Band: Shotgun Alley
Album: Dying To Survive
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.shotgunalleyrock.com
Die Welt ist eine Ungerechte. Das wiederfährt jedem von uns – öfter als einem lieb ist. Doch dass jetzt auch noch einer der größten Hoffnungsträger in Sachen Rock die Brocken hinschmeisst, ist echt traurig. Nach gut 3 Jahren und eben so vielen Releases trennen sich die Jungs von SHOTGUN ALLEY ganz unerwartet. Das Einzige, was uns noch bleibt, ist ihr finales Vermächtnis „Dying To Survive“, welches unlängst erschienen ist. Noch einmal verwöhnt uns der Sechser aus Neuseeland mit ihrer unnachahmlichen Mischung aus Classic Rock mit Arena Feeling und modernen Elementen. Noch einmal 10 Songs von Josh, Jimmy, Davie, Mark, Bahador und Karl, die seinesgleichen suchen. Und noch einmal gibt es das alles für lau, denn Ihr könnt Euch wie schon in der Vergangenheit, das komplette Album kostenlos und legal von der Bandhomepage downloaden.
Das sollte aber nicht die Antriebsfeder sein, Euch mit dieser Band auseinanderzusetzen. Denn „Dying To Survive“ ist – wie soll es auch anders sein – wieder einmal schön knackig produziert. Einen solchen Sound sucht man oft bei den Großen vergebens. Und wer kann schon von sich behaupten, ganz mühelos einen solchen Genremix hinzubekommen wie ihn der Opener „Back In Style“ zu bieten hat. Kräftige Gitarren, eine dröhnende Hammondorgel und eine unbändige Energie zeigen noch einmal, aus welchem Holz dieses Sextett geschnitzt ist. „Youth United“ beginnt mit Beats aus der Konserve, wandelt sich aber schon bald zum reinrassigen Rocksong mit großen Hooks und toller Atmosphäre. „Run“ könnte wohl vom Support Slot für die Briten DEF LEPPARD in Auckland inspiriert worden sein, denn der Song verbindet die Trademarks der Neuseeländer mit denen der Hardrockinstitution aus Sheffield. Und wer manchmal einen Mitgröl-Refrain bei SHOTGUN ALLEY vermisst hat, wird beim gefälligen „No!“ fündig. Aber auch Balladen dürfen natürlich nicht fehlen, dafür sorgen Stücke wie „Closer“ und „Breathing“. Im weitereren Verlauf wird aber hauptsächlich gerockt, mal härter („Escape“ und „Gunshot“) und mal softer („Test Of Time“). Das abschließende „Explode“ zieht noch mal alle Register und hinterlässt ein wohliges Gefühl, das allerdings auch von etwas Traurigkeit durchzogen ist.
„Dying To Survive“ ist leider das Finale einer großartigen Band, die so viele tolle Momente hatte. Aber die Jungs treten mit einem großen Knall ab, denn auch ihr drittes Werk ist brilliant und für jeden Fan melodisch harter Mucke zu empfehlen. Bleibt mir nur noch, den Jungs alles Gute zu wünschen und zu hoffen, den ein oder anderen in einer neuen Formation wieder zu hören. Meine tiefe Verneigung!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Back In Style
2.Youth United
3.Run
4.No!
5.Closer
6.Test Of Time
7.Escape
8.Gunshot
9.Breathing
10.Explode
Stefan
Mittwoch, 19. Dezember 2012
CHARM CITY DEVILS - Sins
Band: Charm City Devils
Album: Sins
Spielzeit: 38 min
Plattenfirma: Eleven Seven Music
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.charmcitydevils.com
„Let's Rock-N-Roll“, das war 2009 der Titel des Debütalbums der US-Amerikaner Charm City Devils. Und auch auf ihrem diesjährigen zweitem Werk "Sins" hat diese Devise mehr denn je ihre Gültigkeit.
Die fünf Musiker aus Baltimore, Maryland wurden vor drei Jahren - damals noch namenlos - vom renomierten Rocklabel Eleven Seven Music unter Vertrag genommen und verdanken ihren jetzigen Namen niemand geringeren als Nikki Sixx, seines Zeichens Mötley Crüe Bassist und Eleven Seven Chairman.
Viele Vorschusslorbeeren also, aber werden die Charm City Devils selbigen auch gerecht? Diese Frage kann ich nur mit einem klaren "Ja" beantworten.
Stilistisch zocken die Jungs einen launigen Mix aus eingängigem angebluesten Hardrock wie ihn z.B. Buckcherry schon seit vielen Jahren pflegen und „modernen“ Hardrock der Marke Alter Bridge /Shinedown.
Bereits der Albumopener „Spite“ drückt das Gaspedal voll durch. Hier werden dem Hörer ohne große musikalische Umwege fette Gitarren, ein druckvoller Drumsound und ein eingängiger Chorus serviert. Und das war erst die Vorspeise! „Unstoppable“ setzt locker direkt nochmal einen oben drauf, ein Rockdiscohit allererster Kajüte!
Der dritte Song auf „Sins“ sticht für mich besonders hervor. Denn hierbei handelt es sich um „Man Of Constant Sorrow“, ein fast hundertjähriges Ur-amerkanisches Traditional, dass wohl 1961 seine größte Berühmheit durch eine Bob Dylan - Interpretation erringen konnte. Manche von euch haben das Stück vielleicht auch vor einigen Jahren im George Clooney Film „O Brother, Where Art Thou“ zu Gehör bekommen.
Den Jungs gelingt es spielend dem Lied ihren eigenen Stempel aufzudrücken und Sänger John Allen klingt hier stimmlich teilweise sogar ein bisschen wie eine Mischung aus Jerry Cantrell (Alice in Chains) und Scott Weiland (Stone Temple Pilots).
Ein weiteres Highlight ist „Devil Is A Woman“, ein lässiger Southern Rocker bei dem man sich stellenweise an die neueren Werke von Kid Rock und Lynyrd Skynyrd erinnert fühlt.
Nach zehn Songs die sich größtenteils im Mid - und Uptempo Bereich bewegt haben, gibt es ganz zum Schluss mit „All You'll Ever Need“ noch eine gelungene Ballade die ich mir locker in der Heavy Rotation diverser Radiostationen vorstellen kann - falls die zur Abwechslung mal was anderes als Lady Gaga, Kesha und Konsorten spielen würden...
Fazit:
Mit den Charm City Devils wird in Zukunft zu rechnen sein. Wer auf schnörkellosen modernen Hardrock steht, sollte in die Band unbedingt mal reinschnuppern.
WERTUNG:
Lineup:
John Allen : Vocals
Vic Karrera : Gitarre
Nick Kay : Gitarre
Anthony Arambula : Bass
Jason Heiser : Drums
Trackliste:
1. Spite (3:33)
2. Unstoppable (3:20)
3. Man Of Constant Sorrow (3:43)
4. Still Alive (3:44)
5. Walk Away (3:20)
6. Devil Is A Woman (3:31)
7. Start It Up (3:29)
8. Love N War (3:19)
9. Blame (3:21)
10. Problem (2:45)
11. All You'll Ever Need (4:11)
Marco
Album: Sins
Spielzeit: 38 min
Plattenfirma: Eleven Seven Music
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.charmcitydevils.com
„Let's Rock-N-Roll“, das war 2009 der Titel des Debütalbums der US-Amerikaner Charm City Devils. Und auch auf ihrem diesjährigen zweitem Werk "Sins" hat diese Devise mehr denn je ihre Gültigkeit.
Die fünf Musiker aus Baltimore, Maryland wurden vor drei Jahren - damals noch namenlos - vom renomierten Rocklabel Eleven Seven Music unter Vertrag genommen und verdanken ihren jetzigen Namen niemand geringeren als Nikki Sixx, seines Zeichens Mötley Crüe Bassist und Eleven Seven Chairman.
Viele Vorschusslorbeeren also, aber werden die Charm City Devils selbigen auch gerecht? Diese Frage kann ich nur mit einem klaren "Ja" beantworten.
Stilistisch zocken die Jungs einen launigen Mix aus eingängigem angebluesten Hardrock wie ihn z.B. Buckcherry schon seit vielen Jahren pflegen und „modernen“ Hardrock der Marke Alter Bridge /Shinedown.
Bereits der Albumopener „Spite“ drückt das Gaspedal voll durch. Hier werden dem Hörer ohne große musikalische Umwege fette Gitarren, ein druckvoller Drumsound und ein eingängiger Chorus serviert. Und das war erst die Vorspeise! „Unstoppable“ setzt locker direkt nochmal einen oben drauf, ein Rockdiscohit allererster Kajüte!
Der dritte Song auf „Sins“ sticht für mich besonders hervor. Denn hierbei handelt es sich um „Man Of Constant Sorrow“, ein fast hundertjähriges Ur-amerkanisches Traditional, dass wohl 1961 seine größte Berühmheit durch eine Bob Dylan - Interpretation erringen konnte. Manche von euch haben das Stück vielleicht auch vor einigen Jahren im George Clooney Film „O Brother, Where Art Thou“ zu Gehör bekommen.
Den Jungs gelingt es spielend dem Lied ihren eigenen Stempel aufzudrücken und Sänger John Allen klingt hier stimmlich teilweise sogar ein bisschen wie eine Mischung aus Jerry Cantrell (Alice in Chains) und Scott Weiland (Stone Temple Pilots).
Ein weiteres Highlight ist „Devil Is A Woman“, ein lässiger Southern Rocker bei dem man sich stellenweise an die neueren Werke von Kid Rock und Lynyrd Skynyrd erinnert fühlt.
Nach zehn Songs die sich größtenteils im Mid - und Uptempo Bereich bewegt haben, gibt es ganz zum Schluss mit „All You'll Ever Need“ noch eine gelungene Ballade die ich mir locker in der Heavy Rotation diverser Radiostationen vorstellen kann - falls die zur Abwechslung mal was anderes als Lady Gaga, Kesha und Konsorten spielen würden...
Fazit:
Mit den Charm City Devils wird in Zukunft zu rechnen sein. Wer auf schnörkellosen modernen Hardrock steht, sollte in die Band unbedingt mal reinschnuppern.
WERTUNG:
Lineup:
John Allen : Vocals
Vic Karrera : Gitarre
Nick Kay : Gitarre
Anthony Arambula : Bass
Jason Heiser : Drums
Trackliste:
1. Spite (3:33)
2. Unstoppable (3:20)
3. Man Of Constant Sorrow (3:43)
4. Still Alive (3:44)
5. Walk Away (3:20)
6. Devil Is A Woman (3:31)
7. Start It Up (3:29)
8. Love N War (3:19)
9. Blame (3:21)
10. Problem (2:45)
11. All You'll Ever Need (4:11)
Marco
HELLSINGLAND UNDERGROUND - Evil Will Privail
Band: Hellsingland Underground
Album: Evil Will Prevail
Spielzeit: 44:23 min
Plattenfirma: Killed By Records
Veröffentlichung: 11.01.2013
Homepage: www.hellsinglandunderground.com
HELLSINGLAND UNDERGROUND sind eine Band, die ihrem Publikum in den letzten beiden Jahren einige Live-Auftritte geboten haben; sie sind nämlich einen Großteil der Zeit auf Tour gewesen. U. a. hatten sie die Ehre, sowohl als Schlussband beim Internationalen Filmfestival in München und auch im Hochsicherheitsgefängnis Bielefeld zu spielen. Auch aktuell stehen wieder Live-Auftritte für die Schweden an. HELLSINGLAND UNDERGROUND sehen sich als altmodische Rockband. Veröffentlicht wurden seit 2008 drei Alben. Charlie Granberg (Sänger und Harmonikaspieler) war zwar tief in der Stockholmer Rock-Szene, hatte aber erst Erfolg als Musiker, als er nach Hause, ins Städtchen Ljusdal, zurückkehrte, und dort ein ländliches Familienleben begann. Mitstreiter sind Mats Olsson (Gitarre), Peter Henriksson (Gitarre), Henning Winnberg (Klavier und Orgel), Martin Karlsson (Bass) und Patrik Jansson (Schlagzeug).
Das Cover des Albums hat einen türkisfarbenen Hintergrund und einige propere Engel darauf, die herumschweben. Zwischendurch ein paar Symbole des Bösen wie Dämonenfratzen.
„Singing While The World Dies“ ist ein unbeschwerter Gute-Laune-Song. Leichtlebig und eingängig, verleitet zum Mitsingen. Nachfolgend „The Lost River Band“ ist auch so ein Ding. Hört sich leicht wie Country an. Die Gitarren jammen gemütlich, das Schlagzeug und der Bass haben einen gemütlichen Takt. Zum Abschluss liefern sich Gitarre und Drums einen Wettstreit. Super! Mit nettem Pianogeklimper geht es zum dritten Stück: „Evil Will Prevail“. Man fühlt sich beinahe wie einem Western-Saloon! Eine schöne Ballade ist „Black Clouds On The Horizon“, der eine Art Momentaufnahme ist, bei dem Granberg aus dem Fenster schaut, die Sonne untergehen sieht usw. Kann man sich gut vorstellen, man sitzt dort, sieht in den Himmel und macht sich Gedanken über das Leben... Bei „You Shine The Dark Away“ war ich dann ein wenig in Gedanken. Ein netter Song, sentimentaler Titel, aber irgendwie eher so ein Ding, bei dem man abschaltet. Es folgt als ruhige und rhythmische Ballade „King Of Nothing“. Schönes Gitarrenspiel. Ein sehr kurzes Stück. Aber lieber kurz und knackig als lang und schlapp. Country-Western-Feeling wieder bei „In The Evening“. Locker, leicht und fröhlich. Lustige Piano-Einlage zwischendurch. Auch mit „Midsummer’s Wreath Meltdown“ geht es in dem Stil weiter. Sentimental wird es dann wieder bei dem desillusionierenden Song „I Just Don’t Believe In Love“. Schöne Ballade, trauriger Text... Mit hohen Gitarren und Pianospiel. Ruhig geht es auch bei dem Schluss-Stück zu – „They All Grew Old While I Grew Young“. Naja, zugegeben, manchmal fühlt man sich so... Klingt nett aus, das Liedchen...
Ja, eine altmodische Rock-Band, das sind HELLSINGLAND UNDERGROUND dann wohl. Ich hätte sie spontan in die Great Western Civilization eingestuft, nicht aber nach Schweden. Man fühlt sich zum Teil wirklich, als sei man in einem John Wayne-Film gelandet.,
Anspieltipps: „Singing While The World Dies“, „The Lost River Band“, „In The Evening“, I Just Don’t Believe In Love“
Fazit : Nicht für die ganz Harten, aber wer ein Faible für rhythmische Rock-Musik hat und sich auf ein unbeschwertes Lebensgefühl einlassen möchte, dem würde ich zum Kauf raten.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Singing While The World Dies 4:27
2. The Lost River Band 5:49
3. Evil Will Prevail 4:17
4. Black Clouds On The Horizon 3:40
5. You Shine The Dark Away 3:54
6. King Of Nothing 2:26
7. In The Evening 3:47
8. Midsummer’s Wreath Meltdown 4:07
9. I Just Don’t Believe In Love 4:55
10. They All Grew Old While I Grew Young 9:01
Sandra
Album: Evil Will Prevail
Spielzeit: 44:23 min
Plattenfirma: Killed By Records
Veröffentlichung: 11.01.2013
Homepage: www.hellsinglandunderground.com
HELLSINGLAND UNDERGROUND sind eine Band, die ihrem Publikum in den letzten beiden Jahren einige Live-Auftritte geboten haben; sie sind nämlich einen Großteil der Zeit auf Tour gewesen. U. a. hatten sie die Ehre, sowohl als Schlussband beim Internationalen Filmfestival in München und auch im Hochsicherheitsgefängnis Bielefeld zu spielen. Auch aktuell stehen wieder Live-Auftritte für die Schweden an. HELLSINGLAND UNDERGROUND sehen sich als altmodische Rockband. Veröffentlicht wurden seit 2008 drei Alben. Charlie Granberg (Sänger und Harmonikaspieler) war zwar tief in der Stockholmer Rock-Szene, hatte aber erst Erfolg als Musiker, als er nach Hause, ins Städtchen Ljusdal, zurückkehrte, und dort ein ländliches Familienleben begann. Mitstreiter sind Mats Olsson (Gitarre), Peter Henriksson (Gitarre), Henning Winnberg (Klavier und Orgel), Martin Karlsson (Bass) und Patrik Jansson (Schlagzeug).
Das Cover des Albums hat einen türkisfarbenen Hintergrund und einige propere Engel darauf, die herumschweben. Zwischendurch ein paar Symbole des Bösen wie Dämonenfratzen.
„Singing While The World Dies“ ist ein unbeschwerter Gute-Laune-Song. Leichtlebig und eingängig, verleitet zum Mitsingen. Nachfolgend „The Lost River Band“ ist auch so ein Ding. Hört sich leicht wie Country an. Die Gitarren jammen gemütlich, das Schlagzeug und der Bass haben einen gemütlichen Takt. Zum Abschluss liefern sich Gitarre und Drums einen Wettstreit. Super! Mit nettem Pianogeklimper geht es zum dritten Stück: „Evil Will Prevail“. Man fühlt sich beinahe wie einem Western-Saloon! Eine schöne Ballade ist „Black Clouds On The Horizon“, der eine Art Momentaufnahme ist, bei dem Granberg aus dem Fenster schaut, die Sonne untergehen sieht usw. Kann man sich gut vorstellen, man sitzt dort, sieht in den Himmel und macht sich Gedanken über das Leben... Bei „You Shine The Dark Away“ war ich dann ein wenig in Gedanken. Ein netter Song, sentimentaler Titel, aber irgendwie eher so ein Ding, bei dem man abschaltet. Es folgt als ruhige und rhythmische Ballade „King Of Nothing“. Schönes Gitarrenspiel. Ein sehr kurzes Stück. Aber lieber kurz und knackig als lang und schlapp. Country-Western-Feeling wieder bei „In The Evening“. Locker, leicht und fröhlich. Lustige Piano-Einlage zwischendurch. Auch mit „Midsummer’s Wreath Meltdown“ geht es in dem Stil weiter. Sentimental wird es dann wieder bei dem desillusionierenden Song „I Just Don’t Believe In Love“. Schöne Ballade, trauriger Text... Mit hohen Gitarren und Pianospiel. Ruhig geht es auch bei dem Schluss-Stück zu – „They All Grew Old While I Grew Young“. Naja, zugegeben, manchmal fühlt man sich so... Klingt nett aus, das Liedchen...
Ja, eine altmodische Rock-Band, das sind HELLSINGLAND UNDERGROUND dann wohl. Ich hätte sie spontan in die Great Western Civilization eingestuft, nicht aber nach Schweden. Man fühlt sich zum Teil wirklich, als sei man in einem John Wayne-Film gelandet.,
Anspieltipps: „Singing While The World Dies“, „The Lost River Band“, „In The Evening“, I Just Don’t Believe In Love“
Fazit : Nicht für die ganz Harten, aber wer ein Faible für rhythmische Rock-Musik hat und sich auf ein unbeschwertes Lebensgefühl einlassen möchte, dem würde ich zum Kauf raten.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Singing While The World Dies 4:27
2. The Lost River Band 5:49
3. Evil Will Prevail 4:17
4. Black Clouds On The Horizon 3:40
5. You Shine The Dark Away 3:54
6. King Of Nothing 2:26
7. In The Evening 3:47
8. Midsummer’s Wreath Meltdown 4:07
9. I Just Don’t Believe In Love 4:55
10. They All Grew Old While I Grew Young 9:01
Sandra
BOIL - aXiom
Band: Boil
Album: aXiom
Spielzeit: 45:82 min
Plattenfirma: Vicisolum Productions
Veröffentlichung: 15.02.2013
Homepage: www.facebook.com/Axiom2013
Meer, leicht kurvige Landstraßen, Sandstrände noch und nöcher und Wiesen, Wiesen, Wiesen – und ein paar kleine Wäldchen... BOIL kommen aus dem schönen Dänemark, genauer gesagt aus der Universitätsstadt Aarhus. Gegründet wurde die Band 2004 und 2007 veröffentlichten sie ihr Debütalbum. „aXiom“ ist nun die insgesamt vierte Scheibe. BOIL bestehen aus Jacob Løbner (Gesang), Stig Nielsen (Gitarre), Kenneth Avnsted (Gitarre), Kristian Outinen (Bass) und Mikkel Ib (Schlagzeug).
Das Cover, bei dem Travis Smith seine Hand im Spiel hatte (u. a. hat er auch für Nevermore und Katatonia entworfen), ist dunkel und ein wenig düster gehalten. Düster, melancholisch... Darauf sind neben dem Band- und Albennamen u. a. ein Insekt und alte Schriftstücke zu erkennen.
Düster ist auch die Stimmung, die das „aXiom“-Album verbreitet. Zur Herbst- und Winterzeit ist die skandinavische Ecke ja auch durchaus ein Stück der Welt, zu der Einsamkeit, Mysterien und Melancholie passt.
Der Titel „Sphere“ ist schon sehr gut gewählt, man kann die Atmosphäre in sich aufnehmen. Dunkler Bass, dazu langsamer Schlagzeugbeat, geheimnisvoller Gesang. Das einzige, was etwas heller ist, sind die Keyboardklänge zwischendrin. Freundlicher und heller ist – eigentlich überraschend – „The Center Of Rage“. Hier singt Lobner wesentlich unbeschwerter und auch die Instrumente wirken irgendwie leichter. Bei dem Titel hätte ich etwas komplett anderes erwartet. Gleiches gilt bei „Sever The Tie“ – gut, „unbeschwert“ nicht in dem Sinne, dass BOIL plötzlich Partystimmung verbreiten; ein Quentchen Schwermut ist eben immer mit dabei. Gut herauszuhören sind Bassklänge. Auch etwas Elektronisches ist im Spiel. Ziemlich melodisch und fast schon als eingängig zu bezeichnen ist „Moth Of The Flame“. Eine schöne und sanfte Ballade ist „Darkest“. Zarte Gitarre, sanfter Gesang... Der Beginn von „Equlilibrium“ besteht aus geheimnisvollen Worten, die leider kaum zu verstehen sind, untermalt von Bass und Gitarre. Ein wenig langweilig ist dazu der Gesang, der eher nebenbei läuft. „Heretic Martyr“ ist eher ein Mitläufer-Song. Ganz nett, aber nicht so wahnsinnig interessant. Endet ziemlich abrupt. Auch der Nachfolger „Vindication“ ist nett anzuhören – nebenbei. Er hat eine Gesamtspielzeit von fast 8 Minuten. Zwischendurch ein anfangs leises, dann lauter zu vernehmendes Zwischenspiel, das den Song quasi in zwei Songs in einem trennt. In der zweiten Hälfte hat das Stück dann mächtig „Kawumm“. Hier auch einige stimmliche Growls bis wieder auf normalen Gesang umgestiegen wird. „Ashes“ ist ein instrumentales sphärisches Stück, ruhig und melodisch, mit viel Elektronik. Es folgt ein eher gebrülltes als gesungenes „Sunbound“. Melodiöser geht es bei dem letzten Stück zu – „Almost A Legend“. Klingt langsam aus...
Interessantes Album für kältere und längere Tage, ist zumindest meine Meinung. In der Zeit werde ich immer leicht melancholisch und irgendwie passt es.
Anspieltipps: “Sphere”, “Moth Of The Flame”, “Darkest”
Fazit : Ist ein nettes, manchmal etwas langweiliges Album. Passt gut in die dunkle Zeit des Jahres. Kann man so nebenbei gut dudeln lassen.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Sphere 3:27
2. At the Center of Rage 3:57
3. Sever the Tie 3:57
4. Moth to the Flame 3:36
5. Blink of an Eye 3:28
6. Darkest 3:30
7. Equilibrium 5:16
8. Heretic Martyr 3:54
9. Vindication 7:51
10. Ashes 1:41
11. Sunbound 3:28
12. Almost a Legend 4:57
Sandra
Album: aXiom
Spielzeit: 45:82 min
Plattenfirma: Vicisolum Productions
Veröffentlichung: 15.02.2013
Homepage: www.facebook.com/Axiom2013
Meer, leicht kurvige Landstraßen, Sandstrände noch und nöcher und Wiesen, Wiesen, Wiesen – und ein paar kleine Wäldchen... BOIL kommen aus dem schönen Dänemark, genauer gesagt aus der Universitätsstadt Aarhus. Gegründet wurde die Band 2004 und 2007 veröffentlichten sie ihr Debütalbum. „aXiom“ ist nun die insgesamt vierte Scheibe. BOIL bestehen aus Jacob Løbner (Gesang), Stig Nielsen (Gitarre), Kenneth Avnsted (Gitarre), Kristian Outinen (Bass) und Mikkel Ib (Schlagzeug).
Das Cover, bei dem Travis Smith seine Hand im Spiel hatte (u. a. hat er auch für Nevermore und Katatonia entworfen), ist dunkel und ein wenig düster gehalten. Düster, melancholisch... Darauf sind neben dem Band- und Albennamen u. a. ein Insekt und alte Schriftstücke zu erkennen.
Düster ist auch die Stimmung, die das „aXiom“-Album verbreitet. Zur Herbst- und Winterzeit ist die skandinavische Ecke ja auch durchaus ein Stück der Welt, zu der Einsamkeit, Mysterien und Melancholie passt.
Der Titel „Sphere“ ist schon sehr gut gewählt, man kann die Atmosphäre in sich aufnehmen. Dunkler Bass, dazu langsamer Schlagzeugbeat, geheimnisvoller Gesang. Das einzige, was etwas heller ist, sind die Keyboardklänge zwischendrin. Freundlicher und heller ist – eigentlich überraschend – „The Center Of Rage“. Hier singt Lobner wesentlich unbeschwerter und auch die Instrumente wirken irgendwie leichter. Bei dem Titel hätte ich etwas komplett anderes erwartet. Gleiches gilt bei „Sever The Tie“ – gut, „unbeschwert“ nicht in dem Sinne, dass BOIL plötzlich Partystimmung verbreiten; ein Quentchen Schwermut ist eben immer mit dabei. Gut herauszuhören sind Bassklänge. Auch etwas Elektronisches ist im Spiel. Ziemlich melodisch und fast schon als eingängig zu bezeichnen ist „Moth Of The Flame“. Eine schöne und sanfte Ballade ist „Darkest“. Zarte Gitarre, sanfter Gesang... Der Beginn von „Equlilibrium“ besteht aus geheimnisvollen Worten, die leider kaum zu verstehen sind, untermalt von Bass und Gitarre. Ein wenig langweilig ist dazu der Gesang, der eher nebenbei läuft. „Heretic Martyr“ ist eher ein Mitläufer-Song. Ganz nett, aber nicht so wahnsinnig interessant. Endet ziemlich abrupt. Auch der Nachfolger „Vindication“ ist nett anzuhören – nebenbei. Er hat eine Gesamtspielzeit von fast 8 Minuten. Zwischendurch ein anfangs leises, dann lauter zu vernehmendes Zwischenspiel, das den Song quasi in zwei Songs in einem trennt. In der zweiten Hälfte hat das Stück dann mächtig „Kawumm“. Hier auch einige stimmliche Growls bis wieder auf normalen Gesang umgestiegen wird. „Ashes“ ist ein instrumentales sphärisches Stück, ruhig und melodisch, mit viel Elektronik. Es folgt ein eher gebrülltes als gesungenes „Sunbound“. Melodiöser geht es bei dem letzten Stück zu – „Almost A Legend“. Klingt langsam aus...
Interessantes Album für kältere und längere Tage, ist zumindest meine Meinung. In der Zeit werde ich immer leicht melancholisch und irgendwie passt es.
Anspieltipps: “Sphere”, “Moth Of The Flame”, “Darkest”
Fazit : Ist ein nettes, manchmal etwas langweiliges Album. Passt gut in die dunkle Zeit des Jahres. Kann man so nebenbei gut dudeln lassen.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Sphere 3:27
2. At the Center of Rage 3:57
3. Sever the Tie 3:57
4. Moth to the Flame 3:36
5. Blink of an Eye 3:28
6. Darkest 3:30
7. Equilibrium 5:16
8. Heretic Martyr 3:54
9. Vindication 7:51
10. Ashes 1:41
11. Sunbound 3:28
12. Almost a Legend 4:57
Sandra
Montag, 17. Dezember 2012
JOHN CORABI - Unplugged
Band : John Corabi
Album : Unplugged
Spieldauer : 65:24 min
Plattenfirma : Rat Pak Records
Veröffentlichung : 13.11.2012
Homepage : www.johncorabi.com
Geilomat!
(Eigentlich könnte ich die Rezension hier schon beschließen, es ist alles Wichtige gesagt. Aber der Form halber stelle ich dieses Kleinod dann doch noch genauer vor.)
Was braucht es mehr als eine Handvoll guter Songs, einen formidablen Sänger und geschmackvoll, sowie aufs Nötigste reduzierte Arrangements? Genau, gar nichts Weiteres braucht der Rockfan zum glücklich sein. JOHN CORABI, den meisten wohl bekannt als kurzzeitiger Vince Neil Ersatz bei Mötley Crüe, bietet auf seiner einfach „Unplugged“ betitelten ersten Soloscheibe 5 neue Kompositionen, sowie 7 umarrangierte Songs von den wichtigsten Stationen seiner bisherigen Karriere: THE SCREAM, MÖTLEY CRÜE und UNION. Bereits nach den ersten Takten dieser Platte fühle ich mich an die guten alten Zeiten erinnert, als TESLA mit ihrem wegweisenden „Five Men Acoustical Jam“ die Unplugged-Welle einläuteten und die alte Musikerweisheit, dass ein guter Song auch mit der Akustischen (immer und überall) funktioniert, in die Tat umsetzten.
JOHN CORABI hat sich im Laufe seiner langen und von vielen Höhen und Tiefen gezeichneten Karriere eine enorme musikalische Autorität erarbeitet, die zu jeder Sekunde dieses Albums durchscheint. Seine Phrasierungen, die nie einstudiert wirken, sondern zu jedem Moment impulsiv rüberkommen, gehen durch Mark und Bein. Mal heult er mit den Wölfen („Are you waiting?“), im nächsten Moment röhrt eine Mörderstimme durch die Boxen (MÖTLEY CRÜE‘s „Hooligan's Holiday“) um dann gleich im Anschluss gefühlvolle Geschichten aus dem Leben zu erzählen (wie im THE SCREAM Genre-Klassiker „Father, Mother, Son“). Und genau hier liegt die Stärke dieses Albums: ich kaufe CORABI jedes Wort und jede einzelne Note ab. Nichts klingt gekünstelt oder gestellt, hier geht es einzig um die Musik und das Gefühl dahinter.
Dass CORABI mittlerweile in der Country-Hauptstadt Nashville lebt, findet seinen Einschlag in den fantastischen, mehrstimmigen Backingvocals, die seine beeindruckend souveräne Backingband beisteuert. Überhaupt gibt es an der Platte keinen einzelnen Song groß hervorzuheben oder eine Leistung besonders zu loben. Hier spielt ein sympatisches Team dermaßen locker und attitüdenfrei das runter, was ihnen am Herzen liegt, dass jeder (Hard)Rockfan mit nur einem Funken Seele im Leib feuchte Augen bekommen muss. Spektakulär ist an der Scheibe natürlich nichts und es hätten durchaus ein paar mehr neue Songs dabei sein können. Aber das sind Nebensächlichkeiten die nichts an der Tatsache ändern, dass mich diese Scheibe bei jedem Durchgang von Neuem gefangen nimmt. Ich bin beeindruckt.
Als Bonus bietet die CD noch ein etwa 14-minütiges, unterhaltsames Radio-Interview. Es bleibt zu hoffen, dass die darin mehrmals erwähnte Neuauflage der THE SCREAM Scheibe (nebst Live-Konzert als Bonus CD) tatsächlich demnächst erscheint.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Love (I Don't Need It Anymore)
02. If I Never Get To Say Goodbye
03. Are You Waiting?
04. Crash
05. Everything's All Right
06. Father, Mother, Son
07. Hooligan's Holiday
08. If I Had A Dime
09. Loveshine
10. Man In The Moon
11. Open Your Eyes
12. I Never Loved Her Anyway
13. 2012 Interview (Bonus Track)
Mario
Album : Unplugged
Spieldauer : 65:24 min
Plattenfirma : Rat Pak Records
Veröffentlichung : 13.11.2012
Homepage : www.johncorabi.com
Geilomat!
(Eigentlich könnte ich die Rezension hier schon beschließen, es ist alles Wichtige gesagt. Aber der Form halber stelle ich dieses Kleinod dann doch noch genauer vor.)
Was braucht es mehr als eine Handvoll guter Songs, einen formidablen Sänger und geschmackvoll, sowie aufs Nötigste reduzierte Arrangements? Genau, gar nichts Weiteres braucht der Rockfan zum glücklich sein. JOHN CORABI, den meisten wohl bekannt als kurzzeitiger Vince Neil Ersatz bei Mötley Crüe, bietet auf seiner einfach „Unplugged“ betitelten ersten Soloscheibe 5 neue Kompositionen, sowie 7 umarrangierte Songs von den wichtigsten Stationen seiner bisherigen Karriere: THE SCREAM, MÖTLEY CRÜE und UNION. Bereits nach den ersten Takten dieser Platte fühle ich mich an die guten alten Zeiten erinnert, als TESLA mit ihrem wegweisenden „Five Men Acoustical Jam“ die Unplugged-Welle einläuteten und die alte Musikerweisheit, dass ein guter Song auch mit der Akustischen (immer und überall) funktioniert, in die Tat umsetzten.
JOHN CORABI hat sich im Laufe seiner langen und von vielen Höhen und Tiefen gezeichneten Karriere eine enorme musikalische Autorität erarbeitet, die zu jeder Sekunde dieses Albums durchscheint. Seine Phrasierungen, die nie einstudiert wirken, sondern zu jedem Moment impulsiv rüberkommen, gehen durch Mark und Bein. Mal heult er mit den Wölfen („Are you waiting?“), im nächsten Moment röhrt eine Mörderstimme durch die Boxen (MÖTLEY CRÜE‘s „Hooligan's Holiday“) um dann gleich im Anschluss gefühlvolle Geschichten aus dem Leben zu erzählen (wie im THE SCREAM Genre-Klassiker „Father, Mother, Son“). Und genau hier liegt die Stärke dieses Albums: ich kaufe CORABI jedes Wort und jede einzelne Note ab. Nichts klingt gekünstelt oder gestellt, hier geht es einzig um die Musik und das Gefühl dahinter.
Dass CORABI mittlerweile in der Country-Hauptstadt Nashville lebt, findet seinen Einschlag in den fantastischen, mehrstimmigen Backingvocals, die seine beeindruckend souveräne Backingband beisteuert. Überhaupt gibt es an der Platte keinen einzelnen Song groß hervorzuheben oder eine Leistung besonders zu loben. Hier spielt ein sympatisches Team dermaßen locker und attitüdenfrei das runter, was ihnen am Herzen liegt, dass jeder (Hard)Rockfan mit nur einem Funken Seele im Leib feuchte Augen bekommen muss. Spektakulär ist an der Scheibe natürlich nichts und es hätten durchaus ein paar mehr neue Songs dabei sein können. Aber das sind Nebensächlichkeiten die nichts an der Tatsache ändern, dass mich diese Scheibe bei jedem Durchgang von Neuem gefangen nimmt. Ich bin beeindruckt.
Als Bonus bietet die CD noch ein etwa 14-minütiges, unterhaltsames Radio-Interview. Es bleibt zu hoffen, dass die darin mehrmals erwähnte Neuauflage der THE SCREAM Scheibe (nebst Live-Konzert als Bonus CD) tatsächlich demnächst erscheint.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Love (I Don't Need It Anymore)
02. If I Never Get To Say Goodbye
03. Are You Waiting?
04. Crash
05. Everything's All Right
06. Father, Mother, Son
07. Hooligan's Holiday
08. If I Had A Dime
09. Loveshine
10. Man In The Moon
11. Open Your Eyes
12. I Never Loved Her Anyway
13. 2012 Interview (Bonus Track)
Mario
ESCAPE - Unbreakable
Band: Escape
Album: Unbreakable
Spielzeit: 50 min
Plattenfirma: Z Records
Veröffentlichung: 24.09.2012
Homepage: www.z-records.com
AOR und Melodic Rock "von der Insel" erfreute sich unter Genreliebhabern in den letzten drei Jahrzehnten sicher nicht allzu geringer Beliebtheit. Zwar heisst es in regelmäßigen Abständen immer wieder, dass klassischer Hardrock in Großbritannien so gut wie tot sei, aber wenn man die musikalische Landschaft mal etwas genauer betrachtet, gab und gibt es doch immer wieder viele vereinzelte kleine und große Perlen zu entdecken.
Was wäre das Genre z.B. ohne die Klassiker der Engländer Magnum? Oder Dare? FM? Strangeways? Man könnte die Liste fast beliebig lange weiter führen und trotzdem immer wieder etwas Neues finden.
Und genau an diesem Punkt kommen Escape ins Spiel. Die segeln mit ihrem Debütalbum "Unbreakable" nämlich ziemlich genau in den selben Gewässern wie die von mir oben genannten Gruppen.
Speziell von den Genregöttern FM und den Strangeways scheinen sich die Herren eine ganze Menge abgeschnitten zu haben. Die Stimmfarbe von Frontmann Stevie klingt wie eine Mixtur aus Terry Brock und Steve Overland, die majestätische Tastenarbeit von Keyboarder Roland Moog (Kein Scheiss, der heisst wirklich so!) ist absolut erstklassig und auch die Drums und die Gitarrenarbeit lassen absolut keine Wünsche offen. Hier sind absolute Profis am Werk die in der Vergangenheit unter anderem bereits mit Magnum Sänger Bob Catley musiziert haben.
Der Longplayer startet mit der hymnischen Upbeat – Nummer „Still Alive“, deren dominante Keyboards in den nächsten knapp 50 Minuten absolut charakteristisch für das Album sein werden. Der erste richtige Höhepunkt - und für mich im Grunde genommen auch der wahre Albumopener - folgt gleich darauf mit dem Titelsong „Unbreakable“. Was die Jungs in dem Song abziehen ist britischer AOR at its Best! Vielleicht geht es nur mir so, aber ich hör hier sogar deutliche Parallelen zu FM’s „That Girl“ vom 1986er Klassiker „Indiscreet“ raus.
Weitere Highlights gibt es mit dem beschwingten „A Night To Remember“ , der an Tyketto erinnernden Nummer „Moment In Time“ und dem Rocker „Rescue Me“, der vor allem durch die geile Gitarrenarbeit punkten kann.
Fazit:
Freunde des tief in den Achtziger Jahren verwurzelten AOR made in the UK kommen an Escape nicht so einfach vorbei. Wenn die Jungs beim nächsten Album vielleicht sogar noch ein klitzekleines bisschen eigenständiger zur Sache gehen, erwarten uns von Escape in den nächsten paar Jahren noch einige große Dinge!
WERTUNG:
Lineup:
Stevie K. : Vocals
Vince Oregan : Gitarre
Andy Mills: Bass
Andy Pierce : Drums
Roland Moog: Keyboard
Trackliste:
1. Still Alive
2. Unbreakable
3. Best Of Me
4. Living On The Wrongside
5. Read Between The Lines
6. New Horizon
7. Night To Remember
8. Moment In Time
9. Bring You Down
10. Rescue Me
11. Heartbreak City (Bonus Track)
Marco
Album: Unbreakable
Spielzeit: 50 min
Plattenfirma: Z Records
Veröffentlichung: 24.09.2012
Homepage: www.z-records.com
AOR und Melodic Rock "von der Insel" erfreute sich unter Genreliebhabern in den letzten drei Jahrzehnten sicher nicht allzu geringer Beliebtheit. Zwar heisst es in regelmäßigen Abständen immer wieder, dass klassischer Hardrock in Großbritannien so gut wie tot sei, aber wenn man die musikalische Landschaft mal etwas genauer betrachtet, gab und gibt es doch immer wieder viele vereinzelte kleine und große Perlen zu entdecken.
Was wäre das Genre z.B. ohne die Klassiker der Engländer Magnum? Oder Dare? FM? Strangeways? Man könnte die Liste fast beliebig lange weiter führen und trotzdem immer wieder etwas Neues finden.
Und genau an diesem Punkt kommen Escape ins Spiel. Die segeln mit ihrem Debütalbum "Unbreakable" nämlich ziemlich genau in den selben Gewässern wie die von mir oben genannten Gruppen.
Speziell von den Genregöttern FM und den Strangeways scheinen sich die Herren eine ganze Menge abgeschnitten zu haben. Die Stimmfarbe von Frontmann Stevie klingt wie eine Mixtur aus Terry Brock und Steve Overland, die majestätische Tastenarbeit von Keyboarder Roland Moog (Kein Scheiss, der heisst wirklich so!) ist absolut erstklassig und auch die Drums und die Gitarrenarbeit lassen absolut keine Wünsche offen. Hier sind absolute Profis am Werk die in der Vergangenheit unter anderem bereits mit Magnum Sänger Bob Catley musiziert haben.
Der Longplayer startet mit der hymnischen Upbeat – Nummer „Still Alive“, deren dominante Keyboards in den nächsten knapp 50 Minuten absolut charakteristisch für das Album sein werden. Der erste richtige Höhepunkt - und für mich im Grunde genommen auch der wahre Albumopener - folgt gleich darauf mit dem Titelsong „Unbreakable“. Was die Jungs in dem Song abziehen ist britischer AOR at its Best! Vielleicht geht es nur mir so, aber ich hör hier sogar deutliche Parallelen zu FM’s „That Girl“ vom 1986er Klassiker „Indiscreet“ raus.
Weitere Highlights gibt es mit dem beschwingten „A Night To Remember“ , der an Tyketto erinnernden Nummer „Moment In Time“ und dem Rocker „Rescue Me“, der vor allem durch die geile Gitarrenarbeit punkten kann.
Fazit:
Freunde des tief in den Achtziger Jahren verwurzelten AOR made in the UK kommen an Escape nicht so einfach vorbei. Wenn die Jungs beim nächsten Album vielleicht sogar noch ein klitzekleines bisschen eigenständiger zur Sache gehen, erwarten uns von Escape in den nächsten paar Jahren noch einige große Dinge!
WERTUNG:
Lineup:
Stevie K. : Vocals
Vince Oregan : Gitarre
Andy Mills: Bass
Andy Pierce : Drums
Roland Moog: Keyboard
Trackliste:
1. Still Alive
2. Unbreakable
3. Best Of Me
4. Living On The Wrongside
5. Read Between The Lines
6. New Horizon
7. Night To Remember
8. Moment In Time
9. Bring You Down
10. Rescue Me
11. Heartbreak City (Bonus Track)
Marco
LAVETT - Find Your Purpose
Band: Lavett
Album: Find Your Purpose
Plattenfirma: Roasting House
Veröffentlichung: 09.12.2012
Homepage: www.lavett.net
Die Schweden LAVETT sind ein Zusammenschluss aus erfahrenen Musikern, die schon in Bands wie LOST HORIZON, CRYSTAL EYES, BESEECH, SUNDOWN, CEMETARY oder DEAD BY APRIL zu Gange waren. Wenn ich mir aber die gerade genannten Kapellen so anschaue, deckt sich die Ausrichtung so gar nicht mit dem neuen Projekt LAVETT – vielleicht mit Ausnahme von CEMETARY, was die fetten Gitarren angeht. Das Liedgut von Daniel Heiman (vocals), Manne Engström (guitar), Henric Carlsson (bass), Andreas Olavi (guitar) und Chris Silver (drums) geht derweil eher in Richtung moderner Combos wie SEVENDUST, LINKIN PARK oder HOOBASTANK, was sich auch im Cover wiederspiegelt.
Schon beim Opener „We Can´t Go On“ ist die Marschroute klar, fetter Sound, tiefgestimmte Gitarren, typische Keys, diverse Screams und Growls und ansonsten ein cleaner Gesang von Daniel Heiman zeigen an, dass es in Richtung USA gehen soll. Wobei die Jungs einige klassische Rock-Elemente in ihre Songs eingebaut haben. „Can´t You Hear Me“ ist etwas symphonischer, aber trotzdem modern gehalten. Das zieht sich durch das komplette Album - „Everybody“ könnte auf einem LINKIN PARK Album stehen genauso wie das gefällige „Find Your Purpose“. „Take A Step Back“ marschiert etwas flotter, hat aber erneut einen für die o.g. Bands typischen Refrain. Das rockige „It´s Not Over“ kommt bis auf ein paar Screams fast Old School daher. „Hold On“ ist eine etwas langsamere Nummer, das auch im Radio laufen könnte. Allerdings gibt es viele ähnliche Bands mit ähnlichen Songs – und genau da ist das größte Manko von „Find Your Purpose“.
Generell sind die Songs echt gut, haben aber mit Identitätsproblemen zu kämpfen, weil es eben schon viele Bands in dieser Richtung gibt. Für alle, die das nicht abschreckt, ist LAVETT eine Entdeckung wert.
WERTUNG:
Trackliste:
1.We Can´t Go On
2.Can´t Your Hear Me
3.Everybody
4.Find Your Purpose
5.Take A Step Back
6.It´s Not Over
7.Hold On
8.Blame The Silence
9.Forgotten Generation
10.Blessing For Life
11.The Mark
Stefan
Album: Find Your Purpose
Plattenfirma: Roasting House
Veröffentlichung: 09.12.2012
Homepage: www.lavett.net
Die Schweden LAVETT sind ein Zusammenschluss aus erfahrenen Musikern, die schon in Bands wie LOST HORIZON, CRYSTAL EYES, BESEECH, SUNDOWN, CEMETARY oder DEAD BY APRIL zu Gange waren. Wenn ich mir aber die gerade genannten Kapellen so anschaue, deckt sich die Ausrichtung so gar nicht mit dem neuen Projekt LAVETT – vielleicht mit Ausnahme von CEMETARY, was die fetten Gitarren angeht. Das Liedgut von Daniel Heiman (vocals), Manne Engström (guitar), Henric Carlsson (bass), Andreas Olavi (guitar) und Chris Silver (drums) geht derweil eher in Richtung moderner Combos wie SEVENDUST, LINKIN PARK oder HOOBASTANK, was sich auch im Cover wiederspiegelt.
Schon beim Opener „We Can´t Go On“ ist die Marschroute klar, fetter Sound, tiefgestimmte Gitarren, typische Keys, diverse Screams und Growls und ansonsten ein cleaner Gesang von Daniel Heiman zeigen an, dass es in Richtung USA gehen soll. Wobei die Jungs einige klassische Rock-Elemente in ihre Songs eingebaut haben. „Can´t You Hear Me“ ist etwas symphonischer, aber trotzdem modern gehalten. Das zieht sich durch das komplette Album - „Everybody“ könnte auf einem LINKIN PARK Album stehen genauso wie das gefällige „Find Your Purpose“. „Take A Step Back“ marschiert etwas flotter, hat aber erneut einen für die o.g. Bands typischen Refrain. Das rockige „It´s Not Over“ kommt bis auf ein paar Screams fast Old School daher. „Hold On“ ist eine etwas langsamere Nummer, das auch im Radio laufen könnte. Allerdings gibt es viele ähnliche Bands mit ähnlichen Songs – und genau da ist das größte Manko von „Find Your Purpose“.
Generell sind die Songs echt gut, haben aber mit Identitätsproblemen zu kämpfen, weil es eben schon viele Bands in dieser Richtung gibt. Für alle, die das nicht abschreckt, ist LAVETT eine Entdeckung wert.
WERTUNG:
Trackliste:
1.We Can´t Go On
2.Can´t Your Hear Me
3.Everybody
4.Find Your Purpose
5.Take A Step Back
6.It´s Not Over
7.Hold On
8.Blame The Silence
9.Forgotten Generation
10.Blessing For Life
11.The Mark
Stefan
A PERFECT DAY - A Perfect Day
Band: A Perfect Day
Album: A Perfect Day
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 23.11.2012
Homepage: www.frontiers.it
Wen ich mir das Cover der Italiener A PERFECT DAY so ansehe, würde ich nie darauf kommen, was das Trio um LABYRINTH Klampfer Andrea Cantarelli auf seinem selbstbetitelten Debüt so macht. Denn sowohl Schriftzug als auch das Artwork suggerieren eher Klänge in Richtung Darkwave etc. hört man sich aber den eröffnenden Titeltrack an, gibt es Post-Grunge-Gitarren, ein schepperndes Schlagzeug und eine kraftvolle Stimme von Bassist Roberto Tiranti – die im Laufe des Albums aber viele verschiedene Facetten annimmt - auf den Gehörgang. Tiranti musiziert ebenso bei LABYRINTH wie auch Drummer Alessandro Bissa, A PERFECT DAY ist also ein reinrassiges Sideprojekt der italienischen Power Metaller.
Dass die drei aber hier praktisch komplett ohne Prog-Elemente auskommen, scheint wohl eine Herzensangelegenheit zu sein. Denn auf Dauer lässt sich wohl kein Musiker in das meist recht enge Korsett seiner Stammcombo zwängen. Und so beginnt das Album auch sehr vielversprechend mit dem schon erwähnten Titelsong, der vor Spielfreude nur so strotzt und eingängige Passagen hat, die sich aber nicht so schnell abnutzen dürften. Bei „Now And Forever“ ist der Gesang eher zuckersüß, die Gitarrenparts aber hart und kompromisslos. Dass es sich bei dieser Liedersammlung aber um Ideen aus verschiedenen Phasen handelt, wird desöfteren sichtbar. Ein ruhiges Stück wie „Long Road To Ruin“ will auf den ersten Blick so gar nicht ins Gesamtbild passen und ist doch eine schöne Bereicherung. Danach gibt es aber wieder beherzt rockiges („Alone And Free“ oder „Waiting On The Edge“) sowie eher relaxtes Liedgut („Silent Cry“ oder „Here We Are Again“) im Wechsel, wobei das Trio die Qualiät des Anfangs nicht mehr ganz halten kann.
Abseits von Double-Bass Salven und progressiven Frickelorgien haben die drei LABYRINTH-Mucker ein schönes Album eingepielt, das ganz ordentlich daherkommt. Der Überflieger ist „A Perfect Day“ aber nicht geworden, somit ist das Fazit am Ende des Tages doch nicht ganz so perfekt. Dass hier aber kompetente Musiker am Werk waren, merkt man zu jeder Sekunde.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Another Perfect Day
2.Now And Forever
3.Long Road To Ruin
4.Alone And Free (Rockblind)
5.Silent Cry
6.Under The Same Sun
7.Here We Are Again
8.Waiting On The Edge
9.Warm Embrace
10.We Only Say Goodbye
Stefan
Album: A Perfect Day
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 23.11.2012
Homepage: www.frontiers.it
Wen ich mir das Cover der Italiener A PERFECT DAY so ansehe, würde ich nie darauf kommen, was das Trio um LABYRINTH Klampfer Andrea Cantarelli auf seinem selbstbetitelten Debüt so macht. Denn sowohl Schriftzug als auch das Artwork suggerieren eher Klänge in Richtung Darkwave etc. hört man sich aber den eröffnenden Titeltrack an, gibt es Post-Grunge-Gitarren, ein schepperndes Schlagzeug und eine kraftvolle Stimme von Bassist Roberto Tiranti – die im Laufe des Albums aber viele verschiedene Facetten annimmt - auf den Gehörgang. Tiranti musiziert ebenso bei LABYRINTH wie auch Drummer Alessandro Bissa, A PERFECT DAY ist also ein reinrassiges Sideprojekt der italienischen Power Metaller.
Dass die drei aber hier praktisch komplett ohne Prog-Elemente auskommen, scheint wohl eine Herzensangelegenheit zu sein. Denn auf Dauer lässt sich wohl kein Musiker in das meist recht enge Korsett seiner Stammcombo zwängen. Und so beginnt das Album auch sehr vielversprechend mit dem schon erwähnten Titelsong, der vor Spielfreude nur so strotzt und eingängige Passagen hat, die sich aber nicht so schnell abnutzen dürften. Bei „Now And Forever“ ist der Gesang eher zuckersüß, die Gitarrenparts aber hart und kompromisslos. Dass es sich bei dieser Liedersammlung aber um Ideen aus verschiedenen Phasen handelt, wird desöfteren sichtbar. Ein ruhiges Stück wie „Long Road To Ruin“ will auf den ersten Blick so gar nicht ins Gesamtbild passen und ist doch eine schöne Bereicherung. Danach gibt es aber wieder beherzt rockiges („Alone And Free“ oder „Waiting On The Edge“) sowie eher relaxtes Liedgut („Silent Cry“ oder „Here We Are Again“) im Wechsel, wobei das Trio die Qualiät des Anfangs nicht mehr ganz halten kann.
Abseits von Double-Bass Salven und progressiven Frickelorgien haben die drei LABYRINTH-Mucker ein schönes Album eingepielt, das ganz ordentlich daherkommt. Der Überflieger ist „A Perfect Day“ aber nicht geworden, somit ist das Fazit am Ende des Tages doch nicht ganz so perfekt. Dass hier aber kompetente Musiker am Werk waren, merkt man zu jeder Sekunde.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Another Perfect Day
2.Now And Forever
3.Long Road To Ruin
4.Alone And Free (Rockblind)
5.Silent Cry
6.Under The Same Sun
7.Here We Are Again
8.Waiting On The Edge
9.Warm Embrace
10.We Only Say Goodbye
Stefan
Donnerstag, 13. Dezember 2012
STEELSHINE - Rock N' Roll Made a Man out of Me
Band: Steelshine
Gleich die ersten beiden Songs ("Laughing With The Sinners" und der Titeltrack) legen mit einem packenden Drive los, der jedem Sleaze-Fan ein Grinsen ins Gesicht zaubern dürfte. Nicols ist ein Shouter von altem Schrot und Korn der den, so ähnlich bereits hundertmal gehörten, Bikernummern seinen Stempel aufdrückt und den Hörer vom ersten Ton an gefangen nimmt. Das ist schön räudig in Szene gesetzt und begeistert auch durch die durchgehend erstklassige Gitarrenarbeit. Leider legt man im Anschluss an diese beiden Kracher mit einer Coverversion des Lady Gaga Hits "Paparazzi" eine gepflegte Vollbremsung, mit anschließendem Bauchklatscher erster Klasse, hin. Völlig uninspiriert stolpert die Band durch diesen musikgewordenen Unfall. Da passt vorne und hinten wirklich rein gar nichts zusammen. Autsch. (Das hier auch gleich noch Puff Daddy's "Kashmir"-Interpretation "Come with me" mit verwurstet wird, hilft auch nicht wirklich weiter.)
Hüllen wir also schnell den Mantel des Schweigens über diesen allzu platten Versuch aus (gleich zwei) fremden Hits Kapital zu schlagen und skippen weiter. Und siehe da, als wären sich alle Beteiligten bewusst was für einen Dünnpfiff sie da gerade verbrochen haben, wird anschließend in "B.F.A." das Gaspedal ordentlich durchgetreten. Ein klasse Song, der das soeben Gehörte gleich wieder vergessen macht. Zum Abschluss gibt es noch die sehr gelungene, genretypische Ballade "Psychedelic Girl" und den Akustikstampfer "Devil Moon", klischeebewusst in bester Cowboy-Manier. Dann ist der kurze, aber durchaus unterhaltsame Dreher auch schon durch. Zwar fehlt der rote Faden, der einem ambitionierten Album das nötige Korsett verleiht, aber der interessierte Genre-Fan kann hier eigentlich nicht viel falsch machen. Ein empfehlenswerter Appetizer auf ein hoffendlich bald erscheinendes Full-Length Album.
Album: Rock N' Roll Made A Man Out Of Me
Spielzeit: 26:24 min
Label: Driver Wild Music, LLC
Veröffentlichung: Ende 2012
Homepage: http://www.steelshine.net/
Der Gitarrist, Komponist und
Produzent Dave Henzerling ist beileibe kein unbeschriebenes Blatt mehr,
beinhaltet seine Vita doch eine lange Liste an unterschiedlichen Bands und
Veröffentlichungen. Darunter auch das überaus gelungene Lizzy Borden Album
"Master of Disguise", sowie diverse Platten seiner Hauptbands KING
KOBRA und BIG COCK. Henzerlings neuestes Projekt STEELSHINE, gegründet mit
seinem ehemaligen Mitstreiter John Covington (BIG COCK, GREG LEON INVASION) an
den Drums, sowie Frontschreihals Seann "Tarsha" Nicols (ehemals
ADLER'S APPETITE), hat im Verlauf des vergangenen Jahres bereits vereinzelte
Songs im digitalen Format veröffentlicht, welche nun auf dem Mini Album
"Rock N' Roll Made A Man Out Of Me" zusammengefasst wurden. Die
Platte ziert ein genretypisches Kitschcover und kommt auf eine überschaubare Spieldauer
von knapp 27 Minuten.
Gleich die ersten beiden Songs ("Laughing With The Sinners" und der Titeltrack) legen mit einem packenden Drive los, der jedem Sleaze-Fan ein Grinsen ins Gesicht zaubern dürfte. Nicols ist ein Shouter von altem Schrot und Korn der den, so ähnlich bereits hundertmal gehörten, Bikernummern seinen Stempel aufdrückt und den Hörer vom ersten Ton an gefangen nimmt. Das ist schön räudig in Szene gesetzt und begeistert auch durch die durchgehend erstklassige Gitarrenarbeit. Leider legt man im Anschluss an diese beiden Kracher mit einer Coverversion des Lady Gaga Hits "Paparazzi" eine gepflegte Vollbremsung, mit anschließendem Bauchklatscher erster Klasse, hin. Völlig uninspiriert stolpert die Band durch diesen musikgewordenen Unfall. Da passt vorne und hinten wirklich rein gar nichts zusammen. Autsch. (Das hier auch gleich noch Puff Daddy's "Kashmir"-Interpretation "Come with me" mit verwurstet wird, hilft auch nicht wirklich weiter.)
Hüllen wir also schnell den Mantel des Schweigens über diesen allzu platten Versuch aus (gleich zwei) fremden Hits Kapital zu schlagen und skippen weiter. Und siehe da, als wären sich alle Beteiligten bewusst was für einen Dünnpfiff sie da gerade verbrochen haben, wird anschließend in "B.F.A." das Gaspedal ordentlich durchgetreten. Ein klasse Song, der das soeben Gehörte gleich wieder vergessen macht. Zum Abschluss gibt es noch die sehr gelungene, genretypische Ballade "Psychedelic Girl" und den Akustikstampfer "Devil Moon", klischeebewusst in bester Cowboy-Manier. Dann ist der kurze, aber durchaus unterhaltsame Dreher auch schon durch. Zwar fehlt der rote Faden, der einem ambitionierten Album das nötige Korsett verleiht, aber der interessierte Genre-Fan kann hier eigentlich nicht viel falsch machen. Ein empfehlenswerter Appetizer auf ein hoffendlich bald erscheinendes Full-Length Album.
Wertung:
Tracks
01. Laughing With The Sinners
02. Rock N' Roll Made A Man Out Of Me
03. Paparazzi
04. B.F.A.
05. Psychedelic Girl
06. Devil Moon
Mario
PARADOX - Tales of the Weird
Band: Paradox
Album: Tales of the Weird
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: AFM
Records
Veröffentlichung:
14.12.2012
Homepage: www.paradox-bangers.com
Die deutschen
Trasher PARADOX existieren mittlerweile auch schon seit 1986. Nachdem PARADOX bei Roadrunner Records ihr Debütalbum „Product
Of Imagination“ (1987) veröffentlichten und zwei Jahre später mit „Heresy“ ein
weiteres Fabelwerk vorlegten, war der Grundstock für eine erfolgreiche Zukunft
bereitet und die Jungs konnten so richtig durchstarten.
Leider verhinderten interne Unstimmigkeiten dies und die
Band lag 10 Jahre auf Eis.
1999 kehrte man mit einem Knall in die Metalszene zurück,
spielte einen umjubelten Auftritt auf dem Wacken und Bang your Head Festival,
veröffentlichte ein weiteres Album und musste dann leider, aufgrund einer
schweren Krankheit von Mastermind Charly Steinhauer, wieder 4 Jahre pausieren.
Ab dem Jahr 2007 ging es wieder weiter, man trat erneut auf den namenhaftesten
deutschen Festivals auf, veröffentlichte zwei Alben, das letzte „Riot Squad“
2009. Nun sind wir in
der Gegenwart angekommen und PARADOX kehren mit ihrem neuen Album „Tales of the
Weird“ wieder zurück auf die Metalbühne um uns erneut zu beweisen, das sie noch
lange nicht zum alten Eisen gehören.
Außer Mastermind
Charly der die Gitarre und den Gesang übernimmt, sieht das heutige PARADOX
Lineup so aus. Christian Münzner (Gitarre), Olly Keller (Bass) und
Daniel “Evil Ewald” Buld (Schlagzeug).
Wir haben schon zu
lange gewartet, steigen wir also nun gleich mit dem Opener und Titeltrack
“Tales of the Weird” in die neue Scheibe ein. Der überlange Track wird von
einem instrumentalen Intro schön eingeleitet bevor dann die Gitarrenrifffront
über uns herein bricht.
Gekrönt wird das
Ganze dann mit einem schicken Chorus und ordentlichen Melodien, so dass man
hier sagen kann dass die Nummer ein würdiger Titeltrack und Opener ist.
Das folgende „Day
of Judgement“ hält sich nicht lange mit Vorgeklimper auf. Die brachialen Riffs
schlagen uns direkt entgegen und auch der schneidende Gesang von Fronter Charly
ist sofort präsent. Auch der Chorus geht in Ordnung, so dass hier alle harten
Jungs richtig auf ihre Kosten kommen. Cooler, Nackenbrecher!
Der Mittelteil der
Scheibe wird uns dann mit dem atmosphärischen „Fragile Alliance“, dem schnellen
„Escalation“ und dem doch recht melodischen „Brainwashed“ versüßt. Hier wird
der Hörer gut bei der Stange gehalten, denn gut sind die Nummern alle.
Das schöne
Instrumental „Zeitgeist“ schlägt dann die Brücke zum letzten Abschnitt der
Platte, der auch noch mal mit dem harten „The Downward Spiral“ und dem
Abschlussbrecher „A Light in Black“ ordentlich punkten kann.
So wird das Album
beschlossen wie es angefangen hat, mit lupenreinem Trash.
Anspieltipps:
Der Titeltrack “Tales of the Weird”, “Day of Judgement”,
“Brainwashed” und “A Light in Black” sind hier ganz klar die stärksten Nummern.
Fazit :
Die Jungs von PARADOX lassen es auf ihrem neuen Album auf
jeden Fall wieder ordentlich krachen. Fans der Truppe dürften auf jeden Fall nicht
enttäuscht sein und die Trasher unter uns dürften bei “Tales of the Weird”
richtig abfeiern.
Dafür dass man sich aber auch das melodische auf die Fahnen
geschrieben hat, zumindest wird es so laut Promoinfo gesagt, finde ich gehen
die Jungs mir hier zu brachial zu Werke. Es hätten ruhig noch mal die ein oder
andere schöne Melodie mehr sein können.
Es bleibt aber trotz allem ein gutes Trash Album, welches
wie gesagt bei Fans des Genres offene Türen einrennen wird!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Tales of the Weird
02. Day of Judgement
03. Brutalized
04. Fragile Alliance
05. Escalation
06. Brainwashed
07. Slashdead
08. Zeitgeist
09. The Downward Spiral
10. A Light in the Black
Julian
ASYLUM PYRE - Fifty Years later
Band: Asylum Pyre
Album: Fifty Years later
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma:
Massacre Records
Veröffentlichung:
07.12.2012
Homepage:
www.asylumpyre.com
ASYLUM PYRE ein sehr mystischer und aussagekräftiger Name. Der Platz an
dem die Narren verbrennen...
Die junge Truppe wurde von Johann Cadot (Gitarre) und Julien Peuch
(Bass) 2003 gegründet. Nach und nach kamen die weiteren Mitglieder dazu.
Tony Decaillon (Keyboard) 2006, Hervé Schiltz (Gitarre) 2008 und
abschließend 2009 Carole Alcantara für den Gesang.
In dieser Konstellation nahm man im selben Jahr das Debütalbum „Natural
Instinct?“ auf und vertrieb es in Eigenregie.
Danach folgte eine kleine Tour und einige gute Kritiken in der
Fachpresse.
Nun haben wir 2012 und die Truppe steht mit ihrem neuen Album „Fifty
Years later“ in den Startlöchern. Das Line Up hat sich ein bisschen gewandelt,
neu in den Reihen kann man Chaos Heidi (Gesang) und Vince Kreyder (FAIRYLAND,
Schlagzeug) begrüßen.
Das neue Album soll reifer und schärfer klingen als das Debüt, man hat
sich also wohl ganz klar weiterentwickelt, frönt aber immer noch dem
Symphonischen Power Metal mit Gothic Einflüssen.
Viel mehr gibt es über die Band nicht zu erzählen, stürzen wir uns also
gleich mal auf den Openertrack „Will you believe me“, welcher nur ein kurzer
Opener geworden ist, der klar von der Stimme von Chaos Heidi dominiert wird.
Mit „Dead in Copenhagen“ geht es aber direkt und ohne Umschweife weiter.
Ein guter Song der sich recht kompakt bis zum schön eingängigen Chorus rockt
und dem man gut folgen kann. Ich denke mal hier dürfte jeder Fan von female
Fronted Symphonic Metal zufrieden sein.
Mit dem keyboardlastigen „The Frozen Will“ geht es wesentlich
Gothiclastiger weiter. Die Nummer ist nicht ganz so zwingend wie der Track
zuvor und bietet auch nicht ganz so viel Melodic. Interessant strukturiert ist
der Song auf jeden Fall, aber ich werde nicht so ganz warm mit dem Teil.
Wieder mehr in die symphonische Ecke geht es bei „These Trees“. Hier
gefällt auf jeden Fall wieder der eingängige Chorus und der stampfende
Rhythmus, dem man sich einfach nicht entziehen kann. Schöne Nummer, die man uns
hier serviert.
Richtig schön verzaubern können uns die Franzosen dann bei der, im
Mittelteil angesiedelten, Ballade „Fisherman's Day“. Eine Nummer ganz klar
geschaffen für das Sangesdoppel bestehend aus Sängerin Heidi und einem mir
unbekannten männlichen Gegenpart.
Der letzte Abschnitt der Platte wird dann von dem überlangen „Any
Hypothesis“ und dem Titeltrack „Fifty Years later“ dominiert. Aber auch hier
kann festgehalten werden, dass die Songqualität rauf und runter geht, mal
zünden die Nummern direkt, mal brauchen sie etwas länger und mal fliegen sie an
einem absolut vorbei.
Anspieltipps:
Der quasi Opener “Dead in Copenhagen”, “These Trees”,
“Fisherman's Day” und „Fifty Years later“ sind hier die stärksten Nummern.
Fazit :
Mal wieder eine Platte bei der ich hin und her gerissen bin.
Auf der einen Seite gefällt mir der Sound der Truppe recht gut, auf der anderen
Seite sind aber auch einige Songs auf dem Album einfach nicht gut genug damit
man mich über die gesamte Spielzeit begeistern kann. Die guten Ansätze zeigen
aber, das die Band es durchaus drauf hat gute Nummern zu schreiben, von daher
glaube ich brauchen ASYLUM PYRE einfach noch ein bisschen Zeit um zu reifen.
Ich sag mal so, Fans von Symphonic Power Metal mit
weiblichen Gesang oder Freaks die von diesem Genre einfach nicht genug bekommen
sollten hier auf jeden Fall mal ein Ohr riskieren.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Will you believe me
02. Dead in Copenhagen
03. The Frozen Will
04. These Trees
05. The Hard
06. Fishermans Day
07. Against the Sand
08. Any Hypothesis
09. Just before the Silence
10. Fifty Years later
RHYME - The Seed and the Sewage
Band: Rhyme
Album: The Seed and the Sewage
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma:
Bakerteam Records
Veröffentlichung:
03.12.2012
Homepage: www.myspace.com/rhymeband
RHYME eine mir vollkommen unbekannte Rock/Metal Kapelle bringen dieser
Tage via dem italienischen Label Bakerteam Records ihr zweites Album „The Seed
and the Sewage“ unter die Leute.
Zwischen den beiden Alben war die Band nicht untätig sondern teilten mit
PAPA ROACH oder MISFITS die Bühne. Der Stil der Band ist ein wilder Mix aus
90iger Metal, Southern Rock und Hard Rock, was auf jeden Fall schon mal
ziemlich interessant klingt.
Aber auch das neue Album soll es wohl in sich haben, stellt es doch eine
klare Weiterentwicklung zum Debütalbum dar und soll die Stilelemente der Band
noch mehr zur Geltung bringen.
Auf dem neuen Album sind auch bekannte Gastmusiker der Bands SECRET
SPHERE und ELVENKING vertreten, was die Qualität natürlich noch einmal etwas
anheben soll.
Na dann horchen wir jetzt doch mal schnell mit dem Opener „Manimal“ in
die neue Platte rein um uns einen Eindruck von der Qualität zu machen. Und was
wir hier direkt geboten bekommen kann mich gleich überzeugen. Rockig, flockig
groovt man sich durch die Nummer und setzt auf einprägsame Melodien und einem
leicht mitsingbaren Chorus. Ein klasse Opener, der direkt die Marschrichtung
vorgibt.
Ähnlich groovend, rockig und rotzig geht es beim folgenden „The Hangman“
zu, wieder verlieren die Jungs keine Zeit und blasen uns eine der besten
Melodien und Riffs auf dem Album um die Ohren. Klasse Teil!
Die nächsten beiden Tracks haben leider nicht mehr ganz die Klasse wie
die Nummern zuvor, hier fehlt einfach ein bisschen die Eingängigkeit der
Vorgänger.
Im Mittelteil aber, ist man mit „Fairytopia“, „Party Right“ und „Brand
new Jesus“ wieder voll in der Spur und präsentiert uns wieder klasse gespielten
90iger Metal mit ordentlichem Groove.
Apropos Groove, der ist in der Anschlussnummer „World Underground“
wieder ordentlich vorhanden und macht den Track zu einer runden, eingängigen
Sache.
Im letzten Abschnitt der Platte lässt man, wie ich finde, ein bisschen
wieder die Zügel schleifen und verliert sich oft in den Songs, daran kann auch
das gelungene DEPECHE MODE Cover „Wrong“ nichts mehr ändern.
In der Summe kann man hier aber von einem guten zweiten Album sprechen.
Anspieltipps:
Die griffigsten Tracks sind hier der Opener “Manimal”, “The
Hangman”, “Party Right” und “World Underground”.
Fazit :
Die 90iger Jahre waren sicherlich nicht die stärksten Jahres
des Metalgenres. Der Grunge hatte die Szene ziemlich zerstört, es ist aber
trotzdem schön auch heute noch die ein oder andere Band zu haben die dem
charakteristische Sound dieser Zeit folgt. Das RHYME dabei nun nicht nur
Ohrbomben am Start haben, sei den Jungs verziehen, man ist ja auch erst beim
zweiten Album.
Der Weg den man eingeschlagen hat geht aber ganz klar in die
richtige Richtung!
Ich sag mal ordentlich gemacht, weiter so dann stößt man mit
dem dritten Album auf jeden Fall in die hohen Punkteregionen vor!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Manimal
02. The Hangman
03. Blind Dog
04. Slayer to the System
05. Fairytopia
06. Party Right
07. Brand new Jesus
08. World Underground
09. Nevermore
10. Victim of Downturn
11. Wrong (Depeche Mode Cover)
Julian
Mittwoch, 12. Dezember 2012
ADLER - Back From The Dead
Band: Adler
Album: Back From The Dead
Spielzeit: 38:41 min
Plattenfirma: Shrapnel Records
Veröffentlichung: b. v.
Homepage: www.adlersappetite.com
Steven Adler, einst Schlagzeuger von Guns n’ Roses und Adler’s Appetite, ist nun mit – schlicht und einfach - ADLER unterwegs. Das sympathische und gelungene Line-up der Band, besteht aus Lonny Paul (Gitarre), Jacob Bunton (Gesang und Gitarre), Johnny Martin (Bass) und Steven Adler (Schlagzeug) selbst. Mit dem Album „Back From The Dead“ zeigt Steven Flagge – er ist zurück, er ist seit Jahren clean. Nun wird sein Platz im Rock n’ Roll-Himmel zurückerobert.
Das Cover ist in dunklen Tönen gehalten. Darauf sind die Musiker zu sehen, die eine Party auf einem Friedhof zwischen lauter Grabmalen veranstalten und als Kontrast in knallroter Schrift Bandname sowie Albentitel.
Bei „Back From The Dead“ ist zuerst einmal Zupfen auf der Gitarre angesagt, ernste Stimme von Bunton. Schließlich legt ein richtiges Feuerwerk an Rock `n’ Roll los. Es ist so – ADLER ist von den Toten zurück! Zieht Euch warm an! „Own Worst Enemy“ ist ein starker Rhythmus, ernste Worte werden gesungen. Man ist sich oft selbst der größte Feind – davon können einige Menschen wirklich ein Lied singen. Gut, wenn man das erkannt hat. Musikalisch gefällt es mir auch sehr gut. Mit klarer und verständlicher Stimme gesungen, wobei Bunton sowieso eine angenehme Klangfarbe hat. Die Gitarre kreischt. Der Chorus wird mit dem Schlagzeug interessant unterstrichen. Wie schön ist der dudelige Beginn und das Bamm-Bamm des Schlagzeugs bei „Another Version Of The Truth“! Bei dem Rhythmus trommelt man unwillkürlich im Takt mit. Eindringlich gesungen. Zwischendurch gibt es wohlpositioniert eine ruhige Passage bevor noch einmal losgelegt wird. Zu „The One That You Hated“ schreibe ich jetzt mal nichts, da Ihr ja alle meine Rezensionen brav lest und diese vorab schon besprochen wurde. Also befassen wir uns mit dem schönen Rock-Song „Good To Be Bad“. Dieser hat einen mitreißenden Takt und Chorus. Zwischendurch wunderbare Parts auf den tieferen Saiten der Gitarre. „Just Don’t Ask“ ist das Stück, bei dem Slash seinem ehemaligen Kollegen und High School-Freund unter die Arme greift. Wäre es nicht erwähnt worden, man hätte ihn trotzdem erkannt. Slash hat nun mal den Blues im Gitarrenspiel. Es ist etwas ganz Besonderes. Der Song ist eine wunderschöne Ballade, die sicherlich noch viel Beachtung finden wird. Eine absolute Perle. Auch das während des Instrumental-Parts Slash seine Les Paul hervorhebt, ist ein unbedingtes Muss. Wie immer nicht zu lang, spielt sich nicht in den Vordergrund. Ein starkes Zusammenspiel der Musiker! „Blown Away“ – Bass, Bass, Bass: Auf dem Weg zur Toilette konnte ich nur stoppen und auf einem Bein mithüpfen! Insgesamt sehr eingängig. Gekonnte, wohlklingende Gitarre bei „Waterfall“. Ruhiger Song. Hier ein herrliches Instrumental-Stück. Der Schluss ist besonders schön, dort kommt die Gitarre als Krönung noch einmal so richtig zur Geltung. Bei „Habit“ singt quasi ein Chor als Background, zumindest macht es den Anschein. Zum Mitgehen und Mitsingen ist „Your Diamonds“ geeignet. Balladig. Bei „Dead Wrong“ wippt von Anfang an das Füßchen. Einfache Zutaten, immer wieder Backgroundunterstützung „dead wrong – dead wrong“. Zu dem Stück passt einfach „cool“. Geschlossen werden Song und Album mit einem Drum-Crash.
Man hört Steven Adler meiner Meinung nach ja die Fröhlichkeit, die gute Laune beim Spielen an; sieht ihn vor sich, wie er seit Jahrzehnten hinter seinem Drumkit sitzt und dabei strahlt. Die Band um sich herum hat er gut ausgewählt. Es passt zusammen. Das ist eine Rock-Band. Man harmoniert miteinander.
Anspieltipps: Mit „alles“ nerve ich erst gar nicht. (Neeeiiin.) „Back From The Dead“, “Own Worst Enemy”, “Just Don’t Ask”, “Dead Wrong”
Fazit : Das ist so ein Album, das man braucht. Stark im Musikalischen, ehrlich mit sich selbst.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Back From The Dead 4:17
2.Own Worst Enemy 3:22
3.Another Version Of The Truth 3:25
4.The One That You Hated 3:05
5.Good To Be Bad (feat. John 5) 3:19
6.Just Don’t Ask (feat. Slash) 4:51
7.Blown Away 3:07
8.Waterfall 3:55
9.Habit 3:23
10. Your Diamonds 4:08
11. Dead Wrong 3:09
Sandra
Album: Back From The Dead
Spielzeit: 38:41 min
Plattenfirma: Shrapnel Records
Veröffentlichung: b. v.
Homepage: www.adlersappetite.com
Steven Adler, einst Schlagzeuger von Guns n’ Roses und Adler’s Appetite, ist nun mit – schlicht und einfach - ADLER unterwegs. Das sympathische und gelungene Line-up der Band, besteht aus Lonny Paul (Gitarre), Jacob Bunton (Gesang und Gitarre), Johnny Martin (Bass) und Steven Adler (Schlagzeug) selbst. Mit dem Album „Back From The Dead“ zeigt Steven Flagge – er ist zurück, er ist seit Jahren clean. Nun wird sein Platz im Rock n’ Roll-Himmel zurückerobert.
Das Cover ist in dunklen Tönen gehalten. Darauf sind die Musiker zu sehen, die eine Party auf einem Friedhof zwischen lauter Grabmalen veranstalten und als Kontrast in knallroter Schrift Bandname sowie Albentitel.
Bei „Back From The Dead“ ist zuerst einmal Zupfen auf der Gitarre angesagt, ernste Stimme von Bunton. Schließlich legt ein richtiges Feuerwerk an Rock `n’ Roll los. Es ist so – ADLER ist von den Toten zurück! Zieht Euch warm an! „Own Worst Enemy“ ist ein starker Rhythmus, ernste Worte werden gesungen. Man ist sich oft selbst der größte Feind – davon können einige Menschen wirklich ein Lied singen. Gut, wenn man das erkannt hat. Musikalisch gefällt es mir auch sehr gut. Mit klarer und verständlicher Stimme gesungen, wobei Bunton sowieso eine angenehme Klangfarbe hat. Die Gitarre kreischt. Der Chorus wird mit dem Schlagzeug interessant unterstrichen. Wie schön ist der dudelige Beginn und das Bamm-Bamm des Schlagzeugs bei „Another Version Of The Truth“! Bei dem Rhythmus trommelt man unwillkürlich im Takt mit. Eindringlich gesungen. Zwischendurch gibt es wohlpositioniert eine ruhige Passage bevor noch einmal losgelegt wird. Zu „The One That You Hated“ schreibe ich jetzt mal nichts, da Ihr ja alle meine Rezensionen brav lest und diese vorab schon besprochen wurde. Also befassen wir uns mit dem schönen Rock-Song „Good To Be Bad“. Dieser hat einen mitreißenden Takt und Chorus. Zwischendurch wunderbare Parts auf den tieferen Saiten der Gitarre. „Just Don’t Ask“ ist das Stück, bei dem Slash seinem ehemaligen Kollegen und High School-Freund unter die Arme greift. Wäre es nicht erwähnt worden, man hätte ihn trotzdem erkannt. Slash hat nun mal den Blues im Gitarrenspiel. Es ist etwas ganz Besonderes. Der Song ist eine wunderschöne Ballade, die sicherlich noch viel Beachtung finden wird. Eine absolute Perle. Auch das während des Instrumental-Parts Slash seine Les Paul hervorhebt, ist ein unbedingtes Muss. Wie immer nicht zu lang, spielt sich nicht in den Vordergrund. Ein starkes Zusammenspiel der Musiker! „Blown Away“ – Bass, Bass, Bass: Auf dem Weg zur Toilette konnte ich nur stoppen und auf einem Bein mithüpfen! Insgesamt sehr eingängig. Gekonnte, wohlklingende Gitarre bei „Waterfall“. Ruhiger Song. Hier ein herrliches Instrumental-Stück. Der Schluss ist besonders schön, dort kommt die Gitarre als Krönung noch einmal so richtig zur Geltung. Bei „Habit“ singt quasi ein Chor als Background, zumindest macht es den Anschein. Zum Mitgehen und Mitsingen ist „Your Diamonds“ geeignet. Balladig. Bei „Dead Wrong“ wippt von Anfang an das Füßchen. Einfache Zutaten, immer wieder Backgroundunterstützung „dead wrong – dead wrong“. Zu dem Stück passt einfach „cool“. Geschlossen werden Song und Album mit einem Drum-Crash.
Man hört Steven Adler meiner Meinung nach ja die Fröhlichkeit, die gute Laune beim Spielen an; sieht ihn vor sich, wie er seit Jahrzehnten hinter seinem Drumkit sitzt und dabei strahlt. Die Band um sich herum hat er gut ausgewählt. Es passt zusammen. Das ist eine Rock-Band. Man harmoniert miteinander.
Anspieltipps: Mit „alles“ nerve ich erst gar nicht. (Neeeiiin.) „Back From The Dead“, “Own Worst Enemy”, “Just Don’t Ask”, “Dead Wrong”
Fazit : Das ist so ein Album, das man braucht. Stark im Musikalischen, ehrlich mit sich selbst.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Back From The Dead 4:17
2.Own Worst Enemy 3:22
3.Another Version Of The Truth 3:25
4.The One That You Hated 3:05
5.Good To Be Bad (feat. John 5) 3:19
6.Just Don’t Ask (feat. Slash) 4:51
7.Blown Away 3:07
8.Waterfall 3:55
9.Habit 3:23
10. Your Diamonds 4:08
11. Dead Wrong 3:09
Sandra
WHEELS OF FIRE - Up For Anything
Band: Wheels Of Fire
Album: Up For Anything
Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 30.11.2012
Homepage: www.wheels-of-fire.com
Eine große Überraschung bescherten mir vor 2 ½ Jahren die Italiener WHEELS OF FIRE. Ihr Debüt „Hollywood Rocks“ hat viele Extrarunden in meinem Player absolviert und auch heute höre ich das Album noch gerne. Umso gespannter war ich auf den Nachfolger, der „Up For Anything“ getauft wurde. Das Besetzungskarusell hat sich ordentlich gedreht, denn von der alten Garde sind nur noch Bandkopf Davide „Dave Rox“ Barbieri (vocals) und Stefano Zeni (guitars) übrig. Neu in der Mannschaft sind Bassist Marcello Suzzani, Keyboarder Andrea Vergori und Drummer Fabrizio Uccenllini. Produziert hat Barbieri selbst und aufgenommen wurde von Michele Luppi und Alessandro Del Vecchio während Roberto Priori für den Mix und das Mastering zuständig war.
Schon beim Opener „Follow Your Heart“ fällt auf, dass sowohl der Sound glatter und runder ausgefallen ist als auch das Songwriting weiter verfeinert wurde. Das superbe „Turning Up The Radio“ ist ein Ohrwurm par exellence und bietet alles, was melodischer Hardrock bieten kann. Im weiteren Verlauf fallen besonders „Lay Your Body Down“, „Don´t Walk Away“ und „Nothing To Lose“ positiv auf. Schlechte Songs sucht man auf „Up For Anything“ allerdings vergebens. Wer es lieber kuschlig mag, sollte „Tell Me“ oder „Web Of Lies“ antesten. Auch der schöne AOR Song „Respect“ mit seinem harten Eingangsriff ist einen Hördurchgang wert.
Der italienische Fünfer hat mit „Up For Anything“ ein reifes, abwechslungsreiches und hochklassiges Album vorgelegt, das das im Vergleich rauhe Debüt in den Schatten stellt. Allerdings ergibt sich aus der etwas runderneuerten Ausrichtung leicht eine Verwechslungsgefahr mit anderen Combos des Genres. Auf dem Erstling war der Wiedererkennungswert noch höher, Fortschritte haben WHEELS OF FIRE dennoch gemacht. Die Band gehört absolut zu den besten Vertretern in Sachen Melodic Rock Made in Italy! Schönes Teil!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Follow Your Heart
2.Don´t Walk Away
3.Turning Up The Radio
4.Pain
5.Web Of Lies
6.Lay Your Body Down
7.Respect
8.Come Back Home
9.Tell Me
10.Nothing To Lose
11.No Mercy
12.Yesterday´s Gone
Stefan
Album: Up For Anything
Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 30.11.2012
Homepage: www.wheels-of-fire.com
Eine große Überraschung bescherten mir vor 2 ½ Jahren die Italiener WHEELS OF FIRE. Ihr Debüt „Hollywood Rocks“ hat viele Extrarunden in meinem Player absolviert und auch heute höre ich das Album noch gerne. Umso gespannter war ich auf den Nachfolger, der „Up For Anything“ getauft wurde. Das Besetzungskarusell hat sich ordentlich gedreht, denn von der alten Garde sind nur noch Bandkopf Davide „Dave Rox“ Barbieri (vocals) und Stefano Zeni (guitars) übrig. Neu in der Mannschaft sind Bassist Marcello Suzzani, Keyboarder Andrea Vergori und Drummer Fabrizio Uccenllini. Produziert hat Barbieri selbst und aufgenommen wurde von Michele Luppi und Alessandro Del Vecchio während Roberto Priori für den Mix und das Mastering zuständig war.
Schon beim Opener „Follow Your Heart“ fällt auf, dass sowohl der Sound glatter und runder ausgefallen ist als auch das Songwriting weiter verfeinert wurde. Das superbe „Turning Up The Radio“ ist ein Ohrwurm par exellence und bietet alles, was melodischer Hardrock bieten kann. Im weiteren Verlauf fallen besonders „Lay Your Body Down“, „Don´t Walk Away“ und „Nothing To Lose“ positiv auf. Schlechte Songs sucht man auf „Up For Anything“ allerdings vergebens. Wer es lieber kuschlig mag, sollte „Tell Me“ oder „Web Of Lies“ antesten. Auch der schöne AOR Song „Respect“ mit seinem harten Eingangsriff ist einen Hördurchgang wert.
Der italienische Fünfer hat mit „Up For Anything“ ein reifes, abwechslungsreiches und hochklassiges Album vorgelegt, das das im Vergleich rauhe Debüt in den Schatten stellt. Allerdings ergibt sich aus der etwas runderneuerten Ausrichtung leicht eine Verwechslungsgefahr mit anderen Combos des Genres. Auf dem Erstling war der Wiedererkennungswert noch höher, Fortschritte haben WHEELS OF FIRE dennoch gemacht. Die Band gehört absolut zu den besten Vertretern in Sachen Melodic Rock Made in Italy! Schönes Teil!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Follow Your Heart
2.Don´t Walk Away
3.Turning Up The Radio
4.Pain
5.Web Of Lies
6.Lay Your Body Down
7.Respect
8.Come Back Home
9.Tell Me
10.Nothing To Lose
11.No Mercy
12.Yesterday´s Gone
Stefan
MAMMOTH MAMMOTH - Volume III Hell´s Likely
Band: Mammoth Mammoth
Album: Volume III Hell’s Likely
Spielzeit: 53:76 min
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: b. v.
Homepage: www.mammothmammoth.com
Der Melbourner Trupp, der ein wenig Pech mit den Bass-Männern hatte, veröffentlicht ein neues Album. Folgende Besetzung haben MAMMOTH MAMMOTH Ben Couzens (Gitarre), Mikey Tucker (Gesang), Frank Trobbiani (Schlagzeug) und Pete Bell (Bass). Das Album, die EP mitgerechnet, ist das dritte seit ihrer Gründung. Hören wir uns an, was MAMMOTH MAMMOTH uns auf die Ohren geben.
Auf dem vanillefarbenen Cover ist eine nackte Dame im Wald zu sehen. Sie kniet in unbequemer Pose auf Baumstämmen, sieht ein wenig Hippie-like aus und die Sonne scheint durch die Baumwipfel hindurch.
Der Opening Song heisst „Hell’s Likely“, also gleichzeitig der Albentitel. Ein rockiges Stück. Der Sänger, Mikey Tucker hat eine gute Stimme, schreit ein wenig und hat somit nicht die klarste Aussprache. Man muss sich schon ein wenig konzentrieren. Auf die Instrumente wird eingedroschen, als gäbe es kein Morgen mehr. „Go“ ist ein Song, der absolut in Ordnung ist. Nichts Besonderes, aber eben vollkommen okay. „Bare Bones“ tönt ein wenig hektisch. Ein tiefer, geheimnisvoller Start bei „(Up All Night) Demons To Fight”. Dröhnt in den Ohren. „Sitting Pretty“ ist ein Mitgeh-Song. Klar und deutlich gesungen. Das Schlagzeug wird sehr gut bedient und der Bass ist äußerst vernehmlich. Tippel-tippel mit dem Fuss bei „I Want It Too“. Ziemlich punkig geschrien, die Gitarre sticht hier hervor. Der Chorus prägt sich ein, wird auch sehr häufig wiederholt. Zum Schluss wird ein Chaos aus den Instrumenten inszeniert, was ganz originell ist. „Another Drink“ ist ein Bonus-Track. („I need another drink...“) Ganz witzig, manchmal ist einem ja tatsächlich so zumute. Klasse Gitarrenspiel mittendrin. „Weapons Of Mass Self Destruction“ erklingt ernst aus den Lautsprechern. Die Instrumente spielen im Takt. Bass und Schlagzeug harmonieren miteinander. Der Song klingt zum Schluss schön aus. „Slackers“ (aus ein Bonus-Track, wie sämtliche von 8-12), rockt und hat einen starken Rhythmus. Der Abschluss-Song („The Bad Oil“) ist auch ganz nett, für mich aber eher ein Mitläufer.
Das Album ist gut. Mir ein kleines bisschen zu wenig abwechslungsreich, aber trotzdem ein durchschnittliches Rock-Album. Man beherrscht sowohl Gesang als auch Instrumente, die Musik ist völlig in Ordnung. Zeitlich haben sich MAMMOTH MAMMOTH auch nicht lumpen lassen, 12 Songs und über 50 Minuten Spielzeit sind schon einiges.
Anspieltipps: „(Up All Night) Demons To Fight “, „ Sitting Pretty “, “Another Drink”
Fazit : Rock-Fans werden sicherlich ihren Spaß haben an der Scheibe. Kleiner Tipp: Die Bonus-Tracks sind auch auf der EP („Mammoth Mammoth“; 2008) zu hören.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Hell's Likely 2:25
2. Go 4:32
3. Bare Bones 3:17
4. (Up All Night) Demons To Fight 6:47
5. Sitting Pretty 3:53
6. I Want It Too 5:14
7. Bury Me 5:48
8. Another Drink 4:48
9. Let's Roll 3:14
10. Weapons Of Mass Self Destruction 5:05
11. Slacker 3:43
12. The Bad Oil 7:30
Sandra
Album: Volume III Hell’s Likely
Spielzeit: 53:76 min
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: b. v.
Homepage: www.mammothmammoth.com
Der Melbourner Trupp, der ein wenig Pech mit den Bass-Männern hatte, veröffentlicht ein neues Album. Folgende Besetzung haben MAMMOTH MAMMOTH Ben Couzens (Gitarre), Mikey Tucker (Gesang), Frank Trobbiani (Schlagzeug) und Pete Bell (Bass). Das Album, die EP mitgerechnet, ist das dritte seit ihrer Gründung. Hören wir uns an, was MAMMOTH MAMMOTH uns auf die Ohren geben.
Auf dem vanillefarbenen Cover ist eine nackte Dame im Wald zu sehen. Sie kniet in unbequemer Pose auf Baumstämmen, sieht ein wenig Hippie-like aus und die Sonne scheint durch die Baumwipfel hindurch.
Der Opening Song heisst „Hell’s Likely“, also gleichzeitig der Albentitel. Ein rockiges Stück. Der Sänger, Mikey Tucker hat eine gute Stimme, schreit ein wenig und hat somit nicht die klarste Aussprache. Man muss sich schon ein wenig konzentrieren. Auf die Instrumente wird eingedroschen, als gäbe es kein Morgen mehr. „Go“ ist ein Song, der absolut in Ordnung ist. Nichts Besonderes, aber eben vollkommen okay. „Bare Bones“ tönt ein wenig hektisch. Ein tiefer, geheimnisvoller Start bei „(Up All Night) Demons To Fight”. Dröhnt in den Ohren. „Sitting Pretty“ ist ein Mitgeh-Song. Klar und deutlich gesungen. Das Schlagzeug wird sehr gut bedient und der Bass ist äußerst vernehmlich. Tippel-tippel mit dem Fuss bei „I Want It Too“. Ziemlich punkig geschrien, die Gitarre sticht hier hervor. Der Chorus prägt sich ein, wird auch sehr häufig wiederholt. Zum Schluss wird ein Chaos aus den Instrumenten inszeniert, was ganz originell ist. „Another Drink“ ist ein Bonus-Track. („I need another drink...“) Ganz witzig, manchmal ist einem ja tatsächlich so zumute. Klasse Gitarrenspiel mittendrin. „Weapons Of Mass Self Destruction“ erklingt ernst aus den Lautsprechern. Die Instrumente spielen im Takt. Bass und Schlagzeug harmonieren miteinander. Der Song klingt zum Schluss schön aus. „Slackers“ (aus ein Bonus-Track, wie sämtliche von 8-12), rockt und hat einen starken Rhythmus. Der Abschluss-Song („The Bad Oil“) ist auch ganz nett, für mich aber eher ein Mitläufer.
Das Album ist gut. Mir ein kleines bisschen zu wenig abwechslungsreich, aber trotzdem ein durchschnittliches Rock-Album. Man beherrscht sowohl Gesang als auch Instrumente, die Musik ist völlig in Ordnung. Zeitlich haben sich MAMMOTH MAMMOTH auch nicht lumpen lassen, 12 Songs und über 50 Minuten Spielzeit sind schon einiges.
Anspieltipps: „(Up All Night) Demons To Fight “, „ Sitting Pretty “, “Another Drink”
Fazit : Rock-Fans werden sicherlich ihren Spaß haben an der Scheibe. Kleiner Tipp: Die Bonus-Tracks sind auch auf der EP („Mammoth Mammoth“; 2008) zu hören.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Hell's Likely 2:25
2. Go 4:32
3. Bare Bones 3:17
4. (Up All Night) Demons To Fight 6:47
5. Sitting Pretty 3:53
6. I Want It Too 5:14
7. Bury Me 5:48
8. Another Drink 4:48
9. Let's Roll 3:14
10. Weapons Of Mass Self Destruction 5:05
11. Slacker 3:43
12. The Bad Oil 7:30
Sandra
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