Band: Shatter Messiah
Album: Hail the new Cross
Spielzeit: 39:30 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Mausoleum Records
Veröffentlichung: 11.10.2013
Homepage: www.shattermessiah.com
Gegründet von Curran Murphy, der schon mit ANNIHILATOR und NEVERMORE Erfolge feierte, konnten die Jungs von SHATTER MESSIAH mit ihren beiden ersten Alben „Never to play the Servant“ (2006) und „God burns like Flesh“ (2007) schon einiges Aufsehen in der Metalszene erregen. Denn die Band zockt einen ziemlich thrashlastigen, amerikanischen Heavy bzw. Powermetal und stehen da in guter Tradition ihrer bisherigen Bands. Nun ist man nach längerer Pause mit einem runderneuerten Line-Up, sowie einem neuen Label im Rücken zurück auf der Bildfläche und veröffentlicht dieser Tage das von Gitarrist und Mastermind Curran Murphy in Eigenregie produzierte dritte Album „Hail the new Cross“.
Bereits die ersten beiden Tracks „Disconnecting“ und „Future Nails“ gehen mit Ihrer ansteckenden Mischung aus anspruchsvollen Nevermore-Verbeugungen und traditionell verankertem Klassischen Metal der Sorte Knight Fury als klare Gewinner über die Ziellinie. Besonders die gelungenen, nicht alltäglichen Melodiebögen und die kreative Gitarrenarbeit können begeistern und garantieren Langzeitwirkung auch nach dem 5ten Hören. Wer ob der vermeintlich knappen Spielzeit und der insgesamt „nur“ 8 Tracks nörgeln möchte, dem kann man getrost entgegen halten, dass wirklich kein Lückenfüller vorhanden ist und die Songs allesamt ein gleich (hohes) Niveau haben. Da verzichte ich gerne auf künstlich aufgeblasene Alben mit 5 Skip-Kandidaten und erfreue mich an einer geballten Ladung Metal ohne echten Aussetzer. Auch die weiteren Tracks wie das mit einem epischen Refrain ausgestattete „How deep the Scar“ oder die beiden etwas groovigeren Nummern „Mercenary Machine“ und „This Addiction“ sind toller Headbangerstoff ohne Fehl und Tadel bei denen vor allem Neu-Sänger Michael Duncan durch die Bank weg mit seinem kräftigen, variablen Gesang punkten kann. Der einzige kleine Kritikpunkt auf meinem Zettel ist die arg überladene Produktion, die den Zugang unnötig erschwert und viele Details erst bei näherem Hinhören offenbart. Sowohl musikalisch wie auch kompositorisch ist das neue SHATTER MESSIA Werk aber eine echte kleine Perle.
Das Fazit zu „Hail the new Cross“ fällt daher ebenso kurz und knapp aus wie die Spieldauer: SHATTER MESSIAH liefern eine absolute Kauf-Empfehlung für Freunde von zeitgemäßem Powermetal ab, abgerundet mit einer Prise Thrash und dezenten Anleihen bei progressiveren Vertretern des Genres wie z.B. Nevermore.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Disconnecting
02. Future Nails
03. Memory Flames
04. How deep the Scar
05. Loyal Betrayer
06. Gods of Divinity
07. Mercenary Machine
08. This Addiction
Mario
Freitag, 18. Oktober 2013
THUNDER TRIBE - War Chant
Band: Thunder Tribe
Album: War Chant
Spielzeit: 44:50 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Nightmare Records
Veröffentlichung: 15.10.2013
Homepage: www.reverbnation.com/thundertribe
Die Amerikaner von THUNDER TRIBE sind mir bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Ob die Jungs schon mehrere Alben veröffentlichten konnte ich leider nicht richtig in Erfahrung bringen. Was ich aber weiß ist, das die Jungs definitiv keine Newcomer mehr im Business sind, so sagt es zumindestens das mir vorliegende Info Sheet.
Stilistisch sind die Jungs dem Heavy/Progressive Rock mit Ausflügen ins Metalgenre angetan. BLACK SABBATH, LED ZEPPELIN, IRON MAIDEN oder auch PINK FLOYD sind hier als Einflüsse genannt.
Natürlich wird auch hier im Vorfeld nicht mit Superlativen gegeizt und von dem besten Sound und der besten Gesangsleistung seit den seeligen 80igern gesprochen.
Nun wir werden mal ganz nüchtern an die Sache herangehen und zusammen herausfinden wie viel Wahrheit in diesen Aussagen steckt.
Die erste Möglichkeit das herauszufinden bietet uns der Opener „More wicked than not“. Direkt werden die BLACK SABBATH Einflüsse hörbar, denn die Nummer beginnt doch recht bedacht mit einem soliden Groove. So ein bisschen fehlt mir hier aber der Aha Effekt, so das mich diese erste Nummer nicht komplett überzeugen kann.
BLACK SABBATH die Zweite und dieses Mal so richtig heißt es dann beim anschließenden „Part of the Black“. Die Geschwindigkeit ist nochmal eine Tucken runtergeschraubt und der Rhythmus geht schon fast in Doommetal Geschwindigkeit runter. Da der Chorus hier aber wesentlich besser ist als beim ersten Song, kann man hier definitiv von einer klaren Steigerung sprechen.
Leider bleibt man auch bei den folgenden „Say Goodbye“ und „The Light“ immer im langsamen Rythmusbereich was nun auf Dauer dann doch ein wenig nervig ist. Mir fehlt hier eindeutig die Abwechslung in den Songs, wo bleibt denn mal bitte eine schnellere Nummer?
Vielleicht beim Titeltrack „War Chant“? Hmm nein auch hier kommt man nicht wirklich richtig aus den Puschen, allerdings ist der gesamte Song wenigstens wieder einigermaßen hörbar, komplett zufrieden gestellt bin ich aber immer noch nicht! Los Jungs jetzt muss mal so richtig was kommen!
Na es geht doch die beiden nächsten Songs „Believe“, welches aber sehr kurz geraten ist, und „Watching it burn“ brechen nämlich endlich mal etwas aus diesem langsamen Einheitstrott aus und wissen zu gefallen.
Danach wird es aber leider wieder konfuser und durchschnittlicher, hervorzuheben ist im letzten Abschnitt der Platte nur noch „Fly“. Der Rest rauscht teilweise komplett an einem vorbei.
Anspieltipps:
Dieses Mal kann ich euch nur “Part of the Black”, “Watching it burn” sowie “Fly” mit auf den Weg geben
Fazit :
Nun ja die Lobpreisungen im Info Sheet sind wir ja schon gewohnt, Das dann aber am Schluss so ein durchwachsendes Album der Jungs von THUNDER TRIBE rauskommt, hätte ich nicht für möglich gehalten!
Irgendwie haben die Jungs zwar immer gute Ansätze, aber meiner Meinung nach versucht man zu viele Stile in den Songs unterzubringen. So wird das Ganze ziemlich konfus. Es schwingen zwar immer die großen Vorbilder wie BLACK SABBATH oder LED ZEPPELIN mit, aber an eine Songwriter Klasse wie bei IRON MAIDEN kommt man zu keiner Zeit heran.
Sorry Jungs, aber richtige viele Songs blieben bei mir auch nach mehrmaligen Hören nicht hängen, diese Scheibe ist definitiv nur was für Genrefanatiker und Allessammler!
WERTUNG:
Trackliste:
01. More wicked than not
02. Part of the Black
03. Say Goodbye
04. The Light
05. War Chant
06. Believe
07. Watching it burn
08. Above the Blue
09. Echos of a new Day
10. Fly
11.It's a Lie
Julian
Album: War Chant
Spielzeit: 44:50 min
Stilrichtung: Heavy Rock
Plattenfirma: Nightmare Records
Veröffentlichung: 15.10.2013
Homepage: www.reverbnation.com/thundertribe
Die Amerikaner von THUNDER TRIBE sind mir bislang noch nicht in Erscheinung getreten. Ob die Jungs schon mehrere Alben veröffentlichten konnte ich leider nicht richtig in Erfahrung bringen. Was ich aber weiß ist, das die Jungs definitiv keine Newcomer mehr im Business sind, so sagt es zumindestens das mir vorliegende Info Sheet.
Stilistisch sind die Jungs dem Heavy/Progressive Rock mit Ausflügen ins Metalgenre angetan. BLACK SABBATH, LED ZEPPELIN, IRON MAIDEN oder auch PINK FLOYD sind hier als Einflüsse genannt.
Natürlich wird auch hier im Vorfeld nicht mit Superlativen gegeizt und von dem besten Sound und der besten Gesangsleistung seit den seeligen 80igern gesprochen.
Nun wir werden mal ganz nüchtern an die Sache herangehen und zusammen herausfinden wie viel Wahrheit in diesen Aussagen steckt.
Die erste Möglichkeit das herauszufinden bietet uns der Opener „More wicked than not“. Direkt werden die BLACK SABBATH Einflüsse hörbar, denn die Nummer beginnt doch recht bedacht mit einem soliden Groove. So ein bisschen fehlt mir hier aber der Aha Effekt, so das mich diese erste Nummer nicht komplett überzeugen kann.
BLACK SABBATH die Zweite und dieses Mal so richtig heißt es dann beim anschließenden „Part of the Black“. Die Geschwindigkeit ist nochmal eine Tucken runtergeschraubt und der Rhythmus geht schon fast in Doommetal Geschwindigkeit runter. Da der Chorus hier aber wesentlich besser ist als beim ersten Song, kann man hier definitiv von einer klaren Steigerung sprechen.
Leider bleibt man auch bei den folgenden „Say Goodbye“ und „The Light“ immer im langsamen Rythmusbereich was nun auf Dauer dann doch ein wenig nervig ist. Mir fehlt hier eindeutig die Abwechslung in den Songs, wo bleibt denn mal bitte eine schnellere Nummer?
Vielleicht beim Titeltrack „War Chant“? Hmm nein auch hier kommt man nicht wirklich richtig aus den Puschen, allerdings ist der gesamte Song wenigstens wieder einigermaßen hörbar, komplett zufrieden gestellt bin ich aber immer noch nicht! Los Jungs jetzt muss mal so richtig was kommen!
Na es geht doch die beiden nächsten Songs „Believe“, welches aber sehr kurz geraten ist, und „Watching it burn“ brechen nämlich endlich mal etwas aus diesem langsamen Einheitstrott aus und wissen zu gefallen.
Danach wird es aber leider wieder konfuser und durchschnittlicher, hervorzuheben ist im letzten Abschnitt der Platte nur noch „Fly“. Der Rest rauscht teilweise komplett an einem vorbei.
Anspieltipps:
Dieses Mal kann ich euch nur “Part of the Black”, “Watching it burn” sowie “Fly” mit auf den Weg geben
Fazit :
Nun ja die Lobpreisungen im Info Sheet sind wir ja schon gewohnt, Das dann aber am Schluss so ein durchwachsendes Album der Jungs von THUNDER TRIBE rauskommt, hätte ich nicht für möglich gehalten!
Irgendwie haben die Jungs zwar immer gute Ansätze, aber meiner Meinung nach versucht man zu viele Stile in den Songs unterzubringen. So wird das Ganze ziemlich konfus. Es schwingen zwar immer die großen Vorbilder wie BLACK SABBATH oder LED ZEPPELIN mit, aber an eine Songwriter Klasse wie bei IRON MAIDEN kommt man zu keiner Zeit heran.
Sorry Jungs, aber richtige viele Songs blieben bei mir auch nach mehrmaligen Hören nicht hängen, diese Scheibe ist definitiv nur was für Genrefanatiker und Allessammler!
WERTUNG:
Trackliste:
01. More wicked than not
02. Part of the Black
03. Say Goodbye
04. The Light
05. War Chant
06. Believe
07. Watching it burn
08. Above the Blue
09. Echos of a new Day
10. Fly
11.It's a Lie
Julian
SIX MINUTE CENTURY - Wasting Time
Band: Six Minute Century
Album: Wasting Time
Spielzeit: 67:40 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Nightmare Records
Veröffentlichung: 15.10.2013
Homepage: www.facebook.com/sixminutecentury
Die 2004 gegründeten amerikanischen Prog Metaller SIX MINUTE CENUTRY konnte in ihrer Heimat Houston schon einiges an Aufmerksamkeit erregen.
Angeführt von dem Gitarristen Don LaFon (KRUCIBLE, MYSTIC CROSS) mischt die Band interessante Prog Metaleinflüsse mit Southern Rock Sounds und klingt daher wie eine Mischung aus SAVATAGE, DIO, FATES WARNING oder auch TNT.
Stilistisch dreht sich bei den Jungs meistens alles um historische Gegebenheit und Ereignisse.
2008 erschien mit „Time Capsules“ das Debütalbum und nun kommt über Nightmare Records das zweite Album „Wasting Time“ in unsere Breitengrade.
Und liebe Freunde das war es schon was ich an Infos für euch habe. Zu viele Infos langweilen ja manchmal auch nur, von daher widmen wir uns nun direkt mal dem Opener „1900“. Dieser ist genretypisch ein überlanges, stimmungsvolles Intro, welches uns eigentlich ganz gut auf die Scheibe einstimmt.
„City of Hope“ klingt dann eigentlich auch so wie man es von amerikanischen Power Metallern gewohnt ist. Ordentlich verspielt und mit vielen interessanten klanglichen Erlebnissen aufwartend. Der Gesang ist aber definitiv gewöhnungsbedüftig, das ist schon nach den ersten Takten klar, dürfte nicht jedermanns Geschmack sein!
Der Chorus geht hier Ordnung, so das wir in der Summe von einem gelungen Einstieg sprechen können.
Das anschließende „Just Remains“ kommt dann ein wenig schneller zu Potte und kann auch mit seinem Chorus punkten. Dies fördert natürlich eindeutig die Eingängigkeit und somit haben wir unseren ersten Anspieltipp.
Mit „The Killing Fields“ bestreiten die Jungs einen ähnlichen Pfad wie schon beim Vorgänger auch wenn man manchmal das Gefühl hat die Jungs würden am liebsten alles stehen und liegen lassen und so richtig drauf los zimmern. Von der Eingängigkeit her kann man den Vorgänger aber nicht toppen.
Der Weg führt uns über das überlange „Baptized in Flames“, dem kraftvollen „Paying Death's Toll“ und dem Instrumental „Czardas“ hin zu dem epischen „Last Days in Paradise“ welches einfache ein klasse, progressive Gesamtgeschichte erzählt.
Bei so einer randvollen Scheibe stoßen wir jetzt erst so langsam in den letzten Teil der Platte vor und hier heben sich besonders die letzten beiden Tracks „Hell's Gate“ sowie der Titeltrack „Wasting Time“ hervor.
Nach dem verklingen des letzten Tons muss man erstmal alles dargebotene verarbeiten bevor man zu dem Schluss kommt, das man es hier mit einem ordentlichen Progressive Metal Platte zu tun haben, absolut überragend bzw. dauerhaft überzeugen konnten SIX MINUTE CENTURY mich hier aber nicht.
Anspieltipps:
Ganz klar aus der Masse herausstechen tun hier “Just Remains”, “Last Days in Paradise”,”Hell's Gate” sowie “Wasting Time”.
Fazit :
Meine letzten Sätze haben ja schon ein Teil meines Fazits vorweg genommen. Ganz überzeugen können mich die Jungs von SIX MINUTE CENTURY auf ihrem neuen Album nicht. Das Ganze ist sehr mächtig und nicht alle Songs zünden direkt sofort. Manche rauschen sogar ziemlich an einen vorbei und man verzettelt sich auch das ein oder andere Mal!
Es benötigt einfach sehr viel Aufmerksamkeit um alle Songs in der Gänze zu erfassen und das dürfte es für den Hörer sehr schwierig machen einen guten Einstieg zu finden.
Für die Die Hard Proggies unter uns ist die Platte bestimmt nicht verkehrt, der normale Metalzuhörer dürfte hier mit Sicherheit aber überfordert werden!
Dazu kommt noch der sehr gewöhnungsbedürftige Gesang, was das Ganze auf Dauer natürlich auch nicht einfacher macht.
Antesten ist hier auf jeden Fall Pflicht!
WERTUNG:
Trackliste:
01. 1900
02. City of Hope
03. Just Remains
04. The Killing Fields
05. Baptized in Flames
06. Paying Death's Toll
07. Czardas
08. Last Days in Paradise
09. Needham Point
10. That Defining Moment
11. Hell's Gate
12. Wasting Time
Julian
Album: Wasting Time
Spielzeit: 67:40 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Nightmare Records
Veröffentlichung: 15.10.2013
Homepage: www.facebook.com/sixminutecentury
Die 2004 gegründeten amerikanischen Prog Metaller SIX MINUTE CENUTRY konnte in ihrer Heimat Houston schon einiges an Aufmerksamkeit erregen.
Angeführt von dem Gitarristen Don LaFon (KRUCIBLE, MYSTIC CROSS) mischt die Band interessante Prog Metaleinflüsse mit Southern Rock Sounds und klingt daher wie eine Mischung aus SAVATAGE, DIO, FATES WARNING oder auch TNT.
Stilistisch dreht sich bei den Jungs meistens alles um historische Gegebenheit und Ereignisse.
2008 erschien mit „Time Capsules“ das Debütalbum und nun kommt über Nightmare Records das zweite Album „Wasting Time“ in unsere Breitengrade.
Und liebe Freunde das war es schon was ich an Infos für euch habe. Zu viele Infos langweilen ja manchmal auch nur, von daher widmen wir uns nun direkt mal dem Opener „1900“. Dieser ist genretypisch ein überlanges, stimmungsvolles Intro, welches uns eigentlich ganz gut auf die Scheibe einstimmt.
„City of Hope“ klingt dann eigentlich auch so wie man es von amerikanischen Power Metallern gewohnt ist. Ordentlich verspielt und mit vielen interessanten klanglichen Erlebnissen aufwartend. Der Gesang ist aber definitiv gewöhnungsbedüftig, das ist schon nach den ersten Takten klar, dürfte nicht jedermanns Geschmack sein!
Der Chorus geht hier Ordnung, so das wir in der Summe von einem gelungen Einstieg sprechen können.
Das anschließende „Just Remains“ kommt dann ein wenig schneller zu Potte und kann auch mit seinem Chorus punkten. Dies fördert natürlich eindeutig die Eingängigkeit und somit haben wir unseren ersten Anspieltipp.
Mit „The Killing Fields“ bestreiten die Jungs einen ähnlichen Pfad wie schon beim Vorgänger auch wenn man manchmal das Gefühl hat die Jungs würden am liebsten alles stehen und liegen lassen und so richtig drauf los zimmern. Von der Eingängigkeit her kann man den Vorgänger aber nicht toppen.
Der Weg führt uns über das überlange „Baptized in Flames“, dem kraftvollen „Paying Death's Toll“ und dem Instrumental „Czardas“ hin zu dem epischen „Last Days in Paradise“ welches einfache ein klasse, progressive Gesamtgeschichte erzählt.
Bei so einer randvollen Scheibe stoßen wir jetzt erst so langsam in den letzten Teil der Platte vor und hier heben sich besonders die letzten beiden Tracks „Hell's Gate“ sowie der Titeltrack „Wasting Time“ hervor.
Nach dem verklingen des letzten Tons muss man erstmal alles dargebotene verarbeiten bevor man zu dem Schluss kommt, das man es hier mit einem ordentlichen Progressive Metal Platte zu tun haben, absolut überragend bzw. dauerhaft überzeugen konnten SIX MINUTE CENTURY mich hier aber nicht.
Anspieltipps:
Ganz klar aus der Masse herausstechen tun hier “Just Remains”, “Last Days in Paradise”,”Hell's Gate” sowie “Wasting Time”.
Fazit :
Meine letzten Sätze haben ja schon ein Teil meines Fazits vorweg genommen. Ganz überzeugen können mich die Jungs von SIX MINUTE CENTURY auf ihrem neuen Album nicht. Das Ganze ist sehr mächtig und nicht alle Songs zünden direkt sofort. Manche rauschen sogar ziemlich an einen vorbei und man verzettelt sich auch das ein oder andere Mal!
Es benötigt einfach sehr viel Aufmerksamkeit um alle Songs in der Gänze zu erfassen und das dürfte es für den Hörer sehr schwierig machen einen guten Einstieg zu finden.
Für die Die Hard Proggies unter uns ist die Platte bestimmt nicht verkehrt, der normale Metalzuhörer dürfte hier mit Sicherheit aber überfordert werden!
Dazu kommt noch der sehr gewöhnungsbedürftige Gesang, was das Ganze auf Dauer natürlich auch nicht einfacher macht.
Antesten ist hier auf jeden Fall Pflicht!
WERTUNG:
Trackliste:
01. 1900
02. City of Hope
03. Just Remains
04. The Killing Fields
05. Baptized in Flames
06. Paying Death's Toll
07. Czardas
08. Last Days in Paradise
09. Needham Point
10. That Defining Moment
11. Hell's Gate
12. Wasting Time
Julian
THE PRODUCERS - Run For Your Life (Re-Release)
Band: The Producers
Album: Run For Your Life (Re-Release)
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.facebook.com/theproducerspage
Der Vierer aus Atlanta/Georgia nennt seinen Stil New Wave und Power Pop – viele Fans werden wohl mit dem Begriff AOR mehr anfangen können und in dieser Schiene läuft auch dieses 1985 veröffentlichte Album „Run For Your Life“. Die Band wurde von Van Temple (vocals, guitars), Kyle Henderson (bass, vocals), Wayne Famous (aka Wayne McNatt, keyboards) und Bryan Holmes (drums) ursprünglich als BEATLES Coverband mit dem Namen CARTOON gegründet, wechselte aber Namen und Ausrichtung mit ihrer ersten Single „What She Does To Me“ im Jahre 1981, das auch auf dem selbstbetitelten Debüt zu finden ist. Weitere Singles in den Charts und ein zweites Album bei Portrait Records folgte.
Danach verloren die Amis aus nicht nachvollziehbaren Gründen ihren Kontrakt bei Portrait Records und fanden beim kleinen Independet-Label Marathon Records für dieses dritte Album Unterschlupf. Ihr viertes Album „Coleacanth“ wurde zwar komplett aufgenommen, aber nie veröffentlicht. Erst 2001 fand sich in One Way Records ein Label zur Erstveröffentlichung. Auch die ersten beiden Alben „The Producers“ und „You Make The Heat“ wurden auf einer CD erneut angeboten. „Run For Your Life“ ist also das letzte verbliebene Werk der US-Boys, das auf einen neuerlichen Release gewartet hat.
Das holen jetzt die Münchner Spezialisten Yesterrock nach. Der High-Tech AOR auf „Run For Your Life“ ist typisch für die erste Hälfte der 80ger und kann im Großen und Ganzen überzeugen. Allerdings gab es viele Bands, die absolut den gleichen Sound kreierten. Das war wohl auch das größte Manko von THE PRODUCERS und vielleicht ein Grund, warum sie ihren Vertrag nach nur 2 Alben bei Portrait Records loswurden. Denn zumindest Platzierungen um 60 hatten die Jungs auf der Habenseite, zum ganz großen Hit reichte es allerdings nicht. Immerhin fand sich der Song „Can´t Cry Anymore“ auch auf dem 1986er KANSAS Album „Power“. Als dieses Album entstand, war Originalbassist Kyle Henderson schon nicht mehr dabei, er fühlte sich zur Sekte der wiedergeborenen Christen hingezogen und wurde durch Tim Smith ersetzt, der später in der Band von SHERYL CROW die vier Saiten zupfte.
Wer auf den Sound von der B.E. TAYLOR GROUP, FORTUNE oder THE CARS steht, wird hier sicher den Geldbeutel aufmachen. Songs wie der poppige Titelsong, das etwas rockigere „Depending On You“, das klassisch vertrackte „Tightrope“ oder das eingängige „Big Mistake“ sind schön anzuhören und bieten eine gute Gelegenheit, mitten in die 80ger einzutauchen.
Übrigens ist die Band seit diesem Jahr wieder live aktiv und im Original Line-Up am Start. Nicht der große Brüller aber immerhin eine wertige Platte.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Run For Your Life
02. Slow Dancing
03. Depending On You
04. Tightrope
05. Can´t Cry Anymore
06. Boat Song
07. Table For One
08. Friendly Fire
09. Big Mistake
10. Waiting On A Train
Stefan
Album: Run For Your Life (Re-Release)
Stilrichtung: AOR
Plattenfirma: Yesterrock
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.facebook.com/theproducerspage
Der Vierer aus Atlanta/Georgia nennt seinen Stil New Wave und Power Pop – viele Fans werden wohl mit dem Begriff AOR mehr anfangen können und in dieser Schiene läuft auch dieses 1985 veröffentlichte Album „Run For Your Life“. Die Band wurde von Van Temple (vocals, guitars), Kyle Henderson (bass, vocals), Wayne Famous (aka Wayne McNatt, keyboards) und Bryan Holmes (drums) ursprünglich als BEATLES Coverband mit dem Namen CARTOON gegründet, wechselte aber Namen und Ausrichtung mit ihrer ersten Single „What She Does To Me“ im Jahre 1981, das auch auf dem selbstbetitelten Debüt zu finden ist. Weitere Singles in den Charts und ein zweites Album bei Portrait Records folgte.
Danach verloren die Amis aus nicht nachvollziehbaren Gründen ihren Kontrakt bei Portrait Records und fanden beim kleinen Independet-Label Marathon Records für dieses dritte Album Unterschlupf. Ihr viertes Album „Coleacanth“ wurde zwar komplett aufgenommen, aber nie veröffentlicht. Erst 2001 fand sich in One Way Records ein Label zur Erstveröffentlichung. Auch die ersten beiden Alben „The Producers“ und „You Make The Heat“ wurden auf einer CD erneut angeboten. „Run For Your Life“ ist also das letzte verbliebene Werk der US-Boys, das auf einen neuerlichen Release gewartet hat.
Das holen jetzt die Münchner Spezialisten Yesterrock nach. Der High-Tech AOR auf „Run For Your Life“ ist typisch für die erste Hälfte der 80ger und kann im Großen und Ganzen überzeugen. Allerdings gab es viele Bands, die absolut den gleichen Sound kreierten. Das war wohl auch das größte Manko von THE PRODUCERS und vielleicht ein Grund, warum sie ihren Vertrag nach nur 2 Alben bei Portrait Records loswurden. Denn zumindest Platzierungen um 60 hatten die Jungs auf der Habenseite, zum ganz großen Hit reichte es allerdings nicht. Immerhin fand sich der Song „Can´t Cry Anymore“ auch auf dem 1986er KANSAS Album „Power“. Als dieses Album entstand, war Originalbassist Kyle Henderson schon nicht mehr dabei, er fühlte sich zur Sekte der wiedergeborenen Christen hingezogen und wurde durch Tim Smith ersetzt, der später in der Band von SHERYL CROW die vier Saiten zupfte.
Wer auf den Sound von der B.E. TAYLOR GROUP, FORTUNE oder THE CARS steht, wird hier sicher den Geldbeutel aufmachen. Songs wie der poppige Titelsong, das etwas rockigere „Depending On You“, das klassisch vertrackte „Tightrope“ oder das eingängige „Big Mistake“ sind schön anzuhören und bieten eine gute Gelegenheit, mitten in die 80ger einzutauchen.
Übrigens ist die Band seit diesem Jahr wieder live aktiv und im Original Line-Up am Start. Nicht der große Brüller aber immerhin eine wertige Platte.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Run For Your Life
02. Slow Dancing
03. Depending On You
04. Tightrope
05. Can´t Cry Anymore
06. Boat Song
07. Table For One
08. Friendly Fire
09. Big Mistake
10. Waiting On A Train
Stefan
LOWFIELD - Start The Machine
Band: Lowfield
Album: Start the Machine
Spielzeit: 23:30 min.
Stilrichtung: Indie Rock
Plattenfirma: Echozone
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.lowfield.de
„Start the Machine“ wurde bereits im letzten Jahr als Eigenveröffentlichung ans Licht der Welt gebracht. Durch die Unterstützung eines Plattenlabels soll nun der nächste Schritt erfolgen. Aus diesem Grunde wird die aktuelle EP des Koblenzer Trios noch einmal neu veröffentlicht.
Die Band um Gitarrist/Keyboarder/Sänger Uwe Heucher spielt unaufgeregten Alternative Indie Rock mit Elektroeinflüssen.
Das ganze bewegt sich stilistisch irgendwo zwischen Blackmail, Placebo und U2 und weiß im Großen und Ganzen durchaus zu gefallen.
Kritikpunkte wären allenfalls die stellenweise etwas rumpligen Drumfills und der auf Dauer doch etwas monoton werdende Gesang. Aber das ist, wie so oft natürlich reine Geschmackssache.
Die Produktion ist sehr trocken gehalten und nicht überfrachtet. Fans der oben genannten Bands sollten mal ein Ohr riskieren, es könnte die nächste größere deutsche Alternative Band im Anmarsch sein.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Start The Machine (3:46)
2. Vertigo (4:38)
3. Someday (3:35)
4. Sunshine (3:58)
5. Painted In Paink Snow (3:41)
6. Dont Leave Me Now (3:52)
Frank
Album: Start the Machine
Spielzeit: 23:30 min.
Stilrichtung: Indie Rock
Plattenfirma: Echozone
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.lowfield.de
„Start the Machine“ wurde bereits im letzten Jahr als Eigenveröffentlichung ans Licht der Welt gebracht. Durch die Unterstützung eines Plattenlabels soll nun der nächste Schritt erfolgen. Aus diesem Grunde wird die aktuelle EP des Koblenzer Trios noch einmal neu veröffentlicht.
Die Band um Gitarrist/Keyboarder/Sänger Uwe Heucher spielt unaufgeregten Alternative Indie Rock mit Elektroeinflüssen.
Das ganze bewegt sich stilistisch irgendwo zwischen Blackmail, Placebo und U2 und weiß im Großen und Ganzen durchaus zu gefallen.
Kritikpunkte wären allenfalls die stellenweise etwas rumpligen Drumfills und der auf Dauer doch etwas monoton werdende Gesang. Aber das ist, wie so oft natürlich reine Geschmackssache.
Die Produktion ist sehr trocken gehalten und nicht überfrachtet. Fans der oben genannten Bands sollten mal ein Ohr riskieren, es könnte die nächste größere deutsche Alternative Band im Anmarsch sein.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Start The Machine (3:46)
2. Vertigo (4:38)
3. Someday (3:35)
4. Sunshine (3:58)
5. Painted In Paink Snow (3:41)
6. Dont Leave Me Now (3:52)
Frank
WILD DAWN - Pay Your Dues
Band: Wild Dawn
Album: Pay Your Dues
Stilrichtung: Hardrock/Stoner Rock
Plattenfirma: Black Wave Promotion
Veröffentlichung: Oktober2013
Homepage: www.wilddawn.com
Mit „Pay Your Dues“ legen die Franzosen WILD DAWN ihren zweien Langspieler vor. Mir war die Band bisher unbekannt und als ich den Bandnamen erblickte, war meine Erwartung eine komplett andere. WILD DAWN vermischen klassischen Hardrock mit Stoner Rock, gelegentlichen Hardcore-Anleihen und kurzen progressiven Passagen. Klingt nach hartem Tobak, was Sänger und Gitarrist Greg, Lead Gitarrist Romain, Bassist Alex und Schlagzeuger Morgan auf „Pay Your Dues“ abliefern.
Einfach sind die Songs fürwahr nicht gestrickt, aber ihnen fehlt meistens auch die richtige Durchschlagkraft und ein bisschen Seele, damit sie sich auf Dauer im Gehör festbeißen können. Selbst „Sometimes“, zu dem es auch ein Video gibt, kann nur bedingt punkten. Und im Allgemeinen wird ja zu den stärksten Songs ein Video gedreht. Aber mal der Reihe nach…
Mit „Back On Track“ beginnt die Platte mit einem funkigen Riff und einem Refrain, der lediglich geshoutet wird. Zum Schluß hin macht man den Versuch, zu grooven. Das geht aber deutlich in die Hose, dafür ist schon der Sound auf „Pay Your Dues“ nicht ganz ausgelegt. „Bitter Mind“ liegt ein reinrassiges Stoner Riff zu Grunde, aber hier bleibt absolut nichts hängen, außer die gelegentliche Verwendung des Wortes „Motherfucker“. Das schon erwähnte „Sometimes“ ist zwar von etwas besserer Qualität, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Songwriting ordentliche Lücken aufweist. Das schleppende „S.A.D. Story“ ist nicht der Rede wert und so verhält es sich auch mit dem Großteil des restlichen Materials. Ein bisschen Hardcore bei „Ain´t Life Grand“ oder der Versuch, nach MOTÖRHEAD zu klingen („Plague Of The 21st Century“) ist nichts für schwache Nerven. Der lustlos heruntergesungene Refrain von „Better Days“ ist noch ein Beispiel dafür, dass man diese Platte nicht haben muss. Im weiteren Verlauf wiederholt man sich und gewinnt auch so keinen Blumentopf.
Ich finde keinen Grund, warum man „Pay Your Dues“ sein Eigen nennen sollte. Damit sollte alles gesagt sein.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Back On Track
02. Bitter Mind
03. Sometimes…
04. S.A.D. Story
05. Ain´t Life Grand
06. Plague Of The 21st Century
07. My Own Worst Enemy
08. Ain´t Your Life
09. Better Days
10. Stone Cold Motherfucker
11. Let´s Make A Big Mistake
12. I Hate My Band
Stefan
Album: Pay Your Dues
Stilrichtung: Hardrock/Stoner Rock
Plattenfirma: Black Wave Promotion
Veröffentlichung: Oktober2013
Homepage: www.wilddawn.com
Mit „Pay Your Dues“ legen die Franzosen WILD DAWN ihren zweien Langspieler vor. Mir war die Band bisher unbekannt und als ich den Bandnamen erblickte, war meine Erwartung eine komplett andere. WILD DAWN vermischen klassischen Hardrock mit Stoner Rock, gelegentlichen Hardcore-Anleihen und kurzen progressiven Passagen. Klingt nach hartem Tobak, was Sänger und Gitarrist Greg, Lead Gitarrist Romain, Bassist Alex und Schlagzeuger Morgan auf „Pay Your Dues“ abliefern.
Einfach sind die Songs fürwahr nicht gestrickt, aber ihnen fehlt meistens auch die richtige Durchschlagkraft und ein bisschen Seele, damit sie sich auf Dauer im Gehör festbeißen können. Selbst „Sometimes“, zu dem es auch ein Video gibt, kann nur bedingt punkten. Und im Allgemeinen wird ja zu den stärksten Songs ein Video gedreht. Aber mal der Reihe nach…
Mit „Back On Track“ beginnt die Platte mit einem funkigen Riff und einem Refrain, der lediglich geshoutet wird. Zum Schluß hin macht man den Versuch, zu grooven. Das geht aber deutlich in die Hose, dafür ist schon der Sound auf „Pay Your Dues“ nicht ganz ausgelegt. „Bitter Mind“ liegt ein reinrassiges Stoner Riff zu Grunde, aber hier bleibt absolut nichts hängen, außer die gelegentliche Verwendung des Wortes „Motherfucker“. Das schon erwähnte „Sometimes“ ist zwar von etwas besserer Qualität, kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Songwriting ordentliche Lücken aufweist. Das schleppende „S.A.D. Story“ ist nicht der Rede wert und so verhält es sich auch mit dem Großteil des restlichen Materials. Ein bisschen Hardcore bei „Ain´t Life Grand“ oder der Versuch, nach MOTÖRHEAD zu klingen („Plague Of The 21st Century“) ist nichts für schwache Nerven. Der lustlos heruntergesungene Refrain von „Better Days“ ist noch ein Beispiel dafür, dass man diese Platte nicht haben muss. Im weiteren Verlauf wiederholt man sich und gewinnt auch so keinen Blumentopf.
Ich finde keinen Grund, warum man „Pay Your Dues“ sein Eigen nennen sollte. Damit sollte alles gesagt sein.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Back On Track
02. Bitter Mind
03. Sometimes…
04. S.A.D. Story
05. Ain´t Life Grand
06. Plague Of The 21st Century
07. My Own Worst Enemy
08. Ain´t Your Life
09. Better Days
10. Stone Cold Motherfucker
11. Let´s Make A Big Mistake
12. I Hate My Band
Stefan
Mittwoch, 16. Oktober 2013
BLUES PILLS - Devil Man
Band: Blues Pills
Album: Devil Man
Spielzeit: 16:56 min.
Stilrichtung: Vintage Rock
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.bluespills.com
Aufmerksame Leser der Rock Garage dürften allmählich mitbekommen haben, dass ich alles andere als ein großer Freund des immer noch andauernden Vintage/Retro-Rock-Trends bin. Vieles erscheint mir persönlich viel zu konstruiert.
Was allerdings nicht heißen soll, dass alles was unter diesem Banner läuft, automatisch schlecht sein muss. Bands wie die mittlerweile recht erfolgreichen ORCHID oder SCORPION CHILD sind einfach geiler Scheiß, auch wenn diese das Rad freilich nicht neu erfunden haben. Die Umsetzung ist am Ende das was zählt und so lange es authentisch ist, bin ich der Sache durchaus aufgeschlossen.
Jetzt schickt sich ein weiterer Newcomer an, die Szene aufzumischen. Und die Chancen dazu stehen äußerst gut.
BLUES PILLS, eine amerikanisch-französisch-schwedische Kooperation macht Vieles richtig. Statt sich auf die längst ausgelatschten Pfade zu begeben und eine weitere „BLACK ZEPPELIN“-Tributeband zu gründen, gehen die Herren um Frontfrau Elin Larsson einen Schritt weiter.
Die Haupteinflüsse der Band dürften primär in der Woodstock-Ära liegen. Stimmlich irgendwo zwischen JANIS JOPLIN und ARETHA FRANKLIN, tendiert die Musik eher in Richtung JIMI HENDRIX, CREAM und besonders FLEETWOOD MAC, und zwar die ganz alten FLEETWOOD MAC in der psychedelischen endsechziger Version.
Ich trau es mich kaum zu sagen, aber die 4 Songs der Debüt-EP schwitzen den Soul aus jeder Pore, es geht rauchig-räudig zur Sache und vor allem klingt es zu keiner Sekunde aufgesetzt oder erzwungen. Was uns die BLUES PILLS anbieten ist ehrlicher, vor Schweiß und Spielfreude siffender Psychedelic Blues-Rock der Extraklasse. Nuclear Blast haben abermals ein feines Näschen bewiesen und sich die Creme der derzeitigen Trendbewegung rausgepickt.
Freunde des Genres sollten die im November angesetzte Tour mit ORCHID und SCORPION CHILD auf keinen Fall verpassen. Ein wertigeres Package dürfte es in nächster Zeit kaum geben. Bessere Retromucke übrigens auch nicht, deswegen besteht bei dieser EP zwingende Reinhörpflicht. Spätestens beim ersten Full Lenght Album wird aber gekauft aber Zack Zack.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Devil Man (4:32)
2. The River (3:19)
3. Time Is Now (3:32)
4. Dig In (5:33)
Frank
Album: Devil Man
Spielzeit: 16:56 min.
Stilrichtung: Vintage Rock
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.bluespills.com
Aufmerksame Leser der Rock Garage dürften allmählich mitbekommen haben, dass ich alles andere als ein großer Freund des immer noch andauernden Vintage/Retro-Rock-Trends bin. Vieles erscheint mir persönlich viel zu konstruiert.
Was allerdings nicht heißen soll, dass alles was unter diesem Banner läuft, automatisch schlecht sein muss. Bands wie die mittlerweile recht erfolgreichen ORCHID oder SCORPION CHILD sind einfach geiler Scheiß, auch wenn diese das Rad freilich nicht neu erfunden haben. Die Umsetzung ist am Ende das was zählt und so lange es authentisch ist, bin ich der Sache durchaus aufgeschlossen.
Jetzt schickt sich ein weiterer Newcomer an, die Szene aufzumischen. Und die Chancen dazu stehen äußerst gut.
BLUES PILLS, eine amerikanisch-französisch-schwedische Kooperation macht Vieles richtig. Statt sich auf die längst ausgelatschten Pfade zu begeben und eine weitere „BLACK ZEPPELIN“-Tributeband zu gründen, gehen die Herren um Frontfrau Elin Larsson einen Schritt weiter.
Die Haupteinflüsse der Band dürften primär in der Woodstock-Ära liegen. Stimmlich irgendwo zwischen JANIS JOPLIN und ARETHA FRANKLIN, tendiert die Musik eher in Richtung JIMI HENDRIX, CREAM und besonders FLEETWOOD MAC, und zwar die ganz alten FLEETWOOD MAC in der psychedelischen endsechziger Version.
Ich trau es mich kaum zu sagen, aber die 4 Songs der Debüt-EP schwitzen den Soul aus jeder Pore, es geht rauchig-räudig zur Sache und vor allem klingt es zu keiner Sekunde aufgesetzt oder erzwungen. Was uns die BLUES PILLS anbieten ist ehrlicher, vor Schweiß und Spielfreude siffender Psychedelic Blues-Rock der Extraklasse. Nuclear Blast haben abermals ein feines Näschen bewiesen und sich die Creme der derzeitigen Trendbewegung rausgepickt.
Freunde des Genres sollten die im November angesetzte Tour mit ORCHID und SCORPION CHILD auf keinen Fall verpassen. Ein wertigeres Package dürfte es in nächster Zeit kaum geben. Bessere Retromucke übrigens auch nicht, deswegen besteht bei dieser EP zwingende Reinhörpflicht. Spätestens beim ersten Full Lenght Album wird aber gekauft aber Zack Zack.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Devil Man (4:32)
2. The River (3:19)
3. Time Is Now (3:32)
4. Dig In (5:33)
Frank
PROSPEKT - The Colourless Sunrise
Band: Prospekt
Album: The Colourless Sunrise
Spielzeit: 65:54 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Sensory Records
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.facebook.com/ProspektUK/info
Mit PROSPEKT's Debüt "The Colourless Sunrise" steht das nächste Prog-Metal Album aus dem Hause Sensory Records (siehe Withem) ins Haus. Wenn vom Label als grobe Marschrichtung Dream Theater, Symphony X und Circus Maximus angegeben werden, so kann ich das unterschreiben. Die ebenfalls genannten Opeth sind aber nirgends in dem Sound des Britischen Trios zu entdecken. Geboten werden 9 Tracks in etwas über einer Stunde bei denen es zwar ziemlich heftig und frickelig zu Werke geht, die stilistischen Grenzen sind dennoch recht eng gesteckt. PROSPEKT bewegen sich trotz aller vorhandenen typischen Prog-Merkmale immer im Rahmen von recht deftigem Power/Heavy Metal und weichen so gut wie nie von Ihrem Basissound ab. Dann mal ab ins Getümmel...
Holla die Waldfee, was Gitarrist Lee Luland hier abzieht ist schon zeitweise atemberaubend. Der Junge reisst so viele Kilometer auf seinem Griffbrett ab - das dürfte schon beinahe als Bewerbung für die Olympischen Spiele durchgehen. Aber ich greife vor. Jeder einzelne Song ist eine kleine Herausforderung und bietet eine Fülle an rhythmischen Details, Instrumentalparts, Arrangementfinessen und schrägen Ideen. Die Grundfarbe der oft überlangen Songs ist dabei immer die gleiche: mit tonnenschweren Riffs ausgestattete Schwermetalbrocken die in dem betont leichtfüssigen, melodischen Gesang ein interessantes Gegengewicht verpasst bekommen. Wie bereits angedeutet, ist Gitarrist Luland einer von der ganz fixen Sorte. Allerdings punktet er nicht nur mit Lead-Extravaganzen jenseits der Schallmauer sondern drückt sein Riffs und Fills auch noch kompetent mit richtig dicken, naja, Ihr wisst schon, aufs virtuelle Band. Der Bub kann mehr als ordentlich spielen, das sei mal gewiss. Die Gitarren sind auch der Dreh- und Angelpunkt auf dem Album, dass zwar mit richtig starken Tracks wie „Dissident Priests“, „Shroud“ oder der abschliessende Longtrack „Hunting Poseidon” Eindruck schinden kann, aber leider auch ein wenig unter der Einförmigkeit der Songs und der etwas uncharakteristischen Stimme von Keyboarder/Sänger Richard Marshall leidet. Über die gesamte Spielzeit kommt etwas Langweile auf, die durch mutigere Arrangements und/oder einen eigenständigeren Sänger hätte vermieden werden können. So werden Freunde der härteren Dream Theater Phase oder der letzten Symphony X Werke mit „The Colourless Sunrise” sicherlich die ein oder andere unterhaltsame Stunde verbringen können. Für die Erste Liga reicht es aber (noch) nicht. Nicht unbedingt hilfreich mag dann auch der gewohnt mega-perfekte Mix von Jeny Bogren sein, der verhindert, dass PROSPEKT ihrer eigenen Stimme Ausdruck verleihen können. Vielmehr klingt die Band durch den bereits vielfach bewährten Sound einfach zu austauschbar und gesischtslos. Bei der geballten instrumentalen Kompetenz eigentlich schade.
Unterm Strich bitet „The Colourless Sunrise” eine Menge gute Genre-Kost, die aber noch Luft nach oben in Sachen Abwechslungsreichtum und Gesang lässt. Für ein Debüt Album ist‘s aber allemal ein beachtliches Stück Prog Metal das zum persönlichen Anchecken empfohlen ist.
WERTUNG:
Trackliste:
01. A Desolate Kingdom
02. Dissident Priests
03. Eternal Memories
04. Shroud
05. The Colourless Sunrise
06. Visions
07. The Great Awakening
08. Shutter Asylum
09. Hunting Poseidon
Mario
Album: The Colourless Sunrise
Spielzeit: 65:54 min
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Sensory Records
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.facebook.com/ProspektUK/info
Mit PROSPEKT's Debüt "The Colourless Sunrise" steht das nächste Prog-Metal Album aus dem Hause Sensory Records (siehe Withem) ins Haus. Wenn vom Label als grobe Marschrichtung Dream Theater, Symphony X und Circus Maximus angegeben werden, so kann ich das unterschreiben. Die ebenfalls genannten Opeth sind aber nirgends in dem Sound des Britischen Trios zu entdecken. Geboten werden 9 Tracks in etwas über einer Stunde bei denen es zwar ziemlich heftig und frickelig zu Werke geht, die stilistischen Grenzen sind dennoch recht eng gesteckt. PROSPEKT bewegen sich trotz aller vorhandenen typischen Prog-Merkmale immer im Rahmen von recht deftigem Power/Heavy Metal und weichen so gut wie nie von Ihrem Basissound ab. Dann mal ab ins Getümmel...
Holla die Waldfee, was Gitarrist Lee Luland hier abzieht ist schon zeitweise atemberaubend. Der Junge reisst so viele Kilometer auf seinem Griffbrett ab - das dürfte schon beinahe als Bewerbung für die Olympischen Spiele durchgehen. Aber ich greife vor. Jeder einzelne Song ist eine kleine Herausforderung und bietet eine Fülle an rhythmischen Details, Instrumentalparts, Arrangementfinessen und schrägen Ideen. Die Grundfarbe der oft überlangen Songs ist dabei immer die gleiche: mit tonnenschweren Riffs ausgestattete Schwermetalbrocken die in dem betont leichtfüssigen, melodischen Gesang ein interessantes Gegengewicht verpasst bekommen. Wie bereits angedeutet, ist Gitarrist Luland einer von der ganz fixen Sorte. Allerdings punktet er nicht nur mit Lead-Extravaganzen jenseits der Schallmauer sondern drückt sein Riffs und Fills auch noch kompetent mit richtig dicken, naja, Ihr wisst schon, aufs virtuelle Band. Der Bub kann mehr als ordentlich spielen, das sei mal gewiss. Die Gitarren sind auch der Dreh- und Angelpunkt auf dem Album, dass zwar mit richtig starken Tracks wie „Dissident Priests“, „Shroud“ oder der abschliessende Longtrack „Hunting Poseidon” Eindruck schinden kann, aber leider auch ein wenig unter der Einförmigkeit der Songs und der etwas uncharakteristischen Stimme von Keyboarder/Sänger Richard Marshall leidet. Über die gesamte Spielzeit kommt etwas Langweile auf, die durch mutigere Arrangements und/oder einen eigenständigeren Sänger hätte vermieden werden können. So werden Freunde der härteren Dream Theater Phase oder der letzten Symphony X Werke mit „The Colourless Sunrise” sicherlich die ein oder andere unterhaltsame Stunde verbringen können. Für die Erste Liga reicht es aber (noch) nicht. Nicht unbedingt hilfreich mag dann auch der gewohnt mega-perfekte Mix von Jeny Bogren sein, der verhindert, dass PROSPEKT ihrer eigenen Stimme Ausdruck verleihen können. Vielmehr klingt die Band durch den bereits vielfach bewährten Sound einfach zu austauschbar und gesischtslos. Bei der geballten instrumentalen Kompetenz eigentlich schade.
Unterm Strich bitet „The Colourless Sunrise” eine Menge gute Genre-Kost, die aber noch Luft nach oben in Sachen Abwechslungsreichtum und Gesang lässt. Für ein Debüt Album ist‘s aber allemal ein beachtliches Stück Prog Metal das zum persönlichen Anchecken empfohlen ist.
WERTUNG:
Trackliste:
01. A Desolate Kingdom
02. Dissident Priests
03. Eternal Memories
04. Shroud
05. The Colourless Sunrise
06. Visions
07. The Great Awakening
08. Shutter Asylum
09. Hunting Poseidon
Mario
BONAFIDE - Bombo
Band: Bonafide
Album: Bombo
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Off Yer Rocka Recordings
Veröffentlichung: 25.10.2013
Homepage: www.bonafiderocks.com
Hat man so was schon gesehen? Die Schweden BONAFIDE machen ein Konzeptalbum. Ihr werdet jetzt sicher fragend vor dem Computer sitzen und Euch wundern, was an einem Konzeptalbum so besonders ist?! Im Grunde gar nichts, aber wer BONAFIDE kennt weiß, dass sie keineswegs Freunde ausgedehnter Frickelorgien sind sondern lieber straight drauflos rocken. Ihr bluesgetränkter Riffrock lässt sich aber dennoch in ein Konzept integrieren, das auf dem vierten Longplayer „Bombo“ mit einer abgefahrenen Story a ´la „Pulp Fiction“ aufgepeppt wurde.
Los geht´s gleich mit dem Titeltrack und einem fetten Groove. Die Riffs müssen sich erstmal entfalten, doch nach ein paar wenigen Durchläufen fesselt „Bombo“ ungemein. Etwas geschliffener geht es bei „Backroom“ zu, einem melodisch-bluesigen Rocker. „Bad As Clint“ beginnt mit der Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Danach geht´s flott und kompromisslos zur Sache. Klassischer ist da schon das Riff von „Rock´n Roll Skal“, ein typischer Midtempo-Rocker a´la AC/DC und Kollegen. Das treibende „D.T.R.D.“ schlägt da schon andere Töne an. Die erste Single „Harmony“ ist etwas ungewöhnlich gewählt. Der Song ist eine Halbballade, und die Stimme von Pontus Snibb klingt hier und da etwas nach PAUL SHORTINO. Aber schon „Better Safe (Than Sorry)“ rockt wieder fröhlich nach vorne und hat ganz nebenbei den wohl eingängigsten Refrain auf „Bombo“ zu bieten. „Liquid Lover“ plätschert allerdings etwas dahin. Aber wessen Finger bei „Suburb Baby Blues“ nicht mitschnippen, der hat mit Rock´n Roll absolut nix am Hut. Zum Abschluß gibt’s mit „8-Ball“ noch mal Melodie pur und einen weiteren Beweis, wie sehr sich die schwedischen Haudegen weiterentwickelt haben.
In seiner Summe ist „Bombo“ eine runde Sache. Nicht nur das Konzept ist cool, auch die Songs sind abwechslungsreich und bieten für die Verhältnisse einer Riffrockband ungeahnte Ausbrüche. Auf jeden Fall lassen sich BONAFIDE nicht in das enge Korsett anderer AC/DC-Hearalikes pressen. Den Schweden gelingt hier ein regelrechter Befreiungsschlag und ganz nebenbei eine lässige Rock´n Roll Platte. Play It Again Johnny!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Bombo
02. Backroom
03. Bad As Clint
04. Rock´n Roll Skal
05. D.T.R.D.
06. Harmony
07. Better Safe (Than Sorry)
08. Liquid Lover
09. Suburb Baby Blues
10. 8-Ball
Stefan
Album: Bombo
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Off Yer Rocka Recordings
Veröffentlichung: 25.10.2013
Homepage: www.bonafiderocks.com
Hat man so was schon gesehen? Die Schweden BONAFIDE machen ein Konzeptalbum. Ihr werdet jetzt sicher fragend vor dem Computer sitzen und Euch wundern, was an einem Konzeptalbum so besonders ist?! Im Grunde gar nichts, aber wer BONAFIDE kennt weiß, dass sie keineswegs Freunde ausgedehnter Frickelorgien sind sondern lieber straight drauflos rocken. Ihr bluesgetränkter Riffrock lässt sich aber dennoch in ein Konzept integrieren, das auf dem vierten Longplayer „Bombo“ mit einer abgefahrenen Story a ´la „Pulp Fiction“ aufgepeppt wurde.
Los geht´s gleich mit dem Titeltrack und einem fetten Groove. Die Riffs müssen sich erstmal entfalten, doch nach ein paar wenigen Durchläufen fesselt „Bombo“ ungemein. Etwas geschliffener geht es bei „Backroom“ zu, einem melodisch-bluesigen Rocker. „Bad As Clint“ beginnt mit der Melodie von „Spiel mir das Lied vom Tod“. Danach geht´s flott und kompromisslos zur Sache. Klassischer ist da schon das Riff von „Rock´n Roll Skal“, ein typischer Midtempo-Rocker a´la AC/DC und Kollegen. Das treibende „D.T.R.D.“ schlägt da schon andere Töne an. Die erste Single „Harmony“ ist etwas ungewöhnlich gewählt. Der Song ist eine Halbballade, und die Stimme von Pontus Snibb klingt hier und da etwas nach PAUL SHORTINO. Aber schon „Better Safe (Than Sorry)“ rockt wieder fröhlich nach vorne und hat ganz nebenbei den wohl eingängigsten Refrain auf „Bombo“ zu bieten. „Liquid Lover“ plätschert allerdings etwas dahin. Aber wessen Finger bei „Suburb Baby Blues“ nicht mitschnippen, der hat mit Rock´n Roll absolut nix am Hut. Zum Abschluß gibt’s mit „8-Ball“ noch mal Melodie pur und einen weiteren Beweis, wie sehr sich die schwedischen Haudegen weiterentwickelt haben.
In seiner Summe ist „Bombo“ eine runde Sache. Nicht nur das Konzept ist cool, auch die Songs sind abwechslungsreich und bieten für die Verhältnisse einer Riffrockband ungeahnte Ausbrüche. Auf jeden Fall lassen sich BONAFIDE nicht in das enge Korsett anderer AC/DC-Hearalikes pressen. Den Schweden gelingt hier ein regelrechter Befreiungsschlag und ganz nebenbei eine lässige Rock´n Roll Platte. Play It Again Johnny!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Bombo
02. Backroom
03. Bad As Clint
04. Rock´n Roll Skal
05. D.T.R.D.
06. Harmony
07. Better Safe (Than Sorry)
08. Liquid Lover
09. Suburb Baby Blues
10. 8-Ball
Stefan
PHYSICAL NOISE - Follow The Noise
Band: Physical Noise
Album: Follow the Noise
Spielzeit: 48:45 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Sliptrick Records
Veröffentlichung: 01.10.2013
Homepage: www.physicalnoise.com
PHYSICAL NOISE sind eine der Bands die sich der NWOBHM verschrieben haben und diese zu neuer Blüte treiben wollen. Die Truppe hat sich 2006 gegründet und prägt nun die New Wave of Italian Heavy Metal!
Das amerikanische Label Sliptrick Records erkannte das Talent der Gruppe und nahm sie unter Vertrag um mit ihnen ihr Debütalbum „Follow the Noise“ unters Volk zu bringen.
Auf diesem paaren sie den alten Stil der NWOBHM mit moderneren Hard und Heavy Sounds.
Wie sich diese Mischung anhört, werden wir nun zusammen herausfinden, indem wir direkt mal dem Opener „Scare my Demons“ lauschen. Dieser beginnt auch direkt mal so also ob die Platte in der Hochzeit der NWOBHM herausgekommen wäre. Doppelte Gitarrenläufe sowie das druckvolle Drumming begrüßen uns direkt zum Einstieg. Der Chorus sitzt an der richtigen Stelle und der Gesang ist auch absolut im grünen Bereich. Ein guter Einstieg würde ich sagen.
Noch eine Schippe drauf legt man beim folgenden „Too Good to be Bad“ den man schon aus dem Internet kennt. Hier ist der Chorus um einiges zwingender und so wird die Nummer natürlich wesentlich melodischer und eingängiger!
Mit den beiden nächsten Tracks „Welcome to the Peerk“ und „Flames of the Unknown“ bleibt man im eingeschlagenen Fahrwasser der Vorgängertracks und kann gerade mit letzteren Track nochmal einen richtigen Farbtupfer setzen.
Auch das etwas episch veranlagte „1934“ weiß absolut zu gefallen, den anschließende Coversong „This is the Noise“ braucht man glaube ich nicht mehr großartig vorstellen. Eine gute Umsetzung zaubern uns die Jungs hier aufs die Disk.
Bislang ist also alles hier im grünen Bereich ohne großartig nach oben auszubrechen, mal schauen ob im letzten Teil noch der ein oder andere richtige Kracher auf uns wartet?
„Dream of a Fullmoon Night“ ist es auf jeden Fall schon mal nicht und auch „The Eternal Flight“ kann nicht vollends überzeugen.
Aber dann mit den letzten beiden Tracks „Physical Noise“ und „Southern Cross“ schafft man es doch noch das Niveau der bislang besten Songs zu erreichen und teilweise sogar zu überflügeln.
Somit ist der Abschluss der Platte doch noch einigermaßen versöhnlich, auch wenn im Mittelteil doch ziemlich viel Durchschnitt auf uns wartet.
Anspieltipps:
Auf jeden Fall sollte man sich “Too Good to be Bad”, “Flames of the Unknown”, “Physical Noise” und “Southern Cross” genauer anhören.
Fazit :
Insgesamt muss man sagen machen die Jungs von PHYSICAL NOISE auf ihrem Debütalbum einen soliden Eindruck. Man hat ein paar richtig starke Tracks am Start, schafft es aber noch nicht ganz dieses Niveau die ganze Spielzeit über durchzuhalten.
Gerade der eher durchschnittlichere Mittelteil fällt hier negativ auf.
Trotzdem kann man sagen die Jungs zeigen hier gute Ansätze und transportieren ihre Sichtweise der NWOBHM sehr gut in die Neuzeit.
Fans dieses Sounds, die auch von modernen Klängen nicht zurückschrecken sollten die Platte ruhig mal antesten! Von mir gibt es solide 6 Punkte für “Follow the Noise”.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Scare my Demons
02. Too Good to be Bad
03. Welcome to the Peerkh
04. Flames of the Unknown
05. 1934
06. This is the Noise (Life)
07. Dream of a Fullmoon Night
08. The Eternal Flight
09. Physical Noise
10. The Southern Cross
Julian
Album: Follow the Noise
Spielzeit: 48:45 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: Sliptrick Records
Veröffentlichung: 01.10.2013
Homepage: www.physicalnoise.com
PHYSICAL NOISE sind eine der Bands die sich der NWOBHM verschrieben haben und diese zu neuer Blüte treiben wollen. Die Truppe hat sich 2006 gegründet und prägt nun die New Wave of Italian Heavy Metal!
Das amerikanische Label Sliptrick Records erkannte das Talent der Gruppe und nahm sie unter Vertrag um mit ihnen ihr Debütalbum „Follow the Noise“ unters Volk zu bringen.
Auf diesem paaren sie den alten Stil der NWOBHM mit moderneren Hard und Heavy Sounds.
Wie sich diese Mischung anhört, werden wir nun zusammen herausfinden, indem wir direkt mal dem Opener „Scare my Demons“ lauschen. Dieser beginnt auch direkt mal so also ob die Platte in der Hochzeit der NWOBHM herausgekommen wäre. Doppelte Gitarrenläufe sowie das druckvolle Drumming begrüßen uns direkt zum Einstieg. Der Chorus sitzt an der richtigen Stelle und der Gesang ist auch absolut im grünen Bereich. Ein guter Einstieg würde ich sagen.
Noch eine Schippe drauf legt man beim folgenden „Too Good to be Bad“ den man schon aus dem Internet kennt. Hier ist der Chorus um einiges zwingender und so wird die Nummer natürlich wesentlich melodischer und eingängiger!
Mit den beiden nächsten Tracks „Welcome to the Peerk“ und „Flames of the Unknown“ bleibt man im eingeschlagenen Fahrwasser der Vorgängertracks und kann gerade mit letzteren Track nochmal einen richtigen Farbtupfer setzen.
Auch das etwas episch veranlagte „1934“ weiß absolut zu gefallen, den anschließende Coversong „This is the Noise“ braucht man glaube ich nicht mehr großartig vorstellen. Eine gute Umsetzung zaubern uns die Jungs hier aufs die Disk.
Bislang ist also alles hier im grünen Bereich ohne großartig nach oben auszubrechen, mal schauen ob im letzten Teil noch der ein oder andere richtige Kracher auf uns wartet?
„Dream of a Fullmoon Night“ ist es auf jeden Fall schon mal nicht und auch „The Eternal Flight“ kann nicht vollends überzeugen.
Aber dann mit den letzten beiden Tracks „Physical Noise“ und „Southern Cross“ schafft man es doch noch das Niveau der bislang besten Songs zu erreichen und teilweise sogar zu überflügeln.
Somit ist der Abschluss der Platte doch noch einigermaßen versöhnlich, auch wenn im Mittelteil doch ziemlich viel Durchschnitt auf uns wartet.
Anspieltipps:
Auf jeden Fall sollte man sich “Too Good to be Bad”, “Flames of the Unknown”, “Physical Noise” und “Southern Cross” genauer anhören.
Fazit :
Insgesamt muss man sagen machen die Jungs von PHYSICAL NOISE auf ihrem Debütalbum einen soliden Eindruck. Man hat ein paar richtig starke Tracks am Start, schafft es aber noch nicht ganz dieses Niveau die ganze Spielzeit über durchzuhalten.
Gerade der eher durchschnittlichere Mittelteil fällt hier negativ auf.
Trotzdem kann man sagen die Jungs zeigen hier gute Ansätze und transportieren ihre Sichtweise der NWOBHM sehr gut in die Neuzeit.
Fans dieses Sounds, die auch von modernen Klängen nicht zurückschrecken sollten die Platte ruhig mal antesten! Von mir gibt es solide 6 Punkte für “Follow the Noise”.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Scare my Demons
02. Too Good to be Bad
03. Welcome to the Peerkh
04. Flames of the Unknown
05. 1934
06. This is the Noise (Life)
07. Dream of a Fullmoon Night
08. The Eternal Flight
09. Physical Noise
10. The Southern Cross
Julian
Montag, 14. Oktober 2013
TIGERTAILZ - Knives EP
Band: Tigertailz
Album: Knives EP
Spielzeit: 22:03 min.
Stilrichtung: Hair Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 22.10.2013
Homepage: www.tigertailz.co.uk
Diese EP soll den Niedergang der letzten Jahre beenden – das ist zumindest das Ziel der walisischen Glam-Legende aus Cardiff. Denn in der Vergangenheit hat man sich mit diversen Schlammschlachten nicht gerade mit Ruhm bekleckert und 2007 war der Tod von Originalbassist und Aushängeschild Pepsi Tate zu beklagen. Irgendwo auf dem weiten Weg seit ihrem 1987er Debüt „Young & Crazy“ und dem Megaseller „Bezerk“ haben die Jungs den Faden verloren, sich weitgehend auf die Vermarktung alter Kamellen beschränkt und auch sonst lief nicht viel rund bei TIGERTAILZ. Sprachrohr und Gitarrist Jay Pepper hat sogar bereits öffentlich darüber nachgedacht, die Geschichte auf sich beruhen zu lassen und die Band ein für alle mal in Rente zu schicken. Das ist noch gar nicht so lange her, denn als Drummer Ace Finchum dieses Jahr erneut ausstieg und kein gutes Haar am Bandgefüge ließ, platzte Pepper der Kragen.
Aber jetzt haben die Herren Jules Millis (vocals), Rob Wylde (bass), Jay Pepper (guitars) und Rückkehrer Matthew Blakout (drums) doch noch einmal die Messer gewetzt und bringen die passend betitelte EP „Knives“ unters Volk. Ursprünglich sollten sich zwar noch ein oder zwei Songs mehr auf der Scheibe befinden, aber schlußendlich wurde „Knives“ doch auf einen knappen 5-Tracker gesundgeschrumpft.
Der eröffnende „Shoe Collector“ ist ein TT-Kracher, wie es ihn schon lange nicht mehr gegeben hat. Das etwas ruhigere „One Life“ verbindet große Melodien mit den typischen Zutaten alter Aufnahmen. „Bite The Hand“ hat ein dickes „METAL“ auf der Brust stehen. Ein Song, der zur Neuzeit der Waliser passt. „Spit It Out“ geht wieder etwas zurück in der Diskographie bevor es mit „Punched In The Gutz“ zum Schluß noch mal etwas härter zur Sache geht.
Einen schlechten Song sucht man auf „Knives“ vergebens. Die EP ist mit Abstand das Beste, was die Jungs seit ihrer Re-Union im Jahre 2005 auf die Beine gestellt haben. Sie schmeißt auf der einen Seite die Zeitmaschine an und transportiert den alten Spirit in die Neuzeit, lässt aber keinen Zweifel daran, dass die Band stehengeblieben ist. Auch wenn es einige Zeit gedauert hat, bis diese EP endlich erschienen ist, hat der Reifeprozess anscheinend gut getan. TIGERTAILZ scheinen wieder in der Spur zu sein.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Shoe Collector
2.One Life
3.Bite The Hand
4.Spit It Out
5.Punched In The Gutz
Stefan
Album: Knives EP
Spielzeit: 22:03 min.
Stilrichtung: Hair Metal
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 22.10.2013
Homepage: www.tigertailz.co.uk
Diese EP soll den Niedergang der letzten Jahre beenden – das ist zumindest das Ziel der walisischen Glam-Legende aus Cardiff. Denn in der Vergangenheit hat man sich mit diversen Schlammschlachten nicht gerade mit Ruhm bekleckert und 2007 war der Tod von Originalbassist und Aushängeschild Pepsi Tate zu beklagen. Irgendwo auf dem weiten Weg seit ihrem 1987er Debüt „Young & Crazy“ und dem Megaseller „Bezerk“ haben die Jungs den Faden verloren, sich weitgehend auf die Vermarktung alter Kamellen beschränkt und auch sonst lief nicht viel rund bei TIGERTAILZ. Sprachrohr und Gitarrist Jay Pepper hat sogar bereits öffentlich darüber nachgedacht, die Geschichte auf sich beruhen zu lassen und die Band ein für alle mal in Rente zu schicken. Das ist noch gar nicht so lange her, denn als Drummer Ace Finchum dieses Jahr erneut ausstieg und kein gutes Haar am Bandgefüge ließ, platzte Pepper der Kragen.
Aber jetzt haben die Herren Jules Millis (vocals), Rob Wylde (bass), Jay Pepper (guitars) und Rückkehrer Matthew Blakout (drums) doch noch einmal die Messer gewetzt und bringen die passend betitelte EP „Knives“ unters Volk. Ursprünglich sollten sich zwar noch ein oder zwei Songs mehr auf der Scheibe befinden, aber schlußendlich wurde „Knives“ doch auf einen knappen 5-Tracker gesundgeschrumpft.
Der eröffnende „Shoe Collector“ ist ein TT-Kracher, wie es ihn schon lange nicht mehr gegeben hat. Das etwas ruhigere „One Life“ verbindet große Melodien mit den typischen Zutaten alter Aufnahmen. „Bite The Hand“ hat ein dickes „METAL“ auf der Brust stehen. Ein Song, der zur Neuzeit der Waliser passt. „Spit It Out“ geht wieder etwas zurück in der Diskographie bevor es mit „Punched In The Gutz“ zum Schluß noch mal etwas härter zur Sache geht.
Einen schlechten Song sucht man auf „Knives“ vergebens. Die EP ist mit Abstand das Beste, was die Jungs seit ihrer Re-Union im Jahre 2005 auf die Beine gestellt haben. Sie schmeißt auf der einen Seite die Zeitmaschine an und transportiert den alten Spirit in die Neuzeit, lässt aber keinen Zweifel daran, dass die Band stehengeblieben ist. Auch wenn es einige Zeit gedauert hat, bis diese EP endlich erschienen ist, hat der Reifeprozess anscheinend gut getan. TIGERTAILZ scheinen wieder in der Spur zu sein.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Shoe Collector
2.One Life
3.Bite The Hand
4.Spit It Out
5.Punched In The Gutz
Stefan
RED´S COOL - Bad Story
Band: Red´s Cool
Album: Bad Story
Spielzeit: 40:15 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: MusicBuyMail
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.facebook.com/redscoolrockband
Vollmundig verkündet der Beipackzettel zum neuen Album von RED´S COOL: das ist die nächste Sensation aus Russland und die Nachfolger von GORKY PARK. Erinnert sich noch jemand an GORKY PARK? Jene Band, die einst Jon Bon Jovi unter seine Fittiche nahm und nicht unwesentlich am Entstehen des selbstbetitelten Erstlings von 1989 beteiligt war. Jene GORKY PARK, die zusammen mit der Elite des überwiegend amerikanischen Hardrocks vor über einer Viertelmillion Menschen im Olympiastadion zu Moskau ein denkwürdiges Konzertereignis bestritten und die mit „Bang!“ einen Riesenhit hatten und in „Moscow Calling“ ein mehr als formidables Nachfolgealbum vorlegen konnten? Lang ist es her und es war eine andere Zeit.
Jetzt treten also RED´S COOL an, um die einstigen Stars zu beerben? Das müssen wir näher untersuchen. 2011 erschien bereits das Debüt „Attraction“ und in der Vergangenheit konnten die Jungs schon mit Bands wie WHITESNAKE, DORO, GRAVE DIGGER, LORDI oder GOTTHARD die Bühne teilen. Ihr neues Album „Bad Story“ wurde von Michael Wagener gemixt und gemastered.
Gerade mal 9 Songs mit einer Spielzeit von 40 Minuten bilden das Gerüst von „Bad Story“. Der Öffner „Bite“ verwebt markante Hardrockriffs mit einem treibenden Rhythmus und guten Melodien. Die kraftvolle Stimme von Sänger Roman erinnert in manchen Passagen an Mr. Coverdale. So kann es weitergehen. Und das tut es auch, „Hey You“ ist noch um Längen cooler und zelebriert klassischen und zeitlosen Hardrock at its best. Etwas ruhiger wird es bei „Confession“, hier wird AOR groß geschrieben. Abermals mit eingängigen Melodiebögen und großen Hooks. In die gleiche Kerbe schlägt „Love And Pain“, ist allerdings etwas zu lang geraten. „Feel You“ ist ein Midtempo-Song der den Hörer sofort mitwippen lässt. Nach dem gutklassigen „Upside Down“ und dem etwas zähen „You Must Go“ haben die Jungs mit „Fooling Myself“ ihren ganz eigenen DEF LEPPARD Song geschrieben – zumindest was die Gitarrenarbeit in den Strophen angeht. Der Refrain ist ungleich härter. So richtig in Wallung kommen die Russen dann noch einmal beim abschließenden „Bad Bad Story“ mit kernigem Riffing (welches allerdings ziemlich ähnlich zum Opener „Bite“ ist) und mitreißendem Songwriting. Der Chorus glänzt mit fetten Gangvocals und auch so ist der Song mein Highlight des Albums, wenngleich er etwas versteckt wirkt.
Anyway – RED´S COOL legen mit „Bad Story“ ein abwechslungsreiches Hardrockalbum vor, das zwar nicht mit Innovation glänzt aber ehrliche handgemachte Musik bietet, kompetent vorgetragen wird und meist auf den Punkt rockt. Kommen wir zum Fazit: Sind RED´S COOL die neuen GORKY PARK? Ich finde, das müssen sie gar nicht sein, denn außer dass beide Bands aus Russland kommen, haben sie nicht sooo viel gemeinsam, hier wurde wohl nur wieder die Maschinerie der Herrschaften in den Promotionabteilungen angeworfen, „Bad Story“ ist so und so ein starkes Album!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Bite
2.Hey You
3.Confession
4.Love And Pain
5.Feel You
6.Upside Down
7.You Must Go
8.Fooling Myself
9.Bad Bad Story
Stefan
Album: Bad Story
Spielzeit: 40:15 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: MusicBuyMail
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.facebook.com/redscoolrockband
Vollmundig verkündet der Beipackzettel zum neuen Album von RED´S COOL: das ist die nächste Sensation aus Russland und die Nachfolger von GORKY PARK. Erinnert sich noch jemand an GORKY PARK? Jene Band, die einst Jon Bon Jovi unter seine Fittiche nahm und nicht unwesentlich am Entstehen des selbstbetitelten Erstlings von 1989 beteiligt war. Jene GORKY PARK, die zusammen mit der Elite des überwiegend amerikanischen Hardrocks vor über einer Viertelmillion Menschen im Olympiastadion zu Moskau ein denkwürdiges Konzertereignis bestritten und die mit „Bang!“ einen Riesenhit hatten und in „Moscow Calling“ ein mehr als formidables Nachfolgealbum vorlegen konnten? Lang ist es her und es war eine andere Zeit.
Jetzt treten also RED´S COOL an, um die einstigen Stars zu beerben? Das müssen wir näher untersuchen. 2011 erschien bereits das Debüt „Attraction“ und in der Vergangenheit konnten die Jungs schon mit Bands wie WHITESNAKE, DORO, GRAVE DIGGER, LORDI oder GOTTHARD die Bühne teilen. Ihr neues Album „Bad Story“ wurde von Michael Wagener gemixt und gemastered.
Gerade mal 9 Songs mit einer Spielzeit von 40 Minuten bilden das Gerüst von „Bad Story“. Der Öffner „Bite“ verwebt markante Hardrockriffs mit einem treibenden Rhythmus und guten Melodien. Die kraftvolle Stimme von Sänger Roman erinnert in manchen Passagen an Mr. Coverdale. So kann es weitergehen. Und das tut es auch, „Hey You“ ist noch um Längen cooler und zelebriert klassischen und zeitlosen Hardrock at its best. Etwas ruhiger wird es bei „Confession“, hier wird AOR groß geschrieben. Abermals mit eingängigen Melodiebögen und großen Hooks. In die gleiche Kerbe schlägt „Love And Pain“, ist allerdings etwas zu lang geraten. „Feel You“ ist ein Midtempo-Song der den Hörer sofort mitwippen lässt. Nach dem gutklassigen „Upside Down“ und dem etwas zähen „You Must Go“ haben die Jungs mit „Fooling Myself“ ihren ganz eigenen DEF LEPPARD Song geschrieben – zumindest was die Gitarrenarbeit in den Strophen angeht. Der Refrain ist ungleich härter. So richtig in Wallung kommen die Russen dann noch einmal beim abschließenden „Bad Bad Story“ mit kernigem Riffing (welches allerdings ziemlich ähnlich zum Opener „Bite“ ist) und mitreißendem Songwriting. Der Chorus glänzt mit fetten Gangvocals und auch so ist der Song mein Highlight des Albums, wenngleich er etwas versteckt wirkt.
Anyway – RED´S COOL legen mit „Bad Story“ ein abwechslungsreiches Hardrockalbum vor, das zwar nicht mit Innovation glänzt aber ehrliche handgemachte Musik bietet, kompetent vorgetragen wird und meist auf den Punkt rockt. Kommen wir zum Fazit: Sind RED´S COOL die neuen GORKY PARK? Ich finde, das müssen sie gar nicht sein, denn außer dass beide Bands aus Russland kommen, haben sie nicht sooo viel gemeinsam, hier wurde wohl nur wieder die Maschinerie der Herrschaften in den Promotionabteilungen angeworfen, „Bad Story“ ist so und so ein starkes Album!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Bite
2.Hey You
3.Confession
4.Love And Pain
5.Feel You
6.Upside Down
7.You Must Go
8.Fooling Myself
9.Bad Bad Story
Stefan
TRIVIUM - Vengeance Falls
Band: Trivium
Album: Vengeance Falls
Spielzeit: 47:46 min.
Stilrichtung: Modern Thrash Metal
Plattenfirma: Roadrunner (Warner)
Veröffentlichung: 11.10.2013
Homepage: www.trivium.org
TRIVIUM haben in den letzten Jahren eine interessante Entwicklung durchgemacht. Ähnlich wie AVENGED SEVENFOLD starteten die Jungs aus Orlando mit klassischem Metalcore um sich im Laufe der Jahre schrittweise in die klassische Metalrichtung zu orientieren.
„Vengeance Falls“ ist das bereits 6. Album in 10 Jahren und das erste welches keinen kompletten Stilbruch zum Vorgängeralbum vollzieht.
Wie schon auf „In Waves“ scheinen die Jungs ihren Stil gefunden zu haben.
Moderner Thrashmetal mit dezenten Core- und NWOBHM- Einflüssen dominieren den Gesamtsound. Experimentiert wird relativ wenig. Die Songs sind durch die Bank sehr stark, aber auch ein wenig zu sehr auf Nummer Sicher.
Die Produktion ist glattgebügelt und es fehlen ein bisschen die Ecken und Kanten. Das ist schade, mit etwas mehr Dreck wäre die Scheibe sicher einen Ticken besser. Aber keine Sorge, „Vengeance Falls“ ist alles andere als ein schlechtes Album. An ein Meisterwerk wie „Shogun“ kommt die Platte aber zu keiner Sekunde ran.
Mir fehlt einfach der Aspekt der Unvorhersehbarkeit, die Trivium auf ihren ersten 4 Alben so interessant gemacht hat.
Nichtsdestotrotz liefern Trivium solide Handwerkskunst auf technisch höchstem Niveau, die Genrefreunde zu 100% zufrieden stellen wird. Einen Bandmeilenstein liefern Trivium allerdings nicht.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Brave This Storm (4:29)
2. Vengeance Falls (4:13)
3. Strife (4:28)
4. No Way To Heal (4:05)
5. To Believe (4:32)
6. At The End Of This War (4:47)
7. Through Blood And Dirt And Bone (4:26)
8. Villainy Thrives (4:54)
9. Incineration: The Broken World (5:52)
10. Wake (The End Is Nigh) (6:00)
Frank
Album: Vengeance Falls
Spielzeit: 47:46 min.
Stilrichtung: Modern Thrash Metal
Plattenfirma: Roadrunner (Warner)
Veröffentlichung: 11.10.2013
Homepage: www.trivium.org
TRIVIUM haben in den letzten Jahren eine interessante Entwicklung durchgemacht. Ähnlich wie AVENGED SEVENFOLD starteten die Jungs aus Orlando mit klassischem Metalcore um sich im Laufe der Jahre schrittweise in die klassische Metalrichtung zu orientieren.
„Vengeance Falls“ ist das bereits 6. Album in 10 Jahren und das erste welches keinen kompletten Stilbruch zum Vorgängeralbum vollzieht.
Wie schon auf „In Waves“ scheinen die Jungs ihren Stil gefunden zu haben.
Moderner Thrashmetal mit dezenten Core- und NWOBHM- Einflüssen dominieren den Gesamtsound. Experimentiert wird relativ wenig. Die Songs sind durch die Bank sehr stark, aber auch ein wenig zu sehr auf Nummer Sicher.
Die Produktion ist glattgebügelt und es fehlen ein bisschen die Ecken und Kanten. Das ist schade, mit etwas mehr Dreck wäre die Scheibe sicher einen Ticken besser. Aber keine Sorge, „Vengeance Falls“ ist alles andere als ein schlechtes Album. An ein Meisterwerk wie „Shogun“ kommt die Platte aber zu keiner Sekunde ran.
Mir fehlt einfach der Aspekt der Unvorhersehbarkeit, die Trivium auf ihren ersten 4 Alben so interessant gemacht hat.
Nichtsdestotrotz liefern Trivium solide Handwerkskunst auf technisch höchstem Niveau, die Genrefreunde zu 100% zufrieden stellen wird. Einen Bandmeilenstein liefern Trivium allerdings nicht.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Brave This Storm (4:29)
2. Vengeance Falls (4:13)
3. Strife (4:28)
4. No Way To Heal (4:05)
5. To Believe (4:32)
6. At The End Of This War (4:47)
7. Through Blood And Dirt And Bone (4:26)
8. Villainy Thrives (4:54)
9. Incineration: The Broken World (5:52)
10. Wake (The End Is Nigh) (6:00)
Frank
IMPERA - Pieces Of Eden
Band: Impera
Album: Pieces Of Eden
Spielzeit: 42:05 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.impera.org
Fast auf den Tag genau vor einem Jahr erblickte das Debüt von IMPERA das Licht der Welt. Mit „Legacy Of Life“ präsentierte sich erstmals die illustre Truppe um Schlagzeuger und Namensgeber J.K. Impera mit einem teilweise etwas hüftsteifen aber dennoch gutklassigem Album. Neben Impera gehören noch Tommy Denander (guitar), Mats Vassfjord (bass) und Matti Alfonzetti (vocals) zum Inventar, das liest sich doch nicht schlecht, oder?
Die Rezeptur auf „Pieces Of Eden“ hat sich nicht wesentlich geändert, aber irgendwas ist doch anders. Es wird amtlich gerockt, aber das ist bei diesem Line-Up ja auch keine Überraschung. WHITESNAKE treffen auf GIANT oder JOE LYNN TURNER lautet das Motto dieses neuen 10-Trackers. Der Sound ist sauber produziert und lässt keine Wünschen offen.
„Beast Within“ galoppiert noch in gewohnter Manier des Debüts dahin, aber die Gitarrenarbeit bei „These Chains“ erinnert mich etwas an den Erstling der Huff Brüder und ihrer Band GIANT. Auch Alfonzetti´s Gesang passt perfekt, die Harmonien sind wieder an die Amis angelehnt. Der Härtegrad wurde also schon etwas heruntergeschraubt, denn das letztjährige Debüt war etwas deftiger unterwegs. Aber das steht IMPERA sehr gut zu Gesicht. Speziell beim „Smalltown Blues“ oder bei „Easy Come“ merkt man den Jungs den Spaß an der Freude an, was mir auf dem Debüt ein bisschen gefehlt hat. Da klang alles etwas zu konstruiert und kalt.
Frisch aufgespielt wird auch bei Stücken wie „You And I“ oder „Goodbye“ und schön langsam beschleicht mich ein wohliges Gefühl, dass es mit der Liebe zu IMPERA doch noch etwas werden könnte. Die Jungs haben meineserachtens einen riesen Schritt gemacht und sind eine Band geworden, das hört man den neuen Songs an – sie sind leidenschaftlich und haben mich positiv überrascht.
Weniger Metal, mehr Hardrock lautet also die Devise auf „Pieces Of Eden“. Dass die Leistung der musizierenden Herren über jeden Zweifel erhaben ist, habe ich schon beim Debüt erwähnt, aber jetzt ist auch die Spielfreude viel besser spürbar, was mir gleich mal eineinhalb Pünktchen mehr entlockt. Well done!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Beast Within
2.These Chains
3.All Alone
4.Smalltown Blues
5.Since You´ve Been Gone
6.Goodbye
7.Easy Come
8.You And I
9.This Is War
10.Fire And The Flame
Stefan
Album: Pieces Of Eden
Spielzeit: 42:05 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Escape Music
Veröffentlichung: 18.10.2013
Homepage: www.impera.org
Fast auf den Tag genau vor einem Jahr erblickte das Debüt von IMPERA das Licht der Welt. Mit „Legacy Of Life“ präsentierte sich erstmals die illustre Truppe um Schlagzeuger und Namensgeber J.K. Impera mit einem teilweise etwas hüftsteifen aber dennoch gutklassigem Album. Neben Impera gehören noch Tommy Denander (guitar), Mats Vassfjord (bass) und Matti Alfonzetti (vocals) zum Inventar, das liest sich doch nicht schlecht, oder?
Die Rezeptur auf „Pieces Of Eden“ hat sich nicht wesentlich geändert, aber irgendwas ist doch anders. Es wird amtlich gerockt, aber das ist bei diesem Line-Up ja auch keine Überraschung. WHITESNAKE treffen auf GIANT oder JOE LYNN TURNER lautet das Motto dieses neuen 10-Trackers. Der Sound ist sauber produziert und lässt keine Wünschen offen.
„Beast Within“ galoppiert noch in gewohnter Manier des Debüts dahin, aber die Gitarrenarbeit bei „These Chains“ erinnert mich etwas an den Erstling der Huff Brüder und ihrer Band GIANT. Auch Alfonzetti´s Gesang passt perfekt, die Harmonien sind wieder an die Amis angelehnt. Der Härtegrad wurde also schon etwas heruntergeschraubt, denn das letztjährige Debüt war etwas deftiger unterwegs. Aber das steht IMPERA sehr gut zu Gesicht. Speziell beim „Smalltown Blues“ oder bei „Easy Come“ merkt man den Jungs den Spaß an der Freude an, was mir auf dem Debüt ein bisschen gefehlt hat. Da klang alles etwas zu konstruiert und kalt.
Frisch aufgespielt wird auch bei Stücken wie „You And I“ oder „Goodbye“ und schön langsam beschleicht mich ein wohliges Gefühl, dass es mit der Liebe zu IMPERA doch noch etwas werden könnte. Die Jungs haben meineserachtens einen riesen Schritt gemacht und sind eine Band geworden, das hört man den neuen Songs an – sie sind leidenschaftlich und haben mich positiv überrascht.
Weniger Metal, mehr Hardrock lautet also die Devise auf „Pieces Of Eden“. Dass die Leistung der musizierenden Herren über jeden Zweifel erhaben ist, habe ich schon beim Debüt erwähnt, aber jetzt ist auch die Spielfreude viel besser spürbar, was mir gleich mal eineinhalb Pünktchen mehr entlockt. Well done!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Beast Within
2.These Chains
3.All Alone
4.Smalltown Blues
5.Since You´ve Been Gone
6.Goodbye
7.Easy Come
8.You And I
9.This Is War
10.Fire And The Flame
Stefan
AJUNA - Prisoners Of The Sun
Band: Ajuna
Album: Prisoners of the Sun
Spielzeit: 34:30 min.
Stilrichtung: Post Black Metal
Plattenfirma: Quality Steel Records
Veröffentlichung: 27.09.2013
Homepage: www.ajunamusic.com
Psychologisch und Vorbewusst nennen die Kopenhagener AJUNA ihre Musik.
- Das Vorbewusste ist ein von Sigmund Freud definierter Begriff zur Bezeichnung eines Systems des psychischen Apparats, das zusammen mit den zwei anderen Systemen (das Unbewusste und das Bewusste) sein erstes topisches Modell der menschlichen Psyche darstellte. Mit dem Begriff bezeichnete Freud einen Bereich der menschlichen Psyche, der im strengen Sinne mit dem System Unbewusst nicht gleichzustellen sei. - (Quelle: Wikipedia).
Verstanden? Ok. Ist aber auch eigentlich unwesentlich. AJUNA präsentieren uns auf ihrem, von Jacob Bredahl produzierten Debütalbum modernen Black Metal, der immer wieder durch experimentelle Elemente zu gefallen weiß und von einer kühlen, fast maschinellen Atmosphäre lebt. Das ist soweit alles schön anzuhören, wären da nicht die oftmals uninspirierten Blastattacken, die ziemlich belanglos daher kommen und dem ansonsten ansprechenden Material ein wenig die Spannung nehmen.
Freunde von modernem, experimentellen Black Metal nordischer Färbung sei „Prisoners of the Sun“ dennoch wärmstens ans Herz gelegt. Für ein Debütalbum große Klasse.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Tribute (4:38)
2. Medicin (3:26)
3. Invisible Cut (5:25)
4. Suntomb (4:50)
5. Kaos (4:44)
6. Death (7:23)
7. Winter (4:04)
Frank
Album: Prisoners of the Sun
Spielzeit: 34:30 min.
Stilrichtung: Post Black Metal
Plattenfirma: Quality Steel Records
Veröffentlichung: 27.09.2013
Homepage: www.ajunamusic.com
Psychologisch und Vorbewusst nennen die Kopenhagener AJUNA ihre Musik.
- Das Vorbewusste ist ein von Sigmund Freud definierter Begriff zur Bezeichnung eines Systems des psychischen Apparats, das zusammen mit den zwei anderen Systemen (das Unbewusste und das Bewusste) sein erstes topisches Modell der menschlichen Psyche darstellte. Mit dem Begriff bezeichnete Freud einen Bereich der menschlichen Psyche, der im strengen Sinne mit dem System Unbewusst nicht gleichzustellen sei. - (Quelle: Wikipedia).
Verstanden? Ok. Ist aber auch eigentlich unwesentlich. AJUNA präsentieren uns auf ihrem, von Jacob Bredahl produzierten Debütalbum modernen Black Metal, der immer wieder durch experimentelle Elemente zu gefallen weiß und von einer kühlen, fast maschinellen Atmosphäre lebt. Das ist soweit alles schön anzuhören, wären da nicht die oftmals uninspirierten Blastattacken, die ziemlich belanglos daher kommen und dem ansonsten ansprechenden Material ein wenig die Spannung nehmen.
Freunde von modernem, experimentellen Black Metal nordischer Färbung sei „Prisoners of the Sun“ dennoch wärmstens ans Herz gelegt. Für ein Debütalbum große Klasse.
WERTUNG:
Trackliste:
1. Tribute (4:38)
2. Medicin (3:26)
3. Invisible Cut (5:25)
4. Suntomb (4:50)
5. Kaos (4:44)
6. Death (7:23)
7. Winter (4:04)
Frank
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