Band: Youngblood
Album: No Retreat
Plattenfirma: Eönian Records
Veröffentlichung: 09.10.2012
Homepage: www.eonianrecords.com
Was Bands wie STEELHEART, FIREHOUSE, CRY WOLF, EXTREME oder SLAUGHTER seinerzeit geschafft hatten, blieb den Jungs von YOUNGBLOOD leider verwehrt. Denn obwohl sie einen unterschriebenen Vertrag mit Sony/Epic Records in der Schublade liegen hatten, gab es nie einen offiziellen Release. Und ganz so spät waren Sänger Bobby Sisk, Gitarrist Jeff Diehl, Gitarrist Eric Saylors, Keyboarder Danny Williams, Bassist Kyle Koker und Schlagzeuger Kevin Kale auch nicht dran, denn diese 16 Songs wurden bereits 1989 aufgenommen. Nachdem die Herren von Sony Music den Song „Don´t Play With My Head“ gehört hatten, setzten sie sofort ihre Unterschrift aufs Papier und während dem Songwriting entstanden sage und schreibe 45 Songs, von denen jetzt die 16 für das Debüt vorgesehenen Stücke auf „No Retreat“ gepackt wurden.
Wer eine Umschreibung des YOUNGBLOOD-Sounds braucht, muss sich nur die oben genannten Combos ansehen, und schon hat man eine Ahnung davon, was aus dem Sextett aus Indianapolis hätte werden können. Warum es nicht geklappt hat, auch nur eine Platte auf den Markt zu bringen, können uns nur die Verantwortlichen des damaligen Labels sagen, an der Musik konnte es nicht liegen. Klar, der Markt wurde überschwemmt mit unzähligen drittklassigen Bands und das goldene Zeitalter des Hair Metal bzw. 80ger Hardrock ging schön langsam zu Ende. Lag es an der Stimme von Bobby Sisk, der wie eine Mischung aus Mark Slaughter und Michael Matijevic klang? Wir werden es wohl nie erfahren...
Ganz so geradlinig und eingängig wie die Kollegen von FIREHOUSE waren YOUNGBLOOD zwar selten, aber sie verbanden gekonnt höchst melodische Elemente mit etwas vertrackteren Songstrukturen, wie sie auch bei EXTREME und STEELHEART zu finden sind. Das Ergebnis war jede Menge Power und Leidenschaft in den Stücken und die nötige Portion Ear Candy. „Get Down To It“ ist so ein Beispiel: mächtige Riffs und das typische 80´s Feeling gepaart mit einer tollen musikalischen Darbietung. Aber auch „Shot Of You“, „Feel Thang“, „Back In My Life“ oder „Don´t Play With My Head“ hätten Hits werden können. Gut, 16 Songs sind meistens etwas langatmig und es hätte auch der ein oder andere Song weniger sein dürfen, aber dennoch spiegeln viele der hier vertretenen Nummern die Klasse der Amis wieder.
Wie so oft bei unveröffentlichtem Material gibt es auch auf „No Retreat“ eine unterschiedliche Qualität, was den Sound angeht, nur die ersten 5 Songs haben höchstes Niveau, aber auch danach gibt es zum größten Teil wirklich sehr gute Demo-Qualität.
Hätte man die Essenz aus 10-12 Songs aus „No Retreat“ herausgequetscht, würde hier ein kleines Meisterwerk stehen Aber auch so haben wir eine lohnende Werkschau einer Band, die es beinahe geschafft hätte, in der Zeit ein Album zu veröffentlichen, in der alles noch etwas größer war. So hat es über 20 Jahre gedauert, bis die Songs das Licht der Welt erblicken – es lohnt sich trotzdem, oder vielleicht gerade deshalb.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Pump It Up
2.Love Is All Around
3.Sock It To Me
4.Get Down To It
5.Shot Of You
6.Heat Of The Passion
7.Save Your Lies
8.Feel Thang
9.Find A Way
10.Taste Of Your Lovin´
11.Back In My Life
12.Coming Home
13.My One And Only
14.Don´t Play With My Head
15.You Gotta Go
16.I Love You
Stefan
Montag, 8. Oktober 2012
ETHEREAL ARCHITECT - Monolith
Band: Ethereal Architect
Album: Monolith
Spielzeit: 65 min
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: Mai 2012
Homepage: www.etherealarchitect.com
ETHEREAL ARCHITECT – Monolith
Ein mehrstimmiger Choral, jaulende Gitarren, treibende Drums und abwechslungsreiche Rhythmisierung – so steigen ETHEREAL ARCHITECT mit „Obsidian“ in ihr zweites, selbst eingespieltes Album „Monolith“ ein. Mein erster Eindruck; das ist Prog Metal, wie er klingen muss. Die vier Texaner Adam Contreras (voc), David Glass (guit), Jake Koenig (drums) und Thad Stevens (bass) spielen seit 2006 zusammen und haben seither bereits ein Album – Dissension 2007 – herausgebracht, vom Rock Hard Magazin den „Demo Of The Month“-Award gekriegt und als Supporter von Doro Pesch gewirkt. Ansonsten machen sie momentan noch die USA unsicher – bevor sie 2013 eine Europatour starten werden.
„Oceanus“ heisst der nächste Track auf dem Album. Wellenrauschen und eine Ukulele begrüssen, bevor Stromruder und Blastbeats das Zepter übernehmen. Und trotzdem wechselt der Song wenig später in sanfte Höhen. Der Bonustrack wechselt die Tempi wie andere die „was-auch-immer“, gesungen in spanisch. Das passt dann auch wieder in den Wüstenstaat Texas, werden dort ja viele mexikanische Immigranten „willkommen“ geheissen.
Zwar hört man der Band ihre Vorbilder OPETH und NIGHTWISH an, dennoch sind sie sehr eigenständig, gehen ihre eigenen musikalischen Wege. Im Gegensatz etwa zu NIGHTWISH haben sie mehr Metall im Blut. Das beweist etwa „Kalinago“, eine durchaus powervolle Nummer, geprägt durch die Stimme von Adam Contreras. Vielleicht ist der ja auch ein mexikanischer Immigrant…
So richtig fett und temporeich geht dann „Bardo Becoming“ ab. Hohe Kadenz, Gitarren und Drums am Anschlag, eine druckvolle Stimme – Metal pur. Was mir gefällt, sind die Hardrock-Elemente; sei es nun die Gitarre oder Contreras’ Stimme. Überhaupt nehmen die Jungs den begriff Progressive Metal sehr ernst. Da ist viel Entwicklung, Mischen verschiedenster Elemente und Experimentierfreude über die Genregrenzen hinaus zu spüren.
„Mac Arthur Park“, der Song von Jimmy Webb, erstmals 1968 von Richard Harris aufgenommen, fällt beinahe aus dem Konzept. Die gesungenen Passagen fallen etwas ab, dafür holt David Glass mit seiner Gitarre die Kohlen mehr wie aus dem Feuer. Überhaupt spielt der eine „heisse Saite“, Rock- und Metalgitarre vom Feinsten. Schnörkellos, geradeaus und trotzdem extrem virtuos. Das Lied kommt so in einer völlig neuen Umsetzung daher – Spagat gelungen vor allem auch durch Contreras’ unglaubliche Stimme.
„Submission“ spricht mich nicht besonders an. Sauber gemacht, schön rockig, aber nicht wirklich etwas Besonderes. Solche Songs braucht es auf einem Album auch – man kann schliesslich nicht nur Kracher aufnehmen. ETHEREAL ARCHITECT schafft es allerdings fast vollständig. „Mercury“ ist eine Powernummer, fette Riffs und schnelle Beats und im Hintergrund ein fast theatralischer Chor. Hier dringt dann NIGHTWISH wieder etwas durch.
„Revolutions“ könnte auch ein Soundtrack für einen Piratenfilm sein. Oder ein Opener für ein Punkkonzert? Egal, auch diese Nummer ist sehr vielschichtig, die Komposition fantasievoll. „Obscura“ kommt anders rüber, fast schon jazzig – poppig, Auch hier wieder eine Gitarre, welche durchaus auch sanfte Töne beherrscht.
„Final Escape“ eröffnet dann das grosse Finale, die endgültige Flucht. Treibende Drumbeats, flinke Riffs und eine Stimme, die auch in der Oper bestehen würde – allerdings nicht in der Zauberflöte ;-)
Mit „Oceans“ schliesst sich dann der Kreis, wird das Album endgültig rund. Hier hat eine Band einen Silberling gepresst, der durchaus Gold oder mehr Wert ist. Die Scheibe gehört einfach in die Sammlung jedes Fans von gut gemachtem Rock und Melodic Metal.
Ach ja, die Songs sind nicht in der beschriebenen Reihenfolge auf dem Album. Für mich persönlich hat diese Reihenfolge aber Sinn gemacht. Deshalb habe ich mir die „Optimierung“ der Tracklist erlaubt…
WERTUNG:
Lineup:
Adam Contreras – Vocals
David Glass – Guitar/Keys
Jake Koenig – Drums
Thad Stevens– Bass
Trackliste:
01. Kalinago
02. Mercury
03. Obsidian
04. Oceans
05. Final Escape
06. Revolutions
07. Obscura
08. Bardo Becoming
09. Submission
Danny
Album: Monolith
Spielzeit: 65 min
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: Mai 2012
Homepage: www.etherealarchitect.com
ETHEREAL ARCHITECT – Monolith
Ein mehrstimmiger Choral, jaulende Gitarren, treibende Drums und abwechslungsreiche Rhythmisierung – so steigen ETHEREAL ARCHITECT mit „Obsidian“ in ihr zweites, selbst eingespieltes Album „Monolith“ ein. Mein erster Eindruck; das ist Prog Metal, wie er klingen muss. Die vier Texaner Adam Contreras (voc), David Glass (guit), Jake Koenig (drums) und Thad Stevens (bass) spielen seit 2006 zusammen und haben seither bereits ein Album – Dissension 2007 – herausgebracht, vom Rock Hard Magazin den „Demo Of The Month“-Award gekriegt und als Supporter von Doro Pesch gewirkt. Ansonsten machen sie momentan noch die USA unsicher – bevor sie 2013 eine Europatour starten werden.
„Oceanus“ heisst der nächste Track auf dem Album. Wellenrauschen und eine Ukulele begrüssen, bevor Stromruder und Blastbeats das Zepter übernehmen. Und trotzdem wechselt der Song wenig später in sanfte Höhen. Der Bonustrack wechselt die Tempi wie andere die „was-auch-immer“, gesungen in spanisch. Das passt dann auch wieder in den Wüstenstaat Texas, werden dort ja viele mexikanische Immigranten „willkommen“ geheissen.
Zwar hört man der Band ihre Vorbilder OPETH und NIGHTWISH an, dennoch sind sie sehr eigenständig, gehen ihre eigenen musikalischen Wege. Im Gegensatz etwa zu NIGHTWISH haben sie mehr Metall im Blut. Das beweist etwa „Kalinago“, eine durchaus powervolle Nummer, geprägt durch die Stimme von Adam Contreras. Vielleicht ist der ja auch ein mexikanischer Immigrant…
So richtig fett und temporeich geht dann „Bardo Becoming“ ab. Hohe Kadenz, Gitarren und Drums am Anschlag, eine druckvolle Stimme – Metal pur. Was mir gefällt, sind die Hardrock-Elemente; sei es nun die Gitarre oder Contreras’ Stimme. Überhaupt nehmen die Jungs den begriff Progressive Metal sehr ernst. Da ist viel Entwicklung, Mischen verschiedenster Elemente und Experimentierfreude über die Genregrenzen hinaus zu spüren.
„Mac Arthur Park“, der Song von Jimmy Webb, erstmals 1968 von Richard Harris aufgenommen, fällt beinahe aus dem Konzept. Die gesungenen Passagen fallen etwas ab, dafür holt David Glass mit seiner Gitarre die Kohlen mehr wie aus dem Feuer. Überhaupt spielt der eine „heisse Saite“, Rock- und Metalgitarre vom Feinsten. Schnörkellos, geradeaus und trotzdem extrem virtuos. Das Lied kommt so in einer völlig neuen Umsetzung daher – Spagat gelungen vor allem auch durch Contreras’ unglaubliche Stimme.
„Submission“ spricht mich nicht besonders an. Sauber gemacht, schön rockig, aber nicht wirklich etwas Besonderes. Solche Songs braucht es auf einem Album auch – man kann schliesslich nicht nur Kracher aufnehmen. ETHEREAL ARCHITECT schafft es allerdings fast vollständig. „Mercury“ ist eine Powernummer, fette Riffs und schnelle Beats und im Hintergrund ein fast theatralischer Chor. Hier dringt dann NIGHTWISH wieder etwas durch.
„Revolutions“ könnte auch ein Soundtrack für einen Piratenfilm sein. Oder ein Opener für ein Punkkonzert? Egal, auch diese Nummer ist sehr vielschichtig, die Komposition fantasievoll. „Obscura“ kommt anders rüber, fast schon jazzig – poppig, Auch hier wieder eine Gitarre, welche durchaus auch sanfte Töne beherrscht.
„Final Escape“ eröffnet dann das grosse Finale, die endgültige Flucht. Treibende Drumbeats, flinke Riffs und eine Stimme, die auch in der Oper bestehen würde – allerdings nicht in der Zauberflöte ;-)
Mit „Oceans“ schliesst sich dann der Kreis, wird das Album endgültig rund. Hier hat eine Band einen Silberling gepresst, der durchaus Gold oder mehr Wert ist. Die Scheibe gehört einfach in die Sammlung jedes Fans von gut gemachtem Rock und Melodic Metal.
Ach ja, die Songs sind nicht in der beschriebenen Reihenfolge auf dem Album. Für mich persönlich hat diese Reihenfolge aber Sinn gemacht. Deshalb habe ich mir die „Optimierung“ der Tracklist erlaubt…
WERTUNG:
Lineup:
Adam Contreras – Vocals
David Glass – Guitar/Keys
Jake Koenig – Drums
Thad Stevens– Bass
Trackliste:
01. Kalinago
02. Mercury
03. Obsidian
04. Oceans
05. Final Escape
06. Revolutions
07. Obscura
08. Bardo Becoming
09. Submission
Danny
AOR - L.A. Reflection/Dreaming Of L.A. (Re-Release)
Band: AORAlbum: L.A. Reflection/Dreaming Of L.A. (Re-Release)
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 28.09.2012
Homepage: www.slama101.fr
Treffender kann man eine Band wohl kaum benennen. OK, eigentlich ist AOR ein Projekt, eine Ein-Mann-Band, oder wie man es auch immer bezeichnen mag. Kopf ist der gebürtige Franzose Frédéric Slama, der aber schon lange Jahre in Los Angeles lebt. Bereits in den 80gern war er in der Szene aktiv, so richtig kam die Karriere des Herrn Slama aber erst mit dem AOR-Projekt ins rollen. Im Jahr 2000 trat er damit das erste Mal auf den Plan, die erste Scheibe hatte den Namen „L.A. Concession“ - diese wurde 2006 bereits wiederveröffentlicht. 2001 folgte „Next Stop: L.A.“ und danach diese beiden Werke: „L.A. Reflection“ von 2002 und „Dreaming Of L.A.“ 2003. Die beiden letztgenannten sind jetzt als Re-Release erhältlich und wurden jeweils um 2 Bonustracks aufgestockt. Ein umtriebiger Bursche also, doch damit nicht genug. Frédéric Slama schaffte es jedesmal, die Creme de la Creme der AOR-Szene in sein Studio zu locken, um den Songs Leben einzuhauchen.
Für das 2002er Album „L.A.Reflection“ waren das unter anderem Göran Edman, Tommy Denander, Steve Lukather, Bruce Gaitsch und David Chamberlain. Das geht doch mal runter wie Öl. Übertracks wie „Sensation“ oder „Never Gonna Let Her Go“ sind zwar die Ausnahme, aber überdurchschnittlich ist auch der große Rest des Materials. Das rockige „Leave Her To Heaven“, der schöne Opener „If No One Cared“ oder das ruhige „Worlds Away“ zeugen von der außergewöhnlichen Gabe Slama´s. Auch das Instrumental „5492“ entwickelt sich zu einer richtigen Jam-Session – amazing. Die beiden Bonusstücke „Listen To Your Heart“ und „Mary Ann“ kommen mit einem sehr rohen Sound daher und machen als Ergänzung Sinn.
Ein Jahr später lud der Meister wieder in den Aufnahmetempel, und wieder folgten ihm die oben genannten sowie Steve Overland, David Williams oder David Roberts, um nur einige zu nennen. „Dreaming Of L.A.“ beinhaltet nicht nur drei neu eingespielte Versionen von den 2 für mich größten Hits der Band überhaupt („Sensation“ und „Never Gonna Let Her Go“), sondern auch noch von „Worlds Away“. Ob so etwas Sinn macht, sei einmal dahingestellt, jedenfalls muss diese Platte nicht von den alten Songs leben. Denn mit „You´re My Obsession“, „Malibu Escapade“ oder „Last Day In San Francisco“ gibt es genug neues Liedgut, das gefällt. Allerdings befindet sich, wenn man die neuen Interpretationen mal bei Seite lässt, nicht so viel Hochklassiges auf diesem Rundling. Trotzdem ein gefundenes Fresschen für Westcoast-Fans. Und wieder stechen die beiden Bonüsse heraus, da sie nicht so glatt poliert sind, nicht mal das langsame „Only In My Dreams“. „Like An Open Book“ wurde von den Schwestern Sarah und Mélissa Fontaine eingesungen, die unlängst unter dem Banner CHASING VIOLETS ihr Album „Outside Heaven“ herausgebracht haben.
Für Leute, die sich dabei ertappen, Westcoast mit Fahrstuhlmusik zu verwechseln, ist die Band AOR garantiert nichts. Und auch wenn mir die rockigeren Kompositionen um einiges besser schmecken als die reinrassigen Westcoast Nummern, sind sowohl „L.A. Reflection“ als auch „Dreaming Of L.A.“ schöne Sommerplatten, die sich perfekt zum Runterkommen und Entspannen eignen. Schön in der Sonne liegen, das Salz des Meeres auf der Haut und einen kühlen Drink in der Hand. Frédéric Slama fängt dieses Szenario mit seiner Musik perfekt ein, speziell wenn an die weiten und schönen Strände in den Vereinigten Staaten denkt. Abends dann noch relaxt ins Großstadtgetümmel, in die ganzen Bars und Lokale, das ist der Soundtrack dafür. Was Darren Wharton und seine Band DARE für die kühle Jahreszeit ist, AOR ist der Sonnen-Gegenpol dazu.
WERTUNG:
L.A. Reflection
Dreaming Of L.A.
Trackliste:
„L.A. Reflection“
1.If No One Cared
2.Sensation
3.Never Gonna Let Her Go
4.So Young And Innocent
5.A Quiet Storm
6.How Will She Find Her Way Back
7.Worlds Away
8.Leave Her To Heaven
9.Dream Them Away
10.I Know You Too Well
11.Far Away From The Storm
12.5492
13.Secret In Her Heart
14.Never Gonna Let Her Go (Landau Mix)
15.Listen To Your Heart *
16.Mary Ann *
„Dreaming Of L.A.“
1.You´re My Obsession
2.Lost In Your Eyes
3.Malibu Escapade
4.On Dangerous Ground
5.Fly With Me
6.Teach Me How To Love You Again
7.Don´t Give Up On Love
8.Haunted By Your Smile
9.Last Days In San Francisco
10.Sensation (New Version)
11.Worlds Away (New Version)
12.Never Gonna Let Her Go (New Version)
13.Only In My Dreams *
14.Like An Open Book *
* = Bonus Track
Stefan
GTS - Tracks From The Dustshelf/Time Stood Still (Re-Release)
Band: GTSAlbum: Tracks From The Dustshelf/Time Stood Still
Plattenfirma: Avenue Of Allies
Veröffentlichung: 28.09.2012
Homepage: www.avenue-of-allies.com
Heute stellen wir Euch die beiden Alben der britischen AOR Band GTS gleich im Doppelpack vor. Grund dafür ist der Re-Release der beiden 1995 und 96 erschienenen Longplayer der Combo um MORITZ und IF ONLY Gitarrist Greg Hart, Keyboarder und Bassist Toby Sadler (AIRRACE) und Sänger Sam Blue (YAYA). Nun haben diese beiden Scheiben ja noch keine Jahrzehnte auf dem Buckel, rar sind sie aber doch geworden. Es war wohl nicht die beste Zeit, um ein Rockalbum zu veröffentlichen, außer man hat sowohl Gitarren als auch die Stimme tiefergelegt und wehleidig über den Tod in jeglicher Form gesungen. Trotzdem haben sich Greg, Toby und Sam – kurz GTS – 1995 dazu entschieden, ein neues Projekt zu starten. Eigentlich aus purer Langeweile heraus und nur mit ein paar Fetzen Musik machte man sich gemeinsam mit Schlagzeuger Charlie „Matt“ MacKenzie (SAMSON) daran, klassischen AOR zu zelebrieren. Parallelen zu FM oder auch AIRRACE sind durchaus gegeben, und doch können diese beiden Platten auf eigenen Beinen stehen.
1995 entstand das treffend bezeichnete „Tracks From The Dustshelf“ in Großbritannien, denn die Grundideen zu den Songs stammen zum Teil von den alten Bands der Protagonisten. Und doch hört man das diesen 10 Songs nicht an, denn sie bilden eine kompakte Einheit. Über die gesamte Spielzeit atmet die Band den Spirit der frühen 80ger, was ohne Zweifel die Hochzeit dieser Musikrichtung war. Das rockige „Endless“ gibt einen ersten Vorgeschmack auf das Projekt GTS. Aber nicht nur dieses Stück gehört zu den Höhepunkten von „Tracks...“, auch „Marianne“ oder das wunderbare „Baby Make Time“ sind großartige Kompositionskunst. Titel wie „Dream On“ oder „Love Like Fire“ runden ein Must Have für jeden AOR Fan ab. Der Sound auf „Tracks From The Dustshelf“ ist relativ ungehobelt und die Songs zünden sehr direkt.
Das wird ein Jahr darauf etwas anders sein, denn 1996 macht man sich dieses Mal in Deutschland daran, mit „Time Stood Still“ den Nachfolger einzuspielen. Toby Sadler ist zurück nach Arolsen gezogen und so wurde die Platte hier realisiert. Die Keyboards sind in den Vordergrund gerückt und auch die progressiven Elemente haben zugenommen. War „Tracks From The Dustshelf“ noch ein Rockalbum, hat sich die Band eher in Richtung Westcoast weiterentwickelt und klingt ab und zu auch nach Bands wie STYX oder TOTO. Als Einstieg gibt es wegweisend den Song „Time Stands Still“, der direkt in „Innocence“ übergeht. Trotz der Richtungskorrektur stehen auch auf „Time Stood Still“ tolle Songs wie „Here I Am“, „Fight To Survive“, „Caught In The Game“ oder „I Remember“. Auch hier wurde Charlie MacKenzie für die Drums verpflichtet. Der Sound ist um einiges glatter und kommerzieller gewählt.
GTS haben Mitte der 90ger zwei formidable AOR-Scheiben auf die Beine gestellt, die schon aufgrund der beteiligten Musiker ein Antesten wert sind. Wer es etwas rockiger mag, ist mit dem Debüt „Tracks From The Dustshelf“ gut bedient, wer eher auf Westcoast steht, wird von „Time Stood Still“ begeistert sein. Aber ich würde auch nicht ausschließen, dass es beide in meine Sammlung schaffen werden.
WERTUNG:
Time Stood Still
Trackliste:
„Tracks From The Dustshelf“
1.Endless
2.You
3.Baby Make Time
4.Marianne
5.Turning Over Again
6.Dream On
7.Fascination
8.Hands Of Time
9.Love Like Fire
10.The Other Side
„Time Stood Still“
1.Time Stands Still
2.Innocence
3.I Know What You´re Searching For
4.Here I Am
5.Fight To Survive
6.Deeper In Love
7.Caught In The Game
8.A Little Love
9.Under The Same Sun
10.I Remember
11.Solitude
12.Time Stood Still (Time Stands Still Reprise)
Stefan
Freitag, 5. Oktober 2012
DRAGON GUARDIAN - Destiny of the Sacred Kingdom
Band: Dragon Guardian
Album: Destiny of the Sacred Kingdom
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: IceWarrior Records
Veröffentlichung: 14.09.2012
Homepage:
www.myspace.com/metalpartydragonguardian
Die japanischen Symphonic Metaller
DRAGON GUARDIAN sind die Megastars in ihrer Heimat und können schon
auf eine lange Karriere mit vielen Alben zurück blicken. Nun kommen
auch wir Europäer in den Genuss der Band, die recht nahe an den
bekannten DRAGONFORCE musizieren. Das aktuelle Album der Band
„Destiny of the Sacred Kingdom“ erscheint dieser Tage über
IceWarrior Records und wir werden jetzt herausfinden ob die Jungs nur
eine DRAGONFORCE Kopie sind, oder auch über genug Eigenständigkeit
verfügen.
Da nicht viel mehr englischsprachige
Infos über die Band im Netz zu finden sind, legen wir gleich mit dem
ersten Track „Overture“ los. Wieder einmal nur ein Intro als
Opener, naja gehen wir mal schnell drüber weg und widmen uns gleich
dem nächsten Track „Treasure Land“. Und hier legen die Jungs
gleich los wie die Feuerwehr! Ein Geschwindigkeitsrausch und
Griffbrettgefrickel wie man ihn sonst nur von den angesprochenen
DRAGONFORCE kennt. Im Chorus beruhigt sich das Ganze aber ein wenig
und wird sogar ganz anhörlich, auch wenn ich vor lauter
Musikwirrwarr manchmal ein wenig den Faden verliere...
Mit „Mountain of Sword“ geht es
gleich rasant und schnell weiter. Allerdings mäßigt sich die Nummer
dann im weiteren Verlauf wieder ein wenig und der Chorus kommt schön
rüber. Hier haben wir also unseren ersten Anspieltip.
Wer denkt jetzt wird es ruhiger sieht
sich getäuscht, die nächste Nummer „Holy Dragon vs. Evil Dragon“
beginnt nur so. Es dauert nicht lange und es setzen die schon
gewohnten schnellen Klänge ein und es entwickelt sich ein typischer
japanischer Symphonic Metal Track, der aber leider ohne große
Höhepunkte auskommt.
Besser macht man es im Mittelteil mit
dem, etwas langsameren, „Requiem“ und dem abwechslungsreichen
„Book of Magic“.
Welcher Track bei mir völlig vorbei
schießt ist das schnelle „The Never Ending World“. Irgendwie
vergisst man dort vor lauter Speed und Gitarrenfrickelei, die
Songstruktur und den Chorus. Ne Jungs damit habt ihr euch keinen
Gefallen getan, das es nicht darum geht Hochgeschwindigkeitspreise
abzuräumen musste auch der große Bruder DRAGONFORCE schon
feststellen.
Im letzten Teil der Platte hat man sich
zum Ende hin einen schönen Doppelpack bestehend aus dem Instrumental
„Red Emperor“ und dem melodischen „Doll“ ausgedacht. Dieser
beschließt das Album recht gut und weiß auf jeden Fall zu gefallen.
Anspieltipps:
Die besten Tracks sind
hier ganz klar, “Mountain of Sword”, “Requiem”, “Book of
Magic” und “Doll”.
Fazit :
Schon nach den ersten
Tönen wusste ich das die Truppe DRAGON GUARDIAN keine einfache
Kapelle sein wird. Die Jungs polarisieren genauso wie der große
Bruder DRAGONFORCE. Entweder man mag sie, oder man hasst sie. Ich bin
ein wenig hin und her gerissen. Die instrumentale Leistung ist hier
natürlich über jeden Zweifel erhaben, was den Jungs aber defintiv
noch fehlt, ist Songs zu schreiben die auch eine gewisse
Eingängigkeit haben, denn oft rauschen hier die Songs einfach nur
brachichal und schnell an einen vorbei ohne viel Aufmerksamkeit zu
erregen.
Power Symphonic Metal
Anhänger sollten hier vorher definitv mal reinhören, ob sich die
Investition lohnt!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Overture
02.
Treasure Land
03.
Mountain of Sword
04.
Holy Dragon vs. Evil Dragon
05.
Requiem
06.
Book of the Magic
07.
Destiny of the Sacred World
08.
The Never Ending World
09.
Red Emperor
10.
Doll (Bonus Track)
Julian
ANGBAND - Saved from the Truth
Band: Angband
Album: Saved from the Truth
Spielzeit: 48:35 min
Plattenfirma: Pure Underground Records
Veröffentlichung: 28.09.2012
Homepage: www.angbandmetal.com
Achtung Exotenalarm! ANGBAND sind wohl
die einzigste Metalband die weltweit aus dem Iran für Furore sorgt.
Uns das es die Jungs dort mir ihrer Mucke nicht einfach haben, kann
man sich bei den Schlagzeilen dieser Tage, die das Land leider macht,
denken. Umso schöner ist es, das aus diesem Land auch Metalklänge
erschallen uns das nun auch schon seit 8 Jahren. Denn 2004 brachten
die Jungs ihr Debütalbum „Rising from Apadana“, bereits über
Pure Steel Records, unter die Leute. 2 Jahre später legte man mit
„Visions of the Seeker“ nach.
Auf beiden Alben konnte man die
Metalanhängerschaft mit typischen Power Metal, gewürzt mit
Progressiven Elementen, erfreuen. Irgendwo in der Schnittmenge
zwischen KING DIAMOND, aufgrund des Gesangs von Fronter Ashkan, und
SAVATAGE bewegt sich auch das neue Album „Saved from the Truth“
welches dieser Tage, erneut über Pure Underground Records den Weg in
unsere Läden findet.
Die Bandzusammensetzung liest sich
übrigens wie folgt, Mayhar Dean (Gitarre), Ashkan Yazdani (Gesang),
Ramin Rhimi (Schlagzeug) und Farshad Shokuhfar (Bass).
Soweit die Facts, schauen wir jetzt
einmal wie uns der Opener „Seasons of my Pain“ zusagt. Ein
langsamer, instrumentaler Anfang erwartet uns, bevor das treibende
Drumming und der tiefe Gesang von Fronter Ashkan einsetzen. Man kommt
sich hier stellenweise vor wie bei einer Doomkapelle, so getragen ist
der Opener. Das macht das Ganze aber auch sehr atmosphärisch und
emotional, so das die Nummer doch gefallen kann.
Wesentlich schneller geht es dann beim
folgenden „Fight for Life“ zu Werke. Fronter Ashkan bekommt hier
ein wenig gesangliche Unterstützung. Ansonsten fällt hier wieder
die doch wieder sehr melancholische Songstruktur, der interessante
Mittelteil und der Chorus auf. Nun ja, die Jungs haben ja in ihrem
Land bestimmt auch nicht so viel zu lachen. Auf jeden Fall haben wir
es hier auch mit einer der besseren Nummern zu tun.
Im Mittelteil begegnet uns dann der
Titeltrack „Saved from the Truth“ welches auch endlich mal mehr
progressive Elemente enthält als Melancholie. Ganz überzeugen kann
mich der Titeltrack irgendwie aber nicht, das Ganze wirkt ein wenig
zu ausgelutscht und die Nummer könnte auch ein bisschen mehr Druck
vertragen. Schade, hier wäre mehr drin gewesen.
Besser macht man es da dann wieder mit
der anschließenden Ballade „Angel“ und dem klasse Instrumental
„Persia“. Gerade bei „Angel“ fällt wieder auf, wie traurig
die Jungs klingen können.
Schon sind wir, bei neun Songs, im
letzten Teil der Platte angekommen und hier können uns ANGBAND noch
mit „Fearless Dream“ verwöhnen. Das abschließende „Bitter
Truth“ ist mir wieder etwas zu traurig geraten.
Anspieltipps:
Die stärksten Tracks sind
hier ganz klar “Seasons of my Pain”, “Fight for Life”,
“Angel” und „Fearless Dream“.
Fazit :
Was man den Jungs von
ANGBAND auf jeden Fall zu Gute halten muss, ist, das sie ihren Weg
unbeirrt weitergehen und sich auch von der starren Haltung ihrer
Regierung nicht abbringen lassen. Dafür gibt es auf jeden Fall schon
mal einen halben Extrapunkt!
Das neue Album ist mir
persönlich aber ein wenig zu melancholisch ausgefallen und die
düstere Grundstimmung drückt mir doch zu sehr aufs Gemüt. Der
absolute Überhammer fehlt mir hier irgendwie auch ein bisschen, so
das die Scheibe dann doch eher zu den durchschnittlicheren Prog
Veröffentlichungen gezählt werden kann.
Trotzdem sollte man dem
interessanten, orientalische angehauchten Prog Metal der Jungs eine
Chance geben, verdient haben sie es nämlich alle Male!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Seasons of my Pain
02.
Fight for Life
03.
Man of the new Time
04.
Saved from the Truth
05.
Angel
06.
Persia
07.
Kill the Hatred
08.
Fearless Dream
09.
Bitter Truth
Julian
ENCHANTYA - Dark Rising
Band: Enchantya
Album: Dark Rising
Spielzeit: 61:34 min
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 28.09.2012
Homepage: www.enchantya.com
Viele Metalbands aus Portugal sind mir
nicht bekannt. Mit ENCHANTYA tritt jetzt eine neue Gothic Band ins
Rampenlicht. Die Truppe hat sich 2004 zusammengefunden, nachdem die
Frontfrau Rute Fevereio entschied bei ihrer damaligen Band BLACK
WIDOWS eine Pause einzulegen.
Im Sommer 2005 konnte man das erste
Demo „Moonlighting the Dreamer“ aufnehmen und konnte damit die
Fans wie auch die Presse in Portugal überzeugen.
2007 konnte man den ersten Platz beim
Bandas Procuram-se Wettbewerb belegen.
Danach machte man sich an das
Songwriting des Debütalbums „Dark Rising“ welches nun dieser
Tage durch Massacre Records veröffentlicht wird.
Geboten werden soll uns dort eine
Mischung aus Progressive Metal mit Gothic Einflüssen und einen
Schuss Death Metal.
Letzteres ist zwar gar nix für mich,
aber ich trau mich mal trotzdem ans das Werk.
Zuvor noch ein kurzer Blick auf die
Bandzusammensetzung, die schon angesprochene Rute Fevereio übernimmt
den Gesang, an der Gitarrenfront haben wir Nuno Seven und Emanuel
Henriques, den Bass übernimmt Manuel Pinto, die Tasten drückt Luis
„Vlad“ Fernandes und hinter den Kesseln nimmt Joao P Monteiro
Platz.
So, werfen wir nun direkt einen Blick
auf den ersten Track „Unwavering Faith“. Stiltypisch ist das
Ganze nur ein instrumentales Intro welches uns auf das Album
einstimmen soll.
Der erste Track „No Stars in the Sky“
geht dann auch gleich gut los. Die Gitarren braten, der Rhythmus ist
im Midtempo gehalten und der bald einsetzende Gesang von Fronterin
Rute ist Gothic typisch im angenehmen Bereich angesiedelt. Auch der
Chorus geht vollkommen in Ordnung, so das der Opener schon mal recht
gut reinläuft.
Die dritte Nummer „Clad in Black“
legt dann auch ähnlich los und ist auch vom Tempo her deckungsgleich
mit dem Opener.
Allerdings kommt hier etwas wesentlich
mehr zum tragen, was mich beim Opener noch nicht so gestört hat,
nämlich die üblen Death Grunzer und Gesangspart, die einfach
irgendwie die Stimmung abtöten. Sorry Leute aber damit habt ihr euch
keinen Gefallen getan, ich hoffe nicht das das so weitergeht!
Leider werde ich nicht erhört und auch
bei den nachfolgenden Tracks bleiben mir diese Death Einschübe nicht
erspart und auch die Qualität schlägt ganz schöne Wellen.
Beim progressiven „She Devil“, dem
melancholischen „Ocean Drops“ und dem Titelrack „Dark Rising“
ist es noch ganz erträglich, die restlichen Nummern sind aber
irgendwie so gar nicht mein Fall und rauschen komplett an mir vorbei.
Anspieltipps:
Hier kann ich euch dieses
Mal leider nur “No Stars in the Sky”, “ She Devil” und “Dark
Rising” nennen.
Fazit :
Tja irgendwie habe ich
mich dieses Mal zu früh gefreut. Als ich die Ankündigung gelesen
habe, habe ich mich auf einen hoffnungsvollen Gothic Newcomer
gefreut. Leider wurde daraus nichts. Die Anlagen und die Songstruktur
ist auf jeden Fall nicht die schlechteste, aber womit sich die Truppe
absolut keinen Gefallen getan hat, sind die vielen Death Einschübe,
die einfach absolut unpassend sind und die ganze Stimmung kaputt
machen. Auch das es irgendwie an einer absoluten Überhammernummer
mangelt ist ein weiterer Kritikpunkt.
Interessierte Hörer
sollten auf jeden Fall erstmal in das Album reinhören, das kann
definitiv nicht schaden!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Unwavering Faith
02.
No Stars in the Sky
03.
Night in Whisper
04.
Clad in Black
05.
Longing for you
06.
Your Tattoo
07.
She Devil
08.
Ocean Drops
09.
Dark Rising
10.
Winter Dreams
11.
Fear me when you Fall
12. Interlude/Become of me
13. Moonlighting the
Dreamer
Julian
Mittwoch, 3. Oktober 2012
OBSESSION - Order of Chaos
Band: Obsession
Album: Order of Chaos
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Inner Wound
Recordings
Veröffentlichung:
03.10.2012
Homepage:
www.theobsession.net
Die US Metalband OBSESSION
gibt es nun auch schon seit 1982. Gegründet wurde die Band von dem
Sänger Michael Vescera (Ex LOUDNESS, YNGWIE MALMSTEEN).
Bis zum
Jahre 1989 veröffentlichte man zwei Alben, "Scarred for Life"
und "Methods of Madness", bei Engima und verschwand dann
ziemlich in der Versenkung. Michael schloss sich LOUDNESS an und
begann auch Solo zu spielen.
2004
reformierten sich OBSESSION und brachten das Album “Carnival of
Lies” über Mausoleum Records unter die Leute.
2009
begann man mit dem Songwriting für das neue Album „Order of Chaos“
welches mir nun vorliegt und über Inner Wound Recordings
veröffentlicht wird.
Der
gute Michael konzentriert sich dieser Tage aber nicht nur auf
OBSESSION sondern ist auch noch bei ANIMETAL USA aktiv.
Bei OBSESSION scharrt er
folgende Musiker um sich. BJ Zampa (Ex DOKKEN, YNGWIE MALMSTEEN,
HOUSE OF LORDS) Schlagzeug, Scott Boland (MVP) Gitarre, John Bruno (X
Factor X) Gitarre und Chris Mccarvill (HOUSE OF LORDS, Ex DOKKEN,
JEFF SCOTT SOTO) Schlagzeug.
Merkwürdige
Bandkonstellation, zwei Schlagzeuger aber keinen Bassisten...naja man
wird schon wissen was man tut.
Zum
Album sei noch gesagt, das uns hier melodischer US Heavy Metal
erwarten soll, welcher uns umhauen wird. Soweit zumindestens die
vollmundigen Aussagen der Plattenfirma. Mal schauen ob das soweit
zutrifft, wenden wir uns also gleich dem ersten Track und
gleichzeitig Titeltrack „Order of Chaos“ zu.
Die
Nummer steigt gleich ohne viel Vorgeplänkel ein und das hohe Organ
von Michael übernimmt direkt die Vorherrschaft. Das Beste an dem
Song ist der Chorus, der sich schon nach kurzem in unsere Ohren
festbeißen kann. Da auch die Melodien vollkommen in Ordnung gehen,
haben wir es hier direkt mit einem Volltreffer zu tun.
Beim
folgenden „Twist of the Knife“ gehen die Jungs nicht weniger
melodisch zu Werke. Ganz im Gegenteil, das Teil ist sogar nochmal ein
wenig melodischer und es fehlt die aggressive Grundhaltung des
Vorgängers. Auf jeden Fall auch ein absolut gelungener Track.
Die
nächsten beiden Songs, „Forbidden Desire“ und „When Smoke
clears“ können dann nicht ganz so einschlagen wie die Nummern
zuvor, besser wird es dann wieder im Mittelteil mit dem Stampfer
„License to Kill“, „Wages of Sin“ und „Cold Day in Hell“.
Im
letzten Teil der Platte sind „Act of God“ und der Abschlusstrack
„Dark Shadows besonders zu erwähnen. Sie runden das gute Album
gekonnt ab und machen die Sachen einfach rund und absolut gelungen.
Anspieltipps:
Ihr solltet euch auf jeden
Fall den Titeltrack “Order of Chaos”, “Twist of the Knife” ,
“Wages of Sin” und “Dark Shadows“ nicht entgehen lassen.
Fazit :
OBSESSION waren mir
bislang kein richtiger Begriff. Das hat sich jetzt mit dem neuen
Album natürlich geändert. Und ich bin froh drum, diese US Metal
Ikone nun zu kennen, denn was die Jungs rund um Michael Vescera auf
ihrem neuen Werk uns präsentieren ist wirklich aller Ehren wert.
Die Platte überzeugt
einfach als Gesamtes, auch wenn es ein zwei etwas schwächere Songs
gibt, machen das die restlichen Nummern bei weitem weg.
US Metal Fans sollten sich
diese klasse Veröffentlichung nicht entgehen lassen!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Order of Chaos
02. Twist of the Knife
03. Forbidden Desire
04. When the Smoke clears
05. License to Kill
06. Wages of Sin
07. Cold Day in Hell
08. Act of God
09. Mercy Killing
10. Darks Shadows
Julian
SVÖLK - Nights Under The Round Table
Band: Svölk
Album: Nights Under The Round Table
Spielzeit: 49:66 min
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 31.08.2012
Homepage: www.svolk.net
SVÖLK sehen sich selbst als eine Band, die Bear Metal macht. Okay, so kann man es auch bezeichnen. Sie sind Norweger und ein wenig Sinn macht es, wenn man sich das Album intensiv anhört. Die erste Scheibe von SVÖLK kam 2009 auf den Markt und bei ihren Live-Auftritten waren Fans in Europa begeistert.
Auf dem Cover ist eine Art Schild zu sehen, welches von Symbolen umrahmt wird. Farbwahl Rot, Braun, Schwarz und Weiß.
Der erste Song, „Living By The Sword“ ist schon ein kleiner Ohrwurm und setzt sich fest. Irgendwie macht es, wenn man die Musik hört, durchaus Sinn – warum, kann ich nicht mal begründen – das Ganze als Bear Metal zu bezeichnen. „Painbringer“ finde ich, ist eher ein Lückenfüller. Eben Durchschnitt. Danach kommt „Feed Your Soul“ schon besser. Ordentliches Bass-Gewummse und man hört schön ein im Rhythmus trommelndes Schlagzeug. Bei „Fallen“ werden weichere Töne angeschlagen. Ein ruhiger Song, der eine Ballade ist, aber wiederum so ganz anders als eine Ballade. Schneller geht es nun wieder bei „Twenty Four Twenty“ weiter. Eben im Stil wie schon die anderen Stücke gehalten sind. Auch „Bearserk“ und das darauf folgende „Break My Bones“ sind auch keine Überraschungen. Ist wirklich erfrischend, man hat den Eindruck, man säße in den norwegischen Wäldern in einer Hütte bei geräuchertem Fisch und Bierchen. „This Is Where It Ends“, im wahrsten Sinne des Wortes...
Sowohl Stimme als auch musikalisch irgendwie rustikal. Anders kann ich es kaum ausdrücken. Eine bodenständige Band, von denen ich die Phantasie habe, dass sie ihre Hütten mit Bärenfellen dekoriert haben und fischen gehen.
Anspieltipps: „Living By The Sword“, „Feed Your Soul“, “Fallen”, “Bearserk”
Fazit : Vollkommen in Ordnung. Keine Partymusik, eher eben etwas rustikal im Hintergrund. Man riecht beim Hören beinahe einen Mix aus Räuchern und Holz.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Living By The Sword 5:32
2.Painbringer 6:07
3.Feed Your Soul 4:14
4.Fallen 7:23
5.Twenty Four Twenty 5:34
6.Bearseark 5:29
7.Break My Bones 5:02
8.To Conquer Death 6:19
9.This Is Where It Ends 5:06
Sandra
Album: Nights Under The Round Table
Spielzeit: 49:66 min
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 31.08.2012
Homepage: www.svolk.net
SVÖLK sehen sich selbst als eine Band, die Bear Metal macht. Okay, so kann man es auch bezeichnen. Sie sind Norweger und ein wenig Sinn macht es, wenn man sich das Album intensiv anhört. Die erste Scheibe von SVÖLK kam 2009 auf den Markt und bei ihren Live-Auftritten waren Fans in Europa begeistert.
Auf dem Cover ist eine Art Schild zu sehen, welches von Symbolen umrahmt wird. Farbwahl Rot, Braun, Schwarz und Weiß.
Der erste Song, „Living By The Sword“ ist schon ein kleiner Ohrwurm und setzt sich fest. Irgendwie macht es, wenn man die Musik hört, durchaus Sinn – warum, kann ich nicht mal begründen – das Ganze als Bear Metal zu bezeichnen. „Painbringer“ finde ich, ist eher ein Lückenfüller. Eben Durchschnitt. Danach kommt „Feed Your Soul“ schon besser. Ordentliches Bass-Gewummse und man hört schön ein im Rhythmus trommelndes Schlagzeug. Bei „Fallen“ werden weichere Töne angeschlagen. Ein ruhiger Song, der eine Ballade ist, aber wiederum so ganz anders als eine Ballade. Schneller geht es nun wieder bei „Twenty Four Twenty“ weiter. Eben im Stil wie schon die anderen Stücke gehalten sind. Auch „Bearserk“ und das darauf folgende „Break My Bones“ sind auch keine Überraschungen. Ist wirklich erfrischend, man hat den Eindruck, man säße in den norwegischen Wäldern in einer Hütte bei geräuchertem Fisch und Bierchen. „This Is Where It Ends“, im wahrsten Sinne des Wortes...
Sowohl Stimme als auch musikalisch irgendwie rustikal. Anders kann ich es kaum ausdrücken. Eine bodenständige Band, von denen ich die Phantasie habe, dass sie ihre Hütten mit Bärenfellen dekoriert haben und fischen gehen.
Anspieltipps: „Living By The Sword“, „Feed Your Soul“, “Fallen”, “Bearserk”
Fazit : Vollkommen in Ordnung. Keine Partymusik, eher eben etwas rustikal im Hintergrund. Man riecht beim Hören beinahe einen Mix aus Räuchern und Holz.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Living By The Sword 5:32
2.Painbringer 6:07
3.Feed Your Soul 4:14
4.Fallen 7:23
5.Twenty Four Twenty 5:34
6.Bearseark 5:29
7.Break My Bones 5:02
8.To Conquer Death 6:19
9.This Is Where It Ends 5:06
Sandra
BLUELINERS - Old Jack
Band: Blueliners
Album: Old Jack
Spielzeit: 24 min.
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 29.04.2012
Homepage: www.facebook.com/bluelinersband
Die BLUELINERS sind eine deutsche Nachwuchsband. Sie sind ein Trio und bestehen aus Marcel Schneider (Gesang und Gitarre), David Drewitz (Bass) und Marvin Lutterbüse (Schlagzeug). Schneider wird ab Oktober sogar an einer Musikschule in Hamburg sein Können verbessern.
Die Hülle der CD ist schön! Vorn auf dem Cover eine Kiste, auf welcher der Titel des Albums „Old Jack“ steht. Klappt man die CD auf, sind liebevoll die Songtexte geschrieben und allesamt mit kleinen Zeichnungen versehen: Einem Tramp, einem Koffer, einem Tausendfüßler und einer Laterne. Selbiges auf der Rückseite. Wirklich detailliert gemalt. Sehr schön!
Vier Songs haben es auf die EP geschafft. Der erste ist „Old Jack“. Hier kommen sehr schön die Bass-Saiten der Gitarre, der Bass selbst und das Schlagzeug zur Geltung. Ist ein eher dunkler Song, der von klarem und gut zu verstehendem Gesang unterstützt wird. Wer „Old Jack“ ist, dürfte jedem klar sein, es ist wohl eine handelsübliche Whiskeymarke gemeint. Zwischendurch kommt ein schönes instrumentales Stück, dass echten Pep hineinbringt. Schön auch das Klirren einer zerdepperten Flasche. Originelles Stück! Der sich anschließende „Travellers Song“ klingt schon richtig unternehmungslustig. Leicht-flockiger Rhythmus. Man bekommt richtig Lust, seinen Koffer zu packen. Ein Mit-Sing-Liedchen. Sowohl die Instrumente haben einen leichten Touch als auch der Gesang „la-ihii-ida-dadada I’m a travelling man...“ Der Tausendfüßler-Song, „Centipede“ - höre ich am Anfang Keyboard? Besungen wird eine kleine Tausendfüßler-Invasion. Soweit ich weiß, einmalig. Zwischendurch knarrzende Gitarren, Schlagzeug, zu dem nach und nach Gitarre und Bass hinzukommen. Sehr gekonnt gedudelt. Bei „Dark Yellow Light“ ernstere Töne, die klar machen, dass auch hinter den Künstlern der Welt die eigenen Dämonen her sind. Wie in einer Fall gefangen ist. Superschöne instrumentale Einlagen.
Die Scheibe ist empfehlenswert. Originell und unterstützt den talentierten Nachwuchs, den man in der Musikwelt so dringend braucht! Mit der EP werdet Ihr Euch nicht langweilen – allein die hübsche Hülle ist sein Geld wert. Hoffentlich hören wir von den BLUELINERS (merkt Euch den Namen!) noch mehr.
Anspieltipps: Vier Songs, die alle gut sind, die hört mal ganz an!
Fazit : Die EP kann man für 5,- € bei der Band bestellen. Das ist gut investiert. Ihr unterstützt wirklich gute Nachwuchsmusiker!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Old Jack 6:17
2.Travellers Song 3:52
3.Centipede 6:54
4.Dark Yellow Light 6:55
Album: Old Jack
Spielzeit: 24 min.
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 29.04.2012
Homepage: www.facebook.com/bluelinersband
Die BLUELINERS sind eine deutsche Nachwuchsband. Sie sind ein Trio und bestehen aus Marcel Schneider (Gesang und Gitarre), David Drewitz (Bass) und Marvin Lutterbüse (Schlagzeug). Schneider wird ab Oktober sogar an einer Musikschule in Hamburg sein Können verbessern.
Die Hülle der CD ist schön! Vorn auf dem Cover eine Kiste, auf welcher der Titel des Albums „Old Jack“ steht. Klappt man die CD auf, sind liebevoll die Songtexte geschrieben und allesamt mit kleinen Zeichnungen versehen: Einem Tramp, einem Koffer, einem Tausendfüßler und einer Laterne. Selbiges auf der Rückseite. Wirklich detailliert gemalt. Sehr schön!
Vier Songs haben es auf die EP geschafft. Der erste ist „Old Jack“. Hier kommen sehr schön die Bass-Saiten der Gitarre, der Bass selbst und das Schlagzeug zur Geltung. Ist ein eher dunkler Song, der von klarem und gut zu verstehendem Gesang unterstützt wird. Wer „Old Jack“ ist, dürfte jedem klar sein, es ist wohl eine handelsübliche Whiskeymarke gemeint. Zwischendurch kommt ein schönes instrumentales Stück, dass echten Pep hineinbringt. Schön auch das Klirren einer zerdepperten Flasche. Originelles Stück! Der sich anschließende „Travellers Song“ klingt schon richtig unternehmungslustig. Leicht-flockiger Rhythmus. Man bekommt richtig Lust, seinen Koffer zu packen. Ein Mit-Sing-Liedchen. Sowohl die Instrumente haben einen leichten Touch als auch der Gesang „la-ihii-ida-dadada I’m a travelling man...“ Der Tausendfüßler-Song, „Centipede“ - höre ich am Anfang Keyboard? Besungen wird eine kleine Tausendfüßler-Invasion. Soweit ich weiß, einmalig. Zwischendurch knarrzende Gitarren, Schlagzeug, zu dem nach und nach Gitarre und Bass hinzukommen. Sehr gekonnt gedudelt. Bei „Dark Yellow Light“ ernstere Töne, die klar machen, dass auch hinter den Künstlern der Welt die eigenen Dämonen her sind. Wie in einer Fall gefangen ist. Superschöne instrumentale Einlagen.
Die Scheibe ist empfehlenswert. Originell und unterstützt den talentierten Nachwuchs, den man in der Musikwelt so dringend braucht! Mit der EP werdet Ihr Euch nicht langweilen – allein die hübsche Hülle ist sein Geld wert. Hoffentlich hören wir von den BLUELINERS (merkt Euch den Namen!) noch mehr.
Anspieltipps: Vier Songs, die alle gut sind, die hört mal ganz an!
Fazit : Die EP kann man für 5,- € bei der Band bestellen. Das ist gut investiert. Ihr unterstützt wirklich gute Nachwuchsmusiker!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Old Jack 6:17
2.Travellers Song 3:52
3.Centipede 6:54
4.Dark Yellow Light 6:55
WE ARE WAVES - We Are Waves
Band: We Are Waves
Album: We Are Waves
Spielzeit: 16:89 min
Plattenfirma: Sounday Music
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.wearewaves.net
WE ARE WAVES sind eine Alternative-Rock-Band aus dem schönen Italien. Sie bestehen aus Mene (Bass), Frank (Schlagzeug), Viax (Gesang und Gitarre) und Cisa (Synthesizer).
Die Ansicht der EP, sprich das Cover, ist mit schwarzem Hintergrund und vorne in Blau gehalten. Diverse Ornamente, zwei Frauenköpfe, oben und unten das „Allsehende Auge“, mittig eine Weltkugel in Weiß.
Musikalisch ist eine Menge mit elektronischen Effekten unterlegt, wie die Band aber auch beabsichtigt hat. Die Stimme von Viax ist sehr gut für Rock und Hard Rock geeignet.
Als Erstes am Start ist „The Other Side Of Me“. Der Beginn ist klassisch Rock mit Gitarre und Schlagzeug und danach kommt Synthi-Unterstützung hinzu. Zwischendurch sehr melodisch. Bei „Deccan Plateau“ ein schöner Gesang mit musikalischer Unterstützung. Zwischendurch eben immer wieder elektronische Effekte. Irgendwann hört man auch mal ein dumpfes Bass-Knarrzen. Als drittes „To The Ocean“... Ein sehr langsamer Balladen-Beginn, fast Geflüster. Auch die Musik und der Folge-Gesang sind sehr ruhig und harmonisch. Wirkt wie „großes Kino“ als Ballade. Der vierte Song ist dann auch sehr ausgeglichen und harmonisch, „Gaining Ground“. Man kann es kaum beschreiben, aber eins scheint zum anderen gut zu passen. Sowohl die Gitarrenklänge, die zwischendurch mal sanfter ausfallen, dann und wann aber auch rocken als auch das Schlagzeug, das durchweg dem Rhythmus angepasst ist als auch die elektronischen Effekte.
Eine Scheibe, die in Ordnung ist. Man muss natürlich Gefallen an Elektro und softerer Musik finden. Kann man ganz gut nebenbei hören. Kein ausgefallenes Musikstück, aber durchweg okay.
Anspieltipps: Einfach mal in alle reinhören.
Fazit : In Ordnung. Mir persönlich ein wenig zuviel an Effekten und Synthis.
WERTUNG:
Trackliste:
1.The Other Side Of Me 4:12
2.Deccan Plateau 4:18
3.To The Ocean 4:29
4.Gaining Ground 4:39
Sandra
Album: We Are Waves
Spielzeit: 16:89 min
Plattenfirma: Sounday Music
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.wearewaves.net
WE ARE WAVES sind eine Alternative-Rock-Band aus dem schönen Italien. Sie bestehen aus Mene (Bass), Frank (Schlagzeug), Viax (Gesang und Gitarre) und Cisa (Synthesizer).
Die Ansicht der EP, sprich das Cover, ist mit schwarzem Hintergrund und vorne in Blau gehalten. Diverse Ornamente, zwei Frauenköpfe, oben und unten das „Allsehende Auge“, mittig eine Weltkugel in Weiß.
Musikalisch ist eine Menge mit elektronischen Effekten unterlegt, wie die Band aber auch beabsichtigt hat. Die Stimme von Viax ist sehr gut für Rock und Hard Rock geeignet.
Als Erstes am Start ist „The Other Side Of Me“. Der Beginn ist klassisch Rock mit Gitarre und Schlagzeug und danach kommt Synthi-Unterstützung hinzu. Zwischendurch sehr melodisch. Bei „Deccan Plateau“ ein schöner Gesang mit musikalischer Unterstützung. Zwischendurch eben immer wieder elektronische Effekte. Irgendwann hört man auch mal ein dumpfes Bass-Knarrzen. Als drittes „To The Ocean“... Ein sehr langsamer Balladen-Beginn, fast Geflüster. Auch die Musik und der Folge-Gesang sind sehr ruhig und harmonisch. Wirkt wie „großes Kino“ als Ballade. Der vierte Song ist dann auch sehr ausgeglichen und harmonisch, „Gaining Ground“. Man kann es kaum beschreiben, aber eins scheint zum anderen gut zu passen. Sowohl die Gitarrenklänge, die zwischendurch mal sanfter ausfallen, dann und wann aber auch rocken als auch das Schlagzeug, das durchweg dem Rhythmus angepasst ist als auch die elektronischen Effekte.
Eine Scheibe, die in Ordnung ist. Man muss natürlich Gefallen an Elektro und softerer Musik finden. Kann man ganz gut nebenbei hören. Kein ausgefallenes Musikstück, aber durchweg okay.
Anspieltipps: Einfach mal in alle reinhören.
Fazit : In Ordnung. Mir persönlich ein wenig zuviel an Effekten und Synthis.
WERTUNG:
Trackliste:
1.The Other Side Of Me 4:12
2.Deccan Plateau 4:18
3.To The Ocean 4:29
4.Gaining Ground 4:39
Sandra
Montag, 1. Oktober 2012
DARE - Calm Before The Storm II
Band: Dare
Album: Calm Before The Storm II
Plattenfirma: Legend Records
Veröffentlichung: 08.10.2012
Homepage: www.dare-music.com
Was soll man über eine Band wie DARE noch schreiben? Was über einen Ausnahmekünstler wie Bandkopf Darren Wharton? Nachdem der erst 18-jährige Wharton bei THIN LIZZY als Keyboarder eingestiegen war, gründete er 1986 mit DARE seine eigene Band, wo er fortan auch als Sänger fungierte, und blieb dabei den irischen Einflüssen treu. Speziell mit ihren ersten beiden Alben „Out Of The Silence“ und „Blood From Stone“ eroberten sie die Herzen aller AOR- und Melodicrock Jünger, diese beiden Releases genießen auch heute noch einen Status in der Szene, der seinesgleichen sucht. Das nächste Album „Calm Before The Storm“ ließ bis 1998 auf sich warten – ganze sieben Jahre nach dem Überalbum „Blood From Stone“. Aber die musikalische Welt war nicht mehr die selbe. Dementsprechend hatte sich auch der Sound der Briten geändert. Zum Glück machte man nicht den Fehler, einem Trend zu folgen sondern ließ fast sämtliche Stromgitarren weg und verfeinerte den Sound mit vielen akustischen Klängen ohne aber das Songwriting großartig zu ändern. Ein DARE Song ist auch heute noch sofort zu erkennen, so auch auf dem neu aufgenommenen Album „Calm Before The Storm II“. 1998 bei MTM Music veröffentlicht, war die Band im Nachhinein mit dem Ergebnis nicht so zufrieden, um das Album für alle Zeiten so stehen zu lassen.
Deshalb gibt es jetzt die zweite Version mit komplett neu aufgenommenen Stücken sowie einer veränderten Trackliste. Der Song „Still In Love With You“ wurde komplett gestrichen, dafür gibt es mit „Precious“ und „Cold Wind Will Blow“ 2 bisher ungehörte Songs. Die Neuaufnahmen klingen frischer und haben einen kernigeren Sound, hier und da hat sich eine verzerrte Gitarre verirrt. Insgesamt ist das komplette Album runder geworden. Das Coverartwork wurde auch überarbeitet, jetzt ziert es eine nackte Dame (1998 war sie noch in Laken gehüllt), die abermals übers Wasser marschiert, und der Himmel ist etwas heller und freundlicher gestaltet, obwohl es doch noch viele Wolken gibt. Das passt wunderbar in den mit großen Schritten herannahenden Herbst - „Calm Before The Storm II“ ist ein perfektes Album für die kalte Jahreszeit, wie auch die vergangenen Platten von DARE. „Das ist das Album, das ich immer machen wollte“ sagt Darren Wharton selbst über diesen neuerlichen Release. Diese zufriedene Stimmung spürt man jeder Minute dieses Albums an, solche Songs können einfach nur aus der Feder dieses Herren stammen.
War schon die Ur-Fassung ein tolles Stück Musik, so konnten DARE noch etwas mehr aus den Stücken herauspressen und somit eine noch schönere Atmosphäre erzeugen. DARE sind einfach eine einzigartige Band und Darren Wharton ein herausragender Musiker und Songwriter. Ein Highlight – nicht nur zu Zeiten, wo die Tage kurz und die Nächte lang sind. tefa
WERTUNG:
Trackliste:
1.Walk On Water
2.Someday
3.Calm Before The Storm
4.Crown Of Thorns
5.Precious
6.Silence Of Your Head
7.Rescue Me
8.Ashes
9.Rising Sun
10.Cold Wind Will Blow
11.Deliverance
Stefan
Album: Calm Before The Storm II
Plattenfirma: Legend Records
Veröffentlichung: 08.10.2012
Homepage: www.dare-music.com
Was soll man über eine Band wie DARE noch schreiben? Was über einen Ausnahmekünstler wie Bandkopf Darren Wharton? Nachdem der erst 18-jährige Wharton bei THIN LIZZY als Keyboarder eingestiegen war, gründete er 1986 mit DARE seine eigene Band, wo er fortan auch als Sänger fungierte, und blieb dabei den irischen Einflüssen treu. Speziell mit ihren ersten beiden Alben „Out Of The Silence“ und „Blood From Stone“ eroberten sie die Herzen aller AOR- und Melodicrock Jünger, diese beiden Releases genießen auch heute noch einen Status in der Szene, der seinesgleichen sucht. Das nächste Album „Calm Before The Storm“ ließ bis 1998 auf sich warten – ganze sieben Jahre nach dem Überalbum „Blood From Stone“. Aber die musikalische Welt war nicht mehr die selbe. Dementsprechend hatte sich auch der Sound der Briten geändert. Zum Glück machte man nicht den Fehler, einem Trend zu folgen sondern ließ fast sämtliche Stromgitarren weg und verfeinerte den Sound mit vielen akustischen Klängen ohne aber das Songwriting großartig zu ändern. Ein DARE Song ist auch heute noch sofort zu erkennen, so auch auf dem neu aufgenommenen Album „Calm Before The Storm II“. 1998 bei MTM Music veröffentlicht, war die Band im Nachhinein mit dem Ergebnis nicht so zufrieden, um das Album für alle Zeiten so stehen zu lassen.
Deshalb gibt es jetzt die zweite Version mit komplett neu aufgenommenen Stücken sowie einer veränderten Trackliste. Der Song „Still In Love With You“ wurde komplett gestrichen, dafür gibt es mit „Precious“ und „Cold Wind Will Blow“ 2 bisher ungehörte Songs. Die Neuaufnahmen klingen frischer und haben einen kernigeren Sound, hier und da hat sich eine verzerrte Gitarre verirrt. Insgesamt ist das komplette Album runder geworden. Das Coverartwork wurde auch überarbeitet, jetzt ziert es eine nackte Dame (1998 war sie noch in Laken gehüllt), die abermals übers Wasser marschiert, und der Himmel ist etwas heller und freundlicher gestaltet, obwohl es doch noch viele Wolken gibt. Das passt wunderbar in den mit großen Schritten herannahenden Herbst - „Calm Before The Storm II“ ist ein perfektes Album für die kalte Jahreszeit, wie auch die vergangenen Platten von DARE. „Das ist das Album, das ich immer machen wollte“ sagt Darren Wharton selbst über diesen neuerlichen Release. Diese zufriedene Stimmung spürt man jeder Minute dieses Albums an, solche Songs können einfach nur aus der Feder dieses Herren stammen.
War schon die Ur-Fassung ein tolles Stück Musik, so konnten DARE noch etwas mehr aus den Stücken herauspressen und somit eine noch schönere Atmosphäre erzeugen. DARE sind einfach eine einzigartige Band und Darren Wharton ein herausragender Musiker und Songwriter. Ein Highlight – nicht nur zu Zeiten, wo die Tage kurz und die Nächte lang sind. tefa
WERTUNG:
Trackliste:
1.Walk On Water
2.Someday
3.Calm Before The Storm
4.Crown Of Thorns
5.Precious
6.Silence Of Your Head
7.Rescue Me
8.Ashes
9.Rising Sun
10.Cold Wind Will Blow
11.Deliverance
Stefan
DIEMONDS - The Bad Pack
Band: Diemonds
Album: The Bad Pack
Plattenfirma: Underground Operations
Veröffentlichung: 02.10.2012
Homepage: www.diemonds.net
Toronto scheint mittlerweile wieder ein heißes Rock´n Roll Pflaster zu sein, denn unter anderem kommen die DIEMONDS einfach so aus der Versenkung und hauen uns mit „The Bad Pack“ ein ungehobeltes, räudiges und trotzdem ungemein ansprechendes Pfund um die Lauscher. Gegründet hat sich die Band um Sängerin Priya Panda, Gitarrist C.C. Diemond, Gitarrist Daniel DeKay, Bassist Tommy Carvalho und Drummer Aiden Tranquada bereits 2006, aber an der Veröffentlichungsfront war bis auf eine EP mit dem Namen „In The Rough“ noch nicht viel geboten. Das soll sich jetzt mit dem offiziellen Debüt „The Bad Pack“ ändern.
Nach langen Tour-Phasen, die die Band u.a. zu Gigs mit SLASH, L.A. GUNS, MICHAEL MONROE, STEEL PANTHER, SEBASTIAN BACH oder FASTER PUSSYCAT sowie auf das sagenumwobene Rocklahoma Festival in Pryor geführt hat, ist der 10-Tracker, den Jon Drew produziert hat, nun in trockenen Tüchern.
„Take On The Night“ nennt sich der Opener. Ein Song, zu dem es auch ein cooles Video ganz im Stile des 70ger Streifens „The Warriors“ gibt. Hier geben sich die Kanadier melodisch und sleazy mit lässigen Riffs. Dass sie aber auch anders können beweisen die Herrschaften samt Dame bei „Loud´n Nasty“ oder dem Titeltrack. Dazwischen gibt es Eingängiges wie „Lil´ Miss“ oder „Mystery“ und mit dem flotten „Livin´ Tonight“ gibt es auch noch eine lockere Trinkerhymne, in dessen Video schon mal das ein oder andere Dosenbierchen gestochen wird.
„The Bad Pack“ ist die lange Wartezeit auf jeden Fall wert und wer die Kanadier bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte das schleunigst nachholen. 10 abwechslungsreiche Songs, die Einflüsse von Punk, Heavy Metal und einer kleinen Prise Sleaze vereinen und so ein ganz eigenes Gebräu zu Tage fördern, das auf den Namen DIEMONDS hört. Mein Lieblings-Female-Fronted-Album seit „Switchblade Serenades“ von SISTER SIN, und das war 2008!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Take On The Night
2.Lil´ Miss
3.Loud´n Nasty
4.Get The Fuck Outta Here
5.The Bad Pack
6.Overboard
7.Left For Dead
8.Livin´ Tonight
9.Trick Or Treat
10.Mystery
Stefan
Album: The Bad Pack
Plattenfirma: Underground Operations
Veröffentlichung: 02.10.2012
Homepage: www.diemonds.net
Toronto scheint mittlerweile wieder ein heißes Rock´n Roll Pflaster zu sein, denn unter anderem kommen die DIEMONDS einfach so aus der Versenkung und hauen uns mit „The Bad Pack“ ein ungehobeltes, räudiges und trotzdem ungemein ansprechendes Pfund um die Lauscher. Gegründet hat sich die Band um Sängerin Priya Panda, Gitarrist C.C. Diemond, Gitarrist Daniel DeKay, Bassist Tommy Carvalho und Drummer Aiden Tranquada bereits 2006, aber an der Veröffentlichungsfront war bis auf eine EP mit dem Namen „In The Rough“ noch nicht viel geboten. Das soll sich jetzt mit dem offiziellen Debüt „The Bad Pack“ ändern.
Nach langen Tour-Phasen, die die Band u.a. zu Gigs mit SLASH, L.A. GUNS, MICHAEL MONROE, STEEL PANTHER, SEBASTIAN BACH oder FASTER PUSSYCAT sowie auf das sagenumwobene Rocklahoma Festival in Pryor geführt hat, ist der 10-Tracker, den Jon Drew produziert hat, nun in trockenen Tüchern.
„Take On The Night“ nennt sich der Opener. Ein Song, zu dem es auch ein cooles Video ganz im Stile des 70ger Streifens „The Warriors“ gibt. Hier geben sich die Kanadier melodisch und sleazy mit lässigen Riffs. Dass sie aber auch anders können beweisen die Herrschaften samt Dame bei „Loud´n Nasty“ oder dem Titeltrack. Dazwischen gibt es Eingängiges wie „Lil´ Miss“ oder „Mystery“ und mit dem flotten „Livin´ Tonight“ gibt es auch noch eine lockere Trinkerhymne, in dessen Video schon mal das ein oder andere Dosenbierchen gestochen wird.
„The Bad Pack“ ist die lange Wartezeit auf jeden Fall wert und wer die Kanadier bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte das schleunigst nachholen. 10 abwechslungsreiche Songs, die Einflüsse von Punk, Heavy Metal und einer kleinen Prise Sleaze vereinen und so ein ganz eigenes Gebräu zu Tage fördern, das auf den Namen DIEMONDS hört. Mein Lieblings-Female-Fronted-Album seit „Switchblade Serenades“ von SISTER SIN, und das war 2008!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Take On The Night
2.Lil´ Miss
3.Loud´n Nasty
4.Get The Fuck Outta Here
5.The Bad Pack
6.Overboard
7.Left For Dead
8.Livin´ Tonight
9.Trick Or Treat
10.Mystery
Stefan
LOVEBITE - Lock´n Load
Band: Lovebite
Album: Lock´n Load
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 01.07.2012
Homepage: www.lovebiteofficial.com
Die NWOPBRRB (New Wave Of Promising British Rock´n Roll Bands) rollt unaufhörlich weiter. Heute haben wir einen heißen Vertreter aus der Sleaze und Glam Ecke für Euch. LOVEBITE aus Birmingham stellen mit „Lock´n Load“ ihre erste Langspielplatte vor, die irgendwo zwischen den ganzen 80ger Helden wie MÖTLEY CRÜE oder DANGER DANGER und neueren Gruppen wie DIRTY PENNY angesiedelt ist. Weitere Einflüsse beschreibt die Band selbst mit TYKETTO, FIREHOUSE oder STEELHEART. Klassischer Stoff also, der von Sänger und Rhythmusgitarrist Jonny Sparks, Lead Gitarrist Tryx, Bassist KC Valentine und Drummer Mikey Toye wohl bis in die kleinsten Adern des Körpers verinnerlicht wurde. Und so lebt „Lock´n Load“ auch vom Spirit längst vergangener Zeiten, die aber wohl die besten waren, die wir je erlebt haben.
Nach dem Intro „No Turning Back“ ertönt mit „Sin City“ ein ziemlich vielversprechender Einstieg. Wild und ungehobelt präsentieren sich die Jungs hier, der Sound ist etwas dumpf, aber voller Power. Shouter Jonny Sparks hat die perfekte Stimme für eine Band wie LOVEBITE, denn er erinnert ein bisschen an Steve Summers von PRETTY BOY FLOYD oder eben Binge Daniels von DIRTY PENNY – Poseralarm ist also angesagt. Auch bei Stücken wie „Breakin´ The Rules“, „Love, Hate“, „Can´t Fight Your Love“ oder „Lock´n Load“ schlägt jedes Poserherz höher. Aber auch Balladen wie „Hey Baby“ stehen im Programm. Daran versuchen sich viele oder praktisch alle Rockbands, gelingen will es nicht immer, aber im Falle von LOVEBITE gibt es sofort grünes Licht.
„Lock´n Load“ könnte auch Ende der 80ger entstanden sein, soviel steht fest. Damit gewinnt man zwar immer noch keinen Innovationspreis, aber die Songs sprühen vor Dreck und Fuck-You-Attitüde und haben ordentlich Dampf unterm Hintern. Insgesamt haben die vier Briten alles richtig gemacht, der ein oder andere Song klemmt noch ein bisschen und könnte einen Tick ausgereifteres Songwriting vertragen, aber unterm Strich gibt es kaum was zu meckern. Die Konkurrenz schläft nicht, ob es sich nun um eine junge Band oder um alte Haudegen handelt, LOVEBITE sind bestens gerüstet, um es allen zu zeigen.
WERTUNG:
Trackliste:
1.No Turning Back
2.Sin City
3.Breakin´ The Rules
4.Love, Hate
5.Hey Baby
6.Gonna Love You Anyway
7.Lock´n Load
8.Queen Of Hearts
9.Can´t Fight Your Love
10.Striptease
11.Mr. Lonely
12.Too Much Is Never Enough
Stefan
Album: Lock´n Load
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 01.07.2012
Homepage: www.lovebiteofficial.com
Die NWOPBRRB (New Wave Of Promising British Rock´n Roll Bands) rollt unaufhörlich weiter. Heute haben wir einen heißen Vertreter aus der Sleaze und Glam Ecke für Euch. LOVEBITE aus Birmingham stellen mit „Lock´n Load“ ihre erste Langspielplatte vor, die irgendwo zwischen den ganzen 80ger Helden wie MÖTLEY CRÜE oder DANGER DANGER und neueren Gruppen wie DIRTY PENNY angesiedelt ist. Weitere Einflüsse beschreibt die Band selbst mit TYKETTO, FIREHOUSE oder STEELHEART. Klassischer Stoff also, der von Sänger und Rhythmusgitarrist Jonny Sparks, Lead Gitarrist Tryx, Bassist KC Valentine und Drummer Mikey Toye wohl bis in die kleinsten Adern des Körpers verinnerlicht wurde. Und so lebt „Lock´n Load“ auch vom Spirit längst vergangener Zeiten, die aber wohl die besten waren, die wir je erlebt haben.
Nach dem Intro „No Turning Back“ ertönt mit „Sin City“ ein ziemlich vielversprechender Einstieg. Wild und ungehobelt präsentieren sich die Jungs hier, der Sound ist etwas dumpf, aber voller Power. Shouter Jonny Sparks hat die perfekte Stimme für eine Band wie LOVEBITE, denn er erinnert ein bisschen an Steve Summers von PRETTY BOY FLOYD oder eben Binge Daniels von DIRTY PENNY – Poseralarm ist also angesagt. Auch bei Stücken wie „Breakin´ The Rules“, „Love, Hate“, „Can´t Fight Your Love“ oder „Lock´n Load“ schlägt jedes Poserherz höher. Aber auch Balladen wie „Hey Baby“ stehen im Programm. Daran versuchen sich viele oder praktisch alle Rockbands, gelingen will es nicht immer, aber im Falle von LOVEBITE gibt es sofort grünes Licht.
„Lock´n Load“ könnte auch Ende der 80ger entstanden sein, soviel steht fest. Damit gewinnt man zwar immer noch keinen Innovationspreis, aber die Songs sprühen vor Dreck und Fuck-You-Attitüde und haben ordentlich Dampf unterm Hintern. Insgesamt haben die vier Briten alles richtig gemacht, der ein oder andere Song klemmt noch ein bisschen und könnte einen Tick ausgereifteres Songwriting vertragen, aber unterm Strich gibt es kaum was zu meckern. Die Konkurrenz schläft nicht, ob es sich nun um eine junge Band oder um alte Haudegen handelt, LOVEBITE sind bestens gerüstet, um es allen zu zeigen.
WERTUNG:
Trackliste:
1.No Turning Back
2.Sin City
3.Breakin´ The Rules
4.Love, Hate
5.Hey Baby
6.Gonna Love You Anyway
7.Lock´n Load
8.Queen Of Hearts
9.Can´t Fight Your Love
10.Striptease
11.Mr. Lonely
12.Too Much Is Never Enough
Stefan
BEVERLY KILLZ - Gasoline & Broken Hearts
Band: Beverly Killz
Album: Gasoline & Broken Hearts
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 02.07.2012
Homepage: www.beverlykillz.com
Italien hat sich in den letzten Jahren zum Glück von seinem Image gelöst, dass es dort nur Symphonic Metal Bands mit Geschwindigkeitswahn gibt. Schluß also mit dem Vorurteil, dass dort nur über Schwerter, Drachen und Schlachten gesungen wird, sobald jemand eine elektrische Gitarre einstöpselt. Speziell das deutsche Label Avenue Of Allies hat einige vielversprechende Künstler von dort unter Vertrag, aber auch die amerikanischen Sleaze-Spezialisten Perris Records haben sich jetzt die Band BEVERLY KILLZ gekrallt, die mit ihrem Debüt „Gasoline & Broken Hearts“ aufwartet. Seit 5 Jahren treibt die Band aus Mailand nun schon ihr Unwesen, neu im Business waren die Jungs aber nicht, denn BEVERLY KILLZ ist ein Zusammenschluß aus den auseinandergebrochenen Combos JASMINE GUN und MR. JACKFROST. Bereits 2010 wurde eine EP mit dem Namen „Straight From Underground“ aufgenommen. Der aktuelle Longplayer wurde in einer Garage aufgenommen und von Dennis Ward gemixt. Der Sound kann sich aber durchaus hören lassen.
BEVERLY KILLZ machen aber eigentlich keinen Sleaze oder Glam, sondern praktisch reinrassigen Hardrock amerikanischer Prägung und werfen nur hier und da ein paar Glam-Nuancen ins Soundbild. Hat man die Songs ein paar Mal gehört, hat man das Gefühl, sie schon ewig zu kennen – zumindest ging es mir so.
Allem voran bei „Baby You´re On Target“, mich lässt dieses Gefühl, den Song früher schon mal gehört zu haben einfach nicht los. Übrigens ein geiler Song mit einprägsamen Chorus und genügend Power unterm Hintern. Auch der Opener „Never Back Down“, „“Riding Alone“ oder „Livin´ & Lyin´“, das ziemlich an EDGUY erinnert haben Klasse. Ziemlich kommerziell geht es bei „Away From Anger“ zu, der Song könnte ohne Weiteres im Radio seinen Platz finden, und ich rede nicht nur von spezialisierten Webradios. Coole Nummer. Überhaupt überraschen die Italiener bei den meisten Stücken mit gutem Songwriting und es gibt keinen Song auf „Gasoline & Broken Hearts“, der schlecht wäre. Gut, das abschließende „What Is Love?“, eine Coverversion des 90´s Dance Hits, polarisiert etwas. Für meine Begriffe hätte man den weglassen können.
BEVERLY KILLZ haben ihre Musik nicht erfunden, platzieren sich aber irgendwo zwischen CRAZY LIXX, TYKETTO oder diversen anderen 80ger Hardrock-Helden recht gut. „Gasoline & Broken Hearts“ ist ein kurzweiliges Album geworden, das Spaß macht!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Never Back Down
2.Away From Anger
3.Baby You´re On Target
4.Dark Lady
5.Livin´ & Dyin´
6.Riding Alone
7.For Love
8.Power Of Your Sex
9.Sin City
10.In Sorrow
11.What Is Love?
Stefan
Album: Gasoline & Broken Hearts
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 02.07.2012
Homepage: www.beverlykillz.com
Italien hat sich in den letzten Jahren zum Glück von seinem Image gelöst, dass es dort nur Symphonic Metal Bands mit Geschwindigkeitswahn gibt. Schluß also mit dem Vorurteil, dass dort nur über Schwerter, Drachen und Schlachten gesungen wird, sobald jemand eine elektrische Gitarre einstöpselt. Speziell das deutsche Label Avenue Of Allies hat einige vielversprechende Künstler von dort unter Vertrag, aber auch die amerikanischen Sleaze-Spezialisten Perris Records haben sich jetzt die Band BEVERLY KILLZ gekrallt, die mit ihrem Debüt „Gasoline & Broken Hearts“ aufwartet. Seit 5 Jahren treibt die Band aus Mailand nun schon ihr Unwesen, neu im Business waren die Jungs aber nicht, denn BEVERLY KILLZ ist ein Zusammenschluß aus den auseinandergebrochenen Combos JASMINE GUN und MR. JACKFROST. Bereits 2010 wurde eine EP mit dem Namen „Straight From Underground“ aufgenommen. Der aktuelle Longplayer wurde in einer Garage aufgenommen und von Dennis Ward gemixt. Der Sound kann sich aber durchaus hören lassen.
BEVERLY KILLZ machen aber eigentlich keinen Sleaze oder Glam, sondern praktisch reinrassigen Hardrock amerikanischer Prägung und werfen nur hier und da ein paar Glam-Nuancen ins Soundbild. Hat man die Songs ein paar Mal gehört, hat man das Gefühl, sie schon ewig zu kennen – zumindest ging es mir so.
Allem voran bei „Baby You´re On Target“, mich lässt dieses Gefühl, den Song früher schon mal gehört zu haben einfach nicht los. Übrigens ein geiler Song mit einprägsamen Chorus und genügend Power unterm Hintern. Auch der Opener „Never Back Down“, „“Riding Alone“ oder „Livin´ & Lyin´“, das ziemlich an EDGUY erinnert haben Klasse. Ziemlich kommerziell geht es bei „Away From Anger“ zu, der Song könnte ohne Weiteres im Radio seinen Platz finden, und ich rede nicht nur von spezialisierten Webradios. Coole Nummer. Überhaupt überraschen die Italiener bei den meisten Stücken mit gutem Songwriting und es gibt keinen Song auf „Gasoline & Broken Hearts“, der schlecht wäre. Gut, das abschließende „What Is Love?“, eine Coverversion des 90´s Dance Hits, polarisiert etwas. Für meine Begriffe hätte man den weglassen können.
BEVERLY KILLZ haben ihre Musik nicht erfunden, platzieren sich aber irgendwo zwischen CRAZY LIXX, TYKETTO oder diversen anderen 80ger Hardrock-Helden recht gut. „Gasoline & Broken Hearts“ ist ein kurzweiliges Album geworden, das Spaß macht!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Never Back Down
2.Away From Anger
3.Baby You´re On Target
4.Dark Lady
5.Livin´ & Dyin´
6.Riding Alone
7.For Love
8.Power Of Your Sex
9.Sin City
10.In Sorrow
11.What Is Love?
Stefan
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