Band: Burning Point
Album: Burning Point
Spielzeit: 45:30 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 12.06.2015
Homepage: www.burning-point.com
Drei Jahre war es still um die finnischen Power Metaller von BURNING POINT. Nach dem letzten Album „The Ignitor“, welches ihr übrigens ebenfalls bei uns findet (Rezi HIER), scheint man sich etwas Gedanken über die weitere Zukunft der Band gemacht zu haben, denn es hat sich ein bisschen was getan!
Der bisherige Fronter und Mastermind Pete Ahonen ging nämlich einen Schritt zurück und überließ das Mirko jemand anderen. Dieser jemand ist niemand geringeres als Ex BATTLE BEAST Röhre Nitte Valo! Ich glaube damit hätte niemand gerechnet, denn den Schritt von männlichen hin zu weiblichen Gesang zu gehen ist doch ein ziemlich gewagtes Stück. Aber, so viel sei schon mal vor weg genommen, es war der richtige Schritt!
Als wäre das nicht schon Neuerung genug präsentiert man mit den Power Metalprofis von AFM Records noch ein neues Label und bei dem selbstbetitelten neuem Album handelt es sich um ein gemischtes Album welches neue Songs sowie auch Neueinspielungen alter Klassiker mit Nitte am Mirko enthält.
Ein genialer Schachzug wie ich finde!
Als Opener fungiert aber mit „In the Shadows“ ein neuer Song. Und hier merkt man direkt das sich an der musikalischen Ausrichtung der Band, außer dem Gesang, nicht unbedingt etwas verändert hat. Schneller, kraftvoller Melodic Metal der seine Wurzel nie vergisst und mit sanfter Keyboardunterstützung daherkommt. Business as usual würde man hier direkt sagen ja wäre da nicht der geile Gesang von Nitte der die Mucke der Truppe wirklich auf das nächste Level hebt! Ein geiler Beginn der dann auch direkt mit den beiden Klassikern „All the Madness“ und „Sings of Danger“ passend qualitativ hochwertig fort geführt wird! Dabei merkt man das die „alten“ Stücke neu eingespielt wurden, keine Spur mehr von der alten Produktion, hier klingt alles satt und kraftvoll.
Nitte's Stimme passt auch hier perfekt und sie fühlt sich sichtlich wohl sowohl bei den sanften Passagen wie zum Beispiel bei „All the Madness“ als auch den Dampfhammerparts bei „Signs of Danger!
Beim neuen, anschließenden Track „Find your Soul“ fühlt man sich dann als Fan genauso zu Hause wie bei den anschließenden Klassiker „Heart of Gold“, der Neueinspielung „My Darkest Times“ oder dem erneuten Klassiker „Dawn of the Ancient War“.
Besonders beim eher ruhigeren „My Darkest Times“ ist Nitte's Stimmvielfalt erneut positiv hervorzuheben.
Und auch im letzten Abschnitt hält uns die Truppe mit dem knackigen neuem Song „Queen of Fire“, dem tollen Klassiker „Blackened the Sun“ sowie dem KISS Cover „I've had Enought“ gut bei der Stange und beendet so ein bockstarkes neues Album!
Anspieltipps:
“In the Shadows”, “Signs of Danger”, “Hear of Gold”, “My Darkest Times” sowie “Queen of Fire” sind hier die absoluten Glanzperlen.
Fazit :
BURNING POINT haben aktuell alles richtig gemacht wie ich finde! Ein neues absolut passendes Label, eine musikalische Kurskorrektur und ein tolles Mixalbum aus alten Klassiker neu aufgenommen sowie komplett neuen Songs!
Nitte passt, wie schon angesprochen, perfekt zum Bandsound und es klingt also ob sie einfach das fehlende Puzzlestück gewesen ist.
Die Band sollte damit endlich der Sprung bis ganz nach vorne an die Spitze des Genre gelingen, den sie eigentlich schon lange verdient hat!
Fans der Mucke sollten hier auf keinen Fall zögern und direkt zugreifen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. In the Shadows
02. All the Madness (2015)
03. Signs of Danger (2015)
04. Find your Soul
05. Heart of Gold (2015)
06. My Darkest Times
07. Dawn of the Ancient War (2015)
08. Into the Fire (2015)
09. Queen of Fire
10. Blackened the Sun (2015)
11. I've had Enough (KISS Cover)
Julian
Freitag, 12. Juni 2015
HOLLOW HAZE - Memories Of An Ancient Time
Band: Hollow Haze
Album: Memories of an Ancient Time
Spielzeit: 52:16 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 09.06.2015
Homepage: www.hollowhaze.com
Bei den Italienern von HOLLOW HAZE ist irgendwie immer was los! Vor knapp zwei Jahren auf dem Album „Countdown to Revenge“ präsentierte man noch mit großen Erwartungen Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE) als neuen Sänger, aber so schnell wie er gekommen war, war er dann auch wieder verschwunden!
Nun ja, ich hatte ja damals schon ins Geheim ein paar Zweifel an dieser Bandkonstellation, aber gut Schwamm drüber.
Mittlerweile ist man nur noch zu dritt unterwegs, was die Jungs aber absolut nicht daran hindert ein neues Album einzuspielen. Man rekrutiert kurzer Hand einige bekannte Gastsänger und fertig ist das neue Werk, ich weiß zwar wieder nicht so recht was ich davon halten soll, aber gut man wird schon wissen was man tut.
Gesanglich auf dem neuen Album „Memories of an Ancient Time“ mit an Bord sind, der schon auf dem letzten Album vertretene Rick Altzi (MASTERPLAN, AT VANCE), Mats Leven (YNGWIE MALMSTEEN) sowie Amanda Somerville (AVANTASIA).
So, los geht das neue Album mit dem Openerintro „Out in the Darkness“. Hier erwartet uns nichts weltbewegendes oder Neues deswegen schnell weiter zum nächsten Song „Rain of Fire Lights“. Der Song braucht eine gute Minute um in Fahrt zu kommen überzeugt dann aber durch seine kraftvolle Umsetzung, dem eingängigen Chorus und dem klasse Gesang von Mats Leven. Zu Beginn also ein Song den man irgendwie erwartet und mit dem man nicht viel falsch machen kann, mal schauen wie das Ganze weitergeht.
Auf jeden Fall kann auch das folgende „Created to Live“ mit einem absolut Ohrwurmchorus punkten, ansonsten bleibt der Song aber etwas blass, trotzdem ein guter Song ist er alle Male.
Die folgende Songs sind aber ein ziemlicher Griff ins Klo, einzig „Night is Calling“ kann auf voller Länge überzeugen, ansonsten wirkt man hier leider ziemlich ideenlos und farblos. Irgendwie kommen einen die Songs so vor als wären sie einfach herunter geschrieben ohne eine richtiges Bandfeeling.
Was natürlich nicht als Kritik an der Gesangsleistung zu sehen ist, die ist natürlich selbstverständlich 1 A, konnte man sich ja aber auch bei den Beteiligten schon denken!
Tja und so kommt es dann eigentlich wie es kommen muss, die Platte dudelt weiter so vor sich hin, das ein oder andere Mal horcht man dann noch auf, „Angel Di Fuoco“ und „Lance of Destiny“ sind hier zu nennen, aber ansonsten kommt man sich hier einfach vor als ob man ziellos durch den Plattenladen läuft.
Anspieltipps:
Mit “Rain of Fire Lights”, “Created to Live”, “Night is Calling” und „Angel Die Fuoco“ seit ihr hier auf der sicheren Seite.
Fazit :
Eine schwierige Platte präsentieren uns hier HOLLOW HAZE! Gesanglich und instrumental ist hier alles im absolut grünen Bereich und es gibt auch ein paar richtig starke Songs zu finden. Aber irgendwie wirkt die Platte einfach vollkommen blutleer und insgesamt bleibt dann einfach zu wenig hängen.
Ich denke hier haben wir ein perfektes Beispiel das nur tolle Sänger einfach nicht ausreichen um eine Bombenscheibe abzuliefern, das Gesamtkonzept muss einfach stimmen und irgendwie bewegt sich die Band hier in die falsche Richtung!
Eindeutig nur was für Allessammler und Genrefanatiker.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Out in the Darkness
02. Rain of Fire Lights
03. Created to Live
04. An Ancient Story
05. A New Era
06. Night is Calling
07. Angel Di Fuoco
08. Silvertown
09. Eyes of the Sphinx
10. Lance of Destiny
11. Demon
12. Gate to the Eternity
Julian
Album: Memories of an Ancient Time
Spielzeit: 52:16 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 09.06.2015
Homepage: www.hollowhaze.com
Bei den Italienern von HOLLOW HAZE ist irgendwie immer was los! Vor knapp zwei Jahren auf dem Album „Countdown to Revenge“ präsentierte man noch mit großen Erwartungen Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE) als neuen Sänger, aber so schnell wie er gekommen war, war er dann auch wieder verschwunden!
Nun ja, ich hatte ja damals schon ins Geheim ein paar Zweifel an dieser Bandkonstellation, aber gut Schwamm drüber.
Mittlerweile ist man nur noch zu dritt unterwegs, was die Jungs aber absolut nicht daran hindert ein neues Album einzuspielen. Man rekrutiert kurzer Hand einige bekannte Gastsänger und fertig ist das neue Werk, ich weiß zwar wieder nicht so recht was ich davon halten soll, aber gut man wird schon wissen was man tut.
Gesanglich auf dem neuen Album „Memories of an Ancient Time“ mit an Bord sind, der schon auf dem letzten Album vertretene Rick Altzi (MASTERPLAN, AT VANCE), Mats Leven (YNGWIE MALMSTEEN) sowie Amanda Somerville (AVANTASIA).
So, los geht das neue Album mit dem Openerintro „Out in the Darkness“. Hier erwartet uns nichts weltbewegendes oder Neues deswegen schnell weiter zum nächsten Song „Rain of Fire Lights“. Der Song braucht eine gute Minute um in Fahrt zu kommen überzeugt dann aber durch seine kraftvolle Umsetzung, dem eingängigen Chorus und dem klasse Gesang von Mats Leven. Zu Beginn also ein Song den man irgendwie erwartet und mit dem man nicht viel falsch machen kann, mal schauen wie das Ganze weitergeht.
Auf jeden Fall kann auch das folgende „Created to Live“ mit einem absolut Ohrwurmchorus punkten, ansonsten bleibt der Song aber etwas blass, trotzdem ein guter Song ist er alle Male.
Die folgende Songs sind aber ein ziemlicher Griff ins Klo, einzig „Night is Calling“ kann auf voller Länge überzeugen, ansonsten wirkt man hier leider ziemlich ideenlos und farblos. Irgendwie kommen einen die Songs so vor als wären sie einfach herunter geschrieben ohne eine richtiges Bandfeeling.
Was natürlich nicht als Kritik an der Gesangsleistung zu sehen ist, die ist natürlich selbstverständlich 1 A, konnte man sich ja aber auch bei den Beteiligten schon denken!
Tja und so kommt es dann eigentlich wie es kommen muss, die Platte dudelt weiter so vor sich hin, das ein oder andere Mal horcht man dann noch auf, „Angel Di Fuoco“ und „Lance of Destiny“ sind hier zu nennen, aber ansonsten kommt man sich hier einfach vor als ob man ziellos durch den Plattenladen läuft.
Anspieltipps:
Mit “Rain of Fire Lights”, “Created to Live”, “Night is Calling” und „Angel Die Fuoco“ seit ihr hier auf der sicheren Seite.
Fazit :
Eine schwierige Platte präsentieren uns hier HOLLOW HAZE! Gesanglich und instrumental ist hier alles im absolut grünen Bereich und es gibt auch ein paar richtig starke Songs zu finden. Aber irgendwie wirkt die Platte einfach vollkommen blutleer und insgesamt bleibt dann einfach zu wenig hängen.
Ich denke hier haben wir ein perfektes Beispiel das nur tolle Sänger einfach nicht ausreichen um eine Bombenscheibe abzuliefern, das Gesamtkonzept muss einfach stimmen und irgendwie bewegt sich die Band hier in die falsche Richtung!
Eindeutig nur was für Allessammler und Genrefanatiker.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Out in the Darkness
02. Rain of Fire Lights
03. Created to Live
04. An Ancient Story
05. A New Era
06. Night is Calling
07. Angel Di Fuoco
08. Silvertown
09. Eyes of the Sphinx
10. Lance of Destiny
11. Demon
12. Gate to the Eternity
Julian
Mittwoch, 10. Juni 2015
THE DARKNESS - Last Of Our Kind
Band: The Darkness
Album: Last Of Our Kind
Spielzeit: 41:52 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Canary Dwarf Records
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.thedarkness.co.uk
Das britische Quartett THE DARKNESS war schon immer eine maßlos überzeichnete Karikatur - nicht nur Ihrer offensichtlichen musikalischen Helden (Queen, Aerosmith, Led Zeppelin) sondern auch der gesamten dekadenten Zeit in der diese Rock-Dinosaurier ihre Spuren hinterlassen hatten. Innerhalb von 3 Jahren und nur 2 Alben schafften es die beiden Brüder Dan und Justin Hawkins die Hard Rock Welt für einen winzigen Moment bunter, greller und unterhaltsamer zu machen, nur um dann ebenso schnell den Selbstzerstörungsknopf zu drücken und sang- und klanglos in den altbekannten Tiefen aus Drogen und Belanglosigkeit zu versinken. Was die beiden aber bereits zu Anfang Ihres kometenhaften Aufstiegs auszeichnete ist auch heute noch ihre größte Stärke: die in jeder Sekunde spürbare Begeisterung für Ihre Musik sowie das unbestreitbare handwerkliche Können. Nach einem recht kurzen Hiatus meldeten sich die Chaos-Brüder 2012 mit dem starken „Hot Cakes“ zurück, dem nun das mit einem Augenzwinkern betitelte „Last Of Our Kind“ folgt. Was sofort auffällt ist der glasklare, ungemein punchige Sound den Rhythmusgitarrist Dan Hawkins als alleiniger Produzent und Knöpfchendreher der Scheibe verpasst hat. Der Mix ist ausgewogen, die Gitarren haben Raum zum atmen, die Drums knuppen was das Zeug hält und Bass-Unikum Frankie Poullain legt unter die wie üblich zwischen Wahnsinn und Genie pendelnden Kompositionen ein mächtiges Pfund. Und über allem schwirrt Sonderling Justin Hawkins als unberechenbarer Wirrkopf mit Hang zur Theatralik. Getrübt wird die Freude allerdings durch das völlig indiskutable Mastering der Scheibe. Bei einem DR Wert von 6 und Passagen bei denen es digitale clipping Artefakte zu regnen scheint hört der Spass auf. Der für das Mastering der Scheibe Verantwortliche gehört geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt. Sowas ist eigentlich eine Frechheit und macht ein Durchhören des Albums zur Geduldsprobe.
Der erste (und als erste Single mit einem bekloppten Video versehene) Track „Barbarian“ enthält gleich alle THE DARKNESS Trademarks die die Fans an der Band so schätzen: Hawkins‘ durchgeknallten Falsett-Gesang, mächtig schiebende Gitarren, ein rattenscharfes Solo und eine packende Hookline. Eigentlich alles so einfach und doch kriegen das viele andere Bands nicht in dieser Güte auf die Kette. „Open Fire“ schlägt in eine ähnliche Kerbe und sorgt dank treibendem Rhythmus und Mitsing-Refrain für Laune im Karton. Mit dem abwechslungsreichen Titeltrack, dem nachdenklichen „Wheels Of The Machine“ oder dem mächtig walzenden „Mighty Wings“ haben THE DARKNESS noch weitere starke Songs auf einem Album versammelt, das von der Grundfärbung etwas düsterer als das bisherige Oeuvre daherkommt. Geschmacksfreies Bandkonzept hin, nervenzerfetzender Gesang her – THE DARKNESS sind begnadete Songschreiber, die sich nur bei den Besten bedienen und das Alles zu ihrer ganz eigenen Suppe vermengen. Allerdings zündet nicht jeder der 10 Tracks in letzter Konsquenz und THE DARKNESS müssen sich ankreiden lassen, dass das gesamte Brimborium mit der Zeit etwas von seinem ursprüngliche Reiz verliert. Unterm Strich bietet die Band aber auch 2015 noch relevante Musik die den Fans ans Herz gelegt sei.
An THE DARKNESS haben sich schon immer die Geister geschieden, das war so und das wird (glücklicherweise) auch weiterhin so bleiben. Dass die Jungs (Schlagzeugerin Emily Dolan Davies ist seit den Aufnahmen zu „Last Of Our Kind“ wieder ausgestiegen und durch Rufus Tiger Taylor ersetzt worden) starke Songs schreiben und auch spielen können war auch schon vorher bekannt. An der Güte der Musik hat sich auch auf Album Numero 4 nichts geändert, einzig die Grundstimmung scheint ein wenig nachdenklicher zu sein wie auf den bisherigen Scheiben. Wer also bisher mit dem Output der Band etwas anfangen konnte tut auch hier keinen Fehlkauf. „Last Of Our Kind“ ist somit ein gutes aber nicht erstklassiges Stück Hard Rock geworden
WERTUNG:
Trackliste:
01. Barbarian
02. Open Fire
03. Last Of Our Kind
04. Roaring Waters
05. Wheels Of The Machine
06. Mighty Wings
07. Mudslide
08. Sarah O'Sarah
09. Hammer & Tongs
10. Conquerors
Mario
Album: Last Of Our Kind
Spielzeit: 41:52 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Canary Dwarf Records
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.thedarkness.co.uk
Das britische Quartett THE DARKNESS war schon immer eine maßlos überzeichnete Karikatur - nicht nur Ihrer offensichtlichen musikalischen Helden (Queen, Aerosmith, Led Zeppelin) sondern auch der gesamten dekadenten Zeit in der diese Rock-Dinosaurier ihre Spuren hinterlassen hatten. Innerhalb von 3 Jahren und nur 2 Alben schafften es die beiden Brüder Dan und Justin Hawkins die Hard Rock Welt für einen winzigen Moment bunter, greller und unterhaltsamer zu machen, nur um dann ebenso schnell den Selbstzerstörungsknopf zu drücken und sang- und klanglos in den altbekannten Tiefen aus Drogen und Belanglosigkeit zu versinken. Was die beiden aber bereits zu Anfang Ihres kometenhaften Aufstiegs auszeichnete ist auch heute noch ihre größte Stärke: die in jeder Sekunde spürbare Begeisterung für Ihre Musik sowie das unbestreitbare handwerkliche Können. Nach einem recht kurzen Hiatus meldeten sich die Chaos-Brüder 2012 mit dem starken „Hot Cakes“ zurück, dem nun das mit einem Augenzwinkern betitelte „Last Of Our Kind“ folgt. Was sofort auffällt ist der glasklare, ungemein punchige Sound den Rhythmusgitarrist Dan Hawkins als alleiniger Produzent und Knöpfchendreher der Scheibe verpasst hat. Der Mix ist ausgewogen, die Gitarren haben Raum zum atmen, die Drums knuppen was das Zeug hält und Bass-Unikum Frankie Poullain legt unter die wie üblich zwischen Wahnsinn und Genie pendelnden Kompositionen ein mächtiges Pfund. Und über allem schwirrt Sonderling Justin Hawkins als unberechenbarer Wirrkopf mit Hang zur Theatralik. Getrübt wird die Freude allerdings durch das völlig indiskutable Mastering der Scheibe. Bei einem DR Wert von 6 und Passagen bei denen es digitale clipping Artefakte zu regnen scheint hört der Spass auf. Der für das Mastering der Scheibe Verantwortliche gehört geteert, gefedert und aus der Stadt gejagt. Sowas ist eigentlich eine Frechheit und macht ein Durchhören des Albums zur Geduldsprobe.
Der erste (und als erste Single mit einem bekloppten Video versehene) Track „Barbarian“ enthält gleich alle THE DARKNESS Trademarks die die Fans an der Band so schätzen: Hawkins‘ durchgeknallten Falsett-Gesang, mächtig schiebende Gitarren, ein rattenscharfes Solo und eine packende Hookline. Eigentlich alles so einfach und doch kriegen das viele andere Bands nicht in dieser Güte auf die Kette. „Open Fire“ schlägt in eine ähnliche Kerbe und sorgt dank treibendem Rhythmus und Mitsing-Refrain für Laune im Karton. Mit dem abwechslungsreichen Titeltrack, dem nachdenklichen „Wheels Of The Machine“ oder dem mächtig walzenden „Mighty Wings“ haben THE DARKNESS noch weitere starke Songs auf einem Album versammelt, das von der Grundfärbung etwas düsterer als das bisherige Oeuvre daherkommt. Geschmacksfreies Bandkonzept hin, nervenzerfetzender Gesang her – THE DARKNESS sind begnadete Songschreiber, die sich nur bei den Besten bedienen und das Alles zu ihrer ganz eigenen Suppe vermengen. Allerdings zündet nicht jeder der 10 Tracks in letzter Konsquenz und THE DARKNESS müssen sich ankreiden lassen, dass das gesamte Brimborium mit der Zeit etwas von seinem ursprüngliche Reiz verliert. Unterm Strich bietet die Band aber auch 2015 noch relevante Musik die den Fans ans Herz gelegt sei.
An THE DARKNESS haben sich schon immer die Geister geschieden, das war so und das wird (glücklicherweise) auch weiterhin so bleiben. Dass die Jungs (Schlagzeugerin Emily Dolan Davies ist seit den Aufnahmen zu „Last Of Our Kind“ wieder ausgestiegen und durch Rufus Tiger Taylor ersetzt worden) starke Songs schreiben und auch spielen können war auch schon vorher bekannt. An der Güte der Musik hat sich auch auf Album Numero 4 nichts geändert, einzig die Grundstimmung scheint ein wenig nachdenklicher zu sein wie auf den bisherigen Scheiben. Wer also bisher mit dem Output der Band etwas anfangen konnte tut auch hier keinen Fehlkauf. „Last Of Our Kind“ ist somit ein gutes aber nicht erstklassiges Stück Hard Rock geworden
WERTUNG:
Trackliste:
01. Barbarian
02. Open Fire
03. Last Of Our Kind
04. Roaring Waters
05. Wheels Of The Machine
06. Mighty Wings
07. Mudslide
08. Sarah O'Sarah
09. Hammer & Tongs
10. Conquerors
Mario
PALACE OF THE KING - White Bird - Burn The Sky
Band: Palace Of The King
Album: White Bird - Burn The Sky
Spielzeit: 45:00 min
Stilrichtung: Classic / Hard Rock
Plattenfirma: Listenable Records
Veröffentlichung: 12.06.2015
Homepage: www.palaceofthekingmusic.com
„Rock wie er einmal war … Rock wie er sein soll.“ So vollmundig beschreibt das Label die Musik der Newcomer PALACE OF THE KING. Hierbei handelt es sich um eine noch junge Band aus Australien, die seit Ihrer Gründung vor 2 Jahren etwa 170 Live Shows gespielt, sowie diverse EPs / Vinyls veröffentlicht hat. Auf dem etwas sperrig betitelten Debüt „White Bird – Burn The Sky“ frönt das Quintett denn auch wie erwartet dem fuzzigen Hardrock der Led Zeppelin Schule, leicht psychedelischem Doom nach Sabbath Brauart und versucht sich in der Summe daran das Erbe der übergossen Vorbilder Black Crowes zu verwalten. Vorab sei gesagt, dass die Scheibe mehr als ordentlich produziert ist, allzu schrammelige Retro Sounds bewusst vermeidet und den durchaus schwierigen Spagat zwischen zutiefst klassischen Zutaten und zeitgemäßem Klang recht souverän meistert.
Das Problem von PALACE OF THE KING ist ganz einfach, dass es bereits unzählige andere Bands gibt, die diesen Stil nicht schlechter spielen. Originalität sucht man auf "White Bird - Burn The Sky" daher leider vergebens. Spielen können die Jungs allerdings, das steht ausser Frage. Und mit Tim Henwood hat man auch einen fähigen Sänger am Start, der hin und wieder an den leider viel zu früh verstorbenen Andrew Wood (Mother Love Bone) erinnert. Bei nach vorne stampfenden Tracks wie „Take Your Medicine“, „No Chance In Hell“ oder "Devil's Daughter" kommt dank der gut ausgearbeiteten Melodien Freude auf. Sobald die Band allerdings das Tempo raus nimmt („White Bird (Bring Your Armies Against Me)“, „Ain't Got Nobody To Blame But Myself“) wirds allzu beliebig und, ja, auch langweilig. Wenn die Band ihr durchaus vorhandenes Potential noch ein wenig mehr ausschöpft und es den Jungs gelingt sich eine noch unverkennbahrere eigene Note zu verpassen ist da bestimmt noch mehr drin. „White Bird - Burn The Sky“ weckt jedenfalls einige Erwartungen.
Classic Rock Fans sollten PALACE OF THE KING eine Chance geben. Die spielerischen Ansätze sind da, ebenso wie ein feines Gespür für zündende aber nie aufdringliche Hooklines. Da die Truppe aber keinen wirklichen Hit am Star hat und beim Blindtest nur schwer aus der Masse aus völlig gleich klingenden Combos herausstechen kann dürfte es fürs Erste mit dem grossen Erfolg aber noch schwierig werden.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Take Your Medicine
02. No Chance In Hell
03. Another Thing Coming
04. Burn My Bridges
05. White Bird (Bring Your Armies Against Me)
06. Ain't Got Nobody To Blame But Myself
07. Leave Me Behind
08. Devil's Daughter
09. Get Back Up (Burn The Sky)
10. If It Ain't Broke
Mario
Album: White Bird - Burn The Sky
Spielzeit: 45:00 min
Stilrichtung: Classic / Hard Rock
Plattenfirma: Listenable Records
Veröffentlichung: 12.06.2015
Homepage: www.palaceofthekingmusic.com
„Rock wie er einmal war … Rock wie er sein soll.“ So vollmundig beschreibt das Label die Musik der Newcomer PALACE OF THE KING. Hierbei handelt es sich um eine noch junge Band aus Australien, die seit Ihrer Gründung vor 2 Jahren etwa 170 Live Shows gespielt, sowie diverse EPs / Vinyls veröffentlicht hat. Auf dem etwas sperrig betitelten Debüt „White Bird – Burn The Sky“ frönt das Quintett denn auch wie erwartet dem fuzzigen Hardrock der Led Zeppelin Schule, leicht psychedelischem Doom nach Sabbath Brauart und versucht sich in der Summe daran das Erbe der übergossen Vorbilder Black Crowes zu verwalten. Vorab sei gesagt, dass die Scheibe mehr als ordentlich produziert ist, allzu schrammelige Retro Sounds bewusst vermeidet und den durchaus schwierigen Spagat zwischen zutiefst klassischen Zutaten und zeitgemäßem Klang recht souverän meistert.
Das Problem von PALACE OF THE KING ist ganz einfach, dass es bereits unzählige andere Bands gibt, die diesen Stil nicht schlechter spielen. Originalität sucht man auf "White Bird - Burn The Sky" daher leider vergebens. Spielen können die Jungs allerdings, das steht ausser Frage. Und mit Tim Henwood hat man auch einen fähigen Sänger am Start, der hin und wieder an den leider viel zu früh verstorbenen Andrew Wood (Mother Love Bone) erinnert. Bei nach vorne stampfenden Tracks wie „Take Your Medicine“, „No Chance In Hell“ oder "Devil's Daughter" kommt dank der gut ausgearbeiteten Melodien Freude auf. Sobald die Band allerdings das Tempo raus nimmt („White Bird (Bring Your Armies Against Me)“, „Ain't Got Nobody To Blame But Myself“) wirds allzu beliebig und, ja, auch langweilig. Wenn die Band ihr durchaus vorhandenes Potential noch ein wenig mehr ausschöpft und es den Jungs gelingt sich eine noch unverkennbahrere eigene Note zu verpassen ist da bestimmt noch mehr drin. „White Bird - Burn The Sky“ weckt jedenfalls einige Erwartungen.
Classic Rock Fans sollten PALACE OF THE KING eine Chance geben. Die spielerischen Ansätze sind da, ebenso wie ein feines Gespür für zündende aber nie aufdringliche Hooklines. Da die Truppe aber keinen wirklichen Hit am Star hat und beim Blindtest nur schwer aus der Masse aus völlig gleich klingenden Combos herausstechen kann dürfte es fürs Erste mit dem grossen Erfolg aber noch schwierig werden.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Take Your Medicine
02. No Chance In Hell
03. Another Thing Coming
04. Burn My Bridges
05. White Bird (Bring Your Armies Against Me)
06. Ain't Got Nobody To Blame But Myself
07. Leave Me Behind
08. Devil's Daughter
09. Get Back Up (Burn The Sky)
10. If It Ain't Broke
Mario
Montag, 8. Juni 2015
HOGJAW - Rise To The Mountains
Band: Hogjaw
Album: Rise To The Mountains
Spielzeit: 52:42 min.
Stilrichtung: Southern Rock, Country, Blues
Plattenfirma: Swampjawbeammusic
Veröffentlichung: 19.05.2015
Homepage: www.hogjawmusic.com
Erinnert sich noch jemand an Bob Ross? Jenen amerikanische Maler, zu dessen Sendung man prima einschlummern konnte, weil er eine sooo beruhigende Stimme hatte? OK, der Typ hatte es voll drauf und obwohl er die immergleichen Klamotten trug und sein Afro heute etwas antiquiert wirkt, war er doch ein sehr sympathisches Kerlchen. Genau dieser Bob Ross liefert das neue Cover Artwork der mittlerweile fünften Langspielplatte der Southern Rocker HOGJAW aus dem Wüstenstaat Arizona. Erst 2007 gegründet haben Gitarrist und Sänger JB Jones, Bassist Elvis D, Drummer Kwall und Gitarrist Kreg bereits vier Alben auf dem Kerbholz. Letzterer wurde letztes Jahr durch Jimmy Rose ersetzt, der jetzt die die Lead-Axt auf „Rise To The Mountains“ schwingt.
Genau diese Besetzung bringt jetzt zehn neue Songs auf den Weg, die sie zusammen mit Byron Filson in Phoenix bei Villain Recording aufgenommen haben. Dass Bands wie MOLLY HATCHET, LYNYRD SKYNYRD oder auch die ALLMANN BROTHERS wohl zu den Ikonen des Vierers zählen, wird auf den ersten Blick klar. Mit tollen Double-Leads beginnt der flotte Titeltrack ohne Umschweife und bringt den Sound der Amis sofort auf den Punkt. Etwas mehr Country-Rock begegnet einem beim folgenden „Leavin Out The Backside“. Wer bisher mit dem Fuß wippt, dem werden auch Stücke wie „Where Have You Gone“, „The Smoker“ oder „Second To None“ gefallen.
HOGJAW reihen sich nicht erst seit gestern ein in die Riege der neuen Southernbands, die authentisch und erstklassig musizieren. Dass diese Amis den Kommerz komplett außen vor lassen, sollte ihnen hoch angerechnet werden. Offensichtliche Ohrwürmer findet man auf „Rise To The Mountains“ allerdings nicht. Dafür ehrlichen Southern Rock, der höchst kompetent vorgetragen wird.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Rise To The Mountains
2. Leavin Out The Backside
3. Over Before You Know It
4. Where Have You Gone
5. I Will Remain
6. Fire, Fuel & Air
7. Another Day
8. Second To None
9. The Smoker
10. Grey Skies
Stefan
Album: Rise To The Mountains
Spielzeit: 52:42 min.
Stilrichtung: Southern Rock, Country, Blues
Plattenfirma: Swampjawbeammusic
Veröffentlichung: 19.05.2015
Homepage: www.hogjawmusic.com
Erinnert sich noch jemand an Bob Ross? Jenen amerikanische Maler, zu dessen Sendung man prima einschlummern konnte, weil er eine sooo beruhigende Stimme hatte? OK, der Typ hatte es voll drauf und obwohl er die immergleichen Klamotten trug und sein Afro heute etwas antiquiert wirkt, war er doch ein sehr sympathisches Kerlchen. Genau dieser Bob Ross liefert das neue Cover Artwork der mittlerweile fünften Langspielplatte der Southern Rocker HOGJAW aus dem Wüstenstaat Arizona. Erst 2007 gegründet haben Gitarrist und Sänger JB Jones, Bassist Elvis D, Drummer Kwall und Gitarrist Kreg bereits vier Alben auf dem Kerbholz. Letzterer wurde letztes Jahr durch Jimmy Rose ersetzt, der jetzt die die Lead-Axt auf „Rise To The Mountains“ schwingt.
Genau diese Besetzung bringt jetzt zehn neue Songs auf den Weg, die sie zusammen mit Byron Filson in Phoenix bei Villain Recording aufgenommen haben. Dass Bands wie MOLLY HATCHET, LYNYRD SKYNYRD oder auch die ALLMANN BROTHERS wohl zu den Ikonen des Vierers zählen, wird auf den ersten Blick klar. Mit tollen Double-Leads beginnt der flotte Titeltrack ohne Umschweife und bringt den Sound der Amis sofort auf den Punkt. Etwas mehr Country-Rock begegnet einem beim folgenden „Leavin Out The Backside“. Wer bisher mit dem Fuß wippt, dem werden auch Stücke wie „Where Have You Gone“, „The Smoker“ oder „Second To None“ gefallen.
HOGJAW reihen sich nicht erst seit gestern ein in die Riege der neuen Southernbands, die authentisch und erstklassig musizieren. Dass diese Amis den Kommerz komplett außen vor lassen, sollte ihnen hoch angerechnet werden. Offensichtliche Ohrwürmer findet man auf „Rise To The Mountains“ allerdings nicht. Dafür ehrlichen Southern Rock, der höchst kompetent vorgetragen wird.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Rise To The Mountains
2. Leavin Out The Backside
3. Over Before You Know It
4. Where Have You Gone
5. I Will Remain
6. Fire, Fuel & Air
7. Another Day
8. Second To None
9. The Smoker
10. Grey Skies
Stefan
OSUKARU - Transition
Band: Osukaru
Album: Transition
Spielzeit: 43:12 min.
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: City Of Lights Records
Veröffentlichung: 12.06.2015
Homepage: www.osukaru.bandcamp.com
Ex-KATANA Gitarrero Oz Osukaru ist zurück mit seinem dritten Album. Hatte der Schwede bisher bei uns einen eher schweren Stand, hat er sich mit „Transition“ eine neue Chance verdient. Vielleicht waren die ständigen Line-Up Wechsel der Vergangenheit ein großes Manko. Das können wir dieses Mal getrost ausschließen, denn mit Bandleader Osukaru (guitars, keyboards), Fredrik Werner (vocals, guitars) sowie der Sängerin Cecilia Camuii, Ryan Coyle (drums) und Jens Björk (saxophone) ist das Grundgerüst dieses Mal identisch zum Vorgängeralbum. Als Special Guests schauten dieses Mal Janne Stark (GRAND DESIGN), Jules Millis (TIGERTAILZ) und Erik Heikne (MISS BEHAVIOUR) vorbei.
Irgendwie scheint der Chefdenker nie mit seinen Songs zufrieden zu sein. Schon in der Vergangenheit hat er immer wieder neue Versionen aufgenommen und auf die jeweils aktuellen Releases gepackt. Und auch dieses Mal sind gleich vier bereits bekannte Stücke vertreten. Mit „Arrows“ starten OSUKARU aber mit frischen Material in die Platte. Auch dieses Mal liefern sich Werner und Camuii wieder schöne Gesangsduelle und auch dieses Mal kommt das Saxophon dezent zum Einsatz. Insgesamt aber ist „Arrows“ wohl einer der härtesten Songs der Band. Ganz anders tönt „Strangled Emotions“ aus den Boxen. Hier knüpft die Band an ihre AOR-lastigen Frühwerke an. Mit „Edge Of A Broken Heart“ haben OSUKARU eine lockere Melodic-Nummer aufgenommen, bevor das Instrumental „Play“ das Ego des Gitarristen und Bandchefs ordentlich aufpoliert. „Blinded Eyes“ enthält einige progressiven Elemente, ist im Refrain aber sehr melodisch gehalten. „FM Rocks 98.5“ ist sozusagen das Intro bzw. die Erklärung für die folgenden Neuaufnahmen. „Tell Me You´ll Stay“ macht den Anfang. Ganz nebenbei einer der stärksten, wenn nicht der stärkste Song der Schweden. Hier passt die Power – der Song hat tolle Melodien und feines Riffing. Definitiv ein Aushängeschild für OSUKARU. Im weiteren Verlauf kommen mit „Out Of Touch“, „Mafia Rules“, „Promised Land“ und „City Lights“ (in einer Akustikversion) noch vier weitere bereits bekannte Stücke zu neuen Ehren.
„Transition“ hat durchaus seine Momente. Diese fußen aber nicht immer in neues Material. Die Tatsache, dass die Hälfte der Platte aus alten Songs besteht, wirft doch Fragen auf. Hätte man die besten Songs noch einmal aufgenommen und eine Art Best Of daraus gemacht – ok. Aber speziell Stücke wie „Mafia Rules“ gehören definitiv nicht dazu. Irgendwie schade, dass man hier eine EP dermaßen aufbläst und es als neues Album anpreist.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Arrows
2. Strangled Emotions
3. Edge Of A Broken Heart
4. Play
5. Blinded Eyes
6. FM Rocks 98.5 (Redux)
7. Tell Me You´ll Stay
8. Out Of Touch
9. Mafia Rules
10. Promised Land
11. City Lights Reimagined (Accoustic Bonus Track)
Stefan
Album: Transition
Spielzeit: 43:12 min.
Stilrichtung: AOR, Melodic Rock
Plattenfirma: City Of Lights Records
Veröffentlichung: 12.06.2015
Homepage: www.osukaru.bandcamp.com
Ex-KATANA Gitarrero Oz Osukaru ist zurück mit seinem dritten Album. Hatte der Schwede bisher bei uns einen eher schweren Stand, hat er sich mit „Transition“ eine neue Chance verdient. Vielleicht waren die ständigen Line-Up Wechsel der Vergangenheit ein großes Manko. Das können wir dieses Mal getrost ausschließen, denn mit Bandleader Osukaru (guitars, keyboards), Fredrik Werner (vocals, guitars) sowie der Sängerin Cecilia Camuii, Ryan Coyle (drums) und Jens Björk (saxophone) ist das Grundgerüst dieses Mal identisch zum Vorgängeralbum. Als Special Guests schauten dieses Mal Janne Stark (GRAND DESIGN), Jules Millis (TIGERTAILZ) und Erik Heikne (MISS BEHAVIOUR) vorbei.
Irgendwie scheint der Chefdenker nie mit seinen Songs zufrieden zu sein. Schon in der Vergangenheit hat er immer wieder neue Versionen aufgenommen und auf die jeweils aktuellen Releases gepackt. Und auch dieses Mal sind gleich vier bereits bekannte Stücke vertreten. Mit „Arrows“ starten OSUKARU aber mit frischen Material in die Platte. Auch dieses Mal liefern sich Werner und Camuii wieder schöne Gesangsduelle und auch dieses Mal kommt das Saxophon dezent zum Einsatz. Insgesamt aber ist „Arrows“ wohl einer der härtesten Songs der Band. Ganz anders tönt „Strangled Emotions“ aus den Boxen. Hier knüpft die Band an ihre AOR-lastigen Frühwerke an. Mit „Edge Of A Broken Heart“ haben OSUKARU eine lockere Melodic-Nummer aufgenommen, bevor das Instrumental „Play“ das Ego des Gitarristen und Bandchefs ordentlich aufpoliert. „Blinded Eyes“ enthält einige progressiven Elemente, ist im Refrain aber sehr melodisch gehalten. „FM Rocks 98.5“ ist sozusagen das Intro bzw. die Erklärung für die folgenden Neuaufnahmen. „Tell Me You´ll Stay“ macht den Anfang. Ganz nebenbei einer der stärksten, wenn nicht der stärkste Song der Schweden. Hier passt die Power – der Song hat tolle Melodien und feines Riffing. Definitiv ein Aushängeschild für OSUKARU. Im weiteren Verlauf kommen mit „Out Of Touch“, „Mafia Rules“, „Promised Land“ und „City Lights“ (in einer Akustikversion) noch vier weitere bereits bekannte Stücke zu neuen Ehren.
„Transition“ hat durchaus seine Momente. Diese fußen aber nicht immer in neues Material. Die Tatsache, dass die Hälfte der Platte aus alten Songs besteht, wirft doch Fragen auf. Hätte man die besten Songs noch einmal aufgenommen und eine Art Best Of daraus gemacht – ok. Aber speziell Stücke wie „Mafia Rules“ gehören definitiv nicht dazu. Irgendwie schade, dass man hier eine EP dermaßen aufbläst und es als neues Album anpreist.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Arrows
2. Strangled Emotions
3. Edge Of A Broken Heart
4. Play
5. Blinded Eyes
6. FM Rocks 98.5 (Redux)
7. Tell Me You´ll Stay
8. Out Of Touch
9. Mafia Rules
10. Promised Land
11. City Lights Reimagined (Accoustic Bonus Track)
Stefan
Freitag, 5. Juni 2015
HELLOWEEN - My God Given Right
Band: Helloween
Album: My God-Given Right
Spielzeit: 61:10 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.helloween.org
30 Jahre. So lange ist der Release des Debüt "Walls of Jericho" der Kürbisköpfe von HELLOWEEN schon her. Zum Jubiläum gibt es das mittlerweile 17 Studioalbum ("Metal Jukebox" und "Unarmed" mitgezählt). Die letzen Alben der deutschen Power Metal Pioniere waren alle solide bis sehr stark. Dieses Level will man natürlich auch auf "My God-Given Right" halten.
Und das gelingt den Mannen um die beiden Gründungsmitglieder Michael Weikath und Markus Grosskopf und Sänger Andi Deris auch problemlos. Besonders schön, Peinlichkeiten wie "Are you Metal?" lässt man diesmal ganz weg und konzentriert sich auf klassischen Power Metal. Egal ob flott wie beim Opener "Heroes" und dem folgenden "Battle's won" oder im Midtempo angesiedelt wie bei "Lost In America", HELLOWEEN machen auch nach all den Jahren eine erstklassige Figur. Ohrwurm-Refrains inbegriffen. Es gibt aber auch ein paar Überraschungen, natürlich in einem überschaubaren Rahmen. So überzeugt etwa "Russian Roulé" mit einer ordentlichen Portion Heavyness und einer etwas düsteren Note, "Like Everybody Else" stellt dann die Power-Ballade auf "My God-Given Right". Die Produktion ist
HELLOWEEN gelingt es noch kreative Ideen einzubringen und trotzdem alle Trademarks zu erfüllen, welche die Fans der Kürbisse hören wollen. Nach so vielen Jahren im Geschäft liefern die Hamburger aber nicht einfach nur Dienst nach Vorschrift ab, wie bei vielen altgedienten Kapellen leider mittlerweile üblich. Nein, HELLOWEEN bieten Qualität und liefern eines der besten Power Metal Alben in 2015 ab.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Heroes
02. Battle's Won
03. My God Given Right
04. Stay Crazy
05. Lost In America
06. Russian Roulé
07. The Swing Of A Fallen World
08. Like Everybody Else
09. Creatures In Heaven
10. If God Loves Rock 'n' Roll
11. Living On The Edge
12. Claws
13. You, Still Of War
Chris
Album: My God-Given Right
Spielzeit: 61:10 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.helloween.org
30 Jahre. So lange ist der Release des Debüt "Walls of Jericho" der Kürbisköpfe von HELLOWEEN schon her. Zum Jubiläum gibt es das mittlerweile 17 Studioalbum ("Metal Jukebox" und "Unarmed" mitgezählt). Die letzen Alben der deutschen Power Metal Pioniere waren alle solide bis sehr stark. Dieses Level will man natürlich auch auf "My God-Given Right" halten.
Und das gelingt den Mannen um die beiden Gründungsmitglieder Michael Weikath und Markus Grosskopf und Sänger Andi Deris auch problemlos. Besonders schön, Peinlichkeiten wie "Are you Metal?" lässt man diesmal ganz weg und konzentriert sich auf klassischen Power Metal. Egal ob flott wie beim Opener "Heroes" und dem folgenden "Battle's won" oder im Midtempo angesiedelt wie bei "Lost In America", HELLOWEEN machen auch nach all den Jahren eine erstklassige Figur. Ohrwurm-Refrains inbegriffen. Es gibt aber auch ein paar Überraschungen, natürlich in einem überschaubaren Rahmen. So überzeugt etwa "Russian Roulé" mit einer ordentlichen Portion Heavyness und einer etwas düsteren Note, "Like Everybody Else" stellt dann die Power-Ballade auf "My God-Given Right". Die Produktion ist
HELLOWEEN gelingt es noch kreative Ideen einzubringen und trotzdem alle Trademarks zu erfüllen, welche die Fans der Kürbisse hören wollen. Nach so vielen Jahren im Geschäft liefern die Hamburger aber nicht einfach nur Dienst nach Vorschrift ab, wie bei vielen altgedienten Kapellen leider mittlerweile üblich. Nein, HELLOWEEN bieten Qualität und liefern eines der besten Power Metal Alben in 2015 ab.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Heroes
02. Battle's Won
03. My God Given Right
04. Stay Crazy
05. Lost In America
06. Russian Roulé
07. The Swing Of A Fallen World
08. Like Everybody Else
09. Creatures In Heaven
10. If God Loves Rock 'n' Roll
11. Living On The Edge
12. Claws
13. You, Still Of War
Chris
ARCHITECTS OF CHAOZ - The League Of Shadows
Band: Architects of Chaoz
Album: The League of Shadows
Spielzeit: 55:08 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.facebook.com/architectsofchaoz
Seit über zehn Jahren tritt Ex IRON MAIDEN Sänger Paul Di'Anno mit der deutschen Band THE PHANTOMZ live in Erscheinung. Nun hat die Truppe wohl endlich die Rufe der zahlreichen Fans erhört und sich unter dem neuen Namen ARCHITECTS OF CHAOZ zusammen getan. Die ersten Ergebnisse dieser Zusammenarbeit kommen nun in Form des Debütalbums „The League of Shadows“ auf uns zu gerollt.
Der Gute Paul hat nach seiner Karriere bei IRON MAIDEN schon einige Alben, sei es in Eigenregie oder als Mitglied von so Bands wie BATTLEZONE, PRAYING MANTIS oder KILLERS, veröffentlicht, aber wenn man den Vorschusslorbeeren glauben schenken mag, haben wir es hier mit DEM legitimen Nachfolger seine berühmtesten Mitgliedschaft zu tun! Na schauen wir mal ob das nun so stimmt, ach ja wer die Band mal live sehen will, hat auf dem diesjährigen Wacken oder Rock Hard Festival die Gelegenheit dazu.
So, nun aber ab zum Openersong „Rejected“. Dieser legt gleich los wie die Feuerwehr und hält sich nicht lange mit viel Vorgeplänkel auf. Der Gesang von Paul ist giftig wie eh und je und auch die instrumentale Fraktion zeigt sich hier von seiner besten Seite. Als Opener geht die Nummer also absolut in Ordnung!
Mit dem anschließenden „How many times“ haben wir dann den ersten absoluten Ohrwurm zu verbuchen. Hier mixen die Jungs sehr gekonnt der ganzen Härte noch eine mächtige Spur Melodic hinzu die vor allem im Chorus bärenstark und gewaltig aus den Boxen dröhnt. Eine geile Nummer!
Und dieser tolle Mix aus der Härte des Heavy Metals und der Melodic bleibt uns dann auch, mal mehr mal weniger, bei den nächsten Tracks erhalten. Wobei hier das abwechslungsreiche und teilweise balladenhafte „Switched off“, wo wir mal eine ganz andere Gesangsseite von Paul zu hören bekommen, die klassischen „Erase the World“ und „Dead Eyes“ sowie der Bandsong „Architects of Chaoz“ ganz klar als Sieger den Platz verlassen.
In der zweiten Hälfte geht die Qualitätskurve zwar nicht mehr ganz so steil nach oben wie bei den ersten Songs, aber trotzdem findet man hier noch die ein oder andere Perle. Darunter fallen ganz klar „You've been kissed by the wings of the Angel of Death“ und „Apache Falls“.
Abschließend kann man festhalten das es endlich wieder neues Material von Ex IRON MAIDEN Fronter Paul Di' Anno gibt und dies gehört wahrlich nicht zu den schlechtesten!
Anspieltipps:
Mit “How many times”, “Switched off”, “Erase the World”, “Dead Eyes” sowie “Apache Falls” solltet ihr hier am ehesten Freude haben.
Fazit :
Die schon angesprochenen Vorschusslorbeeren waren durchaus gerechtfertigt. Mit “The League of the Shadows” präsentieren uns Paul Di' Anno und Konsorten ein gutes, teilweise sehr gutes Heavy Metalalbum welches nicht nur alte IRON MAIDEN Fans zusagen sollte.
Aber Achtung, oldschool gehen die Jungs hier nicht zu Werke, also erwartet hier nicht ein weiteres IRON MAIDEN 80iger 2.0 Album.
Nein hier sind die ARCHITECTS OF CHAOZ am Start und die sind wesentlich moderner und auch härter unterwegs. Schickes Album was man sich ohne Probleme zulegen kann!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Rejected
02. How many times
03. Horsemen
04. Switched off (released)
05. Erase the World
06. Dead Eyes
07. Architects of Chaoz
08. When Murder comes to Town
09. Obsidian black
10. You've been kissed by the Wings of the Angel of Death
11. Apache falls
12. Soldier fo Fortune
Julian
Album: The League of Shadows
Spielzeit: 55:08 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.facebook.com/architectsofchaoz
Seit über zehn Jahren tritt Ex IRON MAIDEN Sänger Paul Di'Anno mit der deutschen Band THE PHANTOMZ live in Erscheinung. Nun hat die Truppe wohl endlich die Rufe der zahlreichen Fans erhört und sich unter dem neuen Namen ARCHITECTS OF CHAOZ zusammen getan. Die ersten Ergebnisse dieser Zusammenarbeit kommen nun in Form des Debütalbums „The League of Shadows“ auf uns zu gerollt.
Der Gute Paul hat nach seiner Karriere bei IRON MAIDEN schon einige Alben, sei es in Eigenregie oder als Mitglied von so Bands wie BATTLEZONE, PRAYING MANTIS oder KILLERS, veröffentlicht, aber wenn man den Vorschusslorbeeren glauben schenken mag, haben wir es hier mit DEM legitimen Nachfolger seine berühmtesten Mitgliedschaft zu tun! Na schauen wir mal ob das nun so stimmt, ach ja wer die Band mal live sehen will, hat auf dem diesjährigen Wacken oder Rock Hard Festival die Gelegenheit dazu.
So, nun aber ab zum Openersong „Rejected“. Dieser legt gleich los wie die Feuerwehr und hält sich nicht lange mit viel Vorgeplänkel auf. Der Gesang von Paul ist giftig wie eh und je und auch die instrumentale Fraktion zeigt sich hier von seiner besten Seite. Als Opener geht die Nummer also absolut in Ordnung!
Mit dem anschließenden „How many times“ haben wir dann den ersten absoluten Ohrwurm zu verbuchen. Hier mixen die Jungs sehr gekonnt der ganzen Härte noch eine mächtige Spur Melodic hinzu die vor allem im Chorus bärenstark und gewaltig aus den Boxen dröhnt. Eine geile Nummer!
Und dieser tolle Mix aus der Härte des Heavy Metals und der Melodic bleibt uns dann auch, mal mehr mal weniger, bei den nächsten Tracks erhalten. Wobei hier das abwechslungsreiche und teilweise balladenhafte „Switched off“, wo wir mal eine ganz andere Gesangsseite von Paul zu hören bekommen, die klassischen „Erase the World“ und „Dead Eyes“ sowie der Bandsong „Architects of Chaoz“ ganz klar als Sieger den Platz verlassen.
In der zweiten Hälfte geht die Qualitätskurve zwar nicht mehr ganz so steil nach oben wie bei den ersten Songs, aber trotzdem findet man hier noch die ein oder andere Perle. Darunter fallen ganz klar „You've been kissed by the wings of the Angel of Death“ und „Apache Falls“.
Abschließend kann man festhalten das es endlich wieder neues Material von Ex IRON MAIDEN Fronter Paul Di' Anno gibt und dies gehört wahrlich nicht zu den schlechtesten!
Anspieltipps:
Mit “How many times”, “Switched off”, “Erase the World”, “Dead Eyes” sowie “Apache Falls” solltet ihr hier am ehesten Freude haben.
Fazit :
Die schon angesprochenen Vorschusslorbeeren waren durchaus gerechtfertigt. Mit “The League of the Shadows” präsentieren uns Paul Di' Anno und Konsorten ein gutes, teilweise sehr gutes Heavy Metalalbum welches nicht nur alte IRON MAIDEN Fans zusagen sollte.
Aber Achtung, oldschool gehen die Jungs hier nicht zu Werke, also erwartet hier nicht ein weiteres IRON MAIDEN 80iger 2.0 Album.
Nein hier sind die ARCHITECTS OF CHAOZ am Start und die sind wesentlich moderner und auch härter unterwegs. Schickes Album was man sich ohne Probleme zulegen kann!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Rejected
02. How many times
03. Horsemen
04. Switched off (released)
05. Erase the World
06. Dead Eyes
07. Architects of Chaoz
08. When Murder comes to Town
09. Obsidian black
10. You've been kissed by the Wings of the Angel of Death
11. Apache falls
12. Soldier fo Fortune
Julian
IRON SAVIOR - Live At The Final Frontier
Band: Iron Savior
Album: Live at the Final Frontier
Spielzeit: 84:51 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.iron-savior.com
Ach du je, ich glaube so langsam werde ich wirklich alt! Die Jungs von IRON SAVIOR gibt es nun auch schon fast 20 Jahre? Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich 1999 das zweite Album der Band „Unification“ in den Händen gehalten habe und danach ein glühender Anhänger der Band wurde.
Acht Studioalben haben die Jungs rund um Mastermind und Fronter Piet Sielck schon auf dem Buckel und dieser Tage erscheint das mittlerweile mehr als fällige erste Live Dokument der Band „Live at the Final Frontier“, welches als schickes DVD/Doppel CD Paket veröffentlicht wird.
Bei einem derart starken Backkatalog wie es IRON SAVIOR haben, kann man sich vorstellen was einem hier erwartet, Europäischer Power Metal aller erster Güte und eine Setliste die fast nur aus Hits besteht!
So steigen die Jungs auch direkt schwungvoll mit einen der letzten Hits nämlich „Last Hero“ vom letzten Album „Rise of the Hero“ ein. Und man merkt gleich die Band hat Bock heute Abend so richtig einen raus zu feuern! Ohne Ende Spaß in den Backen haben die Jungs rund um Piet. Selbiger ist auch absolut zu Scherzen aufgelegt und scherzt das ein ums andere Mal zwischen den Songs mit dem Publikum und motiviert sie zum mitgehen.
Die erste Hälfte wird dann auch ganz klar von den neueren Songs dominiert, wobei auch immer wieder ältere Hits Berücksichtigung finden. Und auch hier zeigt sich die Meute textsicher, ist ja schon verwunderlich wenn man bedenkt das die ersten Alben der Band aus den späten Neunzigern stammen.
So ab Track Nummer 11 stehen dann aber ganz klar diese schon angesprochenen älteren Hits im Mittelpunkt. Beginnend mit „Condition Red“ vom gleichnamigen 2002er Album über die Toptracks der aller ersten Alben „Unification“ und „Iron Savior“ in Form von „Coming Home“, dem Medley „Iron Watcher“ oder „Atlantis Falling“.
Der Fan bekommt hier also ganz klar die volle Breitseite IRON SAVIOR um die Ohren geknallt und erlebt eine DER deutschen Power Metal Acts in Bestform!
Anspieltipps:
Erübrigen sich bei dieser quasi Best Of ja.
Fazit :
Was soll man hier groß schreiben? IRON SAVIOR sind mittlerweile eine Institution des deutschen Power Metals und wer die Band noch nie live gesehen hat oder die alten Alben nicht kennt bekommt hier eine gute Möglichkeit beides nachzuholen.
Geile Livescheibe einer geilen Band, endlich mag man den Jungs zurufen!
Fans der Band und Neugierige sollten nicht lange zögern und hier sofort zuschlagen!
WERTUNG: ohne Wertung
Trackliste:
01. Ascendence
02. Last Hero
03. Starlight
04. The Savior
05. Revenge of the Bride
06. Break the Curse
07. Burning Heart
08. Mind over Matter
09. Hall of the Heroes
10. R U Ready
11. Condition Red
12. I've been to Hell
13. Heavy Metal never dies
14. Coming Home
15. Iron Watcher (Medley)
16. Atlantis Falling
17. Breaking the Law
Julian
Album: Live at the Final Frontier
Spielzeit: 84:51 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.iron-savior.com
Ach du je, ich glaube so langsam werde ich wirklich alt! Die Jungs von IRON SAVIOR gibt es nun auch schon fast 20 Jahre? Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich 1999 das zweite Album der Band „Unification“ in den Händen gehalten habe und danach ein glühender Anhänger der Band wurde.
Acht Studioalben haben die Jungs rund um Mastermind und Fronter Piet Sielck schon auf dem Buckel und dieser Tage erscheint das mittlerweile mehr als fällige erste Live Dokument der Band „Live at the Final Frontier“, welches als schickes DVD/Doppel CD Paket veröffentlicht wird.
Bei einem derart starken Backkatalog wie es IRON SAVIOR haben, kann man sich vorstellen was einem hier erwartet, Europäischer Power Metal aller erster Güte und eine Setliste die fast nur aus Hits besteht!
So steigen die Jungs auch direkt schwungvoll mit einen der letzten Hits nämlich „Last Hero“ vom letzten Album „Rise of the Hero“ ein. Und man merkt gleich die Band hat Bock heute Abend so richtig einen raus zu feuern! Ohne Ende Spaß in den Backen haben die Jungs rund um Piet. Selbiger ist auch absolut zu Scherzen aufgelegt und scherzt das ein ums andere Mal zwischen den Songs mit dem Publikum und motiviert sie zum mitgehen.
Die erste Hälfte wird dann auch ganz klar von den neueren Songs dominiert, wobei auch immer wieder ältere Hits Berücksichtigung finden. Und auch hier zeigt sich die Meute textsicher, ist ja schon verwunderlich wenn man bedenkt das die ersten Alben der Band aus den späten Neunzigern stammen.
So ab Track Nummer 11 stehen dann aber ganz klar diese schon angesprochenen älteren Hits im Mittelpunkt. Beginnend mit „Condition Red“ vom gleichnamigen 2002er Album über die Toptracks der aller ersten Alben „Unification“ und „Iron Savior“ in Form von „Coming Home“, dem Medley „Iron Watcher“ oder „Atlantis Falling“.
Der Fan bekommt hier also ganz klar die volle Breitseite IRON SAVIOR um die Ohren geknallt und erlebt eine DER deutschen Power Metal Acts in Bestform!
Anspieltipps:
Erübrigen sich bei dieser quasi Best Of ja.
Fazit :
Was soll man hier groß schreiben? IRON SAVIOR sind mittlerweile eine Institution des deutschen Power Metals und wer die Band noch nie live gesehen hat oder die alten Alben nicht kennt bekommt hier eine gute Möglichkeit beides nachzuholen.
Geile Livescheibe einer geilen Band, endlich mag man den Jungs zurufen!
Fans der Band und Neugierige sollten nicht lange zögern und hier sofort zuschlagen!
WERTUNG: ohne Wertung
Trackliste:
01. Ascendence
02. Last Hero
03. Starlight
04. The Savior
05. Revenge of the Bride
06. Break the Curse
07. Burning Heart
08. Mind over Matter
09. Hall of the Heroes
10. R U Ready
11. Condition Red
12. I've been to Hell
13. Heavy Metal never dies
14. Coming Home
15. Iron Watcher (Medley)
16. Atlantis Falling
17. Breaking the Law
Julian
Mittwoch, 3. Juni 2015
TOMMY BOLIN - Teaser (40th Anniversary)
Band: Tommy Bolin
Album: Teaser (40th Anniversary Vinyl Edition Box Set)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Fusion / Hard Rock
Plattenfirma: UDR Records
Veröffentlichung: 15.05.2015
Homepage: /
David Coverdale versucht heuer auf seine Weise Profit aus dem 40-jährigen Jubiläum seines Engagements bei Deep Purple zu machen. Der vielleicht noch einschneidendere Besetzungswechsel bei Purple war aber wahrscheinlich nicht der Tausch Gillan -> Coverdale, bzw. Glover -> Hughes (unter der MK3 Besetzung) sondern der spätere kurzzeitige Wechsel an den 6 Saiten: in der nur kurzlebigen MK4 Besetzung stieß der noch blutjunge, aber ungemein talentierte Tommy Bolin zur Band. Es entstand mit „Come Taste The Band“ das wohl ungewöhnlichste Album der Band Geschichte. Bevor Bolin den abtrünnigen Blackmore ersetzte, hatte er aber bereits (nach Engagements bei James Gang und Billy Cobham) seine erste Solo Scheibe „Teaser“ eingetütet. Nach seinem Einstieg bei DP wurde dieser Platte natürlich so gut wie keinerlei Werbung von Seiten des Labels bzw. Live-Promo zuteil und das gute Stück wurde zwar veröffentlicht, ging aber sang- und klanglos unter. Da der Ruf der Platte über die Jahre gereift ist wie ein guter Wein und sich die Veröffentlichung nun zum 40 mal jährt, huldigen UDR Records der vergessenen Perle mit einer besonders leckeren Deluxe-Ausgabe: "Teaser (40th Anniversary Vinyl Edition Box Set)" ist ein fettes Box-Set in dem ein 3fach Vinyl, 2 CDs mit Live-Material sowie ein tolles Farb-Booklet in LP Größe stecken. (Bemerkung am Rande: ein großes Lob und dickes Danke Schön ans Label für die Tatsache, dass uns hier ein echtes Muster zur Verfügung gestellt wurde! Das ist beileibe nicht alltäglich und hat die Besprechung um einiges einfacher und realistischer gemacht!)
Erstmal die trockenen Fakten: die Verpackung des Box Sets ist angenehm stabil und macht mit dem neuen Artwork richtig was her. Hat man das Ganze ausgepackt findet sich im Inneren neben den 3 LPs noch ein gutes Digipack mit einer randvollen Doppel CD ("Best Of Live", mit einigen tollen Aufnahmen aus verschiedenen Sessions), ein super aufgemachtes Artbook im 12" Format mit ausführlichen Linernotes. So weit, so geil. Jetzt aber mal zum wirklich essentiellen, der Musik. Wer „Teaser“ noch nie gehört hat, hat definitiv etwas verpasst: Die oft in ausgedehnten Jams aufblühenden Songs sind natürlich Geschmacksache und nur für ein recht kleines Zielpublikum wirklich interessant. Wer auf Fusion/Jazz-Rock, psychedelische Spielereien und hypnotische Blues-Rock-Orgien steht, wird mit Songs wie dem flotten Titel-Track, dem ausgedehnten Instrumental „Flyin Fingers“, dem cool swingenden „Crazed Fandango“, der Reggea Nummer „People People“ oder der wunderbaren Ballade „Dreamer“ allerdings eine Vollbedienung erhalten. Im Vergleich zur original CD wurde die Songliste ordentlich aufgepumpt und die ursprüngliche Reihenfolge der Tracks völlig durcheinander gewirbelt. Auf die Gründe hierfür wird im eigentlich recht informativen Begleit-Booklet nicht weiter eingegangen, ebenso wenig inwiefern das Album soundtechnisch neu bearbeitet wurde. Allem Anschein nach wurde das gesamte Material aber unter Aufsicht von Bolins Bruder Johnnie neu abgemischt und neu gemastert. Unterm Strich verteilen sich nun insgesamt 15 Songs auf 6 LP Seiten, bei einer Gesamtspielzeit von fast 2 Stunden! Was die vorliegende Fassung aber letztendlich adelt ist der superbe Klang der schwarzen Dreher, die in einzelnen, individuellen Cover-Hüllen stecken. Die vorbildlich sauberen, flachen und schweren 180g Pressungen bieten einen formidabel runden, warmen und plastischen Klang der das Eintauchen in die wilden Gitarren-Eskapaden zum Genuss macht. Bolins Gitarre scheint regelrecht greifbar im Raum zu stehen, während die Begleitband wunderbar im Raum austariert ist. Wenn man sich vor Augen führt, dass die Aufnahmen 40 Jahre alt sind und dann z.B. die neue Whitesnake Scheibe („The Purple Album“) zum klanglichen Vergleich heranzieht, kommen einem die Tränen. Was heutigen Konsumenten da an neuen Aufnahmen für teures Geld geboten wird spottet jeder Beschreibung.
Wer also grade nicht weiß wohin mit seinem schwer verdienten Geld oder sich lieber anstelle einer Handvoll billig produzierter Homestudio-Platten etwas Hochwertiges zulegen möchte, an dem er auch tatsächlich tiefergehende Freude hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Der Strassenpreis von gut 60 Euronen mag hoch gegriffen sein. Für eine hochwertiges Produkt in einer ebensolchen Aufmachung geht das aber völlig in Ordnung.
WERTUNG: ohne Wertung
Trackliste (Album):
01. The Demon Strikes
02. How Did It Come To This?
03. The Bishop Of Lufford
04. Oblivious To The Night
05. No Chance Encounter
06. Markings On A Parchment
07. The Unquiet Sky
08. What Happened Before
09. Time Runs Out
10. Returning The Curse
11. Unexpected Dawn
12. Traveller Beware
Mario
Album: Teaser (40th Anniversary Vinyl Edition Box Set)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Fusion / Hard Rock
Plattenfirma: UDR Records
Veröffentlichung: 15.05.2015
Homepage: /
David Coverdale versucht heuer auf seine Weise Profit aus dem 40-jährigen Jubiläum seines Engagements bei Deep Purple zu machen. Der vielleicht noch einschneidendere Besetzungswechsel bei Purple war aber wahrscheinlich nicht der Tausch Gillan -> Coverdale, bzw. Glover -> Hughes (unter der MK3 Besetzung) sondern der spätere kurzzeitige Wechsel an den 6 Saiten: in der nur kurzlebigen MK4 Besetzung stieß der noch blutjunge, aber ungemein talentierte Tommy Bolin zur Band. Es entstand mit „Come Taste The Band“ das wohl ungewöhnlichste Album der Band Geschichte. Bevor Bolin den abtrünnigen Blackmore ersetzte, hatte er aber bereits (nach Engagements bei James Gang und Billy Cobham) seine erste Solo Scheibe „Teaser“ eingetütet. Nach seinem Einstieg bei DP wurde dieser Platte natürlich so gut wie keinerlei Werbung von Seiten des Labels bzw. Live-Promo zuteil und das gute Stück wurde zwar veröffentlicht, ging aber sang- und klanglos unter. Da der Ruf der Platte über die Jahre gereift ist wie ein guter Wein und sich die Veröffentlichung nun zum 40 mal jährt, huldigen UDR Records der vergessenen Perle mit einer besonders leckeren Deluxe-Ausgabe: "Teaser (40th Anniversary Vinyl Edition Box Set)" ist ein fettes Box-Set in dem ein 3fach Vinyl, 2 CDs mit Live-Material sowie ein tolles Farb-Booklet in LP Größe stecken. (Bemerkung am Rande: ein großes Lob und dickes Danke Schön ans Label für die Tatsache, dass uns hier ein echtes Muster zur Verfügung gestellt wurde! Das ist beileibe nicht alltäglich und hat die Besprechung um einiges einfacher und realistischer gemacht!)
Erstmal die trockenen Fakten: die Verpackung des Box Sets ist angenehm stabil und macht mit dem neuen Artwork richtig was her. Hat man das Ganze ausgepackt findet sich im Inneren neben den 3 LPs noch ein gutes Digipack mit einer randvollen Doppel CD ("Best Of Live", mit einigen tollen Aufnahmen aus verschiedenen Sessions), ein super aufgemachtes Artbook im 12" Format mit ausführlichen Linernotes. So weit, so geil. Jetzt aber mal zum wirklich essentiellen, der Musik. Wer „Teaser“ noch nie gehört hat, hat definitiv etwas verpasst: Die oft in ausgedehnten Jams aufblühenden Songs sind natürlich Geschmacksache und nur für ein recht kleines Zielpublikum wirklich interessant. Wer auf Fusion/Jazz-Rock, psychedelische Spielereien und hypnotische Blues-Rock-Orgien steht, wird mit Songs wie dem flotten Titel-Track, dem ausgedehnten Instrumental „Flyin Fingers“, dem cool swingenden „Crazed Fandango“, der Reggea Nummer „People People“ oder der wunderbaren Ballade „Dreamer“ allerdings eine Vollbedienung erhalten. Im Vergleich zur original CD wurde die Songliste ordentlich aufgepumpt und die ursprüngliche Reihenfolge der Tracks völlig durcheinander gewirbelt. Auf die Gründe hierfür wird im eigentlich recht informativen Begleit-Booklet nicht weiter eingegangen, ebenso wenig inwiefern das Album soundtechnisch neu bearbeitet wurde. Allem Anschein nach wurde das gesamte Material aber unter Aufsicht von Bolins Bruder Johnnie neu abgemischt und neu gemastert. Unterm Strich verteilen sich nun insgesamt 15 Songs auf 6 LP Seiten, bei einer Gesamtspielzeit von fast 2 Stunden! Was die vorliegende Fassung aber letztendlich adelt ist der superbe Klang der schwarzen Dreher, die in einzelnen, individuellen Cover-Hüllen stecken. Die vorbildlich sauberen, flachen und schweren 180g Pressungen bieten einen formidabel runden, warmen und plastischen Klang der das Eintauchen in die wilden Gitarren-Eskapaden zum Genuss macht. Bolins Gitarre scheint regelrecht greifbar im Raum zu stehen, während die Begleitband wunderbar im Raum austariert ist. Wenn man sich vor Augen führt, dass die Aufnahmen 40 Jahre alt sind und dann z.B. die neue Whitesnake Scheibe („The Purple Album“) zum klanglichen Vergleich heranzieht, kommen einem die Tränen. Was heutigen Konsumenten da an neuen Aufnahmen für teures Geld geboten wird spottet jeder Beschreibung.
Wer also grade nicht weiß wohin mit seinem schwer verdienten Geld oder sich lieber anstelle einer Handvoll billig produzierter Homestudio-Platten etwas Hochwertiges zulegen möchte, an dem er auch tatsächlich tiefergehende Freude hat, kann hier bedenkenlos zugreifen. Der Strassenpreis von gut 60 Euronen mag hoch gegriffen sein. Für eine hochwertiges Produkt in einer ebensolchen Aufmachung geht das aber völlig in Ordnung.
WERTUNG: ohne Wertung
Trackliste (Album):
01. The Demon Strikes
02. How Did It Come To This?
03. The Bishop Of Lufford
04. Oblivious To The Night
05. No Chance Encounter
06. Markings On A Parchment
07. The Unquiet Sky
08. What Happened Before
09. Time Runs Out
10. Returning The Curse
11. Unexpected Dawn
12. Traveller Beware
Mario
TRIXTER - Human Era
Band: Trixter
Album: Human Era
Spielzeit: 44:12 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 05.06.2015
Homepage: www.trixterrocks.com
Nach der überraschend starken Comeback Scheibe „New Audio Machine“ aus dem Jahr 2012 (Rezi HIER) legen die 4 Jungs von TRIXTER ihr mittlerweile 4tes Langeisen vor – und, soviel vorweg, „Human Era“ ist mindestens so gut wie der vielgelobte Vorgänger geworden. Auf dem mit 11 Songs genau richtig bepackten Album hagelt es Hit auf Hit. Und dank der Tatsache, dass wir es hier mit einer echten Band (in Originalbesetzung!) und nicht mit einem der üblichen Frontiers Studioprojekte zu tun haben, klingt die Scheibe erstaunlich frisch und herrlich rund. Der Klang der Platte ist ebenfalls weder billig noch zu protzig, sondern plaziert die Band geradewegs in der Schnittstelle zwischen Bewährtem und einem dezenten modernen Anstrich.
Sänger Peter Loran wird zwar in diesem Leben kein Charisma-Bolzen mehr und der Mangel an Eigenständigkeit, nicht nur bei der Stimme, sondern auch bei dem Rest der Band insgesamt, hat TRIXTER wohl auch schon damals den Zugang zum ganz grossen Ruhm verwehrt. Dass sie handwerklich solchen Dünnbrettbohrern wie Poisen Einiges voraus hatten, hat sich leider nie ausgezahlt – die beiden Alben aus der ersten Bandphase waren zwar durchaus erfolgreich, hatten aber songtechnisch nur Durchschnitt zu bieten. Da kann die Band allerdings nun, in ihrem zweiten Frühling, mit einigen feinen Überraschungen aufhorchen lassen. Es gibt heute nur noch ganz wenige Bands die diesen Stil so authentisch und überzeugend rüberbingen wie TRIXTER. Und wenn eine Band einen Könner wie Steve Brown an der Gitarre hat, kann man sicher sein, dass all die feinen Riffs und Soli mit einem begnadeten Sond aus den Boxen fliegen. Wer nostalgisch den guten alten Bon Jovi Tagen hinterher trauert, wird mit BJ Blaupausen wie „For You“, „Every Second Counts“,„Beats Me Up“ oder „All Night Long“ absolut glücklich werden. Auch frühe Van Halen klingen durch („Crash That Party“) und mit dem relativ weit hinten platzierten Smasher „Midnight In Your Eyes“ haben die Jungs ein richtiges Schmuckstück auf das Album gepackt.
Man kann es drehen und wenden wie man will, „Human Era“ ist ein durch und durch bockstarkes Genre-Highlight, gespickt mit guter Laune und Hooklines die nach dem dritten Durchgang nicht mehr aus dem Kopf gehen. Das Ganze ist dann zudem noch verpackt in eine mehr als ordentliche Poduktion und eingetütet von einer spielstarken Band. Damit sollte „Huiman Era“ für Melodic Rock Jünger und Bon Jovi Fetischisten ein absoluter Pflichkauf sein.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Rockin‘ To The Edge Of The Night
02. Crash That Party
03. Not Like All The Rest
04. For You
05. Every Second Counts
06. Beats Me Up
07. Good Times Now
08. Midnight In Your Eyes
09. All Night Long
10. Soul Of A Lovin’ Man
11. Human Era
Mario
Album: Human Era
Spielzeit: 44:12 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 05.06.2015
Homepage: www.trixterrocks.com
Nach der überraschend starken Comeback Scheibe „New Audio Machine“ aus dem Jahr 2012 (Rezi HIER) legen die 4 Jungs von TRIXTER ihr mittlerweile 4tes Langeisen vor – und, soviel vorweg, „Human Era“ ist mindestens so gut wie der vielgelobte Vorgänger geworden. Auf dem mit 11 Songs genau richtig bepackten Album hagelt es Hit auf Hit. Und dank der Tatsache, dass wir es hier mit einer echten Band (in Originalbesetzung!) und nicht mit einem der üblichen Frontiers Studioprojekte zu tun haben, klingt die Scheibe erstaunlich frisch und herrlich rund. Der Klang der Platte ist ebenfalls weder billig noch zu protzig, sondern plaziert die Band geradewegs in der Schnittstelle zwischen Bewährtem und einem dezenten modernen Anstrich.
Sänger Peter Loran wird zwar in diesem Leben kein Charisma-Bolzen mehr und der Mangel an Eigenständigkeit, nicht nur bei der Stimme, sondern auch bei dem Rest der Band insgesamt, hat TRIXTER wohl auch schon damals den Zugang zum ganz grossen Ruhm verwehrt. Dass sie handwerklich solchen Dünnbrettbohrern wie Poisen Einiges voraus hatten, hat sich leider nie ausgezahlt – die beiden Alben aus der ersten Bandphase waren zwar durchaus erfolgreich, hatten aber songtechnisch nur Durchschnitt zu bieten. Da kann die Band allerdings nun, in ihrem zweiten Frühling, mit einigen feinen Überraschungen aufhorchen lassen. Es gibt heute nur noch ganz wenige Bands die diesen Stil so authentisch und überzeugend rüberbingen wie TRIXTER. Und wenn eine Band einen Könner wie Steve Brown an der Gitarre hat, kann man sicher sein, dass all die feinen Riffs und Soli mit einem begnadeten Sond aus den Boxen fliegen. Wer nostalgisch den guten alten Bon Jovi Tagen hinterher trauert, wird mit BJ Blaupausen wie „For You“, „Every Second Counts“,„Beats Me Up“ oder „All Night Long“ absolut glücklich werden. Auch frühe Van Halen klingen durch („Crash That Party“) und mit dem relativ weit hinten platzierten Smasher „Midnight In Your Eyes“ haben die Jungs ein richtiges Schmuckstück auf das Album gepackt.
Man kann es drehen und wenden wie man will, „Human Era“ ist ein durch und durch bockstarkes Genre-Highlight, gespickt mit guter Laune und Hooklines die nach dem dritten Durchgang nicht mehr aus dem Kopf gehen. Das Ganze ist dann zudem noch verpackt in eine mehr als ordentliche Poduktion und eingetütet von einer spielstarken Band. Damit sollte „Huiman Era“ für Melodic Rock Jünger und Bon Jovi Fetischisten ein absoluter Pflichkauf sein.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Rockin‘ To The Edge Of The Night
02. Crash That Party
03. Not Like All The Rest
04. For You
05. Every Second Counts
06. Beats Me Up
07. Good Times Now
08. Midnight In Your Eyes
09. All Night Long
10. Soul Of A Lovin’ Man
11. Human Era
Mario
WHITESNAKE - The Purple Album
Band: Whitesnake
Album: The Purple Album
Spielzeit: 66: 25 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 15.05.2015
Homepage: www.whitesnake.com
Whitesnake covern Deep Purple aus der Mk3 und Mk4 Phase - da müssen ein paar vorschnelle Vermutungen/Befürchtungen durchaus erlaubt sein: das Songmaterial auf "The Purple Album" ist um Klassen besser als der Durchschnittsmurks der letzten Studioalben (bei dem Quellmaterial, geschenkt), die im Original von einer einzelnen Strat rausgefeuerten Blackmore/Bolin Riffs erleben durch die fette Doppelbesetzung mit Humbucker Klampfen ein neues Gewand (jepp, und das funktioniert erstaunlicherweise hervorragend) und das Ganze ist ein offensichtlicher Cash-In (wohl auch, das ist aber ob der gebotenen Qualität zum Glück nur Nebensache). Natürlich klingt das ganze Konzept auf den ersten Blick reichlich überflüssig, aber dass die Band um Oberschlange David Coverdale nach dem Abgang von Gitarrenderwisch Doug Aldrich derart frisch und wild losrockt ist dann doch erfreulich. Reb Beach und Neuzugang Joel Hoekstra (Night Ranger) harmonieren ganz vorzüglich und hauchen den alten Songs mit klasse Soli neues Leben ein, Tommy Aldrich verprügelt gewohnt vehement sein armes Drumkit und Bassist Michael Devin sorgt für den fetten Untergrund. Und über die Songs noch viele Worte zu verlieren wäre wohl überflüssig: vom furiosen Opener "Burn", dem nicht minder famosen "Lady Double Dealer", dem in ein feines Akustikgitarrenarrangement gewandte "Sail Away" über das höllisch groovende „Love Child“ bis zu dem zugegebenermassen etwas übertrieben aufgeblasenen „Stormbringer“. So weit so überraschend stark.
Aber eines ist mir völlig schleierhaft: wie kann eine Band wie WHITESNAKE einen derart dürftign Sound absegnen? Der Mix der Platte es ein einziger Murks - dumpf, unausgewogen, matschig, tierisch aufgeblasen laut. Die Vermutung liegt natürlich nahe, dass Coverdales' schwächelnde Stimme durch den wuchtigen Sound-Brei kaschiert werden soll. Bei der erfrischend stark aufspielenden Band und den durchweg geilen Songs ist das allerdings eine kleine Schande. Wenn die Scheibe einen vernünftigen Klang hätte, würde ich mir das Ding auch weiterhin gerne in den Player legen. Da verzichte ich aber in Zukunft lieber drauf, und geb mir eine der alten Whitesnake oder Deep Purple Platten. Da wusste man immerhin noch wie eine zünftige Rock Scheibe zu klingen hat (siehe auch die Besprechung des aktuellen Tommy Bolin Re-Release).
"The Purple Album" ist somit ein inhaltlich starkes (Cover) Album geworden, das durch den schwachen Sound aber einen fetten Punktabzug einfährt. Für Fans von WHITESNAKE und/oder Deep Purple ist diese Platte allerdings ein feines Ding, das man sich durchaus ohne Gram neben die original Alben ins Regal stellen kann.
WERTUNG: keine Wertung
Trackliste:
01.Burn
02.You Fool No One
03.Love Child
04.Sail Away
05.The Gypsy
06.Lady Double Dealer
07.Mistreated
08.Holy Man
09.Might Just Take Your Life
10.You Keep On Moving
11.Soldier of Fortune
12.Lay Down Stay Down
13.Stormbringer
Mario
Album: The Purple Album
Spielzeit: 66: 25 min
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 15.05.2015
Homepage: www.whitesnake.com
Whitesnake covern Deep Purple aus der Mk3 und Mk4 Phase - da müssen ein paar vorschnelle Vermutungen/Befürchtungen durchaus erlaubt sein: das Songmaterial auf "The Purple Album" ist um Klassen besser als der Durchschnittsmurks der letzten Studioalben (bei dem Quellmaterial, geschenkt), die im Original von einer einzelnen Strat rausgefeuerten Blackmore/Bolin Riffs erleben durch die fette Doppelbesetzung mit Humbucker Klampfen ein neues Gewand (jepp, und das funktioniert erstaunlicherweise hervorragend) und das Ganze ist ein offensichtlicher Cash-In (wohl auch, das ist aber ob der gebotenen Qualität zum Glück nur Nebensache). Natürlich klingt das ganze Konzept auf den ersten Blick reichlich überflüssig, aber dass die Band um Oberschlange David Coverdale nach dem Abgang von Gitarrenderwisch Doug Aldrich derart frisch und wild losrockt ist dann doch erfreulich. Reb Beach und Neuzugang Joel Hoekstra (Night Ranger) harmonieren ganz vorzüglich und hauchen den alten Songs mit klasse Soli neues Leben ein, Tommy Aldrich verprügelt gewohnt vehement sein armes Drumkit und Bassist Michael Devin sorgt für den fetten Untergrund. Und über die Songs noch viele Worte zu verlieren wäre wohl überflüssig: vom furiosen Opener "Burn", dem nicht minder famosen "Lady Double Dealer", dem in ein feines Akustikgitarrenarrangement gewandte "Sail Away" über das höllisch groovende „Love Child“ bis zu dem zugegebenermassen etwas übertrieben aufgeblasenen „Stormbringer“. So weit so überraschend stark.
Aber eines ist mir völlig schleierhaft: wie kann eine Band wie WHITESNAKE einen derart dürftign Sound absegnen? Der Mix der Platte es ein einziger Murks - dumpf, unausgewogen, matschig, tierisch aufgeblasen laut. Die Vermutung liegt natürlich nahe, dass Coverdales' schwächelnde Stimme durch den wuchtigen Sound-Brei kaschiert werden soll. Bei der erfrischend stark aufspielenden Band und den durchweg geilen Songs ist das allerdings eine kleine Schande. Wenn die Scheibe einen vernünftigen Klang hätte, würde ich mir das Ding auch weiterhin gerne in den Player legen. Da verzichte ich aber in Zukunft lieber drauf, und geb mir eine der alten Whitesnake oder Deep Purple Platten. Da wusste man immerhin noch wie eine zünftige Rock Scheibe zu klingen hat (siehe auch die Besprechung des aktuellen Tommy Bolin Re-Release).
"The Purple Album" ist somit ein inhaltlich starkes (Cover) Album geworden, das durch den schwachen Sound aber einen fetten Punktabzug einfährt. Für Fans von WHITESNAKE und/oder Deep Purple ist diese Platte allerdings ein feines Ding, das man sich durchaus ohne Gram neben die original Alben ins Regal stellen kann.
WERTUNG: keine Wertung
Trackliste:
01.Burn
02.You Fool No One
03.Love Child
04.Sail Away
05.The Gypsy
06.Lady Double Dealer
07.Mistreated
08.Holy Man
09.Might Just Take Your Life
10.You Keep On Moving
11.Soldier of Fortune
12.Lay Down Stay Down
13.Stormbringer
Mario
Montag, 1. Juni 2015
THE DEAD DAISIES - Revolucion
Album: Revolucion
Spielzeit: 56:34 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: INgrooves
Veröffentlichung: 29.05.2015
Homepage: www.thedeaddaisies.com
Klagt Ihr auch mal wieder über Langeweile im Musicbusiness und Einheitsbrei bei all den neuen Veröffentlichungen? Dann haben wir hier vielleicht ein wenig Abwechslung für Euch. Schön, dass ich jetzt Eure vollste Aufmerksamkeit habe. Das ist auch wichtig, denn hier kommt die neue Platte von THE DEAD DAISIES. Ich bin ganz ehrlich: nachdem die ersten Songs für das 2013 erschienene Debüt im Netz kursierten und recht hohe Wellen schlugen, war ich etwas enttäuscht und habe das Kapitel auch gleich mal abgehakt. Als mir jetzt die neue Scheibe „Revolucion“ zur Rezension angeboten wurde, waren die ersten Gedanken ganz lapidar: „da muss aber jemand ganz schön dicke Eier haben, um sein neues Album eine Revolution zu nennen“. Das ganze natürlich immer im Hinblick auf mein mangelndes Interesse an der Band bis vor ein paar Tagen.
Und siehe da – THE DEAD DAISIES haben Monsterklöten, denn schon der Öffner „Mexico“ ist feinster Hardrock ganz im Fahrwasser von WHITESNAKE (als sie noch gut waren) oder harten BAD COMPANY. Der Song hat einen megamäßigen Groove und wirbelt ordentlich Staub auf. Die Aufnahmesessions auf Kuba haben ihre Spuren hinterlassen, denn so mancher Song ist derart lässig, dass er nur unter heißer Sonne in der Karibik entstanden sein kann. Fertiggestellt wurde die Platte übrigens in Australien, einem nicht minder faszinierenden Land auf diesem Planeten. THE DEAD DAISIES verstehen sich übrigens nicht als Band sondern als Kollektiv – dementsprechend ausladend ist auch das Line-Up, das neben dem neuen Sänger John Corabi (ex-MÖTLEY CRÜE, RATT), Bassist Marco Mendoza (THIN LIZZY, WHITESNAKE), Keyboarder Dizzy Reed (GUNS´N ROSES), Gitarrist David Lowy (MINK, RED PHOENIX), Gitarrist Richard Fortus (GUNS´N ROSES) und Drummer Jackie Barnes (TIN LIDS, JIMMY BARNES) besteht. Das ist allerdings nur die Liste der Mitwirkenden auf diesem Tonträger. Insgesamt sind sage und schreibe vierzehn (!!!) offzielle Mitglieder verzeichnet.
Doch zurück zum neuen Album. Nachdem “Mexico” einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat, folgt mit “Evil” ein ungleich härteres und moderneres Stück, das nicht so leicht zu verdauen ist wie der Opener. Das leicht funkige “Looking For The One” lässt den Fuss wieder leichter mitwippen und das folgende “Empty Heart” ist ein bluesiger Stampfer erster Güte. Mit “Make The Best Of Me” geht es hochmelodisch und doch authentisch weiter. Schneidende Riffs und eine wummernde Hammond sind genau so allgegegenwärtig wie Ohrwurmmelodien und ein richtig gutes Feeling. Nach dem etwas ruhigeren “Something I Said” folgt mit “Get Up, Get Ready” eine waschechte Partyhymne. Desweiteren solltet Ihr unbedingt in die Single “Midnight Moses” reinhören. Ebenfalls empfehlenswert ist das schleppende “With You And I”.
Mit “Revolucion” hat das Kollektiv hoch gepokert – und dabei den Jackpot geholt. Die Platte strotzt nicht nur vor Selbstvertrauen, sie ist nahezu perfekt. Abwechslung wird genau so groß geschrieben wie Authentizität. Ist das ein Wunder bei den Mitwirkenden? Eigentlich nicht, dennoch ist “Revolucion” ein Highlight, das mancher so nicht erwartet hätte.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Mexico
2. Evil
3. Looking For The One
4. Empty Heart
5. Make The Best Of It
6. Something I Said
7. Get Up, Get Ready
8. With You And I
9. Sleep
10. My Time
11. Midnight Moses
12. Devil Out Of Time
13. Critical
Stefan
HOUSE OF LORDS - Indestructible
Band: House Of Lords
Album: Indestructible
Spielzeit: 51:19 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 05.06.2015
Homepage: www.jameschristianmusic.com
Es gibt Bands, bei denen der Fan das bekommt, was er erwartet. Der deutsche Blackmore-Verehrer AXEL RUDI PELL ist so ein Paradebeispiel. Kritiker sagen, dass er seit dem Beginn seiner Karriere 1989 immer wieder die gleiche Platte aufnimmt, die Fans scheinen das allerdings zu honorieren. Ähnlich verhält es sich bei den Amis HOUSE OF LORDS. Zumindest seit dem zweiten Frühling der Band und dem 2006er Album „World Upside Down“. Fiel das eigentliche Comeback 2004 mit „The Power And The Myth“ noch arg holprig aus, steht die Combo in veränderter Besetzung seitdem wieder voll im Saft und hat in den Folgejahren vier weitere wenn auch ähnlich gestrickte tolle Alben aus dem Hut gezaubert. „Indestructible“ soll nun daran anknüpfen. Übersetzt heißt das neue Werk „unverwüstlich“, dieses Prädikat kann man der Band um Frontmann James Christian mittlerweile getrost verleihen.
Seit geraumer Zeit gehen sowohl James Christian als auch seine Band – genauer gesagt Jimi Bell (guitars), Chris McCarvill (bass) und BJ Zampa (drums) – gelegentlich getrennte Wege. Hat Christian bereits drei Soloalben auf der Habenseite, zog seine Band unter dem Banner MAXX EXPLOSION erst kürzlich los, um mit ihrem zweiten Dreher „Dirty Angels“ für Furore zu sorgen. Dass diese Ausflüge außerhalb der Hauptband HOUSE OF LORDS aber keineswegs zu Spannungen führen, beweist „Indestructible“ auf eindrucksvolle Weise.
Das kraftvolle „Go To Hell“ ist ein geeignetes Beispiel hierfür. Nach seinem choralen Anfang rockt der Song gewohnt majestätisch. Auch der Titeltrack, das AOR-lastige „Call My Bluff“ oder das deftige „100mph“ sind sehr gute Anspieltipps. Die Amis machen das, was sie offensichtlich am Besten können – und das nun schon zum sechsten Male. Wem das nicht langweilig wird, für den ist auch „Indestructible“ eine feine Sache. Eine schwache Platte haben HOUSE OF LORDS (mit Ausnahme des verpatzten Comebacks „The Power And The Myth“) ja auch noch nicht veröffentlicht.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Go To Hell
2. Indestructible
3. Pillar Of Salt
4. 100mph
5. Call My Bluff
6. We Will Always Be One
7. Die To Tell
8. Another Dawn
9. Eye Of The Storm
10. Ain´t Suicidal
11. Stand And Deliver
Stefan
Album: Indestructible
Spielzeit: 51:19 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 05.06.2015
Homepage: www.jameschristianmusic.com
Es gibt Bands, bei denen der Fan das bekommt, was er erwartet. Der deutsche Blackmore-Verehrer AXEL RUDI PELL ist so ein Paradebeispiel. Kritiker sagen, dass er seit dem Beginn seiner Karriere 1989 immer wieder die gleiche Platte aufnimmt, die Fans scheinen das allerdings zu honorieren. Ähnlich verhält es sich bei den Amis HOUSE OF LORDS. Zumindest seit dem zweiten Frühling der Band und dem 2006er Album „World Upside Down“. Fiel das eigentliche Comeback 2004 mit „The Power And The Myth“ noch arg holprig aus, steht die Combo in veränderter Besetzung seitdem wieder voll im Saft und hat in den Folgejahren vier weitere wenn auch ähnlich gestrickte tolle Alben aus dem Hut gezaubert. „Indestructible“ soll nun daran anknüpfen. Übersetzt heißt das neue Werk „unverwüstlich“, dieses Prädikat kann man der Band um Frontmann James Christian mittlerweile getrost verleihen.
Seit geraumer Zeit gehen sowohl James Christian als auch seine Band – genauer gesagt Jimi Bell (guitars), Chris McCarvill (bass) und BJ Zampa (drums) – gelegentlich getrennte Wege. Hat Christian bereits drei Soloalben auf der Habenseite, zog seine Band unter dem Banner MAXX EXPLOSION erst kürzlich los, um mit ihrem zweiten Dreher „Dirty Angels“ für Furore zu sorgen. Dass diese Ausflüge außerhalb der Hauptband HOUSE OF LORDS aber keineswegs zu Spannungen führen, beweist „Indestructible“ auf eindrucksvolle Weise.
Das kraftvolle „Go To Hell“ ist ein geeignetes Beispiel hierfür. Nach seinem choralen Anfang rockt der Song gewohnt majestätisch. Auch der Titeltrack, das AOR-lastige „Call My Bluff“ oder das deftige „100mph“ sind sehr gute Anspieltipps. Die Amis machen das, was sie offensichtlich am Besten können – und das nun schon zum sechsten Male. Wem das nicht langweilig wird, für den ist auch „Indestructible“ eine feine Sache. Eine schwache Platte haben HOUSE OF LORDS (mit Ausnahme des verpatzten Comebacks „The Power And The Myth“) ja auch noch nicht veröffentlicht.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Go To Hell
2. Indestructible
3. Pillar Of Salt
4. 100mph
5. Call My Bluff
6. We Will Always Be One
7. Die To Tell
8. Another Dawn
9. Eye Of The Storm
10. Ain´t Suicidal
11. Stand And Deliver
Stefan
BEAUVOIR/FREE - American Trash
Band: Beauvoir/Free
Album: American Trash
Spielzeit: 41:49 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 05.06.2015
Homepage: www.frontiers.it
Es vergeht kein Monat ohne neues Projekt aus dem Hause Frontiers Records. Das gefühlt 1987533.ste dieser Art hat zwei Musiker zusammengeführt, die schon früher eng verbunden waren. Gemeinsam gründeten sie CROWN OF THORNS. Jetzt kreuzen sich ihre Wege erneut für ein gemeinsam Studioprojekt, das den Namen „American Trash“ trägt. Dass diese Platte nicht als neues Werk von CROWN OF THORNS deklariert wird, ist ganz nebenbei lobenswert. Denn seit dem zweiten richtigen Album „Breakthrough“ aus dem Jahr 1996 gehört Micki Free nicht mehr zum Line-Up. Folgerichtig ist die hier vorliegende Liedersammlung „nur“ ein gemeinsames Projekt. So richtig viel erinnert dann aber nicht an die ehemaligen Hopefuls des Melodic Rock. Und das, obwohl „American Trash“ für die beiden Protagonisten die logische Fortführung des Debüts darstellt.
Beinharte Fans werden das wohl anders sehen. Waren CROWN OF THORNS zwar immer schon etwas anders, stößt der ziemlich moderne Sound von „American Trash“ im ersten Augenblick etwas auf. Fakt ist aber auch, dass das Organ charismatischen Beauvoir tönt wie eh und je und er damit natürlich das wichtigste Erkennungsmerkmal von CROWN OF THORNS war bzw. ist. Klar ist aber auch, dass sich die Zeiten ändern und eine Band nicht an dem Punkt stehen bleibt, auch wenn sich das manche Fans wünschen würden.
Somit ist das etwas sperrige „Angels Cry“ mit seinen Keyboardteppichen und dem majestätischen Grundtenor eher etwas für die neue Scheibe von HOUSE OF LORDS. „Morning After“ ist da schon eher als Werk des stimmgewaltigen Irokesen zu erkennen. So richtig will die Stimmung aber nicht aufkommen. Das unfertig wirkende „Whiplash“ oder das rockige „Shotgun To The Heart“ zeigen zwar die Klasse des Duos und auch Balladen der Marke „Just Breathe“ sind schön anzuhören. Vom Hocker haut das bei aller Liebe aber nur wenige.
„American Trash“ mag zwar nicht ganz so schlecht sein wie sein Name vermuten lässt, an die Glanzzeiten der ehemaligen gemeinsamen Band CROWN OF THORNS kann die Scheibe aber bei Weitem nicht anknüpfen. Und angesichts der erdrückenden Konkurrenz ist dieses Projekt eher eine Randnotiz, was mir für die beiden wirklich herausragenden Musiker eigentlich sehr leid tut.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Angels Cry
2. Morning After
3. American Trash
4. Whiplash
5. Just Breathe
6. Shotgun To The Heart
7. Never Give Up
8. Cold Dark December
9. It´s Never Too Late
10. She´s A KO
11. There´s No Starting Over
Stefan
Album: American Trash
Spielzeit: 41:49 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 05.06.2015
Homepage: www.frontiers.it
Es vergeht kein Monat ohne neues Projekt aus dem Hause Frontiers Records. Das gefühlt 1987533.ste dieser Art hat zwei Musiker zusammengeführt, die schon früher eng verbunden waren. Gemeinsam gründeten sie CROWN OF THORNS. Jetzt kreuzen sich ihre Wege erneut für ein gemeinsam Studioprojekt, das den Namen „American Trash“ trägt. Dass diese Platte nicht als neues Werk von CROWN OF THORNS deklariert wird, ist ganz nebenbei lobenswert. Denn seit dem zweiten richtigen Album „Breakthrough“ aus dem Jahr 1996 gehört Micki Free nicht mehr zum Line-Up. Folgerichtig ist die hier vorliegende Liedersammlung „nur“ ein gemeinsames Projekt. So richtig viel erinnert dann aber nicht an die ehemaligen Hopefuls des Melodic Rock. Und das, obwohl „American Trash“ für die beiden Protagonisten die logische Fortführung des Debüts darstellt.
Beinharte Fans werden das wohl anders sehen. Waren CROWN OF THORNS zwar immer schon etwas anders, stößt der ziemlich moderne Sound von „American Trash“ im ersten Augenblick etwas auf. Fakt ist aber auch, dass das Organ charismatischen Beauvoir tönt wie eh und je und er damit natürlich das wichtigste Erkennungsmerkmal von CROWN OF THORNS war bzw. ist. Klar ist aber auch, dass sich die Zeiten ändern und eine Band nicht an dem Punkt stehen bleibt, auch wenn sich das manche Fans wünschen würden.
Somit ist das etwas sperrige „Angels Cry“ mit seinen Keyboardteppichen und dem majestätischen Grundtenor eher etwas für die neue Scheibe von HOUSE OF LORDS. „Morning After“ ist da schon eher als Werk des stimmgewaltigen Irokesen zu erkennen. So richtig will die Stimmung aber nicht aufkommen. Das unfertig wirkende „Whiplash“ oder das rockige „Shotgun To The Heart“ zeigen zwar die Klasse des Duos und auch Balladen der Marke „Just Breathe“ sind schön anzuhören. Vom Hocker haut das bei aller Liebe aber nur wenige.
„American Trash“ mag zwar nicht ganz so schlecht sein wie sein Name vermuten lässt, an die Glanzzeiten der ehemaligen gemeinsamen Band CROWN OF THORNS kann die Scheibe aber bei Weitem nicht anknüpfen. Und angesichts der erdrückenden Konkurrenz ist dieses Projekt eher eine Randnotiz, was mir für die beiden wirklich herausragenden Musiker eigentlich sehr leid tut.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Angels Cry
2. Morning After
3. American Trash
4. Whiplash
5. Just Breathe
6. Shotgun To The Heart
7. Never Give Up
8. Cold Dark December
9. It´s Never Too Late
10. She´s A KO
11. There´s No Starting Over
Stefan
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