Band: The Wakewoods
Album: Get Outta My Way
Spielzeit: 44:10 min.
Stilrichtung: Classic Rock, Hardrock
Plattenfirma: Jayfish Records
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.thewakewoods.de
Können deutsche Bands in Sachen Energie, Songwriting und Performance gegen die internationale Konkurrenz anstinken? Das kommt oftmals auf das Genre an, in dem sich die Kapellen aus unserer Heimat bewegen. Mit THE WAKEWOODS kommt ein junger Vertreter ins Spiel, der die Retro-Szene gehörig aufmischen will. Schon das Cover Artwork zum plakativ benannten Debüt „Get Outta My Way“ zeigt, dass die Jungs in den Sechzigern und Siebzigern zu Hause sind. Die Brüder Ingo (Gesang, Bass) und Helge Siara (Gitarre) sowie Tobias Rachuj (Gitarre) und Till Reuter (Schlagzeug) – das sind THE WAKEWOODS. Seit 2010 besteht die Band, ihre ersten Sporen hat sich das Quartett aus Berlin Rock City mit vielen Autritten und einigen selbstfinanzierten EP´s verdient. So muss das sein. Dass sämtliche Songs aus eigener Feder stammen gehört zum guten Ton. Aufgenommen haben die Jungs ihr Longplay-Debüt in Hannover unter den Fittichen von Jan Rubach.
Dass die Aussie-Rocker JET ihre Spuren in den Gehirnen der Siara-Brüder hinterlassen haben, merkt man zu jeder Zeit. Aber auch die HIVES haben sich das Interesse der Berliner geweckt. Dass damit natürlich auch deren Vorbilder wie die BEATLES oder die ROLLING STONES im Sound des Albums verankert sind, ist eine klare Sache. Mit dem Titeltrack rocken THE WAKEWOODS los – und das durchaus knackig. Das lässige „Coffee, Whiskey, Cigarettes“ packt aber noch eine Schippe Coolness oben drauf. So kann das weitergehen. Und tatsächlich: Nummern wie das rifflastige „Can You Feel It“ oder „Sooner Or Later“ machen einfach gute Laune und animieren durchaus dazu, das Tanzbein zu schwingen.
THE WAKEWOODS ist eine hungrige deutsche Newcomerband, die mit „Get Outta My Way“ ein kurzweiliges, energetisches Statement auf Plasitk gebannt hat. Einziges Manko ist die Eigenständigkeit, denn die fehlt hier komplett. An allen Ecken und Enden lassen ihre Vorbilder grüßen – die meisten Songs klingen wie Left-Overs bereits bekannter Platten. Das soll nicht heißen, dass die Berliner zweitklassige Songs schreiben, sondern lediglich unterstreichen wie sehr THE WAKEWOODS am Tropf ihrer Vorbilder hängen – noch. Bleibt zu hoffen, dass sich die Jungs in Zukunft ein bisschen mehr trauen und mehr eigene Elemente in ihren Sound packen. Dann haben wir einen vielversprechenden Vertreter der Retroszene aus deutschen Landen, der sicher auch international durchstarten kann.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Get Outta My Way
2. Coffee, Whiskey, Cigarettes
3. Can´t You Feel It
4. Oh La La
5. Carolina
6. Sooner Or Later
7. Go Ahead
8. All The Plans We Had
9. What You Gonna Leave It For
10. Up And Gone Away
11. Why Do You Love This Man
12. Home
Stefan
Montag, 31. August 2015
Freitag, 28. August 2015
PENTAGRAM - Curious Volume
Band: Pentagram
Album: Curious Volume
Spielzeit: 43:13 min
Stilrichtung: Doom Metal
Plattenfirma: Peaceville Records
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.pentagramusa.com
Erst vor kurzem habe ich mir wieder mal die Dokumentation "Last days here" angesehen. Das ich jetzt die Möglichkeit habe, nochmal eine Scheibe der Doom-Legende PENTAGRAM zu besprechen erscheint mir unter den Eindrücken dieses intensiven und unglaublich persönlichen Einblickes in das Leben von Sänger Bobby Liebling immer noch wie ein Wunder. Seine "Auferstehung" ist damals kaum vorstellbar gewesen, was er live mittlerweile wieder abliefert einfach unglaublich.
Kümmern wir uns also um die aktuell brennendste Frage, wie klingen Bobby und PENTAGRAM 2015? Der Opener "Lay Down And Die" kommt etwas moderner und mit ordentlich Schwung aus den Boxen, ohne dabei nicht zu 100% nach PENTAGRAM zu klingen. Etwas traditioneller geht es weiter mit "The Tempter Push". Klassische Doomriffs, man hört Victor Griffins markantes Gitarrenspiel sofort raus. Bobby ist gesanglich richtig gut drauf. "Dead Bury Dead" setzt noch einen oben drauf, wirkt fast etwas verträumt, mein Favorit auf dem Album. "Earth Flight" legt dann wieder gut an Geschwindigkeit zu, ein treibender Rocker der ein wenig Stoner Flair verströmt. Erwähnenswert ist noch der Titeltrack, bei dem der Gesang von Bobby einfach nur großartig klingt. "Misunderstood" rockt dann wieder flott drauf los. Altes Eisen? Noch lange nicht!
Unfassbar was dieses Urgestein der Metalszene noch leisten kann. Seit 1971 (!) ist die Band aktiv, hat unvergessene Meisterwerke veröffentlicht. "Curious Volume" kann da natürlich nicht ganz mithalten, ein starkes Album ist es trotzdem geworden. Die Vorfreude auf das Hammer of Doom im November wächst mit jedem Tag, PENTAGRAM werden den Freitag headlinen und hoffentlich neben den unsterblichen Klassikern ein paar Songs von "Curious Volume" einstreuen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Lay Down And Die
02. The Tempter Push
03. Dead Bury Dead
04. Earth Flight
05. Walk Alone
06. Curious Volume
07. Misunderstood
08. Close The Casket
09. Sufferin'
10. The Devil's Playground
11. Because I Made It
Chris
Album: Curious Volume
Spielzeit: 43:13 min
Stilrichtung: Doom Metal
Plattenfirma: Peaceville Records
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.pentagramusa.com
Erst vor kurzem habe ich mir wieder mal die Dokumentation "Last days here" angesehen. Das ich jetzt die Möglichkeit habe, nochmal eine Scheibe der Doom-Legende PENTAGRAM zu besprechen erscheint mir unter den Eindrücken dieses intensiven und unglaublich persönlichen Einblickes in das Leben von Sänger Bobby Liebling immer noch wie ein Wunder. Seine "Auferstehung" ist damals kaum vorstellbar gewesen, was er live mittlerweile wieder abliefert einfach unglaublich.
Kümmern wir uns also um die aktuell brennendste Frage, wie klingen Bobby und PENTAGRAM 2015? Der Opener "Lay Down And Die" kommt etwas moderner und mit ordentlich Schwung aus den Boxen, ohne dabei nicht zu 100% nach PENTAGRAM zu klingen. Etwas traditioneller geht es weiter mit "The Tempter Push". Klassische Doomriffs, man hört Victor Griffins markantes Gitarrenspiel sofort raus. Bobby ist gesanglich richtig gut drauf. "Dead Bury Dead" setzt noch einen oben drauf, wirkt fast etwas verträumt, mein Favorit auf dem Album. "Earth Flight" legt dann wieder gut an Geschwindigkeit zu, ein treibender Rocker der ein wenig Stoner Flair verströmt. Erwähnenswert ist noch der Titeltrack, bei dem der Gesang von Bobby einfach nur großartig klingt. "Misunderstood" rockt dann wieder flott drauf los. Altes Eisen? Noch lange nicht!
Unfassbar was dieses Urgestein der Metalszene noch leisten kann. Seit 1971 (!) ist die Band aktiv, hat unvergessene Meisterwerke veröffentlicht. "Curious Volume" kann da natürlich nicht ganz mithalten, ein starkes Album ist es trotzdem geworden. Die Vorfreude auf das Hammer of Doom im November wächst mit jedem Tag, PENTAGRAM werden den Freitag headlinen und hoffentlich neben den unsterblichen Klassikern ein paar Songs von "Curious Volume" einstreuen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Lay Down And Die
02. The Tempter Push
03. Dead Bury Dead
04. Earth Flight
05. Walk Alone
06. Curious Volume
07. Misunderstood
08. Close The Casket
09. Sufferin'
10. The Devil's Playground
11. Because I Made It
Chris
CRIMSON SUN - Towards the Light
Band: Crimson Sun
Album: Towards the
Light
Spielzeit: 41:00 min
Stilrichtung: Melodic
Metal
Plattenfirma: Maple
Metal Records
Veröffentlichung:
03.08.2015
Homepage:
www.crimsonsun.net
Mal wieder
Newcomeralarm hier bei uns in der Rock-Garage! Die Band CRIMSON SUN
kommt aus Finnland und bringt dieser Tage ihr Debütalbum „Towards
the Light“ auf den Markt. Seit 2001 gibt es die Band schon,
Besetzungswechsel warfen die Bandplanungen aber immer wieder zurück
so das es bis ins Jahr 2013 dauerte bis die Debüt EP „The Border“
fertig war und man ein recht stabiles Line Up zusammen hatte.
Nun also zwei Jahre
nach der EP erscheint das erste komplette Album und wenn wir den
Vorschusslorbeeren glauben schenken können kommt da etwas
hoffnungsvolles auf uns zu, welches dem Melodic Metal Genre gut
stehen dürfte!
Die Jungs und das
Frontmädel zocken nämlich eingängigen Melodic Metal der immer mal
wieder seine Rock und Gothiceinflüsse nicht verleugnen kann.
Gestartet wird das
Album mit dem Opener „The Storm“ wo man sich nicht lange mit
Vorreden aufhält und gleich zur Sache kommt.
Mit ordentlich
Keyboardunterstützung groovt sich die Nummer nach vorne und der
Gesang von Fronterin Sini Seppälä ist ebenfalls absolut im grünen
Bereich. Mal endlich eine Dame die nicht die Opernstimme auspackt
sondern eine gescheite Metal/Rockröhre hat! Zusätzlich hat der
Track eine tolle Melodie und einen Chorus der einen sofort mit zieht,
so muss ein Einstand nach Maß sich anhören!
Beim Song Nummero Zwo
„Eye of the Beholder“ geht man eigentlich recht ähnlich vor,
auch wenn hier die Melodie wesentlich schleppender ist schafft es der
Song dann doch mit seinem tollen Chorus zu punkten und zu überzeugen.
Der erste kleine
Durchhänger kommt dann mit „Awaken“ bevor man diesen Lapsus aber
relativ schnell mit den anschließenden Bombentracks „Towards the
Light“, „The Herald“ und „Portrait of a Ghost“ wieder
ausbügelt.
Aber auch danach
leistet sich die Truppe eigentlich keinen Durchhänger, denn mit
„Enter the Silence“, „The Spark“ oder dem abschließenden
„Memories Burning“ hat man weitere bärenstarke Tracks in der
Hinterhand.
Man merkt einfach zu
jeder Sekunde das sich die Band viel Zeit genommen hat um die Tracks
auszuarbeiten und so schafft man hier abschließend ein erstklassiges
Debütalbum was schön kurzweilig ist und nie langweilig wird!
Anspieltipps:
“The Storm”,
“Towards the Light”, “The Herald”, “The Spark” sowie
“Memories Burning” sind hier die überzeugendsten Tracks.
Fazit :
CRIMSON SUN sind
endlich mal wieder ein sehr hoffnungsvoller Newcomer im female
fronted Melodic/Gothic Metalbereich! Mit toll, ausgearbeiteten Songs,
einer charismatischen Frontstimme die auch mal wieder abseits der
ständigen Openerstimmen agiert, sowie einer ordentlich Produktion
schafft man es ohne Probleme in unseren Toppunktebereich!
Für ein Debütalbum
ist das mehr als beachtlich und ich hoffe wir hören noch viel von
der Band.
Fans des Genre sollten
sich diesen tollen Newcomer auf jeden Fall nicht entgehen lassen!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
The Storm
02.
Eye of the Beholder
03.
Awaken
04.
Towards the Light
05.
The Herald
06.
Portrait of a Ghost
07.
Enter the Silence
08.
The Spark
09.
Clockwork Heart
10.
Memories Burning
Julian
SHADOWKILLER - Until the War is won
Band: Shadowkiller
Album: Until the War is
won
Spielzeit: 54:34 min
Stilrichtung: Power
Metal
Plattenfirma: Pure
Steel Records
Veröffentlichung:
28.08.2015
Homepage:
www.shadowkillerband.com
Die amerikanischen
Power Metaller von SHADOWKILLER sind klamm heimlich beim deutschen
Label Pure Steel Records untergekommen. Was sicherlich nicht die
schlechtes Wahl ist! Ihr Debütalbum „Slaves of Egypt“
veröffentlichten sie 2013 über Stormspell Records und nun erscheint
dieser Tage mit „Until the War is won“ nun ihr nächstes
Konzeptalbum über Pure Steel.
Freunde von progressiv
angehauchten Power Metal können sich den Veröffentlichungstag schon
mal ganz fett im Kalender anstreichen, denn die Jungs gelten als
kleiner Geheimtipp der Szene.
Mal schauen wie uns der
Opener „Flames of War“ gefällt. Nach einer Minute Anlaufzeit
kommt der Song richtig in Schwung und kann direkt mit dem tighten
Schlagzeugspiel und den melodischen Gitarrenriffs begeistern. Der
Gesang von Fronter Joe ist ebenfalls im absolut angenehmen Bereich
und auch der Chorus geht in Ordnung. Als Beginn schon mal nicht
schlecht, eine Steigerung ist aber definitiv noch möglich.
Diese Steigerung folgt
dann auch direkt auf dem Fuße den mit „Generation Strong“ und
„Legacy“ hat man zwei Bombentracks am Start die direkt ins Ohr
gehen und für Freunde des Genre ein Ohrenschmaus darstellen sollten!
Etwas verspielter geht
man dann bei den beiden folgenden Tracks „A Price for Freedom“
und „Staring into Oblivion“ zu Werke, was aber nicht heißt das
die Nummern langatmig oder schwer zugängig sind, ganz im Gegenteil
man schafft es hier ohne Probleme den Hörer bei der Stange zu
halten.
Also bisher kann man
hier von einem gelungenen neuen Album sprechen, mal schauen ob auch
die vier letzten Tracks das Qualitätsniveau halten können?
Joa im Großen und
Ganzen kann man auch mit den letzten Nummern zufrieden sein, zwar
kann man hier vielleicht in Gänze nicht mehr ganz so glänzen wie zu
Beginn der Scheibe, aber mit den beiden letzten Songs „Until
the War is won“ und „We
stand unbroken“ hat man dann doch noch zwei
Kracher an Bord die überzeugen können und die der Platte einen
runden und gelungenen Abschluss verschaffen.
Anspieltipps:
“Generation Strong”,
“Legacy”, “A Price for Freedom” sowie “Until the War is
won” sind hier direkt zu nennen.
Fazit :
SHADOWKILLER bieten uns
auf ihrem neuen Album genau das was man von der Promobeschreibung
erwarten konnte. Handwerklich gut gemachter Power Metal der immer
wieder in die progressive Schiene abrutscht, aber weit entfernt ist
von der typischen US Metalecke.
Und das die Platte
genauso ist, das ist echt gut so! Denn nichts wäre langweiliger
gewesen als die xte US Metal Kombo die nach Schema F vorgeht.
Die Jungs hier brechen
da schön aus und haben ein starkes Konzeptalbum im Gepäck mit dem
die genannte Zielgruppe auf jeden Fall zufrieden sein wird!
Geheimtippstatus
bestätigt sage ich da nur.
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Flames of War
02.
Generation Strong
03.
Legacy
04.
A Price for Freedom
05.
Staring into Oblivion
06.
Survival
07.
The Blood of Many
08.
Until the War is won
09.
We stand unbroken
Julian
Mittwoch, 26. August 2015
BLACK TRIP - Shadowline
Band: Black Trip
Album: Shadowline
Spielzeit: 41:53 min
Stilrichtung: Heavy Metal / Classic Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.blacktrip.se
Die Veröffentlichung des BLACK TRIP Debüt Albums ist noch gar nicht so lange her (siehe Rezi HIER) und schon kommt das gemischte schwedische Quintett mit einer neuen Scheibe um die Ecke. Produziert wurde "Shadowline" von Nicke Andersson (Entombed, Hellacopters, Imperial State Electric) in dessen ´The Honk Palace` Studio und die Jungs haben es tatsächlich geschafft dem guten Vorgänger einen mehr als ebenbürtigen Nachfolder zur Seite zu stellen. Wenn Sänger Joseph Tholl (auch zusammen mit Drummer Jonas Wikstrand bei den Speedern Enforcer tätig) im Promo-Text davon erzählt, dass die Truppe um die beiden ehemaligen Nifelheim-Gitarristen Peter Stjärnvind und Sebastian Ramstedt in den vergangen 2 Jahren als Einheit zusammengewachsen ist und zu einer eigenen Identität gefunden hat, dann ist das nicht nur das übliche Geschwätz sondern zur Abwechslung auch mal die (hörbare) Wahrheit. "Shadowline" ist ein in so ziemlich allen Belangen verbessertes Album, das immer noch von der Mischung aus Thin Lizzy Huldigung und Iron Maiden Verneigung angetrieben wird und im Vergleich zu den zahlreichen Konkurrenten einen ausdrücklichen Vorteil in der Hinterhand hat: packende, griffige Songs - mit Hooklines und nachvollziehbaren Arrangements.
Vom flotten Opener "Die With Me", über die begnadeten Ohrwürmer “Shadowline” und „Subvisual Sleep“ bis zum beinahe schon hipp swingenden “Berlin Model 32” können BLACK TRIP auf ganzer Linie überzeugen. Und ganz nebenbei dient „Shadowline“ mal wieder als perfekter Beweis dafür, dass knapp 42 Minuten satt und genug für ein Album sind (2 Scheiben auf eine 90er Kassette, erinnert sich noch jemand?). Einziges Haar in der Suppe sind die etwas belanglosen Gitarrensoli die ganz nett aber auch recht uninspiriert sind. Als Entschädigung gibt es (für schwedische Retro-Combos eigentlich ungewohnt) einige Variationen in den Gitarrensounds und Tholl hat im Vergleich zum Debüt nochmals ordentlich an Profil zugelegt.
Konnte das Debüt bei mir zwar durchaus ein paar erfreuliche Runden im Player drehen, so hinterliessen BLACK TRIP mit ihrem Erstling noch nicht den bleibenden Eindruck. Das hat sich nun mit „Shadowline“ grundlegend geändert, denn die Band hat einen grossen Schritt nach vorne gemacht und ein schlicht grandioses Stück Rock vorgelegt. Antesten unbedingt empfohlen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Die With Me
02. Danger
03. Shadowline
04. Berlin Model 32
05. Over The Worldly Walls
06. Clockworks
07. Rooms
08. Subvisual Sleep
09. Sceneries
10. The Storm
11. Coming Home
Mario
Album: Shadowline
Spielzeit: 41:53 min
Stilrichtung: Heavy Metal / Classic Rock
Plattenfirma: Steamhammer / SPV
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.blacktrip.se
Die Veröffentlichung des BLACK TRIP Debüt Albums ist noch gar nicht so lange her (siehe Rezi HIER) und schon kommt das gemischte schwedische Quintett mit einer neuen Scheibe um die Ecke. Produziert wurde "Shadowline" von Nicke Andersson (Entombed, Hellacopters, Imperial State Electric) in dessen ´The Honk Palace` Studio und die Jungs haben es tatsächlich geschafft dem guten Vorgänger einen mehr als ebenbürtigen Nachfolder zur Seite zu stellen. Wenn Sänger Joseph Tholl (auch zusammen mit Drummer Jonas Wikstrand bei den Speedern Enforcer tätig) im Promo-Text davon erzählt, dass die Truppe um die beiden ehemaligen Nifelheim-Gitarristen Peter Stjärnvind und Sebastian Ramstedt in den vergangen 2 Jahren als Einheit zusammengewachsen ist und zu einer eigenen Identität gefunden hat, dann ist das nicht nur das übliche Geschwätz sondern zur Abwechslung auch mal die (hörbare) Wahrheit. "Shadowline" ist ein in so ziemlich allen Belangen verbessertes Album, das immer noch von der Mischung aus Thin Lizzy Huldigung und Iron Maiden Verneigung angetrieben wird und im Vergleich zu den zahlreichen Konkurrenten einen ausdrücklichen Vorteil in der Hinterhand hat: packende, griffige Songs - mit Hooklines und nachvollziehbaren Arrangements.
Vom flotten Opener "Die With Me", über die begnadeten Ohrwürmer “Shadowline” und „Subvisual Sleep“ bis zum beinahe schon hipp swingenden “Berlin Model 32” können BLACK TRIP auf ganzer Linie überzeugen. Und ganz nebenbei dient „Shadowline“ mal wieder als perfekter Beweis dafür, dass knapp 42 Minuten satt und genug für ein Album sind (2 Scheiben auf eine 90er Kassette, erinnert sich noch jemand?). Einziges Haar in der Suppe sind die etwas belanglosen Gitarrensoli die ganz nett aber auch recht uninspiriert sind. Als Entschädigung gibt es (für schwedische Retro-Combos eigentlich ungewohnt) einige Variationen in den Gitarrensounds und Tholl hat im Vergleich zum Debüt nochmals ordentlich an Profil zugelegt.
Konnte das Debüt bei mir zwar durchaus ein paar erfreuliche Runden im Player drehen, so hinterliessen BLACK TRIP mit ihrem Erstling noch nicht den bleibenden Eindruck. Das hat sich nun mit „Shadowline“ grundlegend geändert, denn die Band hat einen grossen Schritt nach vorne gemacht und ein schlicht grandioses Stück Rock vorgelegt. Antesten unbedingt empfohlen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Die With Me
02. Danger
03. Shadowline
04. Berlin Model 32
05. Over The Worldly Walls
06. Clockworks
07. Rooms
08. Subvisual Sleep
09. Sceneries
10. The Storm
11. Coming Home
Mario
KADAVAR - Berlin
Band: Kadavar
Album: Berlin
Spielzeit: 52:20 min.
Stilrichtung: Retro-Rock
Plattenfirma: Nuclear Blasst
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.facebook.com/kadavarofficial
Berlin ist ohne Zweifel eine tolle Stadt! Und aus der zerrissenen Metropole wird eines Tages Eins werden – genau wie aus dem ganzen Land - hoffentlich. Wenn nicht jetzt, dann vielleicht in der nächsten Generation. Aber das ist ein komplett anderes Thema. Unzählige Künstler haben dieser Stadt schon gehuldigt. Dazu gibt es sogar eine lange Liste bei Wikipedia. Auch die Retro-Rocker KADAVAR reihen sich nun in diese Aufzählung ein, und zwar gleich mit einem ganzen Album. Denn Christoph „Lupus“ Lindemann (Gesang, Gitarre), Simon „Dragon“ Bouteloup (Bass) und Christoph „Tiger“ Bartelt (Schlagzeug) haben ihr drittes Langspielwerk ganz einfach nach ihrer mittlerweile gemeinsamen Heimat benannt. Dabei haben die Wüstensöhne aus der Hauptstadt nicht wirklich viel Zeit dort verbracht in der letzten Zeit. Ausgedehnte Tourneen auf der ganzen Welt (mit „Live In Antwerp“ gibt es dazu ein adäquates Tondokument – Rezi HIER http://rock-garage-magazine.blogspot.de/2014/06/kadavar-live-in-antwerp.html) haben für das Trio die Zeit zwischen dem Vorgängeralbum „Abra Kadavar“ (Rezi HIER http://rock-garage-magazine.blogspot.de/2013/05/kadaver-abra-kadaver.html) und dem neuen Dreher extrem verkürzt. Auf ihren Reisen durch die verschiedensten Länder der Erde haben sie nicht nur Schönes erlebt, was sich letztendlich aber als Zerreißprobe herausgestellt hat und die Band noch weiter zusammengeschweißt hat. Über 200 Konzerte haben KADAVAR in den letzten eineinhalb Jahren gegeben, da war es selbstverständlich, dass auch „Berlin“ wieder live eingespielt wird. Analog versteht sich.
Braucht die Welt eine weitere Retro-Band hat sich unser Chris in seiner Rezension zu „Abra Kadavar“ gefragt. Eine Frage, die er zwar im Falle dieses Trios mit einem klaren „Ja“ beantworten konnte, ich greife diese Frage gut zwei Jahre später aber gerne noch einmal auf. Der Retro-Markt war damals schon überfüllt, mittlerweile ist er kurz vor dem Zerplatzen – zumindest gefühlt. Da ist es scheinbar ein Vorteil, dass KADAVAR bereits seit einigen Jahren unterwegs sind. Auf „Berlin“ zelebrieren sie ihren Mix aus BLACK SABBATH und anderen Siebziger-Helden erneut sehr gekonnt. Natürlich standen auch andere Wüstenrocker der neueren Generation wie frühe MONSTER MAGNET Pate. Aber das ist mittlerweile ein alter Hut und traf auch schon für die ersten beiden Alben zu.
Laut Aussage der Band hat man sich dieses Mal noch weiter in Songwriting und Arrangements vergraben und hat weitaus mehr Zeit im Studio verbracht als je zuvor. Im Grunde ist „Berlin“ dennoch ein spontanes, herrlich altmodisches aber auch ambitioniertes Album geworden. Speziell am Anfang können KADAVAR mit „Lord Of The Sky“, „Last Living Dinosaur“ oder „Thousand Miles Away From Home“ extrem stark loslegen. Später kommen Songs wie das filigrane „The Old Man“ oder eine obskure Coverversion von „Reich der Träume“ besonders gut. Als Bonus Track benannt stellt die Adaption dieses Stücks der deutschen Sängerin/Schauspielerin/Model NICO für viele Hardrocker sicher ein zweischneidiges Schwert dar. NICO war Frontfrau bei THE VELVET UNDERGROUND, ursprünglich erschien mit „Realms Of Dreams“ eine englische Version. KADAVAR gelingt dennoch ein Spagat zwischen den beiden Welten.
Auch im Fazit schließe ich mich meinem „Vorredner“ Chris an: im Falle von KADAVAR braucht die Welt eine weitere Retro-Kapelle. „Berlin“ ist ein starkes Statement – stark genug um gegen die internationale Konkurrenz zu bestehen und leidenschaftlich genug, um die Szene zu beindrucken.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Lord Of The Sky
2. Last Living Dinosaur
3. Thousand Miles Away From Home
4. Filthy Illusion
5. Pale Blue Eyes
6. Stolen Dreams
7. The Old Man
8. Spanish Wild Rose
9. See The World With Your Own Eyes
10. Circles In My Mind
11. Into The Night
12. Reich der Träume (Bonus Track)
Stefan
Album: Berlin
Spielzeit: 52:20 min.
Stilrichtung: Retro-Rock
Plattenfirma: Nuclear Blasst
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.facebook.com/kadavarofficial
Berlin ist ohne Zweifel eine tolle Stadt! Und aus der zerrissenen Metropole wird eines Tages Eins werden – genau wie aus dem ganzen Land - hoffentlich. Wenn nicht jetzt, dann vielleicht in der nächsten Generation. Aber das ist ein komplett anderes Thema. Unzählige Künstler haben dieser Stadt schon gehuldigt. Dazu gibt es sogar eine lange Liste bei Wikipedia. Auch die Retro-Rocker KADAVAR reihen sich nun in diese Aufzählung ein, und zwar gleich mit einem ganzen Album. Denn Christoph „Lupus“ Lindemann (Gesang, Gitarre), Simon „Dragon“ Bouteloup (Bass) und Christoph „Tiger“ Bartelt (Schlagzeug) haben ihr drittes Langspielwerk ganz einfach nach ihrer mittlerweile gemeinsamen Heimat benannt. Dabei haben die Wüstensöhne aus der Hauptstadt nicht wirklich viel Zeit dort verbracht in der letzten Zeit. Ausgedehnte Tourneen auf der ganzen Welt (mit „Live In Antwerp“ gibt es dazu ein adäquates Tondokument – Rezi HIER http://rock-garage-magazine.blogspot.de/2014/06/kadavar-live-in-antwerp.html) haben für das Trio die Zeit zwischen dem Vorgängeralbum „Abra Kadavar“ (Rezi HIER http://rock-garage-magazine.blogspot.de/2013/05/kadaver-abra-kadaver.html) und dem neuen Dreher extrem verkürzt. Auf ihren Reisen durch die verschiedensten Länder der Erde haben sie nicht nur Schönes erlebt, was sich letztendlich aber als Zerreißprobe herausgestellt hat und die Band noch weiter zusammengeschweißt hat. Über 200 Konzerte haben KADAVAR in den letzten eineinhalb Jahren gegeben, da war es selbstverständlich, dass auch „Berlin“ wieder live eingespielt wird. Analog versteht sich.
Braucht die Welt eine weitere Retro-Band hat sich unser Chris in seiner Rezension zu „Abra Kadavar“ gefragt. Eine Frage, die er zwar im Falle dieses Trios mit einem klaren „Ja“ beantworten konnte, ich greife diese Frage gut zwei Jahre später aber gerne noch einmal auf. Der Retro-Markt war damals schon überfüllt, mittlerweile ist er kurz vor dem Zerplatzen – zumindest gefühlt. Da ist es scheinbar ein Vorteil, dass KADAVAR bereits seit einigen Jahren unterwegs sind. Auf „Berlin“ zelebrieren sie ihren Mix aus BLACK SABBATH und anderen Siebziger-Helden erneut sehr gekonnt. Natürlich standen auch andere Wüstenrocker der neueren Generation wie frühe MONSTER MAGNET Pate. Aber das ist mittlerweile ein alter Hut und traf auch schon für die ersten beiden Alben zu.
Laut Aussage der Band hat man sich dieses Mal noch weiter in Songwriting und Arrangements vergraben und hat weitaus mehr Zeit im Studio verbracht als je zuvor. Im Grunde ist „Berlin“ dennoch ein spontanes, herrlich altmodisches aber auch ambitioniertes Album geworden. Speziell am Anfang können KADAVAR mit „Lord Of The Sky“, „Last Living Dinosaur“ oder „Thousand Miles Away From Home“ extrem stark loslegen. Später kommen Songs wie das filigrane „The Old Man“ oder eine obskure Coverversion von „Reich der Träume“ besonders gut. Als Bonus Track benannt stellt die Adaption dieses Stücks der deutschen Sängerin/Schauspielerin/Model NICO für viele Hardrocker sicher ein zweischneidiges Schwert dar. NICO war Frontfrau bei THE VELVET UNDERGROUND, ursprünglich erschien mit „Realms Of Dreams“ eine englische Version. KADAVAR gelingt dennoch ein Spagat zwischen den beiden Welten.
Auch im Fazit schließe ich mich meinem „Vorredner“ Chris an: im Falle von KADAVAR braucht die Welt eine weitere Retro-Kapelle. „Berlin“ ist ein starkes Statement – stark genug um gegen die internationale Konkurrenz zu bestehen und leidenschaftlich genug, um die Szene zu beindrucken.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Lord Of The Sky
2. Last Living Dinosaur
3. Thousand Miles Away From Home
4. Filthy Illusion
5. Pale Blue Eyes
6. Stolen Dreams
7. The Old Man
8. Spanish Wild Rose
9. See The World With Your Own Eyes
10. Circles In My Mind
11. Into The Night
12. Reich der Träume (Bonus Track)
Stefan
VALERIE - Young Hunger
Band: Valerie
Album: Young Hunger
Spielzeit: 46:14 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Demon Doll Records
Veröffentlichung: 30.05.2015
Homepage: www.valerie.no
Mit ihrem selbstbetitelten Debüt (Rezi HIER) machten die Youngster von VALERIE vor drei Jahren ordentlich auf sich aufmerksam. Achtziger Melodic Rock stand auf dem Programm. Und die Tatsache, dass die Jungs erst knapp 20 Jahre alt waren, ließ diesen 8-Tracker in sehr gutem Licht erscheinen. Seit dem vielversprechenden Anfang ist nun einigen Zeit vergangen und so mancher dachte nicht mehr an ein zweites Album. Das erscheint nun mit „Young Hunger“ aber doch noch. Gut Ding will eben Weile haben. Auch anno 2015 steht Scandi-Rock bei den Norwegern hoch im Kurs, das Grundrezept ist also gleich geblieben. Auch das Line-Up ist identisch zum Erstling, auch das sollte ein positiver Aspekt sein, die Band ist noch weiter zusammengewachsen.
Für das neue Album arbeiteten die Norweger erneut mit Produzent Bard Torstensen zusammen und niemand geringeres als Beau Hill kontaktierte die Jungs und bot an, die neue Platte zu mischen, nachdem er den Song „Night After Night“ gehört hatte (die ebenfalls auf der bereits erschienenen EP „Dangerous“ enthalten war). Vom Hochglanz-Sound der Achtziger ist „Young Hunger“ (zum Glück) weit entfernt, ein wenig mehr Druck hätte der Scheibe dennoch gut getan.
Kommen wir zu den Songs: da legten VALERIE auf ihrem Debüt ordentlich vor. Stücke wie It´s Not Love – It´s Not War“, „When Two Hearts Collide“ oder „Heat Of The Night“ waren schon nicht von schlechten Eltern. Und so beginnt Album Nummero zwo mit dem bereits bekannten “Night After Night”. Ein guter Song, wenngleich der Aha-Effekt des Debüt´s natürlich nicht mehr da ist. Sämtliche Vorschusslorbeeren haben VALERIE bereits aufgebraucht. Das etwas hüftsteife „Love & Affection“ kann nicht wirklich punkten. Zum Glück folgt mit „Bye Bye“ eine richtig gute Nummer, die die Frische des Debüts wiederspiegelt. In einem kurzen Piano-Intro wird das Thema des Openers aufgenommen, bevor es dann einen treibenden Song auf die Ohren gibt.
„Firm Believer“ läuft leider unter der Rubrik Langweiler und im weiteren Verlauf sind Stücke wie „All I Want (All I Need“, „Get Ready“ (auch wenn es nur der Bonus Track ist) oder „Dance (Heart To Heart)“ einfach zu durchsichtig. Das satte Riffing von „No Way Back“ oder der starke Titeltrack lassen aber die Hoffnung nicht sterben, dass sich VALERIE für ihr drittes Album wieder auf ihre Stärken besinnen und vielleicht weniger den Kopf einschalten sondern mehr aus dem Bauch heraus an die Sache herangehen.
Leider können die Norweger die Erwartungen nicht erfüllen, die ihr erstes Lebenszeichen hervorgerufen hat. Dennoch finden sich auch auf „Young Hunger“ einige sehr gute Songs. Vorher anchecken ist da angesagt. Underground-Lieberhaben sollten dies aber dennoch tun. Wenn VALERIE ihr Potential voll ausschöpfen, dürfte noch einiges mehr drin sein…
WERTUNG:
Trackliste:
1. Night After Night
2. Love & Affection
3. Bye, Bye
4. Firm Believer
5. All I Want (All I Need)
6. No Way Back
7. Young Hunger
8. The Last Time
9. Dance (Heart To Heart)
10. Together As One
11. Get Ready (Bonus Track)
Stefan
Album: Young Hunger
Spielzeit: 46:14 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Demon Doll Records
Veröffentlichung: 30.05.2015
Homepage: www.valerie.no
Mit ihrem selbstbetitelten Debüt (Rezi HIER) machten die Youngster von VALERIE vor drei Jahren ordentlich auf sich aufmerksam. Achtziger Melodic Rock stand auf dem Programm. Und die Tatsache, dass die Jungs erst knapp 20 Jahre alt waren, ließ diesen 8-Tracker in sehr gutem Licht erscheinen. Seit dem vielversprechenden Anfang ist nun einigen Zeit vergangen und so mancher dachte nicht mehr an ein zweites Album. Das erscheint nun mit „Young Hunger“ aber doch noch. Gut Ding will eben Weile haben. Auch anno 2015 steht Scandi-Rock bei den Norwegern hoch im Kurs, das Grundrezept ist also gleich geblieben. Auch das Line-Up ist identisch zum Erstling, auch das sollte ein positiver Aspekt sein, die Band ist noch weiter zusammengewachsen.
Für das neue Album arbeiteten die Norweger erneut mit Produzent Bard Torstensen zusammen und niemand geringeres als Beau Hill kontaktierte die Jungs und bot an, die neue Platte zu mischen, nachdem er den Song „Night After Night“ gehört hatte (die ebenfalls auf der bereits erschienenen EP „Dangerous“ enthalten war). Vom Hochglanz-Sound der Achtziger ist „Young Hunger“ (zum Glück) weit entfernt, ein wenig mehr Druck hätte der Scheibe dennoch gut getan.
Kommen wir zu den Songs: da legten VALERIE auf ihrem Debüt ordentlich vor. Stücke wie It´s Not Love – It´s Not War“, „When Two Hearts Collide“ oder „Heat Of The Night“ waren schon nicht von schlechten Eltern. Und so beginnt Album Nummero zwo mit dem bereits bekannten “Night After Night”. Ein guter Song, wenngleich der Aha-Effekt des Debüt´s natürlich nicht mehr da ist. Sämtliche Vorschusslorbeeren haben VALERIE bereits aufgebraucht. Das etwas hüftsteife „Love & Affection“ kann nicht wirklich punkten. Zum Glück folgt mit „Bye Bye“ eine richtig gute Nummer, die die Frische des Debüts wiederspiegelt. In einem kurzen Piano-Intro wird das Thema des Openers aufgenommen, bevor es dann einen treibenden Song auf die Ohren gibt.
„Firm Believer“ läuft leider unter der Rubrik Langweiler und im weiteren Verlauf sind Stücke wie „All I Want (All I Need“, „Get Ready“ (auch wenn es nur der Bonus Track ist) oder „Dance (Heart To Heart)“ einfach zu durchsichtig. Das satte Riffing von „No Way Back“ oder der starke Titeltrack lassen aber die Hoffnung nicht sterben, dass sich VALERIE für ihr drittes Album wieder auf ihre Stärken besinnen und vielleicht weniger den Kopf einschalten sondern mehr aus dem Bauch heraus an die Sache herangehen.
Leider können die Norweger die Erwartungen nicht erfüllen, die ihr erstes Lebenszeichen hervorgerufen hat. Dennoch finden sich auch auf „Young Hunger“ einige sehr gute Songs. Vorher anchecken ist da angesagt. Underground-Lieberhaben sollten dies aber dennoch tun. Wenn VALERIE ihr Potential voll ausschöpfen, dürfte noch einiges mehr drin sein…
WERTUNG:
Trackliste:
1. Night After Night
2. Love & Affection
3. Bye, Bye
4. Firm Believer
5. All I Want (All I Need)
6. No Way Back
7. Young Hunger
8. The Last Time
9. Dance (Heart To Heart)
10. Together As One
11. Get Ready (Bonus Track)
Stefan
Montag, 24. August 2015
BACKYARD BABIES - Four By Four
Band: Backyard Babies
Album: Four By Four
Spielzeit: 34:57 min.
Stilrichtung: Rock´n Roll, Hair Metal
Plattenfirma: Gain Music
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.backyardbabies.com
Lange war es still um die BACKYARD BABIES – genauer gesagt fünf Jahre. In dieser Zeit gönnten sich die Schweden eine Pause. Gitarrist Dregen stieg u.a. bei HANOI ROCKS Ikone MICHAEL MONROE ein und lieferte mit „Horns And Halos“ (2013 – Rezi HIER) ein wunderbares Album ab. Jetzt aber ist die Zeit reif, um mit „Four By Four“ das siebte Langeisen vorzulegen. Laut eigenen Aussagen hatten die Schweden Zeit, um auf ihr bisheriges Schaffen zurückzublicken und mit neuem Anlauf die Essenz des bandeigenen Sounds auf die neue Scheibe zu packen. Mit gerade mal neun Songs fällt diese auch nicht gerade üppig aus. Wenn aber nach diesen 35 Minuten der Nacken schmerzt und die Augen leuchten, ist alles im Lot.
Den Anfang macht gleich die erste Single „Th1rt3en Or Nothing“. Mit lässigem Riffing und gnadenlosem Beat legen sich die BACKYARD BABIES gleich mal ein dickes Ei ins Nest. Natürlich im positiven Sinne, denn das hier ist purer Rock´n Roll – ohne Schnick Schnack, schroff und hervorragend gespielt. Das anschließende „I´m On My Way To Save Your Rock´n Roll“ geht etwas punkigere Wege mit mehr Melodie und mehr Schmackes. „White Light District“ ist ein Song ganz im Zeichen der eigenen Vergangenheit. Nachdem das balladeske „Bloody Tears“ den Fuss etwas vom Gas genommen hat, legen die BACKYARD BABIES bei „Piracy“ wieder eine ordentliche Schippe drauf. Amerikanischen Bands wie SUM 41 oder BLINK 182 gar nicht unähnlich rocken sich die Schweden neben „Piracy“ auch bei „Never Finish Anything“ unerhört gut. Das etwas country-lastige „Mirrors (Shall Be Broken)“ ist eine willkommene Abwechslung. Mit dem abschließenden „Walls“ legt man zudem noch einen reichlich ungewöhnlichen Song vor.
„Rock ist nicht tot“ sagt Dregen, und die BACKYARD BABIES sowieso nicht. Ein Grund dafür könnte das neue Werk der Schweden sein. „Four By Four“ hat neben einer großen Bandbreite jede Menge tolle Ideen und natürlich eine großartige spielerische Umsetzung. Die BACKYARD BABIES sind zurück – wenn sie jemals richtig weg waren. Toll!
WERTUNG:
Trackliste:
1. Th1rt3en Or Nothing
2. I´m On My Way To Save Your Rock´n Roll
3. White Light District
4. Bloody Tears
5. Piracy
6. Never Finish Anything
7. Mirrors (Shall Be Broken)
8. Wasted Years
9. Walls
Stefan
Album: Four By Four
Spielzeit: 34:57 min.
Stilrichtung: Rock´n Roll, Hair Metal
Plattenfirma: Gain Music
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.backyardbabies.com
Lange war es still um die BACKYARD BABIES – genauer gesagt fünf Jahre. In dieser Zeit gönnten sich die Schweden eine Pause. Gitarrist Dregen stieg u.a. bei HANOI ROCKS Ikone MICHAEL MONROE ein und lieferte mit „Horns And Halos“ (2013 – Rezi HIER) ein wunderbares Album ab. Jetzt aber ist die Zeit reif, um mit „Four By Four“ das siebte Langeisen vorzulegen. Laut eigenen Aussagen hatten die Schweden Zeit, um auf ihr bisheriges Schaffen zurückzublicken und mit neuem Anlauf die Essenz des bandeigenen Sounds auf die neue Scheibe zu packen. Mit gerade mal neun Songs fällt diese auch nicht gerade üppig aus. Wenn aber nach diesen 35 Minuten der Nacken schmerzt und die Augen leuchten, ist alles im Lot.
Den Anfang macht gleich die erste Single „Th1rt3en Or Nothing“. Mit lässigem Riffing und gnadenlosem Beat legen sich die BACKYARD BABIES gleich mal ein dickes Ei ins Nest. Natürlich im positiven Sinne, denn das hier ist purer Rock´n Roll – ohne Schnick Schnack, schroff und hervorragend gespielt. Das anschließende „I´m On My Way To Save Your Rock´n Roll“ geht etwas punkigere Wege mit mehr Melodie und mehr Schmackes. „White Light District“ ist ein Song ganz im Zeichen der eigenen Vergangenheit. Nachdem das balladeske „Bloody Tears“ den Fuss etwas vom Gas genommen hat, legen die BACKYARD BABIES bei „Piracy“ wieder eine ordentliche Schippe drauf. Amerikanischen Bands wie SUM 41 oder BLINK 182 gar nicht unähnlich rocken sich die Schweden neben „Piracy“ auch bei „Never Finish Anything“ unerhört gut. Das etwas country-lastige „Mirrors (Shall Be Broken)“ ist eine willkommene Abwechslung. Mit dem abschließenden „Walls“ legt man zudem noch einen reichlich ungewöhnlichen Song vor.
„Rock ist nicht tot“ sagt Dregen, und die BACKYARD BABIES sowieso nicht. Ein Grund dafür könnte das neue Werk der Schweden sein. „Four By Four“ hat neben einer großen Bandbreite jede Menge tolle Ideen und natürlich eine großartige spielerische Umsetzung. Die BACKYARD BABIES sind zurück – wenn sie jemals richtig weg waren. Toll!
WERTUNG:
Trackliste:
1. Th1rt3en Or Nothing
2. I´m On My Way To Save Your Rock´n Roll
3. White Light District
4. Bloody Tears
5. Piracy
6. Never Finish Anything
7. Mirrors (Shall Be Broken)
8. Wasted Years
9. Walls
Stefan
NEWMAN - The Elegance Machine
Band: Newman
Album: The Elegance Machine
Spielzeit: 56:44 min.
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.newmansound.com
Das neue Werk „The Elegance Machine“ ist das schon das vierte, das ich für den britischen Gitarristen, Sänger und Songschreiber Steve NEWMAN besprechen darf. Zwei davon findet Ihr in unserer Rock Garage („Under Southern Skies“ von 2011 und „Siren“ von 2013). 2015 steht also wieder ein komplett neues Album an, der Mann ist wie ein Uhrwerk. Nachdem sich der Brite voriges Jahr eine Neueinspielung seines Debüts von 1997 auf den Weg gebracht hatte, welches über sein eigenes Label Chrome Dome Music veröffentlicht wurde, ist „The Elegance Machine“ wieder eine Arbeit für AOR Heaven, die mittlerweile dritte. Produziert wurde der Zwölf-Tracker im heimischen Chrome Dome Studio von NEWMAN selbst, auch das Songwriting hat er wieder komplett in die eigenen Hände genommen, lediglich ein Stück („Halo“) hat er zusammen mit Paul Boyle verfasst.
Wie gewohnt serviert uns Steve NEWMAN eine knappe Stunde typisch britischen Melodic Rock. Dass dieser immer ein gewissen Niveau hatte, ist unbestritten, dennoch hatte man auf einigen Werken schon mal die ein oder andere Abnützungserscheinung (z.B. „Under Southern Skies“ – Rezi HIER). Dieses war beim Vorgänger „Siren“ (Rezi HIER) schon etwas gehobener – mal sehen, ob „The Elegance Machine“ da mithalten kann.
Die Zeichen stehen beim Opener „The Suit (Skyscraper)“ nicht schlecht. Gutes Riffing, dazu passende Keyboards und ein vitales Drumming von Rob McEwan machen den Einstieg in „The Elegance Machine“ leicht. Auch der gleich darauf folgende Titeltrack ist die Essenz des NEWMAN Sounds und ein richtig guter Melodic Rock Song obendrein. Ebenfalls überzeugen können Stücke wie das treibende „Illuminate“, das poppige „Halo“ oder „She Walks In Silence“.
Steve NEWMAN ist ein unverwüstlicher Arbeiter, der sich mit Leib und Seele dem Melodic Rock verschrieben hat. Sein neuestes Album „The Elegance Machine“ macht eine gute Figur – wenngleich die großen Hits fehlen. Die Platte bietet eine knappe Stunde kurzweilige Unterhaltung, nabelt sich aber von der eigenen Vergangenheit nur sehr wenig ab. Hier und da präsentiert uns der britische Gentleman aber doch die ein oder andere kleinere Überraschung. Somit ist „The Elegance Machine“ eine durchaus empfehlenswerte Platte aus dem Hause NEWMAN.
WERTUNG:
Trackliste:
1. The Suit (Skyscraper)
2. The Elegance Machine
3. Don´t Stay Lonely
4. Illuminate
5. Confess
6. Halo
7. Prayer For Apollo
8. She Walks In Silence
9. One Good Reason
10. Pretender Surrender
11. Send Us Salvation
12. Scars
Stefan
Album: The Elegance Machine
Spielzeit: 56:44 min.
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: AOR Heaven
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.newmansound.com
Das neue Werk „The Elegance Machine“ ist das schon das vierte, das ich für den britischen Gitarristen, Sänger und Songschreiber Steve NEWMAN besprechen darf. Zwei davon findet Ihr in unserer Rock Garage („Under Southern Skies“ von 2011 und „Siren“ von 2013). 2015 steht also wieder ein komplett neues Album an, der Mann ist wie ein Uhrwerk. Nachdem sich der Brite voriges Jahr eine Neueinspielung seines Debüts von 1997 auf den Weg gebracht hatte, welches über sein eigenes Label Chrome Dome Music veröffentlicht wurde, ist „The Elegance Machine“ wieder eine Arbeit für AOR Heaven, die mittlerweile dritte. Produziert wurde der Zwölf-Tracker im heimischen Chrome Dome Studio von NEWMAN selbst, auch das Songwriting hat er wieder komplett in die eigenen Hände genommen, lediglich ein Stück („Halo“) hat er zusammen mit Paul Boyle verfasst.
Wie gewohnt serviert uns Steve NEWMAN eine knappe Stunde typisch britischen Melodic Rock. Dass dieser immer ein gewissen Niveau hatte, ist unbestritten, dennoch hatte man auf einigen Werken schon mal die ein oder andere Abnützungserscheinung (z.B. „Under Southern Skies“ – Rezi HIER). Dieses war beim Vorgänger „Siren“ (Rezi HIER) schon etwas gehobener – mal sehen, ob „The Elegance Machine“ da mithalten kann.
Die Zeichen stehen beim Opener „The Suit (Skyscraper)“ nicht schlecht. Gutes Riffing, dazu passende Keyboards und ein vitales Drumming von Rob McEwan machen den Einstieg in „The Elegance Machine“ leicht. Auch der gleich darauf folgende Titeltrack ist die Essenz des NEWMAN Sounds und ein richtig guter Melodic Rock Song obendrein. Ebenfalls überzeugen können Stücke wie das treibende „Illuminate“, das poppige „Halo“ oder „She Walks In Silence“.
Steve NEWMAN ist ein unverwüstlicher Arbeiter, der sich mit Leib und Seele dem Melodic Rock verschrieben hat. Sein neuestes Album „The Elegance Machine“ macht eine gute Figur – wenngleich die großen Hits fehlen. Die Platte bietet eine knappe Stunde kurzweilige Unterhaltung, nabelt sich aber von der eigenen Vergangenheit nur sehr wenig ab. Hier und da präsentiert uns der britische Gentleman aber doch die ein oder andere kleinere Überraschung. Somit ist „The Elegance Machine“ eine durchaus empfehlenswerte Platte aus dem Hause NEWMAN.
WERTUNG:
Trackliste:
1. The Suit (Skyscraper)
2. The Elegance Machine
3. Don´t Stay Lonely
4. Illuminate
5. Confess
6. Halo
7. Prayer For Apollo
8. She Walks In Silence
9. One Good Reason
10. Pretender Surrender
11. Send Us Salvation
12. Scars
Stefan
MAD MAX - Thunder, Storm & Passion (Best Of)
Band: Mad Max
Album: Thunder, Storm And Passion
Spielzeit: 53:08 min. + Live-CD
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.madmaxofficial.de
Die deutschen Hardrocker MAD MAX graben in ihrer Vergangenheit. Denn mit „Thunder, Storm And Passion“ kommt eine Best-Of ihrer Alben „Rolling Thunder“ (1984), „Stormchild“ (1985) und „Night Of Passion“ (1987) auf den Markt. Alle Songs wurden komplett neu eingespielt, was einigen Fans gleich den Spaß rauben wird. Immerhin markieren diese drei Longplayer die erfolgreichste und kreativste Zeit der Münsteraner. Die so gern bemühte jugendliche Naivität gepaart mit tollen Songideen und dem richtigen Gespür für den perfekten Cocktail aus Heavy Metal und Hardrock machten aus MAD MAX eine der besten Genrevertreter aus Deutschland – leider haben sie dafür nie die Anerkennung erhalten, die sie verdient gehabt hätten.
Jetzt bemühen Michael Voss (vocals, guitars), Jürgen Bredforth (guitars), Axel Kruse (drums) und Hutch Bauer (bass) – so die aktuelle Besetzung – ein Dutzend der alten Songs neu und verpassen ihnen nicht nur einen neuen Anstrich sondern gleich zeitgemäßere Arrangements mit. Natürlich ist der Sound der Originale ein Manko, aber gehört nicht genau das zum Charme dieser Platten?
Anyway – widmen wir uns den Neueinspielungen. Die Auswahl ist ganz ok und hat die meisten Hits dieser drei Meilensteine der deutschen Hardrockgeschichte an Bord. Natürlich ist das immer eine subjektive Sache, jeder würde sich wahrscheinlich seine ganz eigene Best-Of zusammenstellen. Aber mit „Fly Fly Away“, „Rolling Thunder“, „Never Say Never“, „Burning The Stages“, „Night Of Passion“ oder dem wohl bekanntesten Diskothekenhit “Lonely Is The Hunter” sind die moisten Höhepunkte der Achtziger-Ära vertreten. Warum das 1982 veröffentlichte Debüt allerdings gar nicht zum Zuge kommt, ist fraglich. Dann wären die kompletten Achtziger abgedeckt – aber wahrscheinlich ist das wieder so eine rechtliche Geschichte.
Unterm Strich muss man aber auch gestehen, dass diese neuen Versionen teilweise richtig Eier haben und recht gut klingen. Allen voran „Fly Fly Away“, „Rollin´ Thunder“ oder „Heroes Die Lonley“ sind hier zu nennen. Allerdings werden auf der anderen Seite Songs wie „Lonely Is The Hunter“ oder „Losing You“ derart ihrer Identität beraubt, dass man einfach nur weiterskippen kann. Und so bleibt „Thunder, Storm And Passion“ – wie so manches Album mit Neueinspielungen – ein eher zweischneidiges Schwert. Dass die Songs soundtechnisch natürlich erstklassig daherkommen und die Jungs tolle Musiker sind, steht hier natürlich außer Frage. Mit diesen Neuinterpretationen schlagen MAD MAX die Brücke in die Gegenwart, denn so würden diese Klassiker klingen, wenn die Band sie heute aufnehmen würde – viel mehr aber auch nicht.
Dem Digipack liegt noch eine Bonus-CD „Live At Bang Your Head Festival 2014“ mit acht Songs bei – leider kann darüber keine Aussage getroffen werden, da sie der Promo nicht beigefügt war.
WERTUNG: ohne Wertung
Trackliste:
CD 1
1. Fly Fly Away
2. Losing You
3. Rollin`Thunder
4. Thoughts Of A Dying Man
5. Never Say Never
6. Lonely Is The Hunter
7. Stormchild
8. Heroes Die Lonely
9. Burning The Stage
10. Wait For The Night
11. Night Of Passion
12. Hearts On Fire
CD 2 (Bonus CD)
1. Burning The Stage
2. Night Of Passion
3. Rolling Thunder
4. Wait For The Night
5. Lonely Is The Hunter
6. Never Say Never
7. Thoughts Of A Dying Man
8. Fox On The Run
Stefan
Album: Thunder, Storm And Passion
Spielzeit: 53:08 min. + Live-CD
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Steamhammer/SPV
Veröffentlichung: 28.08.2015
Homepage: www.madmaxofficial.de
Die deutschen Hardrocker MAD MAX graben in ihrer Vergangenheit. Denn mit „Thunder, Storm And Passion“ kommt eine Best-Of ihrer Alben „Rolling Thunder“ (1984), „Stormchild“ (1985) und „Night Of Passion“ (1987) auf den Markt. Alle Songs wurden komplett neu eingespielt, was einigen Fans gleich den Spaß rauben wird. Immerhin markieren diese drei Longplayer die erfolgreichste und kreativste Zeit der Münsteraner. Die so gern bemühte jugendliche Naivität gepaart mit tollen Songideen und dem richtigen Gespür für den perfekten Cocktail aus Heavy Metal und Hardrock machten aus MAD MAX eine der besten Genrevertreter aus Deutschland – leider haben sie dafür nie die Anerkennung erhalten, die sie verdient gehabt hätten.
Jetzt bemühen Michael Voss (vocals, guitars), Jürgen Bredforth (guitars), Axel Kruse (drums) und Hutch Bauer (bass) – so die aktuelle Besetzung – ein Dutzend der alten Songs neu und verpassen ihnen nicht nur einen neuen Anstrich sondern gleich zeitgemäßere Arrangements mit. Natürlich ist der Sound der Originale ein Manko, aber gehört nicht genau das zum Charme dieser Platten?
Anyway – widmen wir uns den Neueinspielungen. Die Auswahl ist ganz ok und hat die meisten Hits dieser drei Meilensteine der deutschen Hardrockgeschichte an Bord. Natürlich ist das immer eine subjektive Sache, jeder würde sich wahrscheinlich seine ganz eigene Best-Of zusammenstellen. Aber mit „Fly Fly Away“, „Rolling Thunder“, „Never Say Never“, „Burning The Stages“, „Night Of Passion“ oder dem wohl bekanntesten Diskothekenhit “Lonely Is The Hunter” sind die moisten Höhepunkte der Achtziger-Ära vertreten. Warum das 1982 veröffentlichte Debüt allerdings gar nicht zum Zuge kommt, ist fraglich. Dann wären die kompletten Achtziger abgedeckt – aber wahrscheinlich ist das wieder so eine rechtliche Geschichte.
Unterm Strich muss man aber auch gestehen, dass diese neuen Versionen teilweise richtig Eier haben und recht gut klingen. Allen voran „Fly Fly Away“, „Rollin´ Thunder“ oder „Heroes Die Lonley“ sind hier zu nennen. Allerdings werden auf der anderen Seite Songs wie „Lonely Is The Hunter“ oder „Losing You“ derart ihrer Identität beraubt, dass man einfach nur weiterskippen kann. Und so bleibt „Thunder, Storm And Passion“ – wie so manches Album mit Neueinspielungen – ein eher zweischneidiges Schwert. Dass die Songs soundtechnisch natürlich erstklassig daherkommen und die Jungs tolle Musiker sind, steht hier natürlich außer Frage. Mit diesen Neuinterpretationen schlagen MAD MAX die Brücke in die Gegenwart, denn so würden diese Klassiker klingen, wenn die Band sie heute aufnehmen würde – viel mehr aber auch nicht.
Dem Digipack liegt noch eine Bonus-CD „Live At Bang Your Head Festival 2014“ mit acht Songs bei – leider kann darüber keine Aussage getroffen werden, da sie der Promo nicht beigefügt war.
WERTUNG: ohne Wertung
Trackliste:
CD 1
1. Fly Fly Away
2. Losing You
3. Rollin`Thunder
4. Thoughts Of A Dying Man
5. Never Say Never
6. Lonely Is The Hunter
7. Stormchild
8. Heroes Die Lonely
9. Burning The Stage
10. Wait For The Night
11. Night Of Passion
12. Hearts On Fire
CD 2 (Bonus CD)
1. Burning The Stage
2. Night Of Passion
3. Rolling Thunder
4. Wait For The Night
5. Lonely Is The Hunter
6. Never Say Never
7. Thoughts Of A Dying Man
8. Fox On The Run
Stefan
Freitag, 21. August 2015
TAD MOROSE - St.Demonius
Band: Tad Morose
Album: St. Demonius
Spielzeit: 49:07 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Despotz Records
Veröffentlichung: 28.08
Homepage: www.tadmorose.se
Seit 1991 treiben die schwedischen Power Metaller von TAD MOROSE nun schon ihr Unwesen. Dieser Tage bringen die Jungs rund um Mastermind Crister „Krunt“ Andersson ihr achtes Album „St. Demonius“ auf den Markt. Wie auch schon das letzte Album „Revenant“ erscheint das gute Stück bei Despotz Records und ist das zweite Album mit dem ehemaligen STEEL ATTACK Fronter Ronny Hemlin der auch schon auf seinem Debüt eine großartige Performance ablieferte.
Apropos Fronter, falls nicht bekannt schwang auch der aktuelle SERIOUS BLACK Sänger Urban Breed schon das Mikro bei den Schweden.
Ich denke wer das letzte Album der Band gehört hat kann sich die musikalische Ausrichtung auf dem neuen Werk schon denken, knallharter Twin Guitar Power Metal!
Gestartet wird das Album mit „Bow to the Reapers Blade“. Krachend wird das Album durch schneidende Riffs und treibende Drums eröffnet bis das charismatische Organ von Ronny einsetzt. Im Chorus drosselt man die Geschwindigkeit schön runter was hier irgendwie das Salz in der Suppe ist. Eine tolle, klassische TAD MOROSE Nummer die den Fans sofort zu sagen wird.
Das man sich beim Opener nur etwas aufgewärmt hat zeigt man dann beim nächsten Song „Forlorn“ hier kreuzt man extrem gut die Härte mit der Melodic und hat so den ersten absoluten Ohrwurmtrack am Start, sehr geil!
Apropos warm spielen, auch die anschließenden Nummern „Where Ignorance Reigns“, „Remain“, „Black Fire“ und auch das stampfende „Day of Reckoning“ reihen sich direkt in die Ohrwurmtrackreihe ein. Tolle Songs die einen sofort zum mitgehen einladen, vielleicht nicht direkt hängen bleiben, aber umso mehr man sie hört umso besser werden sie, das verspreche ich euch!
Schlechte Tracks muss man dann auch im weiteren Verlauf irgendwie mit der Lupe suchen, ganz im Gegenteil zu den weiteren Perlen die mit „Darkness Prevail“ und „Dream Memories“ schnell ausgemacht sind. Der einzige nicht so überzeugende Track begegnet uns direkt zu Beginn der Platte.
Somit kommt ein würdiger Nachfolger für „Revenant“ zu einem mehr als überzeugenden Abschluss.
Anspieltipps:
Mit “Forlorn”, “Where Ignorance Reigns”, “Remain”, “Day of Reckoning” sowie “Darkness Prevail” stechen hier ein klein bisschen aus den anderen ebenfalls starken Tracks hervor.
Fazit :
TAD MOROSE bleiben TAD MOROSE und das ist auch gut so! Mit ihrem neuen Fronter Ronny Hemlin haben sie ebenfalls ein ganz heißes Eisen im Feuer der seine Vorgänger schnell vergessen macht.
Abschließend bleibt einfach festzuhalten das man nach dem schon starken Comebackalbum „Revenant“einen ebenso starken Nachfolger am Start hat, welchen die Fans mit offenen Armen empfangen werden! Ein, zwei Hördurchläufe muss man aber schon investieren, aber dann zündet das Ganz so richtig!
Glasklare Kaufempfehlung von meiner Seite.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Bow to the Reapers Blade
02. Forlorn
03. Where Ignorance Reigns
04. Remain
05. Black Fire
06. Day of Reckoning
07. The Shadows Play
08. Darkness Prevail
09. Fear Subside
10. Dream of Memories
11. The World is growing old
12. Your own Demise
Julian
Album: St. Demonius
Spielzeit: 49:07 min
Stilrichtung: Power Metal
Plattenfirma: Despotz Records
Veröffentlichung: 28.08
Homepage: www.tadmorose.se
Seit 1991 treiben die schwedischen Power Metaller von TAD MOROSE nun schon ihr Unwesen. Dieser Tage bringen die Jungs rund um Mastermind Crister „Krunt“ Andersson ihr achtes Album „St. Demonius“ auf den Markt. Wie auch schon das letzte Album „Revenant“ erscheint das gute Stück bei Despotz Records und ist das zweite Album mit dem ehemaligen STEEL ATTACK Fronter Ronny Hemlin der auch schon auf seinem Debüt eine großartige Performance ablieferte.
Apropos Fronter, falls nicht bekannt schwang auch der aktuelle SERIOUS BLACK Sänger Urban Breed schon das Mikro bei den Schweden.
Ich denke wer das letzte Album der Band gehört hat kann sich die musikalische Ausrichtung auf dem neuen Werk schon denken, knallharter Twin Guitar Power Metal!
Gestartet wird das Album mit „Bow to the Reapers Blade“. Krachend wird das Album durch schneidende Riffs und treibende Drums eröffnet bis das charismatische Organ von Ronny einsetzt. Im Chorus drosselt man die Geschwindigkeit schön runter was hier irgendwie das Salz in der Suppe ist. Eine tolle, klassische TAD MOROSE Nummer die den Fans sofort zu sagen wird.
Das man sich beim Opener nur etwas aufgewärmt hat zeigt man dann beim nächsten Song „Forlorn“ hier kreuzt man extrem gut die Härte mit der Melodic und hat so den ersten absoluten Ohrwurmtrack am Start, sehr geil!
Apropos warm spielen, auch die anschließenden Nummern „Where Ignorance Reigns“, „Remain“, „Black Fire“ und auch das stampfende „Day of Reckoning“ reihen sich direkt in die Ohrwurmtrackreihe ein. Tolle Songs die einen sofort zum mitgehen einladen, vielleicht nicht direkt hängen bleiben, aber umso mehr man sie hört umso besser werden sie, das verspreche ich euch!
Schlechte Tracks muss man dann auch im weiteren Verlauf irgendwie mit der Lupe suchen, ganz im Gegenteil zu den weiteren Perlen die mit „Darkness Prevail“ und „Dream Memories“ schnell ausgemacht sind. Der einzige nicht so überzeugende Track begegnet uns direkt zu Beginn der Platte.
Somit kommt ein würdiger Nachfolger für „Revenant“ zu einem mehr als überzeugenden Abschluss.
Anspieltipps:
Mit “Forlorn”, “Where Ignorance Reigns”, “Remain”, “Day of Reckoning” sowie “Darkness Prevail” stechen hier ein klein bisschen aus den anderen ebenfalls starken Tracks hervor.
Fazit :
TAD MOROSE bleiben TAD MOROSE und das ist auch gut so! Mit ihrem neuen Fronter Ronny Hemlin haben sie ebenfalls ein ganz heißes Eisen im Feuer der seine Vorgänger schnell vergessen macht.
Abschließend bleibt einfach festzuhalten das man nach dem schon starken Comebackalbum „Revenant“einen ebenso starken Nachfolger am Start hat, welchen die Fans mit offenen Armen empfangen werden! Ein, zwei Hördurchläufe muss man aber schon investieren, aber dann zündet das Ganz so richtig!
Glasklare Kaufempfehlung von meiner Seite.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Bow to the Reapers Blade
02. Forlorn
03. Where Ignorance Reigns
04. Remain
05. Black Fire
06. Day of Reckoning
07. The Shadows Play
08. Darkness Prevail
09. Fear Subside
10. Dream of Memories
11. The World is growing old
12. Your own Demise
Julian
THE MURDER OF MY SWEET - Beth out of Hell
Band: The Murder of my
Sweet
Album: Beth out of Hell
Spielzeit: 73:48 min
Stilrichtung: Symphonic
Metal
Plattenfirma:
Frontiers Records
Veröffentlichung:
21.08.2015
Homepage:
www.themurderofmysweet.com
2007 hob der
Schlagzeuger und Produzent Daniel Flores die Band THE MURDER OF MY
SWEET aus der Taufe um seine Vorliebe für symphonischen Metal, der
immer wieder in die Filmscore Ecke reinschnuppert, auszuleben.
Beeinflusst wurde er durch so Bands wie E.L.O, QUEEN oder GENESIS.
Mit der stimmgewaltigen
Angelica Rylin im Gepäck brachte man bislang zwei Alben heraus und
ist nun drei Jahre nach dem letzten Lebenszeichen „Bye Bye
Lullaby“, die Rezi dazu findet ihr HIER)
mit dem neuen Album „Beth out of Hell“ zurück auf der
Bildfläche.
Dieses wird mit dem
Openerintro „Hell on Earth“ genretypisch eröffnet. „The
Awakening“ ist dann der erste „richtige“ Track den wir hier
finden und nach einer halben Minute nimmt dieser auch so richtig
Fahrt auf! Filmscorefans kommen gleich auf ihre Kosten, denn man hat
nicht geflunkert als man vorab ankündigte sich in dieser Ecke etwas
mehr als zuvor auszutoben. Angelica's Stimme ist nach wie vor erste
Sahne und auch der Song geht direkt ins Ohr ohne zu klebrig zu
wirken. Ein starker Beginn!
Die nächste Nummer
„World in Ashes“ schafft es dann leider nicht an die Qualität
des Vorgängers anzuknüpfen, dafür ist der Song nicht
aussagekräftig und eingängig genug.
Diesen schwächeren
Track bügelt man dann aber direkt mit dem schon vorab im Internet
veröffentlichten „Always the Fugitive“ aus. Hier haben wir eine
Powerballade erster Güte, wo Angelica wieder absolut glänzen kann
aber auch wieder das Songwriting Potential von Daniel Flores
überzeugt.
Danach decken wir über
„Bitter Love“ schnell den Mantel des Schweigens, „Still“ geht
wieder ganz gut ins Ohr, „The Humble Servant“ ist ebenfalls gut
gelungen und auch das überlange „Requiem for a Ghost“ ist gut
hörbar.
Was allerdings langsam
ein wenig nervt sind die immer gleichen Einleitungen der Songs mit
Sprechern oder atmosphärischem Schnick Schnack. Das wirkt echt
langweilig!
Dies bleibt uns leider
auch in der Folge nicht erspart, genauso wenig wie noch den ein oder
anderen schwächeren Song, aber es gibt mit „Poets by Default“
und den überlangen Abschlusstrack „Means to an End“ genauso gut
noch Perlen die die Platte abschließend dann doch noch zum glänzen
bringen!
Anspieltipps:
Mit “The Awakening”,
“Always the Fugitive“, „The Humble Servant“ sowie “Poets by
Default” sind die besten Songs hier schnell ausgemacht.
Fazit :
Tja ich schätze mal
das alte THE MURDER OF MY SWEET Fans auch mit der neuen Platte gut zu
recht kommen werden. Aber man sollte sich auf einen etwas anderen
Stil gefasst machen, als auf der Vorgängerscheibe, denn dort regiert
eher der Symphonic Metal, hier hat der Filmscore Metal eher die
Hoheit. Das mag für den einen gut, für den anderen schlecht sein.
Ich stehe dem Ganzen eher neutral gegenüber, den die Produktion von
Daniel Flores ist sehr ordentlich und auch die Gesangsleistung ist
topp.
Von daher gibt es 8
Punkte und eine klare Empfehlung für Genrefans von mir!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Hell on Earth
02.
The Awakening
03.
World in Ashes
04.
Always the Fugitive
05.
Bitter Love
06.
Still
07.
The Humble Servant
08.
Requiem for a Ghost
09.
Euthanasia
10.
Tide after Tide
11.
Poets by Default
12.
Heaven Succumb
13.
Means to an End
Julian
Mittwoch, 19. August 2015
SPOCK'S BEARD - The Oblivion Particle
Band: Spock’s Beard
Album: The Oblivion Particle
Spielzeit: 66:32 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out Records
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.spocksbeard.com
Es sind noch keine 5 Sekunden vergangen und man weiss sofort wer da im Opener “Tides Of Time” aufspielt – wohl keine andere Prog Band hat eine solch eigenständiges Klangästethik kultiviert wie die Legende aus Los Angeles. Trotz dem herben Verlust Ihres Vordenkers Neal Morse auf dem vermeindlichen “Höhepunkt” Ihrer Karriere 2002 (zu “Snow” Zeiten) und dem ebenfalls einschneidenen Weggang Ihres Drummers und zweiten Sängers Nick D'Virgilio (nach dem umwerfend starken “X”, 2010) haben es Gitarrist Alan Morse und seine Mitstreiter immer geschafft aus Rückschlägen neue Kraft zu gewinnen. Seit 2011 steht nun Ted Leonard (u.a. Enchant, Transatlantic) am Mikrofon und das neue Album ist bereits das zweite mit Ihm am Gesang.
Während man von SPOCK'S BEARD natürlich keinerlei Innovationen oder bahnbrechende Stilbrüche mehr erwarten darf, steht die beachtenswerte Konstanz der Band vielmehr wie ein Fels in der Brandung und der Hörer kann sich an der hart erarbeiteteten Routine erfreuen. Dabei klingt das Material keineswegs beliebig oder aufgewärmt – SPOCK'S BEARD wären heute nicht dort wo sie sind, wenn sie sich auf Ihren (zurecht verdienten) Lorbeeren ausgeruht hätten. Und so gibt es auf “The Oblivion Particle” mal wieder genau das, was man von den Jungs gewohnt ist und erwarten darf: Prog-Rock aus der Oberliga, einmalig locker eingespielt und sahnig produziert von Rich Mouser. Als Anspieltipps seien das verspielte, mit tollen Gesangsparts garnierte „Minions“, das abwechslungsreich arrangierte „Hell’s not enough“ und der Longtrack „To be free again“ genannt, die exemplarisch für das ganze Album stehen. Die Scheibe entfaltet ihre Wirkung erst mit der Zeit, hat aber tatsächlich keinen Hänger unter den 9 Songs versteckt!
“The Oblivion Particle” erscheint, INSIDE/OUT typisch, in verschiedenen Editionen: Standard CD, Limited Edition Media Book CD (incl. Bonus Track), 180g Gatefold 2 LP Vinyl Edition (incl. CD), Digitaler Download – wem da nicht geholfen wird, ist selber schuld, denn das Album stellt für Prog Fans ohne wenn und aber einen Pflichtkauf dar.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Tides Of Time
02. Minion
03. Hell’s Not Enough
04. Bennett Built A Time Machine
05. Get Out While You Can
06. A Better Way To Fly
07. The Center Line
08. To Be Free Again
09. Disappear
Mario
Album: The Oblivion Particle
Spielzeit: 66:32 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out Records
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.spocksbeard.com
Es sind noch keine 5 Sekunden vergangen und man weiss sofort wer da im Opener “Tides Of Time” aufspielt – wohl keine andere Prog Band hat eine solch eigenständiges Klangästethik kultiviert wie die Legende aus Los Angeles. Trotz dem herben Verlust Ihres Vordenkers Neal Morse auf dem vermeindlichen “Höhepunkt” Ihrer Karriere 2002 (zu “Snow” Zeiten) und dem ebenfalls einschneidenen Weggang Ihres Drummers und zweiten Sängers Nick D'Virgilio (nach dem umwerfend starken “X”, 2010) haben es Gitarrist Alan Morse und seine Mitstreiter immer geschafft aus Rückschlägen neue Kraft zu gewinnen. Seit 2011 steht nun Ted Leonard (u.a. Enchant, Transatlantic) am Mikrofon und das neue Album ist bereits das zweite mit Ihm am Gesang.
Während man von SPOCK'S BEARD natürlich keinerlei Innovationen oder bahnbrechende Stilbrüche mehr erwarten darf, steht die beachtenswerte Konstanz der Band vielmehr wie ein Fels in der Brandung und der Hörer kann sich an der hart erarbeiteteten Routine erfreuen. Dabei klingt das Material keineswegs beliebig oder aufgewärmt – SPOCK'S BEARD wären heute nicht dort wo sie sind, wenn sie sich auf Ihren (zurecht verdienten) Lorbeeren ausgeruht hätten. Und so gibt es auf “The Oblivion Particle” mal wieder genau das, was man von den Jungs gewohnt ist und erwarten darf: Prog-Rock aus der Oberliga, einmalig locker eingespielt und sahnig produziert von Rich Mouser. Als Anspieltipps seien das verspielte, mit tollen Gesangsparts garnierte „Minions“, das abwechslungsreich arrangierte „Hell’s not enough“ und der Longtrack „To be free again“ genannt, die exemplarisch für das ganze Album stehen. Die Scheibe entfaltet ihre Wirkung erst mit der Zeit, hat aber tatsächlich keinen Hänger unter den 9 Songs versteckt!
“The Oblivion Particle” erscheint, INSIDE/OUT typisch, in verschiedenen Editionen: Standard CD, Limited Edition Media Book CD (incl. Bonus Track), 180g Gatefold 2 LP Vinyl Edition (incl. CD), Digitaler Download – wem da nicht geholfen wird, ist selber schuld, denn das Album stellt für Prog Fans ohne wenn und aber einen Pflichtkauf dar.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Tides Of Time
02. Minion
03. Hell’s Not Enough
04. Bennett Built A Time Machine
05. Get Out While You Can
06. A Better Way To Fly
07. The Center Line
08. To Be Free Again
09. Disappear
Mario
LYNCH MOB - Rebel
Band: Lynch Mob
Album: Rebel
Spielzeit: min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.georgelynch.com
Die Karriere von LYNCH MOB ist ein ewiger Zick-Zack-Kurs. Dass Gitarrist und quasi-Namensgeber George Lynch ein außergewöhnlich talentierter Musiker ist, muss auch nicht mehr gesondert erwähnt werden. Aber nach einem enorm erfolgreichen Start in den frühen Neunzigern mit zwei tollen Platten („Wicked Sensation“ 1990 und „Lynch Mob“ 1992) kam 1995 die erstmalige Trennung – eine mit Folgen. Schon zuvor hat Ur-Sänger Oni Logan das Handtuch geworfen, mit Robert Mason kam ein ebenbürdiger Ersatz, so richtig verkraftet haben es LYNCH MOB allerdings nicht. Von Anfang an war das Bandgefüge bei LYNCH MOB äußerst instabil. Zahlreiche Wechsel zeugen davon. Jüngstes Beispiel ist die temporäre Zugehörigkeit von Oni Logan zur Band in der jüngeren Geschichte. Alleine in den 2010ern war er schon 3 Mal in der Band. So auch für das jüngste Album „Rebel“, das George Lynch mit eben Logan am Mikrofon sowie Brian Tichy an den Drums und Jeff Pilson am Bass eingespielt hat. So zumindest die offizielle Version, andere Quellen sprechen da eine andere Sprache.
Doch kommen wir zurück zum aktuellen Werk, denn die Musik sollte ja das Wichtigste sein: dass LYNCH MOB ihre Klasse der Anfangstage nie wieder erreicht haben, ist kein Geheimnis. Dementsprechend waren auch die Erwartungen an ein neues Album aus der Lynch-Schmiede eher verhalten. Bandchef Lynch tanzt ja auch auf vielen anderen Hochzeiten. Alleine in den letzten Jahren hat er mit T&N, KXM oder Solo einige Werke veröffentlicht. Der Mann ist und bleibt ein Workaholic. Speziell KXM kam bei der Presse (auch bei uns – siehe HIER) recht gut an und auch das Projekt zusammen mit STRYPER´s Michael Sweet (Rezi HIER) konnte punkten. Fast zeitgleich mit „Rebel“ steht mit „Shadow Train“ auch ein neues Soloalbum an, wenn das mal nicht zu viel des Guten ist.
Elf Stücke hat Lynch auf „Rebel“ versammelt. Angefangen vom schleppenden „The Hollow Queen“ über harte Nummern wie „Automatic Fix“, „Sanctuary“, „Between The Truth And A Lie“ oder „Testify“ bis hin zu etwas sonnigeren Songs wie „Pine Tree Avenue“ oder „Jelly Roll“ legt man Wert auf musikalischen Anspruch. Dass das nicht immer im Sinne des allgemeinen Fans ist, weil es einfach zu zäh reinläuft, ist keine neue Erkenntnis. Wenn man es negativ ausdrücken möchte, könnte man auch behaupten, dass praktisch keiner der Songs im Kopf bleiben will – zumindest nicht lange.
Und so bleibt „Rebel“ ein ambitioniertes, musikalisch hervorragend umgesetztes Album, das unterm Strich aber eher typische Musiker-Musik bleibt. Oder um es anders zu formulieren: LYNCH MOB zehren immer noch von ihrem erstklassigen Debüt sowie dem selbstbetitelten Nachfolger. Ob sie mit „Rebel“ neue Fans hinzugewinnen können, bleibt abzuwarten.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Automatic Fix
2. Between The Truth And A Lie
3. Testify
4. Sanctuary
5. Pine Tree Avenue
6. Jelly Roll
7. Dirty Money
8. The Hollow Queen
9. The Ledge
10. Kingdom Of Slaves
11. War
Stefan
Album: Rebel
Spielzeit: min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.georgelynch.com
Die Karriere von LYNCH MOB ist ein ewiger Zick-Zack-Kurs. Dass Gitarrist und quasi-Namensgeber George Lynch ein außergewöhnlich talentierter Musiker ist, muss auch nicht mehr gesondert erwähnt werden. Aber nach einem enorm erfolgreichen Start in den frühen Neunzigern mit zwei tollen Platten („Wicked Sensation“ 1990 und „Lynch Mob“ 1992) kam 1995 die erstmalige Trennung – eine mit Folgen. Schon zuvor hat Ur-Sänger Oni Logan das Handtuch geworfen, mit Robert Mason kam ein ebenbürdiger Ersatz, so richtig verkraftet haben es LYNCH MOB allerdings nicht. Von Anfang an war das Bandgefüge bei LYNCH MOB äußerst instabil. Zahlreiche Wechsel zeugen davon. Jüngstes Beispiel ist die temporäre Zugehörigkeit von Oni Logan zur Band in der jüngeren Geschichte. Alleine in den 2010ern war er schon 3 Mal in der Band. So auch für das jüngste Album „Rebel“, das George Lynch mit eben Logan am Mikrofon sowie Brian Tichy an den Drums und Jeff Pilson am Bass eingespielt hat. So zumindest die offizielle Version, andere Quellen sprechen da eine andere Sprache.
Doch kommen wir zurück zum aktuellen Werk, denn die Musik sollte ja das Wichtigste sein: dass LYNCH MOB ihre Klasse der Anfangstage nie wieder erreicht haben, ist kein Geheimnis. Dementsprechend waren auch die Erwartungen an ein neues Album aus der Lynch-Schmiede eher verhalten. Bandchef Lynch tanzt ja auch auf vielen anderen Hochzeiten. Alleine in den letzten Jahren hat er mit T&N, KXM oder Solo einige Werke veröffentlicht. Der Mann ist und bleibt ein Workaholic. Speziell KXM kam bei der Presse (auch bei uns – siehe HIER) recht gut an und auch das Projekt zusammen mit STRYPER´s Michael Sweet (Rezi HIER) konnte punkten. Fast zeitgleich mit „Rebel“ steht mit „Shadow Train“ auch ein neues Soloalbum an, wenn das mal nicht zu viel des Guten ist.
Elf Stücke hat Lynch auf „Rebel“ versammelt. Angefangen vom schleppenden „The Hollow Queen“ über harte Nummern wie „Automatic Fix“, „Sanctuary“, „Between The Truth And A Lie“ oder „Testify“ bis hin zu etwas sonnigeren Songs wie „Pine Tree Avenue“ oder „Jelly Roll“ legt man Wert auf musikalischen Anspruch. Dass das nicht immer im Sinne des allgemeinen Fans ist, weil es einfach zu zäh reinläuft, ist keine neue Erkenntnis. Wenn man es negativ ausdrücken möchte, könnte man auch behaupten, dass praktisch keiner der Songs im Kopf bleiben will – zumindest nicht lange.
Und so bleibt „Rebel“ ein ambitioniertes, musikalisch hervorragend umgesetztes Album, das unterm Strich aber eher typische Musiker-Musik bleibt. Oder um es anders zu formulieren: LYNCH MOB zehren immer noch von ihrem erstklassigen Debüt sowie dem selbstbetitelten Nachfolger. Ob sie mit „Rebel“ neue Fans hinzugewinnen können, bleibt abzuwarten.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Automatic Fix
2. Between The Truth And A Lie
3. Testify
4. Sanctuary
5. Pine Tree Avenue
6. Jelly Roll
7. Dirty Money
8. The Hollow Queen
9. The Ledge
10. Kingdom Of Slaves
11. War
Stefan
Montag, 17. August 2015
PRAYING MANTIS - Legacy
Band: Praying Mantis
Album: Legacy
Spielzeit: 57:06 min.
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.praying-mantis.com
Die britischen Hardrocker PRAYING MANTIS gehören zu der Sorte Bands, die Zeit ihrer Existenz unterbewertet wurden. Mit ihrem Debüt sowie Alben wie „Cry For A New World“ (1993) oder „The Power Of Ten“ (1995) haben sie exquisite Werke veröffentlicht. Schon der Start ihrer Karriere war extrem holprig: 1974 gegründet brachten sie erst 1981 eben erwähntes Longplay-Debüt „Time Tells No Lies“ an den Start, nur um danach über Jahre von der Bildfläche zu verschwinden. Die Troy-Brüder Tino (guitars) und Chris (bass) waren über all die Jahre diejenigen, die PRAYING MANTIS neues Leben eingehaucht haben. Dabei haben sie satte 11 Vokalisten verschlissen – auf nur 9 Alben wohlgemerkt.
Übernahm Gitarrist Tino Troy diesen Posten anfangs noch selbst, gaben sich in den Folgejahren große Namen wie Gary Barden, Paul Di´Anno, Bernie Shaw oder Doogie White die Klinke in die Hand. Am längsten weilte Tony O´Hara im Amt, das war zwischen 1997 und 2002. Aber auch ihr letzter Sänger Mike Freeland war zwischen 2008 und 2012 dabei. Neuer Mann an der Front ist jetzt der Holländer John Cuijpers, der somit das Dutzend voll macht. Ein weiteres bekanntes Bandmitglied ist Cuijpers´ Landsmann Hans In´t Zandt (VENGEANCE etc.), der seit 2013 die Stöcke bei den Briten schwingt und zeitgleich mit dem neuen Mann am Mikro kam.
„Legacy“ nennt sich das neue, mittlerweile zehnte Studioalbum. Die erste Single „Fight For Your Honour“ macht gleich den Anfang in eine knappe Stunde – ich nehme es gerne vorweg – feinsten britischen Melodic-Stoff. Mit erhabenen Melodien, kompetenter instrumentaler Umsetzung und Cuijper´s Stimme, die perfekt ins Bild passt, holen PRAYING MANTIS zu einem Rundumschlag aus, der aufhorchen lässt. Auch in der neueren Discographie haben die Briten immer wieder bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist, was sie aber auf Songs wie „The One“, „Tokyo“, „Eyes Of A Child“ oder „Better Man“ abliefern, ist frisch, durchdacht (aber nicht zu verkopft) und leidenschaftlich gespielt.
Auch der Sound von Andrew Riley sowie das bandtypische Artwork von Rodney Matthews sind sehr gelungen und runden ein enorm starkes Album ab. Wollten PRAYING MANTIS ihr zehntes Album damit feiern, dass sie ihr Meisterwerk abliefern, es ist ihnen fast gelungen. Zumindest kann sich „Legacy“ auf eine Stufe mit den Highlights in der eigenen Geschichte stellen und setzt ebenso ein Ausrufezeichen für die Konkurrenz. In einem Satz gesagt: „Legacy“ ist sowohl ein Highlight des Jahres 2015 als auch eines in der Geschichte von PRAYING MANTIS.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Fight For Your Honour
2. The One
3. Believable
4. Tokyo
5. Better Man
6. All I See
7. Eyes Of A Child
8. The Runner
9. Against The World
10. Fallen Angel
11. Second Time Around
Stefan
Album: Legacy
Spielzeit: 57:06 min.
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.08.2015
Homepage: www.praying-mantis.com
Die britischen Hardrocker PRAYING MANTIS gehören zu der Sorte Bands, die Zeit ihrer Existenz unterbewertet wurden. Mit ihrem Debüt sowie Alben wie „Cry For A New World“ (1993) oder „The Power Of Ten“ (1995) haben sie exquisite Werke veröffentlicht. Schon der Start ihrer Karriere war extrem holprig: 1974 gegründet brachten sie erst 1981 eben erwähntes Longplay-Debüt „Time Tells No Lies“ an den Start, nur um danach über Jahre von der Bildfläche zu verschwinden. Die Troy-Brüder Tino (guitars) und Chris (bass) waren über all die Jahre diejenigen, die PRAYING MANTIS neues Leben eingehaucht haben. Dabei haben sie satte 11 Vokalisten verschlissen – auf nur 9 Alben wohlgemerkt.
Übernahm Gitarrist Tino Troy diesen Posten anfangs noch selbst, gaben sich in den Folgejahren große Namen wie Gary Barden, Paul Di´Anno, Bernie Shaw oder Doogie White die Klinke in die Hand. Am längsten weilte Tony O´Hara im Amt, das war zwischen 1997 und 2002. Aber auch ihr letzter Sänger Mike Freeland war zwischen 2008 und 2012 dabei. Neuer Mann an der Front ist jetzt der Holländer John Cuijpers, der somit das Dutzend voll macht. Ein weiteres bekanntes Bandmitglied ist Cuijpers´ Landsmann Hans In´t Zandt (VENGEANCE etc.), der seit 2013 die Stöcke bei den Briten schwingt und zeitgleich mit dem neuen Mann am Mikro kam.
„Legacy“ nennt sich das neue, mittlerweile zehnte Studioalbum. Die erste Single „Fight For Your Honour“ macht gleich den Anfang in eine knappe Stunde – ich nehme es gerne vorweg – feinsten britischen Melodic-Stoff. Mit erhabenen Melodien, kompetenter instrumentaler Umsetzung und Cuijper´s Stimme, die perfekt ins Bild passt, holen PRAYING MANTIS zu einem Rundumschlag aus, der aufhorchen lässt. Auch in der neueren Discographie haben die Briten immer wieder bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen ist, was sie aber auf Songs wie „The One“, „Tokyo“, „Eyes Of A Child“ oder „Better Man“ abliefern, ist frisch, durchdacht (aber nicht zu verkopft) und leidenschaftlich gespielt.
Auch der Sound von Andrew Riley sowie das bandtypische Artwork von Rodney Matthews sind sehr gelungen und runden ein enorm starkes Album ab. Wollten PRAYING MANTIS ihr zehntes Album damit feiern, dass sie ihr Meisterwerk abliefern, es ist ihnen fast gelungen. Zumindest kann sich „Legacy“ auf eine Stufe mit den Highlights in der eigenen Geschichte stellen und setzt ebenso ein Ausrufezeichen für die Konkurrenz. In einem Satz gesagt: „Legacy“ ist sowohl ein Highlight des Jahres 2015 als auch eines in der Geschichte von PRAYING MANTIS.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Fight For Your Honour
2. The One
3. Believable
4. Tokyo
5. Better Man
6. All I See
7. Eyes Of A Child
8. The Runner
9. Against The World
10. Fallen Angel
11. Second Time Around
Stefan
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