Band: Sergeant Steel
Album: Men On A Mission
Spielzeit: 45:42 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma:Boyz Tyme Records
Veröffentlichung: 06.09.2013
Homepage: www.sergeant-steel.com
Schon beim ersten Durchhören des neuen Albums der österreichischen Hardrocker SERGEANT STEEL mache ich eine großartige Reise durch die Vergangenheit. Auf Anhieb fallen mir bekanntere Bands wie DOMAIN , CRAAFT ein, oder Geheimtipps wie AVALON oder HELTER SKELTER (beides Münchner Undergroundbands). Ihr zweites Album „Men On A Mission“ ist wohltuend abwechslungsreich und kopiert nicht wild drauf los sondern ist gespickt von eigenen Ideen und weitgehend großartigem Songwriting. Zusammen mit Produzenten-Legende Michael Wagener wurde die Scheibe 2012 in nur drei Wochen in Nashville aufgenommen.
Gegründet wurden SERGEANT STEEL 2007 von Sänger Phil Vanderkill, Gitarrist Jack Power und dem ehemaligen Bassist Cosy Coxx. Dieser wurde 2010 von Ronny Roxx ersetzt, desweiteren gehören zum heutigen Line-Up noch Ben Bateman (keyboards, piano), Chuck Boom (guitars) und Kenny King (drums). Wenn man sich die Pseudonyme so ansieht, könnte man von einer reinrassigen Sleaze-Combo ausgehen, SERGEANT STEEL haben aber weit mehr auf der Pfanne. Ihr Debüt erschien 2010 mit „Lovers & Maniacs“, die ersten Demoaufnahmen datieren bereits auf das Gründungsjahr 2007. Dieses Jahr erschien auch noch die Single „Black Wings Comin´“, die offizielle Hymne des Eishockeyclubs Black Wings Linz.
Jetzt habt Ihr ein ordentliches Update zur Bandhistorie bekommen, widmen wir uns jetzt dem aktuellen Dreher „Men On A Mission“: es ist etwas schwierig, das Genre eindeutig einzuordnen, nennen wir es der Einfachheit halber Hardrock. Der Opener „Gods Of Love“ beginnt mit einem theatralischen Intro und steigert sich bis zum eingängigen Refrain zu einem Groove-Monster. Begleitet wird alles mit toller Keyboardarbeit. Das funkige „Mama Horny“ zieht da ganz andere Saiten auf. Hier wird etwas bodenständiger gerockt, der Bombast des Eröffnungstracks rückt ziemlich in den Hintergrund. Das folgende „Sweet 16“ ist ein lockerer Rocksong mit prägnanten Melodien, speziell im Refrain – hier werden Erinnerungen an die schon erwähnten HELTER SKELTER (R.I.P.) wach. Großartig! Zum Verschnaufen gibt es mit „Don´t Give Up“ eine Ballade serviert, die zu keiner Zeit kitschig wirkt. Nicht weniger packend ist der Titeltrack. Ein schöner Midtempo-Song, der nicht mehr aus dem Kopf will. Gleiches gilt für „Cry Out Your Heart“, das mit seinen Keyboards an die frühen Phasen von DOMAIN oder CRAAFT erinnert. Das hier ist der Stoff aus dem die Hits sind! Amtlich gerockt wird dann bei „Born To Lose (Live To Win)“ - ein schneller Rock´n Roller ohne Kompromisse. Mit „Wannabe Outlaw“ geht es dann aber wieder zurück in die breite Spur des vorherigen Materials, wenngleich auch hier der Bombast zurückgeschraubt wird. Das etwas experimentelle „Some Girls Are Ladies“ braucht einige Anläufe, bis es in den Kopf will. „Taker Of My Heart“ ist erneute Kost für alle Liebhaber straighter Rockmusik, bevor „Give Me A Call“ das Album erstklassig beschließt. Langsam beginnend schraubt sich der Song mit leichten Bläsereinsätzen und Honky Tonk Piano zu einer Gute-Laune-Mitsing-Nummer hoch.
Im Vergleich zum ambitionierten Debüt „Lovers & Maniacs“ hat sich die Band enorm gesteigert. Die Bandbreite ihrer Songs hat enorm zugenommen, das Songwriting ist variabler und stärker denn je und auf „Men On A Mission“ befinden sich einige kommende Hits, die live sicher jede Halle zum beben bringen wird. Hardrock Made In Austria bekommt mit dem Zweitwerk von SERGEANT STEEl einen ganz neuen Stellenwert.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Gods Of Love
2. Mama Horny
3. Sweet 16
4. Don´t Give Up
5. Man On A Mission
6. Cry Out Your Heart
7. Born To Lose (Live To Win)
8. Wannabe Outlaw
9. Some Girls Are Ladies
10. Taker Of My Heart
11. Give Me A Call
12. Give Me A Call (Reprise)
Stefan
Freitag, 6. September 2013
REINXEED - A New World
Band: Reinxeed
Album: A new World
Spielzeit: 49:27 min
Stilrichtung: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Liljegren Records
Veröffentlichung: 05.09.2013
Homepage: www.reinxeed.com
Nicht nur der gute Jorn Lande ist ein blonder Hüne aus dem Norden der sehr fleißig ist was Veröffentlichungen angeht. Nein, mit Tommy Reinxeed haben wir einen zweiten Kandidaten der ins gleiche Horn stößt. Veröffentlicht er mittlerweile doch jedes Jahr ein neues Album. Somit kann die Bandhistory mittlerweile auch schon ziemlich gut hier bei uns verfolgt werden. Wer also mehr Hintergrundinfos benötigt, lese bitte meine anderen Rezensionen zu seinen Platten.
Kümmern wir uns lieber um die aktuelle Veröffentlichung von REINXEED mit dem Namen „A new World“ auf der Tommy erneut seine ganz eigene Version des skandinavischen Power Metal's frönt und ganz im Geiste seiner großen Vorbilder ANGRA, STRATOVARIUS und HELLOWEEN.
Auf dem neuen Album dreht sich alles um unsere Welt und wie sich alles darin wandelt, außerdem soll es hier wohl ein wenig härter zur Sache geht als auf der letzten Veröffentlichung „Welcome to the Theater“, die ihr auch hier bei uns finden könnt.
Ich war auf jeden Fall gespannt was mich erwartete, hatte REINXEED doch mit seinem „1912“er Album bei mir damals offene Türen eingerannt.
Mit dem Opener „Distant Horizon“ stürzen wir uns gleich mal ins neue Werk. Und direkt ist es wieder da, das Gefühl was nur in einem REINXEED Album aufkommen kann, man fühlt sich in die gute alte Zeit zurückversetzt! Schnelle Gitarrenläufe, sanfte Keyboardunterstützung und treibende Drums. Dazu der, natürlich stark gewöhnungsbedürftige, Gesang von Tommy und fertig ist ein typischer REINXEED Opener, der auch mit seinem Ohrwurmchorus punkten kann. Starker Beginn!
Das folgende „Into the Darkness“ ist seinem Vorgänger sehr ähnlich, kann aber nicht so überzeugen, weil für mich der Chorus und die Melodie ein wenig zu ausgelutscht daherkommt. Ein Track der auch auf dem Vorgängeralbum hätte stehen können.
Aber der gute Tommy berappelt sich und präsentiert uns in der Folge ein paar richtig starke Songs. „The Journey home“ ist schön atmosphärisch und nicht ganz so schnell gehalten, „The Star“ atmet dann den Geist der Openers und ist super eingängig geworden und „Northern Allstars“ lebt eindeutig von seinen Bombenchorus und den teils mehrstimmigen Gesängen . Dazwischen gibt es aber auch mit „Final Destination“ wieder einen kleinen Durchhänger zu verzeichnen, das will ich euch natürlich auch nicht verschweigen.
Langsam aber sicher stoßen wir ins letzte Drittel der Scheibe vor, dieses wird vom Midtempotrack „Chalice of Time“ recht ordentlich eröffnet und wir dann mit dem überlangen Titeltrack „A new World“ gekonnt beschlossen. Dazwischen stecken aber noch zwei weitere starke Tracks, nämlich das sehr melodische „Curse and Damnation“ und der Hochgeschwindigkeitssong „Guitar Hero“.
Als Abschluss bleibt die Erkenntnis das Tommy Reinxeed mit seiner neuen Veröffentlichung das letzte, in meinen Augen, etwas schwächere „Welcome to the Theater“ vergessen macht und wieder auf dem absolut richtigen Weg ist!
Anspieltipps:
“Distant Horizon”, “The Journey home”, “The Star”,”Northern Allstars” und “A new World” sollte man auf jeden Fall gehört haben!
Fazit :
Eine starke Veröffentlichung aus dem Hause REINXEED, endlich ist der Gitarrenhexer wieder auf dem Weg den er zuletzt bei “1912” bestritten hat!
REINXEED Fans und Freunde der angesprochene Bands sollten hier denke ich auf jeden Fall viel Freude haben und daher spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus!
Ich bin gespannt ob die nächste Platte erneut so stark wird, dann packe ich auch noch gerne punktemäßig was drauf.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Distant Horizon
02. Into the Darkness
03. The Journey home
04. The Star
05. Final Destination
06. Northern Allstars
07. Chalice of Time
08. Curse and Damnation
09. Guitar Hero
10. A New World
Julian
Album: A new World
Spielzeit: 49:27 min
Stilrichtung: Symphonic Power Metal
Plattenfirma: Liljegren Records
Veröffentlichung: 05.09.2013
Homepage: www.reinxeed.com
Nicht nur der gute Jorn Lande ist ein blonder Hüne aus dem Norden der sehr fleißig ist was Veröffentlichungen angeht. Nein, mit Tommy Reinxeed haben wir einen zweiten Kandidaten der ins gleiche Horn stößt. Veröffentlicht er mittlerweile doch jedes Jahr ein neues Album. Somit kann die Bandhistory mittlerweile auch schon ziemlich gut hier bei uns verfolgt werden. Wer also mehr Hintergrundinfos benötigt, lese bitte meine anderen Rezensionen zu seinen Platten.
Kümmern wir uns lieber um die aktuelle Veröffentlichung von REINXEED mit dem Namen „A new World“ auf der Tommy erneut seine ganz eigene Version des skandinavischen Power Metal's frönt und ganz im Geiste seiner großen Vorbilder ANGRA, STRATOVARIUS und HELLOWEEN.
Auf dem neuen Album dreht sich alles um unsere Welt und wie sich alles darin wandelt, außerdem soll es hier wohl ein wenig härter zur Sache geht als auf der letzten Veröffentlichung „Welcome to the Theater“, die ihr auch hier bei uns finden könnt.
Ich war auf jeden Fall gespannt was mich erwartete, hatte REINXEED doch mit seinem „1912“er Album bei mir damals offene Türen eingerannt.
Mit dem Opener „Distant Horizon“ stürzen wir uns gleich mal ins neue Werk. Und direkt ist es wieder da, das Gefühl was nur in einem REINXEED Album aufkommen kann, man fühlt sich in die gute alte Zeit zurückversetzt! Schnelle Gitarrenläufe, sanfte Keyboardunterstützung und treibende Drums. Dazu der, natürlich stark gewöhnungsbedürftige, Gesang von Tommy und fertig ist ein typischer REINXEED Opener, der auch mit seinem Ohrwurmchorus punkten kann. Starker Beginn!
Das folgende „Into the Darkness“ ist seinem Vorgänger sehr ähnlich, kann aber nicht so überzeugen, weil für mich der Chorus und die Melodie ein wenig zu ausgelutscht daherkommt. Ein Track der auch auf dem Vorgängeralbum hätte stehen können.
Aber der gute Tommy berappelt sich und präsentiert uns in der Folge ein paar richtig starke Songs. „The Journey home“ ist schön atmosphärisch und nicht ganz so schnell gehalten, „The Star“ atmet dann den Geist der Openers und ist super eingängig geworden und „Northern Allstars“ lebt eindeutig von seinen Bombenchorus und den teils mehrstimmigen Gesängen . Dazwischen gibt es aber auch mit „Final Destination“ wieder einen kleinen Durchhänger zu verzeichnen, das will ich euch natürlich auch nicht verschweigen.
Langsam aber sicher stoßen wir ins letzte Drittel der Scheibe vor, dieses wird vom Midtempotrack „Chalice of Time“ recht ordentlich eröffnet und wir dann mit dem überlangen Titeltrack „A new World“ gekonnt beschlossen. Dazwischen stecken aber noch zwei weitere starke Tracks, nämlich das sehr melodische „Curse and Damnation“ und der Hochgeschwindigkeitssong „Guitar Hero“.
Als Abschluss bleibt die Erkenntnis das Tommy Reinxeed mit seiner neuen Veröffentlichung das letzte, in meinen Augen, etwas schwächere „Welcome to the Theater“ vergessen macht und wieder auf dem absolut richtigen Weg ist!
Anspieltipps:
“Distant Horizon”, “The Journey home”, “The Star”,”Northern Allstars” und “A new World” sollte man auf jeden Fall gehört haben!
Fazit :
Eine starke Veröffentlichung aus dem Hause REINXEED, endlich ist der Gitarrenhexer wieder auf dem Weg den er zuletzt bei “1912” bestritten hat!
REINXEED Fans und Freunde der angesprochene Bands sollten hier denke ich auf jeden Fall viel Freude haben und daher spreche ich eine klare Kaufempfehlung aus!
Ich bin gespannt ob die nächste Platte erneut so stark wird, dann packe ich auch noch gerne punktemäßig was drauf.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Distant Horizon
02. Into the Darkness
03. The Journey home
04. The Star
05. Final Destination
06. Northern Allstars
07. Chalice of Time
08. Curse and Damnation
09. Guitar Hero
10. A New World
Julian
AVENGED SEVENFOLD - Hail To The King
Band: Avenged Sevenfold
Album: Hail To The King
Spielzeit: 53:25 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Warner Bros.
Veröffentlichung: 23.08.2013
Homepage: www.avengedsevenfold.com
Nach dem US-No. 1 Album „Nightmare“, mit dem AVENGED SEVENFOLD den Verlust Ihres verstorbenen Drummers Jimmy "The Rev" Sullivan verarbeiteten und in etwas Positives umsetzen konnten, mussten sich die Shooting Stars aus Kalifornien aufgrund unterschiedlicher Erwartungen bezüglich der gemeinsamen Zusammenarbeit wieder von Interimsdrummer Mike Portnoy trennen. Eine gute Entscheidung, konnte mit Arin Ilejay doch ein neues, auch vom Alter passendes, Bandmitglied gefunden werden, das auf „Hail To The King” sein Talent eindrucksvoll unter Beweis stellt. AVENGED SEVENFOLD haben in der Vergangenheit ja bereits den einen oder anderen Kurswechsel vorgenommen - Anno 2013 hat man sich nun vollmundig den klassischen Metal auf die Fahnen geschrieben und vieles vom bisherigen Standardrepertoire über Bord geworfen. Im Vorfeld wurde viel von Blues-Rock, Classic-Rock und traditionellen Metal Einflüssen gefaselt, und in der Tat ist zumindest der Sound des neuen, 6. Studioalbums geradezu knochentrocken und aufs Nötigste reduziert geraten. Was da klangtechnisch aus den Boxen kracht ist schon beeindruckend. Jedes Detail ist herauszuhören. Allerdings, und das wird bereits nach wenigen Takten klar, haben sich die Band und Produzent Mike Elizondo (u.a. Mastodon) nicht nur von den klassischen Vorbildern inspirieren lassen, sondern auch ganz bewusst die Arrangements und den Klang der Scheibe an die glorreichen Klassiker angelehnt (ok, nennen wir das Kind beim Namen: die Scheibe klingt wie eine Blaupause des Black Albums). Das dies nicht überall auf ungeteilte Zustimmung treffen wird ist vorprogrammiert.
Es gibt daher Stimmen, die gnädig über das schamhafte Abkupfern und detailversessene Kopieren von bewährten Erfolgsformeln auf „Hail To The King“ hinwegsehen und das Album als ganz großes Ding abfeiern. Und dann gibt es solche, denen der allzu offensichtliche (Metallica)Rip-Off („This Means War“ !!!, „Shepherd Of Fire“ klingt als hätten Megadeth das Black Album eingespielt) oder die dreiste Guns N‘ Roses Resteverwertung („Doing Time“) zu billig erscheinen. Ich sitze ein wenig zwischen den Stühlen, denn für jeden gelungenen Track auf „Hail To The King“ (wie den grandiosen Ohrwurm „Hail To The King“ oder das beeindruckende „Coming Home“) gibt es gesichtslose Massenware ohne Ecken, ohne Kanten (die fürchterlich belanglose Ballade „Crimson Day“) und vor allem ohne eigenes Profil zu verdauen. Insgesamt schiebt die Scheibe arschglattpoliert und streckenweise arg zahnlos aus den Speakern. Und da neben den Songs auch die megafette Produktion so offensichtlich nachmodelliert ist, tue ich mich schwer das alles ernst zu nehmen. Dem Erfolg (vor allem in den Staaten) wird das alles natürlich keinen Abbruch tun. Ob es hierzulande aber zum großen Durchbruch reicht ist fraglich. Letztendlich ist „Hail To The King“ ein grundsolides Metal-Album geworden, dem man den Enthusiasmus und die Spielfreude der Band zu jedem Moment anmerkt. Während Neuzugang Arin Ilejay ein solides Fundament legt und die beiden Gitarristen Synyster Gates und Zacky Vengeance Riffs und Soli en Masse raushauen (wir erinnern uns, klassischer Metal ist das Motto der Stunde), ist der Held der Scheibe aber ganz klar Sänger M. Shadows, der mit einer dermaßen geilen Rockröhre gesegnet ist, dass alleine dies schon ein Kaufargument ist. Wäre die ganze Platte so dreckig in Szene gesetzt wie Shadows‘ Stimme, ich würde glatt noch den ein oder anderen Punkt draufsetzen.
Nein, falsch kann man als Metal-Fan mit „Hail To The King“ wirklich nichts machen. Man bekommt für sein Geld ein zeitgemäß inszeniertes Stück typisch amerikanischen, auf Mainstream gebürsteten Heavy Metal geboten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich persönlich wünsche mir, dass die Band beim nächsten Album etwas mehr Mut zur Eigenständigkeit an den Tag legt und sich vom Kopieren aufs Interpretieren verlegt.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Shepherd Of Fire
02. Hail To The King
03. Doing Time
04. This Means War
05. Requiem
06. Crimson Day
07. Heretic
08. Coming Home
09. Planets
10. Acid Rain
Mario
Album: Hail To The King
Spielzeit: 53:25 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Warner Bros.
Veröffentlichung: 23.08.2013
Homepage: www.avengedsevenfold.com
Nach dem US-No. 1 Album „Nightmare“, mit dem AVENGED SEVENFOLD den Verlust Ihres verstorbenen Drummers Jimmy "The Rev" Sullivan verarbeiteten und in etwas Positives umsetzen konnten, mussten sich die Shooting Stars aus Kalifornien aufgrund unterschiedlicher Erwartungen bezüglich der gemeinsamen Zusammenarbeit wieder von Interimsdrummer Mike Portnoy trennen. Eine gute Entscheidung, konnte mit Arin Ilejay doch ein neues, auch vom Alter passendes, Bandmitglied gefunden werden, das auf „Hail To The King” sein Talent eindrucksvoll unter Beweis stellt. AVENGED SEVENFOLD haben in der Vergangenheit ja bereits den einen oder anderen Kurswechsel vorgenommen - Anno 2013 hat man sich nun vollmundig den klassischen Metal auf die Fahnen geschrieben und vieles vom bisherigen Standardrepertoire über Bord geworfen. Im Vorfeld wurde viel von Blues-Rock, Classic-Rock und traditionellen Metal Einflüssen gefaselt, und in der Tat ist zumindest der Sound des neuen, 6. Studioalbums geradezu knochentrocken und aufs Nötigste reduziert geraten. Was da klangtechnisch aus den Boxen kracht ist schon beeindruckend. Jedes Detail ist herauszuhören. Allerdings, und das wird bereits nach wenigen Takten klar, haben sich die Band und Produzent Mike Elizondo (u.a. Mastodon) nicht nur von den klassischen Vorbildern inspirieren lassen, sondern auch ganz bewusst die Arrangements und den Klang der Scheibe an die glorreichen Klassiker angelehnt (ok, nennen wir das Kind beim Namen: die Scheibe klingt wie eine Blaupause des Black Albums). Das dies nicht überall auf ungeteilte Zustimmung treffen wird ist vorprogrammiert.
Es gibt daher Stimmen, die gnädig über das schamhafte Abkupfern und detailversessene Kopieren von bewährten Erfolgsformeln auf „Hail To The King“ hinwegsehen und das Album als ganz großes Ding abfeiern. Und dann gibt es solche, denen der allzu offensichtliche (Metallica)Rip-Off („This Means War“ !!!, „Shepherd Of Fire“ klingt als hätten Megadeth das Black Album eingespielt) oder die dreiste Guns N‘ Roses Resteverwertung („Doing Time“) zu billig erscheinen. Ich sitze ein wenig zwischen den Stühlen, denn für jeden gelungenen Track auf „Hail To The King“ (wie den grandiosen Ohrwurm „Hail To The King“ oder das beeindruckende „Coming Home“) gibt es gesichtslose Massenware ohne Ecken, ohne Kanten (die fürchterlich belanglose Ballade „Crimson Day“) und vor allem ohne eigenes Profil zu verdauen. Insgesamt schiebt die Scheibe arschglattpoliert und streckenweise arg zahnlos aus den Speakern. Und da neben den Songs auch die megafette Produktion so offensichtlich nachmodelliert ist, tue ich mich schwer das alles ernst zu nehmen. Dem Erfolg (vor allem in den Staaten) wird das alles natürlich keinen Abbruch tun. Ob es hierzulande aber zum großen Durchbruch reicht ist fraglich. Letztendlich ist „Hail To The King“ ein grundsolides Metal-Album geworden, dem man den Enthusiasmus und die Spielfreude der Band zu jedem Moment anmerkt. Während Neuzugang Arin Ilejay ein solides Fundament legt und die beiden Gitarristen Synyster Gates und Zacky Vengeance Riffs und Soli en Masse raushauen (wir erinnern uns, klassischer Metal ist das Motto der Stunde), ist der Held der Scheibe aber ganz klar Sänger M. Shadows, der mit einer dermaßen geilen Rockröhre gesegnet ist, dass alleine dies schon ein Kaufargument ist. Wäre die ganze Platte so dreckig in Szene gesetzt wie Shadows‘ Stimme, ich würde glatt noch den ein oder anderen Punkt draufsetzen.
Nein, falsch kann man als Metal-Fan mit „Hail To The King“ wirklich nichts machen. Man bekommt für sein Geld ein zeitgemäß inszeniertes Stück typisch amerikanischen, auf Mainstream gebürsteten Heavy Metal geboten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Ich persönlich wünsche mir, dass die Band beim nächsten Album etwas mehr Mut zur Eigenständigkeit an den Tag legt und sich vom Kopieren aufs Interpretieren verlegt.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Shepherd Of Fire
02. Hail To The King
03. Doing Time
04. This Means War
05. Requiem
06. Crimson Day
07. Heretic
08. Coming Home
09. Planets
10. Acid Rain
Mario
HOLLOW HAZE - Countdown To Revenge
Band: Hollow Haze
Album: Countdown to Revenge
Spielzeit: 55:45 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 10.09.2013
Homepage: www.hollowhaze.com
Die Jungs von HOLLOW HAZE sind Italiener. Und was machen Italiener meistens für Metalmucke? Richtig, irgendetwas zwischen Symphonic, Power oder Melodic Metal. Und genau in dieser Schnittmenge musizieren auch die Mitglieder der 2003 gegründeten HOLLOW HAZE. Bis heute konnte man uns mit vier Alben beglücken, das letzte „Poison in Black“ erschien sogar erst vor gut einem Jahr 2012. Schneller als erwartet ist man nun mit dem Nachfolger „Countdown to Revenge“ zurück auf der Bildfläche. Bekanntestes und neustes Mitglied der Italiener ist mit Sicherheit der Frontmann der Jungs, der niemand geringeres ist als Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE, KAMELOT) der die neue Scheibe mit seinem klasse Gesang veredelt.
Als weiteren hochklassigen Gastsänger konnte man Rick Altzi (MASTERPLAN, AT VANCE) bei einem Song gewinnen.
Auf dem neuen Album bietet man uns wieder einen bombastischen Mix aus den schon genannten Musikstilen, der mit kraftvollen Riffs und eingängigen Arrangements daher kommt.
Um das Album noch einen Ticken bombastischer zu bekommen arbeitet man hier ebenfalls mit dem WINTERMOON ORCHESTRA und ANTARKTICA zusammen.
Nun, dann horchen wir doch direkt mal in das neue Album mit dem Opener „Room 212“ rein. Dieser ist nur ein stimmungsvolles Intro geworden, welches atmosphärisch auf die Platte einstimmen soll.
Das erste Mal richtig in die Vollen geht es dann bei „Watching in Silence“. Allerdings dauert es ein bisschen bis die Nummer richtig in Fahrt kommt, dann aber fliegen uns die wuchtigen Drums und die melodischen Riffs nur so um die Ohren. Bombastisch fahren die Jungs hier einiges auf und steigern sich von Minute zu Minute bis hin zum eingängigen Chorus. Ein starker Beginn!
Beim folgenden „Still Alive“ kommt dann auch schon der Gastbeitrag von Rick Altzi, der die Nummer noch zusätzlich aufpeppt. Ansonsten haben wir es hier mit einem genretypischen Midtemposong zu tun. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Sehr eingängig ist dann „No Rest for the Angels“ welches sich aufgrund des Chorus einfach tierisch in die Gehörgänge schraubt. Hier schwingt meine ich auch eine Spur RHAPSODY OF FIRE mit.
Mittlerweile sind wir im Mittelteil angekommen und hier überzeugen vor allem das genretypische „We must believe“, das kraftvolle „The Answer“ sowie das melodische „Il Tempo Del Fucco“.
So weit so gut, bislang wurde wir schön unterhalten, der absolute Überhammer blieb uns bislang aber verwehrt. Ändert sich das nun bei den letzten Songs?
Ja endlich, kommt er DER Track!
Zwar ist anfänglich „A Fading Angels Life“ auch „nur“ richtig stark und reiht sich in die starken Nummern ein, aber die Übernummer folgt dann endlich mit dem Titeltrack „Countdown to Revenge“ welches viel zu entdecken hat und fast schon progressive daher kommt.
Warum hat das so lange gedauert Jungs?
Den Rausschmiss mit „The Gate to Nowhere“ kann man dafür aber links liegen lassen, ist nur ein atmosphärischer Ausklingsong.
Anspieltipps:
Hier sollte man “Watching in Silence”, “No Rest for the Angels”, “We must believe”, “Il Tempo Del Fucco” sowie “Countdown to Revenge” genauer beachten.
Fazit :
Die Jungs von HOLLOW HAZE machen mir ihrem neuen Album eigentlich nicht so viel falsch. Man hat sich mit Fabio Lione eine klasse Sänger ins Boot geholt, starke Songs kann man auch schreiben und auch die Mischung der Songs passt gut.
Warum ist es dann aber “nur” eine 7,5 geworden?
Nun das will ich euch sagen, für mich hebt sich das Ganze zu wenig von der großen Symphonic/Melodic Metal Masse ab! Richtige Ausfälle gibt es hier wie gesagt zwar nicht zu verzeichnen, aber absolute Burner findet man hier auch nur ganz wenige.
Um aus der breiten Masse hervorzustechen braucht man dann schon mehr Nummern, wie den genialen Titeltrack!
Trotzdem sollten Genrefans hier nicht zögern und zu schlagen und ich denke mal diese dürften bestimmt auch noch 0,5 oder 1 Punkt drauf rechnen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Room 212
02. Watching in Silence
03. Still Alive
04. No Rest for the Angels
05. Life has no Meaning
06. We must believe
07. The Answer
08. Il Tempo Del Fuoco
09. A Fading Angel's Life
10. Countdown to Revenge
11. The Gate to Nowhere
Julian
Album: Countdown to Revenge
Spielzeit: 55:45 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 10.09.2013
Homepage: www.hollowhaze.com
Die Jungs von HOLLOW HAZE sind Italiener. Und was machen Italiener meistens für Metalmucke? Richtig, irgendetwas zwischen Symphonic, Power oder Melodic Metal. Und genau in dieser Schnittmenge musizieren auch die Mitglieder der 2003 gegründeten HOLLOW HAZE. Bis heute konnte man uns mit vier Alben beglücken, das letzte „Poison in Black“ erschien sogar erst vor gut einem Jahr 2012. Schneller als erwartet ist man nun mit dem Nachfolger „Countdown to Revenge“ zurück auf der Bildfläche. Bekanntestes und neustes Mitglied der Italiener ist mit Sicherheit der Frontmann der Jungs, der niemand geringeres ist als Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE, KAMELOT) der die neue Scheibe mit seinem klasse Gesang veredelt.
Als weiteren hochklassigen Gastsänger konnte man Rick Altzi (MASTERPLAN, AT VANCE) bei einem Song gewinnen.
Auf dem neuen Album bietet man uns wieder einen bombastischen Mix aus den schon genannten Musikstilen, der mit kraftvollen Riffs und eingängigen Arrangements daher kommt.
Um das Album noch einen Ticken bombastischer zu bekommen arbeitet man hier ebenfalls mit dem WINTERMOON ORCHESTRA und ANTARKTICA zusammen.
Nun, dann horchen wir doch direkt mal in das neue Album mit dem Opener „Room 212“ rein. Dieser ist nur ein stimmungsvolles Intro geworden, welches atmosphärisch auf die Platte einstimmen soll.
Das erste Mal richtig in die Vollen geht es dann bei „Watching in Silence“. Allerdings dauert es ein bisschen bis die Nummer richtig in Fahrt kommt, dann aber fliegen uns die wuchtigen Drums und die melodischen Riffs nur so um die Ohren. Bombastisch fahren die Jungs hier einiges auf und steigern sich von Minute zu Minute bis hin zum eingängigen Chorus. Ein starker Beginn!
Beim folgenden „Still Alive“ kommt dann auch schon der Gastbeitrag von Rick Altzi, der die Nummer noch zusätzlich aufpeppt. Ansonsten haben wir es hier mit einem genretypischen Midtemposong zu tun. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Sehr eingängig ist dann „No Rest for the Angels“ welches sich aufgrund des Chorus einfach tierisch in die Gehörgänge schraubt. Hier schwingt meine ich auch eine Spur RHAPSODY OF FIRE mit.
Mittlerweile sind wir im Mittelteil angekommen und hier überzeugen vor allem das genretypische „We must believe“, das kraftvolle „The Answer“ sowie das melodische „Il Tempo Del Fucco“.
So weit so gut, bislang wurde wir schön unterhalten, der absolute Überhammer blieb uns bislang aber verwehrt. Ändert sich das nun bei den letzten Songs?
Ja endlich, kommt er DER Track!
Zwar ist anfänglich „A Fading Angels Life“ auch „nur“ richtig stark und reiht sich in die starken Nummern ein, aber die Übernummer folgt dann endlich mit dem Titeltrack „Countdown to Revenge“ welches viel zu entdecken hat und fast schon progressive daher kommt.
Warum hat das so lange gedauert Jungs?
Den Rausschmiss mit „The Gate to Nowhere“ kann man dafür aber links liegen lassen, ist nur ein atmosphärischer Ausklingsong.
Anspieltipps:
Hier sollte man “Watching in Silence”, “No Rest for the Angels”, “We must believe”, “Il Tempo Del Fucco” sowie “Countdown to Revenge” genauer beachten.
Fazit :
Die Jungs von HOLLOW HAZE machen mir ihrem neuen Album eigentlich nicht so viel falsch. Man hat sich mit Fabio Lione eine klasse Sänger ins Boot geholt, starke Songs kann man auch schreiben und auch die Mischung der Songs passt gut.
Warum ist es dann aber “nur” eine 7,5 geworden?
Nun das will ich euch sagen, für mich hebt sich das Ganze zu wenig von der großen Symphonic/Melodic Metal Masse ab! Richtige Ausfälle gibt es hier wie gesagt zwar nicht zu verzeichnen, aber absolute Burner findet man hier auch nur ganz wenige.
Um aus der breiten Masse hervorzustechen braucht man dann schon mehr Nummern, wie den genialen Titeltrack!
Trotzdem sollten Genrefans hier nicht zögern und zu schlagen und ich denke mal diese dürften bestimmt auch noch 0,5 oder 1 Punkt drauf rechnen.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Room 212
02. Watching in Silence
03. Still Alive
04. No Rest for the Angels
05. Life has no Meaning
06. We must believe
07. The Answer
08. Il Tempo Del Fuoco
09. A Fading Angel's Life
10. Countdown to Revenge
11. The Gate to Nowhere
Julian
Mittwoch, 4. September 2013
PORTNOY SHEEHAN MACALPINE SHERINIAN - Live In Tokyo
Band: Portnoy Sheehan MacAlpine Sherinian
Album: Live In Tokyo
Spielzeit: 106 min
Stilrichtung: Instrumental Rock
Plattenfirma: Eagle Vision
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.mikeportnoy.com
Ich geb’s auf, ich komme einfach nicht mehr mit. Ob Mike Portnoy selber noch den Überblick über seine unzähligen Projekte hat? Womöglich schickt ihn eine ganze Armada von Terminplanervasallen tagtäglich von einem Termin zum nächsten und der gute Mike labert und trommelt einfach überall dort, wo man ihn nicht gleich rausschmeißt? Man weiß es nicht so genau. Die neueste Veröffentlichung ist ein Mitschnitt aus dem Zepp Tokyo vom November 2012, bei dem Portnoy von seinem The Winery Dogs Kollegen Billy Sheehan am Bass, Ex-Dream Theater Keyboarder Derek Sherinian und Gitarrenwunderknabe Tony MacAlpine begleitet wird. Höchster Frickelalarm also, der Freunden von anspruchsvoller instrumentaler Rockmusik das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen dürfte. Die Setlist verspricht ebenfalls einen bunten Marsch durch die Diskographie der 4 Herren. Also ab in den Player mit der schönen Scheibe:
Eröffnet wird der Gig mit einer berauschenden Version des Dream Theater Knallers „A Change Of Seasons: I. The Crimson Sunrise“ (den Portnoy und Sherinian so ähnlich auch bereits auf der „Once In A Livetime“ Veröffentlichung vor 15 Jahren zusammen gezockt haben). Weiter geht’s mit Songs von diversen Sherinian und MacAlpine Soloalben („Apocalypse 1470 B.C.“, „Been Here Before“), Coverversionen (das unkaputtbare „The Pump“ sowie den Klassiker „Birds Of Prey“), das unvermeidliche und sehr gelungene „Shy Boy“ mit Sheehan am Gesang und natürlich ausgedehnten Solospots aller Beteiligten. Atemberaubend ist natürlich die Leichtigkeit mit der die 4 Herren auf Ihren Instrumente zu absonderlichen Solopassagen ansetzen – das verwundert bei der geballten Diskographie die da auf der Bühne steht wohl auch kaum noch jemanden.
Das Konzert erscheint sowohl als Doppel-CD als auch auf DVD und BluRay, wobei der BD (insofern ein entsprechender Player vorhanden ist) aufgrund der sehr guten Bild- und Soundqualität auf jeden Fall der Vorzug zu geben ist. Das Bühnenbild ist (wohl auch aufgrund der Low-Budget Umstände der Tour) spartanisch, lenkt daher aber auch zu keiner Sekunde vom eigentlich wichtigen Geschehen am Bühnenrand ab. Der Schnitt ist ebenfalls nicht zu hektisch, fängt immer das gerade Wichtige ein und vermittelt ein gutes Live-Feeling. Es ist immer wieder erstaunlich mit welcher sympathischen Leichtigkeit und Agilität der mittlerweile 60-jährige Billy Sheehan über die Bühne wirbelt und ein Monsterfundament unter die unzähligen Soloeskapaden seiner Mitstreiter legt. Sherinian und MacAlpine agieren gewohnt lässig und souverän und Portnoy lässt mal wieder den Gang-Leader raushängen. Überraschungen wird wohl auch niemand von dieser Band erwarten. Interessant ist auf jeden Fall zuzusehen wie die 4 Vollblutprofis, die nur sehr begrenzte Zeit hatten sich auf die Tour vorzubereiten, sich durch winzige Zeichen und kurzen Blickkontakt gegenseitig durch die hochkomplexen Kompositionen leiten. Als Bonus gibt’s noch ein knapp 10-minütiges „Behind-The-Scenes“ in grausamer Soundqualität oben drauf, in dem die Musiker die üblichen oberflächlichen Plattitüden von sich geben und nur kurz auf die widrigen Umstände der Tour eingehen. Nennen wir das mal einen Alibi-Bonus ohne wirklichen Mehrwert. Das ändert aber nichts daran, dass „Live In Tokyo” dem Interessenten äußerst unterhaltsame 90 Minuten auf höchstem Niveau bietet, bei dem es auch soundtechnisch nichts zu bemängeln gibt.
WERTUNG:
Trackliste:
01. A Change Of Seasons: I. The Crimson Sunrise
02. Acid Rain
03. The Stranger
04. Stratus
05. Apocalypse 1470 B.C.
06. Tony MacAlpine Guitar Solo
07. Been Here Before
08. Birds Of Prey (Billy’s Boogie) / Billy Sheehan Bass Solo
09. The Farandole
10. The Pump
11. Mike Portnoy Drum Intro
12. Nightmare City
13. Hell’s Kitchen
14. Derek Sherinian Keyboard Solo
15. Lines In The Sand
16. Shy Boy
Mario
Album: Live In Tokyo
Spielzeit: 106 min
Stilrichtung: Instrumental Rock
Plattenfirma: Eagle Vision
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.mikeportnoy.com
Ich geb’s auf, ich komme einfach nicht mehr mit. Ob Mike Portnoy selber noch den Überblick über seine unzähligen Projekte hat? Womöglich schickt ihn eine ganze Armada von Terminplanervasallen tagtäglich von einem Termin zum nächsten und der gute Mike labert und trommelt einfach überall dort, wo man ihn nicht gleich rausschmeißt? Man weiß es nicht so genau. Die neueste Veröffentlichung ist ein Mitschnitt aus dem Zepp Tokyo vom November 2012, bei dem Portnoy von seinem The Winery Dogs Kollegen Billy Sheehan am Bass, Ex-Dream Theater Keyboarder Derek Sherinian und Gitarrenwunderknabe Tony MacAlpine begleitet wird. Höchster Frickelalarm also, der Freunden von anspruchsvoller instrumentaler Rockmusik das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen dürfte. Die Setlist verspricht ebenfalls einen bunten Marsch durch die Diskographie der 4 Herren. Also ab in den Player mit der schönen Scheibe:
Eröffnet wird der Gig mit einer berauschenden Version des Dream Theater Knallers „A Change Of Seasons: I. The Crimson Sunrise“ (den Portnoy und Sherinian so ähnlich auch bereits auf der „Once In A Livetime“ Veröffentlichung vor 15 Jahren zusammen gezockt haben). Weiter geht’s mit Songs von diversen Sherinian und MacAlpine Soloalben („Apocalypse 1470 B.C.“, „Been Here Before“), Coverversionen (das unkaputtbare „The Pump“ sowie den Klassiker „Birds Of Prey“), das unvermeidliche und sehr gelungene „Shy Boy“ mit Sheehan am Gesang und natürlich ausgedehnten Solospots aller Beteiligten. Atemberaubend ist natürlich die Leichtigkeit mit der die 4 Herren auf Ihren Instrumente zu absonderlichen Solopassagen ansetzen – das verwundert bei der geballten Diskographie die da auf der Bühne steht wohl auch kaum noch jemanden.
Das Konzert erscheint sowohl als Doppel-CD als auch auf DVD und BluRay, wobei der BD (insofern ein entsprechender Player vorhanden ist) aufgrund der sehr guten Bild- und Soundqualität auf jeden Fall der Vorzug zu geben ist. Das Bühnenbild ist (wohl auch aufgrund der Low-Budget Umstände der Tour) spartanisch, lenkt daher aber auch zu keiner Sekunde vom eigentlich wichtigen Geschehen am Bühnenrand ab. Der Schnitt ist ebenfalls nicht zu hektisch, fängt immer das gerade Wichtige ein und vermittelt ein gutes Live-Feeling. Es ist immer wieder erstaunlich mit welcher sympathischen Leichtigkeit und Agilität der mittlerweile 60-jährige Billy Sheehan über die Bühne wirbelt und ein Monsterfundament unter die unzähligen Soloeskapaden seiner Mitstreiter legt. Sherinian und MacAlpine agieren gewohnt lässig und souverän und Portnoy lässt mal wieder den Gang-Leader raushängen. Überraschungen wird wohl auch niemand von dieser Band erwarten. Interessant ist auf jeden Fall zuzusehen wie die 4 Vollblutprofis, die nur sehr begrenzte Zeit hatten sich auf die Tour vorzubereiten, sich durch winzige Zeichen und kurzen Blickkontakt gegenseitig durch die hochkomplexen Kompositionen leiten. Als Bonus gibt’s noch ein knapp 10-minütiges „Behind-The-Scenes“ in grausamer Soundqualität oben drauf, in dem die Musiker die üblichen oberflächlichen Plattitüden von sich geben und nur kurz auf die widrigen Umstände der Tour eingehen. Nennen wir das mal einen Alibi-Bonus ohne wirklichen Mehrwert. Das ändert aber nichts daran, dass „Live In Tokyo” dem Interessenten äußerst unterhaltsame 90 Minuten auf höchstem Niveau bietet, bei dem es auch soundtechnisch nichts zu bemängeln gibt.
WERTUNG:
Trackliste:
01. A Change Of Seasons: I. The Crimson Sunrise
02. Acid Rain
03. The Stranger
04. Stratus
05. Apocalypse 1470 B.C.
06. Tony MacAlpine Guitar Solo
07. Been Here Before
08. Birds Of Prey (Billy’s Boogie) / Billy Sheehan Bass Solo
09. The Farandole
10. The Pump
11. Mike Portnoy Drum Intro
12. Nightmare City
13. Hell’s Kitchen
14. Derek Sherinian Keyboard Solo
15. Lines In The Sand
16. Shy Boy
Mario
ASHES OF ARES - Ashes Of Ares
Band: Ashes of Ares
Album: Ashes of Ares
Spielzeit: 46:21 min
Stilrichtung: Power Metal (US)
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 06.09.2013
Homepage: www.ashesofares.com
Wohl kaum einer anderen Band aus dem US-Metal Bereich wurde in den vergangenen Monat mehr entgegen gefiebert wie ASHES OF ARES.
Die neue Kollaboration mehr oder weniger gestandener Szenegrößen wie Göttersänger Matt Barlow (ex-ICED EARTH), Van Williams (ex-NEVERMORE) und Freddie Vidales (ex-ICED EARTH) waren dann bis vor kurzem ein gut gehütetes Geheimnis, Musik gab es nur in Fetzen zu hören, immer wieder gab es Studiovideos auf den gängigen Videoportalen als Lockfutter und ein Auftritt auf dem renommierten Rock Hard Open Air goss weitere Tröpfchen auf den bekannten Stein.
Doch auch dieser ist dann irgendwann ausgehöhlt und so steht nun mit dem ASHES OF ARES betitelten Debütalbum das erste Tondokument im Plattenladen des Vertrauens.
Geboten wird musikalische Kost, die, oh Wunder, natürlich deutlich im Einflussbereich der ehemaligen Arbeitgeber steht.
Musikalisch noch als grobe Mischung aus ICED EARTH und NEVERMORE zu beschreiben, trieft beim großartigen Gesang natürlich ICED EARTH aus jeder Ritze. Aber wie sollte es auch anders sein, prägte Matt Barlow die Band doch viele viele Jahre mit seiner Stimme. Leider reicht das Songwriting nicht ganz an die Großtaten der ex-Bands heran, was aber auch anhand der Qualitäten eines Jon Schaffer oder Jeff Lomis nachvollziehbar ist.
Kommen wir zur Produktion. Diese enttäuscht mich, als alten Morrisound Studio Anhänger dann doch ein wenig. Die Bassdrum klingt arg getriggert, während die Snare stellenweise komplett untergeht. Auch der Bass klingt arg blechern. Hier wäre weitaus mehr drin gewesen. Dem ganzen Songmaterial fehlt irgendwie der letzte Kick.
Fazit: ICED EARTH Fans greifen allein schon wegen Matt Barlow zu, alle anderen Freunde des gepflegten US-Power Metals sollten auf jeden Fall mal das ein oder andere Ohr riskieren. Die Produktion ist zwar der Schwachpunkt des Albums aber immer noch tausend Mal besser als 70% der Veröffentlichungen die im Zeitalter des Homerecordings dahingerotzt werden.
WERTUNG:
Trackliste:
1. The Messenger (5:07)
2. Move the Chains (4:33)
3. On Warrior's Wings (5:19)
4. Punishment (5:20)
5. This is My Hell (5:13)
6. Dead Man's Plight (4:40)
7. Chalice of Man (3:48)
8. The Answer (3:51)
9. What I Am (4:06)
10. The One Eyed King (4:24)
Frank
Album: Ashes of Ares
Spielzeit: 46:21 min
Stilrichtung: Power Metal (US)
Plattenfirma: Nuclear Blast Records
Veröffentlichung: 06.09.2013
Homepage: www.ashesofares.com
Wohl kaum einer anderen Band aus dem US-Metal Bereich wurde in den vergangenen Monat mehr entgegen gefiebert wie ASHES OF ARES.
Die neue Kollaboration mehr oder weniger gestandener Szenegrößen wie Göttersänger Matt Barlow (ex-ICED EARTH), Van Williams (ex-NEVERMORE) und Freddie Vidales (ex-ICED EARTH) waren dann bis vor kurzem ein gut gehütetes Geheimnis, Musik gab es nur in Fetzen zu hören, immer wieder gab es Studiovideos auf den gängigen Videoportalen als Lockfutter und ein Auftritt auf dem renommierten Rock Hard Open Air goss weitere Tröpfchen auf den bekannten Stein.
Doch auch dieser ist dann irgendwann ausgehöhlt und so steht nun mit dem ASHES OF ARES betitelten Debütalbum das erste Tondokument im Plattenladen des Vertrauens.
Geboten wird musikalische Kost, die, oh Wunder, natürlich deutlich im Einflussbereich der ehemaligen Arbeitgeber steht.
Musikalisch noch als grobe Mischung aus ICED EARTH und NEVERMORE zu beschreiben, trieft beim großartigen Gesang natürlich ICED EARTH aus jeder Ritze. Aber wie sollte es auch anders sein, prägte Matt Barlow die Band doch viele viele Jahre mit seiner Stimme. Leider reicht das Songwriting nicht ganz an die Großtaten der ex-Bands heran, was aber auch anhand der Qualitäten eines Jon Schaffer oder Jeff Lomis nachvollziehbar ist.
Kommen wir zur Produktion. Diese enttäuscht mich, als alten Morrisound Studio Anhänger dann doch ein wenig. Die Bassdrum klingt arg getriggert, während die Snare stellenweise komplett untergeht. Auch der Bass klingt arg blechern. Hier wäre weitaus mehr drin gewesen. Dem ganzen Songmaterial fehlt irgendwie der letzte Kick.
Fazit: ICED EARTH Fans greifen allein schon wegen Matt Barlow zu, alle anderen Freunde des gepflegten US-Power Metals sollten auf jeden Fall mal das ein oder andere Ohr riskieren. Die Produktion ist zwar der Schwachpunkt des Albums aber immer noch tausend Mal besser als 70% der Veröffentlichungen die im Zeitalter des Homerecordings dahingerotzt werden.
WERTUNG:
Trackliste:
1. The Messenger (5:07)
2. Move the Chains (4:33)
3. On Warrior's Wings (5:19)
4. Punishment (5:20)
5. This is My Hell (5:13)
6. Dead Man's Plight (4:40)
7. Chalice of Man (3:48)
8. The Answer (3:51)
9. What I Am (4:06)
10. The One Eyed King (4:24)
Frank
DARK AGE - A Matter Of Trust
Band: Dark Age
Album: A Matter Of Trust
Spielzeit: 42:11 min
Stilrichtung: Rock/Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 06.09.2013
Homepage: www.dark-age.de
Die Hanseaten DARK AGE legen mit Album Numero 7 das vor, woran Keema mit Ihrer Debüt Scheibe („Rise Up“) vor kurzem noch etwas überambitioniert gescheitert sind: eine beinharte Scheibe mit ungemeinem Pop-Appeal. Das mag dem ein oder anderen, der die Band bisher als waschechte Deathmetalband kannte und ins Herz geschlossen hatte womöglich zu viel des Guten sein. Nach einigen Durchläufen bleibt aber festzustellen, dass „A Matter Of Trust“ eine Sammlung unfassbar gelungener Hits ist, die jedem Melodie-afinen Metal Fan die Freudentränen ins Gesicht zaubern dürfte. Und wer kann es der Band nach 18 Jahren Aktivität verdenken den mit dem Vorgängergwerk „Acedia“ (2009) eingeschlagenen, massenkompatibleren Weg fortzuführen? Ich muss eingestehen, dass die Band mir bisher nicht wirklich ein Begriff war – das hat sich nun aber schlagartig geändert und der Backkatalog ist schon so gut wie inspiziert …
Gleich der Einstieg ins Album ist ein Kracher nach allen Regeln der Kunst: „Nero“ vereint einen eingängigen Refrain, messerscharfe Riffs, die Powerröhre von Gitarrist und Sänger Eike Freese sowie eine moderne, arschtighte Produktion (aus den bandeigenen „Hammer Studios“) zu einem Volltreffer par Excellence. Und das Niveau wird im weiteren Verlauf der Scheibe auch so gut wie nicht mehr unterboten. Die erste Single „Afterlife“ würzt das Ganze noch mit latenten Electronic-Einflüssen – Metal bleibt es aber zu jeder Sekunde. Neben der superben, manchmal leicht angepissten Stimme die den Tracks geniale Hooklines und die nötige Portion Schmutz verpasst, können vor allem die Gitarren immer wieder durch mächtige Riffs und geschmackvolle Soli Akzente setzen. Es ist eigentlich egal wo man hinzappt – „Out Of Time“ ist brutal und gleichzeitig mit einem himmelweiten Refrain gesegnet, in „Fight!“ gibts ordentlich auf die Zwölf, „Glory“ ist Pop pur mit tonnenschwerem Breitwandriffing, „Dark Sign“ kokettiert gelungen mit dezenten Gothik-Zutaten. Lediglich das gezwungen wirkende „Don’t Let The Devil Get Me” schießt etwas übers Ziel hinaus.
Was für eine Hammerscheibe! Wer auch nur ansatzweise etwas mit modernem Metal anfangen kann und nicht stur an vergangenen Zeiten (und Sounds) festhält, sollte sich „A Matter Of Trust“ auf jeden Fall auf den Einkaufszettel schreiben. DARK AGE haben ein vielschichtiges, detailverliebtes Album abgeliefert, das locker den Vergleich mit der internationalen Konkurrenz besetehen kann und die Band hoffendlich einen gehörigen Satz nach vorne bringen wird. Verdient hätten sie es spätestens jetzt.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Nero
02. Afterlife
03. Out Of Time
04. Fight!
05. Don’t Let The Devil Get Me
06. My Saviour
07. Glory
08. The Great Escape
09. The Locked In Syndrome
10. Dark Sign
11. Onwards!
Mario
Album: A Matter Of Trust
Spielzeit: 42:11 min
Stilrichtung: Rock/Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 06.09.2013
Homepage: www.dark-age.de
Die Hanseaten DARK AGE legen mit Album Numero 7 das vor, woran Keema mit Ihrer Debüt Scheibe („Rise Up“) vor kurzem noch etwas überambitioniert gescheitert sind: eine beinharte Scheibe mit ungemeinem Pop-Appeal. Das mag dem ein oder anderen, der die Band bisher als waschechte Deathmetalband kannte und ins Herz geschlossen hatte womöglich zu viel des Guten sein. Nach einigen Durchläufen bleibt aber festzustellen, dass „A Matter Of Trust“ eine Sammlung unfassbar gelungener Hits ist, die jedem Melodie-afinen Metal Fan die Freudentränen ins Gesicht zaubern dürfte. Und wer kann es der Band nach 18 Jahren Aktivität verdenken den mit dem Vorgängergwerk „Acedia“ (2009) eingeschlagenen, massenkompatibleren Weg fortzuführen? Ich muss eingestehen, dass die Band mir bisher nicht wirklich ein Begriff war – das hat sich nun aber schlagartig geändert und der Backkatalog ist schon so gut wie inspiziert …
Gleich der Einstieg ins Album ist ein Kracher nach allen Regeln der Kunst: „Nero“ vereint einen eingängigen Refrain, messerscharfe Riffs, die Powerröhre von Gitarrist und Sänger Eike Freese sowie eine moderne, arschtighte Produktion (aus den bandeigenen „Hammer Studios“) zu einem Volltreffer par Excellence. Und das Niveau wird im weiteren Verlauf der Scheibe auch so gut wie nicht mehr unterboten. Die erste Single „Afterlife“ würzt das Ganze noch mit latenten Electronic-Einflüssen – Metal bleibt es aber zu jeder Sekunde. Neben der superben, manchmal leicht angepissten Stimme die den Tracks geniale Hooklines und die nötige Portion Schmutz verpasst, können vor allem die Gitarren immer wieder durch mächtige Riffs und geschmackvolle Soli Akzente setzen. Es ist eigentlich egal wo man hinzappt – „Out Of Time“ ist brutal und gleichzeitig mit einem himmelweiten Refrain gesegnet, in „Fight!“ gibts ordentlich auf die Zwölf, „Glory“ ist Pop pur mit tonnenschwerem Breitwandriffing, „Dark Sign“ kokettiert gelungen mit dezenten Gothik-Zutaten. Lediglich das gezwungen wirkende „Don’t Let The Devil Get Me” schießt etwas übers Ziel hinaus.
Was für eine Hammerscheibe! Wer auch nur ansatzweise etwas mit modernem Metal anfangen kann und nicht stur an vergangenen Zeiten (und Sounds) festhält, sollte sich „A Matter Of Trust“ auf jeden Fall auf den Einkaufszettel schreiben. DARK AGE haben ein vielschichtiges, detailverliebtes Album abgeliefert, das locker den Vergleich mit der internationalen Konkurrenz besetehen kann und die Band hoffendlich einen gehörigen Satz nach vorne bringen wird. Verdient hätten sie es spätestens jetzt.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Nero
02. Afterlife
03. Out Of Time
04. Fight!
05. Don’t Let The Devil Get Me
06. My Saviour
07. Glory
08. The Great Escape
09. The Locked In Syndrome
10. Dark Sign
11. Onwards!
Mario
FOX - Lucifer
Band: Fox
Album: Lucifer
Spielzeit: 57:31 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Sony Music
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.fox-music.ch
Nicht zuletzt wegen seines Wirkens bei den schweizer Hardrockern SHAKRA ist Mark Fox ein bekannter Musiker. Nach der Trennung machte sich der Sänger daran, sein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Die Wartezeit bis zum Debüt „2012“ war schier unendlich, das Ergebnis überzeugte dann aber sowohl Fans als auch die Presse. Zwar brauchte die Scheibe einige Durchläufe, bis sie so richtig zündete, war dann aber auch aufgrund seiner enormen Abwechslung ein kleines Schmuckstück.
Jetzt nimmt der Namensgeber mit komplett neuer Mannschaft an seiner Seite einen neuen Anlauf mit seinem zweiten Album „Lucifer“. Dafür konnte er Tom Naumann (PRIMAL FEAR, guitars), Markus Kullmann (VOODOO CIRCLE, drums) und Alex Jansen (WICKED SENSATION, bass) gewinnen. Eingespielt wurden die Bassspuren allerdings von PINK CREAM 69´s Dennis Ward, der auch für die Produktion verpflichtet wurde.
Waren auf dem Vorgänger noch einige Parallelen zu den ehemaligen Brötchengebern des Bandchefs vorhanden, schnürt er dieses Mal ein etwas anderes Paket. Mit „The Answer“ startet das Album etwas eigenwillig, so richtig will der Song nicht in den Schädel. Aber das flotte „Hang On Ruby“ ist schon gefälliger unterwegs. Wenngleich es auch kein Meisterwerk ist. Der folgende Titeltrack vereint dann aber wieder alle Stärken: stampfender Rhythmus, fette Gitarren, geile Melodien und eine tolle Gesangsleistung. „Back For More“ beleuchtet die ruhige Seite des Schweizers, fast komplett akustisch gehalten. Melodic-Freaks werden bei „Ill Do It All Right“ und vor allem bei „Wonderland“ auf ihre Kosten kommen. Ersteres präsentiert sich luftig leicht bevor Mr. Fox im Wunderland alle Register zieht – ein, wenn nicht DAS Highlight der Platte. Melancholisch und mit viel Piano nimmt „Nothing To Lose Tonight“ sofort das Tempo heraus bevor „Gimme Your Love“ erneut ein Midtempo-Stampfer zum Zuge kommt, bei dem sich Mark Verstärkung von einer weiblichen Duettpartnerin geholt hat (der Name wird leider nirgends genannt). „Too Young To Die“ ist eine weitere Ballade mit viel Pathos, „I Can´t Sleep“ eine semiakustische Nummer mit viel Gefühl, das abschließende „Right To The End“ nimmt noch einmal volle Fahrt auf.
Schon das Debüt „2012“ war kein Fast-Food für die Ohren, die Klasse musste sich der Hörer nach und nach herausarbeiten. Auch bei „Lucifer“ ist das ähnlich. Aber unterm Strich hatte der Erstling etwas mehr Potential im Songwriting. Natürlich lässt die handwerkliche Umsetzung bei dieser erstklassigen Riege an Musikern keine Wünsche offen. Dennoch ist das neue Album gut geworden, wenngleich auch der letzte Kick in manchen Songs fehlt.
WERTUNG:
Trackliste:
1.The Answer
2.Hang On Ruby
3.Lucifer
4.Back For More
5.I´ll Do It All Right
6.Wonderland
7.Nothing To Lose Tonight
8.Gimme Your Love
9.Too Young To Die
10.I Can´t Sleep
11.Right To The End
Stefan
Album: Lucifer
Spielzeit: 57:31 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Sony Music
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.fox-music.ch
Nicht zuletzt wegen seines Wirkens bei den schweizer Hardrockern SHAKRA ist Mark Fox ein bekannter Musiker. Nach der Trennung machte sich der Sänger daran, sein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Die Wartezeit bis zum Debüt „2012“ war schier unendlich, das Ergebnis überzeugte dann aber sowohl Fans als auch die Presse. Zwar brauchte die Scheibe einige Durchläufe, bis sie so richtig zündete, war dann aber auch aufgrund seiner enormen Abwechslung ein kleines Schmuckstück.
Jetzt nimmt der Namensgeber mit komplett neuer Mannschaft an seiner Seite einen neuen Anlauf mit seinem zweiten Album „Lucifer“. Dafür konnte er Tom Naumann (PRIMAL FEAR, guitars), Markus Kullmann (VOODOO CIRCLE, drums) und Alex Jansen (WICKED SENSATION, bass) gewinnen. Eingespielt wurden die Bassspuren allerdings von PINK CREAM 69´s Dennis Ward, der auch für die Produktion verpflichtet wurde.
Waren auf dem Vorgänger noch einige Parallelen zu den ehemaligen Brötchengebern des Bandchefs vorhanden, schnürt er dieses Mal ein etwas anderes Paket. Mit „The Answer“ startet das Album etwas eigenwillig, so richtig will der Song nicht in den Schädel. Aber das flotte „Hang On Ruby“ ist schon gefälliger unterwegs. Wenngleich es auch kein Meisterwerk ist. Der folgende Titeltrack vereint dann aber wieder alle Stärken: stampfender Rhythmus, fette Gitarren, geile Melodien und eine tolle Gesangsleistung. „Back For More“ beleuchtet die ruhige Seite des Schweizers, fast komplett akustisch gehalten. Melodic-Freaks werden bei „Ill Do It All Right“ und vor allem bei „Wonderland“ auf ihre Kosten kommen. Ersteres präsentiert sich luftig leicht bevor Mr. Fox im Wunderland alle Register zieht – ein, wenn nicht DAS Highlight der Platte. Melancholisch und mit viel Piano nimmt „Nothing To Lose Tonight“ sofort das Tempo heraus bevor „Gimme Your Love“ erneut ein Midtempo-Stampfer zum Zuge kommt, bei dem sich Mark Verstärkung von einer weiblichen Duettpartnerin geholt hat (der Name wird leider nirgends genannt). „Too Young To Die“ ist eine weitere Ballade mit viel Pathos, „I Can´t Sleep“ eine semiakustische Nummer mit viel Gefühl, das abschließende „Right To The End“ nimmt noch einmal volle Fahrt auf.
Schon das Debüt „2012“ war kein Fast-Food für die Ohren, die Klasse musste sich der Hörer nach und nach herausarbeiten. Auch bei „Lucifer“ ist das ähnlich. Aber unterm Strich hatte der Erstling etwas mehr Potential im Songwriting. Natürlich lässt die handwerkliche Umsetzung bei dieser erstklassigen Riege an Musikern keine Wünsche offen. Dennoch ist das neue Album gut geworden, wenngleich auch der letzte Kick in manchen Songs fehlt.
WERTUNG:
Trackliste:
1.The Answer
2.Hang On Ruby
3.Lucifer
4.Back For More
5.I´ll Do It All Right
6.Wonderland
7.Nothing To Lose Tonight
8.Gimme Your Love
9.Too Young To Die
10.I Can´t Sleep
11.Right To The End
Stefan
JUDICATOR - Sleepy Plessow
Band: Judicator
Album: Sleepy Plessow
Spielzeit: 61:53 min
Stilrichtung: US Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 04.06.2013
Homepage: www.judicator666.bandcamp.com
Die Band JUDICATOR wurde durch Tony C (SEDULITY, VERMIFORM) und John Yelland (DISFORIA, Ex- SHADOWSEER) gegründet. Die Jungs fanden auf einer spontanen Party bei einem Freund zusammen und beschlossen dann nach austauschen der musikalischen Interessen eine Band zu gründen.
2012 erschien das Debütalbum "King of Rome“ als freier Download über Masters of Metal Productions. Hier frönte man ganz klar dem US Power Metal, welcher manchmal ein wenig symphonisch und progressiv daherkommt.
Nun sind die Jungs mit ihrem neuen Album „Sleepy Plessow“ zurück und damit hatte man auch meine Aufmerksamkeit gewonnen. Ich finde es sehr erstaunlich das man sich die Alben der Jungs immer noch als freien Download über ihre Internetseite runterladen kann, man scheint das Ganz wirklich nur aus lauter Spaß an der Mucke zu machen.
Und das die Jungs diesen haben, zeigen sie zu jeder Zeit. Hier kommt also wahrlich kein Schrott aus den Boxen!
Das beweist man auch direkt mit dem Openertrack „Sleepy Plessow“ welcher zwar nur ein Intro darstellt, aber dafür recht ordentlich aus den Boxen tönt. Ich habe da schon wesentlich schlimmeres gehört!
Direkt weiter geht es dann mit „The Elector“ welches aufgrund seiner Melodien und seinem Chorus sehr melodisch aus den Boxen tönt. Hier haben wir es eher mit einem Melodic Metaltrack zu tun, als mit waschechten US Metal. Wie auch immer, die Nummer ist auf jeden Fall super gelungen und setzt sich schon nach kurzem im Gehörgang fest!
Das folgende „Thirty Years of Terror“ klingt dann schon eher nach US Metal. Für mich ist der Track aber nicht ganz so gut gelungen wie der Vorgänger. Irgendwie kommt die Nummer nicht so auf den Punkt. Interessant ist sie aber durch ihre „Growls“ und Härte auf jeden Fall.
Angeführt vom wieder besseren „Memory of Shame“ stürmt man in den Mittelteil der mit „Release me“ und dem deutsch/englischen Doppelohrwurm „The Philosopher King“ und „“Blut vom Himmel“ richtig stark auftrumpfen kann. Es ist doch immer wieder schön wenn auch unsere deutsche Sprache bei Metalsongs verwendet wird.
Aber auch ansonsten sind die Nummern sehr gelungen, eingängig, abwechslungsreich und super gesungen. Hier gehen beide Daumen auf jeden Fall nach oben.
Die letzten drei Tracks haben es dann ein wenig schwer gegen die starken Vorgänger zu bestehen. Am Besten zieht sich hier noch „Sea of Fire“ aus der Affäre.
Anspieltipps:
Hier sollte man sich auf jeden Fall “The Elector”, “Memory of Shame”, “The Philosopher King” sowie “Blut vom Himmerl” genauer anhören.
Fazit :
Also ich muss schon sagen, die Jungs von JUDICATOR haben mich schon schwer beeindruckt. Dafür das man kaum Kohle zur Verfügung hat und die Scheiben fast in Eigenregie veröffentlicht, tönt “Sleepy Plessow” doch ganz ordentlich aus den Boxen!
Komplett in die US Metal Ecke würde ich die Jungs aber nicht einordnen. Es ist eher eine gesunde Mischung aus Melodic, US und Prog Metal. Dieser zündet hier auf dem Album mal mehr, mal weniger, aber wie gesagt wenn man die Veröffentlichung hier mal mit manch professioneller Labelveröffentlichung vergleicht, dann haben JUDICATOR hier wirklich gute Arbeit abgeliefert!
Na dann Leute, surft schnell man zur Seite der Band und unterstützt den Underground, sie haben es auf jeden Fall mehr als verdient!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Sleepy Plessow
02. The Elector
03. Thirty Years of Terror
04. Memory of Shame
05. Release me
06. Sapphire
07. Gedenkstätte
08. The Philosopher King
09. Blut vom Himmel
10. Sea of Fire
11. When Crowns are Shattered
12. Sans Souci
Julian
Album: Sleepy Plessow
Spielzeit: 61:53 min
Stilrichtung: US Power Metal
Plattenfirma: Eigenproduktion
Veröffentlichung: 04.06.2013
Homepage: www.judicator666.bandcamp.com
Die Band JUDICATOR wurde durch Tony C (SEDULITY, VERMIFORM) und John Yelland (DISFORIA, Ex- SHADOWSEER) gegründet. Die Jungs fanden auf einer spontanen Party bei einem Freund zusammen und beschlossen dann nach austauschen der musikalischen Interessen eine Band zu gründen.
2012 erschien das Debütalbum "King of Rome“ als freier Download über Masters of Metal Productions. Hier frönte man ganz klar dem US Power Metal, welcher manchmal ein wenig symphonisch und progressiv daherkommt.
Nun sind die Jungs mit ihrem neuen Album „Sleepy Plessow“ zurück und damit hatte man auch meine Aufmerksamkeit gewonnen. Ich finde es sehr erstaunlich das man sich die Alben der Jungs immer noch als freien Download über ihre Internetseite runterladen kann, man scheint das Ganz wirklich nur aus lauter Spaß an der Mucke zu machen.
Und das die Jungs diesen haben, zeigen sie zu jeder Zeit. Hier kommt also wahrlich kein Schrott aus den Boxen!
Das beweist man auch direkt mit dem Openertrack „Sleepy Plessow“ welcher zwar nur ein Intro darstellt, aber dafür recht ordentlich aus den Boxen tönt. Ich habe da schon wesentlich schlimmeres gehört!
Direkt weiter geht es dann mit „The Elector“ welches aufgrund seiner Melodien und seinem Chorus sehr melodisch aus den Boxen tönt. Hier haben wir es eher mit einem Melodic Metaltrack zu tun, als mit waschechten US Metal. Wie auch immer, die Nummer ist auf jeden Fall super gelungen und setzt sich schon nach kurzem im Gehörgang fest!
Das folgende „Thirty Years of Terror“ klingt dann schon eher nach US Metal. Für mich ist der Track aber nicht ganz so gut gelungen wie der Vorgänger. Irgendwie kommt die Nummer nicht so auf den Punkt. Interessant ist sie aber durch ihre „Growls“ und Härte auf jeden Fall.
Angeführt vom wieder besseren „Memory of Shame“ stürmt man in den Mittelteil der mit „Release me“ und dem deutsch/englischen Doppelohrwurm „The Philosopher King“ und „“Blut vom Himmel“ richtig stark auftrumpfen kann. Es ist doch immer wieder schön wenn auch unsere deutsche Sprache bei Metalsongs verwendet wird.
Aber auch ansonsten sind die Nummern sehr gelungen, eingängig, abwechslungsreich und super gesungen. Hier gehen beide Daumen auf jeden Fall nach oben.
Die letzten drei Tracks haben es dann ein wenig schwer gegen die starken Vorgänger zu bestehen. Am Besten zieht sich hier noch „Sea of Fire“ aus der Affäre.
Anspieltipps:
Hier sollte man sich auf jeden Fall “The Elector”, “Memory of Shame”, “The Philosopher King” sowie “Blut vom Himmerl” genauer anhören.
Fazit :
Also ich muss schon sagen, die Jungs von JUDICATOR haben mich schon schwer beeindruckt. Dafür das man kaum Kohle zur Verfügung hat und die Scheiben fast in Eigenregie veröffentlicht, tönt “Sleepy Plessow” doch ganz ordentlich aus den Boxen!
Komplett in die US Metal Ecke würde ich die Jungs aber nicht einordnen. Es ist eher eine gesunde Mischung aus Melodic, US und Prog Metal. Dieser zündet hier auf dem Album mal mehr, mal weniger, aber wie gesagt wenn man die Veröffentlichung hier mal mit manch professioneller Labelveröffentlichung vergleicht, dann haben JUDICATOR hier wirklich gute Arbeit abgeliefert!
Na dann Leute, surft schnell man zur Seite der Band und unterstützt den Underground, sie haben es auf jeden Fall mehr als verdient!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Sleepy Plessow
02. The Elector
03. Thirty Years of Terror
04. Memory of Shame
05. Release me
06. Sapphire
07. Gedenkstätte
08. The Philosopher King
09. Blut vom Himmel
10. Sea of Fire
11. When Crowns are Shattered
12. Sans Souci
Julian
Montag, 2. September 2013
RECKLESS LOVE - Spirit
Band: Reckless Love
Album: Spirit
Spielzeit: 42:02 min.
Stilrichtung: Hardrock, Hair Metal
Plattenfirma: Universal Music
Veröffentlichung: 02.09.2013
Homepage: www.recklesslove.com
Eigentlich hat Olli Hermann alles richtig gemacht. Nach seinem kurzen Gastspiel bei den Kollegen CRASHDIET ist er zurück zu seiner Band RECKLESS LOVE um mit ihnen durchzustarten. Denn nach 3 Singles war erst einmal Schicht im Schacht, der Weggang der Frontblondine zu den schwedischen Sleazern wurde nicht nur von den Bandkollegen kritisch beäugt. Doch bei CRASHDIET wurde schnell klar, dass Olli zwar ein erstklassiger Frontmann und Sänger ist, aber so gar nicht in die Fussstapfen des verstorbenen Dave Lepard gepasst hat. Ausgerechnet da entstand auch noch das nicht unumstrittene Werk „The Unattractive Revolution“. Schnell war klar, dass RECKLESS LOVE mit neuem Schwung wiederbelebt werden mussten. Schon das selbstbetitelte Debüt-Album hat wohl viele verblüfft. Mit dem 2011er Folgewerk „Animal Attraction“ konnten die Finnen sogar noch eine ordentliche Schippe draufpacken, was Songwriting und vor allem den Sound anbetrifft.
Jetzt steht also Album Nr. 3 in den Startlöchern. Das bunte Cover von „Spirit“ greift gleich das Thema zum Opener und ersten Video „Night On Fire“ auf. Etwas Voodoo, Feuer, bunte Gesichter – alles an einem nächtlichen Strand: schon beim ersten „Whoa Whoa“, das nach kurzen Percussions erklingt, ist klar, dass sich RECKLESS auf der einen Seite ganz neu erfinden, sich auf der anderen aber auch sehr treu geblieben sind. Abgerundet wird der Song durch einen typisch prägnanten Refrain. Erster Eindruck: das wird ein großartiger und wilder Ritt.
Das härtere und schnörkellose „Bad Lovin´“ knallt gefällig aus den Boxen und der Titel von „I Love Heavy Metal“ sagt schon alles. Hier wird die poppige Seite der Finnen beleuchtet und insgesamt ist der Song etwas an WARRANT und Kollegen angelehnt. Ein Gute-Laune-Kracher eben. Und wem TUFF´s „All New Generation“ mit seiner Aufzählung cooler Bands gefallen hat, wird auch hier seine helle Freude haben, auch wenn die genannten Combos eher das Prädikat „bekannt in aller Welt“ haben.
„Favourite Flavour“ galoppiert abermals etwas flotter dahin, vergisst aber nie die Melodien. „Edge Of Our Dreams“ ist der erste Ruhepol auf „Spirit“ und ähnelt Songs wie „Sex“ oder „Fantasy“ von den Vorgängeralben. Druckvoll und ohne Kompromisse rockt dagegen „Sex, Drugs & Reckless Love“ - definitiv ein kommender Hit! „Dying To Live“ ist der einzige Song auf dem kompletten Album, der das hohe Niveau nicht halten kann.
Das wütende und sehr schnelle „Metal Ass“ setzt einen willkommenen Akzent, bevor „Runaway Love“ das letzte Viertel der Scheibe einläutet. Ein schöner Midtempo-Song, wie er typischer wohl nicht sein könnte für die Jungs. „So Happy I Could Die“ setzt noch einmal ein Ausrufezeichen – schnell, direkt und fesselnd. An letzter Stelle steht die dramatische Ballade „Hot Rain“, die eine äußerst kurzweilige, wenn auch knappe Dreiviertelstunde beschließt.
So, heute gibt es auch von mir mal Anspieltipps: „Night On Fire“, „Bad Lovin´“, „I Love Heavy Metal“, „Sex, Drugs & Reckless Love“ und „So Happy I Could Die“ sollen für ein durchweg gelungenes Album stehen, das man so nicht erwarten konnte – oder doch?
Auf jeden Fall gehen RECKLESS LOVE auch mit ihrem dritten Album nicht in die Knie sondern feilen an ihrem Status, an ihrer Einzigartigkeit und zeigen wirklich eindrucksvoll, dass man wunderbar retro sein kann und trotzdem seinen eigenen Stil mitbringen kann. Elektronische Experimente wie auf dem letzten Album gibt es praktisch keine mehr, ansonsten sind sich die Jungs treu geblieben und legen mit „Spirit“ ihr drittes Überraschungsalbum vor. Eine makellose Bilanz!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Night On Fire
2.Bad Lovin´
3.I Love Heavy Metal
4.Favourite Flavour
5.Edge Of Our Dreams
6.Sex, Drugs & Reckless Love
7.Dying To Live
8.Metal Ass
9.Runaway Love
10.So Happy I Could Die
11.Hot Rain
Stefan
Album: Spirit
Spielzeit: 42:02 min.
Stilrichtung: Hardrock, Hair Metal
Plattenfirma: Universal Music
Veröffentlichung: 02.09.2013
Homepage: www.recklesslove.com
Eigentlich hat Olli Hermann alles richtig gemacht. Nach seinem kurzen Gastspiel bei den Kollegen CRASHDIET ist er zurück zu seiner Band RECKLESS LOVE um mit ihnen durchzustarten. Denn nach 3 Singles war erst einmal Schicht im Schacht, der Weggang der Frontblondine zu den schwedischen Sleazern wurde nicht nur von den Bandkollegen kritisch beäugt. Doch bei CRASHDIET wurde schnell klar, dass Olli zwar ein erstklassiger Frontmann und Sänger ist, aber so gar nicht in die Fussstapfen des verstorbenen Dave Lepard gepasst hat. Ausgerechnet da entstand auch noch das nicht unumstrittene Werk „The Unattractive Revolution“. Schnell war klar, dass RECKLESS LOVE mit neuem Schwung wiederbelebt werden mussten. Schon das selbstbetitelte Debüt-Album hat wohl viele verblüfft. Mit dem 2011er Folgewerk „Animal Attraction“ konnten die Finnen sogar noch eine ordentliche Schippe draufpacken, was Songwriting und vor allem den Sound anbetrifft.
Jetzt steht also Album Nr. 3 in den Startlöchern. Das bunte Cover von „Spirit“ greift gleich das Thema zum Opener und ersten Video „Night On Fire“ auf. Etwas Voodoo, Feuer, bunte Gesichter – alles an einem nächtlichen Strand: schon beim ersten „Whoa Whoa“, das nach kurzen Percussions erklingt, ist klar, dass sich RECKLESS auf der einen Seite ganz neu erfinden, sich auf der anderen aber auch sehr treu geblieben sind. Abgerundet wird der Song durch einen typisch prägnanten Refrain. Erster Eindruck: das wird ein großartiger und wilder Ritt.
Das härtere und schnörkellose „Bad Lovin´“ knallt gefällig aus den Boxen und der Titel von „I Love Heavy Metal“ sagt schon alles. Hier wird die poppige Seite der Finnen beleuchtet und insgesamt ist der Song etwas an WARRANT und Kollegen angelehnt. Ein Gute-Laune-Kracher eben. Und wem TUFF´s „All New Generation“ mit seiner Aufzählung cooler Bands gefallen hat, wird auch hier seine helle Freude haben, auch wenn die genannten Combos eher das Prädikat „bekannt in aller Welt“ haben.
„Favourite Flavour“ galoppiert abermals etwas flotter dahin, vergisst aber nie die Melodien. „Edge Of Our Dreams“ ist der erste Ruhepol auf „Spirit“ und ähnelt Songs wie „Sex“ oder „Fantasy“ von den Vorgängeralben. Druckvoll und ohne Kompromisse rockt dagegen „Sex, Drugs & Reckless Love“ - definitiv ein kommender Hit! „Dying To Live“ ist der einzige Song auf dem kompletten Album, der das hohe Niveau nicht halten kann.
Das wütende und sehr schnelle „Metal Ass“ setzt einen willkommenen Akzent, bevor „Runaway Love“ das letzte Viertel der Scheibe einläutet. Ein schöner Midtempo-Song, wie er typischer wohl nicht sein könnte für die Jungs. „So Happy I Could Die“ setzt noch einmal ein Ausrufezeichen – schnell, direkt und fesselnd. An letzter Stelle steht die dramatische Ballade „Hot Rain“, die eine äußerst kurzweilige, wenn auch knappe Dreiviertelstunde beschließt.
So, heute gibt es auch von mir mal Anspieltipps: „Night On Fire“, „Bad Lovin´“, „I Love Heavy Metal“, „Sex, Drugs & Reckless Love“ und „So Happy I Could Die“ sollen für ein durchweg gelungenes Album stehen, das man so nicht erwarten konnte – oder doch?
Auf jeden Fall gehen RECKLESS LOVE auch mit ihrem dritten Album nicht in die Knie sondern feilen an ihrem Status, an ihrer Einzigartigkeit und zeigen wirklich eindrucksvoll, dass man wunderbar retro sein kann und trotzdem seinen eigenen Stil mitbringen kann. Elektronische Experimente wie auf dem letzten Album gibt es praktisch keine mehr, ansonsten sind sich die Jungs treu geblieben und legen mit „Spirit“ ihr drittes Überraschungsalbum vor. Eine makellose Bilanz!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Night On Fire
2.Bad Lovin´
3.I Love Heavy Metal
4.Favourite Flavour
5.Edge Of Our Dreams
6.Sex, Drugs & Reckless Love
7.Dying To Live
8.Metal Ass
9.Runaway Love
10.So Happy I Could Die
11.Hot Rain
Stefan
HOUSTON - II
Band: Houston
Album: II
Spielzeit: 46:51 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Livewire/Cargo Records
Veröffentlichung: 02.09.2013
Homepage: www.facebook.com/houstonsweden
So, auch als ein Freund des gepflegten Power Metals muss ich mich ab und an auch mal in ruhigeren Gefilden bewegen. Da kommt mir das neue, schlicht mit „II“ betitelte, Album der Schweden HOUSTON gerade recht. Denn auch das Debütalbum aus dem Jahre 2010 fand bei mir großen Anklang und somit widme ich mich dem neuen Silberling mit Freuden. Aber nicht nur bei mir kam das Debüt gut an, nein das Album landete in einigen Top Ten Charts der besten AOR Platten des Jahres. Beim renommierten Classic Rock Magazine eroberte es sogar den 1. Platz.
Für alle Freunde von BOSTON, FOREIGNER oder JOURNEY ist HOUSTON auf jeden Fall ein wahrer Genuss, denn auch diese Mal hat man 10 Songs voller eingängiger und melodischer AOR Hymnen zusammen gezimmert.
Das Duo vom Debüt hat sich allerdings zum einem Trio gemausert, denn zu den schon bei Debütalbum beteiligten Hank Erix (Gesang) und Freddie Allen (Schlagzeug) kommt nun noch Rick Delin (Keyboard) der die Scheibe auch produziert hat.
Unterstützt werden die drei natürlich noch von einer Schar an Gast und Sessionmusikern. Da wären zum Beispiel Tommy Denander, Kristoffer Lagerstrom, Soufian Ma'aoui oder Calle Hammer zu nennen.
So nun ab weg mit dem Promoinfosheet, die Kopfhörer übergestülpt und ab geht die Fahrt in den puren 80iger AOR Sound.
Mit „Glory“ beginnt die Scheibe recht keyboardlastig. Der sanfte Gesang von Fronter Hank setzt ein und mal fühlt quasi schon den Schmalz wie er aus den Boxen tropft! AOR Fans sollten hier schon voll in ihrem Element sein. Der Ohrwurmchorus tut sein übriges dazu bei, das dieser Opener sich direkt mal richtig tief in die Gehörgänge gräbt.
Bei „I coming home“ ist das Keyboard am Anfang nicht so präsent, aber spätestens zum gelungenen Chorus wird das Maschinchen wieder voll eingesetzt und der süße Chorus legt sich schmeichelnd um die Ohren. Für mich ist das Ganze schon fast ein Ticken zu viel Schmalz. Trotzdem ist das Ganze wahrlich kein schlechter Track.
Recht flott geht es dann bei „Return my Heart“ zur Sache und das rhythmisch starke „Talk to me“ setzt die bislang sehr gute Qualität der Songs ohne Probleme fort.
Der absolute Ohrwurm und Volltreffer der Platte erwartet uns dann aber in der Mitte mit dem schmissigen Sommerhit „Back to the Summer of Love“, welches, wenn es in den 80igern raus gekommen wäre zu einem absoluten Klassiker aufgestiegen wäre, das kann man glaube ich mit Sicherheit so sagen.
Danach reiht sich eigentlich ein Hit an den anderen. Sei es das mit ordentlich Synthies und Keyboardklängen unterlegte „24 Hours“, das abwechslungsreiche „On the Radio“ oder „Losing“ welches wieder einen Mörderohrwurmchorus besitzt!
Nach diesen vier Kraftpaketen haben es die letzten beiden Tracks „Just Friends“ und „Believe“ ein wenig schwer die Gunst des Hörers zu gewinnen. Von einem Totalausfall ist man hier aber auch meilenweit entfernt!
Somit wird eine bärenstarke zweite Platte mehr als ordentlich abgeschlossen.
Anspieltipps:
Die stärksten Tracks sind hier mit Sicherheit “Glory”, “Return my Heart”, “Back to the Summer of Love”, “On the Radio” sowie “Losing”.
Fazit :
Der klebrige AOR Sound der Jungs von HOUSTON dürfte mit Sicherheit nicht jedermanns Sache sein! Genrefans und Liebhaber des Sounds dürften hier aber ihre helle Freude haben und vor den Boxen im Dreieck springen! Schon das Debütalbum war ein Paradebeispiel für die Mucke der damaligen Zeit, transportiert in die Neuzeit und der zweite Diskus “II” setzt diesen Weg perfekt fort.
Die Produktion ist klasse, der Gesang auf AOR Topniveau und das Wichtigste die Songs gehen prima ins Ohr. Natürlich darf man hier keine großen Innovationen erwarten, aber das ist denke ich mal ist auch nicht unbedingt im Sinne der AOR Fans. Man will einfach seinen bekannten Sound haben, ein paar schöne Stunden verbringen und fertig.
Also AOR Freaks, Cabrio rausholen, Verdeck auf und mit HOUSTON einfach der Sonne entgegen fahren, dafür ist die neue Scheibe bestens geeignet!
Genreliebhaber kommen an diesem AOR Highlight definitiv nicht vorbei!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Glory
02. I'm coming Home
03. Return my Heart
04. Talk to me
05. Back to the Summer of Love
06. 24 Hours
07. On the Radio
08. Losing
09. Just Friends
10. Believe
Julian
Album: II
Spielzeit: 46:51 min
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Livewire/Cargo Records
Veröffentlichung: 02.09.2013
Homepage: www.facebook.com/houstonsweden
So, auch als ein Freund des gepflegten Power Metals muss ich mich ab und an auch mal in ruhigeren Gefilden bewegen. Da kommt mir das neue, schlicht mit „II“ betitelte, Album der Schweden HOUSTON gerade recht. Denn auch das Debütalbum aus dem Jahre 2010 fand bei mir großen Anklang und somit widme ich mich dem neuen Silberling mit Freuden. Aber nicht nur bei mir kam das Debüt gut an, nein das Album landete in einigen Top Ten Charts der besten AOR Platten des Jahres. Beim renommierten Classic Rock Magazine eroberte es sogar den 1. Platz.
Für alle Freunde von BOSTON, FOREIGNER oder JOURNEY ist HOUSTON auf jeden Fall ein wahrer Genuss, denn auch diese Mal hat man 10 Songs voller eingängiger und melodischer AOR Hymnen zusammen gezimmert.
Das Duo vom Debüt hat sich allerdings zum einem Trio gemausert, denn zu den schon bei Debütalbum beteiligten Hank Erix (Gesang) und Freddie Allen (Schlagzeug) kommt nun noch Rick Delin (Keyboard) der die Scheibe auch produziert hat.
Unterstützt werden die drei natürlich noch von einer Schar an Gast und Sessionmusikern. Da wären zum Beispiel Tommy Denander, Kristoffer Lagerstrom, Soufian Ma'aoui oder Calle Hammer zu nennen.
So nun ab weg mit dem Promoinfosheet, die Kopfhörer übergestülpt und ab geht die Fahrt in den puren 80iger AOR Sound.
Mit „Glory“ beginnt die Scheibe recht keyboardlastig. Der sanfte Gesang von Fronter Hank setzt ein und mal fühlt quasi schon den Schmalz wie er aus den Boxen tropft! AOR Fans sollten hier schon voll in ihrem Element sein. Der Ohrwurmchorus tut sein übriges dazu bei, das dieser Opener sich direkt mal richtig tief in die Gehörgänge gräbt.
Bei „I coming home“ ist das Keyboard am Anfang nicht so präsent, aber spätestens zum gelungenen Chorus wird das Maschinchen wieder voll eingesetzt und der süße Chorus legt sich schmeichelnd um die Ohren. Für mich ist das Ganze schon fast ein Ticken zu viel Schmalz. Trotzdem ist das Ganze wahrlich kein schlechter Track.
Recht flott geht es dann bei „Return my Heart“ zur Sache und das rhythmisch starke „Talk to me“ setzt die bislang sehr gute Qualität der Songs ohne Probleme fort.
Der absolute Ohrwurm und Volltreffer der Platte erwartet uns dann aber in der Mitte mit dem schmissigen Sommerhit „Back to the Summer of Love“, welches, wenn es in den 80igern raus gekommen wäre zu einem absoluten Klassiker aufgestiegen wäre, das kann man glaube ich mit Sicherheit so sagen.
Danach reiht sich eigentlich ein Hit an den anderen. Sei es das mit ordentlich Synthies und Keyboardklängen unterlegte „24 Hours“, das abwechslungsreiche „On the Radio“ oder „Losing“ welches wieder einen Mörderohrwurmchorus besitzt!
Nach diesen vier Kraftpaketen haben es die letzten beiden Tracks „Just Friends“ und „Believe“ ein wenig schwer die Gunst des Hörers zu gewinnen. Von einem Totalausfall ist man hier aber auch meilenweit entfernt!
Somit wird eine bärenstarke zweite Platte mehr als ordentlich abgeschlossen.
Anspieltipps:
Die stärksten Tracks sind hier mit Sicherheit “Glory”, “Return my Heart”, “Back to the Summer of Love”, “On the Radio” sowie “Losing”.
Fazit :
Der klebrige AOR Sound der Jungs von HOUSTON dürfte mit Sicherheit nicht jedermanns Sache sein! Genrefans und Liebhaber des Sounds dürften hier aber ihre helle Freude haben und vor den Boxen im Dreieck springen! Schon das Debütalbum war ein Paradebeispiel für die Mucke der damaligen Zeit, transportiert in die Neuzeit und der zweite Diskus “II” setzt diesen Weg perfekt fort.
Die Produktion ist klasse, der Gesang auf AOR Topniveau und das Wichtigste die Songs gehen prima ins Ohr. Natürlich darf man hier keine großen Innovationen erwarten, aber das ist denke ich mal ist auch nicht unbedingt im Sinne der AOR Fans. Man will einfach seinen bekannten Sound haben, ein paar schöne Stunden verbringen und fertig.
Also AOR Freaks, Cabrio rausholen, Verdeck auf und mit HOUSTON einfach der Sonne entgegen fahren, dafür ist die neue Scheibe bestens geeignet!
Genreliebhaber kommen an diesem AOR Highlight definitiv nicht vorbei!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Glory
02. I'm coming Home
03. Return my Heart
04. Talk to me
05. Back to the Summer of Love
06. 24 Hours
07. On the Radio
08. Losing
09. Just Friends
10. Believe
Julian
HAKEN - The Mountain
Band: Haken
Album: The Mountain
Spielzeit: 62:14 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.hakenmusic.com
Bereits seit den ersten Tönen des 2010er Debüt Albums „Aquarius“ der Londoner Prog-Metaller HAKEN bin ich von dieser Band fasziniert. Auch der Nachfolger „Visions“ aus dem Jahr 2011 stieß (nicht nur bei mir) auf offene Ohren, krankte aber noch ein wenig an dem etwas willkürlichen Gemenge verschiedenster Ideen. Nach dem Label-Wechsel zum Prog-Spezialisten Inside/Out stehen die Zeichen nun auf Sturm und „The Mountain“, soviel sei schon mal verraten, rangiert locker nochmal 2 Etagen über den beiden ausgezeichneten Vorgängern. In dem Wust an Prog-Metal Veröffentlichungen fällt es ja zunehmend schwerer Bands zu finden, die einen ganz eigenen Sound gefunden und kultiviert haben. HAKEN können aber nicht nur mit Kompositionen punkten die sich den Genre-Konventionen leichtfüßig verneinen, sondern haben, vielleicht noch wichtiger, mit Ross Jennings einen Sänger in Ihren Reihen der so rein gar nichts mit den unzähligen LaBrie-Klonen am Hut hat und wunderbar verschrobene, berührende Melodielinien aus dem Hut zaubert. Klangtechnisch wurde die Scheibe von Jens Bogren in Szene gesetzt, der ja gerne mal dazu neigt allen Bands einen identischen (wenn auch erstklassigen) Sound zu verpassen. Es spricht wohl für sich, wenn es HAKEN gelingt „trotz“ der perfekten Fliessbandhochglanzproduktion immer identifizierbar zu bleiben. Hier hat sich die Wahl des Produzenten also wirklich ausgezahlt, wird der Band doch nicht ein uniformer Klang aufgezwängt sondern der vorhandene Klangkosmos fachmännisch veredelt.
Die Kompositionen auf „The Mountain“ pendeln zwischen hypnotischen Acapella Parts in bester Britischer Prog-Rock Tradition („Because It’s There“), wilden Riff-Salven wie zu seligen Dream Theater Zeiten („Atlas Stone„ oder das fantastische Highlight „Pareidolia„) und völlig abgedrehten Instrumentalparts (wie z.B. in dem der tonnenschweren Brocken „Falling Back To Earth „) in einem perfekten Flow von einem Höhepunkt zum Nächsten. Fürchtet man beim ersten Durchlauf noch sich in den schrägen Berg- und Talfahrten des verfrickelten „Cockroach King“ oder den epischen Weiten des überlangen „Pareidolia“ zu verlieren, so ist man bei jedem weiteren Durchlauf völlig entspannt und kann gebannt zuhören da man gewiss ist, dass immer genügend WiderHAKEN eingestreut sind um den Hörer wieder mühelos mitzunehmen. Das Album sollte am Stück genossen werden, den von der ersten bis zur letzten Minute gelingt es der Band einen enormen Spannungsbogen aufzubauen und zu halten. Ihr merkt es vielleicht – ich bin vollends begeistert.
Es ist ein großer Spaß dieser Band, der nie die Ideen auszugehen scheinen, zuzuhören. „The Mountain“ bietet ganz großes Prog-Metal Kopfkino und ist für Fans des Genres eine absolute Pflichtveranstaltung. Das Album kann als Special Edition Jewel Case, Limited Edition Digipak (inkl. 2 Bonus Tracks) sowie auf 180g starker Doppelvinylausgabe (+ 2 Bonustracks und CD) verhaftet werden. Das volle Programm also und der Veröffentlichung absolut gerecht.
WERTUNG:
Trackliste:
01. The Path
02. Atlas Stone
03. Cockroach King
04. In Memoriam
05. Because It’s There
06. Falling Back To Earth
07. As Death Embraces
08. Pareidolia
09. Somebody
Mario
Album: The Mountain
Spielzeit: 62:14 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Inside/Out
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.hakenmusic.com
Bereits seit den ersten Tönen des 2010er Debüt Albums „Aquarius“ der Londoner Prog-Metaller HAKEN bin ich von dieser Band fasziniert. Auch der Nachfolger „Visions“ aus dem Jahr 2011 stieß (nicht nur bei mir) auf offene Ohren, krankte aber noch ein wenig an dem etwas willkürlichen Gemenge verschiedenster Ideen. Nach dem Label-Wechsel zum Prog-Spezialisten Inside/Out stehen die Zeichen nun auf Sturm und „The Mountain“, soviel sei schon mal verraten, rangiert locker nochmal 2 Etagen über den beiden ausgezeichneten Vorgängern. In dem Wust an Prog-Metal Veröffentlichungen fällt es ja zunehmend schwerer Bands zu finden, die einen ganz eigenen Sound gefunden und kultiviert haben. HAKEN können aber nicht nur mit Kompositionen punkten die sich den Genre-Konventionen leichtfüßig verneinen, sondern haben, vielleicht noch wichtiger, mit Ross Jennings einen Sänger in Ihren Reihen der so rein gar nichts mit den unzähligen LaBrie-Klonen am Hut hat und wunderbar verschrobene, berührende Melodielinien aus dem Hut zaubert. Klangtechnisch wurde die Scheibe von Jens Bogren in Szene gesetzt, der ja gerne mal dazu neigt allen Bands einen identischen (wenn auch erstklassigen) Sound zu verpassen. Es spricht wohl für sich, wenn es HAKEN gelingt „trotz“ der perfekten Fliessbandhochglanzproduktion immer identifizierbar zu bleiben. Hier hat sich die Wahl des Produzenten also wirklich ausgezahlt, wird der Band doch nicht ein uniformer Klang aufgezwängt sondern der vorhandene Klangkosmos fachmännisch veredelt.
Die Kompositionen auf „The Mountain“ pendeln zwischen hypnotischen Acapella Parts in bester Britischer Prog-Rock Tradition („Because It’s There“), wilden Riff-Salven wie zu seligen Dream Theater Zeiten („Atlas Stone„ oder das fantastische Highlight „Pareidolia„) und völlig abgedrehten Instrumentalparts (wie z.B. in dem der tonnenschweren Brocken „Falling Back To Earth „) in einem perfekten Flow von einem Höhepunkt zum Nächsten. Fürchtet man beim ersten Durchlauf noch sich in den schrägen Berg- und Talfahrten des verfrickelten „Cockroach King“ oder den epischen Weiten des überlangen „Pareidolia“ zu verlieren, so ist man bei jedem weiteren Durchlauf völlig entspannt und kann gebannt zuhören da man gewiss ist, dass immer genügend WiderHAKEN eingestreut sind um den Hörer wieder mühelos mitzunehmen. Das Album sollte am Stück genossen werden, den von der ersten bis zur letzten Minute gelingt es der Band einen enormen Spannungsbogen aufzubauen und zu halten. Ihr merkt es vielleicht – ich bin vollends begeistert.
Es ist ein großer Spaß dieser Band, der nie die Ideen auszugehen scheinen, zuzuhören. „The Mountain“ bietet ganz großes Prog-Metal Kopfkino und ist für Fans des Genres eine absolute Pflichtveranstaltung. Das Album kann als Special Edition Jewel Case, Limited Edition Digipak (inkl. 2 Bonus Tracks) sowie auf 180g starker Doppelvinylausgabe (+ 2 Bonustracks und CD) verhaftet werden. Das volle Programm also und der Veröffentlichung absolut gerecht.
WERTUNG:
Trackliste:
01. The Path
02. Atlas Stone
03. Cockroach King
04. In Memoriam
05. Because It’s There
06. Falling Back To Earth
07. As Death Embraces
08. Pareidolia
09. Somebody
Mario
GENGIS KHAN - Gengis Khan Was A Rocker
Band: Gengis Khan
Album: Gengis Khan was a Rocker
Spielzeit: 40:36 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: MDD Records
Veröffentlichung: 23.08.2013
Homepage: www.gengiskhan.fourfour.com
Italien scheint derzeit perfekten Nährboden für junge, aufstrebende Bands zu bieten. Zu diesen zählt ebenfalls die 2012 gegründete Horde von GENGIS KHAN. Mit Maurizio Leone ist auch ein gestandener Musiker an Bord, der bereits seit 1981 im Geschäft ist, u.a. bei Gunfire und Nasty Tendency. Bei GENGIS KHAN übernimmt er den Bass und die Back-Vocals, ihm zur Seite stehen Frank Leone (Gesang und Gitarre), Alex Bite (Gitarre und Back-Vocals) sowie Martin Castillo (Drums und Back-Vocals).
Der Opener "What the hell is going on" bietet einen flotten Einstieg und erhält, wie auch die übrigen Songs, durch den immer wieder durchklingenden italienischen Akzent bei den Vocals eine sympathische Note.
Es folgen weitere melodische, sehr eingängige Songs wie etwa "Into the fire", "Dr. Midnight" oder "She's got the power". Mal etwas flotter durch die Boxen krachend, mal mit viel Groove im Midtempo-Bereich vorgetragen. Musikalisch ist alles im grünen Bereich, auch an der Produktion gibt es nichts auszusetzen. Das Highlight bietet dann die Mitgröhl-Hymne "Heavy Metal Maniac", bei der es sich um eine eigene Nummer und nicht etwa ein Exciter Cover handelt. Den Ohrwurmcharakter haben die beiden Songs aber gemeinsam.
Die von akustischen Gitarren getragene Ballade "Welcome in the middle" fällt etwas ab, es fehlt der überspringende Funke.
Der letzte Song "Revenge in the Shadow" wartet dann noch mit einem großen Namen auf: Blaze Bayley (ex-IRON MAIDEN, WOLFSBANE, BLAZE BAYLEY) übernimmt hier komplett die Vocals. Ob das ein Pro oder Contra ist, überlasse ich euch und beiße mir besser mal auf die Zunge in der Hoffnung die beiden Alben aus seiner Zeit bei den Eisernen Jungfrauen irgendwann verdrängen zu können ...
Aber zurück zu GENGIS KHAN: den Italienern ist ein sehr ordentliches Stück klassischen Heavy Metals gelungen, (noch) nicht der ganz große Wurf, aber Fans dieser Stilrichtung sollten "Gengis Khan was a Rocker" mal ein paar Umdrehungen geben.
WERTUNG:
Trackliste:
1. What The Hell Is Going On
2. Into The Fire
3. Dr. Midnight
4. Leaving This Hell
5. Heavy Metal Maniac
6. Welcome In The Middle
7. She's Got The Power
8. On An On
9. 1984 In Tokyo
10. Revenge In The Shadow (feat. Blaze Bayley)
Die limitierte Erstpressung enthält noch folgende Bonus-Tracks der Demo 2011
11. Under The Signs Of Danger
12. Leaving This Hell
13. On And On
14. We're Standing In The Night
Chris
Album: Gengis Khan was a Rocker
Spielzeit: 40:36 min.
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: MDD Records
Veröffentlichung: 23.08.2013
Homepage: www.gengiskhan.fourfour.com
Italien scheint derzeit perfekten Nährboden für junge, aufstrebende Bands zu bieten. Zu diesen zählt ebenfalls die 2012 gegründete Horde von GENGIS KHAN. Mit Maurizio Leone ist auch ein gestandener Musiker an Bord, der bereits seit 1981 im Geschäft ist, u.a. bei Gunfire und Nasty Tendency. Bei GENGIS KHAN übernimmt er den Bass und die Back-Vocals, ihm zur Seite stehen Frank Leone (Gesang und Gitarre), Alex Bite (Gitarre und Back-Vocals) sowie Martin Castillo (Drums und Back-Vocals).
Der Opener "What the hell is going on" bietet einen flotten Einstieg und erhält, wie auch die übrigen Songs, durch den immer wieder durchklingenden italienischen Akzent bei den Vocals eine sympathische Note.
Es folgen weitere melodische, sehr eingängige Songs wie etwa "Into the fire", "Dr. Midnight" oder "She's got the power". Mal etwas flotter durch die Boxen krachend, mal mit viel Groove im Midtempo-Bereich vorgetragen. Musikalisch ist alles im grünen Bereich, auch an der Produktion gibt es nichts auszusetzen. Das Highlight bietet dann die Mitgröhl-Hymne "Heavy Metal Maniac", bei der es sich um eine eigene Nummer und nicht etwa ein Exciter Cover handelt. Den Ohrwurmcharakter haben die beiden Songs aber gemeinsam.
Die von akustischen Gitarren getragene Ballade "Welcome in the middle" fällt etwas ab, es fehlt der überspringende Funke.
Der letzte Song "Revenge in the Shadow" wartet dann noch mit einem großen Namen auf: Blaze Bayley (ex-IRON MAIDEN, WOLFSBANE, BLAZE BAYLEY) übernimmt hier komplett die Vocals. Ob das ein Pro oder Contra ist, überlasse ich euch und beiße mir besser mal auf die Zunge in der Hoffnung die beiden Alben aus seiner Zeit bei den Eisernen Jungfrauen irgendwann verdrängen zu können ...
Aber zurück zu GENGIS KHAN: den Italienern ist ein sehr ordentliches Stück klassischen Heavy Metals gelungen, (noch) nicht der ganz große Wurf, aber Fans dieser Stilrichtung sollten "Gengis Khan was a Rocker" mal ein paar Umdrehungen geben.
WERTUNG:
Trackliste:
1. What The Hell Is Going On
2. Into The Fire
3. Dr. Midnight
4. Leaving This Hell
5. Heavy Metal Maniac
6. Welcome In The Middle
7. She's Got The Power
8. On An On
9. 1984 In Tokyo
10. Revenge In The Shadow (feat. Blaze Bayley)
Die limitierte Erstpressung enthält noch folgende Bonus-Tracks der Demo 2011
11. Under The Signs Of Danger
12. Leaving This Hell
13. On And On
14. We're Standing In The Night
Chris
DEGREED - We Don´t Belong
Band: Degreed
Album: We Don’t Belong
Spielzeit: 35:16 min
Releasetermin: 02.09.2013
Plattenfirma: AOR Records
Stilrichtung: AOR/Melodic Rock
Homepage: www.degreedmusic.com
Es ist mal wieder Zeit für skandinavischen Melodic Rock, dieses mal dargeboten von DEGREED, einer noch recht jungen Kombo aus dem schwedischen Stockholm.
Vor drei Jahren veröffentlichten die Jungs relativ unbemerkt ihr Debüt „Life, Love, Loss“, das in der Szene zwar durchaus wohlwollend aufgenommen wurde, aber sich auch nicht wirklich vom Gros der Genrekonkurrenz absetzen konnte.
Damals wie heute erinnert ihre Mucke an Bands wie LIONVILLE, H.E.A.T.. und HAREM SCAREM, an die großen Vorbilder kommen Sie aber auch diesmal leider nicht heran. Klar, die Songs auf „We Don’t Belong“ sind durch die Bank weg sehr „catchy“ und extrem melodiös, summa summarum fehlt einem aber doch durchweg dieses gewisse Etwas, dieser eine ganz spezielle Funke, der aus gutem künstlerischem Handwerk etwas ganz besonderes macht und es aufs nächste musikalische Level hievt.
Fans der oben genannten Bands dürfen ruhig mal ein Ohr riskieren, das sich die Songs aber länger als ein paar Hördurchgänge in den Lauschlappen halten werden, zweifel ich stark an.
WERTUNG:
Trackliste:
01.Black Cat
02 What If
03. In For The Ride
04. Inside Of Me
05. Follow Her Home
06. Blind Hearted
07. Here I Am
08. Access Denied
09. Coming Home
10. We Don’t Belong
Marco
Album: We Don’t Belong
Spielzeit: 35:16 min
Releasetermin: 02.09.2013
Plattenfirma: AOR Records
Stilrichtung: AOR/Melodic Rock
Homepage: www.degreedmusic.com
Es ist mal wieder Zeit für skandinavischen Melodic Rock, dieses mal dargeboten von DEGREED, einer noch recht jungen Kombo aus dem schwedischen Stockholm.
Vor drei Jahren veröffentlichten die Jungs relativ unbemerkt ihr Debüt „Life, Love, Loss“, das in der Szene zwar durchaus wohlwollend aufgenommen wurde, aber sich auch nicht wirklich vom Gros der Genrekonkurrenz absetzen konnte.
Damals wie heute erinnert ihre Mucke an Bands wie LIONVILLE, H.E.A.T.. und HAREM SCAREM, an die großen Vorbilder kommen Sie aber auch diesmal leider nicht heran. Klar, die Songs auf „We Don’t Belong“ sind durch die Bank weg sehr „catchy“ und extrem melodiös, summa summarum fehlt einem aber doch durchweg dieses gewisse Etwas, dieser eine ganz spezielle Funke, der aus gutem künstlerischem Handwerk etwas ganz besonderes macht und es aufs nächste musikalische Level hievt.
Fans der oben genannten Bands dürfen ruhig mal ein Ohr riskieren, das sich die Songs aber länger als ein paar Hördurchgänge in den Lauschlappen halten werden, zweifel ich stark an.
WERTUNG:
Trackliste:
01.Black Cat
02 What If
03. In For The Ride
04. Inside Of Me
05. Follow Her Home
06. Blind Hearted
07. Here I Am
08. Access Denied
09. Coming Home
10. We Don’t Belong
Marco
Freitag, 30. August 2013
WOLFPAKK - Cry Wolf
Band: Wolfpakk
Album: Cry Wolf
Spielzeit: 55:12 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.wolfpakk.net
2011 machten sich der ehemalige CRYSTAL BALL Sänger Mark Sweeney und MAD MAX Gitarrist Michael Voss auf mit ihrem All Star Projekt WOLFPAKK die Metalwelt gehörig auf zu mischen. Und wen wunderte es bei zwei so erfahrenden Musikern, die Rechnung ging auf und das selbstbetitelte Debütalbum fand bei den Fans und der Presse großen Anklang. Es ist daher nicht verwunderlich, das man es nicht bei diesem einen Album beließ und dieser Tage den zweiten Diskus „Cry Wolf“ hinter schiebt.
Erneut zeichneten sich Mark und Michael für das Songwriting verantwortlich und erneut konnte man ein wahres Who is Who der Rock und Metalsänger für sich gewinnen.
Da hätten wir zum Beispiel PRIMAL FEAR Frontsirene Ralf Scheppers, AXEL RUDI PELL Goldkehlchen Johnny Gioeli, Ex YNGWIE MALMSTEEN Fronter Göran Edman, Tony Mills (SHY, TNT), Amanda Somerville (AVANTASIA), Blaze Baley (Ex IRON MAIDEN) und Teutonenshouter Piet Sielck (IRON SAVIOR).
Aber auch die Liste der Gastinstrumentalisten ist lang. Kee Marcello (Gitarre, Ex EUROPE), Roland Grapow (Gitarre, MASTERPLAN), Tony Carey (Keyboard, Ex RAINBOW), Gereon Homann (Schlagzeug, EAT THE GUN) oder Hermann Rarebell (Schlagzeug, Ex SCORPIONS) sind nur exemplarisch zu nennen.
Stilistisch folgt man dem vom Debütalbum bekannten Weg, heißt abwechslungsreicher Melodic Metal, der auch ab und an einen Schwenker in die Rock Ecke begeht erwartet uns hier.
Na dann starten wir die neue Platte doch gleich mal mit dem Opener „Moonlight“. Hier wird gleich mal etwas mystischer gestartet, der Anfang erinnert mich irgendwie ein wenig an AXEL RUDI PELL. Hier liefert PRIMAL FEAR Frontsirene Ralf Scheepers gleich mal seinen Gastbeitrag ab und was soll ich sagen, natürlich singt der gute Ralf wie immer absolut überragend. Auch aufgrund seines Dazu Tuns wird der Opener auf jeden Fall eine runde Sache, mit Sicherheit einer der metallischsten Tracks auf dem Album!
Apropos AXEL RUDI PELL, beim anschließenden „A Matter of Time“ kommt dessen Fronter Johnny Gioeli zum Einsatz. Die Nummer geht ganz klar mehr in die rockige Richtung, man höre nur mal das knallharte, durchschlagende Einstiegsriff, genial!
Ansonsten business as usual hier, guter Melodic Rock/Metal der prima ins Ohr geht.
Das folgende „Dark Revelation“ kommt ganz ohne Gäste aus, hier übernehme Sweeney und Voss kurzerhand den gesamten Gesang. Zu dem Track gibt es übrigens auch einen schicken Video Clip, den man sich mit Sicherheit nicht entgehen lassen sollte.
Danach hat die einzige Dame im Feld ihren großen Auftritt. Amanda Somerville veredelt mit ihrem, wie immer, astreinen Gesang den nächsten Song „Cold Winter“. Eine ebenfalls gut hörbare Nummer, quasi die Quoteballade der Platte.
Im nun folgenden Mittelteil können vor allem das vom TNT und SHY Frontmann Tony Mills „Palace of Gold“ und das von Teutonen Metal Urgestein Piet Sielck stimmlich begleitete „Wakken“ absolut hervorstechen. Gerade letzteres dürfte bei einem, hoffentlich mal erfolgenden, Liveauftritt der Band tierisch ankommen!
So, so langsam gehen wir auf das Ende der Platte zu, zuvor hat der Metalgott uns aber noch ein paar starke Stücke von WOLFPAKK geschenkt!
„Pressure Down“ ist ein Rock/Metal Gemisch erster Klasse, welches von Ex RAINBOW Sänger Doggie White perfekt vertont wird und das Titelstück „Cry Wolf“ ist ein starkes Melodic Metalepos geworden, welches mit einer dichten Atmosphäre und dem Einsatz von Ex IRON MAIDEN Fronter Blaze Bayley nochmal ordentlich zum Abschluss punkten kann.
Anspieltipps:
Wirklich schlechte Songs gibt es hier mit Sicherheit nicht, alles ist absolut hörenswert und auf einem Top Level!
Fazit :
Tja was soll ich hier groß schreiben, als das WOLFPAKK mit ihrem neuen Album genau meinen Geschmack getroffen haben! Aber ehrlich gesagt habe ich nach dem starken ersten Album nichts anderes erwartet!
Die Auswahl der Gastsänger ist noch einen Ticken stärker als auf dem Debüt. Die gesangliche Leistung der beiden Hauptprotagonisten Sweeney und Voss ist eh über jeden Zweifel erhaben und Ohrwürmer können die beiden sowieso schreiben. Das Album wirkt generell auch ein bisschen griffiger und kompakter, als das Debütalbum.
Es gibt hier in der Summe also eine klare Kaufempfehlung meinerseits und ich würde mal sagen jeder der etwas mit Melodic Metal anfangen kann sollte schnellstens in den Plattenladen seines Vertrauens stürmen und sich eines der Highlights 2013 sichern! Zieht euch warm an Leute, das WOLFPAKK ist zurück und zieht heulend um die Häuser!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Moonlight
02. A Matter of Time
03. Dark Revelation
04. Cold Winter
05. Palace of Gold
06. The Beast in me
07. Wakken
08. Pressure Down
09. Run with the Wolf
10. Cry Wolf
11. Kid Raw (Bonus Track)
Julian
Album: Cry Wolf
Spielzeit: 55:12 min
Stilrichtung: Melodic Metal
Plattenfirma: AFM Records
Veröffentlichung: 30.08.2013
Homepage: www.wolfpakk.net
2011 machten sich der ehemalige CRYSTAL BALL Sänger Mark Sweeney und MAD MAX Gitarrist Michael Voss auf mit ihrem All Star Projekt WOLFPAKK die Metalwelt gehörig auf zu mischen. Und wen wunderte es bei zwei so erfahrenden Musikern, die Rechnung ging auf und das selbstbetitelte Debütalbum fand bei den Fans und der Presse großen Anklang. Es ist daher nicht verwunderlich, das man es nicht bei diesem einen Album beließ und dieser Tage den zweiten Diskus „Cry Wolf“ hinter schiebt.
Erneut zeichneten sich Mark und Michael für das Songwriting verantwortlich und erneut konnte man ein wahres Who is Who der Rock und Metalsänger für sich gewinnen.
Da hätten wir zum Beispiel PRIMAL FEAR Frontsirene Ralf Scheppers, AXEL RUDI PELL Goldkehlchen Johnny Gioeli, Ex YNGWIE MALMSTEEN Fronter Göran Edman, Tony Mills (SHY, TNT), Amanda Somerville (AVANTASIA), Blaze Baley (Ex IRON MAIDEN) und Teutonenshouter Piet Sielck (IRON SAVIOR).
Aber auch die Liste der Gastinstrumentalisten ist lang. Kee Marcello (Gitarre, Ex EUROPE), Roland Grapow (Gitarre, MASTERPLAN), Tony Carey (Keyboard, Ex RAINBOW), Gereon Homann (Schlagzeug, EAT THE GUN) oder Hermann Rarebell (Schlagzeug, Ex SCORPIONS) sind nur exemplarisch zu nennen.
Stilistisch folgt man dem vom Debütalbum bekannten Weg, heißt abwechslungsreicher Melodic Metal, der auch ab und an einen Schwenker in die Rock Ecke begeht erwartet uns hier.
Na dann starten wir die neue Platte doch gleich mal mit dem Opener „Moonlight“. Hier wird gleich mal etwas mystischer gestartet, der Anfang erinnert mich irgendwie ein wenig an AXEL RUDI PELL. Hier liefert PRIMAL FEAR Frontsirene Ralf Scheepers gleich mal seinen Gastbeitrag ab und was soll ich sagen, natürlich singt der gute Ralf wie immer absolut überragend. Auch aufgrund seines Dazu Tuns wird der Opener auf jeden Fall eine runde Sache, mit Sicherheit einer der metallischsten Tracks auf dem Album!
Apropos AXEL RUDI PELL, beim anschließenden „A Matter of Time“ kommt dessen Fronter Johnny Gioeli zum Einsatz. Die Nummer geht ganz klar mehr in die rockige Richtung, man höre nur mal das knallharte, durchschlagende Einstiegsriff, genial!
Ansonsten business as usual hier, guter Melodic Rock/Metal der prima ins Ohr geht.
Das folgende „Dark Revelation“ kommt ganz ohne Gäste aus, hier übernehme Sweeney und Voss kurzerhand den gesamten Gesang. Zu dem Track gibt es übrigens auch einen schicken Video Clip, den man sich mit Sicherheit nicht entgehen lassen sollte.
Danach hat die einzige Dame im Feld ihren großen Auftritt. Amanda Somerville veredelt mit ihrem, wie immer, astreinen Gesang den nächsten Song „Cold Winter“. Eine ebenfalls gut hörbare Nummer, quasi die Quoteballade der Platte.
Im nun folgenden Mittelteil können vor allem das vom TNT und SHY Frontmann Tony Mills „Palace of Gold“ und das von Teutonen Metal Urgestein Piet Sielck stimmlich begleitete „Wakken“ absolut hervorstechen. Gerade letzteres dürfte bei einem, hoffentlich mal erfolgenden, Liveauftritt der Band tierisch ankommen!
So, so langsam gehen wir auf das Ende der Platte zu, zuvor hat der Metalgott uns aber noch ein paar starke Stücke von WOLFPAKK geschenkt!
„Pressure Down“ ist ein Rock/Metal Gemisch erster Klasse, welches von Ex RAINBOW Sänger Doggie White perfekt vertont wird und das Titelstück „Cry Wolf“ ist ein starkes Melodic Metalepos geworden, welches mit einer dichten Atmosphäre und dem Einsatz von Ex IRON MAIDEN Fronter Blaze Bayley nochmal ordentlich zum Abschluss punkten kann.
Anspieltipps:
Wirklich schlechte Songs gibt es hier mit Sicherheit nicht, alles ist absolut hörenswert und auf einem Top Level!
Fazit :
Tja was soll ich hier groß schreiben, als das WOLFPAKK mit ihrem neuen Album genau meinen Geschmack getroffen haben! Aber ehrlich gesagt habe ich nach dem starken ersten Album nichts anderes erwartet!
Die Auswahl der Gastsänger ist noch einen Ticken stärker als auf dem Debüt. Die gesangliche Leistung der beiden Hauptprotagonisten Sweeney und Voss ist eh über jeden Zweifel erhaben und Ohrwürmer können die beiden sowieso schreiben. Das Album wirkt generell auch ein bisschen griffiger und kompakter, als das Debütalbum.
Es gibt hier in der Summe also eine klare Kaufempfehlung meinerseits und ich würde mal sagen jeder der etwas mit Melodic Metal anfangen kann sollte schnellstens in den Plattenladen seines Vertrauens stürmen und sich eines der Highlights 2013 sichern! Zieht euch warm an Leute, das WOLFPAKK ist zurück und zieht heulend um die Häuser!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Moonlight
02. A Matter of Time
03. Dark Revelation
04. Cold Winter
05. Palace of Gold
06. The Beast in me
07. Wakken
08. Pressure Down
09. Run with the Wolf
10. Cry Wolf
11. Kid Raw (Bonus Track)
Julian
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