Mittwoch, 28. September 2011

SMOKEY FINGERS - Columbus Way

Band: Smokey Fingers
Album: Columbus Way
Spielzeit: 58:27 min
Plattenfirma: Tanzan Music
Veröffentlichung: 23.09.2011
Homepage: www.myspace.com/smokeyfingersband

Wenn ich mir das Cover der neuen Scheibe „Columbus Way“ von SMOKEY FINGERS so anschaue und das dazugehörige Logo samt Bandnamen, dann bin ich mittendrin im Südwesten der Vereinigten Staaten, wo die Straßen lang, einsam und staubig sind. Als ich dann im Info lese, dass SMOKEY FINGERS aus Italien kommen, kann ich es kaum glauben, denn auch ihr Sound ist purer amerikanischer Southern Rock, der alte Einflüsse wie LYNYRD SKYNYRD oder die ALLMANN BROTHERS gekonnt mit „neueren“ Sachen wie den Debütscheiben von JACKYL oder den BLACK CROWES vereinen. Herausgekommen ist eine ultracoole Platte, die richtig Spaß macht und die Sehnsucht nach den Weiten der USA im Verlauf der 12 Songs immer größer werden lässt. Und das mit all ihren typischen Dingen wie alten Tankstellen am Wegesrand, verrosteten Straßenschildern und verlassenen Goldgräbersiedlungen, die man in einem alten 67er Camaro an sich vorbeiziehen sieht. So, jetzt seid Ihr in der richtigen Welt, um gemeinsam mit dem italienischen Vierer den „Columbus Way“ zu beschreiten.

Der beginnt mit „Old Jack“, einem grandiosen Opener, perfekt – so muss Southern Rock der harten Sorte klingen. Der Anfang von „The Lover“ erinnert mich sehr an „Reach For Me“ von JACKYL, aber Sänger Gianluca Paterinti hat eine ganz andere Stimme als Jesse Dupree, sehr clean und trotzdem kraftvoll – sie passt perfekt zum Sound von SMOKEY FINGERS. Das Riff von „Chains Of Mind“ könnte schon fast von AC/DC sein, aber der Song an sich ist eine pure Southern Rock Perle. „Born To Run“ stammt mitnichten vom Boss BRUCE SPRINGSTEEN sondern ist vielmehr eine Hommage an alle Träumer, die nie zu alt werden, sich in diese Welt fallen zu lassen. „Ride To Love“ schlägt in eine ähnliche Kerbe und „Over The Line“ reiht sich ein in ein dreckiges Dutzend von Songs, das auch manchmal stark an MOLLY HATCHET erinnert. Wir sind bereits in der Mitte unseres Weges mit SMOKEY FINGERS angekommen und es hat sich bisher noch nicht ein Langweiler eingeschlichen. Im Gegenteil, aber mit „Die For The Glory“ haben die Jungs eine Nummer am Start, die als leichter Durchhänger bezeichnet werden könnte. Das hat der italienische Vierer aber mit „The Good Countryside“ gleich wieder im Griff und auch das ruhige „Sweet Tears“ (welches an den aktuellen KID ROCK-Sound erinnert) und „Country Road“ (erneut keine Adaption) ebnen gekonnt den Weg zu den beiden letzten Songs auf unserer Reise: „Crazy Woman“, verfeinert mit ein wenig Banjo, und der (langsame) Schlußspurt in Form von „Devil´s Song“ können gefallen und machen aus diesem Album mein liebstes im Genre Southern Rock seit langem!

SMOKEY FINGERS projezieren den Dreck der Route 66 und die Sehnsucht nach dem American Way Of Life direkt in Deinen CD-Player. „Columbus Way“ ist einfach großartig, cool, lässig und heavy!

WERTUNG:
Trackliste:

1.Old Jack
2.The Lover
3.Chains Of Mind
4.Born To Run
5.Over The Line
6.Die For The Glory
7.The Good Countryside
8.Sweet Tears
9.Country Road
10.Crazy Woman
11.Devil´s Song

Stefan

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