Band: Blueliners
Album: Old Jack
Spielzeit: 24 min.
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 29.04.2012
Homepage: www.facebook.com/bluelinersband
Die BLUELINERS sind eine deutsche Nachwuchsband. Sie sind ein Trio und bestehen aus Marcel Schneider (Gesang und Gitarre), David Drewitz (Bass) und Marvin Lutterbüse (Schlagzeug). Schneider wird ab Oktober sogar an einer Musikschule in Hamburg sein Können verbessern.
Die Hülle der CD ist schön! Vorn auf dem Cover eine Kiste, auf welcher der Titel des Albums „Old Jack“ steht. Klappt man die CD auf, sind liebevoll die Songtexte geschrieben und allesamt mit kleinen Zeichnungen versehen: Einem Tramp, einem Koffer, einem Tausendfüßler und einer Laterne. Selbiges auf der Rückseite. Wirklich detailliert gemalt. Sehr schön!
Vier Songs haben es auf die EP geschafft. Der erste ist „Old Jack“. Hier kommen sehr schön die Bass-Saiten der Gitarre, der Bass selbst und das Schlagzeug zur Geltung. Ist ein eher dunkler Song, der von klarem und gut zu verstehendem Gesang unterstützt wird. Wer „Old Jack“ ist, dürfte jedem klar sein, es ist wohl eine handelsübliche Whiskeymarke gemeint. Zwischendurch kommt ein schönes instrumentales Stück, dass echten Pep hineinbringt. Schön auch das Klirren einer zerdepperten Flasche. Originelles Stück! Der sich anschließende „Travellers Song“ klingt schon richtig unternehmungslustig. Leicht-flockiger Rhythmus. Man bekommt richtig Lust, seinen Koffer zu packen. Ein Mit-Sing-Liedchen. Sowohl die Instrumente haben einen leichten Touch als auch der Gesang „la-ihii-ida-dadada I’m a travelling man...“ Der Tausendfüßler-Song, „Centipede“ - höre ich am Anfang Keyboard? Besungen wird eine kleine Tausendfüßler-Invasion. Soweit ich weiß, einmalig. Zwischendurch knarrzende Gitarren, Schlagzeug, zu dem nach und nach Gitarre und Bass hinzukommen. Sehr gekonnt gedudelt. Bei „Dark Yellow Light“ ernstere Töne, die klar machen, dass auch hinter den Künstlern der Welt die eigenen Dämonen her sind. Wie in einer Fall gefangen ist. Superschöne instrumentale Einlagen.
Die Scheibe ist empfehlenswert. Originell und unterstützt den talentierten Nachwuchs, den man in der Musikwelt so dringend braucht! Mit der EP werdet Ihr Euch nicht langweilen – allein die hübsche Hülle ist sein Geld wert. Hoffentlich hören wir von den BLUELINERS (merkt Euch den Namen!) noch mehr.
Anspieltipps: Vier Songs, die alle gut sind, die hört mal ganz an!
Fazit : Die EP kann man für 5,- € bei der Band bestellen. Das ist gut investiert. Ihr unterstützt wirklich gute Nachwuchsmusiker!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Old Jack 6:17
2.Travellers Song 3:52
3.Centipede 6:54
4.Dark Yellow Light 6:55
Mittwoch, 3. Oktober 2012
WE ARE WAVES - We Are Waves
Band: We Are Waves
Album: We Are Waves
Spielzeit: 16:89 min
Plattenfirma: Sounday Music
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.wearewaves.net
WE ARE WAVES sind eine Alternative-Rock-Band aus dem schönen Italien. Sie bestehen aus Mene (Bass), Frank (Schlagzeug), Viax (Gesang und Gitarre) und Cisa (Synthesizer).
Die Ansicht der EP, sprich das Cover, ist mit schwarzem Hintergrund und vorne in Blau gehalten. Diverse Ornamente, zwei Frauenköpfe, oben und unten das „Allsehende Auge“, mittig eine Weltkugel in Weiß.
Musikalisch ist eine Menge mit elektronischen Effekten unterlegt, wie die Band aber auch beabsichtigt hat. Die Stimme von Viax ist sehr gut für Rock und Hard Rock geeignet.
Als Erstes am Start ist „The Other Side Of Me“. Der Beginn ist klassisch Rock mit Gitarre und Schlagzeug und danach kommt Synthi-Unterstützung hinzu. Zwischendurch sehr melodisch. Bei „Deccan Plateau“ ein schöner Gesang mit musikalischer Unterstützung. Zwischendurch eben immer wieder elektronische Effekte. Irgendwann hört man auch mal ein dumpfes Bass-Knarrzen. Als drittes „To The Ocean“... Ein sehr langsamer Balladen-Beginn, fast Geflüster. Auch die Musik und der Folge-Gesang sind sehr ruhig und harmonisch. Wirkt wie „großes Kino“ als Ballade. Der vierte Song ist dann auch sehr ausgeglichen und harmonisch, „Gaining Ground“. Man kann es kaum beschreiben, aber eins scheint zum anderen gut zu passen. Sowohl die Gitarrenklänge, die zwischendurch mal sanfter ausfallen, dann und wann aber auch rocken als auch das Schlagzeug, das durchweg dem Rhythmus angepasst ist als auch die elektronischen Effekte.
Eine Scheibe, die in Ordnung ist. Man muss natürlich Gefallen an Elektro und softerer Musik finden. Kann man ganz gut nebenbei hören. Kein ausgefallenes Musikstück, aber durchweg okay.
Anspieltipps: Einfach mal in alle reinhören.
Fazit : In Ordnung. Mir persönlich ein wenig zuviel an Effekten und Synthis.
WERTUNG:
Trackliste:
1.The Other Side Of Me 4:12
2.Deccan Plateau 4:18
3.To The Ocean 4:29
4.Gaining Ground 4:39
Sandra
Album: We Are Waves
Spielzeit: 16:89 min
Plattenfirma: Sounday Music
Veröffentlichung: bereits veröffentlicht
Homepage: www.wearewaves.net
WE ARE WAVES sind eine Alternative-Rock-Band aus dem schönen Italien. Sie bestehen aus Mene (Bass), Frank (Schlagzeug), Viax (Gesang und Gitarre) und Cisa (Synthesizer).
Die Ansicht der EP, sprich das Cover, ist mit schwarzem Hintergrund und vorne in Blau gehalten. Diverse Ornamente, zwei Frauenköpfe, oben und unten das „Allsehende Auge“, mittig eine Weltkugel in Weiß.
Musikalisch ist eine Menge mit elektronischen Effekten unterlegt, wie die Band aber auch beabsichtigt hat. Die Stimme von Viax ist sehr gut für Rock und Hard Rock geeignet.
Als Erstes am Start ist „The Other Side Of Me“. Der Beginn ist klassisch Rock mit Gitarre und Schlagzeug und danach kommt Synthi-Unterstützung hinzu. Zwischendurch sehr melodisch. Bei „Deccan Plateau“ ein schöner Gesang mit musikalischer Unterstützung. Zwischendurch eben immer wieder elektronische Effekte. Irgendwann hört man auch mal ein dumpfes Bass-Knarrzen. Als drittes „To The Ocean“... Ein sehr langsamer Balladen-Beginn, fast Geflüster. Auch die Musik und der Folge-Gesang sind sehr ruhig und harmonisch. Wirkt wie „großes Kino“ als Ballade. Der vierte Song ist dann auch sehr ausgeglichen und harmonisch, „Gaining Ground“. Man kann es kaum beschreiben, aber eins scheint zum anderen gut zu passen. Sowohl die Gitarrenklänge, die zwischendurch mal sanfter ausfallen, dann und wann aber auch rocken als auch das Schlagzeug, das durchweg dem Rhythmus angepasst ist als auch die elektronischen Effekte.
Eine Scheibe, die in Ordnung ist. Man muss natürlich Gefallen an Elektro und softerer Musik finden. Kann man ganz gut nebenbei hören. Kein ausgefallenes Musikstück, aber durchweg okay.
Anspieltipps: Einfach mal in alle reinhören.
Fazit : In Ordnung. Mir persönlich ein wenig zuviel an Effekten und Synthis.
WERTUNG:
Trackliste:
1.The Other Side Of Me 4:12
2.Deccan Plateau 4:18
3.To The Ocean 4:29
4.Gaining Ground 4:39
Sandra
Montag, 1. Oktober 2012
DARE - Calm Before The Storm II
Band: Dare
Album: Calm Before The Storm II
Plattenfirma: Legend Records
Veröffentlichung: 08.10.2012
Homepage: www.dare-music.com
Was soll man über eine Band wie DARE noch schreiben? Was über einen Ausnahmekünstler wie Bandkopf Darren Wharton? Nachdem der erst 18-jährige Wharton bei THIN LIZZY als Keyboarder eingestiegen war, gründete er 1986 mit DARE seine eigene Band, wo er fortan auch als Sänger fungierte, und blieb dabei den irischen Einflüssen treu. Speziell mit ihren ersten beiden Alben „Out Of The Silence“ und „Blood From Stone“ eroberten sie die Herzen aller AOR- und Melodicrock Jünger, diese beiden Releases genießen auch heute noch einen Status in der Szene, der seinesgleichen sucht. Das nächste Album „Calm Before The Storm“ ließ bis 1998 auf sich warten – ganze sieben Jahre nach dem Überalbum „Blood From Stone“. Aber die musikalische Welt war nicht mehr die selbe. Dementsprechend hatte sich auch der Sound der Briten geändert. Zum Glück machte man nicht den Fehler, einem Trend zu folgen sondern ließ fast sämtliche Stromgitarren weg und verfeinerte den Sound mit vielen akustischen Klängen ohne aber das Songwriting großartig zu ändern. Ein DARE Song ist auch heute noch sofort zu erkennen, so auch auf dem neu aufgenommenen Album „Calm Before The Storm II“. 1998 bei MTM Music veröffentlicht, war die Band im Nachhinein mit dem Ergebnis nicht so zufrieden, um das Album für alle Zeiten so stehen zu lassen.
Deshalb gibt es jetzt die zweite Version mit komplett neu aufgenommenen Stücken sowie einer veränderten Trackliste. Der Song „Still In Love With You“ wurde komplett gestrichen, dafür gibt es mit „Precious“ und „Cold Wind Will Blow“ 2 bisher ungehörte Songs. Die Neuaufnahmen klingen frischer und haben einen kernigeren Sound, hier und da hat sich eine verzerrte Gitarre verirrt. Insgesamt ist das komplette Album runder geworden. Das Coverartwork wurde auch überarbeitet, jetzt ziert es eine nackte Dame (1998 war sie noch in Laken gehüllt), die abermals übers Wasser marschiert, und der Himmel ist etwas heller und freundlicher gestaltet, obwohl es doch noch viele Wolken gibt. Das passt wunderbar in den mit großen Schritten herannahenden Herbst - „Calm Before The Storm II“ ist ein perfektes Album für die kalte Jahreszeit, wie auch die vergangenen Platten von DARE. „Das ist das Album, das ich immer machen wollte“ sagt Darren Wharton selbst über diesen neuerlichen Release. Diese zufriedene Stimmung spürt man jeder Minute dieses Albums an, solche Songs können einfach nur aus der Feder dieses Herren stammen.
War schon die Ur-Fassung ein tolles Stück Musik, so konnten DARE noch etwas mehr aus den Stücken herauspressen und somit eine noch schönere Atmosphäre erzeugen. DARE sind einfach eine einzigartige Band und Darren Wharton ein herausragender Musiker und Songwriter. Ein Highlight – nicht nur zu Zeiten, wo die Tage kurz und die Nächte lang sind. tefa
WERTUNG:
Trackliste:
1.Walk On Water
2.Someday
3.Calm Before The Storm
4.Crown Of Thorns
5.Precious
6.Silence Of Your Head
7.Rescue Me
8.Ashes
9.Rising Sun
10.Cold Wind Will Blow
11.Deliverance
Stefan
Album: Calm Before The Storm II
Plattenfirma: Legend Records
Veröffentlichung: 08.10.2012
Homepage: www.dare-music.com
Was soll man über eine Band wie DARE noch schreiben? Was über einen Ausnahmekünstler wie Bandkopf Darren Wharton? Nachdem der erst 18-jährige Wharton bei THIN LIZZY als Keyboarder eingestiegen war, gründete er 1986 mit DARE seine eigene Band, wo er fortan auch als Sänger fungierte, und blieb dabei den irischen Einflüssen treu. Speziell mit ihren ersten beiden Alben „Out Of The Silence“ und „Blood From Stone“ eroberten sie die Herzen aller AOR- und Melodicrock Jünger, diese beiden Releases genießen auch heute noch einen Status in der Szene, der seinesgleichen sucht. Das nächste Album „Calm Before The Storm“ ließ bis 1998 auf sich warten – ganze sieben Jahre nach dem Überalbum „Blood From Stone“. Aber die musikalische Welt war nicht mehr die selbe. Dementsprechend hatte sich auch der Sound der Briten geändert. Zum Glück machte man nicht den Fehler, einem Trend zu folgen sondern ließ fast sämtliche Stromgitarren weg und verfeinerte den Sound mit vielen akustischen Klängen ohne aber das Songwriting großartig zu ändern. Ein DARE Song ist auch heute noch sofort zu erkennen, so auch auf dem neu aufgenommenen Album „Calm Before The Storm II“. 1998 bei MTM Music veröffentlicht, war die Band im Nachhinein mit dem Ergebnis nicht so zufrieden, um das Album für alle Zeiten so stehen zu lassen.
Deshalb gibt es jetzt die zweite Version mit komplett neu aufgenommenen Stücken sowie einer veränderten Trackliste. Der Song „Still In Love With You“ wurde komplett gestrichen, dafür gibt es mit „Precious“ und „Cold Wind Will Blow“ 2 bisher ungehörte Songs. Die Neuaufnahmen klingen frischer und haben einen kernigeren Sound, hier und da hat sich eine verzerrte Gitarre verirrt. Insgesamt ist das komplette Album runder geworden. Das Coverartwork wurde auch überarbeitet, jetzt ziert es eine nackte Dame (1998 war sie noch in Laken gehüllt), die abermals übers Wasser marschiert, und der Himmel ist etwas heller und freundlicher gestaltet, obwohl es doch noch viele Wolken gibt. Das passt wunderbar in den mit großen Schritten herannahenden Herbst - „Calm Before The Storm II“ ist ein perfektes Album für die kalte Jahreszeit, wie auch die vergangenen Platten von DARE. „Das ist das Album, das ich immer machen wollte“ sagt Darren Wharton selbst über diesen neuerlichen Release. Diese zufriedene Stimmung spürt man jeder Minute dieses Albums an, solche Songs können einfach nur aus der Feder dieses Herren stammen.
War schon die Ur-Fassung ein tolles Stück Musik, so konnten DARE noch etwas mehr aus den Stücken herauspressen und somit eine noch schönere Atmosphäre erzeugen. DARE sind einfach eine einzigartige Band und Darren Wharton ein herausragender Musiker und Songwriter. Ein Highlight – nicht nur zu Zeiten, wo die Tage kurz und die Nächte lang sind. tefa
WERTUNG:
Trackliste:
1.Walk On Water
2.Someday
3.Calm Before The Storm
4.Crown Of Thorns
5.Precious
6.Silence Of Your Head
7.Rescue Me
8.Ashes
9.Rising Sun
10.Cold Wind Will Blow
11.Deliverance
Stefan
DIEMONDS - The Bad Pack
Band: Diemonds
Album: The Bad Pack
Plattenfirma: Underground Operations
Veröffentlichung: 02.10.2012
Homepage: www.diemonds.net
Toronto scheint mittlerweile wieder ein heißes Rock´n Roll Pflaster zu sein, denn unter anderem kommen die DIEMONDS einfach so aus der Versenkung und hauen uns mit „The Bad Pack“ ein ungehobeltes, räudiges und trotzdem ungemein ansprechendes Pfund um die Lauscher. Gegründet hat sich die Band um Sängerin Priya Panda, Gitarrist C.C. Diemond, Gitarrist Daniel DeKay, Bassist Tommy Carvalho und Drummer Aiden Tranquada bereits 2006, aber an der Veröffentlichungsfront war bis auf eine EP mit dem Namen „In The Rough“ noch nicht viel geboten. Das soll sich jetzt mit dem offiziellen Debüt „The Bad Pack“ ändern.
Nach langen Tour-Phasen, die die Band u.a. zu Gigs mit SLASH, L.A. GUNS, MICHAEL MONROE, STEEL PANTHER, SEBASTIAN BACH oder FASTER PUSSYCAT sowie auf das sagenumwobene Rocklahoma Festival in Pryor geführt hat, ist der 10-Tracker, den Jon Drew produziert hat, nun in trockenen Tüchern.
„Take On The Night“ nennt sich der Opener. Ein Song, zu dem es auch ein cooles Video ganz im Stile des 70ger Streifens „The Warriors“ gibt. Hier geben sich die Kanadier melodisch und sleazy mit lässigen Riffs. Dass sie aber auch anders können beweisen die Herrschaften samt Dame bei „Loud´n Nasty“ oder dem Titeltrack. Dazwischen gibt es Eingängiges wie „Lil´ Miss“ oder „Mystery“ und mit dem flotten „Livin´ Tonight“ gibt es auch noch eine lockere Trinkerhymne, in dessen Video schon mal das ein oder andere Dosenbierchen gestochen wird.
„The Bad Pack“ ist die lange Wartezeit auf jeden Fall wert und wer die Kanadier bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte das schleunigst nachholen. 10 abwechslungsreiche Songs, die Einflüsse von Punk, Heavy Metal und einer kleinen Prise Sleaze vereinen und so ein ganz eigenes Gebräu zu Tage fördern, das auf den Namen DIEMONDS hört. Mein Lieblings-Female-Fronted-Album seit „Switchblade Serenades“ von SISTER SIN, und das war 2008!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Take On The Night
2.Lil´ Miss
3.Loud´n Nasty
4.Get The Fuck Outta Here
5.The Bad Pack
6.Overboard
7.Left For Dead
8.Livin´ Tonight
9.Trick Or Treat
10.Mystery
Stefan
Album: The Bad Pack
Plattenfirma: Underground Operations
Veröffentlichung: 02.10.2012
Homepage: www.diemonds.net
Toronto scheint mittlerweile wieder ein heißes Rock´n Roll Pflaster zu sein, denn unter anderem kommen die DIEMONDS einfach so aus der Versenkung und hauen uns mit „The Bad Pack“ ein ungehobeltes, räudiges und trotzdem ungemein ansprechendes Pfund um die Lauscher. Gegründet hat sich die Band um Sängerin Priya Panda, Gitarrist C.C. Diemond, Gitarrist Daniel DeKay, Bassist Tommy Carvalho und Drummer Aiden Tranquada bereits 2006, aber an der Veröffentlichungsfront war bis auf eine EP mit dem Namen „In The Rough“ noch nicht viel geboten. Das soll sich jetzt mit dem offiziellen Debüt „The Bad Pack“ ändern.
Nach langen Tour-Phasen, die die Band u.a. zu Gigs mit SLASH, L.A. GUNS, MICHAEL MONROE, STEEL PANTHER, SEBASTIAN BACH oder FASTER PUSSYCAT sowie auf das sagenumwobene Rocklahoma Festival in Pryor geführt hat, ist der 10-Tracker, den Jon Drew produziert hat, nun in trockenen Tüchern.
„Take On The Night“ nennt sich der Opener. Ein Song, zu dem es auch ein cooles Video ganz im Stile des 70ger Streifens „The Warriors“ gibt. Hier geben sich die Kanadier melodisch und sleazy mit lässigen Riffs. Dass sie aber auch anders können beweisen die Herrschaften samt Dame bei „Loud´n Nasty“ oder dem Titeltrack. Dazwischen gibt es Eingängiges wie „Lil´ Miss“ oder „Mystery“ und mit dem flotten „Livin´ Tonight“ gibt es auch noch eine lockere Trinkerhymne, in dessen Video schon mal das ein oder andere Dosenbierchen gestochen wird.
„The Bad Pack“ ist die lange Wartezeit auf jeden Fall wert und wer die Kanadier bisher noch nicht auf dem Schirm hatte, sollte das schleunigst nachholen. 10 abwechslungsreiche Songs, die Einflüsse von Punk, Heavy Metal und einer kleinen Prise Sleaze vereinen und so ein ganz eigenes Gebräu zu Tage fördern, das auf den Namen DIEMONDS hört. Mein Lieblings-Female-Fronted-Album seit „Switchblade Serenades“ von SISTER SIN, und das war 2008!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Take On The Night
2.Lil´ Miss
3.Loud´n Nasty
4.Get The Fuck Outta Here
5.The Bad Pack
6.Overboard
7.Left For Dead
8.Livin´ Tonight
9.Trick Or Treat
10.Mystery
Stefan
LOVEBITE - Lock´n Load
Band: Lovebite
Album: Lock´n Load
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 01.07.2012
Homepage: www.lovebiteofficial.com
Die NWOPBRRB (New Wave Of Promising British Rock´n Roll Bands) rollt unaufhörlich weiter. Heute haben wir einen heißen Vertreter aus der Sleaze und Glam Ecke für Euch. LOVEBITE aus Birmingham stellen mit „Lock´n Load“ ihre erste Langspielplatte vor, die irgendwo zwischen den ganzen 80ger Helden wie MÖTLEY CRÜE oder DANGER DANGER und neueren Gruppen wie DIRTY PENNY angesiedelt ist. Weitere Einflüsse beschreibt die Band selbst mit TYKETTO, FIREHOUSE oder STEELHEART. Klassischer Stoff also, der von Sänger und Rhythmusgitarrist Jonny Sparks, Lead Gitarrist Tryx, Bassist KC Valentine und Drummer Mikey Toye wohl bis in die kleinsten Adern des Körpers verinnerlicht wurde. Und so lebt „Lock´n Load“ auch vom Spirit längst vergangener Zeiten, die aber wohl die besten waren, die wir je erlebt haben.
Nach dem Intro „No Turning Back“ ertönt mit „Sin City“ ein ziemlich vielversprechender Einstieg. Wild und ungehobelt präsentieren sich die Jungs hier, der Sound ist etwas dumpf, aber voller Power. Shouter Jonny Sparks hat die perfekte Stimme für eine Band wie LOVEBITE, denn er erinnert ein bisschen an Steve Summers von PRETTY BOY FLOYD oder eben Binge Daniels von DIRTY PENNY – Poseralarm ist also angesagt. Auch bei Stücken wie „Breakin´ The Rules“, „Love, Hate“, „Can´t Fight Your Love“ oder „Lock´n Load“ schlägt jedes Poserherz höher. Aber auch Balladen wie „Hey Baby“ stehen im Programm. Daran versuchen sich viele oder praktisch alle Rockbands, gelingen will es nicht immer, aber im Falle von LOVEBITE gibt es sofort grünes Licht.
„Lock´n Load“ könnte auch Ende der 80ger entstanden sein, soviel steht fest. Damit gewinnt man zwar immer noch keinen Innovationspreis, aber die Songs sprühen vor Dreck und Fuck-You-Attitüde und haben ordentlich Dampf unterm Hintern. Insgesamt haben die vier Briten alles richtig gemacht, der ein oder andere Song klemmt noch ein bisschen und könnte einen Tick ausgereifteres Songwriting vertragen, aber unterm Strich gibt es kaum was zu meckern. Die Konkurrenz schläft nicht, ob es sich nun um eine junge Band oder um alte Haudegen handelt, LOVEBITE sind bestens gerüstet, um es allen zu zeigen.
WERTUNG:
Trackliste:
1.No Turning Back
2.Sin City
3.Breakin´ The Rules
4.Love, Hate
5.Hey Baby
6.Gonna Love You Anyway
7.Lock´n Load
8.Queen Of Hearts
9.Can´t Fight Your Love
10.Striptease
11.Mr. Lonely
12.Too Much Is Never Enough
Stefan
Album: Lock´n Load
Plattenfirma: Eigenvertrieb
Veröffentlichung: 01.07.2012
Homepage: www.lovebiteofficial.com
Die NWOPBRRB (New Wave Of Promising British Rock´n Roll Bands) rollt unaufhörlich weiter. Heute haben wir einen heißen Vertreter aus der Sleaze und Glam Ecke für Euch. LOVEBITE aus Birmingham stellen mit „Lock´n Load“ ihre erste Langspielplatte vor, die irgendwo zwischen den ganzen 80ger Helden wie MÖTLEY CRÜE oder DANGER DANGER und neueren Gruppen wie DIRTY PENNY angesiedelt ist. Weitere Einflüsse beschreibt die Band selbst mit TYKETTO, FIREHOUSE oder STEELHEART. Klassischer Stoff also, der von Sänger und Rhythmusgitarrist Jonny Sparks, Lead Gitarrist Tryx, Bassist KC Valentine und Drummer Mikey Toye wohl bis in die kleinsten Adern des Körpers verinnerlicht wurde. Und so lebt „Lock´n Load“ auch vom Spirit längst vergangener Zeiten, die aber wohl die besten waren, die wir je erlebt haben.
Nach dem Intro „No Turning Back“ ertönt mit „Sin City“ ein ziemlich vielversprechender Einstieg. Wild und ungehobelt präsentieren sich die Jungs hier, der Sound ist etwas dumpf, aber voller Power. Shouter Jonny Sparks hat die perfekte Stimme für eine Band wie LOVEBITE, denn er erinnert ein bisschen an Steve Summers von PRETTY BOY FLOYD oder eben Binge Daniels von DIRTY PENNY – Poseralarm ist also angesagt. Auch bei Stücken wie „Breakin´ The Rules“, „Love, Hate“, „Can´t Fight Your Love“ oder „Lock´n Load“ schlägt jedes Poserherz höher. Aber auch Balladen wie „Hey Baby“ stehen im Programm. Daran versuchen sich viele oder praktisch alle Rockbands, gelingen will es nicht immer, aber im Falle von LOVEBITE gibt es sofort grünes Licht.
„Lock´n Load“ könnte auch Ende der 80ger entstanden sein, soviel steht fest. Damit gewinnt man zwar immer noch keinen Innovationspreis, aber die Songs sprühen vor Dreck und Fuck-You-Attitüde und haben ordentlich Dampf unterm Hintern. Insgesamt haben die vier Briten alles richtig gemacht, der ein oder andere Song klemmt noch ein bisschen und könnte einen Tick ausgereifteres Songwriting vertragen, aber unterm Strich gibt es kaum was zu meckern. Die Konkurrenz schläft nicht, ob es sich nun um eine junge Band oder um alte Haudegen handelt, LOVEBITE sind bestens gerüstet, um es allen zu zeigen.
WERTUNG:
Trackliste:
1.No Turning Back
2.Sin City
3.Breakin´ The Rules
4.Love, Hate
5.Hey Baby
6.Gonna Love You Anyway
7.Lock´n Load
8.Queen Of Hearts
9.Can´t Fight Your Love
10.Striptease
11.Mr. Lonely
12.Too Much Is Never Enough
Stefan
BEVERLY KILLZ - Gasoline & Broken Hearts
Band: Beverly Killz
Album: Gasoline & Broken Hearts
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 02.07.2012
Homepage: www.beverlykillz.com
Italien hat sich in den letzten Jahren zum Glück von seinem Image gelöst, dass es dort nur Symphonic Metal Bands mit Geschwindigkeitswahn gibt. Schluß also mit dem Vorurteil, dass dort nur über Schwerter, Drachen und Schlachten gesungen wird, sobald jemand eine elektrische Gitarre einstöpselt. Speziell das deutsche Label Avenue Of Allies hat einige vielversprechende Künstler von dort unter Vertrag, aber auch die amerikanischen Sleaze-Spezialisten Perris Records haben sich jetzt die Band BEVERLY KILLZ gekrallt, die mit ihrem Debüt „Gasoline & Broken Hearts“ aufwartet. Seit 5 Jahren treibt die Band aus Mailand nun schon ihr Unwesen, neu im Business waren die Jungs aber nicht, denn BEVERLY KILLZ ist ein Zusammenschluß aus den auseinandergebrochenen Combos JASMINE GUN und MR. JACKFROST. Bereits 2010 wurde eine EP mit dem Namen „Straight From Underground“ aufgenommen. Der aktuelle Longplayer wurde in einer Garage aufgenommen und von Dennis Ward gemixt. Der Sound kann sich aber durchaus hören lassen.
BEVERLY KILLZ machen aber eigentlich keinen Sleaze oder Glam, sondern praktisch reinrassigen Hardrock amerikanischer Prägung und werfen nur hier und da ein paar Glam-Nuancen ins Soundbild. Hat man die Songs ein paar Mal gehört, hat man das Gefühl, sie schon ewig zu kennen – zumindest ging es mir so.
Allem voran bei „Baby You´re On Target“, mich lässt dieses Gefühl, den Song früher schon mal gehört zu haben einfach nicht los. Übrigens ein geiler Song mit einprägsamen Chorus und genügend Power unterm Hintern. Auch der Opener „Never Back Down“, „“Riding Alone“ oder „Livin´ & Lyin´“, das ziemlich an EDGUY erinnert haben Klasse. Ziemlich kommerziell geht es bei „Away From Anger“ zu, der Song könnte ohne Weiteres im Radio seinen Platz finden, und ich rede nicht nur von spezialisierten Webradios. Coole Nummer. Überhaupt überraschen die Italiener bei den meisten Stücken mit gutem Songwriting und es gibt keinen Song auf „Gasoline & Broken Hearts“, der schlecht wäre. Gut, das abschließende „What Is Love?“, eine Coverversion des 90´s Dance Hits, polarisiert etwas. Für meine Begriffe hätte man den weglassen können.
BEVERLY KILLZ haben ihre Musik nicht erfunden, platzieren sich aber irgendwo zwischen CRAZY LIXX, TYKETTO oder diversen anderen 80ger Hardrock-Helden recht gut. „Gasoline & Broken Hearts“ ist ein kurzweiliges Album geworden, das Spaß macht!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Never Back Down
2.Away From Anger
3.Baby You´re On Target
4.Dark Lady
5.Livin´ & Dyin´
6.Riding Alone
7.For Love
8.Power Of Your Sex
9.Sin City
10.In Sorrow
11.What Is Love?
Stefan
Album: Gasoline & Broken Hearts
Plattenfirma: Perris Records
Veröffentlichung: 02.07.2012
Homepage: www.beverlykillz.com
Italien hat sich in den letzten Jahren zum Glück von seinem Image gelöst, dass es dort nur Symphonic Metal Bands mit Geschwindigkeitswahn gibt. Schluß also mit dem Vorurteil, dass dort nur über Schwerter, Drachen und Schlachten gesungen wird, sobald jemand eine elektrische Gitarre einstöpselt. Speziell das deutsche Label Avenue Of Allies hat einige vielversprechende Künstler von dort unter Vertrag, aber auch die amerikanischen Sleaze-Spezialisten Perris Records haben sich jetzt die Band BEVERLY KILLZ gekrallt, die mit ihrem Debüt „Gasoline & Broken Hearts“ aufwartet. Seit 5 Jahren treibt die Band aus Mailand nun schon ihr Unwesen, neu im Business waren die Jungs aber nicht, denn BEVERLY KILLZ ist ein Zusammenschluß aus den auseinandergebrochenen Combos JASMINE GUN und MR. JACKFROST. Bereits 2010 wurde eine EP mit dem Namen „Straight From Underground“ aufgenommen. Der aktuelle Longplayer wurde in einer Garage aufgenommen und von Dennis Ward gemixt. Der Sound kann sich aber durchaus hören lassen.
BEVERLY KILLZ machen aber eigentlich keinen Sleaze oder Glam, sondern praktisch reinrassigen Hardrock amerikanischer Prägung und werfen nur hier und da ein paar Glam-Nuancen ins Soundbild. Hat man die Songs ein paar Mal gehört, hat man das Gefühl, sie schon ewig zu kennen – zumindest ging es mir so.
Allem voran bei „Baby You´re On Target“, mich lässt dieses Gefühl, den Song früher schon mal gehört zu haben einfach nicht los. Übrigens ein geiler Song mit einprägsamen Chorus und genügend Power unterm Hintern. Auch der Opener „Never Back Down“, „“Riding Alone“ oder „Livin´ & Lyin´“, das ziemlich an EDGUY erinnert haben Klasse. Ziemlich kommerziell geht es bei „Away From Anger“ zu, der Song könnte ohne Weiteres im Radio seinen Platz finden, und ich rede nicht nur von spezialisierten Webradios. Coole Nummer. Überhaupt überraschen die Italiener bei den meisten Stücken mit gutem Songwriting und es gibt keinen Song auf „Gasoline & Broken Hearts“, der schlecht wäre. Gut, das abschließende „What Is Love?“, eine Coverversion des 90´s Dance Hits, polarisiert etwas. Für meine Begriffe hätte man den weglassen können.
BEVERLY KILLZ haben ihre Musik nicht erfunden, platzieren sich aber irgendwo zwischen CRAZY LIXX, TYKETTO oder diversen anderen 80ger Hardrock-Helden recht gut. „Gasoline & Broken Hearts“ ist ein kurzweiliges Album geworden, das Spaß macht!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Never Back Down
2.Away From Anger
3.Baby You´re On Target
4.Dark Lady
5.Livin´ & Dyin´
6.Riding Alone
7.For Love
8.Power Of Your Sex
9.Sin City
10.In Sorrow
11.What Is Love?
Stefan
Donnerstag, 27. September 2012
PUNCHLINE - Superfly
Band: Punchline
Album: Superfly
Spielzeit: 39:54
min
Plattenfirma: Pure
Rock Records
Veröffentlichung:
28.09.2012
Homepage:
www.punchline.name
PUNCHLINE eine neue Alternative Rock Band aus Deutschland? Noch nie
gehört. Dieser Gedanke schoss mir als erstes durch den Kopf als ich die Promo
bekam. Ist ja aber auch kein Wunder, die Jungs sind bislang überhaupt nicht in
Erscheinung getreten und zimmerten die letzten Jahre still und heimlich das mir
nun vorliegende Debütalbum „Superfly“ zusammen.
Die Band besteht aber nicht nur aus Hinterhofmusiker, nein. Mit Thomas
Franke (Schlagzeug, Ex UDO) und Jörg Juraschek (Bass, Gesang, Ex WARRANT) hat
man zwei erfahrene Recken im Line Up. Komplettiert wird dieses durch Matthias
Zimmer (Gitarre).
Als Stilausrichtung gibt man uns die grobe Ansage, das man sich irgendwo
zwischen GREEN DAY und POLICE bewegt, das Ganze aber immer mit der nötigen Rotz
Rock Mentalität versehen. Na das klingt ja schon mal interessant.
Wie interessant das ist werden wir nun zusammen mit dem ersten richtigen
Track, dem Titeltrack „Superfly“ heraus finden. Zuvor erwartet uns nur ein
kleines Intro, welches uns atmosphärisch auf das Album einstimmen soll.
Zurück zu „Superfly“. Ein lockerer, rockiger Anfang wird bald von
eingängigen Melodien und dem gelungen Chorus abgelöst, so das die Nummer direkt
zündet und tierisch Spaß macht. Ein gelungener Opener!
In eine ähnliche Kerbe schlägt das folgende „Get Lost“ welches ähnliche
mitreißend wie der Titeltrack daher kommt, auch wenn hier der Chorus nicht ganz
so einprägsam ist, haben wir es hier mit einem klasse Rocksong zu tun, der
einfach auf die nächste Party gehört.
Richtig groovig wird es dann bei „Killing me“. Eine langsame Nummer, die
sich wieder, durch seinen Chorus und die Melodien in die Gehirnwindungen
einbrennt. Der Song dürfte gut beim Autofahren kommen.
Im Mittelteil können uns „Rack'N Ruin“ und „Mad Monday“ gut unterhalten,
auch wenn man es hier nicht ganz an die ersten starken Tracks heran schafft.
Auch im weiteren Verlauf können uns die Jungs noch mit „Fly Away“ und
dem Abschlusstrack „Would“ gelungene Nummern präsentieren.
So bleibt eigentlich abschließend der Eindruck das das Debütalbum doch
recht gelungen ist, auch wenn es natürlich noch Luft nach oben gibt.
Anspieltipps:
Zum antesten solltet ihr euch den Titeltrack “Superfly”,
“Get Lost , “Killing me” und “Mad Monday” reinziehen.
Fazit :
Hmm, PUNCHLINE sind schon recht mainstream ausgerichtet und
klingen teilweise so verdammt nach GREEN DAY, das es mir manchmal echt schwer
fällt die Jungs zu bewerten. Man versteht auf jeden Fall sein Handwerk und hat
auch gelungene Songs in Petto, aber von einer richtigen Mörderscheibe ist man
noch ein ganzes Stück entfernt!
Auch die Produktion hätte die ein oder andere Kante mehr gut
getan.
Trotzdem glaube ich das PUNCHLINE mit ihrem Debütalbum genug
Fans finden werden und die Platte nicht ganz untergehen wird.
Fans von Mainstream orientierten Rock sollten hier auf jeden
Fall mal ein Ohr riskieren.
WERTUNG:
Trackliste:
01. Intro
02. Superfly
03. Get Lost
04. Killing me
05. I''m running
06. Rack'n' Ruin
07. Mad Monday
08. Can't reply on it
09. Speak to me
10. Fly away
11. Never give up
12. Would
Julian
SIX MAGICS - Falling Angels
Band: Six Magics
Album: Falling
Angels
Spielzeit: 60:14 min
Plattenfirma:
Coroner Records
Veröffentlichung:
02.07.2012
Homepage:
www.sixmagics.com
Chile ist jetzt nicht gerade als das Metalexportland Nummer Eins
bekannt. Wenige Bands schaffen den internationalen Sprung. Eine Band die dies
definitiv geschafft hat und somit als Exoten gelten sind die Symphonic Metaller
von SIX MAGICS.
Ihr neues Album „Falling Angels“ ist zwar schon eine Weile auf dem
Markt, aber besser spät als nie, dachte ich mir als ich die Promo anfragte.
In ihrem Heimatland blickt die Band schon auf drei CD und eine DVD
Veröffentlichung zurück. In Europa wurde die Band das erste Mal mit ihrem 2010
veröffentlichten Album „Behind the Sorrow“ vorstellig.
Die neue Scheibe „Falling Angels“ ist auch der Einstand der neuen
Frontfrau Elizabeth Vazques die bislang als Managerin der Band tätig war. Tja
manchmal liegt das Glück vor der Haustür : - ).
Die weitere Bandzusammensetzung liest sich so, Erick Avila (Gitarre), Pablo
Ignacio Sepúlveda (Gitarre), Mauricio Nader (Bass) und Pablo Stagnaro
(Schlagzeug).
Die Band blickt auch schon auf ordentlich Liverfahrung zurück und teilte
sich schon die Bühne mit NIGHTWISH, BLIND GUARDIAN oder RHAPSODY OF FIRE.
In diesem Jahr wird man auf dem Metal Fest Chile auftreten, welches
eines der größten Festivals des Landes ist.
Dann schauen wir doch mal wie uns der erste Track „Another Name“ des
neuen Diskus so schmeckt. Absolut überragend ist hier auf jeden Fall der
Chorus, der sich tief in die Gehörgänge eingräbt. Aber auch die gesamte
Orchestration des Openers kann überzeugen, so das wir hier auf jeden Fall von
einem gelungenen Start sprechen können.
Als nächstes folgt
der Titeltrack „Fallen Angels“, der nochmal einen Ticken stärker und
eingängiger ist, als der Opener. Eine runde Sache die jedem Symphonic Metal Fan
gefallen sollte!
Richtig genial ist
auch das folgende „Rolled“, welches mehr Melodic als Symphonic Metal ist, und
somit gleich beim ersten Hören zündet.
Der Anfang ist also
schon mal richtig gut gelungenen, und auch im Mittelteil können uns die
Chilenen ordentlich unterhalten. „Do you Remember?“, „Sick & Tired“ und
„Icy Lips“ sind alles absolute Volltreffer und hören sich richtig gut an!
Wer jetzt aber
glaubt das war schon alles, täuscht sich gewaltig! Mit dem krachenden „Start
Another War“, dem emotinalen „Why“oder dem melodischen „How to Live“ hat man
noch ordentlich was in der Hinterhand und weiß somit über die gesamte Spielzeit
der Platte zu überzeugen.
Anspieltipps:
Hier kann ich euch nur das gesamte Album empfehlen, die
Platte ist von vorne bis hinten absolut gelungen.
Fazit :
Auf die SIX MAGICS bin ich nur durch Zufall gestoßen.
Schnell war mir aber klar, das ich hier ein klasse Band vor mir habe und kurz
entschlossen orderte ich mir die Promo des neuen Albums. Was soll ich sagen,
die Scheibe hat mich von hinten bis vorne überzeugt und ich denke Symphonic
Metal Fans mit einem Faible für weiblichen Gesang werden mir da absolut
zustimmen.
Die volle Punktzahl vergebe ich hier nur noch nicht, weil
ich denke das sich die Truppe beim nächsten Album bestimmt noch steigern wird
und mir das Album einen Ticken zu lang ist.
Manchmal ist weniger, halt doch mehr, an den genialen Songs
ändert das natürlich nichts!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Another Name
02. Falling Angels
03. Rolled
04. Dreamer
05. Do you Remember?
06. Sick & Tired
07. Icy Lips
08. Start Another War
09. Suicide
10. Why
11. Binsfeld
12. How to Live
13. I Know
Julian
HOLLOW HAZE - Poison in Black
Band: Hollow Haze
Album: Poison in
Black
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma:
Bakerteam Records
Veröffentlichung:
25.09.2012
Homepage:
www.hollowhaze.com
Mit „Poison in Black“ steht uns dieser Tage das vierte Album der
Italiener HOLLOW HAZE ins Haus. Ich hatte bisher von der Band nicht viel
gehört, naja das wird sich ja jetzt mal ändern, wieder ein weißer Fleck auf der
musikalischen Landkarte weniger.
HOLLOW HAZE spielen laut eigener Angaben, wie so viele italienische
Bands, Symphonic Metal. Das neue Album soll aber wohl das härteste der
Bandgeschichte sein.
Kraftvolle Gitarren, einprägsame Melodien, eine packende Atmosphäre und
eine bombastische Orchestration. Das sollen die Merkmale dieser neuen Langrille
sein. Naja warten wir es mal ab, das haben schon sehr viele Bands versprochen.
Ansonsten gibt es nicht viel mehr an Infos über die Bands, das
Promosheet ist doch sehr dürftig.
Erwähnenswert ist vielleicht noch, das man mit „Headless Cross“ eine
BLACK SABATH Cover Version auf der Scheibe hat, zu der es auch einen Videoclip
im Netz zu bestaunen gibt.
Aber dazu später mehr, widmen wir uns jetzt erstmal dem Introtrack „Rise
Above“. Dieser erzeugt schon mal gut Stimmung und bereitet uns auf das was da
kommen mag gut vor.
Denn der erste richtige Track „Tears of Pain“ kommt mit ordentlich Dampf
und Durchschlagskraft daher. Die Gesangsstimme hat auch ordentlich Eier und die
kraftvollen Riffs tun ihr übriges damit der Song gleich im Gedächtnis bleibt.
Da hier auch der Chorus perfekt passt und schön melodisch ist, können
wir hier gleich von einem Volltreffer sprechen.
Das folgende „Never
turn Back“ ist eine ganze Ecke langsamer ausgefallen, aber den notwendigen
Druck hat die Nummer trotzdem. Beeindruckend ist hier auch wieder der klasse
Chorus der sich ebenfalls in die Gehörgänge schraubt. Klasse Nummer!
„Haunting the
Sinner“ ist auch ganz nett gemacht und läuft gut rein, im Vergleich zu den
bärenstarken Vorgängern fällt es aber ein wenig ab, auch wenn der Chorus hier
wieder allererste Sahne ist. Trotzdem noch ein absolut gelungener Track.
Über den Mittelteil
helfen uns die Songs „Hit in Time“ und „Pray for you“ gut hinweg, denn die
restlichen Songs rauschen irgendwie komplett an mir vorbei und lassen mich
etwas sprachlos, aufgrund des Qualitätsverlustes, zurück.
Auch im letzten
Teil der Platte, finden HOLLOW HAZE nicht mehr zu ihrer Anfangsstärke zurück.
Einigermaßen empfehlenswert sind hier noch „Voodoo Rites“ und das Cover
„Headless Cross“.
Anspieltipps:
Unbedingt antesten solltet ihr auf jeden Fall “Tears of
Pain”, “Never turn Back”, “Haunting the Sinner”, “Pray for you” sowie “Voodoo
Rites”.
Fazit :
Bei den ersten Klängen der neuen Scheibe von HOLLOW HAZE
musste ich erstmal richtig aufhorchen! Die ersten Nummern sind wirklich
bärenstark geraten und kommen richtig fett durch die Boxen. Danach scheint es
aber etwas, als hätten die Jungs ihr Pulver schon verschossen. Denn der
Mittelteil kann nicht wirklich überzeugen und wirkt etwas blutleer.
Der letzte Abschnitt der Platte kann zwar wieder etwas
besser überzeugen, aber so ganz finden die Jungs nicht mehr zu ihrer
Anfangsform zurück.
Schade, schade hier wäre eindeutig mehr drin gewesen!
WERTUNG:
Trackliste:
01. Rise Above (Intro)
02. Tears of Pain
03. Never turn Back
04. Haunting the Sinner
05. Lords of World
06. Hit in Time
07. Chained
08. Pray for you
09. Remorse
10. Voodoo Rites
11. Snowblind
12.
Headless Cross
Julian
Mittwoch, 26. September 2012
THY MAJESTIE - ShiHuangDi
Band: Thy Majestie
Album: ShiHuangDi
Spielzeit: ?? min
Plattenfirma: Scarlet Records
Veröffentlichung: 25.09.2012
Homepage: www.thymajestie.com
Nachdem, im letzten Monat,
veröffentlichten neuen HOLY KNIGHTS Album kommt die Hauptband
einiger HOLY KNIGHTS Bandmitglieder an die Reihe. THY MAJESTIE sind
mit ihrem neuen, lang erwarteten, fünften Album „ShiHuangDi“
zurück.
Das Album ist das erste Lebenszeichen
der Band seit ihrem letzten Album „Dawn“ 2009. Geboten werden
soll uns hier erneut ein Konzeptalbum über den ersten Kaiser von
China. Alles natürlich im feinsten Epischen Power Metal Gewand,
eigentlich ähnlich den HOLY KNIGHTS. Das Album ist also eine
Rückkehr zu den ersten Alben der Band „The Lasting Power“ (2000)
und „Hastings 1066“ (2002).
Als Gastmusiker konnte man Sänger
Fabio Lione (RHAPSODY OF FIRE, VISIONS DIVINE) gewinnen.
Viel mehr Infos habe ich auf dem
beiliegenden Promozettel nicht gefunden, wenden wir uns also gleich
dem ersten Track „Zhoonguo“ zu. Ein atmosphärisches Intro
erwartet uns hier, welches nur auf den ersten richtigen Track „Seven
Reigns“ einstimmen soll. Dieser legt dann auch ordentlich
symphonisch los. Bei aller Symphonic vergessen die Italiener aber
auch die Melodic nicht, was beim Chorus ganz klar hervorsticht. Ein
absolut gelungener Opener, der definitiv Lust auf mehr macht!
Dieses mehr wird dann auch gleich mit
der nächsten Bombast Symphonic Nummer „Harbinger of a new Dawn“
befriedigt. Hier ist zwar der Melodic Faktor nicht mehr so hoch, aber
als Gesamtes geht die Nummer doch in Ordnung. Ein ordentliches Pfund
Bombast halt.
„Siblings of Titan“ gefällt mir da
schon wieder ein ganzes Stück besser! Hier stimmt wieder die
Mischung aus Bombast und Melodic. Gerade mit dem Chorus entwickelt
sich die Nummer zu einem absolute Ohrwurm.
Danach folgen dann mit „Walls of the
Emperor“ und „Under the same Sky“ wieder zwei etwas mehr
symphonische Nummern, die sich aber wunderbar in das Gesamtbild
einreihen.
Die Ballade „Farewell“ gefällt mir
dann nicht so gut. Da habe ich definitiv schon bessere Symphonic
Metal Balladen gehört.
Der letzte Abschnitt wartet dann auch
noch mit guten Songs auf. „Ephemeral“ und „End of the Days“
sind hier ganz klar die hervorstechendsten Nummern, die die gesamte
Platte gekonnt und gut abrunden.
Anspieltipps:
Die Nummern die ihr auf
jeden Fall mal genauer antesten solltet, sind “Seven Reigns”,
“Siblings of Titan”, “Under the same Sky”, “Ephemeral”
und “End of Days”.
Fazit :
Eins kann man auf jeden
Fall schon mal festhalten. Die Stammband THY MAJESTIE ist auf jeden
Fall wesentlich besser und reifer als der Ableger HOLY KNIGHTS. Warum
dann dieser Ableger überhaupt sein muss, das wissen wahrscheinlich
nur die Musiker selbst.
Wie auch immer, das neue
Album “ShiHuangDi” kann sich auf jeden Fall sehen und hören
lassen und bietet Symphonic Metal Fans auf jeden Fall das was sie
wollen.
Ich denke Fans des Genres
wie auch Melodic Fans kommen hier gleichermaßen auf ihre Kosten und
machen mit dem Erwerb der Scheibe nicht viel falsch.
Eine solide Leistung der
italienischen Symphonic Metaller THY MAJESTIE!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Zhoonguo
02.
Seven Reigns
03.
Harbinger of a new Dawn
04.
Siblings of Titan
05.
Walls of the Emperor
06.
Under the same Sky
07.
Farewell
08.
Huanghun
09.
Ephemeral
10.
End of the Days
11.
Requiem
Julian
EVERSHINE - Renewal
Band: Evershine
Album: Renewal
Spielzeit: 49:05 min
Plattenfirma: Bakerteam Records
Veröffentlichung: 25.09.2012
Homepage: www.myspace.com/evershine
Es gibt mal wieder etwas Neues aus
Italien zu vermelden! Nein Silvio Berlusconi tritt nicht mal wieder
mit irgendeiner Eskapade in Erscheinung, es gibt eine neue Symphonic
Metalkapelle namens EVERSHINE, die ihr Debütalbum „Renewal“
dieser Tage über das italienische Label Bakerteam Records unter die
Leute bringt.
2001 wurden EVERSHINE ins Leben gerufen
und orientieren sich vom Einfluss her an ihren Idolen RHAPSODY OF
FIRE oder STRATOVARIUS.
Ihr Spiel beinhaltet aber auch viele
unterschiedliche Einflüsse wie z.B. A.O.R oder auch Progressive
Metal Elemente. Den Hauptaugenmerk richten die Jungs aber auch auf
eine gute instrumental Dichte, ganz im Stile des guten alten
Symphonic Metals.
Na dann können wir ja mal gespannt
sein, was uns auf ihrem Debütalbum für ein wilder Mix erwartet.
Mich haben sie auf jeden Fall schon mal neugierig gemacht.
Starten wir also gleich mal mit dem
Bandtrack „Evershine“ in die Platte.
Und hier legen die Jungs gleich mal los
wie die Feuerwehr! Mit ordentlich Keyboardklängen gewürzt bricht
gleich die komplette Soundwand auf uns nieder. Ein Ohrwurmchorus
gehört genauso zur Nummer wie klasse Melodien. Ein Einstand nach Maß
und ein absoluter Mördertrack!
In die gleiche Riege fällt dann auch
das folgende „Angel/Killer“. Wieder so ein Ohrwumchorus und
perfekt arrangierte Melodien. Da jubelt das Melodic Metal Herz
richtig!
Apropos Melodic Metal, den erkenne ich
hier auch sehr gut, wir haben es hier also nicht nur mit einer der
vielen typischen Symphonic Metalkapellen zu tun, die Jungs liegen
irgendwo in der Schnittmenge zwischen Symphonic und Melodic Power
Metal.
Das beweisen sie auch bei den
anschließenden Tracks „Run“ und „Demon's Ride“.
Erstere tendiert eher in die
symphonische Ecke, letztere ist aber ganz klar in der Melodic Power
Metal Ecke zu suchen. Hier regieren DoubleBassDrum Parts und
melodisches Riffgewitter. Beides sehr gute Nummern, die aber nicht
ganz mit den ersten beiden Tracks mithalten können.
Und weiter geht es mit den
Ohrwurmtracks mit „The Storm“. Eine Melodic Metal Nummer erster
Sahne! Feine Melodien, gefühlvoller Gesang und Tempowechsel. Alles
drin was das Melodic Metal Herz begehrt.
Die Platte hat leider nur 9 Songs,
deswegen sind wir jetzt schon im letzten Teil der Scheibe angekommen.
Hier erwarten uns aber auch noch starke Tracks. Denn mit „Here we
come“, Faith and Dreams“ und „Where Heroes lie“ lassen die
Jungs keinen Deut nach und schließen perfekt an die ersten
Mördernummern an.
Anspieltipps:
Hier kann ich euch auf
jeden Fall “Evershine”, “Angel/Killer”, “Run”, “The
Storm” und “Here we come” wärmstens ans Herz legen.
Fazit :
Ich hatte nicht viel
erwartet als ich das Debütalbum von EVERSHINE startet, was ich aber
dann geboten bekommen habe, hat mich ziemlich beeindruckt. Power
Melodic Metal gewürzt mit Symphonischen Elementen umschmeicheln mein
Ohr und lassen mich einfach mitgehen!
Natürlich hat man das
Ganze ähnlich schon mal alles irgendwo gehört, innovativ ist das
nicht, aber darauf kommt es ja nicht immer an, nicht war?
Ich wurde über die
gesamte Spielzeit gut unterhalten und bin schon sehr gespannt auf die
nächsten Werke der Band!
Ganz klare Kaufempfehlung
für Melodic Metal Freaks meinerseits und ich hoffe das ihr dieser
Band die Unterstützung gebt, die sie verdient hat!
WERTUNG:
Trackliste:
01.
Evershine
02.
Angel/Killer
03.
Run
04.
Demon's Ride
05.
The Storm
06.
A Chance to be free
07.
Here we come
08.
Faith and Dreams
09.
Where Heroes Lie
Julian
AT THE SKYLINES - Secrets Of Life
Band: At The Skylines
Album: Secrets To Life
Spielzeit: 39:79 min
Plattenfirma: Roadrunner
Veröffentlichung: 31.08.2012
Homepage: www.attheskylines.com
Diese Band, dieses Sextett, kommt aus dem sonnigen Kalifornien. Sie bestehen aus Chris Shelley (Gesang), Mark Barela (Gesang), Shawn Yates (Gitarre), Billy Barber (Gitarre), Lucas Canziani (Bass) und David Angle (Schlagzeug). Chris Shelley ist in einer musikalischen Familie groß geworden, entsprechend ist er auch zur Rockmusik erzogen worden. Aufgenommen wurde das Album übrigens in Schweden und nicht in dem Land, in dem man 360 Tage Sonne im Jahr hat...
Auf dem Cover sind einige Hochhäuser zu sehen sowie ein Mensch und interessanterweise ein weißes Dreieck über all dem, das nicht so recht hineinzupassen vermag. Passend, denn musikalisch ist einiges an Stilelementen zusammengerührt worden.
Der erste Song, „Shady Dreaming“, stellte mich vor die Frage, ob ich meinen Player richtig angestellt habe oder ob noch im Hintergrund eine andere Musik läuft. Denn es ging mit rauer Grölstimme los und unvermittelt legte sich darüber eine normal singende Stimme und auch die Musik klang wesentlich freundlicher. Als bei „It’s Cherried“ dasselbe begann – Gröhlen, hektisches Gesangs-Gerase und dann eine normale Singstimme, alles unterlegt mit dunklen Bass-, Gitarren- und Schlagzeugklängen, stürmte ich nicht mehr entsetzt zur Anlage. Bei „143 Princess“ beginnt man mit ganz leichtem Bottleneck. Der Rest ist der übliche Mischmasch aus Gesang und Gröhlen, dazu hektische Trommelei. Bei „Hush“ liefern sich die beiden Sänger, Chris Shelley und Mark Barela ein regelrechtes Feuer-Duell aus ihren Gesängen. Der siebte Song, logischerweise „Chapter 7“ genannt, beginnt mit zwei schreienden und brüllenden Sängern, die keine Worte bilden. Hier scheint mit Stimmverzerrern gearbeitet zu werden. „The Amazing Atom“ ist wieder im üblichen Stil – Gröhlen und Gesang. In dem Sinne gehen auch die restlichen Musikstücke weiter. Keine großen Überraschungen mehr. Hat man das erste Lied der Scheibe gehört, weiß man, worauf man sich einlässt.
Mein Geschmack ist es nicht. Wer es progressiv mag, der ist mit der Scheibe sicher gut aufgehoben. Es ist ein Wust aus Musik und Stimmen-Duellen. Auf jeden Fall aber ist die Band experimentierfreudig und offen für Neues. Da muss man würdigen.
Anspieltipps: “Shady Dreaming”, “The Amazing Atom”
Fazit : Mein Geschmack ist es nicht, aber natürlich können die Musiker ihre Instrumente spielen und haben einfach ihren Stil.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Shady Dreaming 3 :37
2.It’s Cherried 3 :49
3.143 Princess 3:13
4.Let’s Burn This 3:05
5.Hush 3:58
6.Turbulence 3:28
7.Chapter 7 3:50
8.The Amazing Atom 3 :31
9.Clear Eyes, Full Hearts 2:49
10. White Wale 4:02
11. Try Harder 3:18
12. Forgiveness 3:39
Sandra
Album: Secrets To Life
Spielzeit: 39:79 min
Plattenfirma: Roadrunner
Veröffentlichung: 31.08.2012
Homepage: www.attheskylines.com
Diese Band, dieses Sextett, kommt aus dem sonnigen Kalifornien. Sie bestehen aus Chris Shelley (Gesang), Mark Barela (Gesang), Shawn Yates (Gitarre), Billy Barber (Gitarre), Lucas Canziani (Bass) und David Angle (Schlagzeug). Chris Shelley ist in einer musikalischen Familie groß geworden, entsprechend ist er auch zur Rockmusik erzogen worden. Aufgenommen wurde das Album übrigens in Schweden und nicht in dem Land, in dem man 360 Tage Sonne im Jahr hat...
Auf dem Cover sind einige Hochhäuser zu sehen sowie ein Mensch und interessanterweise ein weißes Dreieck über all dem, das nicht so recht hineinzupassen vermag. Passend, denn musikalisch ist einiges an Stilelementen zusammengerührt worden.
Der erste Song, „Shady Dreaming“, stellte mich vor die Frage, ob ich meinen Player richtig angestellt habe oder ob noch im Hintergrund eine andere Musik läuft. Denn es ging mit rauer Grölstimme los und unvermittelt legte sich darüber eine normal singende Stimme und auch die Musik klang wesentlich freundlicher. Als bei „It’s Cherried“ dasselbe begann – Gröhlen, hektisches Gesangs-Gerase und dann eine normale Singstimme, alles unterlegt mit dunklen Bass-, Gitarren- und Schlagzeugklängen, stürmte ich nicht mehr entsetzt zur Anlage. Bei „143 Princess“ beginnt man mit ganz leichtem Bottleneck. Der Rest ist der übliche Mischmasch aus Gesang und Gröhlen, dazu hektische Trommelei. Bei „Hush“ liefern sich die beiden Sänger, Chris Shelley und Mark Barela ein regelrechtes Feuer-Duell aus ihren Gesängen. Der siebte Song, logischerweise „Chapter 7“ genannt, beginnt mit zwei schreienden und brüllenden Sängern, die keine Worte bilden. Hier scheint mit Stimmverzerrern gearbeitet zu werden. „The Amazing Atom“ ist wieder im üblichen Stil – Gröhlen und Gesang. In dem Sinne gehen auch die restlichen Musikstücke weiter. Keine großen Überraschungen mehr. Hat man das erste Lied der Scheibe gehört, weiß man, worauf man sich einlässt.
Mein Geschmack ist es nicht. Wer es progressiv mag, der ist mit der Scheibe sicher gut aufgehoben. Es ist ein Wust aus Musik und Stimmen-Duellen. Auf jeden Fall aber ist die Band experimentierfreudig und offen für Neues. Da muss man würdigen.
Anspieltipps: “Shady Dreaming”, “The Amazing Atom”
Fazit : Mein Geschmack ist es nicht, aber natürlich können die Musiker ihre Instrumente spielen und haben einfach ihren Stil.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Shady Dreaming 3 :37
2.It’s Cherried 3 :49
3.143 Princess 3:13
4.Let’s Burn This 3:05
5.Hush 3:58
6.Turbulence 3:28
7.Chapter 7 3:50
8.The Amazing Atom 3 :31
9.Clear Eyes, Full Hearts 2:49
10. White Wale 4:02
11. Try Harder 3:18
12. Forgiveness 3:39
Sandra
LOCH VOSTOK - V: The Doctrine Decoded
Band: Loch Vostoc
Album: V: The Doctrine Decoded
Spielzeit: 56:13 min
Plattenfirma: Vicisolum Productions
Veröffentlichung: 04.10.2012
Homepage: www.lochvostok.com
LOCH VOSTOC kommen aus den nordischen Gefilden, sprich: aus Schweden. Ihr Debüt-Album haben sie 2006 veröffentlicht. Die Band, die bereits eine Menge Festival-Erfahrung hat, besteht aus den folgenden Mitgliedern: Teddy Möller (Gesang und Gitarre), Jimmy Mattson (Bass), Niklas Kupper (Gitarre), Fredrik Klingwall (Keyboard) und Lawrence Dinamarca (Schlagzeug).
Ein Cover, bestehend aus rotem Hintergrund, vorn ein großes schwarzes V und eine Art weißes Segel mit dem restlichen Albentitel darin. Mit ein wenig Phantasie könnte man die rote Masse für ein Gewässer halten.
Die Band ist etwas zwischen Black und Trash, eine Menge Growls, manchmal erschreckt man, dass doch noch richtig gesungen wird. Die Instrumente passen zur Musik. Vielleicht ist die Musik so progressiv, dass ich schon zu alt dafür bin.
Beim ersten Song, „Seeker“, dachte ich kurz, Möller kotzt tatsächlich ins Mikro hinein – aber es war nur ein sehr grooowliger Growl. „Syndrome Of Self“ hat mich beinahe erschreckt, es kam eine richtige Singstimme zeitweise durch! Gut, dann growlte es wieder ordentlich. Allerdings ganz witzig, soviel Clichée ist es. In der Art geht es aber bei den Folgesongs weiter („Citizen Cain“, „Twilight Of The Dogs“, „Inflict Chaos“ und „Regicide“). Zwischendurch Singstimme, dann wieder Growls. Und die normale Singstimme klingt wirklich nicht schlecht! Die Growls sind wirklich so übertrieben, dass ich an manchen Stellen glaube, LOCH VOSTOC nehmen sich selbst ein wenig auf den Arm! Bei „Ravenous“ vermeine ich sogar etwas Keybord zu hören, was bisher unterging, obwohl ja Keyboarder Klingwall an Bord ist.
Die Scheibe ist recht witzig. Wer das Ganze nicht bierernst nimmt, den springt der Humor an. Es ist einfach übertrieben hart.
Anspieltipps: „Seeker“, „Syndrome Of Self“, Ravenous“
Fazit : Mir wäre mein Geld, ehrlich gesagt, schon zu schade, daher kann ich nicht wirklich den Kauf empfehlen. Ist eben eine lustige Scheibe, für Hörer, die die ganz Harten nicht ganz ernst nehmen.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Seeker 5:33
2.A Tale of Two Kings 5:07
3.Syndrome of Self 4:28
4.Citizen Cain 5:47
5.Twilight of the Dogs 6:02
6.Inflict Chaos 4:36
7.Regicide 3:50
8.Claim the Throne 4:34
9.Ravenous 4:26
10.Common Ground 4:36
11.Beyond the Obvious 7:14
Sandra
Album: V: The Doctrine Decoded
Spielzeit: 56:13 min
Plattenfirma: Vicisolum Productions
Veröffentlichung: 04.10.2012
Homepage: www.lochvostok.com
LOCH VOSTOC kommen aus den nordischen Gefilden, sprich: aus Schweden. Ihr Debüt-Album haben sie 2006 veröffentlicht. Die Band, die bereits eine Menge Festival-Erfahrung hat, besteht aus den folgenden Mitgliedern: Teddy Möller (Gesang und Gitarre), Jimmy Mattson (Bass), Niklas Kupper (Gitarre), Fredrik Klingwall (Keyboard) und Lawrence Dinamarca (Schlagzeug).
Ein Cover, bestehend aus rotem Hintergrund, vorn ein großes schwarzes V und eine Art weißes Segel mit dem restlichen Albentitel darin. Mit ein wenig Phantasie könnte man die rote Masse für ein Gewässer halten.
Die Band ist etwas zwischen Black und Trash, eine Menge Growls, manchmal erschreckt man, dass doch noch richtig gesungen wird. Die Instrumente passen zur Musik. Vielleicht ist die Musik so progressiv, dass ich schon zu alt dafür bin.
Beim ersten Song, „Seeker“, dachte ich kurz, Möller kotzt tatsächlich ins Mikro hinein – aber es war nur ein sehr grooowliger Growl. „Syndrome Of Self“ hat mich beinahe erschreckt, es kam eine richtige Singstimme zeitweise durch! Gut, dann growlte es wieder ordentlich. Allerdings ganz witzig, soviel Clichée ist es. In der Art geht es aber bei den Folgesongs weiter („Citizen Cain“, „Twilight Of The Dogs“, „Inflict Chaos“ und „Regicide“). Zwischendurch Singstimme, dann wieder Growls. Und die normale Singstimme klingt wirklich nicht schlecht! Die Growls sind wirklich so übertrieben, dass ich an manchen Stellen glaube, LOCH VOSTOC nehmen sich selbst ein wenig auf den Arm! Bei „Ravenous“ vermeine ich sogar etwas Keybord zu hören, was bisher unterging, obwohl ja Keyboarder Klingwall an Bord ist.
Die Scheibe ist recht witzig. Wer das Ganze nicht bierernst nimmt, den springt der Humor an. Es ist einfach übertrieben hart.
Anspieltipps: „Seeker“, „Syndrome Of Self“, Ravenous“
Fazit : Mir wäre mein Geld, ehrlich gesagt, schon zu schade, daher kann ich nicht wirklich den Kauf empfehlen. Ist eben eine lustige Scheibe, für Hörer, die die ganz Harten nicht ganz ernst nehmen.
WERTUNG:
Trackliste:
1.Seeker 5:33
2.A Tale of Two Kings 5:07
3.Syndrome of Self 4:28
4.Citizen Cain 5:47
5.Twilight of the Dogs 6:02
6.Inflict Chaos 4:36
7.Regicide 3:50
8.Claim the Throne 4:34
9.Ravenous 4:26
10.Common Ground 4:36
11.Beyond the Obvious 7:14
Sandra
Montag, 24. September 2012
BULLET - Full Pull
Band: Bullet
Album: Full Pull
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 14.09.2012
Homepage: www.bullet.nu
Warum müssen es immer die alten Recken sein, von denen man Großes erwartet, nur um dann doch meist enttäuscht zu werden? Seit nunmehr 11 Jahren lärmen die Jungs um den charismatischen Frontmann Hell Hofer nun schon herum und haben bisher neben einem Demo („Heavy Metal Highway“ 2002) und einer EP („Speeding In The Night“ 2003) drei Langspieler auf den Weg gebracht. Neu ist die Band aus dem schwedischen Växjö also nicht mehr, aber sie haben sich von Platte zu Platte gesteigert, auch wenn man nicht behaupten könnte, dass BULLET je eine schlechte Scheibe vom Stapel gelassen hätten. Nun hat man in Nuclear Blast auch einen äußerst starken Partner im Rücken, denn Album Nummer vier erscheint beim bedeutensten Independent Label in Sachen Heavy Metal. Damit geht auch ein großer Traum für den Fünfer aus Schweden in Erfüllung.
Auf „Full Pull“ wird also alles anders? Einiges schon, denn erstmals hat man das Zepter im Studio teilweise aus der Hand gegeben, denn mit Fred Estby und Nicke Andersson sind zwei sehr versierte Leute für die Produktion verantwortlich. Zum Glück sind Hell Hofer (v.), Hampus Klang (g.), Erik Almström (g.), Adam Hector (b.) und Gustav Hjortsjö (d.) aber im Prinzip ihrem musikalischen Grundrezept treu geblieben. Aber gewisse Änderungen gibt es auf „Full Pull“ schon, denn so volle Pulle walzt BULLET nicht mehr alles nieder. Zwar haben sich die beiden größten Gewichte im Sound der Schweden - AC/DC und ACCEPT - schon immer von Song zu Song etwas verschoben, aber dieses Mal geht die Band so vielseitig zu Werke, dass man schon mal mit offener Futterluke da sitzt.
Im alten Fahrwasser präsentiert sich aber der Opener „Midnight Oil“, der lässig in alter AC/DC-Manier daherkommt. Aber eben noch etwas lässiger als sonst. Das krasse Gegenteil ist beim Titelsond der Fall, hier macht die Band keine Gefangenen, „Full Pull“ gibt Gas bis aufs Bodenblech. Und mit dem über 6 Minuten langen „Rolling Home“ bringen die Herren sogar ein Piano ins Spiel. Also sollten alle Nörgler Ruhe geben, die einer Band wie BULLET immer nachsagen, einer purer Abklatsch der schon erwähnten Vorbilder zu sein. Aber natürlich gibt es auch genügend „klassisches“ wie „High On The Hog“ oder „Running Away“. Der Abschluß in Form von „Warriors“ ist abermals nicht nach Schema F, sondern auch hier kann man Akzente setzen.
Kann man „Full Pull“ nun als große Überraschung werten oder ist es „einfach“ nur der logische Nachfolger zu einer Platte wie „Highway Pirates“ und aufgrund des ständigen Entwicklungsprozesses war es einfach soweit, durch die Decke zu gehen? Völlig egal warum, Fakt ist, dass BULLET mit ihrem neuen Album ihr bisheriges Meisterwerk abliefern, das sich so abwechslungsreich wie nie präsentiert. Ich bleibe bei meiner Feststellung, die ich schon bei „Highway Pirates“ geschrieben habe: Härter als AC/DC, melodiöser als ACCEPT, aber eigentlich zu gut, um als bloße Kopie durchzugehen! Amen!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Midnight Oil
2.Full Pull
3.Running Away
4.All Fired Up
5.Rolling Home
6.In The Heat
7.High On The Hog
8.Rush Hour
9.Free Riding
10.Gutterview
11.Warriors
Stefan
Album: Full Pull
Plattenfirma: Nuclear Blast
Veröffentlichung: 14.09.2012
Homepage: www.bullet.nu
Warum müssen es immer die alten Recken sein, von denen man Großes erwartet, nur um dann doch meist enttäuscht zu werden? Seit nunmehr 11 Jahren lärmen die Jungs um den charismatischen Frontmann Hell Hofer nun schon herum und haben bisher neben einem Demo („Heavy Metal Highway“ 2002) und einer EP („Speeding In The Night“ 2003) drei Langspieler auf den Weg gebracht. Neu ist die Band aus dem schwedischen Växjö also nicht mehr, aber sie haben sich von Platte zu Platte gesteigert, auch wenn man nicht behaupten könnte, dass BULLET je eine schlechte Scheibe vom Stapel gelassen hätten. Nun hat man in Nuclear Blast auch einen äußerst starken Partner im Rücken, denn Album Nummer vier erscheint beim bedeutensten Independent Label in Sachen Heavy Metal. Damit geht auch ein großer Traum für den Fünfer aus Schweden in Erfüllung.
Auf „Full Pull“ wird also alles anders? Einiges schon, denn erstmals hat man das Zepter im Studio teilweise aus der Hand gegeben, denn mit Fred Estby und Nicke Andersson sind zwei sehr versierte Leute für die Produktion verantwortlich. Zum Glück sind Hell Hofer (v.), Hampus Klang (g.), Erik Almström (g.), Adam Hector (b.) und Gustav Hjortsjö (d.) aber im Prinzip ihrem musikalischen Grundrezept treu geblieben. Aber gewisse Änderungen gibt es auf „Full Pull“ schon, denn so volle Pulle walzt BULLET nicht mehr alles nieder. Zwar haben sich die beiden größten Gewichte im Sound der Schweden - AC/DC und ACCEPT - schon immer von Song zu Song etwas verschoben, aber dieses Mal geht die Band so vielseitig zu Werke, dass man schon mal mit offener Futterluke da sitzt.
Im alten Fahrwasser präsentiert sich aber der Opener „Midnight Oil“, der lässig in alter AC/DC-Manier daherkommt. Aber eben noch etwas lässiger als sonst. Das krasse Gegenteil ist beim Titelsond der Fall, hier macht die Band keine Gefangenen, „Full Pull“ gibt Gas bis aufs Bodenblech. Und mit dem über 6 Minuten langen „Rolling Home“ bringen die Herren sogar ein Piano ins Spiel. Also sollten alle Nörgler Ruhe geben, die einer Band wie BULLET immer nachsagen, einer purer Abklatsch der schon erwähnten Vorbilder zu sein. Aber natürlich gibt es auch genügend „klassisches“ wie „High On The Hog“ oder „Running Away“. Der Abschluß in Form von „Warriors“ ist abermals nicht nach Schema F, sondern auch hier kann man Akzente setzen.
Kann man „Full Pull“ nun als große Überraschung werten oder ist es „einfach“ nur der logische Nachfolger zu einer Platte wie „Highway Pirates“ und aufgrund des ständigen Entwicklungsprozesses war es einfach soweit, durch die Decke zu gehen? Völlig egal warum, Fakt ist, dass BULLET mit ihrem neuen Album ihr bisheriges Meisterwerk abliefern, das sich so abwechslungsreich wie nie präsentiert. Ich bleibe bei meiner Feststellung, die ich schon bei „Highway Pirates“ geschrieben habe: Härter als AC/DC, melodiöser als ACCEPT, aber eigentlich zu gut, um als bloße Kopie durchzugehen! Amen!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Midnight Oil
2.Full Pull
3.Running Away
4.All Fired Up
5.Rolling Home
6.In The Heat
7.High On The Hog
8.Rush Hour
9.Free Riding
10.Gutterview
11.Warriors
Stefan
PRIDE OF LIONS - Immortal
Band: Pride Of Lions
Album: Immortal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.09.2012
Homepage: www.aprideoflions.com
Es ist echt nicht einfach für einen Redakteur, der sich bisher privat nie mit der Musik von PRIDE OF LIONS auseinandergesetzt hat, eine Rezension über die neue Scheibe genau dieser Band von SURVIVOR´s Jim Peterik und Sänger Toby Hitchcock zu verfassen. In der Vergangenheit habe ich, nachdem ich die ersten beiden (von allen Seiten mit Sicherheit zurecht hochgelobten) Alben für mich persönlich nicht für gut befunden hatte, dann auch die Finger von den Veröffentlichungen der beiden Herren gelassen. Aber die mittlerweile vierte Studioscheibe fiel für die Besprechung in meine Hände und etwas besseres hätte mir wohl nicht geschehen können. Denn das erste Mal „muss“ ich mich mit der Musik beschäftigen und jetzt verstehe ich auch, was die Fans bisher an PRIDE OF LIONS gefunden haben. Aber der Reihe nach...
Nachdem in den Jahren 2003 und 2004 die ersten Alben („Pride Of Lions“ und „The Destiny Stone“) ziemlich schnell aufeinander folgten, war der Abstand zu „The Roaring Of Dreams“ mit 3 Jahren schon größer. Jetzt waren es satte 5 Jahre Wartezeit zu Album Nummer vier, das auf den Namen „Immortal“ getauft wurde. Aber die anderweitigen Verpflichtungen der beiden Hauptakteure wie Solo-Alben oder das Verfassen von Songs für viele andere Projekte haben einfach Steine in den Weg geworfen und wie Jim Peterik betont, musste er einfach mal etwas verschnaufen und etwas Kraft sammeln, bevor es an dieses Album gehen konnte. Ein Schnellschuß wäre wohl auch nach hinten losgegangen...
So aber beginnt „Immortal“ mit dem Titelsong in einer Intensität, die ich absolut nicht erwartet hätte. Die Stimme von Toby Hitchcock klingt beinahe majestätisch und der Titel ist sehr passend gewählt. Mit solchen Stücken machen sich PRIDE OF LIONS unsterblich. Songs wie „Delusional“ oder „Tie Down The Wind“ machen einfach Laune und vertreiben den herannahenden Herbst ganz schnell. Der Anfang von „Shine On“ ist mir zwar auch heute noch zu schnulzig aber der Song entwickelt sich mit weiterer Laufzeit doch zusehends. Auch die Ballade „Everything That Money Can´t Buy“ ist ein Volltreffer. „Coin Of The Realm“ kann die Herkunft von Jim Peterik nicht verleugnen, denn alleine die Rhythmus-Instrumente sind sehr stark an den großen Hits von SURVIVOR angelehnt. Passend dazu ist „Vital Signs“ ein Song, der unter SURVIVOR nie fertig gestellt wurde, obwohl es ein gleichnamiges Album gibt. Laut Herrn Peterik reiften die ausschlaggebenden Ideen zur Fertigstellung des Stückes erst jetzt heran. Die sanfte Ballade „Sending My Love“ aber auch Rocksongs wie „If It Doesn´t Kill Me“ oder „Ask Me Yesterday“ sind erste Sahne und somit hätte ich jetzt praktisch alle Songs einzeln erwähnt.
Das kann nur ein gutes Zeichen sein, oder? „Immortal“ kann nicht nur durch ein tolles Cover Artwork glänzen sondern setzt auch in den Songs tolle Akzente. Die lange Wartezeit hat sich gelohnt, denn mit diesem Album kratzen die Herren Hitchcock und Peterik stark an der Höchstnote und machen jedem AOR-Fan ein ganz großes Geschenk. PRIDE OF LIONS haben wieder einen Fan mehr, mein Lieber, wer hätte das vor 9 Jahren gedacht? Ganz großes Kino!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Immortal
2.Delusional
3.Tie Down The Wind
4.Shine On
5.Everything That Money Can´t Buy
6.Coin Of The Realm
7.Sending My Love
8.Vital Signs
9.If It Doesn´t Kill Me
10.Are You The Same Girl
11.Ask Me Yesterday
Stefan
Album: Immortal
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 21.09.2012
Homepage: www.aprideoflions.com
Es ist echt nicht einfach für einen Redakteur, der sich bisher privat nie mit der Musik von PRIDE OF LIONS auseinandergesetzt hat, eine Rezension über die neue Scheibe genau dieser Band von SURVIVOR´s Jim Peterik und Sänger Toby Hitchcock zu verfassen. In der Vergangenheit habe ich, nachdem ich die ersten beiden (von allen Seiten mit Sicherheit zurecht hochgelobten) Alben für mich persönlich nicht für gut befunden hatte, dann auch die Finger von den Veröffentlichungen der beiden Herren gelassen. Aber die mittlerweile vierte Studioscheibe fiel für die Besprechung in meine Hände und etwas besseres hätte mir wohl nicht geschehen können. Denn das erste Mal „muss“ ich mich mit der Musik beschäftigen und jetzt verstehe ich auch, was die Fans bisher an PRIDE OF LIONS gefunden haben. Aber der Reihe nach...
Nachdem in den Jahren 2003 und 2004 die ersten Alben („Pride Of Lions“ und „The Destiny Stone“) ziemlich schnell aufeinander folgten, war der Abstand zu „The Roaring Of Dreams“ mit 3 Jahren schon größer. Jetzt waren es satte 5 Jahre Wartezeit zu Album Nummer vier, das auf den Namen „Immortal“ getauft wurde. Aber die anderweitigen Verpflichtungen der beiden Hauptakteure wie Solo-Alben oder das Verfassen von Songs für viele andere Projekte haben einfach Steine in den Weg geworfen und wie Jim Peterik betont, musste er einfach mal etwas verschnaufen und etwas Kraft sammeln, bevor es an dieses Album gehen konnte. Ein Schnellschuß wäre wohl auch nach hinten losgegangen...
So aber beginnt „Immortal“ mit dem Titelsong in einer Intensität, die ich absolut nicht erwartet hätte. Die Stimme von Toby Hitchcock klingt beinahe majestätisch und der Titel ist sehr passend gewählt. Mit solchen Stücken machen sich PRIDE OF LIONS unsterblich. Songs wie „Delusional“ oder „Tie Down The Wind“ machen einfach Laune und vertreiben den herannahenden Herbst ganz schnell. Der Anfang von „Shine On“ ist mir zwar auch heute noch zu schnulzig aber der Song entwickelt sich mit weiterer Laufzeit doch zusehends. Auch die Ballade „Everything That Money Can´t Buy“ ist ein Volltreffer. „Coin Of The Realm“ kann die Herkunft von Jim Peterik nicht verleugnen, denn alleine die Rhythmus-Instrumente sind sehr stark an den großen Hits von SURVIVOR angelehnt. Passend dazu ist „Vital Signs“ ein Song, der unter SURVIVOR nie fertig gestellt wurde, obwohl es ein gleichnamiges Album gibt. Laut Herrn Peterik reiften die ausschlaggebenden Ideen zur Fertigstellung des Stückes erst jetzt heran. Die sanfte Ballade „Sending My Love“ aber auch Rocksongs wie „If It Doesn´t Kill Me“ oder „Ask Me Yesterday“ sind erste Sahne und somit hätte ich jetzt praktisch alle Songs einzeln erwähnt.
Das kann nur ein gutes Zeichen sein, oder? „Immortal“ kann nicht nur durch ein tolles Cover Artwork glänzen sondern setzt auch in den Songs tolle Akzente. Die lange Wartezeit hat sich gelohnt, denn mit diesem Album kratzen die Herren Hitchcock und Peterik stark an der Höchstnote und machen jedem AOR-Fan ein ganz großes Geschenk. PRIDE OF LIONS haben wieder einen Fan mehr, mein Lieber, wer hätte das vor 9 Jahren gedacht? Ganz großes Kino!
WERTUNG:
Trackliste:
1.Immortal
2.Delusional
3.Tie Down The Wind
4.Shine On
5.Everything That Money Can´t Buy
6.Coin Of The Realm
7.Sending My Love
8.Vital Signs
9.If It Doesn´t Kill Me
10.Are You The Same Girl
11.Ask Me Yesterday
Stefan
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