Freitag, 13. Mai 2016

SAVIOR FROM ANGER - Temple of Judgment

Band: Savior from Anger
Album: Temple of Judgment
Spielzeit: 48:01 min
Stilrichtung: US Power Metal
Plattenfirma: Pure Steel Records
Veröffentlichung: 29.04.2016

Das letzte Album „Age of Decandence“ REZI der Italiener von SAVIOR FROM ANGER war fast noch ein Ein Mann Projekt von Mastermind Mark Ryal der damals sowohl den Gesang als auch viele der Instrumente selbst übernahm. Nun ist das Ganze aber erheblich gewachsen und gipfelte im neuen Album „Temple of Judgment“. Gut so, denn das letzte Album krankte doch etwas an der unterschiedlichen Songqualität. Wie schon angesprochen hat sich Mark dieses Mal musikalische Unterstützung in Form von neuen Bandmitgliedern gesucht. Niemand geringeres als Ex SLEEPY HOLLOW, Ex MIND ASSASIN Sänger Bob Mitchell und Michael Kusch der für die Schlagzeugarbeit und die Produktion verantwortlich war verstärkt nun Marks Team.
Mal schauen ob dies die Songqualität verbessern konnte, als Opener hören wir „Across the Sea“. Hier bekommen wir durchschnittliche Kost serviert, welche auch so auf dem Vorgängeralbum hätte stehen können. Der größte Unterschied ist natürlich der hohe, gewöhnungsbedürftige Gesang von Neusänger Bob den man entweder mag oder hasst.
Mal schauen ob uns „In the Shadows“ mehr begeistern kann? Ja definitiv hier fährt man mal eine schöne, melodische Nummer auf die sich direkt in den Ohren des Zuhörers festsetzt, na also es geht doch!
Und schau mal da auch „Bright Darkness“ kann direkt überzeugen, das hätte ich den Jungs jetzt nicht zugetraut das man zwei Ohrbomben direkt hintereinander hat.
Nach dem kleinen Durchhänger „The Eye“ kommt man mit dem knackigen „Thunderheads“ wieder besser aus den Hüften und lädt den geneigten Fan zum mitbangen ein. Ganz anders, nämlich wieder wesentlich melodischer kommt dann „Chosen Ones“ aus den Boxen und auch „The Calling“ weiß dann im Anschluss zu begeistern.
Bis jetzt bin ich ja echt sehr positiv überrascht, hätte ich doch den Jungs so eine Leistungssteigerung im Vergleich zur letzten Scheibe nicht zugetraut!
Mal sehen wie es weitergeht, und upps ich werde dann direkt das nächste Mal überrascht hat man doch mit „Starlight“ direkt im Anschluss eine waschechte, wenn auch etwas kitschige, Ballade am Start, welche ich SO der Band auch nicht zugetraut hätte.
Wesentlich metallischer geht es dann wieder bei den nächsten Songs zu, wobei hier der abschließende Titeltrack „Temple of Judgement“ ganz klar als Gewinner durchs Ziel geht und somit ein Album zu Ende geht welches mich definitiv überrascht hat!

Anspieltipps:

Dieses Mal habe ich hier “In the Shadows”, “Bright Darkness”, “Starlight” und “Temple of Judgement” für euch.

Fazit :
Schön wenn man wirklich noch so schön überrascht wird von einer Band! Nach dem Opener habe ich schon mit dem Schlimmsten gerechnet und mich auf einen Verriss eingestellt, aber die runderneuerten SAVIOR FROM ANGER belehren mich ganz schnell eines besseren und überzeugen im weiteren Verlauf dermaßen das ich echt begeistert bin und diese Scheibe jedem US Power Metal Fan ans Herz legen kann der vielleicht auch mal etwas über den Tellerrand hinausschaut. Denn eins ist klar mit Oldschool Metal hat das Ganze hier definitiv nichts zu tun!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Across the Sea
02. In the Shadows
03. Bright Darkness
04. The Eye
05. Thunderheads
06. Chosen Ones
07. The Calling
08. Starlight
09. The Eyes open wide
10. Repentence
11. Temple of Judgment

Julian

Mittwoch, 11. Mai 2016

PHANTOM 5 - Phantom 5

Band: Phantom 5
Album: Phantom 5
Spielzeit: ? min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 13.05.2016
Homepage: www.facebook.com/Phantom-5-Fanclub  

Lange Gesichter gab es bei der erneuten Trennung der BONFIRE-Köpfe Hans Ziller und Claus Lessmann vor einiger Zeit. Dass Ziller mit komplett neuer Mannschaft unter dem Banner BONFIRE weitermacht und dabei so manchem alten Fan vor den Kopf stößt, ist natürlich Geschmackssache. Aber auch Sänger Claus Lessmann hat ein neues Eisen im Feuer. Ursprünglich nannte sich das deutsche All-Star Project SUPREMACY, mittlerweile hat man sich allerdings in PHANTOM 5 umbenannt. Neben Lessmann am Mikrofon hat Initiator Michael Voss (guitars) FRONTLINE-Gitarrist Robby Boebel, JADED HEART Drummer Axel Kruse und Ex-SCORPIONS-Basser Francis Buchholz für dieses Unterfangen gewinnen können. Eine Namensliste, die sich sehr verheißungsvoll liest. Auch der Umstand, dass das italienische Label Frontiers Records bei PHANTOM 5 zugeschlagen hat, ist ein Indiz dafür, dass hier schweres Geschütz auf die Hardrockgemeinde zukommt.

Natürlich klingt ein Album mit Claus Lessmann als Sänger automatisch ein wenig nach BONFIRE. Die eigenständige Gitarrenarbeit der Herren Boebel/Voss spricht allerdings von jeglichen Plagiatsvorwürfen frei. Schon beim Opener „All The Way“ weht ein frischer Wind durchs Haar. Vor allem merkt man den alten Recken den Spaß an der Freude so dermaßen an, dass man sich gleich mitfreuen möchte. Das kann man aber auch, denn nach dem melodiösen „Blue Dog“ folgt mit „Someday“ ein absoluter Hit. Klar, auch hier kann man durchaus Parallelen zu alten BONFIRE ziehen, im Grunde kann sich eine Band aber einfach glücklich schätzen, ein solches Schätzchen erschaffen zu haben, egal ob auf der Plattenhülle BONFIRE oder PHANTOM 5 steht. Nach diesem grandiosen Ausflug in die obersten Sphären deutscher Hardrockkunst, legt der Fünfer mit „Don´t Touch The Night“ gleich nochmal ordentlich nach.

Nach diesem ausgedehnten Ausflug in die Geschichte oberbayrischer Hardrockgeschichte, markiert „Renegade“ eine Kehrtwende. Auf den restlichen Songs kokettieren PHANTOM 5 nicht mehr so offensichtlich mit des Sängers Vergangenheit. „Frontline“, „Flying High“ oder „We Both Had Our Time“ müssen aber dennoch explizite Erwähnung finden.

Dem deutschen All-Star-Projekt PHANTOM 5 ist ein Killeralbum gelungen. Die Erwartungen waren hoch, erfüllt wurden sie fast mit Leichtigkeit. Wer bei der aktuellen Version von BONFIRE genervt abwinkt, sollte sich Claus Lessmann mit seinem neuen Baby PHANTOM 5 ins Regal stellen. Alleine das Songwriting ist erstklassig – dazu gesellt sich ein feiner Breitwandsound und fünf Musiker, die für grundsolides Handwerk stehen. Dieses Debüt ist eines der stärksten Hardrockalben aus deutschen Landen seit einer gefühlten Ewigkeit.

WERTUNG: 





Trackliste:

1. All The Way
2. Blue Dog
3. Someday
4. Don´t Touch The Night
5. Renegade
6. Flying High
7. Since You´re Gone
8. They Won´t Come Back
9. Frontline
10. We Both Had Our Time
11. Why

Stefan

TED POLEY - Beyond The Fade

Band: Ted Poley
Album: Beyond The Fade
Spielzeit: ? min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 13.05.2016
Homepage: -

Aus eins mach zwei ist das Motto bei den US-Amerikanern DANGER DANGER. Denn momentan gehen die einzelnen Bandmitglieder wieder einmal getrennte Wege. Bassist Bruno Ravel hat unlängst zusammen mit dem zwischenzeitlichen DD-Sänger Paul Laine und Gitarrist Rob Marcello sein Projekt THE DEFIANTS (Rezi HIER) an den Start gebracht und jetzt ist DIE Stimme von DANGER DANGER – Ted Poley – zurück mit seinem dritten Soloalbum. „Beyond The Fade“ erscheint, genauso wie „The Defiants“ bei Frontiers Records, nur eben einen Monat später. Überhaupt scheinen sich die Italiener wieder gefangen zu haben – zwar hat man nach wie vor viele Projekte im Programm, die ein oder andere vielversprechende junge Band wurde aber ebenfalls an Bord geholt. Bestes Beispiel der jüngsten Zeit sind wohl SHIRAZ LANE (Rezi HIER). Aber alleine schon das Programm für den Monat Mai dürfte dem geneigten Fan das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen: neben der Platte von TED POLEY warten Frontiers mit neuen Werken von Joe Lynn Turner´s SUNSTORM (Rezi HIER), VEGA (Rezi HIER) und der neuen deutschen Supergruppe PHANTOM 5 (Rezi folgt in Kürze) auf. Volles Rohr ist also auch im Frühjahr 2016 angesagt.

Mit dem Appetizer „Let´s Start Something“, zu dem es auch ein Video gibt, kann Mr. Poley gar nichts falsch machen. Geschrieben von den Martin-Brüdern, haut die Nummer genau in die Kerbe von DANGER DANGER. Zwar ist Ted´s stimmliche Reichweite nicht mehr so groß wie in deren Anfangszeiten, aber Spaß macht das hier trotzdem. Das gilt eigentlich für die komplette Scheibe. „Everything We Are“ ist eine schöne Midtempo-Nummer, „Hands Of Love“ eine gekonnte Adaption des BLONZ-Hits von 1990 und luftige Stückchen wie „Stars“ runden eine Langspielplatte ab, die zwar nicht als essentiell zu bezeichnen ist, ihren hohen Unterhaltungwert aber durchaus zu vermitteln weiß.

Von Haus und Hofproduzent Alessandro Del Vecchio gekonnt in Szene gesetzt, sprich produziert, ist „Beyond The Fade“ ein Album das sich getrost mit den beiden Solo-Vorgängern des amerikanischen Goldkehlchens messen kann. Natürlich wird TED POLEY damit nicht an die beiden Hit-Alben seiner Stammcombo anknüpfen können, aber wer hat das schon erwartet?

WERTUNG:





Trackliste:

1. Let´s Start Something
2. Everything We Are
3. Hands Of Love
4. The Perfect Crime
5. Stars
6. Higher
7. Where I Lost You
8. You Won´t See Me Cryin´
9. We Are Young
10. Sirens
11. Beneath The Stars

Stefan

Montag, 9. Mai 2016

VEGA - Who We Are

Band: Vega
Album: Who We Are
Spielzeit:  min.
Stilrichtung: Melodic Rock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 13.05.2016
Homepage: www.vegaofficial.co.uk

Melodic Rock Fans sind sie sicher ein Begriff und bedürfen keiner besonderen Vorstellung mehr – die Briten VEGA rund um die Brüder Tom und James Martin sowie Sänger Nick Workman. Seit ihrem letzten Album „Stereo Messiah“ von 2014 (Rezi HIER) sind sie auch erneut bei Frontiers Records unter Vertrag. Ihr bisheriges Meisterwerk „What The Hell“ (Rezi HIER), das ein Jahr früher erschien, blieb bisher  qualitativ unereicht. Das möchte das ehrgeizige Kollektiv am liebsten mit ihrem vierten Langspieler „Who We Are“ toppen. Für unzählige andere Bands haben Tom und James Martin in der Vergangenheit Hits geschrieben und auch ihre eigenen Scheiben waren stets von sehr hoher Qualität. Und es scheint, als wollten VEGA auf ihrem vierten Werk eine Art Seelenstrip hinlegen, das zumindest suggeriert der Albumtitel. Das Comic Artwork unterstreicht diese Mission.

Hochmotiviert und energisch beginnen die Briten mit „Explode“. Irgendwie erinnert die Nummer im Chorus an ältere JADED HEART. Wieder einmal ein gelungener Einstieg, bei dem auch das ausgelassene Gitarrensolo ein Highlight darstellt. „We Got It All“ ist im Midtempo beheimatet und enthält genau den Ohrwurm, den man sich an solcher Stelle gewünscht hat. Die Erwartungen an VEGA waren hoch, aber die Jungs können sie erfüllen, so viel steht schon nach nur zwei Songs fest. Weiteres Material wie das AOR-lastige „Every Little Monster“, das atmosphärische „White Flag“ oder das herrlich frisch „Saving Grace“ fließt dem Songschreiber-Gespann anscheinend nur so aus dem Füllfederhalter und markiert weitere Höhepunkte einer Platte, die mit Spannung erwartet wurde. Jetzt ist sie endlich da und man muss „Who We Are“ einfach attestieren, dass das Quintett von der Insel sein Handwerk spielend beherrscht. Das mag klingen, als wären VEGA routiniert aber nicht leidenschaftlich – aber das ist absolut nicht der Fall. Die Briten sind einfach nur gut, und das ändert sich auch 2016 nicht. „Who We Are“ sollte, nein muss auf jedem Einkaufszettel stehen – so viel steht fest.

WERTUNG:






Trackliste:

1. Explode
2. We Got It All
3. Every Little Monster
4. Nothing Is Forever
5. White Flag
6. For Our Sins
7. Generation Now
8. Ignite
9. Saving Grace
10. If No You
11. Hurt So Bad

Stefan

SUNSTORM - Edge Of Tomorrow

Band: Sunstorm
Album: Edge Of Tomorrow
Spielzeit:  min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Frontiers Records
Veröffentlichung: 13.05.2016
Homepage: www.joelynnturner.com

Es gibt Stimmen im Rockbusiness, die erkennt man sofort. Die von JOE LYNN TURNER ist eine solche. Er hat Alben mit RAINBOW aufgenommen, war sogar mit DEEP PURPLE zu Gange und hat auch sonst allerlei Feines fabriziert. Seit 2006 zählt auch das Projekt SUNSTORM dazu, mit dem er jetzt zum vierten Rundumschlag ansetzt. „Edge Of Tomorrow“ nennt sich dieser. In der Rezension zum 2012er Vorgänger „Emotional Fire“ (Rezi HIER) hatte ich das Charisma und die besondere Stimme des US-Amerikaners bereits hervorgehoben. Das hat sich natürlich auch vier Jahre später nicht geändert. Auch das Grundkonzept ist gleich geblieben. Das fängt mit dem Cover Artwork an und hört bei den elf neuen Songs auf. Wobei, diese sind um einiges organischer und weniger bombastisch als in früheren Zeiten.

Gleiches gilt auch für den Titelsong, der mit einer kräftigen Hookline ausgestattet ums Eck biegt oder „Heart Of The Storm“, das dermaßen frisch losrockt, dass es einfach nur Spaß machen kann. Dazwischen findet man gediegenere Kost wie die AOR-Nummer „The Sound Of Goodbye“, das flott rockende und an LOUDNESS erinnernde „You Hold Me Down“ oder das groovige „Nothing Left To Say“.

Klar, es handelt sich um eine typische Auftragsarbeit: sämtliche Stücke auf „Edge Of Tomorrow“ wurden von externen Songschreibern verfasst und lediglich von JOE LYNN TURNER eingesungen. An den Instrumenten findet man die üblichen Verdächtigen, wenn dabei aber Highlights wie „Don´t Walk Away From A Goodbye“ oder „Heart Of The Storm“ rumkommen, soll – nein muss das Nebensache sein. Dennoch tönt „Edge Of Tomorrow“ nicht so energisch und kräftig wie sein Vorgänger. Stark ist diese Liedersammlung aber allemal und über JLT´s einzigartige Stimme haben wir ja schon mehr als einmal diskutiert.

WERTUNG:





Trackliste:

1. Don´t Walk Away From A Goodbye
2. Edge Of Tomorrow
3. Nothing Left To Say
4. Heart Of The Storm
5. The Sound Of Goodbye
6. The Darkness Of This Dawn
7. You Hold Me Down
8. Angel Eyes
9. Everything You´ve Got
10. Tangled In Blue
11. Burning Fire

Stefan

GALLOWS POLE - Doors Of Perception

Band: Gallows Pole
Album: Doors Of Perception
Spielzeit: 42:50 min.
Stilrichtung: Hardrock, Progressive
Plattenfirma: Pure Rock Records
Veröffentlichung: 13.05.2016
Homepage: www.facebook.com/GallowsPole.RockMusic

Seit Mitte der Siebziger existieren GALLOWS POLE bereits – 1982 kam ihr erstes Album „In Rock We Trust“ heraus. Sieben weitere folgten über die Jahre, das bis dato letzte war „And Time Stood Still“ von 2013 (Rezi HIER). So richtig Fahrt nahmen die Österreicher erst ab 2008 auf, zumindest was die Häufigkeit ihrer Releases angeht. Mit „Doors Of Perception“ haben sie dennoch etwas länger gewartet – fast drei Jahre sind seit „And Time Stood Still“ vergangen. Aber Alois Martin Binder (vocals, guitars) und seine Mannen bleiben ihrem Stil bis ins kleinste Detail treu.

Will heißen, weite Teile von „Doors Of Perception“ sind auch schon auf anderen Alben der neueren Zeitrechnung zu finden. Wenn GALLOWS POLE zum Beispiel beim Opener „Burn It Down“ mit einem recht guten Riff loslegen, baut sich im Grunde der komplette Song darauf auf, auch die Arrangements und Melodieführungen sind praktisch identisch zu den restlichen Nummern – egal ob auf der neuen Platte oder auf einer älteren. Zwar haben die Österreicher durchaus Wiedererkennungswert, aber im Grunde reicht es, einige wenige Songs der Band zu kennen. Allen voran „Summer Rain“, das auf dem letzten Album in einer Neuaufnahme für Furore sorgte. Einen solchen Hit haben GALLOWS POLE auf „Doors Of Perception“ nicht annähernd zu bieten. Wer neben „Burn It Down“ noch einen Anspieltipp braucht, der sollte sich „Angel Eyes“ zu Gemüte führen (dessen Refrain aber irgendwie von GLASS TIGER´s „Diamond Sun“ geklaut zu sein scheint).

Danach gibt es absolut nichts Erwähnenswertes zu verzeichnen – leider. Das neue Werk von GALLOWS POLE wird sicher so schnell in der Versenkung verschwinden wie die restlichen vor ihnen. Da beißt die Maus keinen Faden ab, es gibt auch Scheiben, die nicht auf dem Einkaufszettel landen müssen, das hier ist eine davon.

WERTUNG:






Trackliste:

1. Burn It Down
2. Angel Eyes
3. Learn To Live
4. Watching The Sun Go Down
5. Bring Me Through The Night
6. Someday Soon
7. Your Own Demons
8. A Rainbow Just For Me
9. Doors Of Perception

Stefan

Freitag, 6. Mai 2016

HUMAN ZOO - My own God

Band: Human Zoo
Album: My own God
Spielzeit: 40:52 min
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: Fastball-Music
Veröffentlichung: 06.05.2016

Merkwürdigerweise gibt es von den deutschen Rockern HUMAN ZOO noch keine einzige Albumrezension hier bei uns! Dabei sind die Herren doch schon 12 Jahre im Musikbusiness höchst erfolgreich unterwegs. Höchste Zeit das sich dies ändert, Grund dafür bietet das neue Album „My own God“ wohl genug. Die sechs Musiker aus dem Schwabenland hat ein ganz hervorstechendes Merkmal, welches die Truppe auf jeden Fall schon mal vom Rest der Rockbands abhebt, denn man hat einen echten Saxophonisten in seinen Reihen der die Songs mit veredelt!
Dies hört man auch nicht aller Tage. An der Livefront war man über die Jahre besonders fleißig und trat unter anderem mit den SCORPIONS, GOTTHARD, AXXIS, BONFIRE oder PINK CREAM 69 auf. In diesem Jahr ist man zusammen mit AXEL RUDI PELL unterwegs.
Blicken wir nun auf den neuen Diskus. Als Opener für das neue Album fungiert „One Direction“. Der Titel ist sehr passt gibt er doch die Marschroute für die nächsten knapp 40 Minuten vor, erstklassiger Rock aus deutschem Lande der eindeutig viel zu wenig Beachtung bekommen hat in der letzten Zeit! Der Track ist vielleicht sogar einer der kraft vollsten der Bandgeschichte, man ballert sich hier ziemlich amtlich durch die ersten paar Minuten.
Bei Song Nummero Zwo „Cry Baby Cry“ ertönt dann zum ersten Mal das tolle und schon angesprochene Saxophon. Nicht nur diesem Instrument ist es zu verdanken das der Song schön hängen bleibt, nein auch der Refrain ist zum Niederknien. Ein starker zweiter Track!
Kraftvoll, wie auch schon beim Opener, geht es dann beim nächsten Song „Love Train“ zur Sache. Hier kann man richtig schön mitgehen und auch mal die Matte kreisen lassen.
Die gefühlvolle Seite der Jungs bekommen wir dann bei „A Day to Remember“ zu hören und ja das gute Stück ist zwar übelst kitschig und ein wahrer Schlüpferstürmer, aber es ist absolut geil gemacht und lädt einfach dazu ein angenehme Stunden (zu zweit) zu verbringen : ).
Und die Jubelstürme gehen auch in der Folge weiter. Mit „My own Illusion“ haben wir einen weiteren Knaller der Marke „Love Train“, „NSA“ kommt dann wieder richtig schön mit Schmackes aus den Boxen geballert und auch mit „Like a Bitch“ kann man direkt im ersten Hördurchgang überzeugen!
Mit dem Melodickracher „4U“ wird das letzte Drittel der Platte standesgemäß und qualitativ hochwertig eingeläutet, bevor wir mit „Solitaire“ den nächsten Ohrwurm serviert bekommen und das gefühlvolle, mehrstimmig gesungene, „Reminds me of you“ ein tolles neues HUMAN ZOO Album abrundet.

Anspieltipps:

“Cry Baby Cry”, “Love Train”, “A Day to Remember”, “My own Illusion” sowie “Solitaire” sind ein wahrer Hörgenuss!

Fazit :

Na da haben HUMAN ZOO ja mal wieder ein bärenstarkes Album im Gepäck! Hier passt fast alles und macht den ganzen Silberling zu einem einzigen Hörgenuss.
Sehr schön ist hier auch der Abwechslungsreichtum der auf der Scheibe vorherrscht. Die schnellen, kraftvollen Stücke wechseln sich ab mit den melodischen Rockern oder auch den gefühlvollen Schmachtfetzen. Das muss man erstmal so hinbekommen!
Fans von abwechslungsreicher Melodic/Rock Mucke sei das neue HUMAN ZOO Album wärmstens ans Herz gelegt. Bandanhänger müssen die Scheibe eh haben, well done Guys!

WERTUNG:





Trackliste:

01. One Direction
02. Cry Baby Cry
03. Love Train
04. A Day to Remember
05. My own Illusion
06. NSA
07. Like a Bitch
08. 4U
09. Solitaire
10. Wave your Flag
11. Reminds me of you

Julian

THE ORDER - Rock N Rumble

Band: The Order
Album: Rock N Rumble
Spielzeit: 48:47 min
Stilrichtung: Melodic Metal/Rock
Plattenfirma: Massacre Records
Veröffentlichung: 06.05.2016
Homepage: www.theorder.ch

Die Schweizer Metaller von THE ORDER frönten auf ihrem letzten Album „1987“ REZI den glorreichen 80igern mit all seinen Facetten. Auf ihrem neuen Album „Rock N Rumble“ , welches dieser Tage erscheint, ist man wesentlich rockiger unterwegs, frönt zwar immer noch den 80igern aber dieses mal fügt man noch einen dicken Schuss modernen Rocksound hinzu und fertig ist das neue Musikgebräu aus dem Hause THE ORDER. Dieses mal waren auch ein paar musikalische Gäste mit an Bord, Thom Blunier von SHAKRA steuerte ein paar Solis bei, V.O Pulver (GURD, POLTERGEIST) ist auf einem Song hinter dem Mikro zu hören und mit Red Ochsenbein gibt es auch ein paar klassische Streicher zu hören.
Klingt nach einer interessanten Mischung, daher werfen wir nun direkt mal einen Blick auf den Opener „Play it loud“. Mit der bekannten Ansage von Ringsprecher Michael Buffer beginnt das gute Stück welches sich druckvoll und eingängig den Weg aus den Boxen bahnt, auf jeden Fall ein toller Beginn der definitiv Lust auf mehr macht!
Der Titelsong „Rock N Rumble“ folgt als Nächstes, hier ist es der Chorus der die Nummer nach oben reißt denn die Strophen sind doch ein wenig einschläfernd, aber durch den Chorus nimmt das Ganze dann dermaßen Fahrt auf das die Füße und die Hände eindeutig im Takt mit müssen.
Der nächste Ohrwurm der folgt ist dann „Gimme a Yeah“. Hier stimmt die Mischung aus Melodic, Druck und Eingängigkeit wieder vollkommen, denn auf dem Weg bis dahin und den vorherigen zwei Songs „No one can take you away from me“ und „Fight“ ging diese etwas verloren.
Und leider kann man die Qualität der Anspieltipps auch in der zweiten Plattenhälfte nicht immer halten, die Songs die hier am ehesten noch richtig durchschlagen sind „Womanizer“ sowie das abwechslungsreiche und abschließende „Karma“. Der Rest ist leider ziemliche Durchschnittsware, die zwar kein Totalausfall sind, aber auch nicht wirklich vom Hocker reißen.

Anspieltipps:

Auf jeden Fall solltet ihr euch “Play it loud”, “Rock N Rumble”, “Gimme a Yeah” sowie “Karma” näher anhören.

Fazit :

Puh nach dem mehrmaligen Hören des neuen THE ORDER Werks musste ich erstmal etwas ungläubig vor mich hingucken! Das letzte Werk hatte mich richtig aus dem Sessel gehauen, das schafft das neue Album leider zu keiner Zeit so richtig. Viel zu viele Tracks bleiben im Mittelfeld kleben, dazu bedient man sich zu häufig den langsameren Midtempobereich was das Ganze ebenfalls sehr zäh macht!
So bleibt leider abschließend nur eine solide Leistung übrig, nicht mehr aber auch nicht weniger!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Play it loud
02. Rock N Rumble
03. No one can take you away from me
04. Fight
05. Gimme a Yeah
06. Womanizer
07. Turn the Pages
08. Wild One
09. Reason to Stay
10. Karma

Julian

NEMESEA - Uprise

Band: Nemesea
Album: Uprise
Spielzeit: 36:58 min
Stilrichtung: Modern Metal/Rock
Plattenfirma: Napalm Records
Veröffentlichung: 29.04.2016
Homepage: www.nemesea.com

Das holländische Metal/Rock Trio NEMESEA sind nach ihrem letzten Album „The Quit Resistance“ REZI wieder zurück mit einem neuen Langeisen! „Uprise“ heißt das neue Werk und soll an das bisherige Schaffen der Band eins zu eins anknüpfen.
Die Truppe rund um Frontfrau Manda Ophuis ist ja bekannt dafür ziemlich moderne, ja teilweise schon poppige Klänge zu frönen, das ist zwar nicht jedermanns Geschmack vor allem beinharte Todesmetaller rollen sich hier die Fußnägel hoch, aber der Erfolg gibt der jungen Truppe recht!
Mal schauen ob auch das neue Werk an den bärenstarke, letzten Output anknüpfen kann, gestartet wird das gute Stück durch den Opener „Hear me“. Als Opener geht die Nummer in Ordnung, aber da habe ich die Band schon stärker gehört. Der Chorus versucht das Ganze zwar raus zureißen, schafft es aber nicht wirklich!
Das anschließende „Twilight“ ist dann schon von einem ganz anderen Kaliber, denn hier zeigt sich die Band schön abwechslungsreich, in den Strophen zart und sanft bevor man beim Chorus dann los brettert. Toller Track!
Dem steht dann auch „Forever“ in nichts nach, gleiches Prinzip, gleiche Ohrbombe.
Und das Qualitätslevel bleibt auch bei den anschließenden Songs richtig schön hoch, man scheint sich jetzt ein gegroovt zu haben! „Let it burn“ und „Time to make it“ sind wunderbar eingängige Modernmetalsongs die Fans des Genre auf jeden Fall in Verzückung bringen wird!
Zwar haben sich in der Folge auch ein paar schwächere Songs eingeschlichen, „Can't believe it“ oder „Light up the Sky“ sind solche Beispiele, aber die vorherigen Kracher sowie auch noch die ein oder andere Perle im weiteren Verlauf trösten ohne Probleme darüber hinweg. Zuletzt genannter Kategorie gehören auf jeden Fall noch das schnelle „Get out“ und das in die Symphonic Ecke abdriftende, abschließende „Hold On“.

Anspieltipps:

Dieses Mal bekommt ihr von mir “Twilight”, “Forever”, “Let it burn” und “Time to make it” mit auf den Weg.

Fazit :

An sich liefern NEMESEA auf ihrem neuen Album erneut eine überzeugende Leistung ab die ohne Probleme an die Qualität des Vorgängeralbums anknüpfen könnte. Leider haben sich aber auch ein paar etwas schwächere Nummern, gerade im letzten Abschnitt der Scheibe, eingeschlichen. Von daher ist das Ganze dann “nur” eine starke Leistung mit der entsprechenden Note geworden, aber für Fans der Band ist auch das neue Werk “Uprise” sehr empfehlenswert!

WERTUNG:




Trackliste:

01. Hear me
02. Twilight
03. Forever
04. Let it burn
05. Time to make it
06. Can't believe it
07. Light up the Sky
08. Get out
09. Bones
10. Hold On

Julian

Mittwoch, 4. Mai 2016

LOVE/HATE - Blackout In The Red Room (Re-Release)

Band: Love/Hate
Album: Blackout In The Red Room (Re-Release)
Spielzeit: /
Stilrichtung: Hard Rock
Plattenfirma: Rock Candy Records
Veröffentlichung: 22.03.2016

Nicht jede sleazige LA Band aus den späten 80ern hatte sich in blindem Gehorsam den allgemeinen Gegebenheiten der Szene ergeben. Hier und da gab es auch Querköpfe, die sturköpfig ihr eigenes Ding durchzogen, vielleicht auch weil sie es gar nicht anders konnten. Eine dieser interessanten Ausnahmen der Regel war das schräge Quartett LOVE/HATE die vor allem mit ihrem von Tom Werman (u.a. Cheap Trick und Ted Nugent) wuchtig und schön ehrlich produzierten Debüt Album so manche Verwunderung auslösten. Rock Candy Records hat diese kleine, feine Scheibe nun mit gepimpten Sound und den üblichen unterhaltsamen bzw. informativen Linernotes neu eufgelegt.

Bekannt (und berüchtigt) war die Band wohl in erster Linie aufgrund der beiden ziemlich selbsterklärenden Tracks "Blackout In The Red Room" und "Why Do You Think They Call It Dope?", die geradezu programmatisch für das Selbstverständis der Band waren und auch heute noch die perfekte Musik zu jeder Party sind. Dabei hatte die Band viel mehr als das allgegenwärtige 08/15 Riffing und die typischen Poser-Texte zu bieten. Die Jungs verstanden ihr Handwerk, vor allem das Rhythmusfundament von Drummer Joey Gold und Bassist (und alleinigem Songschreiber) Skid Rose hatte einige erfreulich untypische Kniffe zu bieten (funky Basslines und Drumbeats die sich gekonnt dem stereotypen Uffta-Uffta Drumming entzgen). Hinzu kam ein Gitarrist der einen schön fetten Sound (nahe am Eddie van Halen Ideal) auffuhr und der Soli wohl nur nach gutem Zureden in die Songs einarbeitete. Das alles macht aus einer Band aber noch keine Ereignis, dazu benötigt es einen starken Sänger. Und den hatten LOVE/HATE mit dem Irren Kizzy Pearl definitiv in Ihren Reihen. Pearl's Reibeisenstimme, die oft eine nahe Verwandschaft zu Axl Rose ausweist, war stimmgewaltig, äusserst melodiös und zu jedem Moment eine verlässliche Bank. Stilistisch setzen LOVE/HATE sich mit Schmackes zwischen alle Stühle, bedienten ebenso die Hairmetal Fraktion, wie die Alternative Gemeinde und nahmen die Grunde-Attitüde, die wenig später kommen sollte, gleich auch noch ein Stück weit vorweg. In den 12 Tracks des Albums gibt es so gut wie keinen Durchhänger zu vermelden und Songs wie "One More Round", "She's An Angel" oder "Tumbleweed" gehören mit zum groovigsten, krachendsten was die US Hardrock Szene gegen Ende der 80er zu bieten hatte und klingen auch heute noch kein wenig angestaubt.

Dank des vorzüglichen Bonus Tracks "Tinseltown" und 2er guter Live-Aufnahmen ist die vorliegende Neuauflage dieses kleinen Klassikers eine lohnende Investition für Neueinsteiger und Fans gleichermassen. Immer noch eine zeitlose, geile Scheibe.

WERTUNG





Trackliste:

01. Blackout In The Red Room
02. Rock Queen
03. Tumbleweed
04. Why do you think they call it Dope?
05. Fuel To Run
06. One More Round
07. She’s An Angel
08. Mary Jane
09. Straight Jacket
10. Slutsy Tipsy
11. Slave Girl
12. Hell, CA, Pop. 4 
13. Tinseltown (B-side)
14. One More Round (live)
15. Slave Girl (live)

Mario



POVERTY'S NO CRIME - Spiral Of Fear

Band: Poverty's No Crime
Album: Spiral Of Fear
Spielzeit: /
Stilrichtung: Progressive Metal
Plattenfirma: Metalville
Veröffentlichung: 29.04.2016

Die Progger POVERTY'S NO CRIME sind beileibe keine Unbekannten im heimischen Frickel-Wald und legen nach einer langen Pause von gut 9 Jahren den Nachfolger zur letzten Scheibe "Save My Soul" (2007) vor. "Spiral Of Fear", das nunmehr 7. Album der Band seit der Gründung im Jahre 1995, wurde im Laufe von etwa 3 Jahren in verschiedenen Studios aufgenommen. Den letzten Schliff, sprich das Mixing und Mastering, besorgte dann Simone Mularoni in den in der Szene gut bekannten Domination Studios.

Ich bin kein grosser Freund von Mularoni's ziemlich aufdringlichen Produktionen, die dem Hörer das Songmaterial in der Regel gnadenlos um die Fresse hauen. In Kombination mit dem eher zurückgenommenen Spiel und den mit viel Luft und Bedacht arrangierten Songs der Norddeutschen funktioniert das Ganze aber dann erfreulich gut. So ist der erste Eindruck den "Spiral Of Fear" nach ein bis zwei Runden im Player hinterlässt ein durchaus guter. Die Scheibe perlt rund und professionell aus den Boxen, die Songs haben Raum zum atmen und vor allem die angenehme, variable Stimme von Sänger Volker Walsemann kann ihre Stärken ausbreiten. Mit jedem weiteren Durchlauf kristallisieren sich dann die Highlights des Albums heraus, die vor allem in der ersten Hälfte platziert sind: der Opener "The Longest Day" öffnet sich zum Refrain hin herrlich auf, "Spiral Of Fear" schafft eine gute Balance aus etwas härteren Riffs und Melodie und das Instrumental "The Fifths Element" verweigert sich dem üblichen Skalengedresche der Konkurrenz. Soweit eigentlich alles im grünen Bereich. Allerdings hapert es dann doch im Bereich Langzeitwirkung der Hooklines, denen die unwiderstehlichen Wiederhaken einfach fehlen. Vieles auf "Spiral Of Fear" läuft angenehm unaufdringlich ins Ohr, kann dort aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Als Beispiel sei hier die leider recht zahnlose Ballade "The Ballad Of 91" genannt. Gegen Ende wird "Spiral Of Fear" daher ein wenig zäh, auch wenn das abschliessende starke "Wounded"dann nochmal die Kurve nach oben zeigen lässt.

Wer sich allerdings an einer tollen Produktion, handwerklich einwandfreier Gitarrenarbeit (oft im Stile eines jungen John Petrucci) und einer Mischung aus Melodic Rock und Progressive Metal labt, der kann mit dem neuen POVERTY'S NO CRIME Dreher einige vergnügliche Stunden verbringen. Zu mehr als gutem Mittelfeld langt es Anno 2016 bei POVERTY'S NO CRIME aber nicht mehr.

WERTUNG:





Trackliste:

01. The Longest Day
02. Spiral Of Fear
03. Fatamorgana
04. A Serious Dream
05. The Fifths Element
06. The Ballad Of 91
07. Dying Hopes
08. Wounded


Mario

ELMSFIRE - Hour of the Wolf

Band: Elmsifre
Album: Hour of the Wolf
Spielzeit: 48:04 min
Stilrichtung: Heavy Metal
Plattenfirma: RecordJet
Veröffentlichung: 23.04.2016

Die Düsseldorfer Metaller von ELMSFIRE haben seit ihrem Labeldebüt „Thieves of the Sun“ REZI mal wieder einiges zu überstehen gehabt! Nicht nur das der damals neue Sänger Erdmann, der leider damals nicht auf dem Album zu hören war, schon wieder raus ist, der langjährige Basser Fritz musste seine Instrument aus privaten Gründen ebenfalls an den Nagel hängen und auch Keyboarder Morten ist mittlerweile nicht mehr mit an Bord. Aber eine Metalband lässt sich so schnell nicht unterkriegen und unter Führung der beiden Bandchefs und Gitarristen Doro und Germano bläst man dieser Tage mit dem zweiten Album „Hour of the Wolf“, dieses mal in Eigenregie und ohne Labelunterstützung, erneut zum Angriff!
Den Gesang steuerte dieses Mal der Ursänger Lukas bei, der auch wieder fester Bestandteil der Band ist. Nachdem das Debütalbum sehr gute Kritiken einfahren konnte, war bestimmt nicht nur ich gespannt wie ELMSFIRE anno 2016 nun klingen. Als Opener fungiert „Eye to Eye“, welches nur ein düsteres Intro darstellt das die Platte atmosphärisch einleitet. Als erster „richtiger“ Track tönt uns dann „Dead Night Misery“ entgegen und es wird schnell klar man geht etwas rougher und nicht mehr so glatt poliert wie auf dem Debütalbum zu Werke. Es klingt einfach alles etwas anders, was nicht heißt das es schlechter ist, das auf keine Fall!
Die Stimme von Fronter Lukas ist dem des letzten Sängers Erdmann nicht unähnlich und passt gut zum erdigen Sound der Band. Glanzpunkt dieses ersten Track ist mit Sicherheit der schmissige Chorus, der sich schon nach kurzem im Hirn festsetzt.
Das folgende „Raphobis“ ist dann eher eine epische Nummer die zwar ein paar Durchläufe braucht um richtig zu zünden, aber dann zündet sie so richtig.
Knackiger und direkter geht es dann wieder bei den folgenden Tracks zur Sache, „The Wheel“, „Dead Ringer“ und vor allem der Videotrack „Dance with the Dead“ sind Stücke bei den die Fans des Genre mit Sicherheit sehr zufrieden sein werden!
In die gleiche Kategorie fallen dann auch die beiden abschließenden, etwas längeren Tracks „How Mountain are born“ und „Ashes“. Gerade die letztere Nummer punktet eindeutig mit seiner tollen Atmosphäre.

Anspieltipps:

Hier kann ich euch auf jeden Fall “Dead Night Misery”, “Dance with the Dead”, “How Mountain are born”, sowie “Ashes” ans Herz legen.

Fazit :

ELMSFIRE kehren auf jeden Fall sehr stark mit ihrem zweiten Album zurück! Man hat einige starke Tracks in der Hinterhand die den geneigten Fan auf jeden Fall zusagen sollten. Aber irgendwie wirkte das Debütalbum ein wenig kompakter bzw. eingängiger. Manche Songs hier brauchen einfach recht lange um sich in den Gehörgängen festzusetzen.
Aber das tut insgesamt einer starken Bewertung keinen Abbruch und Fans sollten sich dieses tolle neue Album der Band direkt über deren Bandhomepage nicht entgehen lassen! Für eine Eigenproduktion auf jeden Fall eine klasse Leistung!

WERTUNG:





Trackliste:

01. Eye to Eye
02. Dead Night Misery
03. Rapophis
04. The Wheel
05. Dead Ringer
06. Dance with the Dead
07. Five Rules
08. How Mountains are born
09. Ashes

Julian

Montag, 2. Mai 2016

SPACE ELEVATOR - Space Elevator

Band: Space Elevator
Album: Space Elevator
Spielzeit: 54:23 min.
Stilrichtung: Rock
Plattenfirma: SE Productions
Veröffentlichung: 13.05.2016
Homepage: www.spaceelevatorband.com

In Großbritannien wächst seit geraumer Zeit eine neue Generation von Rockbands heran, von der vielleicht eines Tages die ein oder andere Formation in einem Atemzug mit derart großen Namen wie QUEEN oder GENESIS genannt werden kann. Kamen letztes Jahr sowohl die CATS IN SPACE als auch die nicht minder grandiosen JONO mit Alben an, die so manchem Rockfan eine offene Futterluke bescherte, will es jetzt mit SPACE ELEVATOR eine weitere Band wissen, die getrost diesem Genre zugerechnet werden darf. Und dennoch gehen SPACE ELEVATOR noch einen Schritt weiter: denn hier singt eine Dame, die – wenn wir es oberflächlich betrachten wollen – nicht nur verdammt gut aussieht, sondern auch noch eine herausragende Stimme hat. Sie nennt sich ganz zurückhaltend „The Duchess“ (die Herzogin), sicher ein bisschen angelehnt an die nie erreichten QUEEN und dem vielleicht größten Entertainer, den die Welt je gesehen hat (und sie hat viele davon gesehen) – Freddy Mercury.

So ganz von Ungefähr kommt dieser Vergleich auch gar nicht. Denn Gitarrist und Songschreiber David Young ist in das QUEEN Musical „We Will Rock You“ involviert und so ist die Musik dieses vielversprechenden Projekts nicht nur in der Musicalwelt zu Hause sondern vereint neben diversen Pop- und Rockanleihen Einflüsse aus Pomp Rock, Jazz und Soul. Hier trifft die Theatralik von QUEEN auf eine Stimme, die manchmal gar nicht so unähnlich ist mit einer gewissen KATE BUSH, sich aber auch gerne mit den Wilson-Schwestern von HEART messen darf. Das selbstbetitelte Debütalbum aber rein darauf zu reduzieren, wäre nicht ausreichend und vor allen Dingen nicht gerecht.

Was diese Combo aus der Nähe von London schon auf ihrem Opener „Elevator“ zelebriert, erzeugt nicht nur Gänsehaut sondern besticht durch schiere Genialität. Mit einem funkigen Monstergroove fangen SPACE ELEVATOR den Song genau zum richtigen Zeitpunkt mit einer Ohrwurmmelodie ab und fabrizieren einen absolut hitverdächtigen Einstieg. Das folgende „We Are The Losers“ ist nicht minder reizend, denn mit seiner theatralischen und märchenhaft schönen Melodie sollte das Stück nicht nur bei Musicalfans für Entzückung sorgen. Rockfans werden bei „More Than Enough“ oder „Little White Lies“ begeistert sein, wenngleich ruhige Songs wie „We Can Fly“ oder „I Will Find You“ genau so zielsicher ins Schwarze treffen.

Ganz neu ist die Platte nicht, bereits 2013 erschien sie in der Heimat von SPACE ELEVATOR. Lange hat es gedauert, bis sie offiziell auch den Sprung auf das europäische Festland geschafft hat. Übrigens: neben David Young an der Gitarre hat diesen Silberling Bass-Legende Neil Murray (u.a. BRIAN MAY BAND) und der aus diversen Musicals bekannte Keyboarder Elliot Ware eingespielt. Brian Greene übernahm das Schlagzeug. Ein perfektes Umfeld für eine Ausnahmesängerin wie The Duchess.
Mich soll der Teufel holen, wenn dieses Album jetzt nicht auch in Deutschland einschlagen wird. Obwohl: dazu ist unsere Musiklandschaft wahrscheinlich zu eingefahren und unflexibel. Verdient hätte es SPACE ELEVATOR allemal – ihr Debüt ist ganz große Klasse!

WERTUNG: 






Trackliste:

1. Elevator
2. We Are The Losers
3. I Will Find You (Gallifrey Dreams)
4. Ordinary Day
5. Little White Lies
6. Loneliness Of Love
7. More Than Enough
8. Really Don´t Care
9. Oils And Bubbles
10. We Can Fly
11. Move On

Stefan

MASSIVE - Destination Somewhere

Band: Massive
Album: Destination Somewhere
Spielzeit: 44:09 min.
Stilrichtung: Hardrock
Plattenfirma: Earache Records
Veröffentlichung: 22.04.2016
Homepage: www.massiveoz.com

Einen durchaus eigenständigen Anstrich verpassten die Australier MASSIVE ihrem Debütalbum „Full Throttle“ (Rezi HIER). Irgendwo zwischen Aussie-Riffrock und eigensinnigen Ausflügen in die Grunge-Ära wurde es nie langweilig während dieser Dreiviertelstunde Rockmusik. Dass auch ein Livekonzert des Vierers aus Melbourne nichts für schwache Nerven ist und ganz schön energiegeladen daherkommt, davon konnte man sich u.a. auf der Tour mit BLACKBERRY SMOKE überzeugen, für die sie den Anheizer geben durften. Mit „Destination Somewhere“ steht drei Jahre nach dem Erstling nun neues Material in den Startlöchern.

An alte GUNS´N ROSES erinnert das Riff des Openers „One For The Road“, bevor der Song an sich eher in eine aktuelle Rockschublade geschoben werden kann. Schon „Blood Money Blues“ hat den für MASSIVE typischen Rhythmus, was größtenteils am Drumming von Jarrod Medwin liegt und natürlich am Spiel von Gitarrist Brendan Forward, der nichts von einfachen 3-Akkord-Riffs hält und trotzdem irgendwie den Bogen zu den Großen Namen der heimatlichen Szene schlägt. Und das obwohl er Ben Laguda ersetzt, der auf dem Erstling die Axt schwang, sind nur leichte Veränderung im Riffing erkennbar. Sänger Brad Marr klingt mal nach Michael Schon Poulsen (VOLBEAT), mal singt er relativ clean und mal macht er allen Bon Scott-Gedächtniskapellen alle Ehre. Ebenfalls eminent wichtig ist das extravagante Bassspiel von Aidan McGarrigle.

Alles zusammen ergibt einen Bandsound, der schon auf dem Debüt sehr viel Wiedererkennungswert hatte und auf „Destination Somewhere“ weitergeführt wird. Manchmal so nah an „Full Throttle“, dass der ein oder andere Song als Outtake der alten Sessions durchgehen könnte („Blood Money Blues“ oder „The Way It´s Always Been“) und manchmal mit einem wiederum komplett neuen Grundgerüst, wie die durchaus radiotaugliche Nummer „Made Of Stone“ oder „Sinking Ship“, das nicht unerheblich an ZZ-TOP erinnert. Dazwischen gesellen sich Songs wie der partytaugliche Titeltrack oder das ebenfalls flotte „Circus“.

MASSIVE rocken auch auf ihrem zweiten Album „Destination Somewhere“ erfrischend anders. Die besseren Einzelsongs jedoch hatte das Debüt zu bieten. Das ist aber keine Ausrede, diesen Rundling nicht anzutesten, dafür sind MASSIVE einfach zu gut.

WERTUNG:





Trackliste:

1. One For The Road
2. Blood Money Blues
3. Sinking Ship
4. The Fall
5. Made Of Stone
6. Destination Somewhere
7. Up In Smoke
8. Circus
9. The Way It´s Always Been
10. Beaten Dog
11. Ghost (Radio Edit) Bonus Track

Stefan