queen“ mehr als aus! Mit seinem Rhythmus und dem tollen Refrain bohrt sich das Ding geradezu in die Gehörgänge und bleibt da erstmal lange haften, das kann ich euch versprechen!
Rockig und flott geht es dann auch beim kommenden „Princess in Rage“ zu welches ebenfalls richtig gut in die Ohrmuscheln geht, bevor uns mit „Your Dreams won‘t Die“ die erste Vollblutballade des Albums präsentiert wird. Hier haben wir es ebenfalls mit einem guten Song zu tun, der absolut ihre Daseinsberechtigung auf dem Album hat.
Leider haben wir nun mit „Afraid of the Night“ und „A forgotten Conversation“ zwei Stücke zu vermelden die auch nach ein paar Durchläufen nicht so recht zünden wollen.
Wenden wir uns also schnell den verbliebenen drei Nummern zu. „Quiet Rhapsody“ atmet nämlich wieder den Geist der ersten, rockigen Stücke des Albums und kann auf Anhieb überzeugen, „Twelve Men Wise and Just“ ist auch eine typische MAGNUM Nummer geworden, mit denen die Anhängerschaft null Probleme haben sollte und das abschließende „Don‘t Cry Baby“ ist dann die nächste Schmachballade die mit etwas mehr Druck daherkommt also das schon angesprochene „Your Dreams won‘t Die“.
Anspieltipps:
Viel zu meckern gibt es hier nicht, die Tracks die aber trotz allem etwas hervorstechen sind mit Sicherheit “Sacred Blood Divine Lies”, “Gypsy Queen”, “Princess in Rage”, “Your Dreams won’t Die” und “Quiet Rhapsody”.
Fazit :
Nach dem verklingen des letzten Tons muss ich direkt festhalten das das neue MAGNUM Album definitiv besser gefällt als das letzte Werk. Hier sind die Songs wieder wesentlich griffiger und das Gesamtbild überzeugt auf jeden Fall mehr!
Zwar gibt es auch hier wieder den ein oder anderen schwächeren Song, der nicht richtig ins Ohr will, aber die guten Momente überzeugen hier ganz klar.
Willkommen zurück kann man da denke ich nur sagen, im Vergleich zum letzten Output eine ganz klare Steigerung und Rückbesinnung auf die Stärken.
Das flotte was dem letzten Track fehle gleicht das nun anstehende „Gypsy Queen“ mehr als aus! Mit seinem Rhythmus und dem tollen Refrain bohrt sich das Ding geradezu in die Gehörgänge und bleibt da erstmal lange haften, das kann ich euch versprechen!
Rockig und flott geht es dann auch beim kommenden „Princess in Rage“ zu welches ebenfalls richtig gut in die Ohrmuscheln geht, bevor uns mit „Your Dreams won‘t Die“ die erste Vollblutballade des Albums präsentiert wird. Hier haben wir es ebenfalls mit einem guten Song zu tun, der absolut ihre Daseinsberechtigung auf dem Album hat.
Leider haben wir nun mit „Afraid of the Night“ und „A forgotten Conversation“ zwei Stücke zu vermelden die auch nach ein paar Durchläufen nicht so recht zünden wollen.
Wenden wir uns also schnell den verbliebenen drei Nummern zu. „Quiet Rhapsody“ atmet nämlich wieder den Geist der ersten, rockigen Stücke des Albums und kann auf Anhieb überzeugen, „Twelve Men Wise and Just“ ist auch eine typische MAGNUM Nummer geworden, mit denen die Anhängerschaft null Probleme haben sollte und das abschließende „Don‘t Cry Baby“ ist dann die nächste Schmachballade die mit etwas mehr Druck daherkommt also das schon angesprochene „Your Dreams won‘t Die“.
Anspieltipps:
Viel zu meckern gibt es hier nicht, die Tracks die aber trotz allem etwas hervorstechen sind mit Sicherheit “Sacred Blood Divine Lies”, “Gypsy Queen”, “Princess in Rage”, “Your Dreams won’t Die” und “Quiet Rhapsody”.
Fazit :
Nach dem verklingen des letzten Tons muss ich direkt festhalten das das neue MAGNUM Album definitiv besser gefällt als das letzte Werk. Hier sind die Songs wieder wesentlich griffiger und das Gesamtbild überzeugt auf jeden Fall mehr!
Zwar gibt es auch hier wieder den ein oder anderen schwächeren Song, der nicht richtig ins Ohr will, aber die guten Momente überzeugen hier ganz klar.
Willkommen zurück kann man da denke ich nur sagen, im Vergleich zum letzten Output eine ganz klare Steigerung und Rückbesinnung auf die Stärken.
01. Sacred Blood Divine Lies
02. Crazy Old Mothers
03. Gypsy Queen
04. Princess in Rage
05. Your Dreams won‘t Die
06. Afraid of the Night
07. A forgotten Conversation
08. Quiet Rhapsody
09. Twelve Men Wise and Just
10. Don‘t cry Baby
Julian
RIZON - Power Plant
Band: Rizon
Album: Power Plant
Spielzeit: 52:44 min
Stilrichtung: Melodic
Rock
Plattenfirma: Pure
Rock Records
Veröffentlichung:
04.03.2016
Homepage: www.rizon.ch
Fast auf den Tag genau
vier Jahre nach dem letzten Album „Masquerade“ REZI
kommen die Rocker von RIZON mit ihrem neuen Diskus „Power Plant“
um die Ecke. Mit diesem präsentiert man uns ebenfalls drei neue
Mitglieder. Da hätten wir zum einen mit Rahel Fischer die neue
weibliche Stimme neben Ursänger Matthias Götz, mit Reto Hähnel
einen neuen Gitarristen und mit Maik Kindermann einen neuen Basser.
Die Mannschaft ist also
teilweise neu, der Sound der Band allerdings nicht! Hier bekommen wir
nach wie vor melodischen Rock/Metal der mit ordentlichen
Keyboardunterstützung daher kommt und zweistimmigen Gesang aufweisen
kann.
Verlieren wir also
nicht mehr viel Worte, sondern steigen gleich mit dem Opener
„Nevermore“ in das neue Album ein. Der Beginn ist zwar etwas
merkwürdig mit dem verzerrten Gesang, aber nach und nach steigert
sich die Nummer zu einem kraftvollen Heavy Rocker der über einen
eingängigen Chorus verfügt und noch dazu ein interessantes Thema
besitzt. Dieses ist schön mit den geschichtlichen Einspielern im
späteren Verlauf umgesetzt. Alles gut und grün also bei Song Nummer
1!
Das flotte, eingängige
„Feel the Heat“ im Anschluss nimmt dann den Faden schön auf ohne
das ernste Thema aus dem Vorgänger und wird somit zum Happy Rocker
Nummer 1 auf der Scheibe!
„Midnight Sun“
wirkt danach auf Dauer vielleicht etwas sperrig und schafft es nicht
mehrere Hördurchgänge stand zu halten, das anschließende „If you
Rule the World“ ist dann melodisch wieder aus einem ganz anderen
Holz geschnitzt und begeistert auf Anhieb.
Danach geht es ein
bisschen Auf und Ab mit der Songqualität, „Lost without You“
schießt ziemlich an einen vorbei ohne Eindruck zu hinterlassen, „I
Follow You“ braucht dann ewig um in Fahrt zu kommen und kommt
wieder etwas sperrig daher, zündet dann aber irgendwie doch, und
„Me“ ballert wieder an einem vorbei. Es bleibt also leider nicht
wirklich viel hängen im Mittelteil!
Bei „New Age Dawn“
versucht man es dann mal episch und abwechslungsreich was auch gut
gelingt, aber als Anspieltipp kann ich die Nummer nicht durchgehen
lassen. „No Way Out“ ist dann schon wieder wesentlich besser und
auch „Timebomb“ hat seine guten Momente.
Abschließend gibt es
dann noch das zweigeteilte „Freedom of Life“ wobei Teil 1 nur die
atmosphärische Einleitung darstellt und Teil 2 der eigentlich Song
der mit viel Keyboardunterstützung daherkommt und eher zur sanfteren
Rockausrichtung tendiert.
Anspieltipps:
Hier kann ich euch auf
jeden Fall “Nevermore”, “Feel the Heat”, “If you Rule the
World”, “I Follow You” sowie “No Way Out” mit auf den Weg
geben.
Fazit :
An sich können RIZON
mit ihrem neuen Album schon gut begeistern, leider krankt das gute
Stück aber an den selben Kritikpunkten die ich auch schon beim
Vorgänger genannt hatte. Die Platte zieht sich ziemlich in die Länge
und es haben sich auch ein paar schwächere Nummern eingeschlichen.
Insgesamt war das letzte Album ein wenig eingängiger und kompakter,
aber ich denke Fans der Band sowie von melodischen, zweistimmigen
Heavy Rock mach hier nicht viel falsch!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Nevermore
02.
Feel the Heat
03.
Midnight Sun
04.
If you Rule the World
05.
Lost without You
06.
I follw You
07.
Me
08.
New Age Dawn
09.
No Way Out
10.
Timebomb
11.
Freedom of Life (Part I)
12.
Freedom of Life (Part II)
Julian
NOW OR NEVER - II
Band: Now or Never
Album: II
Spielzeit: 52:15 min
Stilrichtung: Metal
Plattenfirma: Mighty
Music
Veröffentlichung:
26.02.2016
Homepage:
www.onlynowornever.com
Mit ihrem
selbstbetitelten Debütalbum von vor drei Jahren REZI kam die Band NOW OR NEVER schon mal ganz gut bei Fans und Presse an.
Nun legen die Mannen rund um Ricky Marx (Gitarre, Ex PRETTY MAIDS)
und Jo Amore (Gesang, Ex NIGHTMARE) nach und bringen „II“ auf den
Markt. 2015 enterte man dazu die Peek Studios um unter neuer Flagge
von Mighty Music uns ein tolle Mischung aus den musikalischen
Einflüsse der Bandmitglieder zu präsentieren.
Und direkt der
Albumopener „The Voice inside“ zeigt, die Band macht dort weiter
wo sie auf dem letzten Album aufgehört hat. Denn nach einer kurzen
Einleitung brettert der Song los das es eine wahre Freude ist. Der
Gesang von Jo ist wie immer eine wahre Freude und schön einzigartig,
der Refrain sitzt an der richtigen Stelle und ist schön eingängig
und die Melodie sind kraftvoll. Kurzum ein perfekter Opener der
definitiv Lust auf mehr macht!
Noch einen Ticken
härter kommt dann die Vorabsingle „Sonic Ecstasy“ aus den Boxen
geballert, hier können wir direkt auch den Haken hinter dem
Anspieltipp machen. Das folgende „King for a day“ braucht dann
zwar ein bisschen um in Fahrt zu kommen, überzeugt dann aber doch
auf ganzer Linie und wandert ebenfalls ziemlich schnell festklebend
in die Gehörgänge.
Und auch bei den
nächsten Songs „I shall remain“, „I‘ll be waiting“ und
„The answer“ gibt man sich keine Blöße und gibt der
Anhängerschaft was sie wollen, eingängigen, melodischen Heavy Metal
mit geilen Gesang!
Das interessant,
vertrackte „Revolution“ bildet dann den Opener für das letzten
Drittel der Scheibe, dicht gefolgt vom atmosphärisch, dichtem „Save
Me“, dem flotten „Feel Alive“ und der abschließenden
Powerballade „Till the End of Time“.
Anspieltipps:
Dieses Mal gibt es “The
Voice inside”, “Sonic Ecstasy”, “King for a day”, “Il’ll
be waiting” und “Save Me” als Empfehlung.
Fazit :
Im Vergleich zum
Debütalbum hat man sich auf dem zweiten Diskus ganz klar gesteigert!
Die Songs sind insgesamt griffiger und die Anzahl der schwächeren
Songs wurde deutlich miniert. Zwar ist der erste Teil besser als
Hälfe Nummer Zwei, aber das ist meckern auf hohem Niveau, denn für
eine ordentliche Bewertung inklusive Kaufempfehlung für die
Zielgruppe reicht auf jeden Fall alle Male!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
The Voice inside
02.
Sonic Ecstasy
03.
King for a Day
04.
I shall remain
05.
I‘ll be waiting
06.
The Answer
07.
Revolution
08.
Save me
09.
Feel alive
10.
‚till the End of Time
Julian
Mittwoch, 2. März 2016
LA CHINGA - Freewheelin´
Band: La Chinga
Album: Freewheelin´
Spielzeit: 44:05 min.
Stilrichtung: Rock´n Roll, Hardrock
Plattenfirma: Small Stone Records
Veröffentlichung: 25.03.2016
Homepage: www.facebook.com/La-Chinga
Das kanadische Trio LA CHINGA ist gefangen in den Sechzigern und frühen Siebzigern. Fast könnte man meinen, Carl Spackler (vocals, bass), Jay Solyom (drums) und Ben Yardley (guitars) sind eine Wiederentdeckung dieser Zeit, denn die Hingabe, mit der sie LED ZEPPELIN oder alte DEEP PURPLE mit Stonerrock und psychedelischen Zutaten und Fuzzrock mischen, ist fast sensationell. Erst 2012 gegründet, hat der Dreier bereits ein Jahr später sein selbstbetiteltes Debüt fabriziert. Gute zwei Jahre später stehen die Jungs mit „Freewheelin´“ erneut in der Türe. Brachten LA CHINGA ihren Erstling noch alleine unter die Leute, haben sie für ihr zweites Werk bei Small Stone Records eine Heimat gefunden. Aufgenommen haben die Kanadier die Platte selbst, Schlagzeuger Jay Solyom zeichnet sich für die Aufnahmen verantwortlich. Lediglich 2 Stücke wurden von Eric Neilson in den Afterlife Studios aufgenommen. Das Cover scheint zwar auf den ersten Blick nicht so ganz in den nebelschwangeren Sound des Trios zu passen, eine Zeitreise machen LA CHINGA aber definitiv.
Den Anfang macht mit „Gone Gypsy“ eine Nummer, die gut und gerne in das Beuteschema eines jeden LED ZEP-Anhängers passen sollte. Das Riff ist zwar arg an „Whole Lotta Love“ angelehnt, der Song an sich rockt aber um einiges mehr nach vorne. Richtig guter Einstieg hier. Um einiges unaufgeräumter geht es bei dem wilden „Snakehead“, dem ebenfalls ZEPPELIN-ähnlichen „White Witchy“ oder dem schon textlich nebulösen „Stoned Grease White Lightning“ zu. Nach recht ruhigen Klängen bei „Faded Angel“ - das übrigens Gitarrist Ben Yardley eingesungen hat – gibt es mit dem Akustiktrack „Mount Momma“ eine weitere willkommene Abwechslung. Das melodische „KIW“ und das abschließende 10-Minuten-Monster „Dawn Of Man“ solltet Ihr ebenfalls antesten.
Dass LA CHINGA das Vermächtnis von LED ZEPPELIN wahrscheinlich im FF intus haben, ist eigentlich der einzige Knackpunkt an „Freewheelin´“. Denn so manches Riff ist sehr nah verwandt mit den großen Hits des bleiernen Zeppelins. Aber LA CHINGA winden sich immer wieder gut aus der Affäre, denn daneben haben sie immer noch genügend andere Einfälle, um den Hörer zu begeistern.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Gone Gypsy
2. Snakehead
3. White Witchy
4. Stoned Grease White Lightning
5. Faded Angel
6. Mount Momma
7. KIW
8. Warcry
9. Right On
10. Dawn Of Man
Stefan
Album: Freewheelin´
Spielzeit: 44:05 min.
Stilrichtung: Rock´n Roll, Hardrock
Plattenfirma: Small Stone Records
Veröffentlichung: 25.03.2016
Homepage: www.facebook.com/La-Chinga
Das kanadische Trio LA CHINGA ist gefangen in den Sechzigern und frühen Siebzigern. Fast könnte man meinen, Carl Spackler (vocals, bass), Jay Solyom (drums) und Ben Yardley (guitars) sind eine Wiederentdeckung dieser Zeit, denn die Hingabe, mit der sie LED ZEPPELIN oder alte DEEP PURPLE mit Stonerrock und psychedelischen Zutaten und Fuzzrock mischen, ist fast sensationell. Erst 2012 gegründet, hat der Dreier bereits ein Jahr später sein selbstbetiteltes Debüt fabriziert. Gute zwei Jahre später stehen die Jungs mit „Freewheelin´“ erneut in der Türe. Brachten LA CHINGA ihren Erstling noch alleine unter die Leute, haben sie für ihr zweites Werk bei Small Stone Records eine Heimat gefunden. Aufgenommen haben die Kanadier die Platte selbst, Schlagzeuger Jay Solyom zeichnet sich für die Aufnahmen verantwortlich. Lediglich 2 Stücke wurden von Eric Neilson in den Afterlife Studios aufgenommen. Das Cover scheint zwar auf den ersten Blick nicht so ganz in den nebelschwangeren Sound des Trios zu passen, eine Zeitreise machen LA CHINGA aber definitiv.
Den Anfang macht mit „Gone Gypsy“ eine Nummer, die gut und gerne in das Beuteschema eines jeden LED ZEP-Anhängers passen sollte. Das Riff ist zwar arg an „Whole Lotta Love“ angelehnt, der Song an sich rockt aber um einiges mehr nach vorne. Richtig guter Einstieg hier. Um einiges unaufgeräumter geht es bei dem wilden „Snakehead“, dem ebenfalls ZEPPELIN-ähnlichen „White Witchy“ oder dem schon textlich nebulösen „Stoned Grease White Lightning“ zu. Nach recht ruhigen Klängen bei „Faded Angel“ - das übrigens Gitarrist Ben Yardley eingesungen hat – gibt es mit dem Akustiktrack „Mount Momma“ eine weitere willkommene Abwechslung. Das melodische „KIW“ und das abschließende 10-Minuten-Monster „Dawn Of Man“ solltet Ihr ebenfalls antesten.
Dass LA CHINGA das Vermächtnis von LED ZEPPELIN wahrscheinlich im FF intus haben, ist eigentlich der einzige Knackpunkt an „Freewheelin´“. Denn so manches Riff ist sehr nah verwandt mit den großen Hits des bleiernen Zeppelins. Aber LA CHINGA winden sich immer wieder gut aus der Affäre, denn daneben haben sie immer noch genügend andere Einfälle, um den Hörer zu begeistern.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Gone Gypsy
2. Snakehead
3. White Witchy
4. Stoned Grease White Lightning
5. Faded Angel
6. Mount Momma
7. KIW
8. Warcry
9. Right On
10. Dawn Of Man
Stefan
SHIVERS ADDICTION - Choose Your Prison
Band: Shivers Addiction
Album: Choose Your Prison
Spielzeit: 48:52 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Revalve Records
Veröffentlichung: 08.01.2015
SHIVERS ADDICTION, das ist ein Quintett
aus dem schönen Italien, das bereits eine EP und eine
selbstproduzierte CD in Ihrer Vita stehen hat. Die Jungs legen mit
"Choose Your Prison" nun ihr erstes Full-length Album über
ein Label vor, das traditionellen Heavy Metal mit vereinzelten Folk
(selten) und Prog (sehr selten) Versatzstücken verbindet. Da die
Scheibe weitestgehend in Eigenregie umgesetzt wurde ist keine
Top-Produktion zu erwarten. Auf den heutzutage leider viel zu oft
gehörten Billig-Sound aus dem typischen Sample-Homestudio haben
SHIVERS ADDICTION aber glücklicherweise verzichtet. So klingt
"Choose Your Prison" halt etwas altbacken, was aber auch
wieder angenehm sympatisch rüberkommt. Zu haben ist das Album sowohl
als CD als auch als Digitaler Download.
Der Opener "Eternal Damnation"
gibt die Marschrichtung vor, mit seinen leicht vertrackten
Gitarrenriffs, dem nicht immer nachvollziehbaren Songaufbau und dem
gewöhnungsbedürftigen Gesang von Sänger Marco Cantoni. Das
Material des Albums ist relativ eindimensional gehalten, selten gibt
es dynamische Brüche und auf die besten Songs (in diesem Fall das
mit einem Folk-Touch und guter Melodielinie ausgestatteten „Painted
Arrow“ sowie dem etwas wirr betitelten, leicht hymnischen „Against
We Stand“) muss man leider bis relativ am Schluss warten. Richtige
Ausfälle gibt es eigentlich nicht, auch wenn „The King and the
Guillotine“ doch scharf am Kitsch vorbeischrammt und mit „La mort
qui danse“ ein überflüssiger Instrumental-Part vorhanden ist.
Irgendwie klingt das alles wie ein besseres Demo und nicht wie ein
ausgereiftes, ferztg durchdachtes Album. Die im Promotext angegebenen
Referenzen wie Savatage, Queensryche oder Judas Priest erreichen die
Jungs nicht mal im Traum, was vor allem am wenig originallen Riffing,
den 08/15 Soli und dem nicht immer ganz sattelfesten Gesang liegt.
Alles an dieser Scheibe ist brauchbarer
Durchschnitt: das Artwork, die Produktion, das Songwriting und vor
allem der Gesang von Fronter Marco Cantoni (der auch bei der Prog
Band Cyrax die Stimmbänder schwingt und mir dort eindeutig besser
gefällt). Schlecht machen die seit 2004 aktiven Jungs das Ganze
sicherlich nicht. Aber um heutzutage in dem hart umkämpften Markt
bestehen zu können und entsprechend Akzente zu setzen, bedarf es
halt mehr als nur Hausmannskost. Ich befürchte mal, dass SHIVERS
ADDICTION mit Ihrem Debüt nicht wirklich viele Fans hinter dem Ofen
hervorlocken können und bis zur nächsten Scheibe noch einiges an
Hausaufgaben zu erledigen haben.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Eternal Damnation
02. We Live on a Lie
03. La mort qui danse
04. The King and the Guillotine
05. Money Makes the Difference
06. Freedom
07. Where Is My Future
08. Painted Arrow
09. Against We Stand
10. Death Has Nothing to Teach
Mario
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